Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 17:40 Zahl der Intensivpatienten in Deutschland innerhalb von zehn Tagen verdoppelt +++

Die Zahl der Corona-Patienten in intensivmedizinischer Behandlung in Deutschland hat sich auf 1203 erhöht. Dies sind laut dem Intensivregister der Deutschen interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) 82 mehr als am Vortag. Zehn Tage zuvor waren es mit 602 intensivmedizinisch behandelten Patientinnen und Patienten nur etwa halb so viele gewesen. Von den aktuellen Intensiv-Patienten, die mit dem Coronavirus infiziert sind, werden demnach 533 invasiv beatmet. Dies entspricht einem Anteil von 44 Prozent. Dies sind 55 mehr als am Freitag. Zehn Tage zuvor waren es demnach 323 invasiv, also durch eine Intubation beatmete Patientinnen und Patienten gewesen. Fälle von Atemunterstützung etwa durch eine Sauerstoffmaske sind nicht berücksichtigt.

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+++ 17:07 Erster Kreis in Schleswig-Holstein überschreitet Obergrenze +++
Der Kreis Pinneberg hat als erster in Schleswig-Holstein die Marke von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen erreicht. Für den Kreis wurden 73 neue Fälle gemeldet. Landesweit liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei 30,37. Im Kreis Pinneberg gelten seit heute schärfere Corona-Maßnahmen.

+++ 16:41 Erneut Negativrekord in Litauen und Lettland +++
In den beiden Baltenstaaten Litauen und Lettland erreichen die Neuinfektionen den zweiten Tag in Folge einen Negativrekord. In Litauen wurden 474 positive Tests innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, in Lettland waren es 259 - so viele neue Fälle wie noch nie seit Ausbruch der Pandemie. In den beiden EU-Ländern lagen die bisherigen Höchstwerte nach Angaben der Gesundheitsbehörden in Vilnius und Riga zuvor bei 442 und 250. Die beiden Baltenstaaten im Nordosten Europas standen bislang in der Pandemie durchaus gut da. Die Infektionszahlen waren anfangs im internationalen Vergleich eher gering. Zuletzt haben sie aber teils deutlich zugenommen. Nach Angaben der EU-Behörde ECDC liegt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 14 Tagen in Litauen zuletzt bei 119,7 - und damit leicht über dem entsprechenden deutschen Wert von 118,8. Lettland kam auf einen Wert von 88,6.

+++ 16:18 Papst hält ohne Maske Audienz mit Spaniens Regierungschef +++
Papst Franziskus hat ohne Gesichtsmaske Spaniens Ministerpräsidenten Pedro Sánchez zu einer Audienz empfangen. Auf einem Foto, das der spanische Regierungschef nach dem Treffen veröffentlichte, trugen weder Sánchez noch seine Frau oder der Papst Masken. Auch auf einem Video, das der Vatikan später veröffentlichte, sprach der 83-jährige Franziskus ohne Mund-Nasen-Bedeckung vor dem mit Abstand zu ihm sitzenden Publikum. Die Gewohnheit des Papstes, trotz der auch in Italien wieder steigenden Infektionszahlen keine Maske zu tragen, verwundert Beobachter. Dabei hat sich auch das Coronavirus im Vatikan selbst ausgebreitet. So sind mehrere Mitglieder der Schweizer Garde infiziert.

+++ 15:45 Schärfere Regeln für Gottesdienstbesuche +++
Aufgrund der stark gestiegenen Fallzahlen verschärfen die evangelische und die katholische Kirche in NRW ihre Regeln für den Gottesdienstbesuch. So gilt im Bistum Aachen ab sofort eine Maskenpflicht für Gottesdienstbesucher, wenn der Inzidenzwert vor Ort auf 35 steigt. Singen ist möglich, wenn der Mindestabstand eingehalten wird. Ab einer Inzidenz von 50 muss der Gemeindegesang deutlich reduziert werden. Das Erzbistum Paderborn hat festgelegt: Liegt die Sieben-Tage-Inzidenz über dem Wert von 50, muss die Zahl der Gottesdienstbesucher auf maximal 50 Prozent der normalen Kapazität der jeweiligen Kirche begrenzt werden. "Aufgrund der sehr unterschiedlichen Situationen vor Ort bleibt die Empfehlung zum Verzicht auf Gesang im Gottesdienst im geschlossenen Raum bestehen", heißt es im Erzbistum Paderborn.

+++ 15:10 Bürgermeisterin: "Situation in Sofia wird immer alarmierender" +++
Zur Eindämmung der steigenden Fallzahlen müssen in der bulgarischen Hauptstadt Sofia von Sonntag an Nachtclubs und Diskotheken für zwei Wochen schließen. Dies kündigt Bürgermeisterin Jordanka Fandakowa im staatlichen Fernsehen an. Sie fordert zudem die Universitäten und Unternehmen der Stadt auf, auf Heimarbeit umzustellen. "Die Situation in Sofia wird immer alarmierender", sagt Fandakowa. "Wir haben eine erneute Zunahme von Infektionen und von Menschen, die im Krankenhaus behandelt werden müssen. Das belastet die Krankenhäuser."

