Panorama

Coronavirus-Liveticker+++ 19:05 Vietnam kämpft mit Delta-Welle - Totenzahl erreicht Höchstwert +++

22.08.2021, 19:05 Uhr

Vietnam hat an diesem Sonntag 737 Tote im Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert - so viele Tote binnen eines Tages hat es in dem Land noch nie seit Beginn der Pandemie gegeben. Diese Zahl teilt das Gesundheitsministerium mit. Zugleich wurden trotz landesweit strikter Maßnahmen 11.214 Neuinfektionen gemeldet. Im vergangenen Jahr galt Vietnam mit 98 Millionen Einwohnern noch als Vorzeigestaat im Kampf gegen die Pandemie. Seit April stiegen die Zahlen aber immer weiter. Nur knapp zwei Prozent der Bevölkerung sind bisher vollständig geimpft. Fast ganz Südostasien kämpft wegen der hochansteckenden Delta-Variante gegen schwere Corona-Wellen.

+++ 18:38 Baerbock schließt Impfpflicht für bestimmte Gruppen nicht aus +++

Für den Fall einer drastischen Verschlimmerung der Corona-Lage in Deutschland schließt Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen nicht aus. "Braucht es eine Impfpflicht für spezielle Berufsgruppen wie Krankenhaus oder Pflegepersonal oder Erzieher?", wird Baerbock nach der Aufzeichnung des ARD-Sommerinterviews gefragt, als sie im Online-Programm Tagesschau24 noch Zuschauerfragen beantwortet. "Eine Impfpflicht ist in unserem Land gesetzlich, rechtlich, juristisch nicht ganz einfach", sagt Baerbock. Es gebe aber Berufszweige etwa bei der Bundeswehr, wo so etwas möglich sei. Es könne dazu kommen, dass man "über die Frage weiterer Impfpflichten in einzelnen Berufsgruppen" sprechen müsse.

+++ 18:09 Restaurants in NRW erfassen Gästenamen nicht mehr +++

Der Restaurantverband Dehoga begrüßt den Wegfall der Gästelisten-Pflicht in Nordrhein-Westfalen. Man habe zwar bereitwillig mitgemacht und die Kontaktdaten der Gäste dokumentiert, obgleich dies ein hoher bürokratischer Aufwand gewesen sei, sagt ein Sprecher des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes NRW. Allerdings seien die erfassten Kontaktdaten nur äußerst selten von den Behörden abgefragt worden. Laut der seit Freitag gültigen Corona-Schutzverordnung müssen die Restaurants, Cafés und Kneipen in NRW nicht mehr festhalten, wer von wann bis wann bei ihnen war. Diese Kontaktdatenerfassung hatte dabei helfen sollen, Infektionsketten besser nachverfolgen zu können und die Pandemie dadurch einzudämmen. Wegen gestiegener Infektionszahlen dürfen die Innengastronomie in NRW inzwischen nur noch Geimpfte, Genesene und Getestete (3G) nutzen - ihre Namen samt Anschrift und Telefonnummer oder Mailadresse werden nicht mehr erfasst.

+++ 17:34 Delta-Welle wütet im Iran - Höchstwert bei Todesfällen +++

Der Iran hat erneut einen Höchstwert bei den Todesfällen gemeldet. Innerhalb von 24 Stunden starben nach Angaben des Gesundheitsministeriums 684 Menschen an Covid-19 - so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie vor anderthalb Jahren. Die Zahl der Neuinfektionen lag bei mehr als 36.400, etwas weniger als vor einer Woche. Der Iran ist das am schlimmsten von der Pandemie betroffenen Land der Region, nach offiziellen Angaben starben bereits mehr als 102.000 Menschen nach einer Infektion. Allerdings räumen selbst die iranischen Gesundheitsbehörden ein, dass die Dunkelziffer vermutlich viel höher liegt. Derzeit kämpft das Land gegen eine neue Corona-Welle, die durch die hochansteckende Delta-Variante befeuert wird.

