Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 20:53 Südafrika pocht auf Freigabe von Impfstoff-Patenten +++

Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa pocht auf eine Freigabe der Patente für Corona-Impfstoffe. "Wir halten es für leichtfertig, dass Vakzine nur in einigen Ländern produziert werden", sagt er nach einem Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel. Deutschland lehnt die Freigabe ab und will lieber Firmen wie BioNTech Produktionsstätten in Afrika aufbauen lassen.

+++ 20:12 Virusausbruch in "Tropical Islands" - Tausende Besucher informiert +++
Das Erlebnisbad "Tropical Islands" bei Berlin meldet fünf Infektionen in der letzten Woche. Nun müssen Tausende Menschen aufgeklärt werden. Rund 16.500 Besucher, die vom 18. bis 22. August im Freizeitpark waren, wurden per Mail vom Gesundheitsamt über die Infektionsfälle informiert. Bei Symptomen werde dringend empfohlen, einen Arzt aufzusuchen, heißt es. Die Infektionen sind auf eine Familie aus Westdeutschland zurückzuführen.

+++ 19:41 NRW-Städtetag fordert: Freizeitbereich nur noch für Geimpfte und Genesene +++
Der nordrhein-westfälische Städtetag fordert von der Landesregierung eine Verschärfung der Corona-Regeln. So solle der Freizeitbereich nur noch für Geimpfte und Genesene zugänglich sein ("2G") - statt wie bisher auch für Getestete ("3G"). Pit Clausen (SPD), Vorsitzender des Städtetages und Oberbürgermeister von Bielefeld, sagt der dpa: "Wir brauchen zum Beispiel in Clubs, Diskotheken, Fitnessstudios und für weitere Freizeit-Veranstaltungen eine 2G-Regelung." Clausen betont: "Wir sehen in unseren Städten, dass Infektionen wieder zunehmen und die Gefahr droht, dass sie teilweise außer Kontrolle geraten." Nach einer Sitzung hätten sich die Mitgliedsstädte des Verbands daher für strengere Vorgaben ausgesprochen: "Für Menschen ab 12 Jahren sollte im Freizeitbereich 2G gelten, ein Test allein darf für den Zutritt nicht mehr ausreichend sein", so Clausen: "Wir sind überzeugt, dass nur dann ein gesellschaftliches Zusammensein weitgehend gesichert möglich ist."

+++ 19:00 Spahn gegen bundeseinheitlichen Corona-Messwert +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn verteidigt Pläne für regionale Entscheidungen, ab welcher Klinikbelegung künftig strengere Corona-Beschränkungen greifen sollen. "Aus meiner Sicht ist das nicht ein Wert, den man sozusagen einheitlich zentral vorgeben kann, weil das regional unterschiedlich ist", sagt der CDU-Politiker dem SWR-Hauptstadtstudio. In Städten wie Berlin oder München und Ballungsräumen gebe es natürlich ganz andere Behandlungskapazitäten als in ländlichen Flächenregionen. Nach einem Entwurf des Gesundheitsministeriums soll die Zahl der Corona-Patienten pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen in den regionalen Kliniken zur wichtigsten Messlatte werden - auch als Auslöser für neue Alltagsbeschränkungen. Die Schwellen, ab denen Schutzvorkehrungen greifen, sollen jeweils die Länder festlegen. Dies soll die Ausrichtung an der Inzidenz - also der Zahl der Neuansteckungen - ersetzen. Bisher gibt es bundesweit einheitliche Auslöse-Schwellen für Alltagsbeschränkungen etwa ab 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen.

+++ 18:34 Italien beschließt strengere Maßnahmen für Sizilien +++
Nach einem rapiden Anstieg der Corona-Zahlen gelten in der italienischen Region Sizilien ab dem kommenden Montag strengere Schutzmaßnahmen. Die Mittelmeerinsel im Süden des Landes wird als erste Region wieder als sogenannte gelbe Zone eingestuft, wie Gesundheitsminister Roberto Speranza mitteilt. Damit werden in der Urlaubsregion wieder strengere Maßnahmen etwa in der Gastronomie eingeführt, wo dann nur noch vier Personen aus verschiedenen Haushalten gemeinsam am Tisch sitzen dürfen. "Das zeigt, dass das Virus noch nicht besiegt ist und dass es weiter Priorität hat, in die Impfkampagne und in vorsichtiges Verhalten von uns allen zu investieren", sagte Speranza.

+++ 18:00 Jeder zweite Jugendliche in USA mindestens einmal geimpft +++
Rund die Hälfte der 12- bis 17-jährigen Amerikaner haben mindestens eine Impfung gegen Covid-19 erhalten. Das gibt der Koordinator des Präsidialamtes für den Kampf gegen die Corona-Pandemie, Jeff Zients, bekannt. Bei dieser Altersgruppe gebe es auch die höchsten Zuwächse bei den Impfraten. Darüber hinaus erhalte die Impfkampagne dadurch Schwung, dass US-Firmen ihre Mitarbeiter zum Immunisierung aufforderten.

