Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 08:21 Alle Passagiere der "Mein Schiff 6" werden in Piräus getestet +++

Die "Mein Schiff 6" hat den Hafen von Piräus erreicht. Das Kreuzfahrtschiff hat mehrere Infizierte an Bord. Sofort gingen Experten der Gesundheitsbehörde an Bord, wie das Staatsfernsehen berichtete. Alle Reisenden und Crewmitglieder sollen einen Coronavirus-Test machen. Die ersten Schnelltests seien negativ gewesen, berichtete das Staatsfernsehen. Die 922 Urlauber und die die 666 Besatzungsmitglieder müssten bis auf Weiteres an Bord bleiben.

+++ 07:06 Merkel fordert "brachiales" Durchgreifen +++
Vor den heutigen Bund-Länder-Beratungen über neue Corona-Maßnahmen hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel für eine härtere Linie in Regionen mit besonders hohen Infektionszahlen ausgesprochen. Es müsse "brachial durchgegriffen" werden in den Regionen, die stark betroffen sind, sagte Merkel laut ntv-Informationen beim gestrigen Treffen des CDU-Präsidiums.

+++ 06:34 Streeck: Im Sommer wurden Chancen ausgelassen +++
Deutschland hat es aus Sicht des Virologen Hendrik Streeck im Sommer verpasst, pragmatische Lösungen für Zeiten mit steigenden Corona-Infektionszahlen zu finden. "Ich glaube, im Gesundheitssystem sind wir sehr gut vorbereitet", sagte Streeck mit Blick auf den Herbst und Winter der Deutschen Presse-Agentur. "Mental sind wir dagegen in Deutschland weniger gut vorbereitet, so empfinde ich es zumindest." Es sei zu viel Angst vorhanden, sagte der Virologe. Zudem habe es Deutschland "über den Sommer hinweg nicht geschafft, pragmatische Lösungen zu finden, wie man in bestimmten Bereichen weitermachen kann, wenn die Infektionszahlen deutlich steigen. Da wurden Chancen ausgelassen", so Streeck.

+++ 05:43 Laumann schließt Kontrollen von Privatfeiern nicht aus +++
Angesichts der steigenden Corona-Zahlen sieht NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann Privatfeiern als eine der Hauptquellen für eine Covid-19-Erkrankung: "Größere Feiern sind derzeit ein Risiko", sagt der CDU-Politiker der "Rheinischen Post". Eine Verschärfung der Obergrenzen für private Feste lehnt er allerdings ab. "Jede Zahl ist doch am Ende willkürlich. Beim letzten Ausbruch in Bielefeld, bei dem dann auch das Virus anschließend in Schulen getragen wurde, handelte es sich um eine Veranstaltung mit 30 Teilnehmern." Laumann, der die Auffassung vertritt, der Staat habe - wenn irgendwie möglich - nichts bei Feiern in einer Wohnung oder einer Garage zu suchen, sagt jedoch: "Wir sind in einer dynamischen Lage. Es kann der Punkt kommen, an dem man auch dort kontrollieren muss."

+++ 05:29 Woidke fordert "Verantwortung und Augenmaß" +++
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke geht ohne Festlegung in die Bund-Länder-Beratung über die künftigen Corona-Regeln. "Notwendig sind Verantwortung und Augenmaß", so der SPD-Politiker vor der geplanten Videokonferenz der Regierungschefs mit Kanzlerin Angela Merkel. Ohne eine Vorfestlegung lasse sich unvoreingenommen und im Interesse der Sache gut beraten. Er lässt damit offen, ob er angesichts der steigenden Zahl von Corona-Ansteckungen neue Beschränkungen für notwendig hält. Der amtierende Bundesratspräsident hatte die Länder mehrfach zur engen Zusammenarbeit bei Corona-Regeln aufgerufen und sie vor Profilierung durch Vorpreschen gewarnt.

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+++ 05:18 UN-Chef: Mehr als eine Million Corona-Tote sind "qualvoller Meilenstein" +++
UN-Generalsekretär António Guterres bezeichnet die Zahl von mehr als einer Million Menschen, die nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben sind, als "qualvollen Meilenstein". "Es ist eine betäubende Zahl", sagt Guterres. "Trotzdem dürfen wir nie die einzelnen Leben aus dem Blick verlieren: Es waren Väter, Mütter, Ehefrauen, Ehemänner, Brüder, Schwestern, Freunde und Kollegen." Guterres ruft die Menschen weltweit auf, sich weiter an die Abstands- und Hygieneregeln zu halten sowie Masken anzuziehen. "Wir können diese Herausforderung überwinden." Dafür brauche es verantwortungsbewusste Führungsstärke, Wissenschaft und weltweite Zusammenarbeit.

+++ 05:09 Schwesig will mit Corona-Schnelltests Schulschließungen verhindern +++
Mecklenburg-Vorpommerns Regierungschefin Manuela Schwesig fordert "viel mehr Kapazitäten für Schnelltests", auch um damit Schulschließungen im Herbst und Winter zu verhindern. "Schnelltests bieten den Vorteil, dass auch in der kalten Jahreszeit binnen eines Tages festgestellt werden kann, ob es sich um einen üblichen Infekt oder um Corona handelt", sagt Schwesig der "Rheinischen Post". Ansonsten werde "insbesondere an Schulen und Kitas die Verunsicherung sehr groß sein - bis hin zu vielleicht unnötigen Schließungen".

