Coronavirus-Liveticker+++ 21:43 Lage in USA ernst - Zahl der Todesfälle steigt +++
+++ 21:43 Lage in USA ernst - Zahl der Todesfälle steigt +++
Die steigenden Corona-Zahlen bereiten den Behörden in den USA weiter Sorgen. Im Durchschnitt der vergangenen Tage verzeichneten die USA gut 137.000 Neuinfektionen pro Tag, was im Vergleich zur Vorwoche einem Anstieg von fast 12 Prozent entspricht, wie die Chefin der US-Gesundheitsbehörde CDC, Rochelle Walensky, sagt. Die Zahl der Menschen, die mit Covid-19 ins Krankenhaus eingewiesen wurden, sei etwa auf dem Stand der Vorwoche, die Zahl der Todesfälle hingegen um 23 Prozent gestiegen.
Coronavirus: Karte USA, Todesfälle in den Bundesstaaten
+++ 21:08 Sachsen will Impfskeptiker gezielt ansprechen +++
Sachsen will Menschen, die einer Corona-Impfung kritisch gegenüber stehen, gezielt ansprechen. Dafür werden Postsendungen, Anzeigen in Tages- und Wochenzeitungen sowie Social-Media-Filme vorbereitet, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. Die Kampagne basiert auf einer Zielgruppenmodellierung, die das Gesundheitsministerium in Auftrag gegeben hatte. Ziel war es, herauszufinden, wie und wo sich Impfskeptiker am besten erreichen lassen. Die Untersuchung wurde im Erzgebirgskreis durchgeführt, weil die Impfquote dort mit weniger als 40 Prozent besonders gering ist. Basis der Untersuchung waren Daten einer Studie des Midem-Projekts an der Technischen Universität Dresden. Die Forschenden hatten untersucht, bei welchen Bevölkerungsgruppen die Skepsis vor einer Impfung besonders groß ist. Das Ergebnis: Besonders viele Impfskeptiker gibt es unter Menschen mit geringem Einkommen, die als Arbeiterinnen und Arbeiter oder Freiberufler tätig sind, einen Realschulabschluss haben und Sympathien für die AfD hegen.
+++ 20:42 Luca-App warnte 126.000 Menschen vor möglichem Infektionsrisiko +++
Die Macher der umstrittenen Luca-App haben eine positive Zwischenbilanz gezogen. Allein in den vergangenen zehn Wochen zwischen dem 1. Juni und dem 23. August hätten 126.000 Menschen durch die Luca-App von einem möglichen Infektionsrisiko erfahren, erklärt die Culture4Life GmbH. Zuvor habe jeweils eine Gesundheitsbehörde in dem Luca-System den Aufenthalt einer später positiv getesteten Person als Risiko eingestuft. In diesem Zeitraum hätten die Gesundheitsämter 1750 Mal von Betrieben gesammelte Kontaktdaten der betreffenden Besucher angefordert. "Die Betroffenen hatten damit die Gelegenheit, noch vor einer Kontaktaufnahme durch das Gesundheitsamt ihr eigenes Verhalten anzupassen", heißt es. "Das entspricht 126.000 möglichen Infektionsketten, die potenziell unterbrochen wurden."
+++ 20:13 Hälfte der Bundesländer überschreitet 50er-Inzidenz +++
Mittlerweile meldet die Hälfte aller Bundesländer eine Sieben-Tage-Inzidenz von über 50. Neu dazugekommen ist Baden-Württemberg: Die Inzidenz stieg dort um 4,8 auf 52,7. Am Vortag hatte Rheinland-Pfalz die 50er-Schwelle übersprungen. Den höchsten Wert weist weiterhin Nordrhein-Westfalen auf: Mit 108,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche liegt das Bundesland den zweiten Tag in Folge über der 100er-Marke.
+++ 19:50 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 49 Todesfälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.880.801 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 7577 neue Fälle hinzu. Im Wochenvergleich nimmt das Wachstum der Infektionszahlen damit weiter an Fahrt auf: Vergangenen Dienstag wurden 5038 neue Ansteckungen registriert, aktuell sind es 50,4 Prozent mehr.
Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 49 auf 92.028. Dieser Zuwachs ist außergewöhnlich hoch - vor genau einer Woche wurden 26 Tote im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gemeldet. Als aktuell infiziert gelten rund 83.700 Personen.
Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,09 angegeben (Vortag: 1,19). Laut DIVI-Register werden in Deutschland derzeit 805 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 381 davon werden beatmet. Rund 4370 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.
Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.
+++ 19:34 Frankreichs Gesundheitsbehörde empfiehlt Drittimpfung für über 65-Jährige +++
Die französische Gesundheitsbehörde (HAS) hat eine Auffrischungsimpfung für alle Bürger ab 65 Jahren empfohlen. Auch Menschen mit Vorerkrankungen wie Diabetes oder Fettleibigkeit, die bei einer Infektion ein erhöhtes Risiko haben, schwer zu erkranken, sollten "nach einer Analyse der vorliegenden Daten" eine dritte Impfdosis erhalten, erklärt die Behörde.
