Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:58 Franziskus segnet wieder Pilger auf dem Petersplatz +++

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Segen aus sicherer Entfernung: Papst Franziskus.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Erstmals seit der Aufhebung der Corona-Beschränkungen in Italien hat der Papst seinen Sonntagssegen vor Pilgern erteilt, die auf dem Petersplatz standen. Der 83-jährige Franziskus sprach zunächst sein Mittagsgebet in der Bibliothek des Apostolischen Palastes, das nach draußen übertragen wurde. Danach trat das katholische Kirchenoberhaupt ans Fenster des Palastes und segnete die Gläubigen aus großer Entfernung. Auf dem Platz waren allerdings nur wenige Menschen zugelassen. Zum Schutz vor Ansteckung mussten sie größeren Abstand voneinander halten. Der Petersplatz war seit März gesperrt gewesen und erst am Montag wieder geöffnet worden.

+++ 23:24 Bolsonaro ignoriert Schutzmaßnahmen +++
Ungeachtet der rasant steigenden Zahl der Corona-Infektionen in Brasilien verstößt Präsident Jair Bolsonaro bei seinen öffentlichen Auftritten weiterhin gegen die Abstandsregeln und die Hygienevorgaben. Wieder suchte er heute die Nähe zu seinen Anhängern, die sich vor dem Präsidentenpalast in Brasília versammelt hatten. Der rechtsextreme Politiker gab mehreren Demonstranten die Hand und umarmte einige von ihnen. Die Atemmaske, die er anfangs trug, hatte er da schon abgesetzt. Brasilien hat sich in den vergangenen Tagen zum zentralen Krisenherd der Corona-Pandemie in Südamerika entwickelt.

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+++ 22:50 Müller: Berliner Kliniken könnten Moskauer Corona-Patienten behandeln +++
Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hat der Partnerstadt Moskau angeboten, Corona-Patienten in Berliner Krankenhäusern zu behandeln. "Zusammen mit der Charité hatten wir Italien ein Angebot gemacht, das letztlich nicht angenommen werden musste. Stattdessen nahm unsere Uniklinik Patienten aus Frankreich auf, wofür sich Präsident Emmanuel Macron vor einigen Tagen per Brief bei uns bedankte", sagte Müller dem "Tagesspiegel". "Wir wollen gern weiter helfen, wenn unsere Kliniken dafür Möglichkeiten sehen. Auch unserer Partnerstadt Moskau habe ich ein Angebot übermittelt." Bislang habe es keine Reaktion gegeben.

+++ 22:17 Einreiseerlaubnis für Saisonarbeitskräfte verlängert +++
Erntehelfer dürfen auch weiterhin nach Deutschland kommen. Die begrenzte Einreise von Saisonarbeitskräften sei unter strengen Auflagen bis 15. Juni verlängert worden, teilen das Landwirtschafts- und das Innenministerium mit. Die Landwirte seien für die Ernte und Pflanzarbeiten auf die Unterstützung ausländischer Fachkräfte angewiesen, heißt es. Das Kontingent von insgesamt 80.000 Arbeitskräften bleibe bestehen. Bisher seien rund 33.000 eingereist.

Anfang April war ein Korridor zur Einreise von jeweils 40.000 Arbeitskräften für April und Mai unter strengen Infektionsschutzauflagen geschaffen worden. Das Konzept wäre Ende Mai ausgelaufen.

+++ 21:46 Berliner R-Wert verharrt im roten Bereich +++
In Berlin befindet sich die Reproduktionszahl "R" zum zweiten Mal in Folge im roten Bereich. Nach Angaben der Senatsverwaltung für Gesundheit ist der Wert binnen 24 Stunden von 1,22 auf 1,23 gestiegen. Der Grenzwert liegt in Berlin bei 1,20. Wird dieser Wert auch am Montag überschritten, würde die erste von drei Berliner Corona-Ampeln von "grün" auf "rot" springen.

Anders als in den anderen Bundesländern gilt in Berlin kein starrer Wert von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche, um erneute Corona-Maßnahmen einzuleiten. Stattdessen orientiert sich der Senat an drei Werten:

  • Reproduktionszahl "R": Sie gibt an, wie viele andere Menschen eine infizierte Person ansteckt.
  • Neuinfektionen: Steigt der Wert auf 20 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche, ist die gelbe Ampelphase erreicht. Bei 30 Fällen die rote. Mit 5 Neuinfektionen liegt Berlin im grünen Bereich.
  • Kapazität der Intensivstationen: Sind mehr als 15 Prozent der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt, schaltet die Ampel auf "gelb", bei mehr als 25 Prozent auf "rot". Derzeit sind in Berlin 4,7 Prozent der Betten belegt.

+++ 21:20 Lehrer nach Aufsicht bei Abiturprüfung positiv getestet +++
Im bayerischen Landkreis Fürstenfeldbruck ist ein Lehrer inmitten der laufenden Abiturprüfungen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Mann arbeite am Graf-Rasso-Gymnasium, berichtet der "Münchner Merkur". Er habe am Mittwoch die Deutsch-Prüfung beaufsichtigt. Den Angaben zufolge befindet er sich bei gutem Zustand in Quarantäne.

Als Kontaktpersonen sind demnach sechs Schüler ermittelt worden. Sie sollen allerdings größeren Abstand zu dem Lehrer gehabt und nicht mit ihm gesprochen haben. Da auch keine weiteren Lehrer betroffen sind, setzt das Gymnasium die Prüfungen fort. Die sechs Schüler werden aus Sicherheitsgründen von anderen Schülern getrennt.

+++ 20:59 Sylt für Urlauber wieder mit Fähre über Dänemark erreichbar +++
Urlauber können die Nordseeinsel Sylt ab morgen wieder mit der Fähre über Dänemark erreichen. Schleswig-Holsteins Regierungssprecher Peter Höver sagte den "Lübecker Nachrichten", die Kieler Landesregierung habe sich auf verschiedenen Kanälen bei der dänischen Staatsregierung und bei der Bundesregierung für die Wiedereröffnung der Verbindung eingesetzt. Die Fähre dürfe zu Transitzwecken genutzt werden.

