Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:19 Sicherheitsbedenken: WHO setzt klinische Hydroxychloroquin-Tests aus +++

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) setzt klinische Tests des Malariamittels Hydroxychloroquin zur Behandlung von Covid-19 wegen Sicherheitsbedenken aus. Die Tests in mehreren Ländern seien "vorübergehend" eingestellt worden, während die Sicherheit des Medikaments überprüft werde, sagt WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Die Entscheidung sei nach der Veröffentlichung einer Studie gefallen, wonach eine Behandlung mit Hydroxychloroquin möglicherweise die Sterblichkeitsrate erhöht. Die WHO warnt zudem vor einer erneuten Steigerung der Corona-Infektionszahlen und rief zu "höchster Alarmbereitschaft" auf.

+++ 22:33 Belgische Eisenbahn will Mitarbeiter mit Kameras kontrollieren +++
Die belgische Eisenbahn will mit intelligenten Kameras sicherstellen, dass ihre Mitarbeiter Schutzmasken tragen und die Abstandsregeln beachten. Ab kommender Woche sollen die Kameras an fünf Orten in den Bürogebäuden des Infrastrukturbetreibers Infrabel getestet werden, wo Techniker normalerweise wie etwa in der Cafeteria zusammenkommen. Rücken sich die Mitarbeiter zu nahe oder tragen sie keine Maske, erklingt ein Warnton. Eine mit künstlicher Intelligenz ausgerüstete Software soll die Bilder der Kameras auswerten.

+++ 21:58 Regierung in London lockert Corona-Maßnahmen +++
In England dürfen zahlreiche Geschäfte im Juni wieder öffnen. Das kündigte Premierminister Boris Johnson in London an. So dürfen dann unter anderem Bekleidungsgeschäfte, Möbelläden, Fachgeschäfte für Elektronik oder Bücher, Auktionshäuser und Schneidereien ihre Dienste anbieten. Bereits vom 1. Juni an können Märkte im Freien wieder ihre Waren verkaufen. Johnson hatte am 23. März alle Läden, die nicht wie Supermärkte und Pharmazien der Grundversorgung dienen, zur Pandemie-Eindämmung schließen lassen. Die Landesteile Schottland, Wales und Nordirland gehen im Kampf gegen das Coronavirus ihren eigenen Weg.

 

+++ 21:29 Spanien senkt Zahl der Todesopfer um 2000 +++
Spanien korrigiert die Zahl der Corona-Toten im Land um fast 2000 auf 26.834 herunter. Eine Überprüfung der Daten habe ergeben, dass einige Todesfälle zwei Mal gezählt worden seien, teilt das Gesundheitsministerium mit. Bei weiteren Fällen habe sich gezeigt, dass im Gegensatz zur ursprünglichen Annahme keine Infektion mit dem Coronavirus vorgelegen habe. Die Zahl der bestätigten Ansteckungen wurde um 372 Fälle auf 235.400 herunterkorrigiert.

 

+++ 21:00 Zwei Bundesländer ohne Neuinfektionen +++
In Deutschland ist die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Fälle auf 178.864 gestiegen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung steigt auf 8308. Als genesen gelten 159.421 Patienten. 11.135 Personen gelten aktuell als infiziert. In insgesamt zwölf Bundesländern liegt die Zuwachsrate bei den Neuinfektionen im einstelligen Bereich. Dazu zählen Brandenburg, Bremen und Sachsen. Hamburg und Mecklenburg Vorpommern vermelden keine Neuinfektionen.

 

+++ 20:36 Ansteckungsrate in Deutschland sinkt +++
Der Reproduktionswert R ist in Deutschland erneut gesunken. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) beträgt er aktuell 0,83. Das bedeutet, dass zehn Infizierte im Schnitt acht Menschen mit dem Coronavirus anstecken. Am Sonntag hatte R bei 0,94 gelegen. Das neuere 7-Tage-R, das weniger schwankungsanfällig ist und Neuerkrankungen eines etwas größeren Zeitraums berücksichtigt, ging ebenfalls zurück: von 0,93 auf 0,84.

 

+++ 20:10 Thüringen will Krisenstab auflösen +++
Angesichts niedriger Infektionszahlen will das Thüringer Innenministerium den Landeskrisenstab zur Corona-Pandemie vorerst auflösen. Minister Georg Maier wolle diesen Schritt kommende Woche im Kabinett vorschlagen, sagte eine Sprecherin. Es sei nicht mehr zu vertreten, den Stab sieben Tage die Woche 24 Stunden im Dienst zu halten, wurde Maier zitiert. Allerdings könne er bei einem Anstieg der Infektionen innerhalb weniger Stunden wieder die Arbeit aufnehmen. Den Angaben nach sind im Landeskrisenstab rund zehn Mitarbeiter aus verschiedenen Bereichen beschäftigt. Er koordiniert alle Aktivitäten zwischen den beteiligten Ministerien und Landesbehörden.

+++ 19:41 Sicherheitsbedenken: Test von Trumps "Gottesgeschenk" gestoppt +++
Ein klinischer Test an Covid-19-Patienten mit dem Wirkstoff Hydroxychloroquin ist wegen Sicherheitsbedenken ausgesetzt worden. Zunächst sollten nun sicherheitsrelevante Daten überprüft werden, kündigt der Chef des Weltgesundheitsorganisation WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, an. US-Präsident Trump hatte im März und April immer wieder für Hydroxychloroquin als Therapie für Covid-19-Patienten geworben. Das Malaria-Medikament sei ein "Geschenk Gottes", schwärmte er damals. Vergangene Woche teilte Trump mit, er nehme Hydroxychloroquin regelmäßig als Coronavirus-Prophylaxe. Ende April warnte die US-Lebensmittel- und Arzneibehörde (FDA) vor dem angeblichen Wundermittel: Es gebe keine belastbaren Beweise einer Wirksamkeit gegen Covid-19, das Mittel erhöhe aber das Risiko lebensgefährlicher Herzrhythmus-Störungen.

