Panorama

Akku von Elektrofahrrad leer 20-Jähriger erfriert in Baden-Württemberg

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Der Deutsche Wetterdienst hatte für die Nacht zum Samstag im Südwesten Tiefstwerte von bis zu minus sieben Grad vorhergesagt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Eine Spritztour mit dem Elektrofahrrad endet für einen 20-Jährigen tödlich: Weil der Akku seines Pedelecs aufgebraucht ist, will der junge Mann sein Ziel zu Fuß erreichen. Doch wegen des eisigen Wetters in der Nacht kommt er dort nie an.

Anwohner haben im Kreis Schwäbisch Hall einen toten 20-Jährigen gefunden, der wahrscheinlich erfroren ist. Das ergaben erste Ermittlungen. Wie Staatsanwaltschaft und Polizei mitteilten, hatte sich der junge Mann am Freitagabend in Kirchberg an der Jagst aufgehalten und war dann mit einem Elektrofahrrad vermutlich in Richtung Schwäbisch Hall aufgebrochen. Während der Fahrt sei der Akku leergegangen, daher sei er zu Fuß weitergegangen.

Der 20-Jährige kam den Angaben nach nur wenige Kilometer weit bis an den Ortsrand von Wolpertshausen. Dort sei er wegen der niedrigen Temperaturen mit großer Wahrscheinlichkeit erfroren. Der Deutsche Wetterdienst hatte für die Nacht zum Samstag im Südwesten Tiefstwerte von bis zu minus sieben Grad vorhergesagt.

Die Anwohner hatten den Toten am Samstagmorgen gefunden. Weitere Details waren einem Polizeisprecher zufolge zunächst unklar. Eine Fremdeinwirkung werde bislang aber ausgeschlossen, hieß es.

Quelle: ntv.de, hny/dpa