+++ 17:10 Scholz: Kurzarbeit rettete mehr als zwei Millionen Jobs +++

Bundesfinanzminister und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz verteidigt die Corona-Hilfen für Unternehmen. "Wir haben über zwei Millionen Arbeitsplätze mit der Kurzarbeit erhalten", sagt er im ZDF. Deutschland habe viel mehr Geld gegen die Krise eingesetzt als die europäischen Partner. Fast die Hälfte der europäischen Mittel zum Erhalt von Arbeitsplätzen sei in Deutschland eingesetzt worden.

+++ 16:25 Zahl der Covid-Intensivfälle steigt auf über 700 +++

Die Zahl der Covid-Patienten auf deutschen Intensivstationen nimmt weiter zu und ist zuletzt auf mehr als 700 gestiegen. Laut DIVI-Register gibt es derzeit 712 Covid-Fälle, 335 davon müssen beatmet werden. Rund 4755 Intensivbetten sind in deutschen Kliniken aktuell noch frei.

+++ 15:49 Lauterbach: "NRW verliert die Kontrolle" +++

Für den SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach ist die Entwicklung der Sieben-Tage-Inzidenz in Nordrhein-Westfalen alarmierend. "In Leverkusen liegt die Inzidenz schon bei 190. NRW verliert die Kontrolle", schreibt er auf Twitter. Mit 99,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche hat NRW derzeit die höchste Inzidenz aller Bundesländer. Zahlreiche Regionen weisen dort einen Wert von über 100 auf, nur eine einzige liegt knapp unter der 50er-Schwelle (Kleve: 49,6). "Wenn wir bis zur Bundestagswahl so weitermachen, werden in den nächsten 5 Wochen zu viele Menschen schwer erkranken", schreibt Lauterbach weiter.

+++ 15:01 Polizei löst in Bayern Party mit 500 Gästen auf +++

Bis zu 500 meist junge Menschen haben trotz Pandemie im Landkreis Traunstein in einer Halle ohne Hygienekonzept gefeiert. Auch die Infektionsschutzregeln seien nicht eingehalten worden, teilt die Polizei mit. Die Halle in Altenmarkt in Oberbayern war mit einem Bauzaun abgesperrt. Es gab dort nach Angaben der Polizei eine fest installierte Ton- und Lichttechnik, einen Toilettenwagen, einen Discjockey und eine Bar. Mehrere Beschwerden wegen Ruhestörung gingen in der Nacht zum Sonntag auf der Wache ein. Vor Ort trafen die Beamten noch auf etwa 200 Feiernde. Nach Auskunft der Gäste seien zuvor bis zu 500 Menschen auf der Party gewesen. Der 26 Jahre alte Veranstalter löste die Feier auf, ihn erwartet unter anderem eine Anzeige wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz.

+++ 14:33 Daten über Immunität: Israel testet Kinder ab drei Jahren auf Antikörper +++

Vor dem Beginn des neuen Schuljahres hat Israel rund 1,5 Millionen Kinder im ganzen Land zu Corona-Antikörpertests eingeladen. Am heutigen Sonntag begannen die Tests bei Kindern zwischen drei und zwölf Jahren - einer Altersgruppe, für die eine Corona-Impfung noch nicht empfohlen wird. Die Tests sollen Aufschluss darüber geben, wie viele Kinder durch nicht registrierte Infektionen bereits einen Schutz gegen das Virus aufgebaut haben. Das Testprogramm ist ein gemeinsames Projekt der Ministerien für Gesundheit und Bildung sowie der israelischen Armee. Kinder, die ausreichend Antikörper aufweisen, müssen sich nach dem Kontakt mit einem Corona-Patienten künftig nicht in Quarantäne begeben. Dadurch hofft das Bildungsministerium, den Präsenzunterricht im kommenden Schuljahr aufrecht erhalten zu können.

