Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 18:04 Mehrere Maßnahmen in NRW bis Anfang April verlängert +++

In Nordrhein-Westfalen werden mehrere Corona-Maßnahmen angesichts der steigenden Infektionszahlen bis zum 2. April verlängert. Dazu nutze die Landesregierung die Übergangsregelung im geänderten Infektionsschutzgesetz, teilte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann mit. Demnach bleiben Maskenregelungen in Innenräumen in der Übergangszeit bestehen, im Freien entfällt die Maskenpflicht. Für andere bisherige Beschränkungen gebe es dagegen keine Rechtsgrundlage mehr. So entfallen persönliche Kontaktbeschränkungen jetzt auch für nicht geimpfte Personen. Außerdem gibt es keine Kapazitäts- und Personenobergrenzen mehr für Veranstaltungen. Die Maskenpflicht in Innenräumen und bei Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen ebenfalls in Innenräumen bleibt aber bestehen.

+++ 17:42 Sieben-Tage-Inzidenz in Rheinland-Pfalz erstmals über 1600 +++
Innerhalb eines Tages sind in Rheinland-Pfalz 14.356 neue Corona-Fälle bestätigt worden. Damit stieg die Sieben-Tage-Inzidenz von 1534,9 auf 1633,6, wie das Landesuntersuchungsamt (LUA) in Koblenz mitteilte (Stand 14.10 Uhr). Das ist ein neuer Spitzenwert bei den Neuinfektionen je 100.000 Einwohner und erstmals mehr als 1600. Vier weitere Menschen starben seit Donnerstag im Zusammenhang mit einer Infektion. Seit dem Beginn der Pandemie ist damit die Zahl der Toten auf 5149 gestiegen. Die Hospitalisierungsinzidenz ist ebenfalls leicht gestiegen auf 6,53 pro 100.000 Einwohner (Vortag: 6,36). Auf die höchste Sieben-Tage-Inzidenz kam am Donnerstag mit 2780,6 der Kreis Vulkaneifel. Am niedrigsten war sie in Ludwigshafen mit 1047,2 und dem Rhein-Pfalz-Kreis mit 1048,8.

+++ 17:14 Krankenhäuser in Region Osnabrück an Belastungsgrenze +++
Wegen steigender Fallzahlen unter Pflegern und Ärzten sehen die Klinikbetreiber in der Region Osnabrück die Belastungsgrenze erreicht. In verschiedenen Kliniken in Osnabrück und Georgsmarienhütte müssten planbare Eingriffe verschoben werden, um die Corona- und Notfallversorgung sicher zu stellen, teilten die Krankenhäuser mit. Die Zahl der Patienten auf den Stationen habe deutlich zugenommen. Vor 14 Tagen waren noch 77 Patienten wegen einer Covid-Erkrankung in den Krankenhäusern in stationärer Behandlung, 9 davon auf der Intensivstation. Heute waren es bereits 133, von denen 19 auf der Intensivstation lagen. Die Zahl der Impfdurchbrüche nehme zu, hieß es. Angesichts der bevorstehenden Lockerungen bei den Corona-Maßnahmen appellierten die Klinikmanager an die Bevölkerung, sich weiterhin an die Hygiene- und Abstandsregeln zu halten und wenn möglich eine Maske zu tragen.

+++ 16:58 Umfrage: Rund zwei Drittel halten Lockerungen für verfrüht +++
Rund zwei Drittel (64 Prozent) der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland halten die Lockerungen ab dem 20. März für verfrüht. Das geht aus einer veröffentlichten Umfrage des Forsa-Instituts für das RTL/ntv-Trendbarometer hervor. Ein Drittel (34 Prozent) findet die Aufhebung der Maßnahmen den Angaben zufolge richtig. Die restlichen Befragten antworteten demnach mit "weiß nicht" oder machten keine Angabe.

+++ 16:31 Telefonische Krankschreibung verlängert +++
Die Möglichkeit zur telefonischen Krankschreibung bei leichten Atemwegsinfektionen bleibt wegen anhaltender Infektionsgefahr in Deutschland vorerst bis zum 31. Mai bestehen. Der Gemeinsame Bundesausschuss verlängerte die entsprechende Sonderregeln um weitere zwei Monate, wie er in Berlin mitteilte. Das Gremium ist für die Bestimmung von Leistungen im Gesundheitswesen verantwortlich. Der Ausschuss teilte mit, die Verlängerung sei trotz der bundesweiten Lockerungen sachgerecht. Um ein mögliches Infektionsrisiko in Arztpraxen klein zu halten, sollten Versicherte eine Krankschreibung bis zu sieben Kalendertage bei leichten Erkrankungen der oberen Atemwege weiterhin telefonisch erhalten können. Kontakte in Arztpraxen könnten so vermieden werden. Patientinnen und Patienten sowie Mitarbeitende würden so geschützt. Eine einmalige Verlängerung der Krankschreibung kann telefonisch für weitere sieben Kalendertage ausgestellt werden, so der Bundesausschuss.