+++ 17:29 Merkel: Produktion von Impfstoff in Afrika ankurbeln +++
Kanzlerin Angela Merkel fordert mehr Engagement für eine eigenständige Produktion von Corona-Impfstoffen in Afrika. Man müsse alles tun, "um die Versorgung Afrikas mit Impfstoffen zu ermöglichen und um auch eine möglichst schnelle Produktion von Medizingütern und Impfstoffen auf dem afrikanischen Kontinent möglich zu machen", sagt Merkel zum Auftakt einer Konferenz mit Staats- und Regierungschefs afrikanischer Länder im Kanzleramt. Bei dem Treffen der Initiative "G20 Compact with Africa", der zwölf afrikanische Länder angehören, sollte es auch um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie gehen.

+++ 17:03 Dänemark ändert Einreiseregeln für Deutsche +++
Dänemark ändert seine Einreiseregeln für Deutsche. Wer nicht geimpft oder genesen ist, muss sich nach der Einreise künftig auf Corona testen lassen. Das teilt das Außenministerium mit. Grund ist, dass Deutschland auf der Infektionskarte der Europäischen Gesundheitsagentur nun nicht mehr als grünes, sondern als gelbes Land eingestuft wird. Die Grenzregion Schleswig-Holstein sei aber nicht von der Regelung betroffen, so das Ministerium. Das bedeutet, dass die Grenzbewohner weiterhin ohne Test über die dänische Grenze fahren können. Die Regelung gilt ab Samstag.

+++ 16:47 Scholz ruft zur Impfung auf: "Wir waren gerne eure Versuchskaninchen" +++
SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz ruft alle Ungeimpften auf, sich noch impfen zu lassen. "Wir waren gerne eure Versuchskaninchen." Die Impfungen seien sicher. Es dürfe jetzt keinen neuen Lockdown mehr geben.

+++ 16:27 Tui rechnet mit anziehender Spanien-Nachfrage +++
Tui rechnet nach der Streichung Spaniens von der Liste der Hochrisikogebiete mit einer verstärkten Reisenachfrage von Familien. "Das gibt jetzt vor allem noch mal einen Push für die Familien, die ihre Kinder nicht mehr in Quarantäne geben müssen", sagt Tui-Sprecher Aage Dünhaupt. Auch für die Herbstferien gebe es damit jetzt mehr Planungssicherheit, etwa für beliebte Reiseziele wie Mallorca. Mitten in der Ferienzeit hatte die Bundesregierung Ende Juli Spanien zunächst als Hochrisikogebiet eingestuft.

+++ 15:49 RKI: Hospitalisierungsrate leicht gestiegen +++
Das Robert-Koch-Institut meldet deutschlandweit 415 Hospitalisierungen mit Covid-19. Im Vergleich zum Vortag ist die Hospitalisierungsrate auf 1,56 (Vortag: 1,47; Vorwoche: 1,24) angestiegen. Das geht aus dem aktuellen Lagebericht hervor. Die Rate gibt Auskunft über die Zahl der Krankenhauseinweisungen aufgrund einer Infektion pro 100.000 Einwohner innerhalb von einer Woche an. Auf dem Höhepunkt der Pandemie lag der Wert bei 10 und höher. Der Anteil der Corona-Patienten auf Intensivstationen liegt derzeit bei 3,7 Prozent.

+++ 15:38 Jugend blickt besorgt in die Zukunft +++
Die Pandemie hat einer Umfrage in Rheinland-Pfalz zufolge den Blick junger Menschen in die eigene Zukunft getrübt: Mehr als die Hälfte (53,7 Prozent) der Befragten zwischen 14 und 27 Jahren gab an, mit Sorgen in ihre Zukunft zu blicken, sagt Jugendministerin Katharina Binz in Mainz. Weitere rund zwölf Prozent sagten sogar, die Zukunftsaussichten seien "düster". Bei jungen Menschen aus Familien mit finanziell schwierigen Situationen seien diese Sorgen, vor allem den angestrebten Abschluss zu erreichen oder den Ausbildungsplatz zu verlieren, noch größer. An der Online-Befragung "Jugend in Zeiten von Corona" im Auftrag des Ministeriums hatten von Mitte März bis Mitte April - also im Lockdown - rund 5500 junge Menschen mit Wohnsitz in Rheinland-Pfalz mitgemacht.

+++ 15:10 Studie: Blutgerinnsel-Risiko nach Impfung viel geringer als bei Infektion +++
Das Risiko, nach einer Corona-Impfung seltene Blutgerinnsel zu entwickeln, ist einer neuen Studie zufolge deutlich geringer als bei einer Ansteckung mit dem Coronavirus. Laut der in der Fachzeitschrift "British Medical Journal" (BMJ) veröffentlichten Studie von Forschern der Universität von Oxford ist etwa die Gefahr, eine Venenthrombose zu entwickeln, nach einer Covid-Erkrankung fast 200 Mal höher als nach einer Impfung mit dem Vakzin von Astrazeneca. Für ihre Studie verglichen die Forscher die medizinischen Daten von 29 Millionen Menschen in England, die zwischen Dezember 2020 und April 2021 ihre erste Dosis mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer oder dem von der Oxford-Universität mitentwickelten Astrazeneca-Vakzin erhalten hatten, mit denen von fast zwei Millionen Menschen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Sie stellten zwar ein geringfügig erhöhtes Risiko für einige Gerinnungsstörungen fest, die kurz nach der ersten Impfdosis zu einem Krankenhausaufenthalt oder zum Tod führen könnten. Nach einer Corona-Ansteckung seien die Risiken aber "wesentlich höher und länger anhaltend".