Die Fähre verkehrt zwischen List auf Sylt und Havneby auf der dänischen Insel Rømø. Von dort aus können Urlauber mit dem Auto nach Deutschland fahren. Zuletzt hatte die dänische Polizei die Grenze aber für den Transitverkehr deutscher Urlauber geschlossen.

+++ 20:29 Schwedens frühere Chef-Virologin kritisiert Regierungskurs +++
Die Vorgängerin von Schwedens Chef-Virologen Anders Tegnell hat den Kurs ihres Landes in der Corona-Krise kritisiert. Die Regierung hätte zu Beginn des Ausbruchs strengere Kontaktbeschränkungen beschließen müssen, um das Virus unter Kontrolle zu bringen, sagte die Epidemiologin Annika Linde in einem Interview mit dem britischen "Observer".

Linde war von 2005 bis 2013 schwedische Chef-Virologin. Bisher hatte sie den Kurs von Tegnell, keine Ausgangsbeschränkungen zu verhängen, Schulen und Kitas sowie Bars und Restaurants offen zu halten, unterstützt. Angesichts der steigenden Opferzahl hat sie ihre Meinung geändert. Vergangene Woche wies Schweden für zwei Tage die höchste Pro-Kopf-Totenzahl der Welt auf.

+++ 20:09 Drei Bundesländer ohne Neuinfektionen +++
In Deutschland ist die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Fälle auf 178.568 gestiegen. Das sind nach ntv-Berechnungen 378 Infektionen mehr als am Vortag und ist der geringste Tageszuwachs seit dem 11. März. Unter anderem haben die Behörden in Mecklenburg-Vorpommern bereits zum fünften Mal seit Beginn der Corona-Krise eine Tagesbilanz ohne neue Ansteckungen bekannt gegeben. Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt melden ebenfalls null Neuinfektionen.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung steigt auf 8280. Das sind 21 mehr als am Samstag. Als genesen gelten 158.921 Patienten. Das Meldeaufkommen fällt am Wochenende und nach Feiertagen üblicherweise deutlich geringer aus als unter der Woche.

 

+++ 19:46 Labor in Wuhan: Forschung an drei Coronaviren, nicht an Sars-Cov-2 +++
Das virologische Institut der chinesischen Stadt Wuhan, das die US-Regierung für den Ausbruch des Coronavirus verantwortlich macht, hat zugegeben, an drei Coronavirus-Erregerstämmen gearbeitet zu haben. Die Direktorin des Labors, Wang Yanyi, erklärte aber auch, dass keiner diese Stämme zu dem Virus Sars-CoV-2 gehöre, dass die Covid-19-Pandemie ausgelöst hat. Der Vorwurf von US-Präsident Donald Trump, das Virus könnte bei einem Unfall in dem Labor freigesetzt worden sein, sei eine "reine Erfindung", sagte sie im Interview mit dem chinesischen Staatsender CGTN. In Wuhan war das Coronavirus Ende vergangenen Jahres erstmals aufgetreten. Von dort breitete es sich weltweit aus. Den chinesischen Behörden zufolge sprang es auf einem Wildtiermarkt auf den Menschen über.

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+++ 19:21 Tiefste Goldmine der Welt nach Ausbruch geschlossen +++
Die tiefste Goldmine der Welt ist wegen einer Häufung von Corona-Infektionen geschlossen worden. Der südafrikanische Bergbaukonzern Anglogold Ashanti teilt mit, unter den Arbeitern der Mponeng-Mine in Südafrika habe es 164 positive Tests gegeben. Die Mine befindet sich 3,2 bis 3,8 Kilometer unter der Erde. Normalerweise arbeiten dort mehr als 5000 Menschen. Wegen der Corona-Pandemie wurde sie zuletzt mit halber Belegschaft betrieben.

+++ 18:59 Düsseldorf: 23 Infektionen in Pflegeheim nachgewiesen +++
In einem Senioren- und Pflegeheim in Düsseldorf sind 23 Bewohner positiv auf das Coronavirus getestet worden. Bislang sei nur eine Bewohnerin in eine Klinik eingeliefert worden, die anderen seien zurzeit symptomfrei, teilt die Stadt mit. Sie blieben in der Pflegeeinrichtung in Quarantäne. In der Einrichtung im Stadtteil Benrath leben mehr als 100 Menschen. Das Gesundheitsamt hatte alle Bewohner getestet, nachdem das Coronavirus bei einem Mitarbeiter nachgewiesen worden war. Besuch darf nun nicht mehr empfangen werden, Mitarbeiter müssen Masken mit hoher Schutzstufe tragen.

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+++ 18:32 Johnson verteidigt Lockdown-Reise seines Beraters +++
Der britische Premierminister Boris Johnson hält an seinem wichtigsten Berater fest. Dominic Cummings sei "den Instinkten eines jeden Vaters gefolgt", sagte Johnson bei einer Pressekonferenz am Abend. Cummings habe "in jeder Hinsicht verantwortlich, legal und mit Integrität" gehandelt.

Cummings war Ende März mit seiner an Covid-19 erkrankten Frau und seinem vierjährigen Sohn im Auto rund 400 Kilometer weit durch England zu seinen Eltern nach Durham gefahren. Mehrere Oppositionspolitiker und auch ein Abgeordneter aus Johnsons konservativer Partei sehen darin einen Verstoß gegen die Corona-Regeln der britischen Regierung, wonach Reisen nur in zwingenden Fällen erlaubt sind. Zuletzt gab es Hinweise, dass Cummings auch im April von London nach Durham gefahren sein und damit erneut gegen die Regeln verstoßen haben könnte. Ob Johnson von den Fahrten wusste, wollte der britische Premier auf Nachfrage nicht beantworten.