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+++ 19:11 Bund und Länder vertagen Beschluss zu Kontaktbeschränkungen +++
Bund und Länder haben sich zunächst noch nicht auf eine Verlängerung der Kontaktbeschränkungen in der Corona-Krise verständigen können. Wie die Deutsche Presse-Agentur am Abend aus Verhandlungskreisen erfuhr, dauern die Beratungen noch an. Die Ländervertreter sollen zunächst an diesem Dienstag mit den jeweiligen Regierungen Rücksprache halten. Kanzleramtschef Helge Braun hatte heute mit den Chefs der Staatskanzleien der Länder beraten, ob und wie die zunächst bis zum 5. Juni geltenden Kontaktbeschränkungen verlängert werden sollen. In einer Beschlussvorlage für die Schalte war die Rede davon, dass die Beschränkungen bis zum 29. Juni verlängert werden sollen.

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+++ 18:34 WHO warnt vor "stiller" Epidemie in Afrika +++
Die Weltgesundheitsorganisation WHO warnt vor einer "stillen" Ausbreitung der Corona-Epidemie in Afrika. Seine größte Sorge sei, dass ein Mangel an Corona-Tests auf dem Kontinent zu einer stillen Epidemie führe, sagte der WHO-Vertreter Samba Sow. "Wir müssen die Staats- und Regierungschefs  weiter dazu dringen, die Tests voranzutreiben." Nach Angaben der WHO haben sich in Afrika nachweislich bislang mehr als 100.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

+++ 18:01 Corona-Kurs: Schäuble springt Ramelow zur Seite +++
Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat Verständnis für die von Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow geplante weitgehende Aufhebung der Corona-Beschränkungen geäußert. "Wenn man weiter vorsichtig ist und notfalls auch diese Lockerungsmaßnahmen wieder zurücknimmt, dann ist das Risiko nicht unvertretbar", sagte Schäuble in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP. Allerdings sei klar: Ramelow "geht ein hohes Risiko ein", so der CDU-Politiker. "Der, der entscheidet, trägt das Risiko, und das weiß der Ministerpräsident von Thüringen." Ramelows Entscheidung sei "richtigerweise in einem hohen Maße umstritten". Es sei aber "eine Stärke unseres föderalen Systems, dass man auf regional unterschiedliche Situationen regional unterschiedlich reagieren" könne.

+++ 17:27 Spanien will Quarantäne-Vorschrift für ausländische Touristen aufheben +++ Spanien will die derzeit noch geltende Quarantäne-Vorschrift für ausländische Touristen zum 1. Juli abschaffen. Dies teilte die Regierung in Madrid mit. Wegen des Coronavirus gilt derzeit für alle nach Spanien Einreisenden - Ausländer und Spanier - die Vorschrift, dass sie 14 Tage in Quarantäne müssen. Bereits am Samstag hatte Ministerpräsident Pedro Sánchez verkündet, dass ab Juli wieder Touristen ins Land kommen dürften - unklar war da noch, unter welchen Bedingungen.

+++ 17:01 Besuchern von Restaurant im Kreis Leer droht Geldstrafe +++
Nach etlichen Corona-Infektionen im Landkreis Leer nach dem Eröffnungsabend eines Restaurants drohen nicht nur dem Betreiber, sondern auch den Besuchern empfindliche Strafen. Das kündigte Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann in Hannover an. Bei der Eröffnung sei es offenbar zu mehreren Verstößen gegen die Corona-Auflagen gekommen, unter anderem habe es Händeschütteln und Umarmungen gegeben, sagte die Ministerin. Die Zahl der positiv getesteten Menschen, die am 15. Mai in dem Lokal in Moormerland waren, war im Laufe des Sonntags auf 14 gestiegen. Hinzu kamen vier weitere Personen, die sich in der Folge angesteckt hatten. Für 133 Menschen wurde häusliche Quarantäne angeordnet.

+++ 16:28 Mehr als 4000 Corona-Tote in Schweden +++
In Schweden sind nach Angaben der Gesundheitsbehörden bislang 4029 Menschen an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Die Rate der registrierten Sterbefälle ist in dem Land um ein Vielfaches höher als etwa in Norwegen oder Deutschland. In Schweden kamen bislang 40 Todesfälle auf 100.000 Einwohner. In Norwegen sind es 4,4 - in Deutschland rund 10 von 100.000. Anders als in vielen anderen Ländern hat die Regierung in Schweden beispielsweise nicht die Schulen geschlossen, sondern die Bürger lediglich gebeten, Abstand zu halten und die Hände zu waschen. Angesichts der Zahlen ist die schwedische Strategie bei Experten heftig umstritten.

 

 

+++ 15:57 Neues Corona-Medikament wird in Deutschland getestet +++
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat den Wirkstoff ABX464 zur klinischen Prüfung mit Covid-19-Patienten zugelassen. Das bestätigte ein Behördensprecher. Nach Angaben des französischen Herstellers Abivax SA geht es um eine placebokontrollierte Studie zur frühzeitigen Behandlung von 1034 älteren Covid-19-Patienten oder Hochrisikopatienten. Davon sollten 200 in Deutschland rekrutiert werden, teilte das BfArM mit. Die Studie soll ergründen, ob ABX464 die Vervielfältigung des Virus unterbinden kann. Mit ersten Ergebnissen wird im kommenden Jahr gerechnet. ABX464 kommt ursprünglich aus dem HIV-Bereich. Es ist dort aber auch noch in der Studienphase. Auch als Mittel zur Behandlung der Darmerkrankung Colitis ulcerosa wurde es bereits getestet, aber noch nicht zugelassen.

