Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 22:26 NRW startet Lolli-Tests an Grund- und Förderschulen +++

Nordrhein-Westfalen führt am Montag als erstes Bundesland sogenannte Lolli-Tests flächendeckend an allen Grund- und Förderschulen ein. Mit dem Test sollen alle mehr als 730.000 Schülerinnen und Schüler der knapp 3800 Grund- und Förderschulen zwei Mal pro Woche in ihrer jeweiligen Lerngruppe auf das Coronavirus getestet werden. Die Testung geschieht zunächst gruppenweise. Erst wenn eine Gruppe positiv getestet wurde, werden Einzeltests der Gruppenmitglieder vorgenommen. "Die Lolli-Tests werden uns dabei helfen, Infektionen frühzeitiger als mit Selbsttests zu entdecken und Infektionsketten von vornherein in Schulen zu unterbrechen", hatte NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) gesagt. Die Tests werden Lolli-Tests genannt, weil die Schülerinnen und Schüler auf dem Teststäbchen wie auf einem Lolli 30 Sekunden lang herumlutschen müssen. Die Proben werden in PCR-Testverfahren von Laboren untersucht. Täglich soll es NRW-weit insgesamt rund 35.000 Pooltestungen geben. Zwölf Labore sollen sich darum kümmern.

+++ 22:26 Mehr als 100.000 Corona-Tote im brasilianischen Bundesstaat São Paulo +++
Der brasilianische Bundesstaat São Paulo hat die Marke von 100.000 Corona-Toten überschritten. Seit Beginn der Pandemie starben dort 100.649 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19, wie aus Behördendaten hervorging. Damit zählt der reichste Bundesstaat Brasiliens rund ein Viertel aller Toten im Zusammenhang mit Covid-19 in dem von der Pandemie schwer getroffenen Land. Wäre er ein Land, würde der Bundesstaat mit mehr als 40 Millionen Einwohnern weltweit den neunten Rang hinter Frankreich und vor Deutschland unter den Ländern mit den meisten Corona-Toten einnehmen.

+++ 21:59 NRW bewilligt erste Millionen für zusätzliche Bildungsangebote +++
Damit Schüler Lernrückstände durch Corona ausgleichen können, haben die Bezirksregierungen in Nordrhein-Westfalen in den vergangenen beiden Monaten 3,3 Millionen Euro für außerschulische Bildungs- und Betreuungsangebote bewilligt. Das Geld fließe in rund 1500 Maßnahmen, teilte das Schulministerium mit. Es hatte für das Programm "Extra-Zeit zum Lernen", das von März 2021 bis Sommer 2022 laufen soll, insgesamt 36 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. "Unser Ziel ist, dass keiner Schülerin und keinem Schüler durch die Pandemie Nachteile für den weiteren Bildungsweg entstehen dürfen", sagte Schulministerin Yvonne Gebauer von der FDP laut Mitteilung. Die Zahlen für März und April zeigten, dass das Angebot auf großes Interesse stoße.

+++ 21:34 Laos meldet ersten offiziellen Corona-Todesfall +++
Das südostasiatische Laos hat heute den allerersten Corona-Todesfall gemeldet. Eine 53 Jahre alte Vietnamesin sei an Covid-19 gestorben, berichtet die Staatszeitung "Vientiane Times". Die Vietnamesin arbeitete demnach in einem Karaoke-Club in der Hauptstadt Vientiane und litt an Vorerkrankungen. Das völlig isolierte kommunistische Land schien von der Pandemie bislang verschont worden zu sein. Im vergangenen Monat war erstmals ein größerer Ausbruch gemeldet worden, der mutmaßlich auf den Kontakt eines Einheimischen mit Thailändern zurückzuführen war sowie auf Arbeiter, die aus Thailand zurückkehrten - das derzeit die dritte Corona-Welle erlebt. Gab es bis Anfang April nur 49 Infektionsfälle, stieg die Zahl in Laos inzwischen auf 1300. Experten vermuten, dass die niedrigen Zahlen auf fehlende Tests zurückzuführen sind.

+++ 21:09 Thüringen registriert erneut die meisten neuen Fälle je 100.000 Einwohner +++
Heute weist erneut Thüringen die meisten neuen Fälle je 100.000 Einwohner aus, dahinter folgen das Saarland und - fast gleichauf - Hessen und Nordrhein-Westfalen. Mit Sachsen, Baden-Württemberg und Thüringen weisen "nur" noch drei Bundesländer mehr als 400 aktive Fälle je 100.000 Einwohner auf - Sachsen-Anhalt ist heute unter diese Schwelle gefallen.