+++ 04:51 Fauci: Chef der Coronavirus-Taskforce verbreitet Fake News +++
Der renommierte US-Immunologe Anthony Fauci steht dem Chef der Corona-Taskforce des Weißen Hauses, Scott Atlas, kritisch gegenüber. Er sei besorgt darüber, dass die Informationen des neuen Beraters an der Seite des US-Präsidenten Donald Trump "entweder aus dem Zusammenhang gerissen oder tatsächlich falsch" seien, sagt der Leiter des Nationalen Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten dem Sender CNN. Atlas verteidigt seine Ratschläge an den Präsidenten. "Alles, was ich gesagt habe, stammt direkt von den Daten und der Wissenschaft", sagt er in einer Erklärung des Weißen Hauses.

+++ 04:18 Verstoß gegen Abstandsregeln: Italienischer Zweitligist verzichtet auf Tifosi +++
Weil sich die Fans bei der Rückkehr ins Stadion nicht an die Abstands- und Hygieneregeln gehalten haben, verzichtet der italienische Fußball-Zweitligist US Cremonese beim nächsten Spiel lieber auf seine Tifosi. Während der Partie gegen AS Cittadella (0:2) am Sonntag widersetzten sich zahlreiche Fans der Anordnung, auf ihren zugewiesenen Plätzen zu bleiben. Viele trugen zudem keinen Mundschutz. Daraufhin beschloss der Klub, das für Mittwoch angesetzte Pokalmatch gegen SS Arezzo wieder vor leeren Rängen auszutragen. Ziel sei es, die öffentliche Gesundheit zu schützen und den Klub vor Strafen zu bewahren. Ein neues Sicherheitskonzept solle erarbeitet werden.

+++ 03:47 US-Forscher: Mehr als eine Million Corona-Tote weltweit +++
Seit Beginn der Corona-Pandemie sind US-Wissenschaftlern zufolge weltweit bereits mehr als eine Million Menschen nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. Das geht aus Daten der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hervor. Mehr als 33,2 Millionen Infektionen wurden nachgewiesen. Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer aus. Rund ein Fünftel aller erfassten Todesfälle beklagt die USA, wo mehr als 205.000 Menschen starben. In Brasilien sind mehr als 142.000, in Indien mehr als 95.000 Menschen gestorben.

+++ 03:16 US-Demokraten legen neues Corona-Hilfspaket vor +++
Im Streit um eine weitere Corona-Finanzspritze legen die US-Demokraten eine neue Gesetzesvorlage in Höhe von 2,2 Billionen Dollar vor. Der Vorschlag beinhalte "neue Mittel, die erforderlich sind, um eine Katastrophe von Schulen, kleinen Unternehmen, Restaurants, Veranstaltungsorten und von Mitarbeitern der Fluggesellschaften sowie anderen abzuwenden", teilt die Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, mit. "Wir halten unser Versprechen ein, mit dieser aktualisierten Gesetzesvorlage Kompromisse einzugehen", sagt sie. "Wir konnten wichtige Ergänzungen vornehmen und die Kosten unterm Strich senken, indem wir die Laufzeit der Maßnahmen verkürzten."

+++ 02:32 Corona-Maßnahmen in US-Hauptstadt werden gelockert +++
In der US-Hauptstadt Washington werden die Corona-Restriktionen in den kommenden Tagen weiter gelockert. So wird das Washington Monument, der berühmte Riesenobelisk in der Nähe des Weißen Hauses, ab Donnerstag wieder für Besucher geöffnet, wie die für Monumente zuständige Behörde National Park Service mitteilt. Für den Zutritt zu dem 169 Meter Meter hohen Obelisken gilt eine Maskenpflicht. Außerdem dürfen sich die Besucher nur jeweils zehn Minuten auf der Aussichtsplattform aufhalten. Das Washington Monument wurde 1886 zu Ehren des ersten US-Präsidenten George Washington erbaut.

+++ 01:44 Trump: US-Regierung baut Corona-Testkapazität aus +++
Rund fünf Wochen vor der Präsidentschaftswahl in den USA baut die Regierung von Präsident Donald Trump die Testkapazität in der anhaltenden Corona-Pandemie deutlich aus. Trump sagt, in den kommenden Wochen werde seine Regierung 150 Millionen Coronavirus-Schnelltests verteilen, die binnen 15 Minuten ein Ergebnis lieferten. In der vergangenen Woche hätten die USA den hundertmillionsten Coronavirus-Test seit Beginn der Pandemie ausgeführt - "viel mehr als jedes andere Land", so der Präsident. Er kündigt an, 50 Millionen der 150 Millionen neuen Schnelltests sollten bedrohten Bevölkerungsgruppen etwa in Alten- oder Pflegeheimen direkt zugute kommen. 100 Millionen Tests würden den Bundesstaaten zur Verfügung gestellt. Damit sollten Bemühungen unterstützt werden, die Wirtschaft und Schulen in den Bundesstaaten schnellstmöglich wieder zu öffnen und auch offen zu halten.

