Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 14:00 DIVI: Zahl der belegten Intensivbetten deutlich unter 4000 +++

Die Zahl der Covid-19-Intensivpatienten in Deutschland sinkt weiter und bewegt sich inzwischen deutlich unter der 4000er-Marke. Wie aus dem aktuellen Divi-Intensivregister hervorgeht, werden in deutschen Kliniken derzeit 3879 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt. Im Vergleich zum Vortag ist das ein Rückgang um 136 Patienten. Demnach müssen 2434 Patienten invasiv beatmet werden, das sind 58 Personen weniger als am Vortag. Insgesamt sind den Angaben zufolge noch 3958 Betten in den deutschen Kliniken frei.

+++ 13:40 Bericht: Bund will Impfschummler mit bis zu einem Jahr Haft bestrafen +++
Die Bundesregierung will einem Medienbericht zufolge schärfer gegen gefälschte Impfpässe vorgehen. Das gehe aus einer Formulierungshilfe des Bundesgesundheitsministeriums für einen Änderungsantrag zum Infektionsschutzgesetz hervor, berichten die Zeitungen der Funke Mediengruppe. Darin sei vorgesehen, dass wer unwahre Angaben in Impfpässe, Genesenen- oder Testdokumente einträgt oder wer Dokumente mit falschen Angaben nutzt, sich strafbar macht. Die Nutzung solcher Dokumente soll demnach mit einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr oder mit einer Geldstrafe geahndet werden.

+++ 13:25 Positivquote bei PCR-Tests sinkt auf 8,8 Prozent +++
Der Anteil der positiven Befunde an der Zahl der vergangene Woche vorgenommenen PCR-Tests ist nach Angaben des Laborverbands ALM e.V. gesunken. Zuletzt wurde der Coronavirus-Erreger in 8,8 Prozent aller ausgewerteten Befunde nachgewiesen. In der Vorwoche war noch mehr als jeder zehnte PCR-Test positiv (10,8 Prozent). Die Positivquote lässt Rückschlüsse zu auf das Infektionsgeschehen.

+++ 13:08 Ethikerin Buyx: Geringere Impfbereitschaft unter Jüngeren +++
Die Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, Alena Buyx, rechnet mit einer geringeren Impfbereitschaft unter Kindern und Jugendlichen. "Die Impfbereitschaft wird vermutlich nicht so hoch sein wie bei der älteren Generation", sagt Buyx der Düsseldorfer "Rheinischen Post". "Aber es wird viele Familien geben, die sehr gern zugreifen werden, wenn die Impfstoffe zugelassen und die Erfahrungen aus Ländern wie USA, Israel und Kanada ausgewertet sind, wo bereits jetzt Jugendliche ab zwölf geimpft werden." Es gebe zwar auch schwere Verläufe und "Long Covid" bei Kindern und Jugendlichen, "aber insgesamt sind die Risiken durch Covid-19 in dieser Gruppe niedriger als bei älteren Menschen", so Buyx. "Das heißt, es gibt ein Eigenschutzargument für die Impfung, aber es ist etwas schwächer."

+++ 12:50 Lauterbach: "Noch drei Wochen Vorsicht sichern den Sommer ab" +++
Trotz der Sorge vor einer Ausbreitung der indischen Mutante auch in Deutschland macht SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach Hoffnung auf einen guten Sommer. "Ich glaube, wir müssen in den nächsten zwei bis drei Wochen insgesamt noch sehr vorsichtig sein, bei den Lockerungen sehr zurückhaltend bleiben und dann sichern wir den gesamten Sommer damit ab", sagt Lauterbach im ntv-Interview. Erst etwa Mitte Juni werde die Impfstoffknappheit enden. Bis dahin müsse weiter priorisiert geimpft werden, so der Politiker. Danach sei dann aber mit sehr viel Impfstoff zu rechnen. Mit Blick auf die indische Mutante macht Lauterbach Hoffnung. Neuere Daten aus England deuteten darauf hin, "dass es dort möglicherweise gelingen wird, mit dem schnellen Impffortschritt die Ausbreitung auch der ähnlichen Variante zu stoppen".