+++ 13:58 "Würden uns Klage anschließen": Hertha BSC für volle Zuschauer-Öffnung +++

Sport-Geschäftsführer Fredi Bobic vom Fußball-Bundesligisten Hertha BSC glaubt an eine Öffnung der Stadien ohne Zuschauerbeschränkung trotz der Corona-Pandemie. "Wir werden dahinkommen, dass wir alles öffnen. Es ist nicht mehr aufzuhalten", sagt der 49-Jährige in "Bild TV". Vor allem für Geimpfte und Genesene sollte es keine Beschränkungen geben. Bobic glaubt, dass sich die Deutsche Fußball Liga nach der Länderspielpause Anfang September für eine volle Öffnung der Stadien einsetzen werde. Er könne sich aber auch vorstellen, dass einzelne Vereine versuchen werden, eine Öffnung rechtlich durchzusetzen, und nimmt seinen Club dabei nicht aus: "Wir würden uns einer Klage anschließen."

+++ 13:36 Prüfungsstau bei Fahrschulen im Norden +++

Bei vielen Fahrschulen in Schleswig-Holstein und Hamburg herrscht seit Wochen Stau. Obwohl sie mit ihrer Ausbildung fertig sind, müssen Fahrschüler oft lange auf einen Termin für die praktische Fahrprüfung warten. Grund ist die Pandemie: Die Fahrschulen erlebten seit der Lockerung der Corona- Kontaktbeschränkungen einen Ansturm von Fahrschülern, sagt der stellvertretende Vorsitzende des Fahrlehrerverbandes Hamburg, Michael Witt. "Dadurch hat sich eine Bugwelle aufgebaut, die bis ins Jahr 2022 reicht." Und nicht nur bei den Fahrschulen stapeln sich Termine:"Der TÜV hat derzeit bundesweit Terminprobleme", räumt Rainer Camen von der TÜV Nord Group ein. Gründe seien unter anderem die gestiegene Zahl von Führerschein-Interessenten, mehr Wiederholungsprüfungen und eine Verlängerung der Prüfungszeiten.

+++ 13:07 Mehr als 20.000 Besucher bei Potsdamer Schlössernacht +++

Es war die erste Potsdamer Schlössernacht seit Beginn der Corona-Pandemie: Nach Angaben des Veranstalters kamen Freitag und Samstag rund 21.500 Besucher. "Wir sind sehr zufrieden", sagt ein Sprecher mit Blick auf die besonderen Bedingungen. Im vergangenen Jahr war die Schlössernacht wegen der Pandemie ausgefallen. In diesem Jahr konnte nur die halbe Kapazität der Besucherzahl auf das Gelände. Die Gäste mussten einen negativen Corona-Test vorlegen und in Innenräumen - etwa für Lesungen - und bei Hotspots mit vielen Menschen eine Maske tragen. Das habe bestens funktioniert.

+++ 12:29 Heil will Arbeitgeber stärker in die Pflicht nehmen +++

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil kündigt an, dass sich Unternehmen darauf einstellen müssten, im Herbst und Winter ihren Angestellten weiter kostenfreie Corona-Tests anzubieten. "Wir müssen weiter dafür sorgen, dass der Arbeitsplatz nicht zum Ansteckungsort wird", betont Heil in der "Augsburger Allgemeinen". Die Übernahme für die kostenlosen Bürger-Tests durch den Staat soll zum 11. Oktober auslaufen. Für den Fall, dass die Pandemie wieder schwer um sich greift, denkt Heil über eine neuerliche Homeoffice-Pflicht nach. Für ihn sei klar, "dass wir eher wieder verpflichtendes Homeoffice einführen, als Schulen und Kitas zu schließen", sagt er.