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+++ 15:22 Mediziner: Corona lässt sich nicht immer mit Abstrich nachweisen +++
Eine Infektion mit dem Coronavirus lässt sich Wissenschaftlern zufolge nicht immer über einen Abstrich aus dem Mund-, Nasen- oder Rachenraum nachweisen. Diese gängige Form des Testens könne selbst bei einer Infektion negativ ausfallen, berichten Mediziner des Universitätsklinikums Freiburg in der "Deutschen Medizinischen Wochenschrift". Dies zeige ein Infizierter aus Freiburg, bei dem drei Rachenabstriche negativ ausgefallen seien. Die Experten empfehlen daher die Analyse weiterer Proben aus dem Stuhl oder aus tiefem Atemwegssekret, wenn der übliche Abstrich trotz begründetem Verdacht wiederholt negativ ausfalle. Der Abstrich aus Mund, Nase oder Rachen ist gängige Praxis, um eine Corona-Infektion nachzuweisen. Mittlerweile mehren sich jedoch Hinweise, dass diese Methode nicht immer zuverlässig ist, sagte der Mediziner Daniel Hornuß von der Uniklinik Freiburg.

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+++ 14:55 Therapeuten bieten kostenlose Telefonberatung für Pflegekräfte +++
Pflegekräfte, die in der Corona-Krise besonders belastet sind, können ab morgen eine kostenlose psychotherapeutische Beratung per Telefon in Anspruch nehmen. Die Bundespsychotherapeutenkammer und der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe wiesen heute auf das neue Hilfsangebot hin. Über die Internetseite www.psych4nurses.de können ab Dienstag kurzfristig und bundesweit 30-minütige Beratungstermine gebucht werden, hieß es. "Obwohl fast überall eine Überlastung vorhandener Ressourcen bisher insgesamt erfolgreich vermieden werden konnte, durchlebten viele beruflich Pflegende in ambulanten Diensten, Heimen und Krankenhäusern Extremsituationen psychischer Belastung", sagte Christel Bienstein, Präsidentin des Berufsverbandes für Pflegeberufe.

+++ 14:27 Ramelow nimmt Stellung zu Thüringens Corona-Kurs +++
Thüringens vermeintlich radikaler Corona-Kurswechsel handelt dem Land scharfe Kritik ein. Ministerpräsident Bodo Ramelow sieht sich und seine Politik missverstanden und erklärt im ntv-Interview, was eigentlich geplant ist.


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+++ 13:59 Dänemark lässt deutsche Großeltern einreisen +++
Deutsche Großeltern, deren Enkelkinder in Dänemark leben, können ihre Koffer packen. Die dänische Regierung lässt wieder deren Einreise aus Deutschland sowie den anderen vier nordischen Ländern zu. Auch unverheiratete Pärchen können sich auf ein Wiedersehen freuen. Partner aus den entsprechenden Ländern können ebenfalls wieder nach Dänemark reisen. Vorausgesetzt, sie sind seit mindestens einem halben Jahr mit der in Dänemark lebenden Person zusammen. Für Ehepartner gilt diese Regelung schon länger. Außerdem werden Deutsche und Skandinavier, die ein Ferienhaus in Dänemark haben, wieder über die Grenze gelassen. Bis Ende der Woche will die dänische Regierung mitteilen, wie der Tourismus in den Sommermonaten schrittweise wieder in Gang kommen soll.

+++ 13:43 Merkel will an Abstandspflicht festhalten - vorerst +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel besteht darauf, dass die zentralen Verhaltensregeln Pflicht bleiben. Für Abstand und Hygieneregeln wolle sie über den 5. Juni hinaus weiter verbindliche Anordnungen und nicht nur Gebote, sagt ihr Sprecher Steffen Seibert. Am 5. Juni enden die bisherigen Vorschriften. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow hatte dagegen angekündigt, die Regeln sollten in seinem Land dann außer Kraft sein und gegebenenfalls durch lokale Regelungen ersetzt werden.

+++ 13:24 Niederlande: Mensch steckt sich bei Nerz mit Corona an +++
In den Niederlanden hat sich offenbar ein weiterer Mensch bei einem mit dem Coronavirus infizierten Nerz angesteckt. Das Agrarministerium teilt mit, es sei auf einen zweiten Fall gestoßen, bei dem wohl von einer solchen Ansteckung auszugehen sei. Gleichzeitig bekräftigt Ressortchefin Carola Schouten in einem Brief ans Parlament, dass außerhalb der Farmen, in denen Nerze wegen ihres Fells gezüchtet werden, das Risiko einer Übertragung von Tier auf Mensch nach Einschätzung des Nationalen Gesundheitsinstituts vernachlässigbar sei. Den ersten Verdachtsfall hatte die Regierung vergangene Woche gemeldet.

+++ 13:13 Wiener Ärzten gelingt erste Corona-Lungentransplantation +++
An der Medizinischen Universität Wien ist eine Lungentransplantation bei einer Corona-Erkrankten geglückt. Nach Angaben der Universität handele es sich um die erste Covid-19-Lungentransplantation überhaupt in Europa. Der Eingriff sei dringend notwendig gewesen, die 45 Jahre alte Patientin wäre sonst voraussichtlich aufgrund eines schweren Lungenversagens gestorben. Die Transplantation erfolgte bereits vor einer Woche. Die Patientin war nach Informationen der Medizinischen Universität ohne Vorerkrankungen und vor der Corona-Infektion bei bester Gesundheit gewesen. Bald nach der Erkrankung habe sich der Zustand der Frau aber so sehr verschlechtert, dass sie beatmet werden musste. "Die Lage war aussichtslos. Die Lunge war wie ein Klotz, da war nichts mehr über", erklärte der Klinikleiter Walter Klepetko.

+++ 12:55 Ansteckungsrate in Berlin zum dritten Mal über Grenzwert +++
Die Entwicklung der Corona-Ansteckungsrate in der Hauptstadt muss nach Einschätzung von Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci in den nächsten Tagen genau beobachtet werden. Dass die sogenannte Reproduktionszahl nun bei 1,37 und damit zum dritten Mal in Folge über dem Wert von 1,2 liege, könne ein Indiz für einen Trendwechsel bei den Neuinfektionen sein, sagte die SPD-Politikerin im Gesundheitsausschuss des Abgeordnetenhauses. Man müsse nun schauen, ob sich Werte in dieser Höhe verfestigten. Die Entwicklung sei wegen möglicher Schwankungen bei niedrigen Infektionszahlen aber mit Vorsicht zu genießen, sagte Kalayci. Die Zahl der bekannten Corona-Fälle in Berlin war von Samstag auf Sonntag um nur fünf auf 6641 gestiegen.