+++ 19:09 Laschet zu Abkehr von Inzidenz: "Neuer Wert wird Hospitalisierung sein" +++
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident und CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet hat die von der Bundesregierung angekündigte Streichung der 50er-Inzidenz als Richtwert für Corona-Maßnahmen und eine stärkere Berücksichtigung der Krankenhausaufnahmen für die Lagebeurteilung begrüßt. "Und ich bin froh, dass der Bundesgesundheitsminister jetzt diesen Wert, der ja immer noch im Gesetz steht, und dann auch Konsequenzen hätte, dass dieses verändert wird", sagt Laschet nach einer Sitzung des nordrhein-westfälischen Landeskabinetts in Berlin. Die Koalition habe sich darauf verständigt. "Und der neue Wert wird die Hospitalisierung sein." Welcher Wert dann zu welchen Maßnahmen führe, werde die Bundesregierung jetzt vorschlagen.
+++ 18:40 Mehr als 700 Sterbefälle an einem Tag - Todeswelle im Iran ungebremst +++
Im Iran wurden erstmals mehr als 700 Corona-Tote innerhalb eines Tages registriert. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden in den vergangenen 24 Stunden 709 Tote und über 40.000 Neuinfektionen registriert. Somit stieg die Gesamtzahl der Toten in Verbindung mit dem Coronavirus in Iran auf mehr als 103.000. Die Ursache für den drastischen Anstieg ist dem Gesundheitsministerium zufolge die deutlich ansteckendere Delta-Variante des Coronavirus. Auch der sechstägige Lockdown Mitte August konnte die andauernde Todeswelle nicht stoppen. Wegen der Wirtschaftskrise und US-Sanktionen gibt es im Land nicht genügend Vakzine. Daher läuft auch die Impfkampagne nur schleppend voran. Bislang konnten nur sieben Prozent der mehr als 83 Millionen Iraner doppelt geimpft werden.
+++ 18:18 Fluglinie Swiss führt Impfpflicht für Piloten und Flugbegleiter ein +++
Das fliegende Personal der Schweizer Fluglinie muss sich nach Vorstellungen des Managements künftig gegen Corona impfen lassen. "Aufgrund der weltweiten länderspezifischen Einreisebestimmungen, die zunehmend eine Impfpflicht auch für Crews verlangen, wird Swiss International Air Lines ein Impfobligatorium für das fliegende Personal per 15. November 2021 einführen", erklärt die zur Lufthansa gehörende Airline. Entsprechende Klauseln seien in den Gesamtarbeitsverträgen des Cockpit- und Kabinenpersonals vorgesehen.
+++ 17:46 Schweizer Gesundheitsbehörde: Lage ist besorgniserregend +++
In der Schweiz stuft das Bundesamt für Gesundheit (BAG) die Situation als besorgniserregend ein. "Wir müssen die aktuelle Lage als vierte Welle bezeichnen", sagt Patrick Mathys, Leiter des Bereichs Krisenbewältigung und internationale Zusammenarbeit im BAG. Die Zahl der neuen Erkrankungen und Krankenhauseinlieferungen bewege sich auf einem Niveau, wie man es bei der dritten Welle gesehen habe, und die Situation auf den Intensivstationen sei als angespannt einzustufen. Eine Entspannung sei angesichts der stagnierenden Impfzahlen nicht absehbar. "Die große Mehrheit der hospitalisierten Personen ist ungeimpft", erklärt Mathys. Dem BAG zufolge gab es binnen 24 Stunden 2993 neu laborbestätigte Corona-Fälle, seit Beginn der Pandemie sind es 761.978.
+++ 17:15 US-Experte zu Delta: "Fast so, als hätten wir eine neue Pandemie" +++
Unter hochrangigen Gesundheitsbeamten in den USA wächst die Sorge über die Delta-Variante des Coronavirus. "Es ist fast so, als hätten wir eine neue Pandemie", sagt der Direktor der US-Forschungsagentur National Institutes of Health, Francis Collins, der "Washington Post". "Alles, was wir über das Coronavirus zu wissen glaubten, muss überarbeitet werden." In den nächsten Monaten stünden einige Schwierigkeiten bevor. Durch die Ausbreitung der Delta-Variante ist die Zahl der Neuinfektionen in den USA zuletzt wieder stark gestiegen. Besonders angespannt ist die Lage in Staaten mit geringer Impfquote. Nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC ist etwa die Hälfte der gesamten Bevölkerung voll geimpft.