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+++ 17:59 Oxford-Wissenschaftler: Sinkende Fallzahlen schaden Impfstoffentwicklung +++
Großbritanniens führender Wissenschaftler bei der Suche nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus hat davor gewarnt, dass die Chancen, ein wirksames Mittel zu finden, nur noch bei 50 Prozent stehen. Hauptgrund dafür seien die sinkenden Fallzahlen, sagt Humangenetiker Adrian Hill, der die Impfstoffentwicklung an der Universität Oxford leitet, im "Sunday Telegraph". Das Virus könne sich durch die geltenden Kontaktbeschränkungen in Großbritannien nur begrenzt ausbreiten, das mache es schwer, den Einfluss eines Wirkstoffes nachzuweisen.

"Es ist ein Rennen, aber nicht gegen andere Labore, sondern gegen das verschwindende Virus und gegen die Zeit", betont Hill. "Wir befinden uns in einer bizarren Situation, in der wir das Coronavirus aus wissenschaftlicher Sicht noch eine Weile brauchen."

Demnach könnte die Studie mit 10.000 Briten, die Anfang Mai begonnen hat, ein Flop werden und ohne Resultat enden. Normalweise würden die geimpften Probanden in die Öffentlichkeit geschickt, um sich anzustecken und zu sehen, ob das Vakzin wirkt, sagt Hill. Aber wenn das Virus nicht mehr grassiere, komme es womöglich nicht dazu.

+++ 17:26 Nach 30 Infektionen: Wiesbaden stellt zwei Altenheime unter Quarantäne +++
Das Coronavirus ist in zwei Wiesbadischen Altenheimen ausgebrochen. Dem Gesundheitsamt zufolge wurden im Maternus Seniorencentrum Kapellenstift insgesamt 26 Menschen positiv getestet, 18 Bewohner und acht Pflegekräfte. Die betroffenen Bewohner werden streng isoliert betreut, befinden sich teilweise aber auch in stationärer Behandlung. Die betroffenen Pflegekräfte befinden sich in häuslicher Quarantäne.

Außerdem wurden im Altenpflegeheim im Toni-Sender-Haus vier Fälle gemeldet, drei Bewohner und eine Pflegekraft. Die betroffenen Bewohner befinden sich den Angaben zufolge in stationärer Behandlung, die betroffene Pflegekraft in häuslicher Quarantäne. Es stehen noch Testergebnisse aus angrenzenden Wohnbereichen aus. Beide Einrichtungen wurden unter Quarantäne gestellt.

+++ 16:53 Vier Infektionen in Postverteilerzentrum: Tests bei allen Mitarbeitern +++
In einem Postverteilerzentrum im brandenburgischen Stahnsdorf haben sich vier Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Der zuständige Landkreis Potsdam-Mittelmark teilt mit, dass ein Betroffener aus Potsdam-Mittelmark stammt, einer aus Potsdam und zwei aus Berlin. "Beginnend mit der Nachtschicht von Sonntag auf Montag" sollen alle Mitarbeiter auf das Coronavirus getestet werden. Pro Schicht arbeiten rund 100 Menschen in dem Postverteilerzentrum. Der Landkreis hat nach eigenen Angaben bisher 527 Infektionen erfasst. Die Zahl der Verstorbenen liegt bei 41.

+++ 16:21 Österreichs Bundespräsident nach Corona-Sperrstunde in Lokal erwischt +++
Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen und seine Frau Doris Schmidauer sind nach der Corona-Sperrstunde in einem Lokal in Wien von der Polizei erwischt worden. Er habe sich "verplaudert und leider die Zeit übersehen", sagte van der Bellen der "Kronen Zeitung". "Das tut mir aufrichtig leid. Es war ein Fehler."

Das Blatt berichtet, van der Bellen und seine Frau hätten noch Getränke auf dem Tisch gehabt, als das Lokal gegen 0.20 Uhr kontrolliert wurde. Das österreichische Covid-19-Maßnahmengesetz sieht vor, dass Restaurants, Lokale und Bars nur bis 23 Uhr öffnen dürfen. Dem Wirt droht ein Bußgeld von bis zu 30.000 Euro vor.

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+++ 15:50 Spaniens Inseln und Küstenregionen öffnen ihre Strände +++
In Spanien dürfen sich rund 14 Millionen Menschen ab morgen wieder am Strand sonnen und im Meer baden. Mehr als zwei Monate nach der Corona-bedingten Zwangsschließung öffnen Mallorca, die restlichen Balearen-Inseln, die Kanaren und auch viele Küstenregionen des Landes alle Strände. Das Verweilen ist aber nur in jenen Provinzen erlaubt, die sich in der "Phase 2" des Lockerungsplans der spanischen Zentralregierung befinden. Etwa in Barcelona beginnt am Montag erst die "Phase 1". In dieser ist nur das Spazieren gehen am Strand erlaubt oder Sport treiben.

+++ 15:21 Mindestens 107 Infizierte nach Gottesdienst in Frankfurt +++
Nach dem Gottesdienst in einer Kirchengemeinde der Baptisten in Frankfurt haben sich mindestens 107 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das hat der hessische Gesundheitsminister Kai Klose mitgeteilt. "Diese Situation zeigt, wie wichtig es ist, dass wir alle wachsam bleiben und nicht leichtsinnig werden."

Die Menschen stammen demnach aus Frankfurt und drei hessischen Landkreisen. Der Gottesdienst war bereits vor rund zwei Wochen. Am Samstag war noch von mehr als 40 Infizierten die Rede gewesen.

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+++ 14:51 Restaurant-Ausbruch in Leer: Nun 106 Menschen in Quarantäne +++
Bei dem neuen Corona-Ausbruch in einem Restaurant im ostfriesischen Leer hat sich die Fallzahl erhöht. Inzwischen sind elf Infektionen nachgewiesen. Auch eine Person aus einem anderen Landkreis habe sich angesteckt, heißt es vom Landkreis. Bis Sonntagmittag sei für 106 Menschen häusliche Quarantäne angeordnet worden. Die Testergebnisse mehrerer Personen aus dieser Gruppe, die Symptome zeigten, stünden noch aus.