+++ 14:53 Berliner Schulen verzichten künftig auf Kontaktverfolgung +++
In Berlin gibt es in der Pandemie einen Strategiewechsel an Kitas und Schulen: Die Gesundheitsämter wollen künftig nur noch Kinder und Jugendliche mit einem positiven PCR-Test in eine 14-tägige Quarantäne schicken. Kontaktpersonen außerhalb der engsten Familie würden nicht mehr ermittelt, heißt es in einer Stellungnahme der Amtsärzte. "Das ist eine Erleichterung für die Schulen, eine Arbeitserleichterung, definitiv", sagt Bildungssenatorin Sandra Scheeres. Es sei schon aufwendig gewesen, beim Bekanntwerden von Coronafällen die Kontakte in der Schule nachzuvollziehen, beispielsweise anhand von Sitzplänen. Die Schulen hätten das sehr sorgfältig gemacht. Dieser Aufwand falle durch die neue Regelung weg. Es sei aber auch eine Erleichterung für die Eltern, wenn künftig nur ein Kind in Quarantäne gehe und nicht eine ganze Klasse oder eine Teilklasse.

+++ 14:29 Hospitalisierungs-Inzidenz: NRW will bundesweite Kennzahl +++
Bei der Suche nach einer neuen Kennzahl für die Pandemie verweist die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen weiter auf den Bund. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann habe bereits mehrfach gesagt, dass er eine bundesweite Kennzahl für sinnvoll erachte, sagt ein Ministeriumssprecher in Düsseldorf. Die regionale Klinikbelegung mit Corona-Patienten, die sogenannte Hospitalisierungs-Inzidenz, soll nach Plänen des Bundesgesundheitsministeriums künftig der wesentliche Maßstab sein, um Gegenmaßnahmen wie Alltagsbeschränkungen auszulösen. Ein Vorschlag sieht vor, als Kennzahl die Zahl der zur Behandlung in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen zu verwenden. Der Schwellenwert, ab dem Gegenmaßnahmen greifen, soll unter Berücksichtigung der regionalen stationären Versorgungskapazitäten festgesetzt werden mit dem Ziel, eine drohende Überlastung der Kliniken zu vermeiden.7

+++ 14:07 Situation in Frankreich entspannt sich +++
Die Infektionslage in Frankreich schwächt sich ab. Gleichzeitig kommt die Impfkampagne voran, wie die Gesundheitsbehörden in Paris mitteilen. 71,1 Prozent der Bevölkerung sind mindestens einmal geimpft, 62,7 Prozent haben bereits einen vollständigen Impfschutz. Auch beim Personal in Krankenhäusern und Pflegeheimen, dem eine Impfpflicht bevorsteht, stieg die Impfquote erneut an. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank im landesweiten Durchschnitt im Vergleich zur Vorwoche um 12 Prozent auf 216. Rückläufig war sie auch in den von Deutschland zum Hochrisikogebiet erklärten Regionen Okzitanien (318), Provence-Alpes-Côte d'Azur (531) sowie auf der Insel Korsika (343).

+++ 14:04 Gerichte können Testpflicht für Verhandlungen verhängen +++
Gerichte können Verfahrensbeteiligte, Zeugen und Zuschauer von Prozessen auch dann zu Corona-Schnelltests verpflichten, wenn sie vollständig geimpft sind. Beschwerden gegen entsprechende Regelungen in einem Verfahren am Landgericht Hannover verwarf das Oberlandesgericht Celle mit Beschluss vom 2. August als unbegründet, wie am heutigen Freitag bekannt wurde. Gerichte haben demnach diejenigen Maßnahmen zu treffen, die den ungestörten und gesetzmäßigen Ablauf einer Verhandlung gewährleisten. Dazu gehörten auch Maßnahmen zur Verhinderung einer Ansteckung mit dem Coronavirus.

+++ 13:45 Delta treibt Infektionszahlen in den USA in die Höhe: 187.000 neue Fälle +++
Die Fallzahlen in den USA steigen unaufhörlich an. Die Behörden registrierten in dem Land nach Angaben der "New York Times" zuletzt 187.439 neue Fälle binnen 24 Stunden. Damit stieg die Zahl der bislang registrierten Infektionen auf rund 38,55 Millionen. Die Zahl der Toten liegt bei gut 634.700. Mehr als 2200 Todesopfer waren zuletzt an einem Tag gemeldet worden. Nach Angaben der Zeitung ist vor allem die Ausbreitung der hoch ansteckenden Delta-Variante ein Treiber der Pandemie. Demnach ist besonders der Süden des Landes, insbesondere der Bundesstaat Florida, stark betroffen. Die Impfquote verharrt in der Vereinigten Staaten nach einem fulminanten Start der Kampagne auf einem relativ niedrigen Niveau. Lediglich 52 Prozent der gesamten Bevölkerung haben bislang einen vollständigen Impfschutz.