+++ 16:53 FDP fordert mehrere Kriterien für Bewertung der Corona-Lage +++
FDP-Chef Christian Lindner bezeichnet die Abkehr von der Inzidenz als alleinigem Indikator zur Bewertung der Pandemie als überfällig. "Nur die Hospitalisierung jetzt in den Blick zu nehmen, ist ebenfalls aus unserer Sicht fachlich nicht angemessen. Über die Hospitalisierung hinaus müssen wir auch etwa Impfquoten oder die Positiv-Quote von Tests miteinbeziehen, damit wir tatsächlich ein Instrumentarium haben, das idealerweise deutschlandeinheitlich eingesetzt wird, um vor Ort dann jeweils die angemessenen Maßnahmen treffen zu können."
+++ 16:32 EU-Behörde genehmigt weitere Impfstoff-Werke +++
Die EU-Arzneimittelbehörde EMA gibt grünes Licht für weitere Produktionsstätten zur Herstellung von Corona-Impfstoffen. In den Werken können die mRNA-Mittel von Biontech und Pfizer sowie von Moderna hergestellt werden. Die Anlagen dürften unmittelbar in Betrieb gehen, eine weitere Genehmigung der EU-Kommission sei nicht nötig.
+++ 16:13 Söder: Striktere 2G-Regelung abhängig von Lage in Kliniken +++
Eine Abkehr von der geltenden 3G-Regel bei Corona-Auflagen ist nach Ansicht von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder abhängig von der Lage in den Krankenhäusern. "Erst dann, wenn es sehr ernst wird, eine Überlastung des Gesundheitssystems droht, wäre ein Wechsel zu 2G verhältnismäßig", sagt der CSU-Chef dem Fernsehsender münchen.tv. Zunächst gehe es im Sinne der Impfstrategie darum, die Menschen zu motivieren, nicht darum, sie auszuschließen. Seit dieser Woche gilt bundesweit die sogenannte 3G-Regelung, welche ab einer Inzidenz von mehr als 35 in bestimmten Bereichen nur noch Freiheiten für Geimpfte, Getestete und Genesene ermöglicht. Die 2G-Regel würde Getestete von diesen Freiheiten ausschließen.
+++ 15:51 2G-Option in Hamburg: Kein Zutritt für Ungeimpfte in Clubs und Kneipen +++
Gastronomie, Clubs, Kneipen und Kultureinrichtungen in Hamburg können ihre Kapazitäten von Samstag an nahezu wieder vollständig nutzen, sofern Ungeimpfte keinen Zutritt haben. Der rot-grüne Senat beschloss das sogenannte 2G-Optionsmodell, wonach Veranstalter entscheiden können, ob sie künftig nur noch Geimpfte und Genesene einlassen und dann weitgehend von den Corona-Einschränkungen befreit sind, oder ob sie weiterhin das 3G-Modell nutzen wollen. Dieses Modell bezieht Getestete und damit Ungeimpfte mit ein.
+++ 15:27 Grüne wollen gegen Verlängerung der Pandemie-Notlage stimmen +++
Die Grünen wollen am Mittwoch im Bundestag gegen eine Verlängerung der Pandemie-Notlage stimmen. "Die unveränderte Feststellung einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite kommt nicht in Betracht", heißt es in einem Antrag der Fraktion laut Redaktionsnetzwerk Deutschland. Nötig sei vielmehr eine rechtssichere Regelung, die unter anderem die Zahl Geimpfter berücksichtige und die Voraussetzung schaffe für eine "befristete Fortführung bestimmter, auf die aktuelle Covid-19-Situation zugeschnittener Maßnahmen". Vorgeschlagen werde eine Übergangsregelung im Infektionsschutzgesetz, durch die die Bundesländer bis zu sechs Monate nach dem Auslaufen der vom Bundestag erklärten Pandemie-Notlage noch Einschränkungen erlassen dürfen sollen - etwa Abstandsgebote, Hygieneregeln oder eine Maskenpflicht.
+++ 15:04 Israel ermöglicht dritte Impfung auch für über 30-Jährige +++
Israel vergibt nun auch an Menschen ab 30 Jahren eine dritte Impfdosis, um eine Zunahme von Neuinfektionen zu stoppen. Mehrere Expertenteams hätten eine Empfehlung zur Ausweitung der Impfkampagne gegeben, teilt das Gesundheitsministerium mit. Bisher haben demnach knapp 17 Prozent der rund 9,4 Millionen Israelis eine Auffrischungsimpfung erhalten. Knapp 59 Prozent sind zweifach geimpft. In Israel wird fast ausschließlich das Präparat von Biontech/Pfizer gespritzt. Seit Ende Juli verabreicht das Land als erstes weltweit dritte Impfungen gegen das Coronavirus.
+++ 14:43 Spahn macht Hoffnung auf vollere Fußball-Stadien +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat den deutschen Fußball-Clubs Hoffnung auf wieder vollere Stadien gemacht. Man könne die Teilnehmerzahlen für Geimpfte und Genesene anders rechnen als Getestete, sagt der CDU-Politiker dem TV-Sender Bild. "Es können ohne Zweifel deutlich mehr Geimpfte und Genesene in einem Stadion - zumal unter freiem Himmel - dann auch als Zuschauer dabei sein, als es sonst möglich ist", erklärt der Minister. Dies würde eine Abkehr von den Beschlüssen von Bund und Ländern bedeuten. Diese hatten am 10. August festgelegt, dass die Stadien bis zu 50 Prozent, aber nur maximal mit 25.000 Zuschauern gefüllt werden dürfen. In die Arenen dürfen nur Geimpfte, Genesene und Getestete (3-G-Regel).
