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Wieder was gelernt Verschwörungstheorien boomen wie nie

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Eine beliebte Verschwörungstheorie: Die Mondlandung hat es nie gegeben.

(Foto: dpa)

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Wer steckt hinter dem 11. September? Planen dunkle Mächte einen Bevölkerungsaustausch? Und werden wir alle von Reptilien regiert? Verschwörungstheorien wie diese gab es schon immer, heutzutage können sie sich aber dank Internet und Social Media besser denn je verbreiten.

Darum geht's in dieser Folge von "Wieder was gelernt". Lesen Sie hier einen kurzen Auszug.

Ob in Facebook-Gruppen, bei Twitter oder auf Youtube - Verschwörungstheorien erfahren in der heutigen Zeit eine Art Aufmerksamkeits-Boom. Da im Internet im Prinzip jeder behaupten kann, was er oder sie will, muss man nicht lange suchen, um wilde Theorien zu finden. Michael Butter ist Professor für amerikanische Literatur und Kulturgeschichte an der Uni Tübingen. Er untersucht das Phänomen der Verschwörungstheorien und weiß, warum Menschen daran glauben, egal wie absurd sie auch sind.

"Verschwörungstheorien erfüllen ganz wichtige Funktionen für diejenigen, die an sie glauben. Das heißt, Verschwörungstheorien machen die Welt erst einmal bedeutsam. Sie schließen Chaos und Kontingenz aus, helfen in Situationen, in den ansonsten vielleicht Unsicherheit herrscht. Da ist kein Chaos, da ist keine Widersprüchlichkeit, denn es ist alles geplant worden und die Dinge, die an der Oberfläche vielleicht einander zu widersprechen scheinen, können dann aufgelöst werden, sodass sie kompletten Sinn ergeben. Und für viele Menschen ist es offensichtlich leichter zu akzeptieren, dass es eine Gruppe von Bösewichten gibt, die angeblich im  Verborgenen die Strippen zieht, als dass niemand die Strippen zieht und die Dinge einfach so geschehen."

Warum der Verweis auf Fakten bei überzeugten Verschwörungstheoretikern sogar kontraproduktiv ist, hören Sie im Podcast.

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"Wieder was gelernt" ist ein Podcast für Neugierige: Fliegt uns Elon Musk zum Mars? Wohin mit unserem Atommüll? Wie arbeitet die Schufa? Hören Sie rein und werden Sie dreimal die Woche ein bisschen schlauer.

Quelle: ntv.de, sks