Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 11:50 ​Mehr als die Hälfte der Infektionen bei unter 35-Jährigen +++

Die Altersgruppen der bis zu 34-Jährigen machten in der abgelaufenen Woche weitaus mehr als die Hälfte aller Neuinfektionen aus. Die Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) zeigen, dass der größte Anteil der Infektionen auf die 15- bis 34-Jährigen entfällt, gefolgt von den 35- bis 59-Jährigen.

+++ 11:22 Handelsverband klagt über aggressive Impfgegner +++
Der Chef des Handelsverbands Deutschland (HDE), Stefan Genth, beklagt, dass Impfgegner bei 2G-Kontrollen im Einzelhandel immer öfter Angestellte beleidigen, bedrohen und körperlich angreifen. "Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden beschimpft, bespuckt und auch aggressiv körperlich angegangen", sagt Genth t-online. "Vorfälle dieser Art sind unerträglich." "Den Menschen, die sich derart rücksichtslos verhalten, müssen klare Grenzen gesetzt werden", so Genth weiter. "Mit der Kontrolle der Maskenpflicht und von 2G übernimmt der Handel derzeit staatliche Aufgaben. Das darf nicht zum Dauerzustand werden, das ist eine massive Überforderung der Unternehmen."

+++ 10:51 Thüringen trotzt erneut dem Bundestrend +++
Entgegen dem Bundestrend sinkt die Corona-Inzidenz in Thüringen erneut. Am heutigen Sonntag liegt die Zahl der wöchentlichen Neuinfektionen je 100.000 Einwohner bei 201,7, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) mitteilt. Am Vortag lag sie bei 218,5. Damit bleibt Thüringen das Bundesland mit den niedrigsten Infektionszahlen. Die Thüringer Gesundheitsämter meldeten dem RKI von Samstag auf Samstag 276 neue Corona-Infektionen. Außerdem wurde ein weiterer Todesfall verzeichnet.

+++ 10:26 Nach nur drei Tagen: NRW veröffentlicht überarbeitete Corona-Verordnung +++
Für Nordrhein-Westfalen gilt eine neue Corona-Schutzverordnung. Die bisherige Fassung ist überarbeitet worden und damit nach nur drei Tagen nicht mehr gültig. Die neue Verordnung enthält die von der Ministerpräsidentenkonferenz beschlossenen Quarantäne- und Isolierungsregelungen. Zugleich wurde eine geänderte Corona-Test-und-Quarantäneverordnung des Landes veröffentlicht. Die Änderungen sollen der Omikron-Variante Rechnung tragen.

+++ 09:55 Thüringer Lehrer kritisieren Quarantäne-Praktiken +++
Die Gewerkschaft GEW und der Lehrerverband kritisieren das uneinheitliche Vorgehen der Thüringer Gesundheitsämter bei Corona-Quarantäneanordnungen für Schülerinnen und Schüler. Die Ämter träfen bei vergleichbaren Fällen immer wieder unterschiedliche Entscheidungen, zum Beispiel über die Quarantäne-Dauer, sagen die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung Wissenschaft (GEW) in Thüringen, Kathrin Vitzthum, und der Vorsitzende des Thüringer Lehrerverbandes, Rolf Busch, der Deutschen Presse-Agentur. Besonders krass lasse sich dies beobachten, wenn es einen bestätigten Corona-Fall in einer Klasse gegeben habe und für die Kontaktpersonen des betroffenen Schülers verschiedene Gesundheitsämter zuständig seien, weil diese in unterschiedlichen Landkreisen wohnten, sagt Busch. "Ich formuliere es überspitzt: Der eine war der rechte Banknachbar, der andere der linke Banknachbar - dann muss der eine in Quarantäne, der andere gar nicht."

+++ 09:31 Kliniken rechnen wegen Omikron erneut mit Verschiebung planbarer Eingriffe +++
Die Krankenhausträger in Deutschland gehen davon aus, dass es in den kommenden Wochen wegen sprunghaft ansteigender Omikron-Fallzahlen und Krankmeldungen beim Personal zu Behandlungsengpässen in den Kliniken kommt. Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, sagt den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, er rechne damit, dass erneut planbare Behandlungen verschoben werden müssen. "Wir werden elektive Leistungen verschieben müssen", sagt Gaß. Der DKG-Chef betont, dies betreffe orthopädische Operationen genauso wie Therapien für chronische Erkrankungen und Krebspatienten. "Wir können auch nicht ausschließen, dass das in vielen Fällen auch zu echten Schäden führt", sagt Gaß.