+++ 20:37 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 11.188 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.522.928 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 11.188 neue Fälle hinzu. Das sind 2596 weniger als am Sonntag der Vorwoche (damals insgesamt 13.784) - ein Rückgang um 18,8 Prozent. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 127 auf 84.790. Als aktuell infiziert gelten rund 273.478 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,00 angegeben (Vortag: 0,94). Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,90 (Vortag: 0,91). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 4586 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2797 davon werden beatmet. Rund 4200 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

+++ 20:12 Küsse und Umarmungen: Britische Regierung will "vertraute Kontakte" wieder erlauben +++
Engländer dürfen nach Monaten der Corona-Kontaktbeschränkungen wieder auf Tuchfühlung gehen. Die Regierung will "vertraute Kontakte" wie Umarmungen und Küsse bei Begrüßungen und Abschieden wieder erlauben, wie Staatsminister Michael Gove ankündigt. Die Lockerung soll am 17. Mai in Kraft treten, wenn auch weitere Restriktionen aufgehoben werden. Johnson werde den Schritt an diesem Montag bestätigen. Die Regierung wolle "freundschaftliche, vertraute Kontakte zwischen Freunden und Familie (...) wiederherstellen", sagt Gove der BBC. Vom 17. Mai an sollen die meisten Kontaktbeschränkungen im Freien beendet werden. Dann sind Treffen mit bis zu 30 Menschen erlaubt. In geschlossenen Räumen dürfen sich bis zu sechs Menschen oder zwei Haushalte treffen - das gilt auch für Restaurants und Pubs, die ihre Innenräume wieder öffnen können.

+++ 19:40 NRW-Schülervertretung fordert Wahlrecht bei Prüfungsbewertung +++
Die Vertretung der Schülerinnen und Schüler (LSV) in Nordrhein-Westfalen hat ein coronabedingtes Wahlrecht bei der Benotung der Abschlussprüfungen gefordert. Die Schülerinnen und Schüler müssten wählen dürfen, ob die Prüfungsergebnisse gewertet werden oder die Durchschnittsnoten aus den vorher erbrachten Leistungen vergeben werden, verlangt die LSV. Zudem müssten die Bewertungsgrundlagen der Klausuren an die Lernlücken angepasst werden. In den vergangenen Tagen hatte es heftige Kritik an den Mathematik-Aufgaben im Abitur gegeben. "Am Beispiel des Abiturs sehen wir nun, was vorher klar war: nach mehr als einem Jahr Pandemie, Isolation und langen Schulschließungen saßen viele Schüler*innen in Abschlussprüfungen vor Aufgaben, die sie nicht schaffen konnten", kritisiert Timon Nikolaou, Mitglied im Vorstand der LSV NRW. Die Zeit sei zu kurz, und die Aufgaben seien zu anspruchsvoll gewesen.

+++ 19:09 Gericht verbietet weitere nächtliche Ausgangssperre auf Kanaren +++
Die bei Deutschen beliebten Ferieninseln der Kanaren dürfen ihre nächtliche Ausgangssperre nach dem Ende des Corona-Notstandes in Spanien nicht aufrechterhalten. Dies hat das Oberste Landesgericht entschieden, wie die Nachrichtenagentur Europa Press berichtet. Zur Begründung hieß es, die Behörden verfügten über alternative Maßnahmen, um Infektionen während der Nachtstunden zu unterbinden. Die regionale Regierung der Inselgruppe im Atlantik vor der Küste Westafrikas hatte die Ausgehsperre aufrechterhalten wollen, die bis Mitternacht am Samstag in ganz Spanien während des sechsmonatigen Corona-Notstandes gegolten hatte. Das Auswärtige Amt in Berlin stuft die Inselgruppe weiter als Risikogebiet ein. Von touristischen Reisen dorthin wird abgeraten.

+++ 18:43 Altmaier rechnet mit baldigen Lockerungen +++
Bundeswirtschaftminister Peter Altmaier rechnet angesichts stark sinkender Neuinfektionen mit baldigen Lockerungen der Pandemie-Auflagen. "Ich gehe davon aus, dass wir in den nächsten Tagen und Wochen in vielen Landkreisen Öffnungen sehen werden - auch bei der Außengastronomie", sagt der CDU-Politiker in der ARD. "Wir werden Menschen sehen, die draußen sitzen und Eis essen oder Pizza essen."

+++ 18:16 Welche Auflagen gelten wo? Online-Plattform soll Urlaub in Pandemie vereinfachen +++
Reisewarnung, Testpflicht, Sicherheitshinweise: Ein Auslandsurlaub in Zeiten von Corona ist mit viel Unsicherheit verbunden. Welche Regeln für das präferierte Urlaubsziel gelten, kann sich schnell ändern. Doch es gibt Hilfe. Ein Onlineportal versorgt Reisende kostenlos mit aktuellen Informationen.

+++ 17:52 Jusos fordern Freizeitgutschein für junge Leute +++
Die Chefin der Jusos, Jessica Rosenthal, fordert nach der Pandemie einen Sonderzuschuss für junge Menschen in Form eines Freizeitgutscheins - "etwas, das sie nicht nur für ihre Zukunft stärkt, sondern nach den vielen Entbehrungen der vergangenen Monate für ein paar Momente der Normalität sorgt", sagte sie der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Mit dem Gutschein könnten die jungen Leute Restaurants oder Kultureinrichtungen besuchen, vielleicht auch den stationären Einzelhandel. Das bringe nicht nur jungen Leuten ein paar unbeschwerte Stunden, sondern stärke auch Orte, die der Jugend wichtig seien und die in den vergangenen Monaten besonders gelitten hätten.