+++ 13:27 Dänemark hebt Beschränkungen zum 10. September auf - "Pandemie unter Kontrolle" +++
Dänemark definiert Covid-19 künftig nicht mehr als eine Pandemie, die in einem hohen Grad die Gesundheit der Bevölkerung bedroht. Gesundheitsminister Magnus Heunicke erklärt, die Pandemie sei unter Kontrolle. "Wir haben rekordhohe Impfraten. Daher können wir zum 10. September einige der Sonderregeln, die wir im Kampf gegen Covid-19 einführen mussten, fallen lassen." Für die Dänen bedeutet das, dass sie keinen Corona-Pass mehr vorzeigen müssen, wenn sie Restaurants, Nachtclubs oder größere Veranstaltungen besuchen. Ein Mund-Nasen-Schutz muss schon länger nicht mehr getragen werden. In Dänemark sind 80 Prozent der Bevölkerung im Alter über zwölf Jahre vollgeimpft.

+++ 13:06 Testpflicht für Ungeimpfte in Fernzügen wird geprüft - Merz: Das ist "lebensfremd" +++
Die Bundesregierung prüft eine Testpflicht für Ungeimpfte in Fernzügen und auf Inlandsflügen. Wie dies kontrolliert werden könne, sei Teil des Prüfauftrags, sagt Regierungssprecher Steffen Seibert. Dies sei vor dem Hintergrund stark steigender Infektionszahlen zu sehen. Ein Sprecher des Verkehrsministeriums ergänzt, wie lange die Prüfung dauern werde, sei noch offen. Der CDU-Wirtschaftspolitiker Friedrich Merz spricht sich gegen die Einführung einer solchen 3G-Regel (geimpft, getestet oder genesen) in Zügen aus. "Ich halte das für lebensfremd", sagt Merz "Bild Live". Es sei nicht praktikabel, "morgens Millionen Pendler an den großen Bahnhöfen" zu fragen, ob sie genesen oder geimpft seien. "Ich stelle mir die Frage, auf welcher Rechtsgrundlage das denn gefordert wird."

+++ 12:47 Ganz Spanien ab Sonntag kein Hochrisikogebiet mehr +++
Wegen sinkender Infektionszahlen streicht die Bundesregierung am Sonntag ganz Spanien und damit auch die beliebte Ferieninsel Mallorca von der Liste der Hochrisikogebiete. Das teilt das Robert-Koch-Institut (RKI) mit. Damit entfallen alle Quarantänevorschriften für aus Spanien zurückkehrende Urlauber.

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+++ 12:30 Umfrage: Corona nicht mehr wichtigstes Problem in Deutschland +++
Erstmals seit dem Frühjahr 2020 ist die Coronavirus-Pandemie laut ZDF-Politbarometer nur noch das zweitwichtigste Problem in Deutschland. 40 Prozent halten das Thema Umwelt- und Klimaschutz für besonders drängend, 34 Prozent dann Corona. Die aktuellen Corona-Maßnahmen empfinden 58 Prozent der Befragten für gerade richtig, jeweils 19 Prozent halten sie für übertrieben beziehungsweise zu lasch. 63 Prozent glauben vor dem Hintergrund einer steigenden Impfquote, dass es in der vierten Welle nicht zu so großen Belastungen in den Krankenhäusern kommen wird wie bei früheren Wellen.

+++ 12:21 Bald Einreise ohne Quarantäne nach Singapur möglich +++
Flugreisende aus Deutschland können bald wieder nach Singapur einreisen, ohne sich dort automatisch in eine Quarantäne begeben zu müssen. Voraussetzungen sind eine vollständige Impfung sowie die Nutzung bestimmter Direktflugverbindungen, die Lufthansa und Singapore Airlines ab dem 16. September gemeinsam anbieten. Außerdem sind PCR-Tests vor dem Start und nach der Landung in dem asiatischen Stadtstaat vorgeschrieben, wie die Lufthansa in Frankfurt am Main mitteilt. Deutschland sei das erste Land, mit dem Singapur ein Abkommen über einen derartigen Reisekorridor für Geimpfte geschlossen habe.

+++ 12:08 Pandemie-Lage: Zahl der Covid-19-Intensivpatienten steigt wieder +++
Wie hat sich die Zahl der täglichen Neuinfektionen entwickelt? Wie ist die Lage auf den Intensivstationen? Mit aktuellen Fakten zum Infektionsgeschehen ordnen das ntv-Moderatorenteam Daniel Schüler und Doro Steitz zusammen mit dem Epidemiologen Prof. Timo Ulrichs Corona-Lage in Deutschland und der Welt ein.