+++ 09:02 Seit Pandemiebeginn mindestens 40.000 Ordnungswidrigkeiten in Niedersachsen +++
Mindestens 40.000 Ordnungswidrigkeiten gegen Corona-Maßnahmen hat es in Niedersachsen seit Beginn der Pandemie gegeben. Wie das Innenministerium in Hannover der Deutschen Presse-Agentur mitteilt, beziehe sich die Zahl auf den Zeitraum von Anfang April 2020 bis Anfang Januar dieses Jahres. Um was für Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten es sich dabei handelt, ist den Angaben zufolge unklar. Verstöße gegen die Corona-Verordnung, wie etwa das Missachten der Maskenpflicht oder der Abstandsregelung, sind in der Regel Ordnungswidrigkeiten. Bei Verstoß gegen die Corona-Verordnung können Bußgelder bis zu 25.000 Euro anfallen. Das Innenministerium wies darauf hin, dass die Polizeibehörden entsprechende Verstöße und Daten unterschiedlich erfassen und weiterleiten. Somit sei es schwierig, valide Daten zu den Verstößen zu erhalten.

+++ 08:35 Entwicklungsministerin gegen Patentfreigabe für Impfstoffe +++
Im Streit um die Freigabe von Patenten für Corona-Impfstoffe zeigt sich Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze unnachgiebig. "Ich bezweifle, dass die Entwicklungsländer leichter an Impfstoffe herankommen, wenn wir die Patente freigeben", sagt Schulze den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Hilfreich seien Unternehmenspartnerschaften für die Produktion der mRNA-Impfstoffe in Lizenz. Das Know-how dazu müsse "in Entwicklungsländer weitergegeben werden", fordert die Ministerin. Schulze bestreitet, bei den Patenten den Konflikt mit den Herstellern zu scheuen. "Ich bin hier für Pragmatismus. Theoretische Fundamentalpositionen bringen uns nicht weiter", mahnt sie. "Es kommt darauf an, dass die Produktion läuft. Und das geht gerade jetzt in der Pandemie am besten und am schnellsten mit den Unternehmen zusammen."

+++ 08:07 Iran meldet erste Omikron-Todesfälle +++
Das iranische Gesundheitsministerium meldet erstmals Todesfälle nach einer Omikron-Infektion. Bislang seien drei Iraner an der neuen Variante gestorben, mehr als 1100 Menschen hätten sich landesweit damit infiziert, heißt es laut der Nachrichtenagentur Tasnim aus dem Ministerium. Trotz der akuten Wirtschaftskrise plant die Regierung in Teheran demnach erneut strenge Corona-Einschränkungen bis hin zu einem Lockdown. Der Iran war bis Sommer von der Corona-Pandemie besonders stark betroffen, doch die Lage entspannte sich nach einer Beschleunigung der Impfkampagne. Bislang sind mehr als 60 Prozent der fast 84 Millionen Iraner doppelt geimpft, auch Auffrischungsimpfungen werden bereits verabreicht. Seit dem Ausbruch der Pandemie im Februar 2020 wurden im Land mehr als 132.000 Corona-Tote und mehr als 6,2 Millionen Infizierte registriert.

+++ 07:43 Eine Woche nicht ans RKI übermittelt: Berliner Bezirk mit Inzidenz von "0" +++
Ein grüner Fleck auf der Landkarte: Am siebten Tag nacheinander übermittelt der Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf keine Corona-Zahlen an das Robert-Koch-Institut (RKI). Ursache sollen technische Probleme sein. Die Folge: Das RKI weist für den Bezirk eine Sieben-Tage-Inzidenz von "0" aus. Durch die große Zahl an Nachmeldungen wird erwartet, dass die Inzidenz der Hauptstadt in der kommenden Woche sprunghaft ansteigen wird.

+++ 07:23 Pandemie führt zu Lieferengpässen bei Tierimpfstoffen +++
Probleme bei Lieferketten und eine starke Nachfrage nach Haustieren: Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie beklagen Experten einen Mangel an Tierimpfstoffen. "Seit letztem Jahr kommt es immer wieder zu Engpässen", sagt Astrid Behr, Sprecherin des Bundesverbands praktizierender Tierärzte in Frankfurt. Zurzeit seien vor allem die Vakzine für Katzen, aber auch für Kaninchen betroffen. "Für Tierhalter bleibt nur die Absprache mit dem Haustierarzt und informiert zu werden, sobald wieder Impfstoff da ist." In der Tat seien Impfstoffe für einzelne Tierarten wie Katzen derzeit auf dem deutschen Markt nur eingeschränkt verfügbar, heißt es auch beim Hersteller Boehringer Ingelheim. "Dies betrifft leider auch vorübergehend einige unserer Produkte", erklärt eine Sprecherin. So sei die Lieferfähigkeit für einige dieser Impfstoffe durch die globale Corona-Pandemie indirekt beeinträchtigt. "Die Pandemie und die Maßnahmen, die wir zum Schutz unserer Mitarbeitenden getroffen haben, wirken sich auf unsere Lieferkette aus."

