Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 05:11 RKI registriert 11.040 Infektionen, Inzidenz bei 72,8 +++

Die Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 11.040 Neuinfektionen gemeldet. Vor einer Woche lag der Wert noch bei 14.909 Ansteckungen, in dem Datensatz waren allerdings Nachmeldungen aus Brandenburg enthalten. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist von gestern 79,5 auf 72,8 gesunken. Bei den Sterbezahlen gibt es noch keine Entspannung: 284 weitere Tote registriert das RKI, vor einer Woche starben 268 Menschen durch Covid-19.

 

+++ 04:21 Corona-Ausbruch: Produktionsstopp bei Apple-Zulieferer in Vietnam +++
Im Norden Vietnams müssen nach Angaben der Behörden vier Industrieparks wegen eines Corona-Ausbruchs bis auf Weiteres die Produktion einstellen. Auch drei Standorte des taiwanesischen Apple-Zulieferers und weltgrößten Elektronik-Auftragfertigers Foxconn sind von den Schließungen betroffen.

+++ 03:44 Lauterbach: "Es kommt jetzt darauf an, die Risiko-Gruppen zu erreichen" +++
Vor dem bundesweiten Ende der Impf-Priorisierung am 7. Juni fordert der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach einen Fokus auf Risiko- Patienten. "Jetzt kommt es darauf an, die vielen noch nicht Geimpften Risikoträger zu erreichen", sagte er der "Rheinischen Post". Ab dem 7. Juni seien die Voraussetzungen für die Aufhebung der Reihenfolge  wahrscheinlich gegeben, so Lauterbach. Bis zu diesem Zeitpunkt sollten die Priorisierungen aber "unbedingt eingehalten" werden.

+++ 02:10 Handelsverband: "Bis zu 120.000 Geschäfte könnten wegfallen" +++
Der Handelsverband Deutschland (HDE) fordert einen Hilfsfonds, um dem Sterben der Innenstädte entgegenzuwirken. "Durch die Krise könnten bis zu 120.000 Geschäfte wegfallen", sagte der HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Um dem Leerstand entgegenzusteuern brauche es "einen Innenstadtfonds in Höhe von jährlich 500 Millionen Euro, der es den Städten und Kommunen ermöglicht, ihre aktuelle Lage zu analysieren und individuelle Konzepte zu erstellen", so Genth. Durch die Lockdowns hätten deutlich mehr Menschen online eingekauft. Einer Umfrage des Zahlungsdienstleisters Klarna zufolge wollen 70 Prozent der Deutschen auch im kommenden Jahr den Großteil ihrer Einkäufe online erledigen.

+++ 01:05 Ärzte wollen nicht für alle digitalen Impfpässe verantwortlich sein +++
Die niedergelassenen Ärzte lehnen es ab, die Corona-Immunisierung für alle Geimpften in den geplanten digitalen Impfpass einzutragen. Das könne nur für die praxiseigenen Patienten geleistet werden, sagte der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Die Arztpraxen sind keine Bürgerämter." Der digitale Impfnachweis sei letztlich ein Reisedokument und keine medizinische Akte. Eine Verpflichtung, die Eintragung für alle Geimpften vorzunehmen, würde die Impfkampagne in den Praxen massiv ausbremsen und könnte Ärzte dazu bewegen, aus der Impfkampagne auszusteigen.

+++ 00:25 Giffey will über Rückkehr zum Schul-Regelbetrieb reden +++
Bundesfamilienministerin Franziska Giffey will die Rückkehr zum Schul-Regelbetrieb vorantreiben. "Wir müssen jetzt gucken, dass die Kinder Schritt für Schritt in die Normalität zurückkehren können. Und wenn wir über Außengastronomie reden, dann müssen wir genauso darüber reden, wie kommen wir jetzt wieder zu einem vollen Regelbetrieb zurück", sagte die SPD-Politikerin am Dienstagabend im RBB.

+++ 23:22 Indischer Impfstoff-Exportstopp könnte bis Ende des Jahres dauern +++
Indien wird wohl noch monatelang nicht wie vorgesehen ärmere Länder mit Impfstoff beliefern können. Das Serum Institute of India (SII), ein wichtiger Impfstoff-Produzent, teilte mit, dass Exporte angesichts der massiven Corona-Welle im eigenen Land hoffentlich "bis Ende dieses Jahres" wieder anlaufen können. Der Ausfall betrifft die Covax-Initiative, die ursprünglich alleine bis Mai 110 Millionen SII-Dosen erwartet hatte, um damit ärmere Länder zu versorgen. SII produziert in Lizenz Astrazeneca-Impfstoff. Seit März beansprucht Indien die Dosen für sich.