In der Gaststätte "Alte Scheune" in der Gemeinde Moormerland waren wenige Tage nach einem Eröffnungsabend am 15. Mai mehrere Gäste und der Wirt positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Kreis Leer prüft, ob gegen die Corona-Auflagen verstoßen wurde.

+++ 14:28 Schweizer Gastronomie nur 40 Prozent Umsatz nach Wiedereröffnung +++
Die Gastronomiebetriebe in der Schweiz erwirtschaften seit dem Neustart nach der Corona-Pause nur rund 40 Prozent der Umsätze im Vergleich zum Vorjahr. Wie der Branchenverband Gastrosuisse mitteilt, wissen 40 Prozent der mehr als 3000 befragten Betriebe nicht, ob sie im Juni noch offen bleiben können oder wollen. In der Online-Umfrage gaben demnach neun von zehn Betrieben an, dass sie derzeit einen Verlust erwirtschaften. "Ohne weitere Lockerungen müssen viele Lokale bereits im Juni wieder schließen, weil die Öffnung sehr unrentabel ist", sagt Gastrosuisse-Präsident Casimir Platzer. 3,7 Prozent der Betriebe wollen aufgrund der niedrigen Umsätze erst wieder öffnen, wenn ein Normalbetrieb möglich ist.

+++ 13:40 Impfallianz: Mögliche erste Hinweise auf Impfstoff-Wirksamkeit im Herbst +++
Erste Hinweise auf die Wirksamkeit eines möglichen Impfstoffs gegen das neuartige Coronavirus könnten der internationalen Impfallianz Gavi zufolge im Herbst vorliegen. Leider wisse man nicht, welcher Impfstoff funktioniere und ob es überhaupt einen geben werde, sagte Gavi-Chef Seth Berkley der Zeitung "NZZ am Sonntag". Mit Glück werde es im Herbst Hinweise auf die Wirksamkeit geben. Aber es werde noch ein weiter Weg sein, bis ein zugelassener Wirkstoff in großen Mengen für die Weltbevölkerung verfügbar sei.

+++ 13:25 Lauterbach hält Thüringens Weg für "klaren Fehler" +++
SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hält das Vorpreschen Thüringens mit Blick auf die Corona-Beschränkungen für falsch. "Das ist ganz klar ein Fehler", sagte Lauterbach der "Saarbrücker Zeitung". "Denn wir haben keine Neuigkeiten in Bezug auf die Gefährlichkeit des Virus." Thüringen stelle genau die Maßnahmen in Frage, "denen man den gesamten Erfolg im Moment zu verdanken hat".  Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow hatte angekündigt, vom 6. Juni an auf allgemeine, landesweit gültige Corona-Schutzvorschriften zu verzichten.

+++ 13:04 Italien startet Antikörpertest-Studie mit 150.000 Menschen +++
In Italien startet morgen eine Antikörpertest-Studie mit rund 150.000 Teilnehmern, um die Dunkelziffer der Corona-Infizierten zu ermitteln. Das Gesundheitsministerium und die Statistikbehörde wollen mit dem nationalen Roten Kreuz Bluttests von Menschen aus 2000 Orten nehmen. Das teilte das Ministerium in Rom mit. Die repräsentativ ausgewählten Teilnehmer würden telefonisch um ihre Mithilfe gebeten.

+++ 12:46 "Dauert zu lange": Schäuble kritisiert "Elend" um verspätete Corona-App +++
Die Kritik an der geplanten Corona-Warn-App reißt nicht ab. Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble kritisierte in der "Welt am Sonntag" die nach seiner Einschätzung verspätete Einführung der Technologie. "Gucken Sie sich das Elend um die Entwicklung einer Corona-App an. Ich bin kein Experte, aber es dauert mir ein bisschen lange", sagte Schäuble. "Wir hätten die Corona-Tracing-App schon am Anfang der Pandemie gebraucht - und am besten natürlich eine europäische." Die Corona-Warn-App soll Mitte Juni fertig sein. Sie soll mithilfe der Bluetooth-Technologie aufzeichnen, wann und wie lange sich jemand in der Nähe anderer aufgehalten hat, die an ihrem Smartphone ebenfalls diese Funktion eingeschaltet haben.

+++ 12:36 Dehoga: Landkreis muss Infektionskette in Restaurant klären +++
Der Hotel- und Gaststättenverband Niedersachsen hat nach mehreren Corona-Infektionen nach einem Restaurantbesuch den Landkreis Leer aufgefordert, für Klarheit zu sorgen. "Wichtig ist jetzt, dass der Landkreis Leer den Infektionsfall in dem meldenden Restaurant lückenlos aufklärt, um genaue Kenntnis von den Ursachen der Infektionskette herzustellen", sagte der Präsident des Dehoga Niedersachsen, Detlef Schröder, einer Mitteilung zufolge. Der Verband wolle zudem verstärkt darauf aufmerksam machen, "dass Gastwirte und ihre Gäste nur gemeinsam die strengen Vorgaben der gesetzlichen Abstands- und Hygieneregeln umsetzen können".

+++ 12:18 Tiefensee: Thüringen muss weiter Vorgaben zum Corona-Schutz machen +++
In der Debatte um ein Ende der allgemeinen Corona-Beschränkungen in Thüringen dringt der dortige Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee auf Vorgaben des Landes zu Hygiene- und Schutzstandards. Diese dürften nicht an Kommunen und Unternehmen delegiert werden, warnte Tiefensee am Sonntag. "Das verbietet sich schon deshalb, weil es sonst einen Überbietungswettbewerb um die lockerste und großzügigste Regelung geben würde, wie das ja auch schon zwischen den Ländern auf Bundesebene zu beobachten war."