+++ 14:44 Tschechien braucht Beatmungsgeräte aus EU-Reserve +++
Das von der Pandemie hart getroffene Tschechien bekommt Beatmungsgeräte aus einer gemeinsamen Reserve der Europäischen Union sowie aus den Niederlanden und Österreich. Damit werde einer Bitte Prags um 150 Geräte entsprochen, teilt EU-Krisenkommissar Janez Lenarcic mit. Die EU hatte nach dem Ausbruch der Pandemie gemeinsame Bestände an Schutzkleidung und medizinischem Gerät aufgebaut, die von Brüssel finanziert und in Deutschland und fünf anderen Ländern dezentral gelagert werden. Aus dieser Reserve kommen nach Angaben der Kommission 30 Beatmungsgeräte für Tschechien. Allein die Niederlande wollen 105 weitere an den EU-Partner liefern, Österreich stellt 15 bereit.

+++ 14:22 Istanbuls Bürgermeister im Krankenhaus +++
Der Bürgermeister von Istanbul, Ekrem Imamoglu, wird nach einem positiven Corona-Test im Krankenhaus behandelt. Der Politiker erklärt in einer Videobotschaft, er habe am Freitagabend 38 Grad Fieber bekommen und sich in die Klinik begeben. Jetzt gehe es ihm gut, sein Fieber sei nicht sehr hoch. Das Krankenhaus teilt mit, Imamoglu habe Symptome einer Atemwegsinfektion gezeigt und sei positiv auf Corona getestet worden. Imamoglu, ein Gegner von Präsident Recep Tayyip Erdogan, hatte im Juni 2019 bei der Wiederholung der Bürgermeisterwahl in Istanbul einen klaren Sieg errungen.

+++ 14:00 Drastischer Anstieg: Zahl der Neuinfektionen in Österreich springt auf neuen Rekord +++
Seit Tagen meldet Österreich bereits Höchststände bei den Neuinfektionen. Nun ist die Zahl noch einmal um mehr als 1000 auf 3614 gestiegen. Das melden das Gesundheits- und das Innenministerium. Damit übersteigt auch die Zahl der aktiven Infektionen in dem Land erstmals die Marke von 20.000.

+++ 13:51 Harter Lockdown: Kritik an Verkaufsverboten in Wales +++
Mit einem Verkaufsverbot für etliche Waren in Supermärkten hat die Regierung in Wales massive Kritik hervorgerufen. "Ich hätte nie gedacht, dass ich in einer Ära leben würde, in der Gänge im Supermarkt abgesperrt sind, weil man keinen Haartrockner, keine Babykleidung oder Kinderspielzeug kaufen darf, obwohl der Laden geöffnet ist", sagte der walisische Abgeordnete Andrew Davies am Samstag dem Sender Sky News. Als Teil eines temporären Lockdowns dürfen Supermärkte nur noch "essenzielle Waren" verkaufen - selbst Geräte wie Wasserkocher oder Textilien wie Kissen und Bettlaken, aber auch Postkarten oder Geschirr sind in den Supermärkten mit Plastikfolien oder anderen Barrieren abgesperrt. Das stößt bei vielen Kunden auf Unverständnis. "Ich glaube es nicht. Wieso ist eine Mikrowelle nicht essenziell, wenn sie bei jemandem kaputt geht? Oder ein Wasserkocher?", schrieb eine Twitter-Nutzerin. Etliche ähnliche Beiträge kursierten in den sozialen Medien. Die Verkaufsverbote sind nur eine von vielen Maßnahmen, mit denen die Regierung in Wales die rapide Ausbreitung des Coronavirus stoppen will. Die Gastronomie, aber auch viele Geschäfte, Freizeitangebote, Büchereien und bis auf wenige Ausnahmen sogar Kirchen bleiben bis zum 9. November geschlossen.

+++ 13:15 Hunderte Künstler demonstrieren für mehr Hilfe +++
Mehrere hundert Künstler haben wegen coronabedingter Existenzangst bei einer Kundgebung in München mehr Hilfen von der Politik verlangt. Unter dem Motto "Aufstehen für die Kultur" machten sie ihrer Not bei der Demonstration auf dem Königsplatz im Herzen des Münchner Kunstareals Luft, dem Museumsviertel der Landeshauptstadt. Die Polizei zählte gut 400 Teilnehmer. Ähnliche Kundgebungen waren in Hamburg und Berlin geplant. Unterstützt wurde die Münchner Demonstration unter anderem vom früheren Kulturstaatsminister Julian Nida-Rümelin und dem früheren bayerischen Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch. Die Corona-Krise hat viele freischaffende Künstler in akute Existenznot gestürzt, da es für Musiker und Schauspieler nur noch sehr begrenzt Auftrittsmöglichkeiten gibt.