+++ 11:49 Montgomery hofft auf Impfung für Kinder ab fünf Jahren +++
"Das wäre ein großer Schritt vorwärts": Frank Ulrich Montgomery hofft darauf, dass bald auch bei Kindern ab fünf Jahren ein Impfstoff gegen Covid-19 eingesetzt werden kann. Das sagt der Vorstandsvorsitzende des Weltärztebundes im Gespräch mit dem SWR. "Ich weiß, dass es Studien gibt und hoffe, dass die bald zu Ergebnissen kommen, dass man auch Kinder ab dem Alter von fünf Jahren impfen kann." Weil die Betroffenen noch 70 bis 80 Jahre Lebenserwartung vor sich hätten, müsse man in diesem Kontext jedoch sehr vorsichtig vorgehen. "Das ist bei einer Betrachtung von Langzeitfolgen bei einer solchen Impfung besonders schwierig", so Montgomery.

+++ 11:23 Bremen schafft als erstes Bundesland Impfquote von 70 Prozent +++
In Bremen haben 70 Prozent der Bevölkerung einen vollständigen Impfschutz. Damit ist das Bundesland unangefochtener Spitzenreiter im deutschlandweiten Ranking, wie aus den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts hervorgeht. Die niedrigste Quote weist nach wie vor Sachsen auf. In dem Freistaat sind lediglich 51,2 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft. Das liegt deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt. Insgesamt sind 49,85 Millionen Bürgerinnen und Bürger in Deutschland komplett gegen Covid-19 geimpft. Das entspricht einer Quote von 59,9 Prozent.

+++ 11:16 Zahl der Wohngeldanträge steigt in Hessen stark an +++
Die Zahl der Anträge auf Wohngeld ist in der Corona-Krise in Hessen deutlich gestiegen. Rund 95.200 Anträge wurden im vergangenen Jahr insgesamt im Land registriert, wie das Wirtschaftsministerium auf eine Kleine Anfrage der Linke-Fraktion in Wiesbaden mitteilt. Das entspricht einem Zuwachs von etwa 22.800 Anträgen im Vergleich zum Vorjahr. Die Summe des ausgezahlten Wohngeldes habe sich von rund 70,1 Millionen Euro im Jahr 2019 auf etwa 110,5 Millionen Euro erhöht. Mit dem Wohngeld könnten die infolge der Pandemie durch Kurzarbeitergeld oder Verlust einer Nebentätigkeit entstandenen Einkommenseinbußen abgefedert werden, erklärt das Ministerium.

+++ 10:59 Mexikanische Forscher entwickeln Maske, die Sars-CoV-2 neutralisiert +++
Forscher der Nationalen Autonomen Universität von Mexiko (UNAM) haben eine Gesichtsmaske aus Silber- und Kupfernanoschichten entwickelt, die den Erreger Sars-CoV-2 neutralisieren soll. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf die Universität. Bei der Entwicklung der Maske verwendeten die Forscher demnach Tropfen, die das Virus enthielten, und brachten diese auf den in Polypropylen eingebetteten Silber-Kupfer-Film auf. Nach Angaben der UNAM verschwand das Virus bei einer hohen Virenkonzentration in etwa acht Stunden zu mehr als 80 Prozent. Bei einer niedrigen Viruslast wurde innerhalb von zwei Stunden keine Virus-RNA mehr nachgewiesen, heißt es. "Bei Kontakt mit der Silber-Kupfer-Nanolage bricht die Sars-CoV-2-Membran und die RNA wird geschädigt", zitiert Reuters aus der Uni-Veröffentlichung. Die Gesichtsmaske sei wiederverwendbar und könne bis zu zehnmal gewaschen werden. Die UNAM nennt die dreilagige antimikrobielle Maske SakCu: "Sak" bedeutet in der Sprache der Maya Silber und "Cu" ist das chemische Symbol für Kupfer.

+++ 10:41 Bilic: "10- bis 14-Jährige haben höchste Inzidenz" +++
Die Inzidenzen in Deutschland steigen wieder - diesmal besonders betroffen sind Kinder. Da es für Kinder unter 12 Jahren noch keinen Impfstoff gibt, ist eine Infektion deutlich wahrscheinlicher, erklärt ntv-Reporterin Tamara Bilic.

+++ 10:29 Homeoffice wird dritten Monat in Folge weniger genutzt +++
Der Anteil der Beschäftigten im Homeoffice ist einer Umfrage zufolge im August den dritten Monat in Folge gesunken. 23,8 Prozent arbeiteten zumindest teilweise von zu Hause aus, wie das Ifo-Institut zu seiner Umfrage mitteilt. Im Juli waren es noch 25,5 Prozent, im Juni 28,4 Prozent und im Mai 31,0 Prozent. "Die Impfzahlen steigen, immer mehr Angestellte gehen wieder ins Büro", erklärt Ifo-Experte Oliver Falck den Trend. Im August fiel der Rückgang allerdings weniger stark aus als in den Vormonaten. "Das deutet darauf hin, dass sich die Quote auf einem Niveau höher als vor Corona stabilisieren dürfte", so Falck.