+++ 14:26 Kliniken begrüßen Abkehr von 50er-Inzidenz +++
Die Deutsche Krankenhausgesellschaft hält die geplante Abkehr von der 50er-Inzidenz als Richtschnur für Corona-Maßnahmen für richtig. Man begrüße die Entscheidung des Gesundheitsministeriums, sagt der Vorstandsvorsitzende Gerald Gaß. "Schon seit geraumer Zeit fordern wir, dass neben der Inzidenz andere Indikatoren wie die Hospitalisierung, aber auch die Impfquote berücksichtigt werden." Durch die Impfungen sei ein Großteil der Bevölkerung geschützt. Die Inzidenz-Erkenntnisse aus der Vergangenheit beschrieben die aktuelle und zukünftige Lage nicht mehr ausreichend, sagt Gaß. In der Vergangenheit habe der Anteil der hospitalisierten Covid-19-Fälle bei zwölf Prozent gelegen, heute seien es nur noch fünf Prozent. Mehr dazu lesen Sie hier.
+++ 13:54 Todesfälle in England und Wales auf höchstem Stand seit März +++
Die Zahl der wöchentlichen Corona-Todesfälle ist in England und Wales kürzlich auf den höchsten Stand seit März gestiegen. In der Woche bis zum 13. August starben 571 Menschen an oder mit Covid-19, wie aus den Zahlen des nationalen Statistikamtes hervorgeht. In Großbritannien sind die Beschränkungen weitgehend aufgehoben. Zunächst gingen die Fallzahlen nach dem "Freedom Day" in England Mitte Juli überraschenderweise zurück, mittlerweile steigen sie jedoch wieder kontinuierlich an. Die Inzidenz liegt mit 327 (Stand: 18. August) weiterhin auf hohem Niveau. Die Kliniken stehen zwar dank der hohen Impfquote derzeit nicht vor der Überlastungsgrenze, doch die Zahl der Krankenhauseinweisungen und Todesfälle steigt ebenfalls wieder an.
+++ 13:33 Ungeimpfte müssen Tests in Griechenland künftig selbst zahlen +++
In Griechenland müssen ungeimpfte Bürger ihre Corona-Tests vom 13. September an selbst zahlen. Ausgenommen sind nur Schüler sowie Genesene, Geimpfte und Menschen, die Symptome zeigen, kündigt der griechische Gesundheitsminister Vassilis Kikilias an. Zudem können Arbeitgeber Auskunft von den Beschäftigten darüber erhalten, ob sie geimpft sind oder nicht, und andernfalls zwei Tests pro Woche verlangen. "Weit über 90 Prozent der Covid-Patienten auf den Intensivstationen sind ungeimpft", begründet Kikilias die Maßnahmen. Im Freizeitsektor setzt die Regierung die Menschen besonders unter Druck: Geschlossene Räume von Tavernen, Theatern, Fußballstadien und ähnlichen Einrichtungen dürfen künftig nur noch von Geimpften besucht werden - oder von Genesenen, deren Infektion nicht länger als sechs Monate zurückliegt. Auch Maßnahmen für Reisende innerhalb des Landes kündigt Kikilias an: Ungeimpfte müssen dafür einen negativen Corona-Test vorlegen können, der nicht älter als 48 Stunden ist.
+++ 13:12 Spahn: Leiten neue Corona-Kennzahlen aus letzten Wellen ab +++
Bund und Länder beraten nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn über neue Kennzahlen zur Beurteilung der Corona-Lage in Deutschland. "Wir haben ja Erfahrungswerte aus dem letzten Winter, etwa aus Dezember, Januar, wo wir eine sehr, sehr starke Belastung in den Kliniken hatten", sagt der CDU-Politiker der "Welt". Gemeinsam mit den Ländern schaue man sich jetzt an, was die richtigen Kennziffern für weiteres Handeln seien. "Wir können sie ableiten aus den letzten zwei Wellen." Spahn rief erneut zum Impfen auf. Noch sei die Zahl der Ungeimpften so groß, dass es im Falle einer sehr schnellen Ansteckung immer noch eine Belastung des Gesundheitswesens geben könne. "Im Moment sehen wir eine Pandemie der Ungeimpften." Mehr als 90 Prozent der Intensivpatienten mit Covid-19 seien nicht geimpft.