+++ 06:56 Querdenker machen auch vor Schulen mobil +++
Querdenker, Reichsbürger und sogenannte Selbstverwalter haben nach Angaben der Bundesregierung mit Aktionen vor Schulen und auch mit Drohschreiben gegen die geltenden Corona-Maßnahmen mobil gemacht. Der Bundesregierung sei bekannt, dass Gegner der Maßnahmen und der Impfkampagne in einzelnen Fällen vor Schulgebäuden demonstrierten und "dabei zuweilen auch das Zwiegespräch mit Schülern suchten". Das ergibt sich aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Linken, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. "Hierbei handelte es sich zum Teil auch um führende Personen der 'Querdenken-Bewegung'", schreibt das Ministerium weiter.

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+++ 06:28 Krankenhausgesellschaft: Mehr Covid-Kranke auf Normalstationen +++
Die deutschen Klinken spüren bereits erste Auswirkungen der Omikron-Welle durch mehr Patientenaufnahmen mit Covid-Erkrankungen auf den Normalstationen. "Wir sehen diesen Anstieg auf den Normalstationen bereits in manchen Regionen, so zum Beispiel in Bremen, Berlin, Hamburg und Schleswig-Holstein", sagt der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, der "Augsburger Allgemeinen". Wenn die Modelle sich bewahrheiteten, müsse man schon sehr bald mit mehr als 100.000 Infizierten pro Tag rechnen. Viele von ihnen müssten im Krankenhaus versorgt werden. Doch wegen der hochansteckenden Omikron-Variante werde es zu mehr Personalausfällen in den Kliniken kommen. Er appelliere deshalb an Haus- und Fachärzte, Patienten, die nicht unbedingt im Krankenhaus behandelt werden müssten, soweit es gehe ambulant zu versorgen.

+++ 05:57 Lauterbach: "Uns drohen sehr schwere Wochen" +++
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach warnt vor einer hohen Zahl an Toten und massiven Einschränkungen bei Krankenhausbehandlungen in der aktuellen Corona-Welle mit der hoch ansteckenden Omikron-Variante. "Uns drohen in Deutschland sehr schwere Wochen", sagt der SPD-Politiker der "Bild am Sonntag". "Wir dürfen uns mit Blick auf die aktuell sinkenden Krankenhauszahlen insbesondere auf den Intensivstationen nicht in Sicherheit wiegen." Die Situation in den Kliniken werde sich wieder verschärfen, sagt er. Momentan erkrankten vor allem die Jüngeren, die viele Kontakte hätten. Wenn sich die Älteren infizierten, werde die Zahl der Klinikeinweisungen wieder steigen. "Da kann es, je nach Entwicklung, nicht nur bei den Intensivstationen knapp werden, sondern auch auf den normalen Stationen. Es droht die Schließung ganzer Abteilungen", so Lauterbach. "Eine Durchseuchung bedeutet, dass Hunderttausende schwer krank werden und wir wieder viele Tausend Corona-Tote beklagen müssen."

+++ 05:04 Drosten: "mRNA- und Vektor-Impfstoffe kommen natürlicher Immunität am nächsten" +++
Christian Drosten hält eine "Herdenimmunität", über die auch Ungeimpfte geschützt wären, nicht für möglich: "Dafür gibt es wissenschaftliche Evidenz", sagt Charité-Chefvirologe Drosten dem "Tagesspiegel". Im Hinblick auf die Risikoabwägung der Impfung sagt Drosten: "Es ist Impfung versus Virus, nicht Impfung versus keine Impfung." Und als Virologe könne er sagen, "dass man bei der Impfung einfach besser wegkommt". Die mRNA- und Vektor-Impfstoffe kämen der natürlichen Immunität am nächsten, so Drosten. "Sie aktivieren die zelluläre Immunreaktion viel besser und leisten damit einen ganz wichtigen Beitrag für den Schutz vor schwerer Covid-Erkrankung und auch vor Immunflucht-Varianten wie Omikron." Den Protein- und Totimpfstoffen fehle diese Fähigkeit.