+++ 12:29 Österreich bietet kostenlose Selbsttests für Touristen an +++
Österreich bietet ab nächster Woche kostenlose Corona-Tests auch für ausländische Gäste an, um so den Tourismus anzukurbeln. Diese Möglichkeit werde in öffentlichen Test-Straßen, Apotheken oder auch direkt im Hotel oder im Gasthaus bestehen, sagt Tourismusministerin Elisabeth Köstinger. Jeder Wirt, jedes Hotel, jeder Betrieb könne Selbsttests für seine Gäste anbieten. Das solle auch spontane Restaurantbesuche ermöglichen. Der Vor-Ort-Test gelte in diesem Fall aber auch nur für die Dauer des Aufenthalts im Lokal.

+++ 12:07 Corona-Ausbruch - Continental stellt Werksbetrieb in Aachen ein +++
Nach mehreren Corona-Fällen unter den Mitarbeitern fährt der Reifenhersteller Continental sein Werk in Aachen bis Donnerstag nächster Woche herunter. Unter den 1800 Mitarbeitern in Aachen waren durch Selbsttests mehrere in der Produktion tätige Beschäftigte als Corona-positiv aufgefallen. Die Stadt Aachen erklärt, nach Einschätzung der Hygieneexperten lägen die Ursachen wahrscheinlich im Verhalten der Mitarbeiter in den Pausen- und Umkleideräumen sowie in Fahrgemeinschaften und Gruppenbildungen außerhalb des Werks. Bereits vergangene Woche hatte Continental die Produktion in Aachen an vier Tagen vorsorglich eingestellt, um Infektionsketten zu unterbrechen.

+++ 11:44 Bericht: Spahn will FFP2-Maskenpflicht für Kinder und Jugendliche aufheben +++
Bundesgesundheisminister Jens Spahn will die einheitliche FFP2-Maskenpflicht für 6- bis 16-Jährige aufheben. Das meldet die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf einen Änderungsantrag zum Infektionsschutzgesetz, den der Minister eingebracht hat. Demnach begründet Spahn den Vorstoß hauptsächlich damit, dass es passende FFP2-Masken für Kinder und Jugendliche in dem Alter kaum gibt. "Masken müssen sitzen, damit sie schützen", erklärt Spahn. Daher solle für Kinder und Jugendliche im Bundesgesetz die entsprechende Pflicht zum Tragen der speziellen Masken entfallen. "Die nun verpflichtenden OP-Masken gibt es in passender Größe. Und auch sie verhindern Infektionen", so Spahn.

+++ 11:27 Erzgebirgskreis bleibt bundesweiter Hotspot - Inzidenz steigt wieder +++
Der sächsische Erzgebirgskreis bleibt mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 232,6 weiterhin der am schwersten von der Pandemie betroffene Landkreis in Deutschland - mit einem leichten Zuwachs zum Vortag (228,4). Auch das bayerische Schweinfurt zählt weiter zu den bundesweiten Corona-Hotspots - mit 226,5 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen sinken die Zahlen dort aber leicht. Am niedrigsten ist die Sieben-Tage-Inzidenz weiterhin in Flensburg (Schleswig-Holstein, 14,4) und im niedersächsischen Friesland (11,1).

+++ 11:00 Maskenmuffel prügelt Bahn-Mitarbeiter ins Krankenhaus +++
Nach einem Streit um seine falsch getragene Maske hat ein 38-Jähriger einen Bahn-Sicherheitsmitarbeiter in Münster krankenhausreif geschlagen. Wie die Polizei mitteilt, hatte der 65-Jährige den 38-Jährigen am Montagnachmittag an einem Taxistand vor dem Hauptbahnhof angesprochen. Es kam zum Streit, bei dem der Mann mit der schiefen Maske dem 65-Jährigen mit der Faust auf die Nase schlug und ihn gegen ein Auto schubste. Als der Sicherheitsmitarbeiter am Boden lag, trat der 38-Jährige ihm laut Polizei noch gegen den Kopf. Das Opfer kam ins Krankenhaus, gegen den Mann wird ermittelt.

+++ 10:41 Kanzleramt lädt Länder zu Impfgipfel am 27. Mai +++
In der kommenden Woche findet eine weitere Bund-Länder-Runde zum Thema Impfen statt. Nach Informationen von ntv hat das Bundeskanzleramt die Länder für den 27. Mai zu einer weiteren Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) eingeladen. Dabei könnten auch die Öffnungen angesprochen werden.