+++ 13:15 Spanien vor Rückkehr zu "Alarmzustand" +++
In Spanien zeichnet sich angesichts rasant steigender Corona-Zahlen eine Rückkehr zum Alarmzustand wie während der ersten Pandemie-Welle im Frühjahr ab. Damit solle den Regionalregierungen eine gerichtsfeste rechtliche Basis für einschneidende Maßnahmen zur Eindämmung des Virus gegeben werden, berichteten die Zeitungen "El País" und "La Vanguardia" unter Berufung auf Regierungskreise. Ministerpräsident Pedro Sánchez hatte seine Landsleute am Vortag auf "sehr harte Monate" eingestimmt und zu mehr Disziplin bei der Eindämmung des Virus aufgerufen. Nur so könne ein drastischer Lockdown wie im Frühjahr noch vermieden werden. Bereits 8 der 17 autonomen Regionen des Landes, die in etwa deutschen Bundesländern entsprechen, sowie Melilla, eine der beiden nordafrikanischen Exklaven Spaniens, hätten die Zentralregierung um die Ausrufung des Alarmzustands ersucht, berichteten die Zeitungen weiter. Die Regionen wollen vor allem Rechtssicherheit bei der Anordnung nächtlicher Ausgangssperren und anderer Eingriffe in persönliche Freiheitsrechte, um einen Lockdown wie im Frühjahr mit drastischen Ausgangbeschränkungen rund um die Uhr noch zu vermeiden.

+++ 12:55 Mehr als die Hälfte aller deutschen Regionen Risikogebiete +++
Die Zahl der deutschen Regionen, die die Inzidenz von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen überschreiten, nimmt stetig zu. Inzwischen ist mehr als die Hälfte der vom Robert-Koch-Institut (RKI) ausgewiesenen 412 Regionen betroffen. Im Vergleich zum Vortag stieg die Zahl um 29 auf nunmehr 227. Vor einer Woche waren es noch 84 Regionen.

+++ 12:48 Regierungschef hilft bei Massentests in der Slowakei +++
In der Slowakei sind landesweite Ausgangsbeschränkungen in Kraft getreten. Bis einschließlich 1. November dürfen die Bürger ihre Wohnungen nur für den Weg zur Arbeit sowie für Lebensmittelkäufe oder andere dringende Besorgungen verlassen. In vier besonders stark von Neuinfektionen betroffenen ländlichen Bezirken an der polnischen Grenze gelten noch strengere Bestimmungen. Dort dürfen Personen, die keinen negativen Corona-Test vorweisen können, außer ins Testlabor fast nirgendwohin gehen - auch nicht zur Arbeit. In diesen Bezirken begann schon am Freitag unter der Regie des Verteidigungsministeriums die erste regional begrenzte Phase einer geplanten Massentestung fast der gesamten Bevölkerung. An den beiden darauffolgenden Wochenenden sollen dann im ganzen Land alle über zehn Jahre alten Bewohner auf das Coronavirus getestet werden. Während am Freitag mehrere Teststationen mit Personalmangel zu kämpfen hatten, verliefen die Tests am Samstag nach Medienberichten problemlos ab. Der populistisch-konservative Ministerpräsident Igor Matovic half am Vormittag in der Kleinstadt Tvrdosin selbst mit.

+++ 12:28 Schnelltests für alle bleiben Wunschdenken +++

+++ 11:59 Nach Treffen mit Spahn: Staatssekretär infiziert +++
Der Staatssekretär im Bundesentwicklungsministerium, Martin Jäger, hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Jäger hatte sich am Montagmittag mit dem inzwischen ebenfalls mit dem Virus infizierten Bundesgesundheitsminister Jens Spahn getroffen. "Ob und wie die jeweiligen Infektionen mit dem Treffen zusammenhängen, ist unklar", sagte ein Sprecher Spahns. "Nachdem am Mittwoch alle Kontaktpersonen des Ministers informiert worden waren, hatte sich Staatssekretär Jäger direkt testen lassen und in die häusliche Quarantäne begeben." Bei Spahn hätten sich nach wie vor ausschließlich Erkältungssymptome entwickelt.

+++ 11:49 Bislang 26 Infizierte unter Gefangenen in NRW +++
Seit Ausbruch der Corona-Pandemie haben sich in den nordrhein-westfälischen Gefängnissen 26 Häftlinge mit dem Coronavirus infiziert. 20 der 26 Gefangenen seien inzwischen wieder gesund, teilte das NRW-Justizministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf mit (Stand: 22. Oktober). Von 65 positiv getesteten JVA-Mitarbeitern hätten 46 die Infektion überstanden. Einen größeren Ausbruch gab es in den Anstalten somit bislang nicht. Insgesamt sind die Justizvollzugsanstalten des Landes derzeit mit knapp 14 000 Gefangenen belegt. Besuche und Freigänge waren auch für Gefangene des offenen Vollzugs zunächst deutlich reduziert worden. Im Juni wurden die Maßnahmen wieder gelockert. Derzeit dürfen maximal zwei Personen einen Gefangenen besuchen.