+++ 11:50 NRW verzeichnet höchste Inzidenz deutschlandweit +++

Die Corona-Inzidenz ist in Nordrhein-Westfalen auf einen Wert von beinahe 100 gestiegen. Damit liegt das bevölkerungsreichste Bundesland nach den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) deutschlandweit mit seinem hohen Infektionsgeschehen an der Spitze des Negativ-Rankings. Die Zahl der gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner binnen 7 Tagen erreichte 99,2, wie aus den RKI-Zahlen hervorgeht. Vor einer Woche hatte der Wert in dem Land bei 54,4 gelegen. Der Bundesschnitt beträgt am heutigen Sonntag 54,5.

+++ 11:16 Nach Streit: Männer greifen Impfstand-Mitarbeiter an +++

Zwischen einem Mitarbeiter eines mobilen Impfstands und vier Männern ist es in Querfurt in Sachsen-Anhalt zu einer Auseinandersetzung gekommen. Nach Angaben der Polizei in Halle filmten die Männer im Alter zwischen 30 und 50 Jahren zunächst den Impfstand auf dem Burggelände mit einem Smartphone. Dabei sollen sie sich abfällig gegenüber Corona-Impfungen geäußert haben. Einer der Mitarbeiter habe daraufhin das Smartphone an sich genommen und es auf ein Flachdach geworfen, worauf er von den Männern angegriffen und zu Boden gestoßen wurde.

+++ 10:31 Altmaier erwartet Wirtschaft Anfang 2022 wieder auf Vorkrisen-Niveau +++

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier erwartet "auch im nächsten Jahr einen deutlichen Aufschwung". "Anfang 2022 wird unsere Wirtschaft wieder auf Vorkrisen-Niveau sein", sagt er den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Seit Beginn der Pandemie haben wir insgesamt inklusive Kurzarbeitergeld weit über 300 Milliarden Euro bereitgestellt."

+++ 09:58 Bahn bietet in Tarifkonflikt Corona-Prämie an +++

Die Deutsche Bahn bietet im Tarifkonflikt mit der Lokführergewerkschaft GDL zusätzlich eine Corona-Prämie an und will so weitere Streiks abwenden. "Mit einer Corona-Prämie kommen wir einem wichtigen Anliegen der Gewerkschaften entgegen", teilt Personalvorstand Martin Seiler mit. Das Geld soll laut Bahn für 2021 ausgezahlt werden. Einen Betrag nennt Seiler nicht. "Damit kann es keinen Grund mehr geben, die Rückkehr an den Verhandlungstisch zu verweigern", fügt er hinzu. "Jetzt liegt es nur an der GDL." Seit Samstag bestreikt die Gewerkschaft zum zweiten Mal in diesem Monat den Güterverkehr, am Montag soll der Streik wieder auf den Personenverkehr ausgedehnt werden.

+++ 09:25 Neuseeland räumt Scheitern seiner Null-Covid-Strategie ein +++

Nach einem größeren inländischen Corona-Ausbruch räumt Neuseeland ein Scheitern seiner ehrgeizigen Null-Covid-Strategie ein. "Das Ausmaß der Ansteckungen und die Geschwindigkeit, mit der sich das Virus verbreitet hat, hat unser System trotz aller Vorbereitungen unter Druck gesetzt", sagt der mit der Gesundheitspolitik beauftragte Minister Chris Hipkins dem Sender TVNZ. Der jüngste Ausbruch mit der ansteckenderen Delta-Variante des Virus sei schwierig einzudämmen und werfe "große Fragen" hinsichtlich der Corona-Strategie der Regierung auf. Nach dem Auftreten eines im Inland übertragenen Corona-Falls wurden dem Minister zufolge inzwischen 71 Menschen positiv auf das Virus getestet. Die Delta-Variante sei "mit nichts zu vergleichen, womit wir es in dieser Pandemie bislang zu tun hatten", sagt Hipkins. "Es bedeutet, dass alle unsere bisherigen Vorbereitungen weniger sinnvoll erscheinen und wirft einige ziemlich große Fragen zur Zukunft unserer langfristigen Pläne auf." Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 08:47 Fünf spanische Urlaubsregionen sind keine Hochrisikogebiete mehr +++