+++ 10:20 Dänemark öffnet alles - abgesehen von Clubs und Diskotheken +++
In Dänemark fallen weitere Corona-Einschränkungen weg: Ab Freitag werden innerhalb des Landes so gut wie alle bislang noch geschlossenen Einrichtungen wieder geöffnet - außer Nachtclubs und Diskotheken. Darauf einigt sich die dänische Regierung in der Nacht mit einer breiten Mehrheit der Parlamentsparteien in Kopenhagen. Voraussetzung für die Öffnungen sind Abstandsregeln und vielerorts auch das Vorzeigen des Corona-Passes, mit dem man in Dänemark negative Corona-Tests, Impfungen und überstandene Infektionen nachweisen kann.

+++ 10:00 Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein fällt unter 35 +++
Schleswig-Holstein hat es als erstes Bundesland wieder unter die Schwelle von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen geschafft. Den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) zufolge kommt der Norden nur noch auf eine Sieben-Tage-Inzidenz von 33,3, danach folgt Hamburg mit 42,5. Auch in den einstigen Hotspots Sachsen und Thüringen entspannt sich die Lage. Beide Länder liegen nur noch knapp über der Marke von 100, ab der die bundesweite "Notbremse" greift. Sachsen meldet eine Sieben-Tage-Inzidenz von 104,8, Thüringen liegt mit 118,5 noch etwas darüber. In allen übrigen Bundesländern wird die 100er-Marke bereits unterschritten.

+++ 09:40 Indien will Exportstopp für Impfstoffe bis Oktober verlängern +++
Indien wird Regierungskreisen zufolge frühestens ab Oktober wieder Impfstoffe exportieren. Die Dosen sollten zunächst in Indien selbst verabreicht werden, sagen drei mit den Überlegungen vertraute Regierungsvertreter. Der Exportstopp gilt somit länger als zunächst gedacht und trifft insbesondere die weltweite Covax-Initiative, mit der ärmere Länder wie Bangladesch, Nepal oder afrikanische Staaten mit Impfstoff versorgt werden sollen. Das besonders heftig von einer zweiten Welle getroffene Indien hatte die Ausfuhr im April ausgesetzt. Das Serum Institute of India, der weltweit größte Hersteller von Vakzinen, hatte mit einer Wiederaufnahme im Juni gerechnet.

+++ 09:21 Zwei Hochhäuser in Velbert unter Quarantäne - auch indische Variante entdeckt +++
Im nordrhein-westfälischen Velbert stehen zwei Hochhäuser unter Quarantäne, nachdem insgesamt 19 Bewohner positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Mindestens einer von ihnen sei mit der indischen Variante infiziert, die von der WHO als besorgniserregend eingestuft wird, heißt es. Das Gesundheitsamt habe deshalb veranlasst, dass alle 200 Bewohner der beiden Häuser getestet werden sollen. Sie dürfen vorläufig ihre Wohnungen nicht verlassen. Überwacht werden soll die Quarantäne vom Ordnungsamt. Laut WDR gehen die Mitarbeiter auch für die Bewohner einkaufen oder mit dem Hund Gassi.

+++ 08:56 Bayern sieht Bund bei digitalem Impfpass in der Pflicht +++
Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat eine enge Bund-Länder-Koordinierung bei der Einführung eines digitalen Corona-Impfnachweises gefordert. "Der Bund muss den Auftrag vergeben, die Länder müssen das ausrollen", sagt der CSU-Politiker im ZDF. Die Bevölkerung erwarte, dass sie einen digitalen Impfnachweis für das Reisen nutzen könne. Holetschek reagiert ausweichend auf Kritik von Ärzten, dass die Praxen die Nach-Digitalisierung der Impfdaten ihrer Patienten kaum leisten könnten. Alle müssten zusammenarbeiten, sagt er. Bisher werden die Impfdaten in Deutschland nicht zentral digital erfasst. In der EU wird derzeit über einen digitalen Impfnachweis verhandelt.

+++ 08:33 RKI meldet 4209 Neuinfektionen - niedrigster Stand seit dem 2. März +++
Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 4209 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Morgen hervor, die den Datenstand von 7.55 Uhr wiedergeben. Im Vergleich zur Vorwoche ist das ein Rückgang um 31 Prozent - also 1916 Fälle weniger. Damit sinkt die Zahl der neu registrierten Fälle erstmals wieder unter das Niveau vom 2. März. Damals meldete das RKI 5581 neue Fälle. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz geht auf 79,5 zurück (Vortag: 83,1). Auch die Zahl der Todesfälle sinkt weiter: Das RKI meldet 221 Tote in Zusammenhang mit Covid-19, das sind 22 Prozent weniger als in der Vorwoche.