+++ 16:06 Mecklenburg-Vorpommern und Bayern kritisieren Corona-Gesetz heftig +++
Im Bundesrat hat es auf breiter Linie scharfe Kritik an der geplanten Abschwächung des bundesweiten Corona-Schutzes gegeben. Die Belastung in ihrem Land sei hoch wie nie, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Sozialministerin Stefanie Drese in der Länderkammer. Vielerorts in Deutschland sei die Lage in den Kliniken angespannt, mancherorts dramatisch. Die von der Regierung auf den Weg gebrachte Aufhebung elementarer Schutzmöglichkeiten sei falsch. Und die geplante Hotspot-Regelung, mit der die Länder regional schärfere Maßnahmen erlassen können, sei unklar. So seien von verschiedenen Bundesministerien unterschiedliche Aussagen zu hören, ob ein ganzes Bundesland ein Hotspot sein könne. Der bayerische Minister für Bundesangelegenheiten, Florian Herrmann, sagte: "Das ist alles eine prozedurale Unverschämtheit." Die Länder müssten es nun im Eiltempo regeln, wenn sie eine Übergangsfrist nutzen wollten vor dem grundsätzlich beschlossenen Auslaufen bundesweiter Vorgaben. Das gelte aber auch für die Bürgerinnen und Bürger: "Es blickt ja auch niemand mehr durch, welche Regelung wann gilt."

+++ 15:37 Viele Unternehmen behalten Corona-Regeln bei +++


Die Corona-Infektionszahlen steigen erneut rasant an. Dennoch sollen die meisten Corona-Auflagen zum 20. März wegfallen - so will es der Bund. Die Länder halten das für einen Fehler und wollen bisherige Corona-Regeln so lange wie möglich beibehalten. Mahnende Worte kommen auch aus der Wirtschaft.

+++ 15:12 Bouffier zur Corona-Politik der Ampel: "Unsäglich und unwürdig" +++
Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier hat das Vorgehen der Ampelkoalition bei der Bestimmung des künftigen Coronakurses scharf kritisiert. "Das Verfahren ist unsäglich und schlichtweg unwürdig", sagte Bouffier im Bundesrat. Zuvor hatte der Bundestag ungeachtet hoher Infektionszahlen ein geändertes Infektionsschutzgesetz mit dem Wegfall der meisten bundesweiten Corona-Schutzregeln beschlossen. Erwartet wurde, dass der Bundesrat das Gesetz passieren lässt und nicht den Vermittlungsausschuss anruft, da sonst ab Sonntag gar keine Auflagen mehr gelten würden. Bouffier sagte, Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach fürchte öffentlich Schlimmstes und lege gleichzeitig so ein Lockerungsgesetz vor. "Es untergräbt die Akzeptanz." Die Bundesregierung wolle Verantwortung bei Corona "für nichts" mehr übernehmen. "Juristisch ist das Murks", sagte Bouffier mit Blick auf die geplante Hotspotregelung. Wer sich das in Ruhe durchlese und anschließend erkläre, dies sei eine Lösung - "dem kann ich nicht mehr helfen". Laut Bouffier gibt es etwa keine klaren Kriterien für die Definition eines Hotspots. Bouffier sagte, "dass das Thema Hotpot der untaugliche Versuch ist, eine missglückte Regelung durch eine Klausel noch irgendwie zu retten".

+++ 14:44 Ramelow wirft Scholz Wortbruch bei Pandemie-Politik vor +++
Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow bescheinigt Bundeskanzler Olaf Scholz indirekt einen Wortbruch bei der Corona-Politik. Der Kanzler habe ausdrücklich zugesichert, eine Zusammenarbeit mit den Ländern beim neu gefassten Infektionsschutzgesetz sei selbstverständlich, sagte Ramelow im Bundesrat. Dann aber habe es keine Beteiligung der Länder gegeben. Das Gesetz sei "ohne unser Fachwissen" geändert worden. Dann hätten Vertreter der Regierung in Medien gesagt, die Länder könnten sich nun nicht mehr hinter dem Bund verstecken. "Das ist, als wenn ich noch ein Ohrfeige dazu kriege. Ich will mich hinter niemandem verstecken, ich will Pandemieabwehr betreiben", sagte Ramelow. Den Ländern würden die Möglichkeiten dazu weitgehend genommen. "Impfen, Testen, Abstandhalten, Maskentragen - das sind die Basics, mit denen wir arbeiten müssen."

+++ 14:26 Epidemiologe Ulrichs beunruhigt: "Es verbietet sich, dass wir jetzt weiter lockern" +++


Die Bundesregierung hält an den geplanten Lockerungen fest, der Bundestag verabschiedet die Neuregelungen zum Auslauf der meisten Maßnahmen. Angesichts der immer noch hohen Krankenhausbelastung hält der Epidemiologe Timo Ulrichs das für den völlig falschen Schritt.

+++ 13:59 Textilverband plädiert für Masken im Einzelhandel +++
Der Handelsverband Textil Schuhe Lederwaren (BTE) spricht sich dafür aus, die Maskenpflicht im Handel zunächst weiter beizubehalten. "Es ist das geringere Übel", sagt BTE-Hauptgeschäftsführer Rolf Pangels. Sonst bestehe angesichts der aktuell hohen Inzidenzzahlen die Gefahr, dass das Einkaufen bald wieder nur mit 2G- oder 3G-Regel möglich sei. Der BTE-Vizepräsident Andreas Bartmann sagt, die Beibehaltung der Maskenpflicht werde auch ganz stark von den Mitarbeitern in den Geschäften gefordert. Sie hätten in den vergangenen Monaten gemerkt, dass die Masken einen gewissen Schutz vor einer Ansteckung böten.