+++ 12:46 Apotheken stellen ab sofort Genesenen-Zertifikate aus +++
Genesene können ab sofort in vielen Apotheken ein digitales Zertifikat zu ihrer überstandenen Erkrankung bekommen. Das teilt die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (Abda) mit. Menschen, die eine Infektion überstanden haben, müssen dafür ein gültiges Ausweisdokument und einen positiven PCR-Test, der nicht länger als 180 Tage zurückliegen darf, in die Apotheke mitbringen. Bislang habe es nur digitale Zertifikate für Geimpfte und für geimpfte Genesene gegeben, aber nicht für Menschen, die erst kürzlich infiziert gewesen seien und sich noch nicht impfen lassen könnten, teilt der Verband mit. Für die Bürgerinnen und Bürger ist das Angebot kostenlos. Die Apotheken erhalten den Angaben zufolge vom Bundesamt für Soziale Sicherung 5,04 Euro plus Mehrwertsteuer.
+++ 12:27 Laschet: Inzidenz-Anstieg liegt auch an Reiserückkehrern +++
NRW-Ministerpräsident Armin Laschet führt den starken Anstieg der Inzidenz in Nordrhein-Westfalen auf ein Bündel an Gründen zurück. Zum einen liege dies an Reiserückkehrern, der Einreise aus Hochrisikogebieten sowie daran, dass Nordrhein-Westfalen den mit dem Ruhrgebiet dichtesten Lebensraum in Europa aufweise. "Ich gehe davon aus, dass diese Welle sich fortsetzt, je nachdem wo die Schulferien enden", fügt er mit Blick auf die anderen Bundesländer hinzu. Außerdem teste Nordrhein-Westfalen besonders intensiv.
+++ 12:01 Studie: Viruslast bei Delta-Variante 300 Mal höher +++
Die Viruslast bei einer Infektion mit der Delta-Variante ist einer Studie aus Südkorea zufolge 300 Mal höher als mit dem ursprünglich aufgetretenen Virus. Die Wissenschaftler der Korea Disease Control and Prevention Agency (KDCA) haben aber auch herausgefunden, dass die Anzahl der Viren, die bei den ersten Symptomen auftreten, rasch abnimmt. Nach zehn Tagen sei die Viruslast etwa so hoch wie bei anderen Coronavirus-Mutationen zu beobachten sei. Die Ergebnisse bedeuteten nicht, dass die Delta-Mutation 300 Mal ansteckender sei, erklärt das südkoreanische Gesundheitsministerium. Die Übertragungsrate sei in etwa doppelt so hoch wie bei dem Anfang 2020 zuerst aufgetretenen Virus.
+++ 11:28 Knapp 60 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft +++
Die Impfungen in Deutschland gehen weiter voran. 49,2 Millionen Menschen oder 59,2 Prozent der Bevölkerung sind nun vollständig geimpft, wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mitteilt. Mindestens eine erste Impfung haben 53,4 Millionen Bürgerinnen und Bürger beziehungsweise 64,2 Prozent der Bevölkerung erhalten.
Dennoch geht die tägliche Impfleistung in Deutschland im Schnitt weiter zurück: Im mehrtägigen Mittel werden derzeit nur noch rund 270.000 Impfdosen pro Tag verabreicht.
+++ 11:02 Israel registriert fast 10.000 neue Corona-Fälle an einem Tag +++
Israel registriert erstmals seit Januar wieder fast 10.000 Neuinfektionen an einem einzigen Tag. Das Gesundheitsministerium meldet heute 9831 neue Fälle, die alle am Montag erfasst wurden. Dies ist ein sprunghafter Anstieg im Vergleich zur vergangenen Woche - allerdings hat auch die Zahl der Tests etwas zugenommen. Die Zahl der Schwerkranken sinkt auf 678. Zwölf weitere Menschen mit einer Corona-Infektion starben. Seit Juni steigt die Zahl der neuen Corona-Fälle in Israel wieder deutlich.
+++ 10:35 Lockdown trifft einfache Helferberufe extrem hart +++
Helferberufe mit einfachen Tätigkeiten leiden einer Studie zufolge besonders stark unter dem ersten Lockdown. Die Beschäftigung bei wenig komplexen Jobs, für die in der Regel keine formale Ausbildung erforderlich ist, brach ein, wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) mitteilt. "Der Beschäftigungsrückgang war ab März 2020 bei den Helferjobs, zum Beispiel in den Bereichen Gastronomie und der Beherbergung durch die Maßnahmen des Lockdowns besonders ausgeprägt", sagt IAB-Forscherin Barbara Schwenglerda. Denn in diesen Sparten gebe es üblicherweise eine wesentlich stärkere Frühjahrsbelebung als anderswo. Auch die Zeitarbeitsbranche war besonders stark getroffen. Allerdings erholte sich die Beschäftigung in den Helferberufen im Zuge der Lockerungen bereits ab Juni 2020 und damit zwei Monate früher als die Gesamtbeschäftigung. Dies galt laut IAB vor allem beim Binnentourismus.