+++ 17:22 Die meisten Beschränkungen entfallen: Nur noch weniger als 1000 aktive Fälle in Israel +++
Erstmals seit März 2020 gibt es in Israel nach Angaben des Gesundheitsministers weniger als 1000 aktive Corona-Fälle. Auf dem Höhepunkt der Pandemie seien es noch mehr als 70.000 gewesen, teilt Minister Juli Edelstein bei Twitter mit. Seit einer Woche betrage die Zahl der Schwerkranken außerdem weniger als 100. Ende Januar gab es noch rund 1200 schwerkranke Covid-Patienten in Israel. Auch die Zahl der Neuinfektionen bewege sich seit längerem nur noch im zweistelligen Bereich, schrieb Edelstein zudem. Er wertete dies als Ergebnis der erfolgreichen Corona-Impfkampagne in Israel. Heute teilt das Gesundheitsministerium mit, binnen 24 Stunden seien 17 neue Fälle gemeldet worden. Nur 0,2 Prozent von mehr als 11.500 Tests fielen demnach positiv aus. Angesichts der niedrigen Infektionszahlen sind die meisten Beschränkungen in Israel inzwischen wieder aufgehoben worden.

+++ 16:58 Ein Drittel aller Erwachsenen in Großbritannien voll geimpft +++
Im Kampf gegen das Coronavirus hat Großbritannien einen symbolischen Meilenstein erreicht. Ein Drittel der Erwachsenen sei nun vollständig geimpft, teilten die Gesundheitsbehörden mit. Etwa 17,7 Millionen Menschen erhielten die für den vollen Schutz als notwendig erachteten zwei Spritzen. Die vier Landesteile England, Schottland, Wales und Nordirland liegen dabei etwa gleichauf. Eine erste Impfung bekamen bisher 35,4 Millionen.

+++ 16:36 Katastrophale Lage in Indien: Angehörige von Corona-Toten greifen Klinikpersonal an +++
In Indien sind mehr als 21 Millionen Menschen an Covid-19 erkrankt. Dennoch sei der Höhepunkt laut Experten längst nicht erreicht. Den Kliniken geht der Sauerstoff aus, das Personal ist überlastet. Bei Angehörigen von Verstorbenen schlagen Trauer und Frustration in Gewalt um.

+++ 16:13 US-Präsidialamt bekräftigt: Wir kriegen die Kurve +++
Die US-Regierung sieht das Land in der Corona-Pandemie am Wendepunkt. "Ich würde sagen, dass wir die Kurve kriegen", sagt der Corona-Koordinator des US-Präsidialamts, Jeff Zients, dem Sender CNN. Die Aufgabe sei es nun, das Vertrauen in Impfstoffe weiter zu stärken und genügend Amerikaner zu impfen. Dadurch könne die Ausbreitung des Virus und seiner Varianten gebremst werden.

+++ 15:53 Polizei löst Feier mit mehr als 300 Menschen in ehemaligem Berliner Krankenhaus auf +++
Eine illegale Party von mehr als 300 Menschen in einem ehemaligen Krankenhaus in Berlin-Buch ist von der Polizei aufgelöst worden. Jemand hatte am Morgen die Beamten informiert, dass mehrere Menschen den Zaun zum Gelände überstiegen, wie die Polizei mitteilte. Als die Beamten eintrafen, lief in den Kellerräumen des ehemaligen Krankenhauses trotz Corona-Pandemie bei lauter Musik eine Feier. Die Einsatzkräfte forderten Verstärkung an. Ehe diese eintraf, hatten schon etwa 150 Feiernde die Party verlassen. Von weiteren 157 Teilnehmern wurde die Identität festgestellt. Gegen sie wurden Anzeigen wegen Verstößen gegen den Infektionsschutz und die Ausgangsbeschränkungen, aber auch wegen Hausfriedensbruchs gefertigt.

+++ 15:34 NRW-Impfzentren verkürzen Abstand bei Astrazeneca nicht nachträglich +++
Die Freigabe der Corona-Impfungen mit dem Wirkstoff von Astrazenca für Menschen unter 60 Jahren ohne Priorisierung hat keine Auswirkungen auf die Impfzentren in Nordrhein-Westfalen. Darauf hat das Landesgesundheitsministerium hingewiesen. Das Land erhalte momentan keinen Astrazeneca-Impfstoff für Erstimpfungen in den Impfzentren. Personen unter 60 Jahren könnten sich unabhängig von ihrer Priorisierung in Arztpraxen mit Astrazenaca impfen lassen. Voraussetzung sei eine individuelle Risikoanalyse und die sorgfältige Aufklärung durch den Arzt oder die Ärztin. Mit dem Arzt könne auch eine Verkürzung der Frist bis zur zweiten Impfung auf bis zu vier Wochen vereinbart werden. Auch für Personen, die vom Arzt bereits mit Astrazenaca geimpft wurden, sei das möglich. In den Impfzentren könnten bereits vereinbarte Zweitimpfungstermine aufgrund des damit verbundenen organisatorischen Aufwands aber nicht nach vorne gezogen werden.

+++ 15:08 Einbruch in Testzentrum: Diebe stehlen Tausende Testkits +++
'Unbekannte sind in ein Corona-Testzentrum in der Region Hannover eingebrochen und haben rund 2500 Antigen-Schnelltests sowie Desinfektionsmittel, OP-Handschuhe und Schutzmasken geklaut. Allein bei den Testkits sei schätzungsweise von einem Schaden von mehr als 20.000 Euro auszugehen, hieß es bei der Polizei. Ob die Teststation auf einem Supermarkt-Parkplatz in Barsinghausen morgen wieder öffnen könne, sei unklar. Im Moment gebe es dort kein Inventar, um zu arbeiten. Der oder die Täter hatten in der Nacht auf Samstag die Türen aufgehebelt und das Material vermutlich mit einem Lieferwagen weggebracht.