+++ 13:48 Auch der Bundesrat billigt Ampel-Gesetz +++
Der Weg für ein Ende der meisten bundesweiten Corona-Beschränkungen ist frei. Der Bundesrat lässt ein zuvor vom Bundestag beschlossenes Gesetz passieren, das deutlich weniger allgemeine Schutzregeln im Alltag ermöglicht.

+++ 13:37 Zahl der Schüler in Quarantäne geht zurück +++
An den Schulen in Deutschland gab es zuletzt etwa 275.000 bekannte Corona- und Quarantänefälle bei Schülerinnen und Schülern, sowie 28.300 bei Lehrkräften, wie die Kultusministerkonferenz (KMK) mitteilt. Sie basieren auf Rückmeldungen aus den Bundesländern der vergangenen Woche vom 7. bis 13. März. Im Vergleich zum Februar hat es demnach bei den Schülern einen deutlichen Rückgang gegeben. In der Woche vom 7. bis 13. Februar hatten die Länder hier 543.000 Corona- und Quarantänefälle gemeldet. Die Zahlen bei den Lehrkräften sind allerdings unverändert. Auch im( Februar: 28.200). Die Statistik gibt nur einen groben Überblick, da nicht in allen Ländern vollständige Zahlen erhoben werden.

+++ 13:22 Sprunghafter Inzidenz-Anstieg in Niedersachsen +++
Das Infektionsgeschehen hat sich in Niedersachsen noch einmal stark verschärft. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt nach Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) bei 1683,2. So viele Menschen pro 100.000 Einwohner steckten sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus an. Am Donnerstag lag der Wert noch bei 1540,4. Insgesamt werden landesweit 36.254 Neuinfektionen registriert, 16 weitere Menschen starben. Der Hospitalisierungswert steigt von 14,3 auf 14,9. Dieser Wert gibt an, wie viele Menschen in den vergangenen sieben Tagen je 100.000 Einwohner mit Covid-19 in den Krankenhäusern aufgenommen wurden. Die Auslastung der Intensivbetten mit Covid-Patienten bleibt wie am Vortag bei 6,4 Prozent.

+++ 13:01 NRW kündigt Ende der Maskenpflicht in Schulen an +++
Die Maskenpflicht in den Schulen in Nordrhein-Westfalen endet zum 2. April. Das teilt Schul- und Bildungsministerin Yvonne Gebauer mit. Von Montag, dem 4. April, an müssten Schülerinnen und Schüler damit keine Masken mehr in den Schulen tragen. Das Land nutze die Übergangsregelung des Bundes.

+++ 12:41 "Verneigen uns": Italiens Staatschef gedenkt der Bergamo-Toten +++
Italiens Staatschef hat zwei Jahre nach den erschütternden Bildern aus der von der Corona-Pandemie schwer getroffenen Stadt Bergamo der Opfer gedacht. "Das Datum 18. März 2020 bleibt in das Gedächtnis der Italiener eingraviert", sagt Sergio Mattarella anlässlich des nationalen Gedenktages für die Corona-Toten in Rom. Damals kursierten Aufnahmen aus der norditalienischen Stadt mit Militärlastwagen, die wegen der hohen Opferzahlen Särge mit Toten aus der Stadt transportierten. Die Bilder gingen um die Welt. "Im Gedenken an die Opfer verneigen wir uns", ergänzt Mattarella.

+++ 12:29 Bundestag beschließt umstrittenes Infektionsschutzgesetz +++
Der Bundestag stimmt dem neuen Infektionsschutzgesetz zu, mit dem die meisten Corona-Beschränkungen im öffentlichen Leben wegfallen sollen. An ihre Stelle sollen einige Basisschutzmaßnahmen treten, schärfere Schutzmaßnahmen sind künftig nur noch in Infektions-Hotspots möglich. Für die Vorlage der Ampel-Koalition stimmten 388 Abgeordnete, 277 waren dagegen, es gab zwei Enthaltungen.

+++ 12:25 WHO: "Befinden uns definitiv in der Mitte der Pandemie" +++
Die Coronavirus-Pandemie ist nach Darstellung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) "noch lange nicht" vorbei. "Wir befinden uns definitiv in der Mitte der Pandemie", teilt die WHO mit.

+++ 12:06 Hamburg hebt Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte auf +++
In Hamburg entfallen ab Samstag die Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte. Auch Obergrenzen für Veranstaltungen und Sportgroßveranstaltungen seien in der neuen Corona-Eindämmungsverordnung des rot-grünen Senats nicht mehr enthalten, sagt der Sprecher der Sozialbehörde, Martin Helfrich, der Deutschen Presse-Agentur. Grund sei der Wegfall der gesetzlichen Grundlage im neuen Infektionsschutzgesetz des Bundes. Ansonsten würden aber alle bisher geltenden Corona-Maßnahmen in der neuen Hamburger Verordnung fortgeschrieben.