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+++ 04:03 RKI meldet 52.504 Neuinfektionen, Inzidenz erstmals über 500 +++
Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 52.504 Corona-Neuinfektionen. Das sind 15.952 Fälle mehr als am Sonntag vor einer Woche. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz erreicht einen neuen Höchstwert und steigt auf 515,7 von 497,1 am Vortag. 47 Menschen starben im Zusammenhang mit einer Infektion.

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

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+++ 03:30 Entwicklungsministerin Schulze: "Afrika ist nicht die Impfstoff-Resterampe" +++
Entwicklungsministerin Svenja Schulze kritisiert, dass Impfstoffe gespendet werden, die kurz vor dem Ablaufen sind. "Das hat nichts mit respektvollem Umgang miteinander zu tun. Afrika ist nicht die Resterampe für abgelaufene Impfstoffe", sagt die SPD-Politikerin der Funke-Mediengruppe. Auch Entwicklungsländer brauchten planbare Lieferungen, um die Vakzine auch verimpfen zu können. "Wenn sich das nicht schnell ändert, geht in diesen Ländern viel Vertrauen verloren."

+++ 02:09 Lauterbach: Impfpflicht sollte drei Spritzen umfassen +++
Eine Impfpflicht gegen das Coronavirus sollte nach Ansicht von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach drei Spritzen umfassen. "Eine vollständige Impfung besteht aus drei Dosen. Vollständig Geimpfte sind gegen alle Corona-Varianten - zumindest vor schwerer Krankheit und Tod - geschützt. Daran muss sich die Impfpflicht orientieren", sagt der Bundesgesundheitsminister der "Bild am Sonntag". Die Wissenschaftler weltweit seien sich einig, dass die Entstehung einer Variante, gegen die man als dreifach Geimpfter keinen Schutz habe, äußerst unwahrscheinlich sei. Gleichzeitig warnte der Minister: "Das Varianten-Alphabet wird nicht mit Omikron enden." Es sei gut möglich, dass man im Herbst mit einem mutierten Delta-Typ umgehen müsse.

+++ 01:11 Umfrage: Mehrheit sieht keinen klaren Kurs in Corona-Politik +++
Die Mehrheit der Menschen in Deutschland vermisst einer Umfrage zufolge einen klaren Kurs in der Corona-Politik. Laut der Umfrage des Instituts Insa für die "Bild am Sonntag" glauben 71 Prozent, dass die Bundesregierung keine klare Richtung in der Corona-Politik vorgibt. 23 Prozent empfinden das Gegenteil, 6 Prozent machten keine Angaben. Eine allgemeine Impfpflicht befürworten 60 Prozent der Befragten, 33 Prozent sind dagegen.

+++ 00:49 In Stuttgart gelten wieder nächtliche Ausgangsbeschränkungen +++
Wegen gestiegener Corona-Zahlen gelten in Stuttgart ab diesem Sonntag erneut nächtliche Ausgangsbeschränkungen für Nicht-Immunisierte. Sie gelten zwischen 21.00 und 5.00 Uhr. Hintergrund ist, dass die Sieben-Tage-Inzidenz in Stuttgart zum zweiten Mal in Folge über dem Schwellenwert von 500 liegt. Wer weder geimpft noch genesen ist, darf sich nachts nur noch "bei Vorliegen eines triftigen Grundes" außerhalb der Wohnung oder Unterkunft aufhalten. Dazu gehören zum Beispiel der Besuch von Ehe- oder Lebenspartnern, die medizinische Versorgung oder die Berufsausübung.

+++ 00:02 Österreich ist wieder Hochrisikogebiet +++
Die Bundesregierung stuft Österreich erneut als Corona-Hochrisikogebiet ein. Die Regelung gilt seit Mitternacht und hat konkrete Folgen: Wer aus einem Hochrisikogebiet nach Deutschland einreist und nicht mindestens den vollständigen Grundschutz mit der meist nötigen zweiten Impfung hat oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne. Frühestens nach fünf Tagen kann man sich mit einem negativen Test davon befreien. Für Kinder, die das sechste Lebensjahr noch nicht vollendet haben, endet die Quarantäne fünf Tage nach der Einreise automatisch. Die Hochstufung betrifft fast ganz Österreich. Ausgenommen sind die grenznahen Gemeinden Mittelberg und Jungholz sowie das Rißtal im Gemeindegebiet von Vomp und Eben am Achensee.