+++ 12:41 Klingbeil: Ramelow lässt sich von Verschwörungsanhängern leiten +++
SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil hat Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow vorgeworfen, sich mit der geplanten Abschaffung der Corona-Schutzmaßnahmen von Verschwörungsanhängern leiten zu lassen. "Ich erwarte von einem Politiker, dass man führt, dass man Orientierung gibt, aber dass man sich nicht von ein paar Tausend Menschen, die sich mit Verschwörungstheorien auf die Plätze stellen, leiten lässt", sagte Klingbeil der "Bild"-Zeitung. "Wenn der einzige Applaus, den man bekommt, von Attila Hildmann und Christian Lindner kommt, muss Herr Ramelow sich fragen, ob er alles richtig gemacht hat." Dessen Plan halte Klingbeil für gefährlich. So entstünde der Eindruck, dass alles überwunden sei. "Das ist ein völlig falsches Signal."

+++ 12:30 Internes Papier: Bund will Regeln für private Treffen lockern +++
In einer aktualisierten Beschlussvorschlage des Bundes, die der RTL/ntv-Redaktion vorliegt, heißt es, dass in der Öffentlichkeit weiterhin ein Abstand von 1,5 Metern eingehalten und in bestimmten Bereichen eine Maske getragen werden muss. Bis zum 5. Juli gelten außerdem neue Regelungen zu den Kontaktbeschränkungen. Private Treffen dürfen im Freien mit maximal zehn Personen oder den Angehörigen zweier Haushalte stattfinden. Bisher waren nur Treffen mit Personen aus zwei unterschiedlichen Haushalten erlaubt. Wer sich privat in seiner Wohnung trifft, soll weiterhin Abstand halten und für ausreichend Belüftung sorgen. Dabei sind höchstens zehn Personen oder die Angehörigen zweier Haushalte zulässig. In Regionen mit höheren Infektionszahlen sollen laut Beschlussvorlage "weitergehende Kontaktbeschränkungen erlassen werden".

+++ 12:13 Virus unter Kontrolle: Japan hebt Ausnahmezustand auf +++
Japan hebt den landesweiten Ausnahmezustand auf. Die Notmaßnahme solle noch heute enden, kündigt Ministerpräsident Shinzo Abe an. Japan sei es gelungen, die Ausbreitung des Virus in weniger als zwei Monaten unter Kontrolle zu bringen. Am 14. Mai hatte die Regierung angesichts sinkender Infektionszahlen für den größten Teil des Landes die Kontaktsperren gelockert, die Hauptstadt Tokio und vier weitere Präfekturen aber noch unter Beobachtung belassen. Japan zählte dem staatlichen Rundfunksender NHK zufolge zuletzt insgesamt 16.600 Infektionen und 839 Todesfälle. Damit konnte die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt die Epidemie stärker eindämmen als andere Länder.

+++ 11:51 Urlaubsflieger darf nicht landen - Rückflug nach Deutschland +++
Der Ferienflieger Eurowings hat die Saison-Premiere auf der Mittelmeer-Insel Sardinien gründlich verpatzt. Am Samstag musste ein Airbus A 320 zum Startflughafen Düsseldorf zurückfliegen, weil Olbia an der Costa Smeralda für internationale Flüge noch bis zum 24. Juni gesperrt war. Das hätte auch die Lufthansa-Tochter wissen können, wie ein Sprecher am Montag einräumte. Die Einschränkungen waren in den obligatorischen "Notice to Airmen" (Notam) nachzulesen, die bei jedem Flug berücksichtigt werden müssen. Es habe im Vorfeld ein "Missverständnis" bei der Interpretation der Notams gegeben, sagte der Sprecher. Die Passagiere seien umgebucht worden. Das immerhin führt zu überschaubaren Kosten, denn es waren laut Eurowings nur zwei.

+++ 11:30 Bund empfiehlt bundesweite Lockerung der Beschränkungen +++
Nicht nur Thüringen und Sachsen wollen die Corona-Beschränkungen weitgehend abschaffen. Aus einer Beschlussvorschlage des Bundes, die der RTL/ntv-Redaktion vorliegt, geht hervor, dass die Kontaktbeschränkungen bundesweit erheblich gelockert werden könnten. Der Bund empfiehlt in dem Papier zwar, in der Öffentlichkeit weiterhin einen Abstand von 1,5 Metern einzuhalten und in bestimmten Bereichen eine Maske zu tragen. Private Treffen können jedoch im Freien stattfinden und maximal 20 Personen umfassen. Bisher waren nur Treffen mit Personen aus zwei unterschiedlichen Haushalten erlaubt. Auch private Treffen in Wohnungen sollen wieder in größerem Kreis stattfinden dürfen - mit Abstand, ausreichender Belüftung und höchstens zehn Personen. Mit den aktuell niedrigen Infektionszahlen in Deutschland begründet das Entwurfspapier zudem, Beschränkungen im öffentlichen Raum ab dem 6. Juni nur noch dort aufrechtzuerhalten, "wo die regionale Dynamik im Infektionsgeschehen dies erfordert". Damit dürfte die festgelegte Obergrenze für Neuinfektionen gemeint sein.

Hinweis: Im Eintrag von 12:30 Uhr erwähnen wir eine aktualisierte Fassung der Beschlussvorlage. Diese unterscheidet sich inhaltlich von der früheren Version.