+++ 14:47 Weniger Corona-Patienten auf der Intensivstation +++
Die Zahl der Covid-Patienten in intensivmedizinischer Behandlung in Deutschland geht zurück. "Worüber wir sehr froh sind", sagt Gernot Marx, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), in einem Video-Statement. Aktuell lägen rund 4600 Menschen mit Corona auf der Intensivstation. Im März und April war die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen deutlich gestiegen. Dann habe der Wert etwa zehn Tage lang auf einem Plateau von etwa 5000 gelegen, sagt Marx. "Wir haben seit einigen Tagen hier jetzt einen Rückgang zu verzeichnen." Die Bundes-Notbremse zeige dabei Wirkung. Eines der Hauptziele der deutschen Corona-Strategie ist es, eine Überlastung des Gesundheitssystems und auch der Intensivstationen zu vermeiden. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 14:26 Sputnik-Deal tot? Impfstoffgespräche mit Russland offenbar ins Stocken geraten +++
Stehen die Impfstoff-Verhandlungen mit Moskau kurz vor dem Aus? Nach Informationen der "Bild"-Zeitung, die sich auf Verhandlungskreise beruft, geraten die Gespräche zwischen der deutschen Taskforce Impfstoffproduktion und der russischen Seite über einen möglichen Kauf des Sputnik-Vakzins immer mehr ins Stocken. Russland könne - wenn überhaupt - viel zu spät liefern und sei von den Anforderungen für eine Zulassung in der EU überfordert, heißt es in dem Artikel. Wie die Zeitung aus Kreisen der Taskforce, der Vertreter des Gesundheits-, Wirtschafts- und Finanzministeriums angehören, erfahren haben will, werde die russische Seite den Impfstoff sehr wahrscheinlich weder im Juni noch im Juli liefern können. Grund dafür seien Probleme bei der Rohstoff-Beschaffung. Hinzu komme: Wenn die Russen den Sputnik V im Sommer überhaupt an Deutschland liefern könnten, müsse das zulasten der an Indien vorgesehenen Lieferungen passieren. Aus Regierungskreisen heißt es laut Bericht dazu: "Damit sind angesichts der Lage in Indien Lieferungen im Juni so oder so absolut undenkbar." Danach wäre Deutschland aufgrund der immer höheren Liefermengen anderer Impfstoffe nicht mehr auf Sputnik angewiesen, schreibt die Zeitung.

+++ 13:58 Studie: Menschen mit Immunerkrankung entwickeln nicht immer Impfschutz +++
Auch Menschen mit einer Immunerkrankung entwickeln einen Impfschutz. Das ist das Ergebnis einer Studie des Universitätsklinikums Erlangen. Die Forscher haben das untersucht, da bei Menschen, die an chronisch-entzündlichen Erkrankungen leiden wie Rheuma, Schuppenflechte oder Arthrose, das Immunsystem anders reagieren kann. Doch der Untersuchung zufolge entwickeln dadurch auch nicht alle Betroffenen einen ausreichenden Schutz. Etwa jeder zehnte Studienteilnehmer mit entsprechender Erkrankung erreicht nach einer Impfung mit einem mRNA-Impfstoff keinen ausreichenden Schutz. Bei Menschen mit Immunerkrankungen sei es zudem deutlich seltener zu Impfreaktionen gekommen als bei gesunden Menschen. Damit ist die Impfung für sie verträglicher als für Gesunde, schlussfolgern die Erlanger Mediziner. "Deshalb ist es bei Patienten mit chronisch-entzündlichen Erkrankungen ratsam, die Impfantwort zwei Wochen nach der zweiten Impfung zu bestimmen", sagt David Simon, Assistenzarzt im Bereich Rheumatologie und Immunologie, der die Studie betreut. Ist der Impfschutz dann unzureichend, sollte laut der Mediziner eine erneute Impfung erwogen werden, idealerweise mit einem anderen Impfstoff.

+++ 13:15 EU will Vertrag mit Astrazeneca nicht verlängern +++
Die EU-Kommission verzichtet auf eine Verlängerung ihres Impfstoff-Liefervertrags mit Astrazeneca über Juni hinaus. Das teilt Binnenmarktkommissar Thierry Breton mit. Die Kommission befindet sich in einem Rechtsstreit mit dem Unternehmen wegen Lieferverzögerungen.

+++ 12:44 Tschentscher kritisiert fehlendes Dokument für Genesene +++
Neben Geimpften gelten mit der neuen Corona-Verordnung, die in der Nacht zum Sonntag in Kraft getreten ist, auch für Genesene Erleichterungen. Hamburgs Bürgermeister Tschentscher findet den Zeitpunkt zu früh. Das sagte der SPD-Politiker dem NDR. Tschentscher kritisiert dem Bericht zufolge, "dass wir noch keinen Nachweis über den Status als genesene Person haben, der durch ein einfaches Dokument regelt, wann beginnt und endet dieser Genesenen-Status und wie kann dieser Zeitraum überhaupt klar kontrolliert werden?" Ein solcher Nachweis sei jedoch etwas sehr Wichtiges, weil es ansonsten zu Verwirrung käme. "Das erleichtert natürlich die Kontrolle zur Einhaltung unserer Verordnung nicht. Unsere Polizei wird viel Ärger damit haben, dass wir kein vernünftiges Dokument haben. Es ist einfach an der Stelle nicht gut vorgearbeitet worden", sagte Tschentscher.