+++ 11:32 1000 Polizisten beginnen Corona-Einsatz in Berlin +++
Mit stärkeren Kontrollen will die Berliner Polizei an diesem Wochenende darauf drängen, dass sich Menschen an die Corona-Regeln halten. Seit dem Morgen läuft ein entsprechender Einsatz. "Wir sind bis in die Nacht hinein unterwegs", sagte ein Polizeisprecher. Rund 1000 Polizisten sollten im Laufe des Tages eingesetzt werden, die Hälfte davon von der Bundespolizei. Innensenator Andreas Geisel und Bundesinnenminister Horst Seehofer hatten sich auf den gemeinsamen Einsatz verständigt. Bundesweit steckten sich zuletzt immer mehr Menschen mit dem neuartigen Coronavirus an. Auch in Berlin stieg die Infektionszahl. Die Landesregierung hatte daraufhin die Vorgaben verschärft. Seit heute muss zum Beispiel auf Wochenmärkten und auf zehn Einkaufsstraßen ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Zudem gelten noch strengere Obergrenzen für private Zusammenkünfte. Die Kontrollen zielen auch auf illegale Partys und die Gastronomie ab, für die größtenteils eine nächtliche Sperrstunde gilt.

+++ 11:32 Neuinfektionen in Belgien steigen auf Rekordstand +++
Belgien meldet mit 15.432 Corona-Infektionen binnen eines Tages einen neuen Höchstwert. Die Zahl sei für vorigen Dienstag (20. Oktober) registriert worden, meldete die Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf das staatliche Gesundheitsinstitut Sciensano. Der vorherige Tages-Höchstwert lag bei 12.969 (18. Oktober). Belgien hat nur 11,5 Millionen Einwohner und registriert trotzdem höhere Zahlen bei Neuinfektionen als Deutschland mit rund 83 Millionen Menschen. Die EU-Seuchenbehörde ECDC meldete am Freitag für Belgien pro 100.000 Einwohner binnen 14 Tagen rund 1020 Neuinfektionen, für Deutschland mit rund 107 etwa ein Zehntel. Der Trend zeigt nach Angaben von Belga immer noch steil nach oben: Im Durchschnitt registrierte Sciensano in den sieben Tagen vom 14. bis 20. Oktober 11 201 neue Ansteckungen, 56 Prozent mehr als in der Woche davor. Die Zahlen für die Tage danach sind noch nicht konsolidiert.

+++ 10:53 "Gebot der Stunde" - Merkel erneuert dringenden Appell +++
Kanzlerin Angela Merkel hat im Kampf gegen die Corona-Pandemie die Bürger erneut eindringlich zu einer Reduzierung der Kontakte aufgefordert. Angesichts der sich weiter zuspitzenden Lage und des nach wie vor gültigen Appells aus dem Podcast der vergangenen Woche sende sie diesen erneut. Mit diesem ungewöhnlichen Schritt wolle die Kanzlerin unterstreichen, wie ernst die gegenwärtige Situation in der Corona-Pandemie sei, teilte die Bundesregierung mit. Es gelte heute "noch dringender" das, was sie letzte Woche gesagt habe - "Wort für Wort", erklärte die Kanzlerin. Das Gebot der Stunde heiße "Kontakte reduzieren".

+++ 10:42 Fauci: Trump hat Corona-Taskforce seit Monaten nicht getroffen +++
US-Präsident Donald Trump hat sich seit Monaten nicht mehr mit der Corona-Taskforce seiner Regierung getroffen. Das sagte der Chef der US-Seuchenbehörde und offizieller Berater des Präsidenten, Anthony Fauci, im US-Fernsehen. Das hochkarätige Gremium, das im Kampf gegen die Pandemie beraten soll, trifft sich Fauci zufolge nur noch einmal die Woche, während es in den ersten Monaten der Pandemie noch täglich zusammengekommen sei. Auch sonst habe er kaum noch Kontakt zum Präsidenten. Der höre inzwischen vor allem auf den umstrittenen Arzt Scott Atlas, der mit zahlreichen zweifelhaften medizinischen Aussagen über das Coronavirus für Kopfschütteln unter Experten gesorgt hat. Trump seinerseits kritisiert Fauci seit Wochen öffentlich.

+++ 10:23 Landesrechnungshof warnt vor Dauerverschuldung "auf Corona-Ticket +++
Vor einer zukunftsgefährdenden Verschuldung hat Schleswig-Holsteins Landesrechnungshof gewarnt. Wenn der Landtag am Donnerstag - wie erwartet - weiteren Krediten in Höhe von 5,7 Milliarden Euro zustimmen sollte, steige die Gesamtsumme als Reaktion auf die Corona-Krise auf gewaltige 6,7 Milliarden Euro, sagte Präsidentin Gaby Schäfer der Deutschen Presse-Agentur. Damit gehöre der Norden bei der Neuverschuldung im Zuge der Pandemie gemessen an Bevölkerung, Wirtschaftskraft und Haushaltsvolumen zum Spitzentrio unter den Ländern. Erforderlich seien Schwerpunktsetzungen. "Schleswig-Holstein muss den Tatsachen ins Auge blicken und seine Ausgaben in den nächsten Jahren an die niedrigeren Steuereinnahmen anpassen."

