Coronavirus-Liveticker+++ 19:14 Ministerium: Biontech und Astrazeneca liefern mehr als geplant +++
Das Bundesgesundheitsministerium relativiert die von Hamburgs Erstem Bürgermeister Peter Tschentscher angesprochene Reduzierung der Impfstoff-Lieferungen durch Moderna. "Bis zum 22.02. werden #BioNTech und #AstraZeneca den Ländern 1.747.000 Impfdosen mehr als bisher eingeplant liefern", twittert das Ministerium am Abend unter Bezugnahme auf Tschentschers Tweet. Damit würden die von Moderna angekündigten vorübergehenden Engpässe mehr als ausgeglichen, heißt es weiter. Den Angaben zufolge wird Moderna 43.200 Dosen weniger liefern als ursprünglich angekündigt.
+++ 18:33 Impfstoff-Engpässe: London will mit EU zusammenarbeiten +++
Der britische Staatsminister Michael Gove sagt der EU eine Zusammenarbeit bei den Lieferschwierigkeiten von Impfstoffen zu. Priorität habe für London die Impfung der eigenen Bevölkerung, machte der Minister zunächst deutlich und fuhr dann fort: "Wir wollen aber auch mit unseren Freunden und Nachbarn in der Europäischen Union zusammenarbeiten, um ihnen auch zu helfen." Hintergrund ist der Streit zwischen der EU-Kommission und dem britisch-schwedischen Impfstoffhersteller Astrazeneca über dessen Lieferschwierigkeiten. Das Unternehmen hatte Verzögerungen damit begründet, dass es Probleme bei Werken in den Niederlanden und Belgien gebe. Die Produktion für Großbritannien bleibe aber unbeeinträchtigt, weil London sich habe zusichern lassen, dass die Produktion im eigenen Land zuerst nur dem eigenen Impfprogramm zu Gute kommen soll, so Astrazeneca-Geschäftsführer Pascal Soriot. Das sorgt auch deshalb für Empörung, weil die Briten seit Monaten Impfstoff von Pfizer und Biontech aus EU-Herstellung erhalten.
+++ 18:00 Portugal hat noch sieben freie Intensivbetten für Corona-Patienten +++
In Portugal, wo die britische Corona-Variante grassiert, gibt es nach Daten des Gesundheitsministeriums nur noch sieben freie Betten für die Intensivpflege. Von 850 solcher Betten auf dem Festland, die für Covid-19-Patienten bereitstehen, sind 843 belegt. Für die zehn Millionen Einwohner des Landes gibt es zudem 420 Intensivpflege-Betten, die aber für andere Krankheitsfälle reserviert sind. Nach Angaben des Ministeriums wurden binnen 24 Stunden 12.435 Neuinfektionen und 293 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus verzeichnet. Bislang wurden in Portugal mehr als 711.000 Infektions- und 12.179 Todesfälle registriert.
+++ 17:15 Auch Moderna liefert weniger Impfstoff aus +++
Nach Angaben des Ersten Bürgermeisters von Hamburg, Peter Tschentscher, liefert Moderna weniger Impfstoff aus als zugesagt. "Gerade teilt das Bundeskanzleramt mit, dass jetzt auch die zugesagten Lieferungen der Moderna-Impfstoffe reduziert werden", twitterte der SPD-Politiker. "Wie soll man da die Impfungen planen?", fügte er an.
Moderna hatte bereits am Freitagabend mitgeteilt, dass man "kurzfristig angepasste Lieferschätzungen" herausgegeben habe. Dennoch würden alle Lieferverpflichtungen im ersten Quartal eingehalten. Zuvor hatte Italien bekannt gegeben, im Februar zunächst weniger Dosen von Moderna zu bekommen als erwartet. Auch die anderen zugelassenen Impfstoff von Biontech und Astrazeneca kämpfen derzeit mit Lieferengpässen.
+++ 17:04 Tschechien kündigt Kontrollen des Einreisestopps an +++
Deutschland hat seit heute strengere Einreiseregeln, zumindest für Gebiete, in denen die Corona-Mutationen bereits stark verbreitet sind. Tschechien geht noch weiter: Das Land verhängt einen fast völligen Einreisestopp für Ausländer. Feste Kontrollposten an den Grenzübergängen zu den Nachbarstaaten sind indes nicht geplant, wie das Polizeipräsidium in Prag bestätigt. Die Streifenbeamten würden die Einhaltung der neuen Beschränkungen aber stichprobenartig kontrollieren. "Wir werden wissen wollen, was die Gründe für die Fahrt sind", sagt der Sprecher. Nicht erlaubt seien in jedem Fall Einkaufsfahrten. Es gibt einen Ermessensspielraum der Beamten.
