Audio

Wieder was gelernt - der Podcast Wölfe sind hungrig, aber ungefährlich

116564556.jpg

(Foto: picture alliance/dpa)

*Datenschutz

Seit dem Jahrtausendwechsel ist der Wolf zurück in Deutschland. Aber je mehr Schafe er reißt, desto größer wird der Widerstand: Jäger und Politik wollen den Abschuss erleichtern, um den Wolf zu erziehen. "Erbärmlich", sagt Wildbiologe Ulrich Wotschikowsky im "Wieder was gelernt"-Podcast. Er hält besseren Herdenschutz für die Lösung. Hören Sie rein in die neue Folge oder lesen Sie hier einen kurzen Auszug:

Aktuell leben etwa einhundert Wolfsrudel in Deutschland, das entspricht 800 bis 900 Wölfen. In den nächsten Jahren könnte sich diese Zahl vervierfachen - so viel Platz wäre theoretisch für die Tiere. Das bedeutet aber nicht, dass es auch gefährlicher wird, sagt Ulrich Wotschikowsky.

"Das hat gar nichts mit der Zahl zu tun. Wir haben seit Jahrzehnten Tausende von Wölfen in der europäischen Kulturlandschaft und nichts ist seit 40 Jahren passiert."

Die Forderung des Deutsches Jagdverbandes, ganze Rudel zum Abschuss freizugeben, um den Wolf zu erziehen, findet er falsch.

"Ich finde diese Position erbärmlich im 21. Jahrhundert. Ich finde sie vor allem deshalb erbärmlich, wenn man sich vor Augen hält, dass der Jagdverband für sich in Anspruch nimmt, ein Naturschutzverband zu sein."

Viel wichtiger wäre es, Schafe, Ziegen und andere Weidetiere richtig zu schützen.

"Damit müssen wir überall dort, wo die Wölfe erwartet werden, sofort anfangen, damit sie sofort schlechte Erfahrungen machen. Und wenn sie einmal ihre Nase in einen Zaun reingesteckt haben, der unter 4000 Volt Spannung steht, dann werden sie es ein zweites Mal nicht mehr tun."

Ulrich Wotschikowsky spricht in "Wieder was gelernt" außerdem darüber, warum er Sympathien für Schäfer hat und warum Äste gefährlicher sind als Wölfe. Die ganze Folge finden Sie hier und überall dort, wo Sie gerne Podcasts hören:

Spotify: https://spoti.fi/2Bo3Qwk

iTunes: https://apple.co/2G7rW1A

Deezer: https://bit.ly/2MSVyB2

Und der RSS-Feed für alle anderen Podcast-Apps.

Quelle: n-tv.de, chr

Mehr zum Thema