+++ 12:16 Tausende feiern in Brüssel Ende der Ausgangssperre +++
Tausende junge Leute haben in Brüssel das Ende der nächtlichen Ausgangssperre gefeiert - bis die Polizei in der Nacht zum Sonntag einschritt und zwei Plätze räumte. Wie belgische Medien berichteten, war in sozialen Netzwerken zu einem Flashmob auf dem beliebten Platz Flagey aufgerufen worden. Die Menschen kamen in Massen dorthin und dem nahen Platz Sainte-Croix. Sie feierten dicht gedrängt, viele ohne Masken. Die Polizei beobachtete die Feier zunächst, wie Sprecher Olivier Slosse der Nachrichtenagentur Belga sagte. Gegen 1.30 Uhr begannen die Beamten den Angaben zufolge dann aber mit der Räumung. Zu diesem Zeitpunkt waren dort noch etwa 500 Menschen unterwegs. Dabei setzte die Polizei auch einen Wasserwerfer ein. Slosse sagte, einige Wurfgeschosse seien gegen die Polizei geflogen. In Brüssel galt seit dem 19. Oktober eine Ausgangssperre von 22 bis 6 Uhr. Auch die Terrassen von Cafés und Restaurants dürfen wieder öffnen, aber es gilt weiter ein nächtliches Alkoholverbot. Nach 22 Uhr dürfen offiziell nicht mehr als drei Personen auf öffentlichen Plätzen zusammenkommen.

+++ 11:44 SPD will Impfstoff-Produktion notfalls durch Zwangslizenzierungen ankurbeln +++
Die SPD tritt dafür ein, die Produktion von Corona-Impfstoffen notfalls durch Zwangslizenzierungen anzukurbeln. "Eine Steigerung der Produktion ist möglich, wenn Impfstoffentwickler freiwillig kooperieren, freie Produktionskapazitäten zur Verfügung stellen, Lizenzen mit anderen Herstellern teilen und sich bereit erklären, die notwendige Technologie zu transferieren", heißt es in einem Initiativantrag für den Online-Parteitag in Berlin. "Wo die freiwillige Lizenzierung nicht ausreicht, ist von der Möglichkeit der Zwangslizenzierung Gebrauch zu machen." Diese Möglichkeit sehe auch das Übereinkommen über handelsbezogene Aspekte der Rechte des geistigen Eigentums (TRIPS) im Rahmen der Welthandelsorganisation WTO ausdrücklich vor, heißt es im Antrag weiter. Die Partei rief die Europäische Union und die USA dazu auf, in dieser Frage an einem Strang zu ziehen. Zugleich tritt die SPD dafür ein, die Produktion von Corona-Impfstoffen unabhängig von der Patent-Frage auszuweiten.

+++ 11:10 Grünen-Fraktionschefin Göring-Eckardt: Zu späte Hilfen für Arme +++
Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt hat den Koalitionsparteien vorgeworfen, in der Corona-Krise zu wenig den Armen zu helfen. "Union und SPD haben beim Pandemieschutz der Bürgerinnen und Bürger eine soziale Schieflage entstehen lassen", sagte Göring-Eckardt der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" mit Blick auf die höhere Infektionsgefahr und das höhere Sterberisiko für arme Menschen in der Pandemie. Der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Carsten Schneider, räumte ein: "Wir haben in der Extremsituation der Pandemie nicht immer so prompt reagiert, wie man sich das hätte wünschen können."

+++ 10:15 In welchen Regionen die "Bundesnotbremse" gilt +++
Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt bundesweit. Wie sieht es in den einzelnen Regionen aus? Dort, wo die Sieben-Tage-Inzidenz drei Tage in Folge mindestens bei 100 liegt, soll die "Bundesnotbremse" in Form von verschärften Corona-Beschränkungen greifen. Aufgehoben werden kann sie wieder, wenn die 7-Tage-Inzidenz fünf Werktage in Folge unter 100 fällt. Unsere Karte gibt den Überblick:

+++ 09:47 Indien meldet erneut mehr als 4000 Todesfälle +++
In Indien hält der rasante Anstieg der Corona-Zahlen an. Das Gesundheitsministerium meldete erneut mehr als 4000 Tote in Verbindung mit dem Virus. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich um 4092 auf 242.362. Erst gestern hatte Indien mit 4187 Todesfällen so viele wie noch nie gemeldet.

+++ 08:59 Proteste gegen Impfstoffknappheit und Korruption in Guatemala +++
In Guatemala hat es Proteste gegen die Impfstoffknappheit gegeben. Dutzende Demonstranten versammelten sich gestern in der Hauptstadt Guatemala-Stadt und forderten den Rücktritt von Präsident Alejandro Giammattei, den sie für den Mangel an Impfstoff in dem zentralamerikanischen Land verantwortlich machen. "Wir wollen, dass er zurücktritt und uns sagt, wo das Geld für die Impfstoffe ist", sagte die Demonstrantin Karla Pérez. Guatemala hat seit Februar 658.200 Impfdosen für seine mehr als 16 Millionen Einwohner erhalten. Giammattei führt die geringe Menge auf die große weltweite Nachfrage und Lieferprobleme bei der Covax-Initiative für die weltweite Verteilung von Impfstoffen zurück. Die Demonstranten werfen der Regierung dagegen Missmanagement vor und erheben zudem Korruptionsvorwürfe. "Impfungen gehören in den Arm, nicht in die Tasche", stand auf einem Plakat.