Tschechien erlaubt Ausländern seit Samstag die Einreise ausdrücklich nur noch in notwendigen Fällen. Ausnahmen gelten unter anderem für Dienstreisen, unerlässliche Familienbesuche, die Teilnahme an Beerdigungen sowie unaufschiebbare Behördenbesuche, wie aus einem Regierungsbeschluss hervorgeht. Die Ausreise bleibt möglich. Für Reisende aus Risikogebieten, zu denen Tschechien auch Deutschland zählt, gelten bereits seit längerem zahlreiche Einschränkungen.
+++ 16:40 Spahn: Impftermin-Vergabe "muss besser werden" +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn fordert angesichts überlasteter Leitungen Änderungen bei der Impftermin-Vergabe. "Das muss besser werden", sagt der CDU-Politiker bei einer Gesprächsrunde. Dies werde auch Thema sein beim Impfgipfel von Bund und Ländern am Montag. Zum Start der Impftermin-Vergabe in NRW etwa waren Anmelde-Webseiten und Hotlines geradezu überrannt worden. Zahlreiche impfwillige Menschen ab 80 Jahren oder ihre Angehörigen kamen telefonisch nicht durch und hatten auch online zunächst keinen Erfolg. Darauf verwies auch Spahn. Es mache Sinn, wie einige Länder es machten, nicht gleich alle aus einer Altersgruppe einzuladen - sondern die Gruppen, die einen Termin vereinbaren könnten, kleiner zu machen. Spahn sagte, er verstehe "total" den Frust. Es seien aber auch viele gleichzeitig, die nun um einen Termin "ringen".
+++ 16:22 Tiroler Polizei geht gegen Ski-Touristen vor - 96 Anzeigen +++
Nach Berichten über ausländische Skitouristen, die sich regelwidrig auf österreichischen Pisten tummeln, erstattet die Polizei bei einer Razzia in Tirol 96 Anzeigen. 15 Beamte kontrollierten am Freitagabend 133 Personen in 44 Unterkünften in St. Anton am Arlberg und im Stanzertal, wie die Tiroler Polizei berichtet. "Es wurden unter anderem Briten, Dänen, Schweden, Rumänen, Deutsche, Australier, Iren und Polen kontrolliert und angezeigt", teilt die Polizei mit. "Das Strafmaß nach dem Epidemiegesetz bei Übertretungen der Einreise- bzw. Notmaßnahmenverordnung beträgt bis zu 2180 Euro." Der Bürgermeister von St. Anton, Helmut Mall, hatte diese Woche Alarm geschlagen, weil seiner Ansicht nach zu viele Ausländer im Ort waren, die wegen der Corona-Regeln nicht hätten da sein dürfen.
+++ 16:05 Roboter liefern Corona-Tests an Hamburger Haustüren +++
+++ 15:43 Ernährungsexperte empfiehlt Vitamin D gegen Sars-CoV-2 +++
Eine regelmäßige Einnahme von Vitamin D kann nach Meinung des Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) helfen, sich gegen eine Infektion mit dem Coronavirus zu schützen. Aus der Forschung habe man belastbare Hinweise, dass Vitamin D einen schützenden Effekt vor Infektionen vor allem der oberen Atemwege hat, sagt DGE-Präsident Jakob Linseisen dem "Tagesspiegel am Sonntag". "Es gibt Hinweise, dass Vitamin D auch bei einer Covid-19-Infektion schützt."
Zwar fehle der ultimative Beweis noch, "allerdings haben wir ja nicht unendlich viel Zeit, auf Ergebnisse zu warten", gibt Linseisen, der Professor für Epidemiologie ist, zu bedenken. Um Vitamin D zu bilden, ist Sonne nötig. Viele Erwachsene und Kinder leiden daher im Winter an einer Unterversorgung. Sie sollten daher ein entsprechendes Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen, möglichst regelmäßig und in kleinen Dosen. "Da so viele Personen nicht optimal versorgt sind und wir wissen, dass es im Winter nicht vom Körper gebildet werden kann, ist es meist sinnvoll, wenn man es in dieser Zeit als Tablette zu sich nimmt", so Linseisen.