+++ 10:08 Datenauswertung in Bayern: Inzidenz unter Ungeimpften zwölfmal höher als bei Geimpften +++
Die Schutzwirkung einer Impfung vor einer schweren Covid-19-Erkrankung ist unstrittig. Aktuelle Zahlen aus Bayern unterstreichen dies nun - und sie geben einen Hinweis, wie stark geimpfte Personen im Gegensatz zu Ungeimpften auch vor einer Ansteckung gefeit sind. Demnach ist das Fallaufkommen unter Ungeimpften zwölfmal höher als das unter den immunisierten Menschen. Die Sieben-Tage-Inzidenz beträgt unter Geimpften in Bayern (Stand 25. August) 9,18. Bei den Ungeimpften liegt sie dagegen bei 110,55. Im gesamten Freistaat gelten rund 58 Prozent der Bevölkerung als komplett geimpft. Die nun veröffentlichten Inzidenz-Zahlen sind allerdings mit Vorsicht zu genießen: Geimpfte werden seltener getestet, da die Testpflicht in vielen Alltagssituationen für sie entfällt. Außerdem erkranken sie seltener symptomatisch an Covid-19. Dadurch könnte es sein, dass eine Ansteckung womöglich gar nicht erst registriert wird und die Inzidenz entsprechend unterschätzt wird.

+++ 09:42 Fenstersperren für Luftfilter-Förderung? Land kritisiert Hannover +++
In der Debatte um Luftfilter für Schulklassen erregt Hannover den Unwillen des niedersächsischen Kultusministeriums. Das Ministerium kritisiert das Vorgehen der Stadt, Fenstersperren in Klassenräumen wieder zu installieren, um so die Belüftungsmöglichkeiten zu verringern und die Förderung für Luftfilter zu erhalten. "Künstlich die Luftzufuhr zu verknappen, um eine Förderfähigkeit für mobile Luftreiniger zu erreichen, widerspräche dem Geiste der Richtlinie und würde den Schutz der Schülerinnen und Schüler schmälern", sagt ein Ministeriumssprecher der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung". Der Sprecher mahnt, mit dem Einbau sogenannter Drehkippsperren würden die betreffenden Räume nicht zu Klassenräumen mit eingeschränkter Lüftungsmöglichkeit, weil sich die Fenster mit einem Schlüssel öffnen ließen. Fraglich sei, ob eine Förderung für solche Räume überhaupt möglich wäre: "Wir möchten nicht fördern, dass schlechter gelüftet werden kann. Das ist nicht im Sinne des Gesundheits- und Infektionsschutzes."

+++ 09:17 Deutliches West-Ost-Gefälle: NRW bleibt Spitzenreiter mit Inzidenz jenseits der 100 +++
Im Vergleich zu dem restlichen Bundesgebiet weisen die östlichen Bundesländer derzeit die niedrigsten Inzidenzen auf. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts hervor. Das niedrigste Fallaufkommen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche gibt es in Sachsen-Anhalt (Inzidenz: 14,7). Demgegenüber beträgt die Sieben-Tage-Inzidenz in dem bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen derzeit 125,9. Und auch im Südwesten liegen alle Länder über der früheren Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner.

+++ 08:55 Neuseeland verlängert Lockdown +++
Neuseeland verlängert wegen Dutzender neuer Corona-Fälle den landesweiten Lockdown um weitere vier Tage. Gleichzeitig kündigt die Regierung ab kommendem Mittwoch Lockerungen der strikten Regeln in weiten Landesteilen an. Am heutigen Freitag verzeichneten die Behörden in dem Pazifikstaat 70 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden, größtenteils in der Metropole Auckland auf der Nordinsel. Jedoch waren zuletzt auch in der Hauptstadt Wellington Fälle gemeldet worden. Derzeit sind in Neuseeland Schulen und nicht lebensnotwendige Geschäfte geschlossen. Bürger dürfen das Haus nur noch unter bestimmten Bedingungen verlassen. Während Mitte kommender Woche einige Beschränkungen für Regionen südlich von Auckland aufgehoben werden könnten, sollen sie in der Stadt selbst voraussichtlich noch einige Zeit bestehen bleiben, wie Ministerpräsidentin Jacinda Ardern sagt.