Seit Mitternacht sind fünf beliebte Urlaubsregionen Spaniens als Hochrisikogebiete von der Liste der Bundesregierung gestrichen. Dazu zählen Katalonien mit der Metropole Barcelona, die Kanaren, Valencia, Kastilien-La Mancha und Asturien. Auf den Kanaren ging die Sieben-Tage-Inzidenz binnen drei Wochen von 250 auf 98 zurück, in Katalonien von 413 auf 122, in Valencia von 259 auf 106. Für nicht geimpfte oder nicht genesene Reiserückkehrer aus diesen Gebieten entfällt damit die Pflicht, sich in Deutschland zunächst zehn Tage in Quarantäne zu begeben.

+++ 08:13 Australische Polizei fahndet mit Foto nach Quarantäne-Verweigerer +++

Weil Anthony Karam nicht in Quarantäne ging, wird er jetzt per Haftbefehl gesucht. Die Polizei veröffentlichte Fotos des Australiers und bat die Bevölkerung Sydneys um Hilfe. Ein Polizeisprecher sagt laut der "Bild"-Zeitung, Karam würde die Gesundheit und Sicherheit der Öffentlichkeit gefährden: "Die Gemeinde ist gewarnt, jeglichen Kontakt mit ihm zu meiden und sich ihm nicht zu nähern." Karam habe mutmaßlich mehrfach gegen die öffentliche Gesundheitsverordnung verstoßen, so der Sprecher weiter. Nach seinem positiven Corona-Test sei er jedoch nicht mehr auffindbar gewesen. Zeugen sollen sich bei der Polizei melden.

+++ 07:35 Lambrecht: Neuer Lockdown wäre kaum zu rechtfertigen +++

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht kann sich nach eigenen Worten "einen neuen Lockdown nicht vorstellen". "Er wäre auch kaum zu rechtfertigen, wenn ein großer Teil der Bevölkerung geimpft ist", sagt Lambrecht der "Welt am Sonntag". Zugleich äußert sie Bedenken gegen Überlegungen, im Herbst Freiheiten nur für Geimpfte und Genesene zuzulassen. "Ich sehe nicht, wie man eine derart schwerwiegende Beschränkung mit dem Infektionsschutz rechtfertigen könnte", fügt sie hinzu. "Jeder Eingriff in Freiheitsrechte muss gut begründet und verhältnismäßig sein." Es sei ein Unterschied, ob etwa ein Gastronom im Rahmen seiner Vertragsfreiheit nur Geimpfte und Genesene bedient oder ob der Staat dieses vorgibt. Lambrecht ergänzt, ein Arbeitgeber dürfe keinen Mitarbeiter entlassen, sollte dieser sich einer Impfung verweigern. "Aber es ist durchaus vorstellbar, dass der Arbeitgeber diesen ungeimpften Beschäftigten andere Aufgaben zuweisen kann."

+++ 06:51 Nur für Geimpfte und Genesene?: Wiesn 2022 soll stattfinden +++

Nach zwei abgesagten Oktoberfesten wird in München nachgedacht, unter welchen Bedingungen die Wiesn im nächsten Jahr stattfinden kann. "Ich bin mir sicher, dass wir eine Wiesn 2022 haben werden", sagt der Wiesnchef und Münchner Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärtner. "Unsere Aufgabe ist es, an den Voraussetzungen zu feilen." Vorstellbar seien bestimmte Zugangsregeln. Er halte es tendenziell für möglich, dass das Volksfest mit Geimpften und Genesenen gefeiert werden könne. Eine Wiesn mit Abständen und Masken könne er sich kaum vorstellen.

+++ 06:10 RKI meldet 7050 neue Fälle - Inzidenz bei 54,5 +++

Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter an. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom heutigen Sonntagmorgen liegt sie aktuell bei 54,5 - am Vortag hatte der Wert 51,6 betragen, vor einer Woche 35,0. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 7050 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.20 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 4728 Ansteckungen gelegen.