+++ 01:00 Brasilien meldet insgesamt mehr als 142.000 Tote +++
Das Coronavirus breitet sich in Brasilien weiter aus. Das Gesundheitsministerium meldet 13.155 Neuinfektionen. Damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen auf mehr als 4,7 Millionen. Die Zahl der Todesfälle legte binnen 24 Stunden um 317 auf 142.058 zu. Brasilien weist in der Coronavirus-Pandemie nach den USA und Indien weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.

+++ 00:11 Weiterer Corona-Fall bei den French Open +++
Bei den French Open der Tennisprofis gibt es einen weiteren positiven Corona-Fall. Wie die Veranstalter in Paris mitteilen, wurde eine Doppelspielerin als "Kontaktperson" eingestuft, weil ihr Trainer positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Die namentlich nicht genannte Spielerin und ihre Doppelpartnerin wurden vom Turnier ausgeschlossen. Schon in der Qualifikation hatte es einige positive Fälle gegeben, die für viel Unmut gesorgt hatten. Einige Spieler wie der Spanier Fernando Verdasco hatten ihren positiven Test angezweifelt und die Organisatoren dafür kritisiert, dass sie keinen zweiten Test hatten machen dürfen.

+++ 23:36 Coronavirus-Ausbruch bei CFC Genua: 14 positive Tests +++
Der italienische Fußball-Erstligist CFC Genua ist von einem Coronavirus-Ausbruch betroffen. Zwei Tage nach der Bekanntgabe, dass Torhüter Mattia Perin positiv getestet worden ist, ist die Zahl der Infizierten auf 14 gestiegen. Wie der Tabellenzwölfte der Serie A mitteilt, sind sowohl Spieler als auch Mitarbeiter davon betroffen. Es seien nach den positiven Tests auf das Virus Sars-Cov-2 alle vorgeschriebenen Maßnahmen ergriffen und die Behörden informiert worden, heißt es. Erst am Samstag hatte der Club die Coronavirus-Infektion von Torhüter Perin öffentlich gemacht und mitgeteilt, dass sich der Spieler unter medizinischer Aufsicht in häuslicher Quarantäne befindet. Noch am selben Tag hatte der Verein Coronatest bei allen Spielern und Mitarbeitern machen lassen.

+++ 23:02 Tschechien und Slowakei wollen wieder Notstand ausrufen +++
Tschechien und die Slowakei wollen wegen steigender Corona-Infektionszahlen wieder den Notstand ausrufen. Der tschechische Ministerpräsident Andrej Babis sagt im Fernsehsender Nova, seine Regierung werde am Mittwoch zu einer Sondersitzung zusammenzukommen, um den Notstand auszurufen. Zu konkreten Auswirkungen und möglichen Verschärfungen der Corona-Regeln macht er zunächst keine Angaben. In Tschechien mit seinen 10,7 Millionen Einwohnern waren die Infektionszahlen zuletzt stark angestiegen. Seit Beginn der Pandemie meldeten die Behörden 65.313 bestätigte Corona-Fälle, 615 Infizierte starben.

Auch in der Slowakei will die Regierung am Mittwoch entscheiden, ob sie wegen der Pandemie zum zweiten Mal den Notstand verhängt. "Die Situation ist extrem gefährlich. Ich denke, wir müssen fundamentale und sehr starke Maßnahmen ergreifen", so Regierungschef Igor Matovic. Am Freitag hatte das Land mit 552 Neuinfektionen binnen 24 Stunden einen Rekordanstieg gemeldet.

+++ 22:23 Bund bringt Ausschankverbot für Alkohol ins Spiel +++
Der Bund will den Alkoholausschank in besonders betroffenen Regionen unter bestimmten Bedingungen befristet begrenzen lassen. Um Infektionen in der Gastronomie zu minimieren, müssten bei ansteigendem Infektionsgeschehen "zeitlich eingegrenzte Ausschankverbote für Alkohol erlassen werden", heißt es in dem vorliegenden Entwurf der Beschlussvorlage des Bundes.

+++ 22:00 Bund plant 50 Euro Bußgeld bei falschen Kontaktangaben in Restaurants +++
Der Bund will angesichts der anhaltend hohen Infektionszahlen mit dem Coronavirus derzeit keine weiteren Öffnungsschritte zulassen. Um eine korrekte Kontaktnachverfolgung zu ermöglichen, sollen Ordnungsbehörden Verstöße etwa bei falschen persönlichen Angaben in Restaurants mit einem Mindestbußgeld von 50 Euro belegen können, heißt es in einem vorliegenden Entwurf des Bundes für die morgigen Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel mit der Ministerpräsidentenkonferenz.

Die wichtigsten Entwicklungen des Vortages zur aktuellen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier lesen.

Quelle: ntv.de, cri/bad/rts/dpa/AFP/sid