+++ 15:03 Spahn will wegen Astrazeneca Impfverordnung überarbeiten +++
Nach der Empfehlung der Ständigen Impfkommission über eine Altersbeschränkung beim Impfstoff von Astrazeneca kündigt Gesundheitsminister Jens Spahn eine Überarbeitung der Impfverordnung an. Man werde generell an einer Priorisierung festhalten, aber die "Alterskomponente" für den Astrazeneca-Impfstoff aufgreifen, sagt Spahn bei einem digitalen Gesprächspodium zu den Corona-Impfungen. Die Impfverordnung sieht eine Priorisierung vor. Die höchste Priorität haben Menschen, die das 80. Lebensjahr vollendet haben, und etwa das Personal in Pflegeheimen. Am Montag will Kanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder zu einem Impfgipfel zusammenkommen.
+++ 14:47 Schnelltests laut Studie unsicherer als bisher bekannt +++
Die bayerische Landesregierung lässt die Sicherheit von Corona-Schnelltests prüfen. "Im Landkreis Wunsiedel in Franken wurde im Rahmen eines Pilotprojektes eine Vergleichsstudie mit aktuell insgesamt 968 Probanden auf die Erkennung von Sars-CoV-2 durchgeführt", heißt es in der vorläufigen Auswertung, aus der die "Welt am Sonntag" zitiert. Verglichen wurde demnach der Roche-Schnelltest mit dem PCR-Test. Das Ergebnis: Bewerte man die Ergebnisse dieses Pilotprojekts in gleichem Maße, wie dies in der Studie des Herstellers erfolgte, so ergebe sich für den Antigen-Schnelltest eine Sensitivität von 70,21 und eine Spezifität von 99,77 Prozent. "Dies bedeutet, dass 29,79 Prozent aller Sars-Cov-2 positiven Individuen nicht vom Antigen-Schnelltest als positiv klassifiziert und damit fälschlich als negativ erachtet werden."
+++ 14:35 Lufthansa schränkt Flugpläne vorerst nicht ein +++
Die Lufthansa plant aktuell keine Einschränkung ihres Flugverkehrs mit den fünf Ländern, für die seit Samstag wegen der Ausbreitung von ansteckenderen Coronavirus-Varianten Einreisesperren nach Deutschland gelten. Man werde die Lage aber im Blick behalten und die Flugpläne für Portugal, Irland, Großbritannien, Südafrika und Brasilien in den kommenden Tagen gegebenenfalls anpassen, sagt ein Sprecher der Fluggesellschaft. Wegen der Ausnahmen etwa für alle Deutschen und in Deutschland lebenden Ausländer sowie Transitpassagiere sollen die Flüge aber zunächst weiter wie geplant stattfinden.
+++ 14:06 2391 Covid-19-Intensivpatienten müssen invasiv beatmet werden +++
Die Zahl der Covid-19-Intensivpatienten sinkt weiter. Wie aus dem aktuellen DIVI-Register hervorgeht, werden aktuell in deutschen Kliniken 4352 Corona-Intensivfälle behandelt. Das sind 23 weniger als am Vortag. 2391 Betroffene müssen invasiv beatmet werden (19 weniger). Derzeit gelten knapp 4500 Betten als frei. Der Anteil der belegten Intensivbetten beträgt nunmehr 83,3 Prozent (Vortag: 84 Prozent).
+++ 13:48 Iran bescheinigt seinem Impfstoff Wirksamkeit +++
Der Iran bescheinigt dem im eigenen Land hergestellten Impfstoff "Coviran Barekat" eine hohe Wirksamkeit. "Die bis jetzt erfolgten Tests zeigen, dass unser Impfstoff sogar die neuartige und weitaus gefährlichere englische Variante des Virus voll und ganz neutralisiert hat", sagt Minu Mohraz, Mitglied des iranischen Corona-Krisenstabs. "Coviran Barekat" wurde nach iranischen Angaben seit Ende 2020 mehrmals erfolgreich getestet. Der zweite lokale Impfstoff "Pasteur" sei derzeit in der Testphase. Gleichzeitig arbeitet der Iran mit kubanischen Experten an dem Corona-Impfstoff "Soberana 02".
+++ 13:29 Altmaier droht Impfstoffherstellern mit rechtlichen Konsequenzen +++
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier will eine Benachteiligung der Europäischen Union durch Impfstoffhersteller nicht akzeptieren und droht mit rechtlichen Schritten. "Die Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat als Verhandlungsführerin sehr deutlich gemacht, dass alle Firmen ihre Zusagen einhalten müssen", sagt Altmaier der "Welt am Sonntag". "Keinesfalls dürfen sie ein anderes Land gegenüber der EU nachträglich bevorzugen." Er sehe bei der Beschaffung von Impfstoffen für die EU und Deutschland "keine offenkundigen schweren Fehler".