+++ 11:47 "Wichtiger Schritt": FDP verteidigt Ampel-Gesetz +++
Die FDP hat das geplante Ende der meisten allgemeinen Corona-Schutzregeln gerechtfertigt. Die vorgesehenen Neuregelungen seien "ein wichtiger Schritt in Richtung Normalität, aber bei gleichzeitiger Handlungsfähigkeit", sagt die FDP-Gesundheitsexpertin Christine Aschenberg-Dugnus im Bundestag. Die Pandemie sei selbstverständlich noch nicht vorbei. Die Situation sei aber eine andere als vor zwei Jahren. Trotz "riesiger Inzidenzen" gebe es weniger Fälle auf den Intensivstationen.

+++ 11:28 Britische Daten: Dutzende hatten bereits vier Infektionen +++
Eine Auswertung in England zeigt, dass sich schon Hunderttausende Menschen mehrfach mit dem Coronavirus infiziert haben. Offiziell erfasst wurden seit Beginn der Pandemie rund 7640 Dreifachinfektionen, wie die Gesundheitsbehörde UK Health Security Agency (UK HSA) am Donnerstagabend mitteilt. Für 62 Menschen sei registriert, dass sie vier Mal infiziert waren - immer mit einem Abstand von mindestens 90 Tagen. Insgesamt erfasste die Behörde zum Stand 6. März in England 715.154 Reinfektionen. Da viele Reinfektionen etwa wegen milder Symptome gar nicht auffallen und erfasst werden, gehen Experten von einer deutlich höheren Zahl solcher Fälle aus. Betroffene waren vermutlich oft mit verschiedenen Virusvarianten infiziert, erklärt Medizinprofessor Paul Hunter von der Universität East Anglia gegenüber Sky News.

+++ 11:10 Chinesische Millionenmetropole lockert strikten Lockdown +++
Die südchinesische Wirtschaftsmetropole Shenzhen lockert ihren strikten Corona-Lockdown. In der 17-Millionen-Einwohner-Stadt, die seit Sonntag vollständig abgeriegelt war, dürfen Fabriken und andere Betriebe in vier Stadtbezirken und einer Sonderwirtschaftszone wieder arbeiten, wie die Behörden am Donnerstagabend mitteilen. Das Infektionsgeschehen sei dort erfolgreich eingedämmt worden, erklärt die Stadt zur Begründung.

+++ 10:51 Tschechien streicht Einreiseregeln für EU-Bürger +++
Tschechien hebt seine Corona-Einreiseregeln für Reisende aus EU-Staaten auf. Die bisherigen Melde-, Nachweis- und Testpflichten entfallen mit sofortiger Wirkung, wie am Freitag aus einer neuen Verordnung des Gesundheitsministeriums in Prag hervorging. Die Lockerungen gelten unter anderem auch für Urlauber aus Norwegen, Island, Liechtenstein und der Schweiz. EU-Bürger, die aus einem Drittstaat einreisen, müssen weiterhin geimpft, getestet oder genesen sein.

+++ 10:32 Virologe Schmidt-Chanasit hält Auslaufen der Corona-Regeln für vertretbar +++
Der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit hält das Auslaufen der Corona-Einschränkungen ab Anfang April für vertretbar. "Wir haben mit Omikron eine grundlegend andere Situation als mit der Delta-Variante", sagt der Experte aus Hamburg dem RBB. Trotz des hohen Infektionsdrucks gebe es keine Überlastung des Gesundheitssystems. "Und das zeigt, wie wichtig die gute Impfquote in Deutschland ist, dass sie verhindert, dass es zu schweren Verläufen kommt", so Schmidt-Chanasit. Die andere positive Nachricht sei der Blick auf Deutschlands Nachbarländer. Dort würden die meisten Corona-Regeln abgeschafft werden.

+++ 10:17 Großbritannien schafft alle Einreiseregeln ab +++
Bei der Einreise nach Großbritannien müssen Ankommende ab sofort keinerlei Corona-Reiseregeln mehr beachten. Die britische Regierung hebt die letzten noch verbliebenen Reiseregeln auf. Damit müssen sich auch ungeimpfte Reisende nicht mehr verpflichtend vor ihrer Einreise auf das Coronavirus testen lassen, für Geimpfte gilt dies schon länger nicht mehr. Außerdem sind die Formulare, die alle Ankommenden durch die Pandemie hinweg vor Übertritt der Grenze ausfüllen mussten, Geschichte.

+++ 09:59 Union wirft Ampel Wirrwarr um Corona-Regeln vor +++
Die Union kritisiert im Bundestag den von der Ampel-Koalition vorgelegten Gesetzentwurf für weitgehende Lockerungen der bundesweiten Corona-Auflagen. Die geplanten Regelungen erzeugten ein Wirrwarr, sagt der CDU-Gesundheitspolitiker Tino Sorge im Bundestag. Sorge weist auf die heftige Kritik der Länder-Regierungschefs hin, die diese am Vortag in einer Spitzenrunde mit Kanzler Olaf Scholz geübt hatten. "Es ist ein absolutes Novum in der Geschichte, dass 16 Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten dieser Bundesregierung in Protokollerklärungen sagen, dass es so nicht geht", sagt Sorge. Die Koalition habe nicht geklärt, wann genau eine Kliniküberlastung drohe. Dies ist das von der Ampel vorgesehene hauptsächliche Kriterium dafür, dass die Länder selbst für Hotspots bestimmte Schutzmaßnahmen beschließen können. Das Gesetz sei "ein einziger unscharfer Rechtsbegriff", so Sorge.