+++ 08:34 Inzidenz sinkt weiter: Acht Bundesländer unter 100 +++
Acht der 16 Bundesländer weisen inzwischen eine Inzidenz von unter 100 auf, wie aus den Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Nach Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Hamburg, Brandenburg, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern unterschritten nun auch Rheinland-Pfalz und Bremen diese Schwelle, unter der in Landkreisen und Städten mit entsprechend niedrigeren Zahlen Öffnungsschritte möglich sind, darüber müssen etwa Kontaktbeschränkungen verschärft werden.

Mit einem Wert von 50,0 verzeichnet erneut Schleswig-Holstein die niedrigste Inzidenz. Die regionalen Unterschiede bleiben aber groß: Thüringen ist mit einer Inzidenz von 180 weiterhin das Bundesland mit dem höchsten Wert, Sachsen folgt mit 172,8. Bundesweit liegt die Sieben-Tage-Inzidenz aktuell bei 118,6 (121,5 am Vortag). Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen angesteckt haben.

+++ 08:12 Benefizkonzert "Vax Live" sammelt 302 Millionen US-Dollar für Impfdosen +++
Beim Benefizkonzert "Vax Live: The Concert To Reunite the World" sind in der Nacht mehr als 300 Millionen US-Dollar für Impfdosen zusammengekommen. Das teilte der Veranstalter, die Organisation "Global Citizen", mit. An der Show, die bereits Anfang Mai in Kalifornien aufgezeichnet worden ist, beteiligten sich zahlreiche Prominente: Neben US-Präsident Joe Biden, Prinz Harry, Jennifer Lopez, Sean Penn, David Letterman und weiteren Stars führte Selena Gomez als Moderatorin durch die Show, die auch bei Youtube im Livestream zu sehen war. Von dem Geld können nach Angaben von "Global Citizen" rund 26 Millionen Impfdosen gekauft werden. Diese sollen vor allem Menschen in ärmeren Ländern zugutekommen. "Global Citizen" setzt sich damit für eine gerechtere Verteilung von Vakzinen, aber auch Schutzkleidung und Masken ein. Zu den Live-Acts, die bei dem Samstagabend in den USA ausgestrahlten Konzert (2 Uhr deutscher Zeit) zu sehen waren, zählen u.a. von H.E.R., Foo Fighters oder Eddie Vedder.

+++ 07:26 Erneut mehr als 400.000 Neuinfektionen in Indien +++
Indien hat den vierten Tag in Folge mehr als 400.000 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Die Zahl der bestätigten Ansteckungen stieg binnen 24 Stunden um 403.738 auf 22,3 Millionen, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. Weltweit ist das der zweithöchste Wert nach den USA. Experten befürchten jedoch eine weitaus höhere Dunkelziffer. Erst am Freitag war mit mehr als 414.000 Neuinfektionen ein Höchstwert verzeichnet worden. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Virus erhöhte sich um 4092 auf 242.362.

+++ 06:32 RKI meldet 12.656 Neuinfektionen +++
Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 12.656 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Morgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5.37 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 16.290 gelegen. Heute sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Morgen bundesweit bei 118,6 (Vortag: 121,5; Vorwoche: 146,5). Die Inzidenz geht seit etwa zwei Wochen ziemlich kontinuierlich zurück. Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 127 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 110 Tote gewesen.

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+++ 05:45 SPD fordert mobile Impfteams in Schulen +++
Die SPD im Düsseldorfer Landtag fordert mobile Impfteams in Schulen und Kitas, sobald das Biontech-Vakzin für Kinder und Jugendliche zugelassen ist. Laut einem Positionspapier der SPD-Fraktion sollen die Schulen und Kitas zwar bei den Eltern nachhaken, dennoch bleibe die Impfung ein freiwilliges Angebot. "Wir müssen Familien und ihre Bedürfnisse konsequenter in den Vordergrund der Pandemiebekämpfung rücken", heißt es in dem SPD-Papier. Gleichzeitig sei das Thema Impfen von Kindern für viele Eltern besonders sensibel - weshalb Aufklärung besonders wichtig sei.

+++ 04:55 Nur fünf positive Tests: Schleswig-Holstein lobt Modell-Tourismus +++
Laut Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther haben die für Urlauber geöffneten Modellregionen eine gute Bilanz. "Unsere Modellregionen, gerade an der Schlei und in Eckernförde, haben vorgemacht, wie man mit konsequenten Regeln Urlaub in Deutschland möglich machen kann, die Inzidenzen aber trotzdem weiter sinken", sagte Günther der "Bild am Sonntag". In der Schlei-Region seien rund 24.000 Tests durchgeführt worden, nur fünf Personen hätten ein positives Testergebnis gehabt. Wenn die Inzidenzen bundesweit weiter sinken, könne dies vielleicht auch zum Modell für Urlaub in den Bergen werden, so Günther weiter.