 

+++ 22:40 Zu wenige Corona-Impfungen in Ukraine - Gesundheitsminister entlassen +++
Der ukrainische Gesundheitsminister Maxim Stepanow ist heute wegen der nur schleppend laufenden Impfung gegen das Coronavirus entlassen worden. Der 45-Jährige leitete das Ministerium erst seit Ende März vergangenen Jahres. Es ist bereits der dritte Gesundheitsminister, der während der Pandemie entlassen wurde. Derzeit verfügt das osteuropäische Land lediglich über etwas mehr als zwei Millionen Impfdosen für die rund 40 Millionen Einwohner. Eine Erstimpfung haben den Behörden zufolge knapp 950.000 Ukrainer erhalten. Vollständig geimpft sind bisher nur rund 28.000 Menschen.

+++ 22:16 Mehr als 2700 Corona-Demos seit August +++
Die Bundesregierung geht einem Medienbericht zufolge davon aus, dass seit August vergangenen Jahres bundesweit mehr als 2700 Demonstrationen und Kundgebungen gegen die Corona-Maßnahmen stattgefunden haben. Nur 28 der Demonstrationen werden vom Bundesamt für Verfassungsschutz als von Rechtsextremen organisiert oder dominiert eingestuft, wie laut Redaktionsnetzwerk Deutschland aus einer Antwort der Regierung auf eine Anfrage der Linksfraktion hervorgeht.

+++ 21:50 Zahl der Corona-Todesfälle in den USA auf niedrigstem Stand seit März 2020 +++
In den USA ist die Zahl der täglichen Corona-Todesfälle auf den niedrigsten Stand seit März vergangenen Jahres gesunken. Im Durchschnitt seien in der vergangenen Woche 546 Menschen pro Tag an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben, teilte die Gesundheitsbehörde CDC mit. Auch die Zahl der täglichen Neuinfektionen lag mit rund 17.700 Fällen so niedrig wie seit Juni nicht mehr. "Die Impfstoffe haben zu einem dramatischen Rückgang der Fälle, Krankenhausaufenthalte und Todesfälle geführt", sagte Andy Slavitt, Corona-Berater des Weißen Hauses. "Zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie sind die Fälle in allen 50 Staaten zurückgegangen. Wir gewinnen den Kampf gegen das Virus", betonte er.

 

+++ 21:33 Schleswig-Holstein will Impftermine künftig zuweisen +++
Schleswig-Holstein stellt sein System für die Anmeldung zur Corona-Impfung um. Von Anfang Juni an können sich Impfwillige beim Impfzentrum ihrer Wahl verbindlich anmelden und bekommen bei Verfügbarkeit einen Termin zugewiesen. "Es wird dadurch aber nicht mehr Impfdosen geben", sagte Gesundheitsminister Heiner Garg von der FDP. Die Verteilung der Termine geschehe nach dem Zufallsprinzip. Für die Impfzentren bekomme Schleswig Holstein aktuell rund 80.000 Impfdosen pro Woche zugewiesen. Garg stellte in Aussicht, dass noch vor den Sommerferien mit der Impfung von Schülern begonnen werden kann, wenn der Impfstoff von Biontech rechtzeitig für unter 16-Jährige zugelassen wird und der dafür vom Bund vorgesehene Impfstoff zur Verfügung steht.

+++ 21:07 Nur Brandenburg meldet eine steigende Inzidenz +++
Mit Sachsen und Thüringen liegen wie am Vortag nur noch 2 Bundesländer über der Notbremsen-Marke von 100 Infektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tage. Mit Branbenburg meldet nur noch 1 von 16 Bundesländern eine steigende 7-Tage-Inzidenz. Schleswig-Holstein meldet sogar eine Inzidenz von 32,4 und ist damit unter die 35er-Schwelle gefallen.

Gemessen an der Einwohnerzahl weist Sachsen derzeit die meisten neuen Fälle aus, dahinter folgt Baden-Württemberg. Insgesamt bleibt das weiter ein niedriges Niveau, nur vier Bundesländer liegen im zweistelligen Bereich.

+++ 20:51 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 6489 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.606.655 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 6489 neue Fälle hinzu. Das sind 2318 Fälle weniger als am Dienstag der Vorwoche. Hier waren insgesamt 8807 Neuinfektionen gemeldet worden. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 296 auf 86.492. Am Dienstag vor einer Woche waren es 307. Als aktuell infiziert gelten rund 197.636 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,67 angegeben (Vortag: 0,83). Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,73 (Vortag: 0,77). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 3879 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2434 davon werden beatmet. Das sind 58 weniger als am Vortag. Rund 3958 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

Die Entwicklungen des vergangenen Tages lesen Sie hier.

Quelle: ntv.de, ino/dpa/AFP/rts

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