Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:22 Mexiko Stadt öffnet Geschäfte und Kinos wieder +++

Mexiko-Stadt hebt weitere Corona-Beschränkungen im öffentlichen Leben auf, obwohl nur wenige Bewohner bisher gegen das Virus geimpft sind. Unter anderem dürfen ab Montag Geschäfte und Kinos bis zu 40 Prozent ausgelastet werden. Ab der Woche darauf sollen Unterhaltungsveranstaltungen mit bis zu 500 Menschen in geschlossenen Räumen wieder möglich sein, eine Woche später auch Kinderfeiern mit höchstens 50 Teilnehmern - sofern es für jeden mindestens neun Quadratmeter Platz gibt. Das nordamerikanische Land - mit rund 126 Millionen Einwohnern auf Platz zehn weltweit - hat die viertmeisten registrierten Corona-Toten weltweit. Offiziell wurden dort bisher gut 218.000 Todesfälle bestätigt. Zuletzt kamen etwa 250 neue Todesopfer pro Tag hinzu, ungefähr so viele wie in Deutschland.

+++ 22:13 Impfzentren im Unterallgäu erhalten Bombendrohung +++
Über die Hotline des Impfzentrums Unterallgäu ist am frühen Abend eine Bombendrohung eingegangen. Das berichtet die "Augsburger Allgemeine". Demnach sei die Polizei bereits in Bad Wörishofen vor Ort, habe die nähere Umgebung abgeriegelt und etwa 50 Personen evakuiert. "Wir sondieren jetzt die Lage", sagte Holger Stabik, der Sprecher des Polizeipräsidiums in Kempten, der Zeitung. "Die Gebäude in Bad Wörishofen und Memmingen wurden evakuiert, derzeit besteht nach unseren Informationen keine Gefahr." Diensthunde durchsuchen die Gebäude nun nach Sprengstoff. Der Polizeisprecher geht davon aus, dass der Einsatz gegen 22 Uhr beendet sein wird. Zur Bombendrohung sagte Stabik der "Augsburger Allgemeinen", man müsse die "genauen Hintergründe erst noch bewerten". "Zunächst war nicht klar, welcher Standort gemeint ist, Bad Wörishofen oder Memmingen. Die Hotline ist für beide zuständig", sagte Dr. Max Kaplan, der ärztliche Koordinator im Unterallgäu. Am Telefon war "eine Art Computerstimme zu hören" gewesen.

+++ 21:46 WHO hofft trotz weltweiter Corona-Lage auf Olympische Spiele +++
Obwohl die Zahl der gemeldeten Corona-Infektionen weltweit weiter steigt, sieht die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zurzeit keinen Grund zur Absage der Sommerspiele in Tokio. "Es ist unsere Hoffnung, dass die Olympischen Spiele stattfinden können", sagte der WHO-Nothilfekoordinator Mike Ryan. Zuletzt waren weltweit fast sechs Millionen Neuinfektionen pro Woche gemeldet worden, so viele wie seit Beginn der Pandemie nicht. Veranstalter hätten in den vergangenen sechs Monaten gezeigt, dass Sportveranstaltungen wie Fußballspiele sicher abgehalten werden können, wenn auch ohne Zuschauer, sagte Ryan. Olympische Spiele seien komplexer, weil es so viele verschiedene Veranstaltungen gebe. Es brauche deshalb eine gute Logistik und gutes Risikomanagement.

+++ 21:21 Zwei Drittel aller Briten sind einmal geimpft +++
Zwei Drittel aller Erwachsenen in Großbritannien haben einer offiziellen Statistik zufolge die erste Dosis eines Impfstoffes gegen das Coronavirus erhalten. Mehr als 35 Millionen Menschen haben demnach ihre erste Impfung bekommen und rund 16,8 Millionen Personen die zweite.

+++ 21:00 WHO: Anderen Ländern droht gleiche Krise wie Indien +++
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt vor dem Risiko weiterer verheerender Corona-Ausbrüche nach dem Muster Indiens. In mehreren anderen Ländern fehlten die richtigen Vorkehrungen, sagte WHO-Nothilfekoordinator Mike Ryan. "Dieses Virus hat eine enorme Bewegungsenergie", sagte Ryan. "Es hat massive Infektionskraft, und wir müssen die Ausbreitung verlangsamen."