+++ 09:39 Lauterbach verteidigt neues Infektionsschutzgesetz +++
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach verteidigt das neue Infektionsschutzgesetz gegen Kritik aus den Ländern. Die geplante Neuregelung, über die Bundestag und Bundesrat am heutigen Freitag entscheiden wollen, sei ein "schwerer Kompromiss", sagt Lauterbach zum Auftakt der abschließenden Debatte im Bundestag. "Das ist nicht Freiheit gegen Vorsicht", betont der Minister. Die Neuregelung gewährleiste vielmehr, "dass wir überhaupt noch zielgerichtet reagieren können". In seiner mehrfach von Zwischenrufen unterbrochenen Rede wendet sich Lauterbach erneut gegen eine generelle Abkehr von allen Corona-Maßnahmen. "Wir haben viel geschafft, aber wir sind noch nicht an einem Punkt, wo wir schon von einem Freedom Day sprechen können."

+++ 09:23 Sachsens Inzidenz übersteigt die 2000er-Marke +++
Die Corona-Inzidenz in Sachsen steigt weiter deutlich an und liegt jetzt über der 2000er-Schwelle. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche mit 2036 an - nach 1879 am Vortag. Demnach registrieren die Gesundheitsämter binnen 24 Stunden 20.717 Neuinfektionen und 13 weitere Todesfälle. Seit Beginn der Pandemie sind 14.516 Menschen im Freistaat nachweislich an oder mit dem Virus gestorben. Negativ-Spitzenreiter unter den Regionen ist zurzeit der Vogtlandkreis mit einer Inzidenz in Höhe von 2737,8. Am niedrigsten ist die Inzidenz im Landkreis Görlitz (1238,0).

+++ 09:01 Bericht: Kostenlose Bürgertest sollen verlängert werden +++
Die Bundesregierung plant einem Bericht zufolge, die Frist für kostenlose Corona-Schnelltests zu verlängern. Zwischen dem Bundesgesundheitsministerium und dem Bundesfinanzministerium sei im Gespräch, die Finanzierung der sogenannten Bürgertests durch den Bund für mindestens vier weitere Wochen zu gewährleisten, berichtet das Portal "Business Insider". Die aktuelle Corona-Testverordnung, in der auch die Finanzierung der Bürgertests durch den Bund geregelt ist, läuft am 31. März aus. Wie lange die Frist für die kostenlosen Schnelltests verlängert wird, hänge am Bundesfinanzministerium, heißt es dem Bericht zufolge aus Kreisen des Gesundheitsministeriums. Im Finanzministerium gebe es Skepsis gegenüber einer allzu großen Verlängerung. Seit ihrer erstmaligen Einführung im vergangenen Frühjahr kosteten die Bürgertests den Staat dem Bericht zufolge bereits 10,7 Milliarden Euro.

+++ 08:44 NRW allein meldet fast 53.400 Neuinfektionen +++
Allein Nordrhein-Westfalen registriert binnen 24 Stunden fast 53.400 Corona-Neuansteckungen. Die Zahl der innerhalb von sieben Tagen gemeldeten Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner steigt damit laut Robert-Koch-Institut (RKI) weiter auf 1461,5 nach 1435,6 am Donnerstag. Am Freitag der vergangenen Woche (11.3.) hat die Inzidenz noch bei 1355,5 gelegen. 52 Menschen starben binnen 24 Stunden im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion. In Köln, das in den Tagen nach Karneval rasante Zuwächse bei den Neuinfektionen erlebt hat, geht die Inzidenz weiter zurück. Er liegt in der Millionenstadt nach den RKI-Angaben noch bei 1891,1 nach 1937,8 am Donnerstag.

+++ 08:26 Impfquote bei Sachsens Pflegepersonal seit Januar deutlich gestiegen +++
Zur Einführung der Corona-Impfpflicht im Gesundheitsbereich ist die Impfquote beim Pflegepersonal in Sachsen gestiegen. Laut aktuellen Zahlen des Landesgesundheitsministeriums sind inzwischen 75,1 Prozent der Beschäftigten in Pflegeeinrichtungen grundimmunisiert. Im Januar lag die Quote noch bei etwa 65 Prozent. Besonders hoch ist der Anteil mit 91 Prozent demnach in Leipzig, auch die Landkreise Nordsachsen (85,3 Prozent) und Zwickau (78,4 Prozent) haben vergleichsweise hohe Quoten. Die wenigsten Mitarbeitenden sind im Landkreis Görlitz (65,4 Prozent) geimpft.