+++ 11:02 Ifo: Deutsche Geschäftsleute wieder etwas optimistischer +++
Die Stimmung deutscher Unternehmen hat sich nach einem historischen Einbruch wegen der Corona-Krise etwas aufgehellt. Wie das Münchner Ifo-Institut mitteilte, stieg das von ihm erhobene Geschäftsklima im Mai um 5,3 Punkte auf 79,5 Zähler. Der Anstieg ging von einem Rekordtief aus. Analysten hatten im Mittel mit einem Zuwachs auf 78,5 Punkte gerechnet. Die ersten Lockerungen der Corona-Beschränkungen sorgten für einen Hoffnungsschimmer, kommentierte Ifo-Präsident Clemens Fuest.

+++ 10:47 Spanien will Selbst-Quarantäne für Urlauber abschaffen +++
Ausländer können nach Angaben von Spaniens Tourismusministerin Reyes Maroto wohl ab Juli wieder in dem Land Urlaub machen. Eine Pflicht zur zweiwöchigen Selbst-Quarantäne dürfte bis dahin voraussichtlich aufgehoben sein, sagt sie dem Radiosender Onda Cero. Es sei daher "stimmig", einen Spanien-Sommerurlaub für Juli zu planen. Auch in Griechenland sieht es gut aus für Touristen: Erstmals seit mehr als zwei Monaten konnten alle Reisenden vom Festland zu allen Inseln der Ägäis und des Ionischen Meeres sowohl per Fähre als auch per Flugzeug gelangen. Zudem wurden landesweit die Tavernen, Bars und Cafes wieder geöffnet, wie übereinstimmend griechische Medien berichteten.

+++ 10:34 Streit zwischen Bund und Ländern: Corona-Kabinett abgesagt +++
Die für heute geplante Sitzung des Corona-Kabinetts ist abgesagt worden. Wie ntv erfuhr, gibt es offenbar Unstimmigkeiten zwischen Bund und Ländern, die Rede ist von "dringendem Gesprächsbedarf". Am Mittwoch soll das Corona-Kabinett mit dem normalen Kabinett nachgeholt werden. Kanzleramtschef Helge Braun müsse sich auf lange Gespräche einstellen, hieß es aus Unions-Kreisen.

+++ 10:28 Sachsen will Thüringen folgen +++
Auch in Sachsen naht das Ende der Corona-Beschränkungen. Ab 6. Juni könnte es eine weitgehende Freigabe geben, meldet die "Leipziger Volkszeitung". Bedingung sei, dass die Infektionszahlen niedrig bleiben, sagte Sozialministerin Petra Köpping. Statt wie bislang allgemeine Beschränkungen zu erlassen und viele Ausnahmen von diesen zu definieren, werde dann "generell alles freigegeben und nur noch das wenige an Ausnahmen benannt, was noch nicht möglich sein wird", erklärte Köpping. Zuvor hatte in Thüringen Ministerpräsident Bodo Ramelow ein Ende der Corona-Verbote angekündigt.

+++ 10:07 Drosten für vollständige Öffnung von Schulen und Kitas +++
Deutschlands wichtigster Virologe, Christian Drosten, schlägt vor, die vollständige Öffnung von Schulen und Kindertagesstätten anzugehen. Ermöglicht werden soll dies durch gezieltes Testen der Lehrer und Betreuer. Es gebe zwar keine Hinweise darauf, dass Kinder weniger infektiös seien als Ältere, so der Forscher der Berliner Charité. Er sehe aber die Notwendigkeit einer Öffnung von Schulen und Kitas und halte das Infektionsgeschehen dort für kontrollierbar. Drosten verweist darauf, dass Kinder in Schulen stets am gleichen Platz sitzen und von den gleichen Menschen betreut würden. Da fast alle infizierten Erwachsenen auch Symptome zeigten, könnten Lehrer und Erzieher eine "Anzeigerfunktion" bei neuen Ausbrüchen an Schulen und Kitas übernehmen. "Jeder symptomatische Lehrer muss sofort getestet werden", sagt Drosten und ergänzt: "Und auch jeder besorgte Lehrer muss oder darf einmal pro Woche getestet werden."

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+++ 09:52 "Verheerend": CDU-Spitze kritisiert Thüringens Vorpreschen +++
Das Vorpreschen Thüringens bei der Aufhebung von Lockerungen in der Corona-Krise ist in der CDU-Spitze kritisiert worden. In einer Videokonferenz des CDU-Präsidiums war von einem "verheerenden" Signal die Rede, wie die dpa aus Teilnehmerkreisen erfuhr. Man sei von den Plänen von Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow von den Linken überrascht worden. Kritik kam demnach etwa vom saarländischen Ministerpräsidenten Tobias Hans und von NRW-Regierungschef Armin Laschet.

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+++ 09:18 Altmaier macht Hoffnung auf Sommerurlaub im Ausland +++
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hält Sommerurlaub im Ausland bei Einhaltung von Sicherheitsstandards für machbar. Er sei "optimistisch, dass wir unsere Sommerferien nicht ausschließlich im Inland verbringen können", sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Dazu müssten dann vor Ort in den Urlaubsorten aber "klare Hygienekonzepte und Abstandsregelungen" beachtet werden. Der Urlaub in diesem Jahr werde in jedem Fall "anders aussehen, als wir das gewohnt sind", ergänzte der Bundeswirtschaftsminister. "Handtuch an Handtuch am Strand oder große Feiern auf engstem Raum wird es in diesem Jahr wohl nicht geben können".

+++ 08:57 Ausbruch in Leer: Auch Mitarbeiter der Meyer-Werft in Quarantäne +++
Nach dem Corona-Ausbruch infolge eines Restaurantbesuchs in Ostfriesland sind auch Mitarbeiter der Papenburger Meyer-Werft in Quarantäne. Einen entsprechenden Bericht des NDR bestätigte ein Firmensprecher. Dem NDR zufolge müssen "Mitglieder der Werft-Geschäftsführung und fast der gesamte Betriebsrat" zu Hause bleiben. Es gebe bisher 18 bestätigte Infizierte. Der Landkreis Leer sucht nach den positiven Corona-Tests in dem Fall weiter Gründe für die Infektionen.