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In manchen Ländern entwickele sich die Lage schon ähnlich wie in Indien, sagte Ryan, ohne Namen zu nennen. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus nannte später die angespannte Lage in Brasilien und Nepal. Weitere Länder könnten bald in eine ähnliche Notlage kommen. Noch seien die Impfungen allein nicht die ausreichende Antwort, sagte Ryan mit Verweis auf die viel zu kleine Produktion und die ungleiche Verteilung der Impfstoffe in der Welt.

+++ 20:33 USA: Beim Impfen von Jüngeren noch viel zu tun +++
Die US-Regierung will bei der weiteren Impfkampagne die jüngeren Nordamerikaner besonders in den Blick nehmen. Die Chefin der Gesundheitsbehörde CDC, Rochelle Walensky, sagte, bislang sei nur ein Fünftel der 18- bis 29-Jährigen im Land vollständig geimpft. Bei den 30- bis 39-Jährigen sei es weniger als ein Drittel. Hier gebe es noch viel zu tun. Wie andere Länder auch hatten die USA zu Beginn sehr darauf gesetzt, vorrangig die älteren, besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen zu impfen. Unter den Senioren ab 65 Jahren sind in den USA haben bereits gut 70 Prozent einen vollen Impfschutz, mehr als 80 Prozent dieser Bevölkerungsgruppe haben mindestens eine Dosis bekommen.

+++ 20:15 Bundesländer melden 17.310 Neuinfektionen +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.480.188 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 17.310 neue Fälle hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 268 auf 84.477. Als aktuell infiziert gelten rund 281.834 Personen. Im Wochenvergleich liegt der aktuelle Tageszuwachs bei den Neuinfektionen 4330 Fälle unter dem Niveau von Freitag vergangener Woche (30. April: 21.640 Neuinfektionen). Das entspricht einem Rückgang um 20 Prozent. Bei der Zahl der neu übermittelten Todesfälle zeigt sich nur wenig Entspannung. Vor einer Woche hatten die Landesbehörden in der Summe 302 neu registrierte Tote gemeldet.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,87 angegeben (Vortag: 0,78). Der 7-Tage-R-Wert liegt mit 0,91 knapp über dem Niveau von gestern (0,88) und unter dem Vorwochenniveau (0,94). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 4669 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2818 davon werden beatmet. Rund 3645 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

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+++ 20:01 Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg sinkt +++
In Baden-Württemberg sinkt die Sieben-Tage-Inzidenz laut dem Landesgesundheitsamt immer weiter. Demnach wurde im landesweiten Schnitt innerhalb der vergangenen sieben Tage bei 148,8 pro 100.000 Einwohnern eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen. Am Vortag hatte der Wert bei 155,3 gelegen.

+++ 19:37 Mehr schwere Thrombosefälle nach Astrazeneca-Impfung +++
Die Zahl der schweren Thrombosefälle nach einer Impfung mit dem Coronavirus-Vakzin von Astrazeneca ist einem Bericht zufolge weiter gestiegen. Wie die Zeitungen der Funke-Mediengruppe unter Berufung auf den neuen Sicherheitsbericht des Paul-Ehrlich-Instituts schreiben, seien bis zum 30. April 67 Fälle gemeldet worden. 14 Personen seien gestorben. Bei den meisten Fällen habe es sich um Sinusvenenthrombosen gehandelt.

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+++ 19:10 Großbritannien hebt striktes Reiseverbot auf +++
Die Briten dürfen ab 17. Mai wieder ins Ausland reisen. Allerdings stehen nur zwölf Länder auf der Liste der Ziele, für die Großbritannien keine Quarantäneregelungen vorsieht. Wie der britische Verkehrsminister Grant Shapps sagte, können die Briten ohne Einschränkungen unter anderem nach Portugal, Israel, Neuseeland, Australien und Singapur reisen, aber nicht in beliebte Reiseländer wie Frankreich, Spanien, Italien, Griechenland und die USA. Alle drei Wochen solle die Liste überarbeitet werden. Reisende müssen allerdings zwei Tests machen: einen vor der Rückreise nach Großbritannien, einen weiteren innerhalb von zwei Tagen danach.