+++ 13:08 Kinderärzte fordern Impfung chronisch kranker Kinder +++
Der Vorsitzende des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte, Thomas Fischbach, fordert, dass auch Kinder und Jugendliche mit chronischen Krankheiten rasch geimpft werden. "Sie sollten also in die gleiche Gruppe kommen wie erwachsene chronisch Kranke", sagt Fischbach dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Er warnt vor der Gefahr eines schweren Covid-19-Verlaufs auch für diese Altersgruppe. Deshalb bräuchten sie so schnell wie möglich den Impfschutz. Impfungen von Minderjährigen sind in der Impfverordnung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bisher gar nicht vorgesehen. Alle derzeit verfügbaren Impfstoffe sind erst für Menschen ab 16 oder 18 Jahren zugelassen. Eine Impfung von Kindern und Jugendlichen ohne Zulassung des Impfstoffs für diese Altersgruppe lehnt auch Fischbach ab. Stattdessen fordert der Verband die Politik auf, "Forschung und Zulassungsstudien für kindgerechte Corona-Impfstoffe zu fördern, sodass diese Vakzine möglichst schnell zur Verfügung stehen".
+++ 12:58 Mehr als 19.000 Neuinfektionen in Russland +++
Russland meldet 19.032 neue Infektionen und 512 weitere Todesfälle binnen 24 Stunden, wie die Behörden mitteilen. Damit summiert sich die Zahl der positiven Tests in dem Land auf 3.832.080, gestorben sind 72.697 Menschen.
+++ 12:40 WHO-Experte: Deutschland braucht Jürgen-Klopp-Effekt +++
Der Covid-19-Beauftragte der Weltgesundheitsorganisation (WHO), David Nabarro, ruft Politiker in Deutschland zu mehr Einheit im Kampf gegen das Coronavirus auf. Vertreter von Bund und Ländern müssten geschlossen dieselbe Botschaft verkünden, sagt Nabarro. Um alle Menschen hinter die Schutzmaßnahmen zu bringen, brauche Deutschland einen Jürgen-Klopp-Effekt. "Klopp weiß, wie man Menschen berührt und Massen zusammenbringt", so Nabarro. "Er hätte sicher gute Ideen." Deutschland sei mit rigorosen Schutzmaßnahmen im vergangenen Jahr gut gestartet. "Warum haben sie die Gründlichkeit nicht beibehalten?" Es sei fast so, "als hätten reiche Länder gedacht, sie kämen ohne harte Arbeit durch die Pandemie." Europa könne von Ländern wie Thailand, Kambodscha, Australien und Neuseeland lernen.
+++ 12:13 Intensivmediziner warnt vor überlastetem Personal: "Die Menschen können einfach nicht mehr" +++
DIVI-Prädiumsmitglied Felix Walcher fordert einen harten Lockdown, um die Lage auf den Intensivstationen deutlich zu entspannen. Er fürchte, dass die Menschen angesichts von Impfungen und Lockerungsdiskussionen nachlässiger würden, sagt der Vertreter der Vereinigung der Intensiv- und Notfallmediziner (DIVI) der "Augsburger Allgemeinen". "Wenn das passieren sollte, dann werden wir eine dritte Welle mit Virusmutationen erleben, deren Folgen unabsehbar sind." Eine Entspannung auf den Intensivstationen gebe es nicht. "Die Lage ist nach wie vor sehr angespannt." Er fürchte, dass wegen Überbelastung viel Personal das Handtuch werfen werde. "Das Pflegepersonal ist maximal belastet, die Menschen können einfach nicht mehr."
+++ 11:46 Taiwan meldet ersten Covid-19-Toten seit Mai 2020 +++
Erstmals seit Mai 2020 ist in Taiwan ein Todesfall nach einer Corona-Infektion registriert worden. Damit seien in der Inselrepublik mit knapp 24 Millionen Einwohnern nun acht mit dem Coronavirus infizierte Menschen gestorben, berichtet das taiwanische Epidemiezentrum CECC. Von insgesamt 909 registrierten Infektionen seien 75 im Inland erfolgt. Der jüngste Todesfall betraf die über 80-jährige Schwiegermutter einer Krankenschwester, die in einer Klinik in Nordtaiwan arbeitet, in deren Umfeld seit Anfang Januar 19 Fälle aufgetreten sind. Wegen des Ausbruchs wurden mehr als 4000 Menschen in Quarantäne geschickt. Das Lowy Institute (Sydney) bescheinigt Taiwan den weltweit drittbesten Umgang mit der Corona-Seuche. Am besten gingen der Denkfabrik zufolge Neuseeland und Vietnam mit der Pandemie um.