+++ 08:10 NRW-Tourismus noch weit vom Vor-Krisen-Niveau entfernt +++
Der Tourismus hat sich in Nordrhein-Westfalen zum Jahresbeginn erholt, das Niveau der Vor-Corona-Zeit aber noch lange nicht erreicht. Die Übernachtungszahlen lagen im bevölkerungsreichsten Bundesland im Januar 2022 mit 2,1 Millionen Menschen mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahres-Januar (0,9 Millionen). Im Januar 2020 hatte die Zahl aber noch bei 3,6 Millionen gelegen, wie das Statistische Landesamt IT.NRW mitteilt. Verantwortlich für den Zuwachs in diesem Januar waren unter anderem deutlich mehr Gäste aus dem Ausland. Große Zuwächse gibt es auch in Jugendherbergen und Campingplätzen.

+++ 07:51 Berlin hat bundesweit niedrigste Inzidenz +++
Die Corona-Inzidenz in Berlin liegt weiter deutlich über 1000. Am heutigen Freitag wird ein Wert von rund 1145 Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen auf 100.000 Menschen gemeldet - der niedrigste Wert aller Bundesländer, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) mitteilt. Bundesweit liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei 1706. 7952 neue Corona-Infektionen werden in Berlin innerhalb eines Tages registriert. Die Gesamtzahl für Berlin liegt damit bei 833.613. 5 neue Todesfälle kommen dazu, damit wurden bislang 4315 Tote im Zusammenhang mit Corona-Infektionen gezählt.

+++ 07:29 JVA Oldenburg meldet mehr als 100 Corona-Fälle +++
In der Justizvollzugsanstalt Oldenburg sind nach Informationen der "Neuen Osnabrücker Zeitung" mehr als 100 Gefangene und Beschäftigte positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das bestätigt ein Sprecher des niedersächsischen Justizministeriums der Zeitung. Seit dem 9. März sei bei 98 Insassen und 18 Beschäftigten eine Infektion per PCR-Test nachgewiesen worden. Die Testung war nach einzelnen Fällen angeordnet worden. "Die Gefangenen haben ganz überwiegend einen leichtgradigen Krankheitsverlauf; einige gaben an, gar nichts zu merken", heißt es aus dem Ministerium. Es gebe keinen Fall mit schweren Symptomen. Insgesamt seien 300 Menschen in der JVA Oldenburg inhaftiert.

+++ 06:58 Corona-Abwasserüberwachung wird in NRW ausgeweitet +++
Die Abwasserüberwachung auf Corona wird in Nordrhein-Westfalen über die Pilotprojekte hinaus auf voraussichtlich insgesamt 16 Standorte ausgeweitet. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung wolle vier weitere Modellstandorte in NRW fördern, teilt das NRW-Gesundheitsministerium in einem Schreiben an den Gesundheitsausschuss des Landtages mit. Bereits seit Mitte 2021 fördere das Bundesministerium Projekte zum Abwassermonitoring auf Sars-CoV-2 in der Kläranlage Aachen-Soers, in Eschweiler, Bottrop, in der Kläranlage Duisburg Alte Emschergenossenschaft sowie an der Kläranlage Emschermündung.

+++ 06:28 Novavax wird in Bayern zum Ladenhüter +++
In Bayern wollen sich weiter nur wenige Menschen mit dem Novavax-Impfstoff impfen lassen. Von bisher 225.000 gelieferten Impfdosen seien im Freistaat bis Mitte der Woche nur rund 5700 verabreicht worden, teilt das Gesundheitsministerium in München mit. Erste Rückmeldungen der Impfzentren zeigten, dass die Nachfrage "relativ gering" zu sein scheine, sagt eine Ministeriumssprecherin. Bis 11. März hätten die Impfzentren knapp 1200 aufgezogene Spritzen mit dem Impfstoff entsorgen müssen, weil sie nach Öffnung der Injektionsfläschchen nicht rechtzeitig verwendet werden konnten.

+++ 06:05 Hausärzte-Verband fehlt Klarheit bei Corona-Kurs +++
Die Hausärzte kritisieren das Beratungsergebnis von Bund und Ländern zur künftigen Corona-Strategie scharf. "Die gesamte Diskussion der letzten Tage zwischen Bund und Ländern war chaotisch", sagt der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt, der Düsseldorfer "Rheinischen Post". Auch nach den Bund-Länder-Beratungen vom Donnerstag sei "weiterhin vollkommen unklar, nach welchen Kriterien die Politik die aktuelle Corona-Lage bewertet. Das ist Pandemie-Bekämpfung nach tagesaktuellem Bauchgefühl." Weigeldt kritisiert unklare Kriterien der Pandemie-Bekämpfung. "Am Anfang war einmal die Entlastung der Intensivstationen das zentrale Ziel. Hier droht aktuell offensichtlich keine akute Gefahr", sagt der Verbandschef. "Dann war es die Situation auf der Normalstation. Jetzt, auf einmal, scheint die Inzidenz wieder eine entscheidende Größe zu sein." Dieses Hin und Her sei "nicht nachvollziehbar".

+++ 05:30 RKI: Sieben-Tage-Inzidenz erreicht neuen Rekord +++
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Neuinfektionen überschreitet die Schwelle von 1700 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) mitteilt, liegt der Wert nun bei 1706,3. Erst am Mittwoch hatte die Inzidenz mit 1607,1 erstmals die Schwelle von 1600 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen überschritten, am Donnerstag lag der Wert bei 1651,4.