+++ 08:05 Querdenker machen gegen Impfung von Kindern mobil +++
Unter dem Hashtag #WirLassenUnserKindNichtImpfen machen Querdenker und Impfgegner in den sozialen Medien gegen die Impfung von Kindern mobil. Initiator der Aktion ist Maurice Janich - nach eigenen Angaben "hochsensibler und hochbegabter" Pädagoge und Kinder-Coach. Er soll auf Facebook unter anderem behaupten, Kinder seien im Zusammenhang mit dem Tragen einer Maske gestorben. In einem Videoclip bekennen sich Impfgegner dazu, ihre Kinder nicht impfen lassen zu wollen. Beteiligt hat sich an der Aktion offenbar auch der Chef der Querdenken-Bewegung Michael Ballweg. Zumindest auf Twitter ist das Echo eindeutig: "Man sollte eben nur die Kinder impfen lassen, die man auch behalten will", schreibt ein Nutzer ironisch. Wettermoderator Jörg Kachelmann twittert: "Weil Kindesmisshandlung wie Betrug legal sind, sobald sie im Zusammenhang mit der Gesundheit von Menschen geschehen."

+++ 07:44 Roche erhält US-Zulassung für Covid-19-Test +++
Der Schweizer Roche-Konzern hat von der US-Arzneimittelbehörde FDA die Zulassung für einen Covid-19-Test erhalten. Der Test könne bei Personen ohne Symptome der Krankheit eingesetzt und auf dem automatisierten Cobas-System des Basler Unternehmens ausgewertet werden. Studien zufolge seien Personen, die keine Symptome zeigten, für mehr als die Hälfte aller Infektionsfälle verantwortlich. Der Test sei auch in Europa verfügbar.

+++ 07:20 Mehr als 4300 Corona-Tote in Indien - neuer Höchstwert +++
In Indien sinkt die Zahl der Neuinfektionen weiter. Das Gesundheitsministerium meldet 263.533 neue Ansteckungen. Das sind etwa 18.000 weniger als am Vortag, als die Zahl erstmals seit dem 21. April wieder unter die Schwelle von 300.000 gefallen ist. Allerdings registrierten die Behörden binnen eines Tages mit 4329 weiteren Todesfällen in Verbindung mit dem Virus so viele wie noch nie. Damit stieg die Zahl der Toten auf mehr als 278.000. Mit insgesamt mehr als 25,2 Millionen bestätigten Ansteckungen weist Indien nach den USA weltweit die meisten Infektionen auf. Einige Experten befürchten, dass die tatsächlichen Zahlen fünf- bis zehnmal höher liegen könnten. Das Gesundheitssystem des südasiatischen Landes ist überlastet und wird mit internationaler Hilfe unterstützt.

+++ 06:59 Indische Mutation in Pinneberg nachgewiesen +++
Die von der Weltgesundheitsorganisation als besorgniserregend eingestufte indische Variante B.1.617.2 ist im Kreis Pinneberg aufgetreten. Ein Speziallabor habe die Infektion eines Reiserückkehrers aus Indien mit der Variante bei der Sequenzierung bestätigt, teilt die Kreisverwaltung mit. Drei weitere Familienmitglieder haben sich ebenfalls infiziert. Alle Personen sind in häuslicher Quarantäne. "Zurzeit scheinen keine weiteren Kontaktpersonen betroffen zu sein", schreibt die Kreisverwaltung. Die Einreise des infizierten Rückkehrers aus Indien liege bereits einige Zeit zurück. Die indische Virusvariante hatte auf dem asiatischen Subkontinent zu einer drastischen Welle an Infektionen und Todesfällen geführt.

+++ 06:45 RKI: Meldung der aktuellen Fallzahlen verzögert sich +++
Liebe Leser, falls Sie sich schon gewundert haben: Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat heute Morgen noch keine aktuellen Zahlen zum Infektionsgeschehen gemeldet. Derzeit werde das Dashboard aktualisiert, heißt es auf der Website des Instituts. Die jüngsten Fallzahlen seien am frühen Vormittag abrufbar.