+++ 11:24 Gesundheitsministerium: Bis 22. Februar fünf Millionen weitere Impfdosen +++
Bis zum 22. Februar werden nach Angaben des Gesundheitsministeriums laut der Hersteller Biontech, Moderna und Astrazeneca mindestens weitere fünf Millionen Impfdosen an die Bundesländer geliefert. Das teilt das Ministerium auf Twitter mit. Gesundheitsminister Jens Spahn spricht auf Twitter von guten Nachrichten nach einem schwierigen Start. Nach Angaben des Ministeriums wurden seit Beginn der Impfkampagne vor fünf Wochen in Deutschland über 3,5 Millionen Impfdosen ausgeliefert und 2,2 Millionen verimpft.
+++ 11:03 Region in Thüringen führt Super-Hotspot-Liste weiter an +++
Mit Blick auf die Sieben-Tage-Inzidenz bleibt der thüringische Landkreis Schmalkalden-Meiningen die am stärksten von der Pandemie betroffene Region Deutschlands. Dem neuesten Datenstand des Robert-Koch-Instituts (RKI) zufolge (30. Januar, 0 Uhr) weist die Region einen Wert von 326,6 (Vortag: 341,0) neu registrierten Fällen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche auf. Dahinter folgen den aktuellen RKI-Angaben zufolge der Landkreis Anhalt-Bitterfeld in Sachsen-Anhalt (306,0) und der thüringische Landkreis Hildburghausen (302,2). Lichtblicke gibt es weiterhin in Ostfriesland: Die niedersächsischen Landkreise Emden (12,0) und Aurich (14,8) weisen die bundesweit niedrigsten Sieben-Tage-Inzidenzwerte auf.
+++ 10:41 Merkel über Kinder-Betreuung im Lockdown: "gewaltiger Kraftakt" +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel bezeichnet die Corona-Krise angesichts des Lockdowns als "gewaltigen Kraftakt" für Familien und wirbt um Geduld. "Noch sind wir nicht so weit, Kitas und Schulen wieder öffnen zu können", sagt sie in ihrem Video-Podcast. Aber: "Je konsequenter wir uns jetzt verhalten, auf Kontakte verzichten und da, wo sie unumgänglich sind, Abstand halten, Hygieneregeln beachten und Masken tragen, desto schneller wird das wieder möglich sein." Der Lockdown ist derzeit bis Mitte Februar befristet. "Wir setzen alles daran, Kitas und Schulen als erstes wieder öffnen zu können, um den Kindern ein Stück ihres gewohnten Alltags wiederzugeben und um Familien zu entlasten", so Merkel. Es sei ein gewaltiger Kraftakt für Eltern, Kita- und Grundschulkinder zu Hause zu betreuen und zu unterrichten. "In der Bundesregierung sind wir uns sehr bewusst, wie hart der Alltag für viele Eltern und Kinder zurzeit ist. Das unterschätzt niemand von uns."
+++ 10:19 Pandemie-Lage: Todeszahlen sind trotz positivem Trend noch zu hoch +++
Wie hat sich das Infektionsgeschehen entwickelt? Mit einem Rückblick auf die Woche ordnet das ntv-Moderationsteam Daniel Schüler und Nina Lammers mit dem Epidemiologen Timo Ulrichs die Corona-Lage in Deutschland ein.
+++ 09:56 RKI: Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter, 12.300 neue Infektionen +++
Das Robert-Koch-Institut meldet 12.321 Neuansteckungen mit dem Coronavirus und weitere 794 Todesfälle. Damit steigt die Zahl der bestätigten Infektionen insgesamt auf 2.205.171, gestorben sind im Zusammenhang mit Covid-19 insgesamt 56.546 Menschen in Deutschland. Am vergangenen Samstag waren noch 16.417 Neuansteckungen gemeldet worden.
Die Sieben-Tage-Inzidenz fiel auf knapp 91 nach 94 am Vortag. Vor einer Woche hatte sie noch bei 113 gelegen. Bei den aktuellen Angaben ist allerdings zu beachten, dass dem RKI aus Rheinland-Pfalz am Freitag keine Daten übermittelt wurden. Die jeweiligen Werte dürften also insgesamt etwas höher liegen.
Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.
Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.
+++ 09:32 Geimpfter US-Abgeordneter positiv getestet +++
Ein US-Abgeordneter aus dem Bundesstaat Massachusetts ist positiv auf den Erreger Sars-CoV-2 getestet worden. Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, hat Stephen Lynch bereits die zweite Dosis des Impfstoffs von Biontech/Pfizer erhalten. Der Demokrat nahm am 20. Januar an der Amtseinführung von Präsident Joe Biden teil. Vor der Veranstaltung soll sein Corona-Test negativ ausgefallen sein. Als einer seiner Mitarbeiter vor wenigen Tagen positiv getestet wurde, unterzog sich Lynch einem erneuten Test, der positiv ausfiel. Der 65-Jährige soll momentan keine Symptome haben und befinde sich in Quarantäne.
+++ 09:11 Ifo-Chef: EU sollte Prämie für früher gelieferte Impfstoffe zahlen +++
Ifo-Präsident Clemens Fuest schlägt eine Prämie der Europäischen Union für Pharmaunternehmen vor, die früher Impfstoffe liefern. Die zusätzlichen Kosten könnten sich auf einige Milliarden Euro belaufen, schreibt er in einem gemeinsam mit Daniel Gros vom Brüsseler CEPS-Institut verfassten Papier. "Die Prämien rechnen sich dennoch, denn sie wären immer noch sehr viel günstiger als ein längerer Lockdown wichtiger Teile der EU", erläutert Fuest. Die Prämie sollte zu Beginn ein Vielfaches des bislang vereinbarten Preises betragen und im Laufe der Zeit sinken. Auf diese Weise hätten die Unternehmen einen starken Anreiz, die Produktion hochzufahren.
+++ 08:54 USA registrieren 3600 weitere Virus-Tote +++
In den USA haben die Behörden binnen eines Tages mindestens 3600 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus verzeichnet. Das geht aus den Zählungen der "New York Times" (NYT) hervor, auf die sich ntv.de täglich seit Beginn der Pandemie bezieht. Die Gesamtzahl der US-Todesopfer beträgt demnach nun 436.780. Am 12. Januar war der bisherige Tageshöchstwert von 4406 Sterbefällen registriert worden. Die Zahl der binnen 24 Stunden nachgewiesenen Ansteckungsfälle in den Vereinigten Staaten stieg laut NYT um mindestens 165.489 neue Infektionen auf insgesamt mehr als 25,9 Millionen.
+++ 08:33 Kassenärzte-Chef Gassen: Schulen wieder öffnen +++
Andreas Gassen, der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, fordert Lockerungen beim Lockdown. "Schulen sollten so schnell wie vertretbar wieder geöffnet werden. Wir vernichten sonst Bildungschancen der Kinder", sagt Gassen der "Rheinischen Post". "Schon jetzt berichten Kinderärzte und Jugendtherapeuten über eine massive Zunahme von Kindern, die verhaltensauffällig sind. Kein Wunder, wenn sie über Wochen keine anderen Kinder zum Spielen und keine strukturierten Tage mehr haben." Er mahnt: "Bis heute haben wir keine echte Klarheit, wo die Menschen sich anstecken. In Schulen kommen zwar viele Menschen zusammen, doch als Infektionstreiber sind sie nicht wirklich aufgefallen." Ähnliches gelte für den Handel: "Geschäfte und Restaurants mit guten Hygienekonzepten wird man bald öffnen können", sagt Gassen. "Unverändert gilt, was wir schon im letzten Jahr gefordert hatten: Wichtig bleiben bis zur Durchimpfung Abstandsregeln und medizinische Masken sowie der Schutz von Risikogruppen statt pauschale Schließungen."
+++ 08:18 Mexikos Präsident hat nach Infektion "kritische Phase" überstanden +++
Mexikos Präsident Andrés Manuel López Obrador hat nach seiner Corona-Infektion nach eigener Aussage das Schlimmste überstanden. "Ich habe immer noch Covid, aber die Ärzte sagen, dass die kritische Phase vorbeigeht", sagt López Obrador in einer Videobotschaft aus dem Regierungssitz in Mexiko-Stadt. "Es geht mir gut, ich muss mich aber immer noch ausruhen." Er habe sich zu der Videobotschaft entschlossen, um "Gerüchten" zuvorzukommen. López Obrador war am vergangenen Sonntag positiv auf das Coronavirus getestet worden, leidet nach offiziellen Angaben aber nur unter milden Symptomen. Der 67-Jährige hatte in der Vergangenheit Herzprobleme und Bluthochdruck, was ein Risikofaktor bei einer Corona-Erkrankung ist.