Laut RKI liegt die absolute Zahl der gemeldeten Neuinfektionen binnen 24 Stunden am Freitag bei 297.845 - ein neuer Höchstwert. Die Gesamtzahl der registrierten Ansteckungsfälle in Deutschland seit Beginn der Corona-Pandemie liegt nun bei 18.287.986.

Binnen 24 Stunden wurden laut RKI 226 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Toten in Deutschland stieg damit auf 126.646.

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 04:41 Weltweit haben sich bereits 463,62 Millionen Menschen infiziert +++
Weltweit haben sich bislang rund 463,62 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Das ergibt eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten. Über 6,44 Millionen Menschen starben mit oder an dem Virus, das erstmals im Dezember 2019 im chinesischen Wuhan nachgewiesen wurde. Die meisten Infektions- und Totenzahlen weisen die USA auf. Bei den Ansteckungen folgen Indien und Brasilien.

+++ 03:46 Moderna beantragt in den USA Notfallzulassung für zweiten Booster +++
Der US-Pharmahersteller Moderna beantragt bei der amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA die Notfallzulassung für eine zweite Corona-Auffrischungsimpfung für Erwachsene. "Dieser Antrag stützt sich zum Teil auf kürzlich veröffentlichte Daten, die in den Vereinigten Staaten und Israel nach dem Auftauchen von Omikron gewonnen wurden", teilt das Unternehmen mit. Anfang der Woche hatten die Hersteller Biontech und Pfizer ebenfalls die Notfallzulassung für einen zusätzlichen Booster, also die insgesamt vierte Dosis, beantragt - allerdings nur für Menschen ab 65 Jahren.

+++ 03:05 Zu viele Infektionen: Basketball-Spiel München gegen Berlin abgesagt +++
Die Basketballer des FC Bayern München müssen ihre coronabedingte Zwangspause verlängern. Wie der Verein mitteilt, ist auch das für Sonntag angesetzte Topspiel in der Bundesliga gegen den Tabellendritten Alba Berlin abgesagt worden. Wegen der zahlreichen Positivtests auf das Coronavirus im Kader sowie im Trainer- und Betreuerstab habe der Spitzenreiter weiterhin nicht ausreichend Stammspieler zur Verfügung, heißt es. Zuvor waren wegen des Corona-Ausbruchs bereits die Bundesliga-Partie bei rathiopharm Ulm sowie die Euroleague-Spiele bei Fenerbahce Istanbul und Olimpia Mailand verlegt worden. Wann die Begegnungen nachgeholt werden, steht noch nicht fest.

+++ 02:10 Pfizer vergibt Lizenz für Corona-Medikament an 95 Staaten +++
In 95 ärmeren Ländern soll demnächst eine günstigere Version des Corona-Medikaments Nirmatrelvir des US-Pharmariesen Pfizer erhältlich sein. Entsprechende Lizenzverträge für die Versorgung von Ländern mit niedrigem oder mittlerem Einkommen seien mit 35 Generika-Herstellern geschlossen worden, teilt der von der UNO unterstützte globale Medizin-Patentpool (MPP) in Genf mit. Pfizer hat im November einen Lizenzvertrag für das Corona-Mittel mit dem MPP geschlossen. Dieser erteilt nun die Unterlizenzen an eine Reihe von Herstellern. Die Herstellung von Generika-Versionen von Nirmatrelvir werde "eine entscheidende Rolle spielen beim Sicherstellen, dass Menschen überall, insbesondere in den ärmsten Teilen der Welt, gerechten Zugang zu oralen Behandlungsmöglichkeiten gegen Covid-19 haben", erklärte Pfizer-Chef Albert Bourla.

+++ 01:22 Irlands Premier Martin hat Corona +++
Der irische Premierminister Micheál Martin sagt wegen eines positiven Coronavirus-Tests seine persönlichen Termine mit US-Präsident Joe Biden in Washington ab. Das bilaterale Treffen soll nun online stattfinden, wie aus dem vom Weißen Haus verschickten aktualisierten Programm Bidens hervorgeht. Martin hat am St. Patrick's Day mehrere Termine mit Biden geplant.

+++ 23:59 Italien hebt Maßnahmen für Stadien auf +++
Die italienischen Fußballvereine und anderen Sportteams können von April wieder die Tribünen ihrer Stadien und Hallen voll machen. Die Regierung von Ministerpräsident Mario Draghi beschließt, die Zugangsbeschränkungen zum Schutz vor Corona aufzuheben. Dies betrifft alle Veranstaltungen sowohl drinnen als auch im Freien. Zuletzt hatten die Vereine in der Serie A die Tribünen in ihren Stadien zu 75 Prozent belegen dürfen. In Italien endet zum 31. März nach mehr als zwei Jahren der Corona-Notstand.

+++ 22:29 Bidens Corona-Koordinator Zients gibt Amt auf +++
US-Präsident Joe Bidens Koordinator für den Kampf gegen die Pandemie, Jeff Zients, gibt sein Amt nach 14 Monaten auf. Biden erklärt, er werde Zients' Rat vermissen und sei dankbar für dessen Einsatz. Zients habe seine "jahrzehntelange Erfahrung im Management" in den Dienst des Weißen Hauses gestellt, um die nötige Infrastruktur für die Impfkampagne, für Tests, Behandlungsmöglichkeiten und die Verteilung von Masken zu schaffen. Ein Grund für den Rückzug wurde bisher nicht genannt. Sein Nachfolger wird Ashish Jha - Dekan der Fakultät für Öffentliche Gesundheit der Brown University im Bundesstaat Rhode Island und früherer Professor an der Elite-Universität Harvard.