+++ 05:46 Australien setzt weiter auf Lockdowns +++

Angesichts rasch steigender Infektionszahlen mit der Delta-Variante und einer niedrigen Impfquote setzt Australien weiterhin auf Lockdowns. Der australische Premierminister Scott Morrison sagte am Sonntag im Fernsehen, das Land müsse eine Impfquote von mindestens 70 Prozent der Bevölkerung erreichen, bevor man ohne Lockdowns auskommen könne. Nur 30 Prozent der Australier über 16 Jahren sind bereits vollständig geimpft. Es gab bisher zu wenig Pfizer/Biontech-Impfstoff und ein verbreitetes Unbehagen gegenüber dem Vakzin von AstraZeneca.

+++ 04:51 Großbritannien bietet Antikörpertests für alle an +++

Großbritannien wird in der kommenden Woche zum ersten Mal Covid-19-Antikörpertests für die breite Öffentlichkeit anbieten, berichten britische Medien. Mit dem neuen Programm der Regierung sollten Daten über den Antikörperschutz von Menschen nach einer Infektion mit verschiedenen Coronavirus-Varianten gewonnen werden.

+++ 04:01 Bürgerrechtler Jesse Jackson mit Covid-19 im Krankenhaus +++

Der amerikanische Bürgerrechtler Jesse Jackson ist wegen einer Covid-19-Erkrankung in ein Krankenhaus in Chicago eingeliefert worden. Seine Frau sei ebenfalls im Krankenhaus, teilt die von Jackson gegründete Organisation Rainbow PUSH Coalition mit. Der 79-Jährige hat sich jahrzehntelang für die Rechte schwarzer Amerikaner und anderer Minderheiten eingesetzt. In den 60ger Jahren war er ein führendes Mitglied der Bürgerrechtsbewegung Martin Luther Kings.

+++ 03:01 Altmaier: Restaurants und Geschäfte können im Winter offenbleiben +++

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier rechnet trotz stark steigender Corona-Infektionszahlen nicht mit einem weiteren generellen Lockdown. "Nach allem, was wir heute wissen, können wir einen neuen Lockdown für Geimpfte und Genesene vermeiden", sagte Altamier den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Das heiße: "Restaurants und Geschäfte können im Winter offenbleiben." Der Minister zeigte zugleich Verständnis für Restaurants, Theater oder Veranstalter, die Ungeimpften den Zutritt verweigerten. Sie hätten sehr schwierige Monate hinter sich. "Ich kann daher gut nachvollziehen, wenn manche jetzt sagen: Wir wollen auch weiterhin so gut es geht verhindern, dass es bei uns zu Ansteckungen kommt - und das Risiko dafür ist bei getesteten Personen eben höher als bei Geimpften und Genesenen."

+++ 02:08 DB bereit zu Gesprächen über Corona-Prämie +++

Die Deutsche Bahn signalisiert Gesprächsbereitschaft über die von der Gewerkschaft GDL geforderte Corona-Prämie. Man wolle einen "materiellen Schritt" auf die Lokführergewerkschaft zugehen, heißt es laut einem Vorabbericht der "Bild am Sonntag" aus Verhandlungskreisen. Damit wolle die Deutsche Bahn einen erneuten Lokführerstreik im Personenverkehr abwenden. Verkehrsminister Andreas Scheuer habe die Verhandlungsführer der Bahn zuvor gebeten, einen Schritt auf die GDL zuzugehen. Die Verhandlungen sollten schnellstmöglich aufgenommen werden.

