Feuer nähert sich Wohngebiet1800 Menschen in der Eifel müssen vor Waldbrand fliehen
Wegen eines Waldbrandes in der Gemeinde Hürtgenwald in Nordrhein-Westfalen müssen 1800 Menschen am frühen Morgen ihre Häuser verlassen. Der Ortsteil Gey müsse "sofort evakuiert" werden, teilt die Gemeinde in der Eifel mit.
Wegen eines Waldbrandes in der Gemeinde Hürtgenwald in Nordrhein-Westfalen ist ein Ortsteil evakuiert worden. Alle Bewohner des Gemeindeteils hätten ihre Häuser und Wohnungen verlassen, teilte eine Sprecherin des Kreises Düren mit. In Gey leben rund 1800 Menschen.
Die Warn-App Nina zeigt die höchste Warnstufe "Extreme Gefahr" an. Nach Angaben der Gemeinde bewegt sich das Feuer immer weiter auf den Ortsteil zu. Inzwischen sind die Flammen nur noch etwa 400 Meter von dem Ort entfernt. Bei der Evakuierung ist es bislang zu keinen Zwischenfällen gekommen, sagte eine Polizeisprecherin am frühen Morgen.
In der Nacht waren die Flammen zunächst noch gut 500 Meter von dem Ort entfernt. Dann drehte sich der Wind und das Feuer rückte weiter vor. Um kurz vor 4 Uhr entschied sich die Feuerwehr für die Evakuierung, hieß es weiter. Nach Angaben der Gemeinde ist auch der Ortsteil Großhau durch die Flammen gefährdet. Eine Evakuierungsaufforderung gibt es dort bislang nicht. Die Menschen werden aber aufgefordert, den Bereich zu meiden.
Insgesamt stehen seit Donnerstagnachmittag rund 25 Hektar Wald bei der Gemeinde Hürtgenwald in Flammen. Das entspricht einer Fläche von etwa 35 Fußballfeldern. Die Gemeinde spricht von einer "Großschadenslage". Hürtgenwald liegt im Westen Nordrhein-Westfalens, nahe der Grenze zu Belgien. Insgesamt leben in der Gemeinde in der Eifel knapp 9000 Menschen.