+++ 08:31 NRW-Familienminister kritisiert Lehrerverband scharf: "Das ist etwas vermessen" +++
Der Familienminister von Nordrhein-Westfalen, Joachim Stamp, widerspricht dem Präsidenten des Deutschen Lehrerverbandes Heinz-Peter Meidinger deutlich. Letzterer hatte zur Vorsicht gemahnt und gesagt, er wolle eine Durchseuchung von Schülerinnen und Schülern verhindern und Bildungseinrichtungen dementsprechend notfalls schließen. Stamp sagt nun im Gespräch mit ntv, er wolle Kita- und Schulschließungen um jeden Preis verhindern. Die Folgen der Maßnahmen könnten schlimmer sein als eine potenzielle Ansteckung mit Sars-CoV-2, "alleine durch Fettleibigkeit, Depressionen, Kontaktstörungen". Dabei richte er sich maßgeblich nach dem Urteil von Kinderärztinnen und Kinderärzten, sagt der FDP-Politiker. Deren Meinung schätze er als belastbarer ein und "nicht was Herr Meidinger, ein Funktionär eines Lehrerverbandes gerne möchte." Und weiter: "Ich glaube das ist etwas vermessen, wenn er seine persönlichen Ansichten, über die der Kinderärztinnen und Kinderärzte stellt."

+++ 08:11 Lambrecht sieht keine Hürden für bundesweites 2G-Modell +++
Bundesjustizministerin Christine Lambrecht sieht keine bundesweiten Hürden für das in Hamburg eingeführte sogenannte 2G-Modell, wonach Gastwirten ermöglicht wird, nur Geimpften und Genesenen Eintritt zu gewähren, dafür aber auch alle Plätze belegen dürfen. "Ich halte das für überhaupt nicht problematisch", sagt die SPD-Politikerin im ZDF mit Blick auf Kritik, damit würden die Rechte von Getesteten eingeschränkt. Schließlich würden auch die Grundrechte von Gastwirten eingeschränkt, wenn sie ihr Lokal nicht vollständig belegen dürften.

+++ 07:42 Wuppertal führt Hotspot-Liste an: Inzidenz bei Kindern über 550 +++
Nordrhein-Westfalen ist momentan das am stärksten von der vierten Welle betroffene Bundesland. Zahlreiche Regionen im Westen führen die Liste der Hotspots in Deutschland derzeit an. An der Spitze liegt nach aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) Wuppertal. Die kreisfreie Stadt kommt auf eine Sieben-Tage-Inzidenz von 238,3. Dahinter folgen Leverkusen (Inzidenz: 224,5) und das bayerische Rosenheim (201,3).

Vor allem in den jüngeren Altersgruppen ist in den betreffenden Gebieten eine hohe Virusausbreitung festzustellen. In der vergangenen Woche gingen die Sommerferien in Nordrhein-Westfalen zu Ende. Im Stadtkreis Wuppertal liegt die Inzidenz bei den 0- bis 14-Jährigen laut RKI inzwischen bei 604,3. In Leverkusen bei 468,2.

+++ 07:21 Oberstes US-Gericht lässt Zwangsräumungen trotz Pandemie wieder zu +++
Der Oberste Gerichtshof der USA blockiert ein Moratorium, das säumige Mieter während der Pandemie vor Zwangsräumungen schützen sollte. Für einen landesweiten Aufschub dieser Art hätte es der Zustimmung des Kongresses bedurft, teilen die Richter mit. Experten zufolge könnten nun Hunderttausenden Mietern in den USA Räumungsklagen drohen. Das vorläufige Moratorium war Anfang August von der US-Gesundheitsbehörde CDC verfügt worden, nachdem eine bisherige Regelung ausgelaufen war. Vermieter und Immobiliengruppen gingen rechtlich dagegen vor. Der Räumungsschutz für Mieter bis zu einer bestimmten Einkommensgrenze sollte bis Oktober für alle Landesteile gelten, in denen die Infektionszahlen rasch ansteigen. Die Zunahme der Infektionen wegen der besonders ansteckenden Delta-Variante mache dies nötig, hatte die Gesundheitsbehörde argumentiert.

+++ 07:03 Ärztekammerpräsident fordert Fußballspiele ohne Zuschauer +++
Der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, Hans-Albert Gehle, fordert angesichts der steigenden Fallzahlen, Freizeitangebote nur noch Geimpften und Genesenen zu ermöglichen. Auch sollten Fußballspiele wieder ohne Zuschauer stattfinden, sagt Gehle der "WAZ". "Vor allem das Crowding, also enges Menschengedränge, muss verhindert werden." Das sehe man leider allzu oft wieder in Fußballstadien oder bei Konzerten. "Da muss es ein Signal von der Politik geben." Gehle meint, es ginge auch ohne Zwang, wenn sich alle an die Corona-Regeln halten würden. Doch Appelle an die Vernunft der Menschen allein seien wohl nicht ausreichend. Auf keinen Fall dürften am Ende wieder die Schulen schließen, fordert der Ärztekammerpräsident.