+++ 22:06 Inzidenz in vier Bundesländern über 2000er-Marke +++
In vier Bundesländer liegt die Sieben-Tage-Inzidenz aktuell bei über 2000. Den höchsten Wert meldet Mecklenburg-Vorpommern mit 2468,1 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Darauf folgen das Saarland (2199,3), Bayern (2088,6) und Thüringen (2075,3). Alle anderen Bundesländer verzeichnen eine Inzidenz über der 1000er-Marke. Den niedrigsten Wert gibt es mit 1117,2 in Berlin.

+++ 21:40 Fast 60.000 neue Fälle allein in Bayern +++
Vier Bundesländer melden neue Höchstwerte. So sind in Bayern binnen eines Tages 59.864 Neuinfektionen hinzugekommen, in Sachsen 21.751, in Sachsen-Anhalt 9829 und in Thüringen 9107.

+++ 21:11 Bundesländer melden 295.233 Neuinfektionen - neuer Höchstwert +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 18.086.275 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 295.233 neue Fälle hinzu. Das ist der mit Abstand höchste Tageszuwachs in der Datenreihe der Länderfallzahlen seit Pandemiebeginn. Der bisherige Rekordwert war am Vortag mit 270.064 Neuinfektionen erreicht worden. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 255 auf 126.475. Am Donnerstag vergangener Woche waren 240 gemeldet worden. Als aktuell infiziert gelten rund 3.774.300 Personen.

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,99 angegeben (Vortag: 0,98). Laut DIVI-Intensivregister werden in Deutschland derzeit 2284 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 932 davon werden invasiv beatmet.

+++ 20:34 Nachfrage nach PCR-Tests nimmt sprunghaft zu +++
Die Positivenquote bei den PCR-Tests stieg zuletzt auf 53,1 Prozent - damit war mehr als jeder zweite Test positiv. Wie aus dem RKI-Wochenbericht hervorgeht, nahm auch die Nachfrage nach PCR-Tests sprunghaft zu. In der zurückliegenden Woche wurden bundesweit 2,275 Millionen Abstriche ausgewertet. Das RKI forderte Menschen mit einer neuen Atemwegserkrankung dazu auf, "unbedingt bei Symptomen wie z. B. Schnupfen, Halsschmerzen oder Husten (unabhängig vom Impfstatus) zu Hause bleiben, gegebenenfalls die Hausarztpraxis kontaktieren und sich je nach ärztlicher Einschätzung testen lassen".

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+++ 20:12 Schwere Verläufe nehmen bei über 80-Jährigen zu +++
In der Altersgruppe der Jugendlichen und jungen Erwachsenen hat das Infektionsgeschehen zuletzt besonders angezogen. Bei den 15 - bis 34-Jährigen stieg die Inzidenz in der Kalenderwoche 10 auf 2416,68. Doch auch in der am stärksten gefährdeten Altersgruppe der über 80-Jährigen nahm das Fallaufkommen zuletzt zu. Hier stellt das Robert-Koch-Institut (RKI) zudem eine Zunahme an schweren Krankheitsverläufen fest. Diese Altersgruppe habe weiterhin das höchste Risiko für eine schwer verlaufende Erkrankung "und sollte auch durch ein verantwortliches Verhalten der jüngeren Altersgruppen vor Infektionen geschützt werden", schreibt das RKI in seinem Wochenbericht. Es empfiehlt für Risikopatienten und über 70-Jährige die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlene zweite Auffrischimpfung.

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+++ 19:05 RKI: Omikron-Subtyp BA.2 ist jetzt vorherrschend +++
Der Anteil der besonders ansteckenden Omikron-Untervariante BA.2 ist auf 62,3 Prozent gestiegen. Das geht aus dem Wochenbericht des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor, der das Infektionsgeschehen der Kalenderwoche 9 wiedergibt. Damit ist der Subtyp in Deutschland dominant. In der Vorwoche hatte sein Anteil noch bei 48,2 Prozent gelegen und wurde im aktuellen Wochenbericht auf 50 Prozent revidiert.

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+++ 18:38 USA haben rund 500 Millionen Impfdosen gespendet +++
Die US-Regierung hat nach eigenen Angaben inzwischen mehr als 500 Millionen Dosen Corona-Impfstoff an ärmere Länder gespendet. Die Impfstoffe seien an mehr als 110 Staaten übergeben worden, entweder bilateral oder über die globale Impfstoffinitiative Covax, erklärt das Außenministerium. Die US-Regierung will auch weiter Impfstoffe spenden. "Diese Arbeit ist entscheidend, denn die Pandemie ist nicht vorbei", erklärt Außenminister Antony Blinken. "Weltweit sind noch viele Leben gefährdet während Länder mit Omikron ringen und es die Möglichkeit neuer Varianten gibt", erklärt er weiter.

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Quelle: ntv.de, ses/chf/ino/hul/dpa/AFP/rts

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