+++ 03:35 Indische Mutante erreicht Südafrika +++
In Südafrika sind erste Fälle der neuen Coronavirus-Variante aus Indien aufgetreten. Wie das Gesundheitsministerium bestätigt, haben sich insgesamt vier Personen mit der neuen Mutante angesteckt. Die Infizierten waren zuvor in Indien auf Reisen.

+++ 02:20 Ethikrat hadert weiter mit Freiheiten für Geimpfte +++
Die jüngste Aufhebung von Corona-Auflagen für Geimpfte und Genesene belastet nach Einschätzung des Deutschen Ethikrats vor allem die jüngere Generation und wird in der Gesellschaft zu Konflikten führen. Kinder, Jugendliche, Auszubildende und Studenten hätten "einen doppelten Nachteil", denn sie seien "nicht geschützt und dürfen weniger", sagte Ethikratsvorsitzende Alena Buyx den Funke-Zeitungen. "Geimpfte dagegen haben den doppelten Vorteil: Sie sind geschützt und dürfen mehr. Wir haben also ein echtes Solidaritäts- und Gerechtigkeitsproblem in unserer Gesellschaft und wir erleben eine soziale Spannung", sagte Buyx. Man müsse aufpassen, dass "die Spannung nicht zur Spaltung wird".

+++ 01:30 Notstand in Spanien beendet +++
Der zur Eindämmung der Corona-Pandemie ausgerufene Notstand in Spanien ist nach sechseinhalb Monaten zu Ende gegangen. Die meisten der teils sehr strengen Einschränkungen des öffentlichen Lebens liefen im einstigen Infektions-Hotspot der EU um Mitternacht aus. Dazu gehörte zum Beispiel die Abriegelung zahlreicher Regionen, in denen bisher Ein- oder Ausreisen ohne triftigen Grund verboten waren. Die Bewohner der Hauptstadt Madrid dürfen zum Beispiel seit Sonntag wieder ans Meer nach Andalusien, Valencia oder Katalonien.

+++ 01:00 Auch Polizei fürchtet Impfpass-Täuscher +++
Angesichts der Lockerungen für vollständig Geimpfte und Genesene, die seit Mitternacht gelten, warnt auch die Gewerkschaft der Polizei (GdP) vor Täuschungsversuchen. "Es gibt keine Standards für die Ausstellung von Attesten für Corona-Genesene. Dies lässt Spielraum für Täuschungsversuche", sagte GdP-Vize-Chef Jörg Radek den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Die Einsatzkräfte werden ihre Erfahrung aus der Nachschau von Führerscheinen oder Reisepässen auf die Kontrolle von Impfbüchern anwenden." Der GdP-Vize drängte darauf, dass Impfausweise künftig besser mit technischen Mitteln gegen Fälschungen abgesichert werden. "Dazu gehört auch die moderne Ausstattung der Polizei. An den Grenzen können Beamte mit speziellen Scannern Dokumente einlesen. Das geht mit Impfbüchern bisher nicht. Hier muss zügig nachgerüstet werden", hob Radek hervor.
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+++ 00:30 Impfpass-Fälscher riskieren Haftstrafe +++
Bundesjustizministerin Christine Lambrecht hat davor gewarnt, Impfnachweise über eine Corona-Schutzimpfung zu fälschen. "Ich kann nur eindringlich davor warnen, Impfausweise zu fälschen oder sich gefälschte Impfausweise, Test- oder Genesenen-Nachweise zu verschaffen und diese zu nutzen", sagte die SPD-Ministerin der "Welt am Sonntag". Wer dies tue, setze andere der Gefahr einer schweren Erkrankung aus und verhindere eine wirkungsvolle Bekämpfung der Pandemie. Eine solche Fälschung sei "kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat, die mit empfindlicher Geldstrafe oder mit Freiheitsstrafe geahndet werden kann", sagte Lambrecht.

+++ 00:00 Freiheiten für Geimpfte und Genesene: Verordnung in Kraft +++
Vollständig gegen das Coronavirus geimpfte oder von der Krankheit genesene Menschen haben in Deutschland ab sofort wieder mehr Freiheiten. Eine von Bundestag und Bundesrat in dieser Woche beschlossene Verordnung tritt um Mitternacht in Kraft. Für die Geimpften und Genesenen entfallen damit Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen, sie werden zudem Menschen mit negativem Testergebnis gleichgestellt. Geimpfte und Genesene brauchen fortan keinen negativen Test mehr, wenn sie zum Beispiel einkaufen oder zum Friseur gehen oder einen botanischen Garten besuchen. Wer geimpft oder genesen ist, kann sich zudem im privaten Rahmen ohne Einschränkungen treffen. Auch Ausgangsbeschränkungen gelten für sie nicht mehr. Die Erleichterungen gelten 14 Tage nach der vollständigen Impfung.