+++ 06:30 "Aggressive Stimmung" - Erste Praxen steigen aus Impfsystem aus +++
Nicht abreißende Anfragen nach Impfstoff und eine "extrem aggressive Stimmung" stellen aus Sicht des Hausärzteverbandes Nordrhein zahlreiche Praxen zurzeit vor große Probleme. Im Augenblick liefen die Telefone in den Praxen heiß, sodass diese zunehmend Schwierigkeiten bei der Regelversorgung hätten, sagt Oliver Funken, der Vorsitzende des Hausärzteverbandes Nordrhein der "Rheinischen Post". "Wir haben inzwischen eine gefährliche Entwicklung: Zahlreiche Hausarztpraxen melden sich vom Impfsystem wieder ab", so der Mediziner weiter. Es gehe bei diesem Schritt auch um das Wohl der Beschäftigten und um den Fortbestand der Praxis.

+++ 06:02 Kinderärzte-Sprecher: "Triage in den Psychiatrien" +++
Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) kritisiert die politische Vernachlässigung von Kindern und Jugendlichen während der Pandemie scharf. "Kinder und Jugendliche wurden in der Pandemie von Anfang an massiv vernachlässigt. In der ersten Phase waren die pauschalen Einschränkungen wie Schul- und Kitaschließungen noch nachvollziehbar. Aber inzwischen haben wir gelernt, dass Kinder die Infektion deutlich weniger weitertragen und selbst deutlich seltener erkranken als Erwachsene", sagt BVKJ-Sprecher Jakob Maske der "Rheinischen Post". "Es gibt psychiatrische Erkrankungen in einem Ausmaß, wie wir es noch nie erlebt haben. Die Kinder- und Jugendpsychiatrien sind voll, dort findet eine Triage statt. Wer nicht suizidgefährdet ist und 'nur' eine Depression hat, wird gar nicht mehr aufgenommen."

+++ 05:36 Disneyland Paris will im Juni wieder öffnen +++
Der Freizeitpark Disneyland Paris will nach monatelanger Corona-bedingter Schließung ab dem 17. Juni wieder für Besucher öffnen. Es werde eine begrenze Zahl von Tickets geben, die über ein Online-Reservierungssystem verfügbar seien, teilt der Betreiber mit. Es würden Gesundheits- und Abstandsmaßnahmen gelten. Alle Gäste ab sechs Jahren müssten zum Beispiel eine Maske tragen. Der Park in Marne-la-Vallée bei Paris musste im vergangenen Herbst erneut schließen.

+++ 05:01 US-Seuchenbehörde CDC: Über 274 Millionen Impfeinheiten verabreicht +++
Die USA haben nach Angaben der Seuchenbehörde CDC bereits mehr als 274 Millionen Impfungen vorgenommen. Über 157,8 Millionen Amerikaner seien mindestens einmal geimpft worden, bei knapp 124 Millionen Menschen seien die Impfungen sogar vollständig abgeschlossen. Die CDC-Zählung umfasst die Zweidosen-Vakzine von Moderna und Biontech/Pfizer sowie den Einmal-Impfstoff von Johnson & Johnson.

+++ 04:15 Taiwan kämpft mit stärkstem Ausbruch seit Beginn der Pandemie +++
Das als Vorbild bei der Bekämpfung des Corona-Virus geltende Taiwan hat plötzlich mit dem stärksten Ausbruch seit Beginn der Pandemie zu kämpfen. Nach bereits erhöhten Zahlen in den vergangenen Tagen verzeichnet die Inselrepublik laut Angaben der Behörden 333 neue lokal übertragene Infektionen. Bereits am Sonntag sind 206 neue Fälle gemeldet worden. Für das ostasiatische Land mit knapp 24 Millionen Einwohnern ist das eine enorme Zahl. Seit Beginn der Pandemie hat es nur rund 2000 Infektionen gegeben - mehr als ein Viertel der Fälle stammt damit aus den vergangenen Tagen. Als Konsequenz auf den jüngsten Ausbruch kündigen die Behörden ein Einreise-Verbot für Ausländer an, deren regulärer Wohnsitz nicht Taiwan ist.