+++ 08:36 RKI: Eine Stadt liegt wieder über der Infektionen-Obergrenze +++
Anders als am Wochenende liegt nach den aktuellen Daten des RKI wieder eine Region über der Obergrenze. Dabei handelt es sich um die Stadt Regensburg, wo es in den vergangenen beiden Wochen im Umland einen Ausbruch in einem fleischverarbeitenden Betrieb gegeben hat. Die aktuell hohen Infektionszahlen hängen aber wohl mit dem Ausbruch in einer Asylbewerberunterkunft vor einigen Tagen zusammen. Auch die Landkreise Greiz und Sonneberg erholen sich bisher nicht. Die Anzahl der Neuinfektionen ist dort und in angrenzenden Kreisen noch deutlich erhöht. Auffallend hoch ist zudem die 7-Tage-Inzidenz auch im Landkreis Osnabrück. Dort sind noch die Folgen eines Ausbruchs unter Arbeitern eines Zerlegebetriebs in Dissen zu erkennen. Der Ausbruch im Umfeld des Frankfurter Baptisten-Gottesdienstes ist in den RKI-Daten noch nicht zu sehen. In und um Frankfurt tauchen lediglich leicht erhöhte Inzidenzwerte auf.

+++ 08:13 Corona-Krise treibt Deutschland in eine Rezession +++
Die Corona-Krise trifft die deutsche Wirtschaft hart. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpfte im ersten Vierteljahr gegenüber dem Vorquartal um 2,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die Wiesbadener Behörde bestätigte damit erste Daten. Der Einbruch zum Jahresanfang war der stärkste Rückgang im Quartalsvergleich seit der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 und der zweitstärkste seit der deutschen Wiedervereinigung. Die privaten Konsumausgaben und der Export brachen im ersten Vierteljahr ein. Unternehmen investierten deutlich weniger in Maschinen, Geräte, Fahrzeuge und andere Ausrüstungen. Gestiegene Bauinvestitionen und Konsumausgaben des Staates verhinderten den Angaben zufolge einen noch stärkeren Absturz.

+++ 07:33 Berlin bietet Moskau Aufnahme von Corona-Patienten an +++
Nimmt Berlin bald Corona-Patienten aus Russland auf? Möglich wäre es. Denn wie der "Tagesspiegel" berichtet, bietet Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller der Partnerstadt Moskau an, Infizierte in den Krankenhäusern der Hauptstadt zu behandeln. Bisher habe es keine Reaktion aus Russland gegeben, sagte Müller der Zeitung. Er sei jedoch "nach wie vor offen", Patienten aufzunehmen. In einer Videoschalte mit anderen Bürgermeistern, unter anderem von Istanbul und London, hat Müller demnach über Erfahrungen mit der Krise gesprochen und Hilfe angeboten.

+++ 07:14 Corona-Lockdown bringt Vorteile für Erdbeben-Forscher +++
Der Corona-Lockdown könnte Erdbeben-Forschern neue Erkenntnisse unter anderem zu sogenannten Mikrobeben bescheren. Denn das durch den Menschen verursachte Rauschen in den gemessenen Signalen war zur Hochzeit der Beschränkungen deutlich reduziert, wie Joachim Ritter vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) erklärt. "Die Abnahme der Bodenbewegung war an vielen Stationen deutlich messbar." Die Folge: Dort waren Erdbeben-Signale besser zu erkennen als vor dem Corona-Lockdown. Die Forscher gehen davon aus, dass sie mehr Mikro-Beben aufspüren, die für die Vorhersage größerer Erdbeben von Bedeutung sind. "Normalerweise werden die Signale der kleinen Beben übertönt", so Ritter. Inzwischen rumort es mit der schrittweisen Rückkehr zum normalen Leben auf der Erdoberfläche wieder mehr.

+++ 06:53 Belohnung: Japan erwägt Sonderzahlung für medizinisches Personal +++
Als Dank für seinen unermüdlichen Kampf gegen das Coronavirus erwägt die japanische Regierung eine Belohnung für das medizinische Personal des Landes. Wie die japanische Tageszeitung "Tokyo Shimbun" berichtete, prüfe das Gesundheitsministerium eine Belohnung für Ärzte, Krankenschwestern und andere Mitarbeiter in medizinischen Einrichtungen von bis zu 200.000 Yen (1700 Euro) pro Person. Damit solle zugleich sichergestellt werden, dass die Krankenhäuser des Landes mit Blick auf eine mögliche zweite Infektionswelle auch weiterhin gewappnet bleiben, hieß es.

+++ 06:25 Altmaier will Arzneimittelproduktion in EU stärken +++
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier will sich auf EU-Ebene für ein gemeinsames europäisches Projekt für die Arzneimittelproduktion einsetzen. Der CDU-Politiker sagte: "Es ist keine gute Idee, die Globalisierung zurückzudrehen, aber es ist die richtige Idee, einseitige Abhängigkeiten zu minimieren und in sensiblen Bereichen die nationale Souveränität zu behaupten oder wiederzugewinnen." Altmaier sagte, er habe deshalb bereits zwei Initiativen bei der Halbleiterproduktion und Batteriezellenherstellung gemeinsam mit verschiedenen europäischen Partnern aufs Gleis gesetzt. "Ich kann mir auch gut ein gemeinsames europäisches Projekt für die Arzneimittelproduktion vorstellen. Auch hieran arbeiten wir bereits."

+++ 05:44 Lauterbach will Thüringen bremsen +++
SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hat die Bundesregierung aufgefordert, ein Signal gegen die angekündigten Corona-Lockerungen in Thüringen zu setzen. "Mit der Entscheidung in Thüringen droht ein bundesweiter Wettlauf der Länder, der aus medizinischer Sicht katastrophal wäre", sagte Lauterbach der "Rheinischen Post". "Das Corona-Kabinett sollte an diesem Montag unbedingt ein Gegensignal setzen, um das zu verhindern." Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow hatte angekündigt, vom 6. Juni an auf allgemeine, landesweit gültige Corona-Schutzvorschriften zu verzichten. Stattdessen sollen die Maßnahmen regional geregelt werden.