+++ 11:42 Russland: Mehr als 8000 Neuinfektionen +++
Mit insgesamt 344.481 bestätigten Infektionsfällen liegt Russland weltweit auf Platz 3 hinter den USA und knapp hinter Brasilien. Das Land meldet mehr als 8.000 Neuinfektionen. Mit 153 Toten verzeichnen die russischen Behörden aktuell den stärksten Tageszuwachss bei den Totenzahlen seit Beginn des Coronavirus-Ausbruchs in Russland im April.

+++ 11:10 China fordert Virus-Untersuchung "frei von politischer Einmischung" +++
China ist nach den Worten seines Außenministers bereit, bei der Suche nach dem Ursprung des Coronavirus mit internationalen Ermittlern zusammenzuarbeiten. Die Untersuchung müsse allerdings "frei von politischer Einmischung" sein, sagte Außenminister Wang Yi vor der Presse in Peking. Vorwürfe Washingtons, das Virus stamme aus einem Labor in Wuhan, wies Wang erneut scharf zurück. Er warf den USA vor, Gerüchte über den Ursprung des Virus zu verbreiten, um China zu "stigmatisieren".

+++ 10:55 Freiberufler fordern Nachbesserungen bei Soforthilfe-Programmen +++
Der Bundesverband der Freien Berufe (BFB) hat eine Verlängerung und Ausweitung der Soforthilfe-Programme für Freiberufler in der Corona-Krise gefordert. "Der Corona-Rettungsschirm lässt gerade kleine Unternehmen auch bei den Freien Berufen im Regen stehen. Bei der Soforthilfe und den Kreditangeboten muss dringend nachgesteuert werden", sagte BFB-Präsident Wolfgang Ewer den Zeitungen der Funke Mediengruppe: Ewer forderte, die Frist zur Beantragung der staatlichen Soforthilfe zu verlängern. Diese läuft planmäßig am 31. Mai ab.

+++ 10:34 107-Jährige im Iran übersteht Corona-Infektion +++
Im Iran ist eine 107-jährige Frau einem Medienbericht zufolge von einer Infektion mit dem Coronavirus genesen. Sie habe sich erholt und das Krankenhaus in Arak wieder verlassen können, meldet die halbamtliche Nachrichtenagentur Fars. Zuvor sei sie "einige Zeit" isoliert behandelt worden. Der Iran ist das am stärksten von der Pandemie betroffene Land im Nahen Osten mit insgesamt 133.521 Infektionen und 7359 Todesfällen.

+++ 10:24 Brinkhaus kritisiert Dividendenzahlung trotz Kurzarbeitergeld +++
Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus hat Konzerne kritisiert, die Dividenden an Aktionäre zahlen und zugleich wegen der Corona-Pandemie Kurzarbeitergeld in Anspruch nehmen. "Das halte ich für ein falsches Signal", sagte der CDU-Politiker der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Die Aktionäre profitieren davon, dass die Solidargemeinschaft mit ihrem Geld letztlich auch den Unternehmenswert erhält. Wenn sie obendrauf noch eine Dividende bekommen, dann ist das unfair gegenüber den Steuerzahlern und auch gegenüber den Mitarbeitern."

+++ 10:07 Göring-Eckardt ruft nach erneuten Corona-Ausbrüchen zur Wachsamkeit auf +++
Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt hat nach den Corona-Ausbrüchen nach einem Gottesdienst in Frankfurt am Main und einem Restaurantbesuch in Niedersachsen zur Wachsamkeit aufgerufen. Die Länder seien in der Pflicht, ihre Regeln immer wieder zu überprüfen, sagte sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Viele von ihnen hätten die Lockerungen vorangetrieben. "Sie müssen jetzt aufpassen, dass uns die Situation nicht entgleitet", warnte die Grünen-Politikerin.

+++ 09:50 Altmaier will nur vorübergehende Staatsbeteiligung bei Lufthansa +++
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat versichert, dass die geplante Staatsbeteiligung an der Lufthansa nur vorübergehend sein soll. "Der Staat wird sich so schnell wie möglich wieder zurückziehen, damit die Lufthansa dann alleine zurechtkommt", sagte Altmaier der "Saarbrücker Zeitung". "Das gilt auch für ähnliche Fälle, über die wir möglicherweise in der Zukunft noch Entscheidungen treffen müssen." Der Minister verteidigte den geplanten Einstieg des Staates gegen Kritik der Opposition. Die Lufthansa sei ein traditionsreiches, starkes Unternehmen, das durch die Corona-Krise unverschuldet in größte Schwierigkeiten gekommen sei. "Ich habe noch keine ernst zu nehmende Stimme vernommen, die dafür plädiert, die Lufthansa und all ihre Beschäftigten in die Insolvenz zu schicken", sagte er der Zeitung.

+++ 09:19 Keine Region über Obergrenze - mehr Fälle in den Kreisen Osnabrück und Hof +++
Die aktuelle Virus-Lage am Morgen in Deutschland (nach Angaben des Robert-Koch-Instituts): Keine einzige Region liegt bei den Neuinfektionen über der Obergrenze, allerdings gibt es erhöhte Fallzahlen im Landkreis Osnabrück und im Landkreis Hof.

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+++ 08:56 Österreichischer Autor plant Serien-Episode über Ischgl +++
Der österreichische Autor Felix Mitterer arbeitet nach der Corona-Ausbreitung etwa im Wintersportort Ischgl an einem fünften Teil der "Piefke-Saga". Der Wunsch nach einem weiteren Teil der Erfolgsserie sei mehrfach an ihn herangetragen worden. Die ersten vier Teile beschäftigten sich auf satirische Weise mit dem Verhältnis zwischen Deutschen und Österreichern. Im Fokus standen dabei vor allem deutsche Touristen und einheimische Tiroler. In der Serie reist die Berliner Unternehmerfamilie Sattmann regelmäßig in den fiktiven Tiroler Ort Lahnenberg. Die ersten drei Teile der Serie entstanden 1990, der vierte Teil 1993. Nach dem, was zuletzt in einigen Tiroler Tourismusorten passiert sei, müsse eine Fortsetzung der Serie einfach sein, sagte Mitterer derNachrichtenagentur APA. Tirol und vor allem Ischgl standen zuletzt immer wieder in die Kritik, weil sich das Coronavirus von dort über weite Teile Europas ausgebreitet haben dürfte.