+++ 03:23 Hausärzte erhalten ab 25. Mai Impfstoff von Johnson & Johnson +++
In der letzten Maiwoche sollen die Hausärzte in Deutschland erstmals Impfstoff von Johnson & Johnson erhalten. "Der Bund wird für die Woche vom 25. bis 30. Mai rund 1,6 Millionen Dosen von Biontech, etwas mehr als 500.000 Dosen von Johnson & Johnson und voraussichtlich 600.000 von Astrazeneca bereitstellen", teilt die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KVB) den Praxen in einer Mitteilung mit. Der Impfstoff von Johnson & Johnson hat den Vorteil, dass er mit einer Dosis auskommt.

+++ 02:46 Ethikrat sieht Aufhebung der Impfpriorisierung in einigen Bundesländern kritisch +++
Ethikratsmitglied Andreas Lob-Hüdepohl sieht die Aufhebung der Impfpriorisierung in einigen Bundesländern kritisch. Es verstoße gegen das Prinzip der Gerechtigkeit, "die noch nicht durchgeimpften Personen mit höherer Dringlichkeit dem Windhund- und Ellenbogenprinzip auszusetzen", sagt der Berliner Theologe im Interview mit "Welt". Während dies in Baden-Württemberg bereits gilt, wird den Hausärzten in Bayern im Lauf dieser Woche komplett freigestellt, in welcher Reihenfolge sie die Corona-Impfungen durchführen.

+++ 01:57 STIKO: Schwangere nach individueller Abwägung priorisiert impfen ++
Vor dem Hintergrund eines erhöhten Risikos für schwere Verläufe von Covid-19 bei Schwangeren erweitert die Ständige Impfkommission (STIKO) ihre Impfempfehlung. "Es ist ein Signal an die Politik, aber auch an die betreuenden Frauenärzte, dass man Schwangeren eine Impfung nach individueller Prüfung großzügig empfehlen kann", sagt STIKO-Mitglied Dr. Marianne Röbl-Mathieu, die die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) vertritt, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Schwangere könnten ein entsprechendes Schreiben beim Hausarzt oder im Impfzentrum vorzeigen, wenn der Frauenarzt die Impfung nicht selbst vornehme. Nach Ansicht von Röbl-Mathieu fallen Schwangere wie ihre Kontaktpersonen in Priorisierungsgruppe 2.

+++ 00:58 In den USA fliegen wieder so viele wie im März 2020 +++
In den USA sind am Sonntag so viele Passagiere geflogen wie seit Ausbruch der Pandemie im März 2020 nicht mehr. Insgesamt wurden 1,85 Millionen Fluggäste gezählt, gibt die Transportsicherheitsbehörde TSA bekannt. Dennoch lag die Nachfrage nur bei etwa 70 Prozent der Flugreisen, die es an diesem Tag im Mai 2019 gab.

+++ 23:43 In Polen können sich 16- und 17-Jährige für Impfungen anmelden +++
Polen hat mit der Vergabe von Corona-Impfterminen für 16- und 17-Jährige begonnen. Mehr als 40.000 Teenager hätten sich bereits am ersten Tag registriert, sagt der Impfbeauftragte der Regierung, Michal Dworczyk. Das Interesse sei aber deutlich geringer als bei älteren Jahrgängen. Die Regierung werde in dieser Altersgruppe daher noch stärker für die Impfung werben. Die 16- und 17-Jährigen können sich seit Mitternacht für eine Impfung anmelden. Rund 500.000 Teenagern wurde die dafür nötige elektronische Überweisung zugeschickt. Für die Vereinbarung eines Impftermins benötigen sie die Zustimmung eines Erziehungsberechtigten.

+++ 22:30 Ausgangssperre fällt: Italien belebt das Nachtleben +++
Das italienische Kabinett will Insidern zufolge die landesweite nächtliche Ausgangssperre allmählich aufheben. Demnach will die Regierung von Ministerpräsident Mario Draghi die bisherige Ausgangssperre ab 22.00 Uhr ab sofort erst um 23.00 Uhr beginnen lassen. Ab dem 7. Juni soll diese um Mitternacht gelten. Am 21. Juni soll sie dann vollständig abgeschafft werden.