+++ 10:11 Neuseeland nimmt nicht an Eröffnungsfeier der Paralympics teil +++
Wegen steigender Infektionszahlen in der japanischen Hauptstadt Tokio werden Neuseelands Sportlerinnen und Sportler nicht an der Eröffnungsfeier der Paralympics teilnehmen. "Wir bleiben unseren Covid-19-Prinzipien und Richtlinien weiterhin verpflichtet, die unser Team so gut wie möglich schützen sollen", teilt das neuseeländische Paralympics-Team mit. Im Zusammenhang mit den Paralympics haben die Organisatoren bislang 161 Corona-Fälle gezählt, überwiegend bei Mitarbeitern und Vertragspartnern aus Japan, aber auch bei sechs Athleten.
+++ 09:39 Feier im Lockdown: 300.000 Dollar Bußgeld für Verlobungsparty +++
Teure Verlobungsparty in Melbourne: Die australische Polizei belegt 56 Gäste einer illegal im Lockdown abgehaltenen Feier mit Bußgeld von insgesamt mehr als 300.000 australischen Dollar (184.000 Euro). Jeder Erwachsene, der bei der Sause dabei war, müsse 5452 Dollar zahlen, berichtet der australische Sender 9News unter Berufung auf die Behörden. Einige Teilnehmer waren nach dem Fest positiv auf das Coronavirus getestet worden. Brett Sutton von der örtlichen Gesundheitsbehörde kritisiert die Veranstaltung als "unglaublich zerstörerisch".
+++ 09:11 Inzidenz in NRW fast doppelt so hoch wie im Bund +++
Die Inzidenz ist in Nordrhein-Westfalen weiter gestiegen. Sie liegt mit 108,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen annähernd doppelt so hoch wie der Bundeswert von 58. Das geht aus den Angaben des Robert-Koch-Instituts hervor. Bundes- und landesweiter Spitzenreiter bei den Zahlen war Leverkusen mit einer Inzidenz von 202,8.
+++ 08:43 Impfstatus der Erwachsenen beeinflusst Situation an Schulen im Herbst +++
Für die Offenhaltung der Schulen spielen Experten zufolge Erwachsene eine entscheidende Rolle. Vereinzelte Infektionen an den Schulen sind nach Ansicht des Berliner Virologen Christian Drosten hinnehmbar, wenn möglichst alle Eltern und Lehrer geimpft sind. "Ein kontrolliert schwelendes Geschehen muss man akzeptieren, wenn der Schulbetrieb laufen soll. Man wird nicht jegliche Verbreitung an Schulen unterbinden können, aber möglichst eine unkontrollierte Ausbreitung." Auch die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek hält es generell für wichtig, dass sich so viele Erwachsene wie möglich impfen lassen. Einen wesentlichen Einfluss auf die Situation an den Schulen wird auch die Akzeptanz der Impfung für Kinder und Jugendliche haben, die seit Mitte August von der Ständigen Impfkommission für die Altersgruppe ab 12 Jahren empfohlen wird.
+++ 08:14 Griechische Urlaubsinseln sind Hochrisikogebiete +++
Wegen steigender Infektionszahlen stuft die Bundesregierung Kreta und weitere griechische Urlaubsinseln als Hochrisikogebiet ein. Nach jüngsten Schätzungen des Deutschen Reiseverbands (DRV) sind derzeit etwa 150.000 Pauschalurlauber aus Deutschland in Griechenland unterwegs. Hinzu kommt eine unbekannte Anzahl an Individualreisenden. Das Land zählt zu den beliebtesten Zielen rund ums Mittelmeer. Neben Kreta ist auch die südliche Ägäis mit Urlaubsinseln wie Rhodos, Kos, Mykonos oder Naxos Hochrisikogebiet. Die Inseln gelten wegen ihres intensiven Nachtlebens als Keim der Corona-Ausbreitung in Griechenland. Einreisende aus Hochrisikogebieten, die nicht geimpft oder genesen sind, müssen für zehn Tage in Quarantäne. Sie können sich aber nach fünf Tagen mit einem negativen Test davon befreien. Für vollständig Geimpfte und Genesene gibt es keine Quarantänepflicht.
+++ 07:43 Weltweit mehr als 4,6 Millionen Corona-Tote +++
Weltweit haben sich bislang mehr als 212,38 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Das ergibt eine Reuters-Zählung auf Basis offizieller Daten. Mehr als 4,61 Millionen Menschen starben mit oder an dem Virus. Die höchsten Infektions- und Totenzahlen weisen nach wie vor die USA auf.