+++ 10:02 Region Hannover überschreitet Grenzwert +++
In der Region Hannover haben die Neuinfektionen mit dem Coronavirus einen wichtigen Grenzwert überschritten. Landesgesundheitsamt meldet 52,7 Infektionen auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Das Überschreiten des Grenzwerts von 50 Fällen zieht weitere Einschränkungen für die Bürger nach sich.

+++ 09:45 "The Voice"-Juror Samu Haber positiv gestetet +++
Der finnische Musiker Samu Haber ist positiv auf Corona getestet worden. Er habe vor dem Auftritt in einer finnischen Fernsehshow einen Test machen müssen, der positiv ausgefallen sei. "Ich konnte es erst nicht glauben, weil ich keine Symptome habe und mich ganz normal fühle", schrieb Haber auf Instagram. Der Frontmann der Band Sunrise Avenue ("Hollywood Hills") hat sich in Quarantäne begeben und wartet "auf bessere Tage". Haber, der mit seiner Biografie "Forever Yours" auf Platz eins der "Spiegel"-Bestsellerliste Sachbuch steht, ist derzeit als Coach bei der Castingshow "The Voice of Germany" zu sehen. Noch am Freitag standen in Berlin Aufzeichnungen an. Ob wegen der Erkrankung nun auch die anderen prominenten Musiker der Show getestet werden müssen, blieb zunächst unklar. Haber sitzt in der aktuellen Staffel auf einem Doppelstuhl mit Rea Garvey - und einer Plexiglasscheibe dawischen.

+++ 09:33 Mangelnder Abstand häufig Grund für Corona-Gerichtsverfahren +++
Immer mehr Verstöße gegen Auflagen in der Corona-Pandemie beschäftigen die rheinland-pfälzischen Amtsgerichte. Allerdings geht es weniger um Verfahren gegen Maskenverweigerer, sondern viel häufiger beispielsweise um Verstöße gegen das Abstandsgebot. Nicht jeder Verstoß wird vor einem Gericht verhandelt. Erst, so erklärte es ein Sprecher des Amtsgerichts in Mainz, wenn sich die Betroffenen gegen den Bußgeldbescheid wenden und Einspruch einlegen, seien Richter zuständig. Die Bußgelder für einzelne Verstöße variieren stark, maximal 25.000 Euro sind möglich. Die werden bei besonders schwerwiegenden Verstößen und im Wiederholungsfall fällig, etwa wenn Bars, Clubs oder Restaurants trotz mehrfacher Aufforderung nicht schließen und viele Menschen auf engem Raum bewirten. Die Amtsgerichte sprachen aber in den meisten Fällen von einem Bußgeld von 200 bis 250 Euro.

+++ 09:16 Über 10 Millionen Infektionen in Asien +++
Asien hat als zweite Region auf der Welt nach Lateinamerika die Marke von zehn Millionen Corona-Infektionen überschritten. Das sind rund ein Viertel der global registrierten 42,1 Millionen Ansteckungen, wie aus einer Reuters-Erhebung aus offiziellen Daten hervorgeht. Experten vermuten allerdings eine hohe Dunkelziffer. Der Anteil bei den Todesfällen liegt mit mehr als 163.000 bei rund 14 Prozent. In Asien besonders betroffen von der Pandemie sind Indien, Bangladesch, Indonesien und die Philippinen. China und Neuseeland haben das Virus dagegen eindämmen, Japan eine beschleunigte Ausbreitung verhindern können. Allerdings haben sich die Neuinfektionszahlen in Indien und Bangladesch zuletzt etwas abgeschwächt.

+++ 09:16 Mehr als 15.000 neue Fälle in Tschechien +++
Tschechien meldet mit 15.252 Neuinfektionen erneut einen Höchstwert und erstmals mehr als 15.000 Fälle innerhalb eines Tages. Damit steigt die Zahl der nachgewiesenen Ansteckungen auf 238.323, wie die Behörden mitteilen. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich um 126 auf 1971. In dem Land mit seinen knapp elf Millionen Einwohnern breitet sich das neuartige Virus in Europa derzeit am schnellsten aus. Die Regierung hatte am Mittwoch wieder einen weitgehenden Lockdown verhängt, weil das Gesundheitssystem an seine Kapazitätsgrenzen gestoßen sei.

+++ 08:46 Polens Staatschef infiziert +++
In Polen hat sich Präsident Andrzej Duda mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Dem Staatschef gehe es aber gut, und er stehe in ständigem Kontakt mit den zuständigen Medizinern, twittert Dudas Sprecher Blazej Spychalski. Auch in Polen sind die Corona-Zahlen zuletzt stark gestiegen, die Behörden meldeten am Freitag mit mehr als 13.600 Neuinfektionen einen neuen Höchstwert. Die Regierung verschärfte deswegen die Schutzmaßnahmen. So dürfen sich nur noch maximal fünf Personen treffen, Präsenzunterricht an Schulen gibt es nur noch bis zur dritten Klasse, Restaurants dürfen Essen nur noch außer Haus verkaufen.