+++ 22:05 Studie: Moderna und Biontech wirken gegen indische Variante +++
Die Corona-Impfstoffe von Pfizer/Biontech und Moderna sind laut einer US-Studie wohl auch gegen die zwei indischen Virus-Varianten B.1.617 und B.1.618 hoch wirksam. "Wir haben festgestellt, dass die Antikörper des Impfstoffs zwar ein wenig schwächer gegen die Varianten wirken, aber nicht so sehr, dass es unserer Auffassung nach große Auswirkungen auf die Schutzfähigkeit der Impfstoffe hätte", sagt Nathaniel Landau, einer der Verfasser der Studie. Die Studie der NYU Grossman School of Medicine und des NYU Langone Center wurde noch nicht durch mehrere Fachexperten unabhängig voneinander begutachtet. Ohne ein solches Peer-Review-Verfahren zur Sicherung der wissenschaftlichen Qualität ist die Korrektheit der Studie noch ungeklärt und ihre Aussagekraft deshalb begrenzt. Für ihre Studie entnahmen die Forscher geimpften Menschen Blutproben und setzten diese unter Laborbedingungen künstlich hergestellten Pseudoviruspartikeln aus.

+++ 21:35 Österreich erlässt Deutschen Quarantäne +++
Österreich erlaubt ab Mittwoch die Einreise aus Deutschland ohne Quarantäne. Das erklärt Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein mit Verweis auf eine neue Verordnung. Verpflichtend bleibe allerdings der Nachweis einer Impfung, Testung oder Genesung. "In vielen Staaten gehen die Infektionszahlen zurück, daher können wir parallel zu den Öffnungsschritten im Land auch Erleichterungen bei der Einreise nach Österreich umsetzen", sagt Mückstein. Als Impfnachweis würden die Impfstoffe anerkannt, die von der EU-Arzneimittel-Agentur EMA zugelassen worden seien oder den entsprechenden Prozess der Weltgesundheitsorganisation erfolgreich durchlaufen hätten. Falls ein Test nicht vorgelegt werden könne, müsse dieser innerhalb von 24 Stunden in Österreich gemacht werden. Vor jeder Einreise sei weiter eine elektronische Registrierung nötig.

+++ 21:00 Baden-Württemberg unterschreitet 100er-Marke +++
Mit Sachsen und Thüringen liegen nur noch 2 von 16 Bundesländern über der Notbremsen-Marke von 100 Infektionen je 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen. Auch Baden-Württemberg kommt erstmals seit fast zwei Monaten wieder unter die Schwelle von 100. Das Land hatte den wichtigen Grenzwert letztmals am 20. März unterschritten. Schleswig-Holstein ist sogar unter die 35 gefallen. Vier von 16 Bundesländern - Berlin, NRW, Sachsen und Sachsen-Anhalt - melden allerdings steigende Inzidenzen.

Gemessen an der Einwohnerzahl weist derzeit Nordrhein-Westfalen die meisten neue Fälle aus und liegt knapp vor Sachsen-Anhalt. Allerdings ist das Niveau sehr niedrig. Kein Bundesland liegt heute im zweistelligen Bereich. Zudem geht die Zahl der aktiven Infektionen je 100.000 Einwohner deutlich zurück.

+++ 20:35 Datenlage in Deutschland: 5000 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.600.166 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 4962 neue Fälle hinzu. Im Wochenvergleich liegt der aktuelle Tageszuwachs 1629 Fälle unter dem Fallaufkommen der Vorwoche. Das entspricht einem Rückgang um 24,7 Prozent. Dies dürfte allerdings in Teilen weiterhin auf Meldeverzögerungen nach dem Brückentag zurückzuführen sein. Als aktuell infiziert gelten rund 208.789 Personen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 86 auf 86.196. Auch hier zeigt sich im Wochenvergleich eine Entspannung: Am vergangenen Montag registrierten die Landesbehörden noch 101 Tote.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,83 angegeben (Vortag: 0,88. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,77 (Vortag: 0,82). Die Zahl der Covid-19-Intensivpatienten in Deutschland ist abermals gesunken und bewegt sich auf die 4000er Marke zu. Wie aus dem aktuellen DIVI-Intensivregister hervorgeht, werden in deutschen Kliniken derzeit 4015 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt. Im Vergleich zum Vortag ist das ein Rückgang um 108 Patienten. Demnach müssen 2492 Patienten invasiv beatmet werden, das sind 34 Personen weniger als am Vortag. Allerdings stieg die Belegung um 275 Intensivbetten. Insgesamt sind den Angaben zufolge noch 4289 Betten in den deutschen Kliniken frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

Die Entwicklungen des vergangenen Tages lesen Sie hier.

Quelle: ntv.de, jug/jki/dpa/AFP/rts

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