+++ 07:26 Analyse: Corona-Krise hat Tod Hunderttausender Babys zur Folge +++
Der Wirtschaftsabschwung im Zuge der Corona-Krise könnte allein im vergangenen Jahr den Tod von mehr als 260.000 Babys vor allem in ärmeren Ländern der Welt zur Folge gehabt haben. Zu diesem Schluss kommen Experten der Weltbank in einer im Fachmagazin "BMJ Open" vorgestellten Modellierungsstudie. Zugrunde liegen demnach mehrere Mechanismen: eine schlechtere Pflege und Ernährung in verarmenden Haushalten, der eingeschränkte Zugang zu Gesundheitsdiensten sowie beeinträchtigte Angebote und schwindende Qualität angebotener Gesundheitsdienste im Zuge der Wirtschaftskrise. Die Wissenschaftler um Gil Shapira hatten für ihre Kalkulation die Auswirkungen von Veränderungen im Bruttoinlandsprodukt (BIP) eines Landes auf die Sterblichkeit von Kindern bis zu 12 Monaten zugrunde gelegt. Im vergangenen Jahr sei die Weltwirtschaft nach bisherigen Schätzungen um rund fünf Prozent geschrumpft, heißt es in der Analyse. Die Zahl in Armut lebender Menschen sei um rund 120 Millionen gestiegen.
+++ 07:02 Epidemiologe: Mehr Kontakte durch Bahnstreik erhöhen Infektionsrisiko +++
Dichtes Gedränge in Zügen und an Bahnsteigen infolge der Streiks bei der Bahn erhöhen laut dem Bremer Wissenschaftler Hajo Zeeb das Risiko für Corona-Infektionen. Der Streik komme angesichts steigender Infektionszahlen zu keiner guten Zeit, sagt der Epidemiologe vom Bremer Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie. Menschen, die trotz der Streiks mit der Bahn reisen müssten, seien nun auf ein geringeres Platzangebot in den Zügen angewiesen. "Das führt zu Kontakterhöhungen und zu erhöhten Infektionsrisiken, gerade unter dem Aspekt der Delta-Variante." Zeeb empfiehlt Reisenden, wenn möglich vorerst auf Bahnfahrten zu verzichten oder auf weniger frequentierte Zeiten auszuweichen und sich in den Zügen zu verteilen.
+++ 06:37 Studie: Einkaufsgewohnheiten verändern sich in der Pandemie +++
Die Einkaufsgewohnheiten der Menschen verändern sich in der Pandemie spürbar. Nach einer Studie des Marktforschungsunternehmens NielsenIQ gehen Verbraucher weiterhin seltener als früher in Supermärkte und zu Discountern. Dafür fallen aber die Einkäufe meist größer aus. "Die Menschen haben das Bedürfnis, ihre Einkäufe zu reduzieren, das galt im ersten und im zweiten Lockdown und es gilt noch immer", beobachtet NielsenIQ-Experte Thomas Montiel Castro. Der Trend gehe dahin, seltener einzukaufen und dann möglichst alles auf einen Schlag zu erledigen. Gewinner sind dabei nach Angaben der Marktforscher aber nicht die großen SB-Warenhäuser oder die Discounter, wo die deutschen Verbraucherinnen und Verbraucher in der Vergangenheit meist ihre Großeinkäufe erledigten, sondern die klassischen mittelgroßen Supermärkte wie Rewe oder Edeka. Der Marktforscher ist überzeugt, dass dieser Trend auch nach dem Ende der Pandemie anhalten wird.
+++ 06:14 Patientenschützer beklagen mangelnde Impfbereitschaft in der Altenpflege +++
Angesichts der vierten Corona-Welle beklagen Patientenschützer einen immer noch lückenhaften Impfschutz bei den Beschäftigten in Pflegeheimen und Pflegediensten: "Die Impfbereitschaft beim Personal in der Altenpflege ist zum Teil nicht so hoch wie sie sein sollte", sagt Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Das betrifft stationäre Einrichtungen, aber auch mobile Pflegedienste." Anders scheine es in der Krankenpflege zu sein, so Brysch. Hier sei die Impfbereitschaft höher. Eine berufsspezifische Impfpflicht ist in den Augen der Patientenschützer jedoch nicht die richtige Antwort auf die Impflücken: "Eine solche Pflicht käme in einem Mangelberuf wie der Altenpflege eher einer Verzweiflungstat nahe und wäre kontraproduktiv", so Brysch.
+++ 05:56 Netz an Corona-Testzentren wird ausgedünnt +++
Vor dem Hintergrund einer steigenden Impfquote und einem damit verbundenen Nachfragerückgang stellen zahlreiche Teststellen ihren Betrieb ein. Bundesweite Zahlen liegen nicht vor, Zahlen aus den Bundesländern verdeutlichen aber diesen Trend: So sinkt die Zahl der Teststellen in Nordrhein-Westfalen binnen vier Wochen um 640 auf 8127, wie das NRW-Gesundheitsministerium mitteilt. In anderen Bundesländern war es ähnlich. In Niedersachsen sind laut dortigem Ministerium derzeit 2093 Testzentren aktiv, gut 600 sind in einem Meldeportal mit "außer Betrieb" aufgeführt. Unlängst gab es in NRW zwar ein Plus an vorgenommenen Testungen, weil Urlauber wieder in den Job zurückkehrten oder weil Ungeimpfte etwa für einen Restaurantbesuch im Innenbereich ein negatives Testergebnis benötigten. In Niedersachsen, wo die Sommerferien noch laufen, sank die Zahl der gemeldeten Testungen zuletzt aber deutlich. Auf lange Sicht dürfte die Nachfrage noch stärker sinken, auch weil die Tests ab dem 11. Oktober nicht mehr gratis sind.
