Panorama

Ausbruch bei Party im Restaurant Kreis schickt 50 Menschen in Quarantäne

In einer Gaststätte im Landkreis Leer feiern mindestens 40 Menschen eine private Party. Der Preis ist hoch: Mehrere Gäste und der Wirt infizieren sich mit dem Coronavirus. Nun ist das Restaurant wieder zu, die Betroffenen stehen unter Quarantäne. An den Lockerungen hält das Land Niedersachen fest.

Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann sieht wegen der Corona-Fälle nach einer Restaurant-Wiedereröffnung im Kreis Leer keine Notwendigkeit, vom Lockerungskurs abzurücken. "Nach ersten Erkenntnissen ist das Infektionsgeschehen nicht auf einen normalen Restaurantbesuch zurückzuführen, stattdessen wurde dort offenbar eine private Party gefeiert", sagte Reimann. Das Land habe immer darauf hingewiesen, dass die Corona-Lockerungen mit einem gewissen Risiko verbunden seien.

In der Gaststätte "Alte Scheune" in der Gemeinde Moormerland im Kreis Leer waren wenige Tage nach einem Eröffnungsabend am 15. Mai mehrere Gäste und der Wirt positiv auf das Coronavirus getestet worden. Den Angaben zufolge haben sich insgesamt 40 Menschen in dem Restaurant aufgehalten. Abstands- und Hygieneregeln seien an dem Abend eingehalten worden, sagt der Besitzer der Gaststätte. Er bestätigte, dass vier Gäste und er selbst positiv getestet worden sind. Bei drei seiner Freunde sei das Virus ebenfalls nachgewiesen worden. Das Gesundheitsamt des Landkreises Leer hat für mindestens 50 Menschen vorsorglich häusliche Quarantäne angeordnet.

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Kurzes Vergnügen, das Restaurant hat nun wieder geschlossen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Niedersachsen zählte zu den ersten Bundesländern, in denen Restaurants wieder geöffnet werden durften. "Wir werden Ansteckungen auch in Zukunft nicht vollständig verhindern können", sagte Niedersachsens Gesundheitsministerin Reimann. Entscheidend sei in einem solchen Fall, dass von den Behörden vor Ort konsequent alle Kontakte nachverfolgt würden, um das Infektionsgeschehen so eng wie möglich einzugrenzen. "Genau das passiert nun im Landkreis Leer."

Die neuen Fälle verdeutlichten, dass das Virus nicht besiegt sei, erklärte die Ministerin. "Es ist noch da und wir müssen weiterhin sehr wachsam sein, um die großen Fortschritte der letzten Wochen nicht zu gefährden."

Quelle: ntv.de, chr/dpa