+++ 00:59 Fünf spanische Regionen keine Hochrisikogebiete mehr +++

Deutsche Spanien-Urlauber können jetzt zum Teil wieder unbeschwerter an ihr Ziel reisen. Fünf der 17 spanischen Regionen stehen aufgrund ihrer stark verbesserten Corona-Lage seit Mitternacht nicht mehr auf der Liste der Hochrisikogebiete der Bundesregierung. Es sind dies Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona und den Stränden der Costa Brava, die Kanaren, Valencia, Kastilien-La Mancha und Asturien. Für zahlreiche Menschen wird damit eine Reise in diese Regionen um einiges attraktiver: diejenigen nämlich, die weder geimpft noch genesen sind. Denn sie müssen nicht mehr die zehntägige Quarantäne in Kauf nehmen, die für sie nach einem Aufenthalt in einem Hochrisikogebiet bei der Rückkehr in die Heimat Pflicht ist. Diese Isolierung kann frühestens nach fünf Tagen durch Vorlage eines negativen Tests vorzeitig beendet werden.

Neuinfektionen in Spanien im 7-Tage-Trend

+++ 23:52 Vor Merkel-Besuch: 1,5 Millionen Impfdosen an Ukraine übergeben +++

Vor einem Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel an diesem Sonntag in der Ukraine hat das Land von Deutschland 1,5 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca erhalten. Die deutsche Botschafterin Anka Feldhusen habe das Vakzin im Wert von rund sechs Millionen Euro am Samstag dem ukrainischen Gesundheitsminister Wiktor Ljaschko übergeben, teilt die Vertretung in Kiew mit. An diesem Sonntag trifft die Kanzlerin in der ukrainischen Hauptstadt Kiew Präsident Wolodymyr Selenskyj. Merkel hatte der Mitteilung der Botschaft zufolge Selenskyj Soforthilfe für die Bekämpfung der Corona-Pandemie zugesagt. Das völlig verarmte Land, das in die EU strebt, ist dringend auf Hilfe aus dem Ausland angewiesen. Seit Beginn der Pandemie habe Deutschland der Ukraine unter anderem Beatmungsgeräte, Masken und medizinische Ausrüstung im Wert von 76 Millionen Euro übergeben, heißt es.

+++ 22:28 Schleswig-Holstein meldet 196 Neuinfektionen +++

Die Landesbehörden von Schleswig-Holstein haben die Corona-Zahlen am späten Samstagabend übermittelt. Demnach kamen in dem Bundesland 196 Infektionen und ein Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus hinzu. Mit den Angaben der übrigen Bundesländer stieg die Zahl der Neuinfektionen damit deutschlandweit um 7838 auf insgesamt 3.863.060 – ein Anstieg um 60 Prozent im Vergleich zur Vorwoche. Die Zahl der Todesfälle stieg um 7 auf 91.967.

+++ 21:50 Deltawelle in Nordrhein-Westfalen ungebremst +++

Beim Blick auf die aktuellen Sieben-Tage-Inzidenzen in den deutschen Landkreisen und Städten fällt auf, dass ein Bundesland besonders heraussticht. Nordrhein-Westfalen hat derzeit offensichtlich die größten Probleme, die rasant steigenden Infektionswerte in den Griff zu bekommen. Zahlreiche Regionen weisen dort eine Inzidenz von über 100 auf, keine einzige liegt unter der 35er-Schwelle.

+++ 21:16 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 7639 neue Fälle gemeldet +++

Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.862.864 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 7639 neue Fälle hinzu. Tatsächlich dürften es mehr sein: Aus Schleswig-Holstein lagen am späten Samstagabend noch keine tagesaktuellen Informationen vor. Im Vergleich zur Vorwoche ist dies dennoch ein Anstieg von 56 Prozent: Am vergangenen Samstag waren 4896 neue Fälle bekannt geworden.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 6 auf 91.966. Vor einer Woche, am 14. August, waren fünf neue Todesfälle übermittelt geworden. Als aktuell infiziert gelten rund 75.900 Personen. Die Zahl ist jedoch vermutlich verzerrt, da Baden-Württemberg heute keine Angaben zur Zahl der Genesenen übermittelt hat.

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,34 angegeben (Vortag: 1,33). Laut DIVI-Register werden in Deutschland derzeit 681 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 313 davon werden beatmet. Rund 4550 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

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