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Wieder was gelernt Feuerwehr löscht ohne Waldbrand-Ausrüstung

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(Foto: picture alliance/dpa)

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Rund 760 Hektar Wald haben Anfang Juni auf einem früheren Truppenübungsplatz bei Jüterbog gebrannt. Das ist eine Fläche etwas größer als tausend Fußballfelder. Rund 180 Feuerwehrleute und 55 Fahrzeuge waren zwischenzeitlich im Einsatz. Aber für solche Brände fehlt in Deutschland oft die passende Ausrüstung.

Warum, erfahren Sie in dieser Ausgabe von "Wieder was gelernt". Lesen Sie hier einen kurzen Auszug.

Laut Brandenburger Umweltministerium war der Brand bei Jüterbog der größte Waldbrand seit der Wende. Wobei Waldbrand gar kein treffender Begriff ist. Das hat uns Johann Goldammer gesagt. Er leitet das Zentrum für globale Feuerüberwachung in Freiburg.

"Wir nennen das im globalen Kontext Landschaftsbrände, weil wir darin den Wald haben, Landwirtschaftsflächen, Weideflächen, Naturschutzgebiete und natürlich auch diese Berührungszonen zwischen Kultur und diesen urbanen, peri-urbanen Brandlagen. Feuer kennen ja keine Grenzen, die gehen über alle diese verschiedenen Vegetationstypen hinweg."

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Löschhubschrauber sind meist normale Hubschrauber, die auch Wassertanks transportieren können.

(Foto: picture alliance/dpa)

So war es auch in Jüterbog. Auf dem früheren Truppenübungsplatz gab es Waldflächen, aber eben auch größere, mit Gräsern bewachsene Freiflächen. Vor allem gab es auf dem Gelände aber auch viel alte Munition. Die Bodenkräfte der Feuerwehr mussten ihren Einsatz deshalb auf die Ränder des Geländes beschränken. Um das Feuer zu löschen, haben deshalb mehrere Löschhubschrauber von Bundespolizei und Luftwaffe Wasser abgeworfen. Aber deren Einsatz war nicht unumstritten.

"Die Bundeswehr muss der Gemeinde für einen Hubschraubereinsatz wie in Teltow-Fläming für eine Stunde 40.000 Euro in Rechnung stellen. Das sind Geldbeträge, die sie im Prinzip besser in die Ausrüstung der Bodentruppen investieren sollten."

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Das Feuer bei Jüterbog war das größte in Brandenburg seit der Wende.

(Foto: picture alliance/dpa)

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Quelle: n-tv.de, chr

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