+++ 08:37 Kosten: 1 Million Euro - Berliner Schüler trainieren Lüften +++
An Berliner Schulen ist offensichtlich nicht allen Lehrern und Schülern bekannt, wie man Unterrichtsräume durchlüftet. Sie sollen das regelmäßige Öffnen und Schließen von Fenstern nun "trainieren", wie Bildungssenatorin Sandra Scheeres mitteilte. An den Schulen sollen dazu 3500 CO2-Messgeräte verteilt werden, die sich das Land eine Million Euro kosten lässt. Die Vorgaben der Bildungsverwaltung für die Schulen sehen vor, Klassenräume immer vor und nach dem Unterricht und mindestens einmal in der Mitte jeder Unterrichtsstunde mehrere Minuten lang komplett durchzulüften, zudem in Pausen.

+++ 08:10 Scholz: Deutschland finanziell gut für Corona-Krise gerüstet +++
Bundesfinanzminister Olaf Scholz hält Deutschland weiter für finanziell gut gerüstet im Kampf gegen die ökonomischen Folgen der Corona-Krise. "Die Corona-Pandemie ist längst noch nicht besiegt, und wie erwartet verzeichnen wir jetzt im Herbst deutlich steigende Infektionszahlen", sagte der SPD-Politiker der "Augsburger Allgemeinen". "Die Lage ist ernst, und wir nehmen sie ernst." Bislang sei das Land recht gut durch die Krise gekommen - "auch weil wir uns frühzeitig und entschlossen gegen die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise gestemmt haben". Auch mit Blick auf die kommenden Wochen betonte der Vizekanzler, "finanziell sind wir gut gerüstet, unsere Finanzkraft ist weiterhin sehr groß".

+++ 07:55 China meldet 28 neue Fälle +++
Die chinesische Gesundheitsbehörde meldet 28 neue Coronavirusfälle nach 18 am Tag zuvor. Alle Infektionen seien eingeschleppt worden. Zudem gebe es 27 neue asymptomatische Fälle nach elf am Vortag.

+++ 07:01 Chef warnt vor Ausfall der Bundespolizei - 1500 Beamte in Quarantäne +++
Der Präsident der Bundespolizei, Dieter Romann, hat angesichts steigender Corona-Infektionszahlen an die Mitarbeiter seiner Behörde appelliert, sich im privaten Bereich besser vor Ansteckung zu schützen. In einer Videobotschaft an die Polizeibeamten sagte er am Freitag, aktuell seien 136 Mitarbeiter positiv auf das Virus getestet. 1574 Bundespolizisten befinden sich nach seinen Worten derzeit vorsorglich in Quarantäne. "Wenn wir ausfallen, geht das Licht aus", mahnte Romann. Deshalb hätten alle Mitarbeiter der Bundespolizei die Pflicht, sich gesund zu erhalten, "das gilt auch im privaten Bereich". Dort seien die Risiken höher als im Dienst. "Vermeidet Infektion, auch wegen möglicher Langzeitfolgen", appellierte er an die Beamten. An diesem Wochenende hilft die Bundespolizei mit 500 Einsatzkräften in Berlin mit bei der Durchsetzung der Corona-Regeln.

+++ 06:15 "Große Winter-Welle": 500.000 Tote in den USA befürchtet +++
Wissenschaftlern zufolge könnte die Zahl der Corona-Toten in den USA die Marke von 500.000 übersteigen, wenn nicht fast alle Amerikaner Masken tragen. "Wir steuern auf eine sehr große Herbst/Winter-Welle zu", sagte Chris Murray vom Institute for Health Metrics and Evaluation an der University of Washington zu der jüngsten Schätzung. Die Zahl der Todesfälle könne um 130.000 sinken, wenn ein Anteil von 95 Prozent der Bevölkerung einen Mund-Nasen-Schutz tragen würde. Bisher sind in den USA 222.447 Menschen mit oder infolge einer Coronavirus-Infektion gestorben.

+++ 05:20 Corona dürfte Weihnachtsbäume teurer machen +++
Wegen der Corona-Krise werden die Weihnachtsbäume in diesem Jahr wahrscheinlich teurer. Grund sind nach Angaben des Bundesverbands der Weihnachtsbaumerzeuger höhere Kosten infolge der Pandemie. Für die beliebten Nordmanntannen dürften bei bester Qualität zwischen 20 und 27 Euro fällig werden, sagte Geschäftsführer Martin Rometsch der Deutschen Presse-Agentur. Im vergangenen Jahr hatte die Preisspanne 18 bis 23 Euro betragen. Die Händler müssten Hygienekonzepte erstellen, mehr Platz vorhalten und möglicherweise mehr Personal einsetzen.

+++ 05:00 Neuer Rekordwert bei Corona-Infektionen in den USA +++
Anderthalb Wochen vor der Präsidentschaftswahl in den USA ist im Land ein neuer Rekordwert bei den Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Laut Zählung der "New York Times", wurden binnen 24 Stunden 85.085 neue Ansteckungsfälle erfasst. Zuvor waren die USA bereits im Juli nahe an die Marke von 80.000 erfassten Infektionsfällen pro Tag herangekommen. Zuvor waren die USA bereits im Juli nahe an die Marke von 80.000 erfassten Infektionsfällen pro Tag herangekommen.