+++ 05:22 Umfrage: Japaner haben während des Notstands zugenommen +++
Mehr Essen, weniger Bewegung: Die Corona-Krise hat auch die allgemein eher schlanken Japaner das eine oder andere Pfund zulegen lassen. In einer Online-Umfrage gab mehr als ein Drittel der Frauen und Männer an, während des landesweiten Corona-Notstands zu Hause zugenommen zu haben, berichtet die japanische Nachrichtenagentur Jiji Press. Unter den 600 befragten Frauen und Männern im Alter zwischen 20 und 49 Jahren berichteten 42,7 Prozent der Frauen, "Corona-Fett" zugelegt zu haben. Bei den Männern waren es 30,4 Prozent. Demnach legten die Frauen durchschnittlich 2,6 Kilogramm und die Männer 3,3 Kilo zu.

+++ 04:40 Chiles Präsident: "Sind nah am Limit" +++
Angesichts der starken Zunahme von Coronavirus-Infektionen geraten die Krankenhäuser in Chile an ihre Grenzen. "Wir sind sehr nah am Limit, weil wir einen großen Anstieg hatten", sagte Präsident Sebastián Piñera bei der Einweihung einer provisorischen Klinik in Santiago de Chile am Sonntag. Die Zahl Corona-Infizierten in dem südamerikanischen Land stieg in den vergangenen Tagen stark und liegt nach Angaben des Gesundheitsministeriums mittlerweile bei knapp 70.000, 718 Patienten starben im Zusammenhang mit dem Virus. Der Großraum Santiago, in dem etwa acht Millionen Menschen - gut 40 Prozent der Gesamtbevölkerung Chiles - leben, steht unter Quarantäne.

+++ 03:54 Elf Neuinfektionen in China bestätigt +++
China bestätigt elf neue Coronavirus-Fälle. Nach Angaben der Nationalen Gesundheitskommission stammen alle Neuinfektionen von Einreisenden. Zehn der sogenannten "importierten Fälle" befinden sich in der Inneren Mongolei, einer in der südwestlichen Provinz Sichuan. Die Gesamtzahl der Covid-19-Erkrankten beläuft sich nach offiziellen Angaben auf 82.985. Die Zahl der Todesopfer bleibt unverändert bei 4.634.

+++ 03:17 Leer: Restaurantbesucher stecken vier weitere Menschen an +++
Die Zahl der Corona-Fälle im Zusammenhang mit einer Wiedereröffnungsfeier in einem Restaurant in Niedersachsen hat sich weiter erhöht. Inzwischen seien 18 Infektionen nachgewiesen worden, teilte der Landkreis Leer mit. 14 der Erkrankten seien am 15. Mai in dem Lokal zu Gast gewesen. Später hätten sich vier weitere Kontaktpersonen angesteckt. Am Samstag waren elf Corona-Fälle bestätigt worden. Für 118 Menschen wurde vorsorglich häusliche Quarantäne angeordnet.

+++ 02:40 Terrorexperten: Biowaffen-Anschläge werden wahrscheinlicher +++
Terrorexperten des Europarats warnen vor einer wachsenden Gefahr von Anschlägen mit Biowaffen nach der Corona-Pandemie. Der Erreger habe gezeigt, "wie verwundbar moderne Gesellschaften durch Virusinfektionen und ihr Erschütterungs-Potenzial sind", zitieren die Zeitungen der Funke Mediengruppe aus einer Stellungnahme des Europarats-Ausschusses für Terrorbekämpfung. Extremistische Gruppen würden diese Lektion aus der Pandemie nicht vergessen. Einige hätten bereits mit Bioterrorismus experimentiert, heißt es in der Analyse.

+++ 01:33 Mehr Corona-Förderung für Mittelstand geplant +++
Wirtschaftsminister Peter Altmaier will mittelständische Betriebe wegen der Corona-Pandemie noch stärker unterstützen. Firmen mit bis zu 249 Mitarbeitern sollen von Juni bis Dezember monatlich bis zu 50.000 Euro bekommen können. Das berichtete die "Neue Osnabrücker Zeitung" aus einem Eckpunktepapier aus dem Wirtschaftsministerium. Anträge sollen Firmen aus allen Wirtschaftsbereichen sowie Solo-Selbstständige und Freiberufler stellen können, deren Umsätze im April und Mai um mindestens 60 Prozent gegenüber den Vorjahresmonaten eingebrochen sind.

+++ 00:48 USA verbieten Einreisen aus Brasilien +++
Weil die Infektionszahlen in Brasilien rasant steigen, verbieten die USA nun Einreisen aus dem südamerikanischen Land. Das Einreiseverbot gilt für ausländische Staatsbürger, die sich in den zwei Wochen vor ihrer geplanten Einreise in die USA in Brasilien aufgehalten haben. Der Handel ist nach Angaben des Weißen Hauses nicht von der Maßnahme betroffen. Die USA hatten wegen der Corona-Pandemie bereits Einreisen unter anderem aus China, der Europäischen Union und Großbritannien verboten. Die Regelung gilt ab Freitag und ist zeitlich nicht begrenzt.

+++ 00:24 Infektionsgeschehen in Frankreich auf dem Level von Mitte März +++
In Frankreich schwächt sich die Pandemie deutlich ab: Die Zahl der neuen Virus-Toten und -Infizierten steigt so langsam wie zuletzt Mitte März. Den Behörden zufolge legt die Zahl der Toten um 35 auf 28.637 zu und die der bestätigten Infizierten um 115 auf 114.921. Trotz der verbesserten Lage müssten die Regeln zum "social distancing" aber in Kraft bleiben, sagt Umweltministerin Elsabeth Borne. Die Regierung wolle auch nicht, dass die Bürger in diesem Sommer ins Ausland reisen. Zudem müssten die strengen Beschränkungen in Paris bestehen bleiben, weil die Hauptstadt eine "rote Zone" mit Blick auf die Virus-Verbreitung sei.