+++ 23:11 Rom: 5000 Menschen protestieren gegen Corona-Politik +++
Tausende Menschen demonstrieren am Samstag in Rom gegen die Corona-Politik der italienischen Regierung. Die Menschen versammeln sich auf der Piazza San Giovanni in Laterano, östlich des Kolosseums. Der Nachrichtenagentur Adnkronos zufolge sind zwischenzeitlich 5000 Leute dort. Einige versuchen als Gruppe einen Demonstrationszug zu starten. Polizeibeamte stellen sich ihnen mit Schildern und einem Wasserwerfer in den Weg. Italiens Regierung unter Ministerpräsident Mario Draghi hatte zuletzt die Corona-Regeln verschärft und führte unter anderem eine Impfpflicht für Menschen über 50 Jahre ein. Ab Februar treten weitere Beschränkungen in Kraft. Das Land mit rund 60 Millionen Einwohner verzeichnet derzeit die höchsten Corona-Fallzahlen seit Pandemiebeginn. Am Samstag melden die Behörden 192.936 Neuinfektionen und 308 Tote im Zusammenhang mit dem Virus binnen eines Tages.

+++ 22:28 Erste Ansteckung mit Omikron innerhalb Chinas bestätigt +++
In Peking wird der erste Fall einer in der Metropole und nicht im Ausland erfolgten Infektion mit der hochansteckenden Omikron-Variante des Coronavirus amtlich gemeldet. Behörden riegeln Wohnblock und Arbeitsplatz des Infizierten ab. Zudem werden 2430 Proben von Menschen genommen, die mit den beiden Orten in Verbindung stehen, sagt ein Beamter des Bezirks Haidian.

+++ 22:09 Niederländische Gastronomen widersetzen sich Lockdown und öffnen +++
Nahezu überall in den Niederlanden setzen sich Gaststätten-Betreiber am Samstag für einige Stunden über Corona-Vorschriften hinweg und öffnen ihre Kneipen, Cafés und Restaurants. Damit protestieren die Wirte dagegen, dass ihre Branche von der Aufhebung des wochenlangen, landesweiten Lockdowns vorerst ausgeschlossen ist. Vielerorts sei die einmalige Aktion mit Zustimmung der Gemeindeverwaltungen erfolgt, berichtet die Nachrichtenagentur ANP. Die Reaktionen beim Publikum sind demnach positiv. "Die Gastronomie kontrolliert wieder zu öffnen, scheint mir besser zu sein, als dass jeder bei sich zu Hause Partys feiert", zitiert sie den Besucher eines Studentencafés in Zwolle. In Utrecht verspricht Bürgermeisterin Sharon Dijksma, sich weiter für Lockerungen der Corona-Vorschriften für Gaststätten einzusetzen. In der Kleinstadt Valkenburg reagiert Bürgermeister Daan Prevoo auf eine ähnliche Aktion bereits am Freitag, indem er sie als erlaubt Demonstration einstufte. "Demonstrieren ist ein Grundrecht", sagte er dem TV-Sender WNL. Daher werde die Polizei nicht eingreifen.

+++ 21:58 SPD wirbt im Potsdam für Zusammenhalt in der Pandemie +++
Mit mehr als 100 Kerzen wirbt die SPD in Potsdam für Zusammenhalt in der Corona-Pandemie. Am Brandenburger Tor in Potsdam will sie mit der Aktion am Samstag auf die Mehrheit aufmerksam machen, die sich und andere zum Beispiel mit einer Impfung oder mit Masken schützt, aber auch der Opfer der Pandemie gedenken. Die Kundgebung unter dem Motto "Wir halten zusammen! Für wen schützt Du Dich?" ist wegen der Pandemie laut SPD bewusst nicht als große Versammlung geplant, nur etwa ein Dutzend Teilnehmer sind dabei. Brandenburgs Wissenschaftsministerin Manja Schüle sagt mit Blick auf die rund 62 Millionen Bundesbürger, die sich bisher mindestens einmal haben impfen lassen: "Ich stehe hier für 62 Millionen Menschen, die sich solidarisch zeigen und die ihre Nachbarn, ihre Freunde und Kollegen schützen und vor allen Dingen unsere Kinder." Der Potsdamer SPD-Vorsitzende Andreas Schlüter sagt: "Wir wollten mal ein positives Zeichen setzen im Stadtbild."