+++ 04:51 Proteste gegen Lockdown in Neapel +++
In der süditalienischen Metropole Neapel protestieren in der Nacht Hunderte gegen eine Ausgangssperre und einen geplanten Lockdown für die Region Kampanien. Die Demonstranten werfen Feuerwerkskörper und zünden Rauchbomben. Die Polizei setzt Tränengas gegen die Protestierenden ein.

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Neapel in der Nacht zum Samstag.

(Foto: dpa)

Mehr zum Thema hier.

+++ 04:30 Mehr als 10.000 Corona-Tote in Deutschland seit Beginn der Pandemie +++
In Deutschland sind seit Beginn der Corona-Pandemie mehr als 10.000 Menschen an den Folgen der Infektion gestorben. Das teilt das Robert-Koch-Institut am frühen Morgen mit. Demnach wurden bis Freitag insgesamt 10.003 Todesfälle verzeichnet. Zuletzt starben 37 weitere Menschen im Zusammenhang mit der Infektion.

+++ 04:25 Millionen Babys haben keine Polio-Impfung bekommen +++
Aufgrund der Coronavirus-Pandemie haben nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vermutlich 80 Millionen Babys unter einem Jahr in diesem Jahr keine Impfung gegen Polio erhalten. 2020 dürfte das schwerste Jahr sein, das die Männer und Frauen je erlebt haben, die sich weltweit für die Ausrottung der Krankheit einsetzen, berichtet die WHO zum Welt-Polio-Tag an diesem Samstag. Erst im August hatten die WHO und afrikanische Länder das Ende der von Wildtypen des Virus hervorgerufenen Infektionskrankheit auf dem afrikanischen Kontinent verkündet. So galt Polio nur noch in zwei Ländern als Problem: Afghanistan und Pakistan. Es gibt aber eine seltene, von Impfungen stammende Form von Polio, und davon gab es in diesem Jahr in einigen Ländern Ausbrüche, so die WHO, darunter im Jemen, in Sudan und Südsudan.

+++ 04:00 Söder will Kurs nicht ändern +++
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder will trotz zunehmender Kritik an seiner Corona-Politik an seiner Linie festhalten. "Ich habe keinen Grund, meinen Kurs zu ändern", sagt der CSU-Chef der "Augsburger Allgemeinen". "Wir haben mit allen grundsätzlichen Einschätzungen Recht behalten." Er wies insbesondere den Vorwurf zurück, er höre nicht auf andere. "Ich habe kein Problem damit, gute Ideen anderer aufzugreifen und dies auch zu sagen."

+++ 03:00 Weitere Schweizergardisten mit Corona infiziert +++
Im Vatikan sind zwei weitere Mitglieder der päpstlichen Schweizergarde positiv auf das Coronavirus getestet worden. Damit steigt die Zahl der nachweislich infizierten Gardisten auf 13, wie die Schweizergarde mitteilt. Es gebe bisher keine schweren Krankheitsverläufe, nur einige der Gardisten zeigten Symptome wie Fieber, Husten, Gelenkschmerzen und einen Verlust des Geruchssinns.

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Die bunt uniformierten Wachen sollen Papst Franziskus und seine Residenz schützen.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Ein größerer Corona-Ausbruch unter den Gardisten könnte daher auch für den Papst gefährlich werden, der mit seinen 83 Jahren zur Risikogruppe gehört. Dem Argentinier war im Alter von 21 Jahren wegen einer schweren Pneumonie ein Teil der rechten Lunge entfernt worden. Er gilt aber für sein Alter als relativ gesund.

+++ 02:30 Kommunen droht Steuerausfall von rund zehn Milliarden Euro +++
Einem Bericht der Rheinischen Post" zufolge werden Städte und Gemeinden nach einer neuen Prognose des Bundesfinanzministeriums im kommenden Jahr wegen der Corona-Krise rund zehn Milliarden Euro weniger aus der Einkommen- und Gewerbesteuer einnehmen als im vergangenen Jahr geschätzt. Das gehe aus der Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine kleine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion hervor, so die Zeitung. Demnach sinke der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer um 3,8 Milliarden Euro im kommenden Jahr gegenüber der früheren Prognose. Die Mindereinnahmen bei der Gewerbesteuer lägen bei sechs Milliarden Euro.

+++ 01:50 Altmaier relativiert BIP-Prognose +++
Angesichts des starken Anstiegs der Coronavirus-Infektionszahlen in Deutschland hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier die Wachstumsprognose der Bundesregierung für das kommende Jahr relativiert. Die positiven Konjunktureinschätzungen für 2021 stünden "natürlich unter dem Vorbehalt, dass es uns gelingt, die hohen Infektionszahlen wieder zu senken", zitieren die Zeitungen der Funke Mediengruppe den CDU-Politiker. Die Bundesregierung hatte Anfang September für das kommende Jahr ein Wachstum der deutschen Wirtschaft um 4,4 Prozent vorhergesagt, für das laufende Jahr einen Rückgang des Bruttoinlandprodukts (BIP) um 5,8 Prozent. Die Bundesregierung will eine neue Konjunkturprognose nächste Woche vorlegen. Eine neue Konjunkturprognose will die Bundesregierung nächste Woche vorlegen.