+++ 04:27 Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 58,0 +++
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist erneut gestiegen und liegt nun bei 58,0. Bundesweit wurden binnen 24 Stunden 5747 Neuinfektionen registriert, wie das Robert-Koch-Institut am Dienstagmorgen meldet. Die Zahl der Todesfälle in diesem Zeitraum lag bei 42.
Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Ansteckungen in Deutschland seit Beginn der Pandemie erhöhte sich nach RKI-Angaben auf 3.877.612, die der Todesfälle auf insgesamt 92.022. Deutschland befindet sich nach Einschätzung des RKI inzwischen am Beginn der vierten Corona-Welle. Auch jüngere Altersgruppen sind diesmal stark betroffen.
Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.
Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.
+++ 02:35 Hausärzte befürworten Abkehr von Inzidenz +++
Der Hausärzteverband befürwortet die Pläne der Bundesregierung, die Beschränkungen im öffentlichen Leben nicht mehr allein an die Corona-Inzidenz zu knüpfen. "Die Bewertung des Infektionsgeschehens müsste längst mehr Aspekte als nur die Inzidenz einbeziehen", sagt der Verbandsvorsitzende Ulrich Weigeldt der "Rheinischen Post". "Die geplante Berücksichtigung der Hospitalisierungsrate ist deshalb ein richtiger erster Schritt, und dafür wurde es auch höchste Zeit."
+++ 01:00 FDP fordert staatliche Garantie für Präsenzunterricht +++
Die FDP-Bundestagsfraktion fordert von der Bundesregierung eine staatliche Garantie für Präsenzunterricht, unabhängig vom weiteren Verlauf der Pandemie. Das geht aus einem Antrag hervor, der ntv vorab vorliegt. Die Liberalen wollen ihn an diesem Mittwoch im Bundestag einbringen. Darin heißt es, pandemiefester Präsenzunterricht müsse im Herbst und darüber hinaus verbindlich garantiert und sichergestellt sein. "Die Klassenräume müssen jetzt unbürokratisch mit Luftfiltern ausgestattet werden, damit der Präsenzunterricht nicht wieder auf der Kippe steht", sagt FDP-Fraktionsvize Katja Suding ntv. "Es ist ein Armutszeugnis dieser Bundesregierung, dass das nicht längst geschehen ist."
+++ 23:20 Spahn verteidigt Pläne zur Abkehr von 50er-Inzidenz +++
Gesundheitsminister Jens Spahn hat die geplante Abkehr von der Corona-Inzidenz als maßgeblichen Gradmesser für Einschränkungen in Deutschland verteidigt. Er sagte am Abend in der ARD, niemand habe gesagt, dass die Inzidenz gar kein Maßstab mehr sein solle. "Was klar ist: Die 50er Inzidenz, wie sie aktuell im Gesetz steht, hat ausgedient." Nach den Impffortschritten könne man jetzt stärker auf die Krankenhausbelastung abheben. "Aber auch diese Frage hängt ja mit der Inzidenz zusammen. Umso mehr sich infizieren, desto mehr werden natürlich auch weiterhin in den Kliniken behandelt werden müssen", sagte Spahn. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hatte sich gegen eine Abkehr von der Inzidenz als wichtigen Corona-Wert ausgesprochen.
+++ 22:08 Merkel ruft bei NRW-Festakt zum Impfen auf +++
Bundeskanzlerin Merkel ruft die Bürger in Nordrhein-Westfalen auf, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Bei dem Festakt zum 75. Geburtstag des Landes in Düsseldorf sagt Merkel: "Unsere Impfquote ist noch nicht groß genug." Man müsse vorsichtig und wachsam bleiben. NRW habe in der Corona-Krise eine gute Zusammenarbeit mit den Nachbarn Belgien und Nordrhein-Westfalen gepflegt, der "europäische Ansatz" sei ein Markenzeichen des Landes. Die Zahl der belegten Krankenhausbetten sei eine wichtige Bewertungsgrundlage im weiteren Vorgehen gegen die Pandemie. Vorrangiges Ziel müsse sein, "zu diesem Punkt erst gar nicht zu kommen", Erkrankungen zu verhindern.
+++ 20:37 Inzidenz: Sieben Bundesländer über 50er-Marke +++
Die 7-Tage-Inzidenz in Rheinland-Pfalz steigt laut offiziellen Länderdaten auf 52,0 (Vortag: 46,7). Neben Rheinland-Pfalz liegen noch Nordrhein-Westfalen, Saarland, Hessen, Hamburg, Bremen und Berlin über dieser Schwelle.
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