+++ 07:54 Dreyer beklagt fehlende Klarheit bei Impflieferungen +++
Vor dem Impfgipfel von Bund und Ländern an diesem Montag fordert die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer den Bund auf, verlässliche Lieferangaben für Corona-Impfstoffe zu machen. "Die Menschen brauchen Klarheit, wann sie geimpft werden können, und die Länder brauchen Planungssicherheit durch verlässliche Lieferangaben des Bundes, um Impftermine anbieten zu können", sagt Dreyer der Zeitung "Rheinische Post". "Beides ist aktuell nicht gegeben. Bund und Länder müssen hier zusammenarbeiten." Die Länder seien bereit, mögliche neue Produktionsstätten mit schnellen Genehmigungsverfahren zu unterstützen, betont der Sozialdemokratin. Mit Blick auf das geplante Treffen fügt sie hinzu: "Deswegen sollten am Montag auch die Verbände der Arzneimittelhersteller, forschende Unternehmen wie Biontech, Curevac und Zulieferer wie Schott dabei sein. Wir brauchen verlässliche Lieferpläne und eine Erhöhung der Impfstoffproduktion."
+++ 07:35 Dutzende Klagen gegen Einschränkungen im Norden +++
Gegen die Corona-Regeln gehen an Schleswig-Holsteins Verwaltungsgerichten weiter Klagen ein. Am Verwaltungsgericht gab es seit Beginn der Pandemie mit Stand 25. Januar 170 Eilverfahren mit Corona-Bezug, wie eine Gerichtssprecherin sagt. 2020 lehnte das Gericht 103 von 165 Anträgen ab. Zwölf Anträge waren im vergangenen Jahr erfolgreich. Im Mai entschied das Verwaltungsgericht, dass einem Tattoo-Studio das Tätowieren außerhalb des Gesichtsbereichs nicht untersagt werden darf. Die anderen Verfahren erledigten sich anderweitig, wurden zuständigkeitshalber verwiesen oder 2020 nicht mehr abgeschlossen.
+++ 07:04 US-Seuchenbehörde ordnet Masken in öffentlichen Verkehrsmitteln an +++
Die US-Seuchenbehörde CDC ordnet das Tragen von Masken in Verkehrsmitteln, die zwischen den Bundesstaaten fahren oder fliegen, und an Verkehrsknotenpunkten an. Dies umfasse ab Montag Flugzeuge, Züge, Nahverkehr, Taxis, Züge, Mitfahrdienste und U-Bahnen, teilt die CDC mit. Werde keine Maske getragen, verstoße das gegen Bundesgesetze. Privatautos und Lastwagen mit einem Fahrer seien von der Regelung ausgenommen.
Karte+, Flächen: Coronavirus in den USA, Fallzahlen laut NYTimes, mit CDC, CSSE, JHU, CNN und npr.org, wird fortlaufend aktualisiert
+++ 06:29 CDU-Politiker warnt vor Einreisen mit gefälschten Corona-Tests +++
Der CDU-Innenpolitiker Patrick Sensburg warnt vor Einreisen nach Deutschland mit gefälschten Corona-Tests. "In Ländern wie Russland, Ukraine, Türkei oder Ägypten gibt es inzwischen einen großen Markt für gefälschte Tests", sagt er den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die Fälschungen kosteten rund ein Viertel eines echten Tests. "Wenn Personen mit gefälschten Corona-Tests einreisen, besteht ein hohes Risiko, dass Krankheitserreger und auch die Mutation des Coronavirus eingeschleppt werden."
+++ 06:01 Habeck fordert Impfstoff-Allianz mit den USA +++
Grünen-Chef Robert Habeck fordert die Bundesregierung auf, gemeinsam mit dem neuen US-Präsidenten Joe Biden eine Allianz für höhere Impfstoffproduktionen zu schmieden. "Mit der Regierung des neuen US-Präsidenten Joe Biden ist der Moment für eine vertiefte transatlantische Kooperation gekommen", sagt Habeck der "Rheinischen Post". Europa und die USA sollten jetzt gemeinsam eine Initiative starten und auf G20-Ebene die Kapazitäten der Pharmaindustrie weltweit zusammenbringen, so der Grünen-Chef. "Pfizer ist ein US-amerikanisches Unternehmen. Joe Biden ist ein Transatlantiker, jemand, der in globalen Zusammenhängen denkt. Mit der Biden-Administration kann eine Erhöhung der Impfstoffproduktion gelingen."