+++ 08:40 Brasilien meldet mehr als 16.000 Neuinfektionen +++
In Brasilien breitet sich das Coronavirus immer weiter aus: Dort kommen mehr als 16.500 Neuinfektionen hinzu, aktuell gibt es dort 347.398 erkannte Coronavirus-Fälle. Und: Pro Tag schwillt die Zahl der Todesfälle um fast 1000 Verstorbene an. Das höchste Fallaufkommen in der Bevölkerung gibt es weiter in den Dschungelregionen im Norden und Nordwesten.

+++ 08:29 USA zählen fast 100.000 Tote +++
Mehr als 1,6 Millionen Menschen in den USA haben sich bereits mit dem Coronavirus angesteckt. Auch die Todesfälle steigen an - und nähern sich immer weiter der Schwelle von 100.000. Die USA verzeichnen damit immer noch mehr als 1000 Pandemie-Tote pro Tag, der tägliche Zuwachs entwickelt sich aber rückläufig.

+++ 07:56 Keine Neuinfektionen in Thailand +++
Thailand hat zum vierten Mal in diesem Monat keine Neuinfektionen gemeldet. Die Zahl der bestätigten Ansteckungen blieb bei 3040, die Zahl der Todesfälle bei 56.2921 Menschen gelten als genesen von einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus.

+++ 07:26 Mediziner warnt wegen Urlaubsreisen vor zweiter Welle +++
Mit Blick auf fortschreitende Lockerungen und die bevorstehende Urlaubszeit erinnern Experten an das Risiko eines erneuten Anstiegs von Corona-Neuinfektionen. Aktuell sähen die Infektionszahlen zwar gut aus, sagte der Arzt und Gesundheitsforscher Max Geraedts von der Universität Marburg der Deutschen Presse-Agentur. Wenn Menschen jedoch wieder vielerorts eng zusammenkämen, etwa in Bars, könnte das dennoch ausreichen, "um wieder einen starken Anstieg loszutreten". Gerade die Reisezeit berge zudem das Risiko, dass sich das Virus noch flächendeckender ausbreite als bislang schon, erklärte Geraedts - also auch an Orte, die bislang verhältnismäßig verschont geblieben sind.

+++ 07:10 Eurogruppen-Chef: Milliarden-Paket wäre großer Schritt zur Fiskalunion +++
Eurogruppen-Chef Mario Centeno hat den deutsch-französischen Vorschlag für einen 500 Milliarden Euro schweren europäischen Wiederaufbaufonds als Fortschritt auf dem Weg zu einer Fiskalunion gelobt. "Diese Initiative ist ein kühner Schritt in die richtige Richtung, um diese Krise zu überwinden", sagte der portugiesische Finanzminister der "Welt am Sonntag". "Der deutsch-französische Vorschlag wäre ein großer Schritt hin zu einer Fiskalunion und zu einer wirklich funktionierenden Währungsunion, selbst wenn der Wiederaufbaufonds nur zeitlich begrenzt ist." Centeno plädierte an die EU-Staaten, sich noch vor dem Sommer auf die Grundzüge des Wiederaufbaufonds einigen.

+++ 06:56 Maßnahme gegen die Krise: Wirtschaft fordert Abbau staatlicher Bürokratie +++
Die deutsche Wirtschaft fordert einem Zeitungsbericht zufolge angesichts der schweren Wirtschaftskrise in Folge der Corona-Pandemie einen weitreichenden Abbau staatlicher Bürokratie. Die Industrie unter Führung des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) wolle den Forderungskatalog "66 Maßnahmen für einen erfolgreichen Wiederhochlauf der Industrie" am Montag präsentieren, berichtete . "Überzogene Bürokratie frisst Zeit, Nerven und Geld in Unternehmen aller Größen, Regionen und Branchen", sagte BDI-Präsident Dieter Kemp dem Blatt. "Sie hemmt Innovation und ist - real wie gefühlt - ein Standortnachteil."In seinen 66 Vorschlägen zum Abbau der Bürokratie fordert der BDI nicht nur mehr Digitalisierung bei den Behörden. Auch solle die Entlastung bei den Netzentgelten bestehen bleiben, selbst wenn Unternehmen wegen der Corona-Krise mit ihrem Energieverbrauch derzeit unter der nötigen Schwelle liegen.

+++ 06:46 Städtetag: "Der ÖPNV darf nicht zum Krisenverlierer werden" +++
Der Deutsche Städte- und Gemeindebund mahnt eine gute Vernetzung von Fahrrad und öffentlichem Nahverkehr an. "Das Fahrrad ist sicher ein wichtiger Baustein im städtischen Verkehr der Zukunft. Es kann aber Busse und Bahnen nicht ersetzen", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der Deutschen Presse-Agentur. Das gelte insbesondere, wenn das Wetter im Herbst und Winter wieder schlechter werde. In der Corona-Pandemie habe das Privatauto wegen der geringen Infektionsgefahr "einen deutlich höheren Wohlfühlfaktor" für viele, sagte Landsberg. "Der öffentliche Personennahverkehr darf aber nicht zum Krisenverlierer werden."