+++ 06:40 Konzertveranstalter wünschen sich Hamburger 2G-Modell bundesweit +++
Der Präsident des Bundesverbandes der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft, Jens Michow, fordert für seine Branche bundesweit einheitliche Regeln. "Wir hoffen, dass das Hamburger 2G-Modell eine Blaupause für alle anderen Bundesländer ist", sagt Michow. Solange es Kapazitätsbeschränkungen und Abstandsregeln gebe, machten Veranstaltungen wirtschaftlich keinen Sinn. Sein Verband begrüße daher die 2G-Option, die von Samstag an in Hamburg möglich ist. Dann können Veranstalter entscheiden, ob sie nur noch Geimpfte und Genesene einlassen, die dann weitgehend von den Corona-Einschränkungen befreit sind, oder ob sie weiter das 3G-Modell nutzen wollen. Dieses bezieht Getestete und damit Ungeimpfte ein, unterliegt aber den bisherigen Corona-Einschränkungen. "Konzerttourneen werden allerdings erst dann wieder möglich sein, wenn es in Deutschland keinen Flickenteppich unterschiedlichster Regelungen gibt, sondern die Länder sich endlich auf ein einheitliches Öffnungsszenario einigen", betont Michow. Da PCR-Tests weitaus zuverlässigere Ergebnisse als Schnelltests lieferten, müsse es auch möglich sein, PCR-Getesteten den Zutritt zu Veranstaltungen ohne Kapazitätsbeschränkungen zu erlauben.

+++ 06:17 Kiss-Frontmann Stanley doppelt geimpft und trotzdem infiziert +++
Die Hardrock-Band Kiss sagt wegen eines positiven Corona-Tests bei Frontmann Paul Stanley ein Konzert in den USA kurzfristig ab. Alle Bandmitglieder und die Crew seien vollständig geimpft gewesen und hätten Hygieneregeln befolgt, teilt die Band auf Twitter mit. Die Rocker hätten im Rahmen ihrer "End Of The Road"-Tour im US-Staat Pennsylvania auftreten sollen. Der 69-jährige Sänger schrieb auf Twitter, er habe grippeähnliche Beschwerden gehabt, aber mehrere Tests seien zunächst negativ gewesen. Erst am Donnerstagnachmittag sei ein Test positiv ausgefallen.

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+++ 05:39 Studie: Jeder zweite Corona-Krankenhauspatient nach einem Jahr mit Langzeitfolgen +++
Auch ein Jahr nach ihrer Erkrankung leiden einer Studie zufolge rund die Hälfte der wegen einer Corona-Infektion ins Krankenhaus eingelieferten Patienten noch an Langzeitfolgen. Die Autoren der chinesischen Studie, die in der Fachzeitschrift "The Lancet" erschien, forderten daher eine bessere Berücksichtigung der Langzeitfolgen der Krankheit. Einer von drei Patienten sei auch nach einem Jahr noch kurzatmig. Für die Studie wurden Daten sechs und zwölf Monate nach dem Ende der Behandlung gesammelt. Demnach lag der Anteil der Patienten mit mindestens einem verbleibenden Symptom oder einer Folgeerkrankung nach einem halben Jahr bei 68 Prozent, nach einem Jahr bei 49 Prozent.

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+++ 04:52 Japan - Metallpulver in Moderna-Impfstoff entdeckt +++
Eine nach Japan gelieferte Charge des Moderna-Impfstoffs ist offenbar verunreinigt. Wie NHK, ein japanischer öffentlich-rechtlicher TV-Sender, berichtet, sei ein Metallpulver in den Vakzinen gefunden worden und beruft sich dabei auf Quellen aus dem Gesundheitsministerium. Japan hatte am Donnerstag die Verwendung von 1,63 Millionen Dosen des Moderna-Impfstoffs ausgesetzt.

+++ 04:13 RKI meldet 12.029 Neuinfektionen - Inzidenz klettert auf 70,3 +++
Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter an. Nach den jüngsten Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) liegt sie aktuell bei 70,3 - am Vortag hatte der Wert 66,0 betragen, vor einer Woche 48,8. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 12.029 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 9280 Ansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 14 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 13 Todesfälle gewesen.

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Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 03:06 Ermittlungen gegen Argentiniens Präsidenten wegen Corona-Party +++
Wegen einer trotz strenger Corona-Ausgangsbeschränkungen ausgerichteten Party leitet die Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen den argentinischen Staatschef Alberto Fernández ein. Zuletzt war ein Foto von der Geburtstagsfeier der Präsidentengattin Fabiola Yañez vom Juni vergangenen Jahres aufgetaucht, auf dem rund ein Dutzend Gäste, Fernández und die First Lady in der Präsidentenresidenz Quinta de Olivos zu sehen sind. Zu dieser Zeit galt in Argentinien eine strenge Ausgangssperre zur Eindämmung des Coronavirus. Feiern in geschlossenen Räumen waren per Dekret untersagt.

+++ 01:35 Betriebe sollen Impfung während Arbeitszeit ermöglichen müssen +++
Bislang sind mehr als 18.000 Menschen in Deutschland trotz vollständigem Impfschutz an Covid-19 erkrankt. Das geht aus dem jüngsten Lagebericht des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor. Seit dem 1. Februar seien 18.333 sogenannte Impfdurchbrüche - also symptomatische Coronainfektionen mindestens zwei Wochen nach vollständiger Impfung - registriert worden. Die Effektivität der Im­pfung bewertet das RKI dennoch als hoch: Sie liege bei Erwachsenen bei rund 87 Prozent.

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Quelle: ntv.de, mba/fzö/kst/dpa/AFP/rts

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