+++ 18:49 Corona-Lage in Italien verbessert sich weiter +++
Ähnlich wie in Deutschland entspannt sich auch in Italien die Corona-Infektionslage weiter. Im wöchentlichen Corona-Lagebericht sprachen die Experten des Gesundheitsministeriums von einer weiter langsam sinkenden Infektionskurve. Demnach lag der aktuell berechnete 7-Tage-Inzidenzwert bis einschließlich Donnerstag bei durchschnittlich 123 Fällen je 100.000 Einwohnern nach 148 in der Vorwoche. Der R-Wert, der angibt wie viele Menschen ein Infizierter im Schnitt ansteckt, wurde für den zuletzt berechneten Zeitraum bis Ende April mit etwa 0,89 angegeben und sank ebenfalls.

+++ 18:30 EMA untersucht Nervenerkrankungsfälle nach Astrazeneca-Impfung +++
Die europäische Arzneimittelbehörde EMA untersucht Fälle einer seltenen Nervenerkrankung im Zusammenhang mit einer Impfung gegen das Coronavirus mit dem Mittel von Astrazeneca. Im Rahmen einer regelmäßigen Überprüfung der Sicherheitsberichte für den Impfstoff Vaxzevria würden Daten zu aufgetretenen Fällen des Guillain-Barre-Syndroms (GBS) unter die Lupe genommen, teilte die EMA mit, ohne die Zahl der Fälle zu beziffern. Von Astrazeneca habe man detaillierte Daten angefordert. Der britisch-schwedische Pharmakonzern wollte sich dazu zunächst nicht äußern. Das Guillain-Barre-Syndrom ist eine Erkrankung der Nerven, bei der das eigene Immunsystem die Ummantelung der Nervenzellen attackiert. Oft gehen dem Syndrom virale oder bakterielle Infektionen voraus, es kann zu Lähmungen führen.

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+++ 18:15 Malta und Algarve sind künftig keine Risikogebiete mehr +++
Die Bundesregierung streicht am Sonntag weitere beliebte Urlaubsgebiete im Ausland wegen stark sinkender Infektionszahlen von der Corona-Risikoliste. Wer aus Malta oder von der portugiesische Algarve nach Deutschland einreist, muss dann nicht mehr in Quarantäne. Das gab das Robert-Koch-Institut auf seiner Internetseite bekannt. Für die Algarve sind die Auswirkungen aber zunächst gering, weil dort für deutsche Touristen wegen der hohen Infektionszahlen hierzulande ein Einreiseverbot gilt. Das Nachbarland Polen wird am Sonntag vom Hochinzidenz- zum Risikogebiet heruntergestuft. Damit entfällt die Corona-Testpflicht vor Einreise auf dem Landweg.

+++ 17:53 WHO erteilt Notfallzulassung für chinesischen Impfstoff +++
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat für den chinesischen Corona-Impfstoff von Sinopharm eine Notfallzulassung erteilt, wie WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf mitteilte. So können UN-Organisationen das Mittel kaufen und verteilen. China hat dem internationalen UN-Impfprogramm Covax, auf das sich viele ärmere Länder verlassen, im Februar bereits zehn Millionen Dosen versprochen. Der unabhängige Beraterstab SAGE habe den Impfstoff für Menschen über 18 Jahre freigegeben, sagte Tedros. Es seien zwei Dosen für den vollen Impfschutz nötig. Die Wirksamkeit gibt SAGE mit 79 Prozent an.

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+++ 17:34 Lettland meldet höchste Corona-Zahlen seit Februar +++
In Lettland hat die Anzahl an Corona-Neuinfektionen an einem einzigen Tag erstmals seit Februar wieder die 1000er-Marke überschritten. Mit 1036 Fällen innerhalb von 24 Stunden verzeichnete die Gesundheitsbehörde in Riga den höchsten Stand seit 20. Februar. In dem EU-Land mit 1,9 Millionen Einwohnern wurden seit Beginn der Pandemie mehr als 122.000 Corona-Fälle registriert. Etwa 2200 Menschen starben. Zugleich dürfen in Lettland seit Freitag gastronomische Betriebe nach halbjähriger Zwangspause unter strengen Auflagen wieder öffnen. Bis 21.00 Uhr dürfen Restaurants und Cafes Essen und Trinken im Freien und auf Außenterrassen servieren. Gäste dürfen maximal zu viert an einem Tisch sitzen - mit mindestens zwei Meter Abstand zu Personen an Nebentischen. In Innenräumen darf weiter nicht bedient werden.