+++ 05:41 Seehofer erwartet höchstens stufenweise Lockerungen nach Lockdown +++
Bundesinnenminister Horst Seehofer hält mögliche Lockerungen des Lockdowns Mitte Februar höchstens in sehr begrenztem Maß für möglich. "Im Moment kann niemand seriös beurteilen, wie es Mitte Februar weitergeht", sagt der CSU-Politiker der "Augsburger Allgemeinen". "Aber eines kann man nach allen Erfahrungen bei der Infektionsbekämpfung sagen: Man wird auch nach einem Lockdown nicht sofort und vollständig zu normalen Verhältnissen zurückkehren können", betont er. "Das wird nur stufenweise möglich sein. Andernfalls droht ein Rückfall in die dritte Welle."
+++ 05:08 Entwicklungsminister Müller: Auch Ärmere brauchen schnell Impfstoff +++
Bundesentwicklungsminister Gerd Müller rät den Deutschen, in der Impfdebatte die globalen Folgen der Corona-Pandemie nicht außer Acht zu lassen. "Diese Diskussion halte ich für überzogen", sagt der CSU-Politiker der "Neuen Osnabrücker Zeitung" mit Blick auf die Debatte über Impfstoffmangel in Deutschland. "Natürlich müssen wir alles daransetzen, bei uns so schnell wie möglich zu impfen. Wir müssen aber gleichzeitig in den Ausbau der weltweiten Produktionskapazitäten investieren", sagt Müller. Länder wie Südafrika hätten beispielsweise gute Voraussetzungen, um Impfstoffe für Afrika herzustellen. Es fehlten aber 25 Milliarden Euro, um wenigstens 20 Prozent der Bevölkerung in den Entwicklungsländern zu impfen.
+++ 04:15 Moderna bittet US-Behörde um Erhöhung der Vakzindosen +++
Der US-Pharmakonzern Moderna bittet einem Medienbericht zufolge die Arzneimittelbehörde FDA darum, zusätzlich bis zu fünf Vakzindosen in einer Ampulle abfüllen zu dürfen. Damit wolle das Unternehmen einen Engpass bei der Herstellung abfedern, berichtet "CNBC" unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertrauten Person. Damit könnte Moderna 15 Impfstoffdosen in einer Ampulle liefern. Bislang hat das Unternehmen eine Erlaubnis für zehn Dosen.
+++ 03:00 Stiko-Vorsitzender verteidigt Altersvorgabe für Astrazeneca-Impfstoff +++
Nach der europäischen Zulassung des Impfstoffes von Astrazeneca verteidigt der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko) die von seinem Gremium empfohlene Altersvorgabe. Die Daten von Astrazeneca seien nicht ausreichend, um die Wirksamkeit der Impfung in der Altersgruppe ab 65 Jahre beurteilen zu können, sagt Thomas Mertens am Freitagabend bei einer Videoschalte des Science Media Center. Man brauche weitere Informationen dazu, wie gut der Impfstoff auch ältere Menschen vor Covid-19 schütze.
+++ 01:55 EU nimmt Nordirland von Exportkontrollen für Corona-Impfstoffe aus +++
Nach scharfer Kritik aus Großbritannien will die EU Nordirland von ihren Exportkontrollen für Corona-Impfstoffe ausnehmen. Das Nordirland-Protokoll werde "unberührt" bleiben, teilt die EU-Kommission am Freitagabend mit. Die Schutzklausel, die Kontrollen an der Grenze zwischen dem EU-Mitglied Irland und Nordirland erlaubt hätte, sei anders als zunächst geplant nicht aktiviert worden.
+++ 01:03 Brinkhaus fordert Verlängerung des Lockdowns +++
Unionfraktionschef Ralph Brinkhaus spricht sich für eine Verlängerung des Lockdowns über den 14. Februar hinaus aus. "Besser jetzt noch ein wenig länger etwas härtere Maßnahmen als ein Raus-Rein-Raus-Rein, was letztlich alle zermürbt", sagt er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Deutschland müsse wegen der Varianten des Virus bei Lockerungen sehr vorsichtig sein. "Das, was wir zum Beispiel in Großbritannien und Irland gesehen haben, ist sehr besorgniserregend."
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