+++ 06:25 Ramelow zum Ende der Beschränkungen: "Der Erfolg gibt uns mit den harten Maßnahmen recht" +++

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow hat das geplante Ende der allgemeinen Corona-Beschränkungen in seinem Bundesland mit der aktuellen Infektionslage begründet. "Wir haben im März auf der Grundlage von Schätzungen von 60.000 Infizierten entschieden - jetzt haben wir aktuell 245 Infizierte", sagte der Linke-Politiker der "Bild am Sonntag" zur Lage in Thüringen. "Der Erfolg gibt uns mit den harten Maßnahmen recht - zwingt uns nun aber auch zu realistischen Konsequenzen und zum Handeln. Und das heißt: Für Thüringen empfehle ich die Aufhebung der Maßnahmen." Ramelow hatte angekündigt, vom 6. Juni an auf allgemeine, landesweit gültige Corona-Schutzvorschriften verzichten zu wollen. Damit würden landesweite Regeln zu Mindestabständen, dem Tragen von Mund-Nasen-Schutz sowie Kontaktbeschränkungen nicht mehr gelten. Anstatt dieser Vorgaben soll es dann regionale Maßnahmen abhängig vom Infektionsgeschehen vor Ort geben.

+++ 06:11 Nach Corona-Ausbruch im Restaurant: Kreis prüft Regelverstöße +++
Nach dem Corona-Ausbruch in Niedersachsen prüft der Landkreis Leer Hinweise auf Regelverstöße in einem Restaurant. "Aus den Hinweisen, die uns vorliegen, ergeben sich Indizien, dass am Abend des 15. Mai möglicherweise gegen Corona-Regeln verstoßen worden ist", sagte Landrat Matthias Groote. Ob dies der Fall war, müsse das Ordnungsamt in einem Ordnungswidrigkeiten-Verfahren klären. Bis gestern wurden zehn Menschen, die bei der Wiedereröffnung des Lokals in Moormerland in geschlossener Gesellschaft dabei waren, positiv auf Corona getestet.

+++ 05:45 Türkei setzt im Sommer auf deutsche Touristen +++
Die türkische Regierung erwartet, dass die Bundesregierung ihre weltweite Reisewarnung noch vor den Sommerferien auch für die Türkei aufhebt. Die Türkei sei ab Mitte Juni bereit, Touristen aus dem Ausland zu empfangen, sagte der türkische Botschafter in Berlin, Ali Kemal Aydin. Seitens der zuständigen Behörden würden "alle notwendigen Vorkehrungen" getroffen. Die weltweite Reisewarnung des Bundesaußenministeriums gilt noch bis zum 14. Juni. Danach soll es individuelle Reisehinweise geben. Wie mit Ländern außerhalb der EU verfahren wird, ist noch unklar.

+++ 05:07 China meldet drei Neuinfektionen +++
China hat am Samstag drei neue Infektionen mit dem Coronavirus ermittelt, nachdem am Vortag erstmals seit Ausbruch der Epidemie keine neuen Fälle bekannt geworden waren. Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle erhöhte sich damit auf 82.974, wie die Nationale Gesundheitskommission bekanntgab. Die Zahl der Todesopfer blieb mit 4634 unverändert.

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+++ 04:20 Städtetags-Präsident befürchtet Innenstadt-Sterben +++
Der Präsident des Deutschen Städtetags, Burkhard Jung (SPD), befürchtet angesichts der Corona-Krise eine dramatische Veränderung der Innenstädte durch Einzelhandelspleiten. "Das ist eine unserer größten Sorgen", sagte der Leipziger Oberbürgermeister dem Berliner "Tagesspiegel. Diese Krise betreffe gerade die Innenstädte besonders schwer. "Handel, Gastronomie, Kultur, einfach alles." Er könne keine Prognose abgeben, wie lange Kaufhäuser und Kleinhändler diese Krise noch durchhalten könnten, sagte Jung. Es sei "schrecklich bequem", nur noch im Internet Dinge zu bestellen.

+++ 03:35 Schäuble: "Demos zeigen, dass Rechtsstaat funktioniert"
Die Demonstrationen gegen die Corona-Einschränkungen zeigen nach Ansicht von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble, "dass unsere Gesellschaft eine offene ist". "Unsere Demokratie, unser Rechtsstaat funktionieren", sagte der CDU-Politiker der "Welt am Sonntag". Dass sich in solche Demonstrationen mitunter auch Personen mit abstrusen Theorien begeben, lasse ich nicht verhindern." Niemand sei vor "dem Beifall von der falschen Seite" sicher. "Allerdings rate ich jedem, der zu unserem Grundgesetz steht, zu Extremisten Abstand zu halten, um sich nicht auf die eine oder andere Art anzustecken", so Schäuble.

+++ 02:39 Ausgangsserre in Buenos Aires wird verlängert +++
Argentinien verlängert die strengen Ausgangsbeschränkungen in der Hauptstadt Buenos Aires bis zum 7. Juni. Das hat Präsident Alberto Fernandez angekündigt. Die Stadt hatte in den vergangenen Tagen einen stetigen Anstieg der Coronavirus-Fälle verzeichnet. Ursprünglich sollte der Lockdown an diesem Sonntag aufgehoben werden. Er ist seit dem 20. März in Kraft. In einigen Regionen des Landes wurden die Beschränkungen bereits wieder gelockert.

+++ 02:04 Brasilien meldet 965 weitere Todesopfer +++
In Brasilien fordert das Coronavirus immer mehr Todesopfer. Am Samstag registrierte das Gesundheitsministerium 965 Verstorbene im Zusammenhang mit Covid-19. Damit erhöht sich die Gesamtzahl auf 22.013. Nach Angaben des Ministeriums gibt es jetzt 347.398 bestätigte Infektionsfälle, 16.508 mehr als am Freitag. Nur in den USA wurden bislang mehr gezählt. Die Dunkelziffer bei den Toten und Infizierten dürfte deutlich höher sein, da im größten Land Lateinamerikas noch immer nicht ausreichend getestet werden kann.