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Peter Altmaier

(Foto: dpa)

+++ 01:20 Krankenhäuser sehen sich gut gerüstet +++
Die deutschen Krankenhäuser sehen sich für den derzeitigen starken Anstieg der Zahl von Coronavirus-Patienten gut gerüstet. "Die Krankenhäuser sind hoch alarmiert, ohne hektisch zu sein", sagt der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Georg Baum, dem "Mannheimer Morgen". Gegenwärtig gebe es mehr als 8000 freie Intensivbetten, wobei durch Verschieben nicht notwendiger Behandlungen weitere 10.000 Betten frei gemacht werden könnten.

"Außerdem müssen nicht alle Patienten, die mit einer Corona-Infektion ins Krankenhaus kommen, intensivmedizinisch behandelt werden", so Baum. Nach seinen Angaben werden derzeit rund 6000 Patienten in Krankenhäusern wegen der von dem neuartigen Coronavirus ausgelösten Lungenerkrankung Covid-19 behandelt, etwa tausend von ihnen liegen auf der Intensivstation. "Die Kapazitäten werden noch lange reichen, ehe es bedenklich wird", betonte der Hauptgeschäftsführer der Krankenhausgesellschaft.

Damit die Lage in den nächsten Wochen und Monaten aber nicht außer Kontrolle gerate, sei insgesamt sehr viel Vorsicht und Einsatzbereitschaft gefordert, sagte Baum. Jeder Bürger müsse selbst vorbeugend tätig sein und der Aufforderung von Bundeskanzlerin Angela Merkel folgen, nicht notwendige Kontakte zu vermeiden. Baum sieht Deutschland insgesamt gut für die zweite Corona-Welle gerüstet: "Unser Gesundheitssystem schneidet bei der Bewältigung der Pandemie weltweit mit am besten ab."

+++ 01:00 Einreise nach Dänemark ab sofort begrenzt +++
Die Einreise von Deutschland nach Dänemark ist seit 0 Uhr nur noch eingeschränkt möglich. Aufgrund der steigenden Zahl an Corona-Neuinfektionen hatte das Nachbarland im Norden Deutschland zum Risikoland erklärt. Das bedeutet, dass nur noch Einreisen kann, wer einen triftigen Grund nachweisen kann. Das kann zum Beispiel ein Verwandtenbesuch, ein Vorstellungsgespräch oder eine Beerdigung sein. Auch Berufspendler und Studenten dürfen weiter einreisen. Ausnahmen gelten außerdem für die Bewohner der Grenzregion Schleswig-Holstein und für Besitzer eines Ferienhauses. Den triftigen Grund muss man an der Grenze angeben.

+++ 00:30 Lockdown in Wales beginnt +++
Im britischen Wales ist am Freitagabend ein zweiwöchiger Lockdown zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Kraft getreten. "Unser Ziel ist es, dass wir dieses Maß an Einschränkungen in Wales vor Weihnachten nicht mehr brauchen werden", so der walisische Regierungschef Mark Drakeford. 3,1 Millionen Menschen sind in dem britischen Landesteil von der Maßnahme betroffen. Seit 18.00 Uhr dürfen sie ihre Häuser nicht mehr verlassen. Der britische Premierminister Boris Johnson lehnt es nach dem ersten landesweiten Lockdown im März bisher ab, erneut so weitreichende Maßnahmen zu beschließen.

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Tenby in Wales am Freitagabend.

(Foto: REUTERS)

+++ 23:15 Sloweniens Außenminister infiziert +++
Der slowenische Außenminister Anze Logar hat sich einem Medienbericht zufolge mit dem Virus angesteckt. Logar sei nach einer Reise ins Ausland positiv auf Corona gestestet worden, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur STA unter Berufung auf eine Mitteilung seines Ministeriums. Er habe bislang keine Symptome und werde sich für zehn Tage selbst isolieren.

+++ 22:50 Pharmariesen dürfen gestoppte Impfstoffstudien fortsetzen +++
Der Pharmakonzern Astrazeneca darf seine klinische Impfstoffstudie in den USA fortsetzen. Das hätten die Gesundheitsbehörden entschieden, berichtet das "Wall Street Journal". Die Studie liegt seit dem 6. September auf Eis. Sie musste nach einer ungeklärten Erkrankung bei einem Probanden unterbrochen werden. Astrazeneca gehört zum Kreis der führenden Unternehmen im Rennen um einen Impfstoff gegen das Coronavirus. Auch der US-Arzneimittelhersteller Johnson & Johnson's kann seine Impfstoffstudie in Kürze wieder aufnehmen. Eine Untersuchung habe ergeben, dass eine Erkrankung bei einem Probanden nicht im Zusammenhang mit dem Impfstoff stehe, meldet die "Washington Post". J&J hatte die Phase-3-Wirksamkeitsstudie Ende September gestartet und musste sie kürzlich wegen der Erkrankung des Studienteilnehmers stoppen.

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Quelle: ntv.de, fzö/mbo/dpa/rts/AFP