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(Foto: picture alliance/dpa)

+++ 21:51 Neuinfektionen in Großbritannien gehen weiterhin zurück +++
Mittlerweile liegt die Sieben-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner in drei Landesteilen Großbritanniens wieder unter der Marke von 1000: in Schottland sowie in Südost- und in Südwestengland. Den mit Abstand höchsten Wert weist derzeit Nordostengland mit 2022 aus. Landesweit liegt die Sieben-Tage-Inzidenz derzeit bei knapp 1455. Die Zahl der Neuinfektionen sinkt in Großbritannien seit Rekordwerten Anfang des Jahres kontinuierlich. Aktuell melden die Behörden gut 81.000 neue Fälle. In den letzten sieben Tagen sinkt die Zahl positiver Tests um rund ein Drittel. Allerdings müssen Briten bei einem positiven Antigentest seit Beginn der Woche keinen PCR-Test zur Kontrolle machen, sondern können sich direkt in Isolation begeben. Die Zahl der durchgeführten PCR-Tests nimmt sicherlich auch deshalb in den letzten sieben Tagen um neun Prozent ab.

+++ 21:33 Rekordwert für einen Samstag: Bundesländer melden 71.046 Neuinfektionen +++
Die Bundesländer melden 71.046 Neuinfektionen. Der Wert liegt um 42,3 Prozent höher als in der Vorwoche- da werden inklusive späterer Nachmeldungen knapp 50.000 Fälle übermittelt. Der aktuelle Wert ist der höchste an einem Samstag seit Pandemie-Beginn. Die Zahl der Todesfälle geben die Bundesländer aktuell mit 217 an, vor sieben Tagen sind es 227.

Insgesamt haben sich nach offiziellen Angaben seit Pandemiebeginn knapp 7,93 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Gut 6,95 Millionen Menschen gelten als genesen, mehr als 115.000 Menschen sterben im Zusammenhang mit dem Virus. Als aktuell infiziert gelten knapp 860.000 Menschen.

Im Sieben-Tage-Schnitt infizieren sich momentan mehr als 63.000 Menschen täglich mit dem Virus. Auch das sind so viele wie nie zuvor. Die hohen Fallzahlen sind auf die deutlich höhere Übertragbarkeit der Omikron-Variante gegenüber der zuvor herrschenden Delta-Variante zurückzuführen.

Die Fallzahlen fallen für einen Samstag unter anderem deshalb so hoch aus, weil das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen einen neuen Tageshöchstwert seit Pandemiebeginn verzeichnet. Allein dort werden 17.816 Fälle gemeldet. Die liegen deutlich über dem derzeitigen Sieben-Tage-Schnitt des Bundeslandes (13.075 Fälle).

Im Jahresvergleich ist gut zu erkennen, dass die Neuinfektionen 2021 die von 2020 deutlich übersteigen. Zum Jahresbeginn 2022 liegen die Fallzahlen wiederum um ein Vielfaches über den Zahlen von 2021. Bei den Todesfällen sieht es dagegen anders aus. Die sind 2020 zum Jahresende deutlich höher als 2021. Da stiegen die Fallzahlen erst zu Beginn des Jahres erheblich. Aktuell hingegen bewegen sich die Todeszahlen auf einem deutlich geringeren Niveau. Zudem ist durch die Omikron-Variante noch kein Anstieg bei den Todesfällen zu erkennen. Die wesentliche Rolle bei den geringen Todesfallzahlen spielt die Impfkampagne.

Entsprechend der hohen Fallzahlen, steigt auch die Sieben-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner in 14 von 16 Bundesländern. Der Höchstwert wird weiterhin in Bremen gemessen - mit 1399,2- den tiefsten Wert weist dagegen Thüringen mit 218,5 aus. Dort sinkt die Inzidenz um knapp 10 gegenüber dem Vortag. In Rheinland-Pfalz geht der Wert marginal um 0,2 zurück. Hohe Steigerungen gibt es dagegen in Brandenburg (plus 36,4) und in Hessen (plus 57,4)

Die Hälfte aller Bundesländer weist eine Inzidenz oberhalb der Marke von 500 aus. Bremen liegt über 1000, Hamburg und Berlin könnten in der kommenden Woche folgen. Die Bundeshauptstadt liegt vermutlich bereits über 1000, aber der Bezirk Marzahn-Hellersdorf meldet seit Tagen aufgrund technischer Probleme keine Zahlen.

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Quelle: ntv.de, ses/jpe/dpa/AFP/rts

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