+++ 01:09 Ramelow rechtfertigt Ende der Corona-Maßnahmen +++
Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow hat das geplante Ende der allgemeinen Corona-Beschränkungen in seinem Bundesland zum 6. Juni mit der aktuellen Infektionslage begründet. "Wir haben im März auf der Grundlage von Schätzungen von 60.000 Infizierten entschieden - jetzt haben wir aktuell 245 Infizierte", sagte der Linke-Politiker der "Bild am Sonntag". Die harten Maßnahmen hätten Erfolg gehabt, nun sei man "zu realistischen Konsequenzen und zum Handeln" gezwungen. Anstatt allgemeiner Vorgaben solle es künftig regionale Maßnahmen abhängig vom Infektionsgeschehen vor Ort geben.

+++ 00:33 Lufthansa fliegt ab Juni deutlich häufiger +++
Die Lufthansa will ihr Streckennetz ab Juni wieder ausbauen. In der zweiten Monatshälfte sollen allein aus Frankfurt rund 20 Ziele wieder angeflogen werden, berichtet die "Bild am Sonntag" unter Berufung auf Konzernkreise. Darunter befänden sich Heraklion (Kreta), Rhodos, Dubrovnik, Faro, Venedig, Ibiza und Malaga. Mallorca solle deutlich häufiger angeflogen werden. Mit dem neuen Juni-Flugplan sollen 80 Flugzeuge reaktiviert werden. Dem Bericht zufolge sind am Monatsbeginn konzernweit dann 160 von insgesamt 760 Maschinen im Einsatz.

+++ 23:59 Trump geht wieder golfen +++
US-Präsident Donald Trump hat zum ersten Mal seit Anfang März seinen Golfclub in Sterling im US-Bundesstaat Virginia besucht. Vor der Corona-Pandemie hatte der Präsident die Wochenenden regelmäßig zum Golfspielen genutzt. Inmitten der Corona-Krise unterstreicht er mit der Golfrunde seine Forderung nach einer Rückkehr zur Normalität. Die USA sind immer noch das mit Abstand am härtesten von der Pandemie betroffene Land der Welt.

+++ 23:21 Johnson-Berater soll Lockdown-Regeln noch öfter missachtet haben +++
Boris Johnsons Berater Dominic Cummings hat die Seuchenschutz-Regeln der britischen Regierung angeblich öfter missachtet als bisher bekannt. Wie der "Sunday Mirror" und der "Observer" berichten, soll Cummings auch am 12. und am 19. April weit abseits von London gesehen worden sein. Reisen waren zu diesem Zeitpunkt nur aus absolut notwendigen Gründen erlaubt. Cummings hatte bereits eingeräumt, dass er Ende März mit seiner an Covid-19 erkrankten Frau und seinem vier Jahre alten Sohn von London in die nordostenglische Grafschaft Durham zu seinen Eltern gefahren sei.

+++ 22:13 So wenig Tote in New York wie seit zwei Monaten nicht mehr +++
Im Bundesstaat New York ist die Zahl der neu gemeldeten Coronavirus-Todesfälle auf den geringsten Wert seit zwei Monaten gesunken. In den vergangenen 24 Stunden seien 84 Menschen an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben, sagte New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo. "Das sind gute Nachrichten." Der Bundesstaat verzeichnete somit den geringsten täglichen Anstieg der Totenzahlen seit dem 24. März.

+++ 22:02 Dobrindt sieht Lösung im EU-Streit um Corona-Hilfen +++
Der CSU-Politiker Alexander Dobrindt wirbt im Streit in der EU über Corona-Hilfen für notleidende Mitgliedstaaten für einen Kompromiss. Die Konzepte von Frankreich und Deutschland auf der einen sowie Dänemark, den Niederlanden, Österreich und Schweden auf der anderen Seite könnten verbunden werden, schrieb der Chef der CSU-Landesgruppe im Bundestag in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" laut Vorab-Bericht. Beide Entwürfe bewegten sich innerhalb der europäischen Verträge. Deshalb könne eine Kombination davon - ohne Erhöhung des Finanzvolumens - ein Weg zur Einigung sein. Es dürfe aber nicht darum gehen, nationale Haushalte durch Corona-Hilfsmaßnahmen "zu sanieren".

+++ 21:20 Zahl der akuten Infektionen in Deutschland sinkt unter 12.000 +++
Trotz einzelner lokaler Corona-Ausbrüche entwickeln sich die deutschen Fallzahlen weiter rückläufig. Im Lauf des Samstags wurden aus den Bundesländern insgesamt 471 neue Infektionen gemeldet. Eine wachsende Zahl an Menschen hat eine Infektion bereits überstanden.

In den von ntv.de ausgewerteten Länderdaten fiel die Zahl der akut Infizierten daher zuletzt unter die Marke von 12.000. Aktuell sind demnach nur noch 11.733 der insgesamt bekannten 178.190 Coronavirus-Trägern ansteckend. Im Datenstand des Robert-Koch-Instituts werden abweichend von den Länderschätzungen höhere Genesenen-Zahlen angegeben. Dort liegt die Zahl der aktuell Infizierten damit bereits unter der Schwelle von 10.000.

+++ 20:43 Mehr als 96.000 Virus-Tote in USA +++

Die Zahl der neuen Virus-Toten in den USA steigt wieder deutlicher als in den Vortagen an. Zuletzt habe es 1852 neue Fälle gegeben, teilt das Zentrum für die Kontrolle und Prävention von Krankheiten (CDC) mit. Am Freitag waren es 1089 gewesen, am Donnerstag 1397. Insgesamt liegt die Zahl der amtlich mit Covid-19 in Verbindung gebrachten Todesfälle damit bei 96.002. Die Zahl der Infizierten steigt um 24.268 auf knapp 1,596 Millionen. Hier hatte der Zuwachs nach Angaben des CDC am Freitag bei 20.522 und am Donnerstag bei 22.860 gelegen.

Hinweis: Die wichtigsten Entwicklungen des Vortages zur aktuellen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier nachlesen.

Quelle: ntv.de, ino/chr/dpa/rts/AFP