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Segen aus sicherer Entfernung: Papst Franziskus.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

+++ 23:58 Franziskus segnet wieder Pilger auf dem Petersplatz +++
Erstmals seit der Aufhebung der Corona-Beschränkungen in Italien hat der Papst seinen Sonntagssegen vor Pilgern erteilt, die auf dem Petersplatz standen. Der 83-jährige Franziskus sprach zunächst sein Mittagsgebet in der Bibliothek des Apostolischen Palastes, das nach draußen übertragen wurde. Danach trat das katholische Kirchenoberhaupt ans Fenster des Palastes und segnete die Gläubigen aus großer Entfernung. Auf dem Platz waren allerdings nur wenige Menschen zugelassen. Zum Schutz vor Ansteckung mussten sie größeren Abstand voneinander halten. Der Petersplatz war seit März gesperrt gewesen und erst am Montag wieder geöffnet worden.

+++ 23:24 Bolsonaro ignoriert Schutzmaßnahmen +++
Ungeachtet der rasant steigenden Zahl der Corona-Infektionen in Brasilien verstößt Präsident Jair Bolsonaro bei seinen öffentlichen Auftritten weiterhin gegen die Abstandsregeln und die Hygienevorgaben. Wieder suchte er heute die Nähe zu seinen Anhängern, die sich vor dem Präsidentenpalast in Brasília versammelt hatten. Der rechtsextreme Politiker gab mehreren Demonstranten die Hand und umarmte einige von ihnen. Die Atemmaske, die er anfangs trug, hatte er da schon abgesetzt. Brasilien hat sich in den vergangenen Tagen zum zentralen Krisenherd der Corona-Pandemie in Südamerika entwickelt.

+++ 22:50 Müller: Berliner Kliniken könnten Moskauer Corona-Patienten behandeln +++
Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hat der Partnerstadt Moskau angeboten, Corona-Patienten in Berliner Krankenhäusern zu behandeln. "Zusammen mit der Charité hatten wir Italien ein Angebot gemacht, das letztlich nicht angenommen werden musste. Stattdessen nahm unsere Uniklinik Patienten aus Frankreich auf, wofür sich Präsident Emmanuel Macron vor einigen Tagen per Brief bei uns bedankte", sagte Müller dem "Tagesspiegel". "Wir wollen gern weiter helfen, wenn unsere Kliniken dafür Möglichkeiten sehen. Auch unserer Partnerstadt Moskau habe ich ein Angebot übermittelt." Bislang habe es keine Reaktion gegeben.

+++ 22:17 Einreiseerlaubnis für Saisonarbeitskräfte verlängert +++
Erntehelfer dürfen auch weiterhin nach Deutschland kommen. Die begrenzte Einreise von Saisonarbeitskräften sei unter strengen Auflagen bis 15. Juni verlängert worden, teilen das Landwirtschafts- und das Innenministerium mit. Die Landwirte seien für die Ernte und Pflanzarbeiten auf die Unterstützung ausländischer Fachkräfte angewiesen, heißt es. Das Kontingent von insgesamt 80.000 Arbeitskräften bleibe bestehen. Bisher seien rund 33.000 eingereist.

Anfang April war ein Korridor zur Einreise von jeweils 40.000 Arbeitskräften für April und Mai unter strengen Infektionsschutzauflagen geschaffen worden. Das Konzept wäre Ende Mai ausgelaufen.

+++ 21:46 Berliner R-Wert verharrt im roten Bereich +++
In Berlin befindet sich die Reproduktionszahl "R" zum zweiten Mal in Folge im roten Bereich. Nach Angaben der Senatsverwaltung für Gesundheit ist der Wert binnen 24 Stunden von 1,22 auf 1,23 gestiegen. Der Grenzwert liegt in Berlin bei 1,20. Wird dieser Wert auch am Montag überschritten, würde die erste von drei Berliner Corona-Ampeln von "grün" auf "rot" springen.

Anders als in den anderen Bundesländern gilt in Berlin kein starrer Wert von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche, um erneute Corona-Maßnahmen einzuleiten. Stattdessen orientiert sich der Senat an drei Werten:

  • Reproduktionszahl "R": Sie gibt an, wie viele andere Menschen eine infizierte Person ansteckt.
  • Neuinfektionen: Steigt der Wert auf 20 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche, ist die gelbe Ampelphase erreicht. Bei 30 Fällen die rote. Mit 5 Neuinfektionen liegt Berlin im grünen Bereich.
  • Kapazität der Intensivstationen: Sind mehr als 15 Prozent der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt, schaltet die Ampel auf "gelb", bei mehr als 25 Prozent auf "rot". Derzeit sind in Berlin 4,7 Prozent der Betten belegt.

+++ 21:20 Lehrer nach Aufsicht bei Abiturprüfung positiv getestet +++
Im bayerischen Landkreis Fürstenfeldbruck ist ein Lehrer inmitten der laufenden Abiturprüfungen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Mann arbeite am Graf-Rasso-Gymnasium, berichtet der "Münchner Merkur". Er habe am Mittwoch die Deutsch-Prüfung beaufsichtigt. Den Angaben zufolge befindet er sich bei gutem Zustand in Quarantäne.

Als Kontaktpersonen sind demnach sechs Schüler ermittelt worden. Sie sollen allerdings größeren Abstand zu dem Lehrer gehabt und nicht mit ihm gesprochen haben. Da auch keine weiteren Lehrer betroffen sind, setzt das Gymnasium die Prüfungen fort. Die sechs Schüler werden aus Sicherheitsgründen von anderen Schülern getrennt.

Hinweis: Die wichtigsten Entwicklungen des Vortages zur aktuellen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier nachlesen.

Quelle: ntv.de, ino/ibu/dpa/rts/AFP

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