+++ 23:15 Keine rote Zone mehr: Italien kommt auf Inzidenz 123 +++
Italiens Gesundheitsminister Roberto Speranza hat einen Erlass unterschrieben, wonach es ab Montag keine Roten Zonen mit besonders strengen Corona-Sperren in Italien mehr gibt. Im wöchentlichen Corona-Lagebericht sprachen die Experten des Gesundheitsministeriums am Freitag von einer weiter langsam sinkenden Infektionskurve. Demnach lag der aktuell berechnete 7-Tage-Inzidenzwert bei durchschnittlich 123 Fällen je 100.000 Einwohnern nach 148 in der Vorwoche.
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+++ 22:31 Unionsfraktionsvize Linnemann kritisiert Corona-Politik der Union +++
Der Vize-Fraktionsvorsitzende der Union, Carsten Linnemann, kritisiert die Corona-Politik der Union. Dem Nachrichtenportal "t-online" sagt Linnemann: "Natürlich wurden Fehler gemacht bei der Bestellung der Masken. Natürlich war die Runde der Ministerpräsidentenkonferenz eigentlich seit dem vergangenen Sommer schon nicht mehr die angemessene Form der Entscheidungsfindung. Und natürlich hat die Impfstoffbeschaffung viel zu lange gedauert." Er wünsche sich, dass man nun "pragmatischer in dieser Krise" agiere.

+++ 22:07 Tourismusangebote in innerer Lübecker Bucht wieder geöffnet +++
Seit heute sind die Tourismusangebote in der inneren Lübecker Bucht wieder für Gäste geöffnet. Damit sind in den Orten Timmendorfer Strand, Scharbeutz, Sierksdorf und Neustadt erneut Restaurantbesuche und Übernachtungen möglich. Die Nachfrage ist groß und die Übernachtungsmöglichkeiten sind fast alle ausgebucht, wie eine Sprecherin der Timmendorfer Strand Tourismus GmbH sagte. An den Strandpromenaden war die Zahl der Ausflügler nach Angaben einer Polizeisprecherin noch überschaubar. Die Lübecker Ordnungskräfte seien zwar verstärkt mit Streifenwagen in der Bucht unterwegs, die Lage sei aber ruhig. "Wahrscheinlich wird das morgen anders sein, wenn die Temperaturen entsprechend hoch sind", vermutete die Sprecherin.

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Ein Stand-Up-Paddler paddelt auf der Ostsee. Unter strengen Bedingungen haben Hotels, Campingplätze und Restaurants an der Lübecker Bucht wieder geöffnet.

(Foto: picture alliance/dpa)

+++ 21:41 Bericht: Deutschland könnte Daten für digitalen Impfausweis zu spät erfassen +++
Eigentlich soll es ab Juni für alle EU-Bürger einen Corona-Impf-Nachweis auf dem Handy geben, mit dem sie unbürokratisch in Europa reisen können. Doch während Frankreich, Kroatien, Spanien und Dänemark startklar sind, hakt es laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung in Deutschland. Grund dafür sei, dass Deutschland die Daten vollständig geimpfter Bürger bisher nicht digital erfasst. Die Folge? Wenn die Bundesregierung ihre Impf-App fertig gestellt hat, müssten die bis dahin Geimpften mit ihrem gelben Impfausweis noch einmal zum Arzt, ins Impfzentrum oder in die Apotheke fahren, schreibt die Zeitung weiter. Dort solle dann der Impfeintrag geprüft und ein Code für den digitalen Impfausweis ausgedruckt werden. Das Gesundheitsministerium rechnet laut Bericht damit, dass die digitale Erfassung zwischen Mitte Mai und Ende Juni starten kann. IT-Experten der EU-Kommission sind nach Informationen der Zeitung aber skeptisch, ob Deutschland den Rückstand rechtzeitig aufholen kann.

+++ 21:22 Niedersachsens Ministerpräsident räumt Fehler bei Bekämpfung der Pandemie ein +++
Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hat Fehler in der Corona-Pandemie zugegeben. Keiner der politisch Verantwortlichen habe alles richtig gemacht, sagte der SPD-Politiker im "Interview der Woche" des Deutschlandfunks. "Und keiner von uns geht ohne Schrammen aus der Pandemiebekämpfung heraus." Jeder aber habe sich "in den vergangenen Monaten persönlich die allergrößte Mühe gegeben, der Verantwortung gerecht zu werden". Als größten Fehler sah Weil, dass Deutschland insgesamt unvorbereitet in die Pandemie hineingestolpert sei - obwohl entsprechende Szenarien seit 2012 in den Schubladen gelegen hätten. In den Pandemieplänen der Bundesländer wird durchgespielt, wie ein gefährliches Virus sich global weiterverbreiten könnte. Weil räumte auch Fehler bei der Eindämmung der Pandemie in Alten- und Pflegeheimen ein. Die Bilanz dort sei "niederschmetternd".

+++ 20:54 Thüringen registriert die meisten neuen Fälle je 100.000 Einwohner +++
Heute weist Thüringen die meisten neuen Fälle je 100.000 Einwohner aus, fast gleichauf dahinter liegen Sachsen und Sachsen-Anhalt. Mit Sachsen, Baden-Württemberg, Thüringen und Sachsen-Anhalt weisen weiterhin vier Bundesländer mehr als 400 aktive Fälle je 100.000 Einwohner auf.

+++ 20:24 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 14.242 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.511.740 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 14.242 neue Fälle hinzu. Das sind 3751 Fälle weniger als am Sonnabend der Vorwoche (damals 17.993). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 186 auf 84.663. Als aktuell infiziert gelten rund 276.373 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,94 angegeben (Vortag: 0,87). Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,91 (Vortag: 0,91). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 4610 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2797 davon werden beatmet. Rund 3954 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.


Alle Entwicklungen vom Vortag lesen Sie hier.

Quelle: ntv.de, mau/hek/dpa/AFP/rts

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