+++ 17:14 Hamburger Senat will Ausgangsbeschränkungen aufheben +++
Hamburgs rot-grüner Senat will die seit fünf Wochen zwischen 21 und 5 Uhr geltenden Ausgangsbeschränkungen aufheben. Voraussetzung sei jedoch, dass die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen mindestens fünf Werktage stabil unter 100 bleibe, sagte Bürgermeister Peter Teschentscher im Anschluss an eine Sondersitzung des Senats. Am heutigen Freitag lag die Inzidenz den dritten Tag in Folge unter 100. Außerdem sollen die Schulen der Hansestadt nach Ende der Mai-Ferien wieder für alle Schüler öffnen. Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen sollen vom 17. Mai an wieder im Wechselunterricht in die Schule dürfen. Am gleichen Tag sollen Kitas vom erweiterten Notbetrieb wieder in den eingeschränkten Regelbetrieb wechseln.

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+++ 17:08 Laschet: Möglichst im Juli allen Impfangebot machen +++
Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet hält ein Impfangebot für alle impfwilligen Menschen schon im Juli für möglich - zwei Monate früher als es Kanzlerin Angela Merkel in Aussicht gestellt hatte. "Ich halte es mit Blick auf die aktuellen Impfstofflieferung für möglich, dass wir das Ziel früher erreichen können", sagte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident und CDU-Bundesvorsitzende der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Wenn "pragmatisch, strategisch und effektiv" geimpft werde, "dann kann es auf jeden Fall klappen, dass das Versprechen der Kanzlerin nicht nur erfüllt, sondern übererfüllt wird".

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+++ 16:50 Stiko will J&J-Vakzin nur für über 60-Jährige +++
Die Ständige Impfkommission (Stiko) will laut einem "Spiegel"-Vorabbericht den Impfstoff des US-Konzerns Johnson & Johnson nur noch für Personen ab 60 Jahren empfehlen. Jüngere sollen demnach das Vakzin aber nach Aufklärung durch einen Arzt weiter nutzen dürfen. Beim RKI hieß es, von der Stiko werde kommende Woche eine Stellungnahme erwartet. Weiter wollte man sich nicht äußern. Bei dem Impfstoff von Johnson & Johnson waren in einigen wenigen Fällen Thrombosen aufgetreten. Die USA hatten Impfungen mit dem Vakzin deshalb vorübergehend ausgesetzt. Die Europäische Arzneimittelbehörde befand nach einer Prüfung, dass es zwar eine mögliche Verbindung zwischen der Impfung und sehr seltenen Fällen von ungewöhnlichen Blutgerinnseln gebe. Insgesamt überwögen aber die Vorteile die Risiken.

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+++ 16:32 RKI: 932.495 Impfungen allein am Donnerstag +++
Seit 133 Tagen wird in Deutschland gegen das Coronavirus geimpft. Seitdem wurden rund 26 Millionen Menschen - 31,5 Prozent der Bevölkerung - mindestens einmal gepikst. Allein gestern wurden nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) 932.495 Personen geimpft. Rund 7,36 Millionen Menschen (8,8 Prozent) sind mittlerweile vollständig immunisiert.

+++ 16:14 Merkel: Impfung für Jüngere soll schnell kommen +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat bekräftigt, dass Kinder und Jugendliche nach Zulassung von Corona-Impfstoffen für ihre Altersgruppe beim Impfen schnell an die Reihe kommen sollen. "Wir wollen ja sowieso dann ab Anfang Juni die Priorisierung aufheben. Aber wir werden auch mit den Ländern darüber sprechen: 'Wie können wir möglichst sicherstellen, dass dann die jungen Leute auch schnell drankommen?'", sagte Merkel bei einer Online-Diskussion im Rahmen von sogenannten Jugendpolitiktagen. Es werde "sicherlich sehr zeitnah passieren", dass der deutsche Impfstoffhersteller Biontech und sein US-Partner Pfizer von der europäischen Zulassungsbehörde EMA die Zulassung ihres Präparats für Kinder und Jugendliche von 12 bis 15 Jahren erhielten, so die Kanzlerin weiter.

+++ 15:58 Biontech und Pfizer beantragen vollständige US-Zulassung +++
Die Impfstoffhersteller Biontech und Pfizer wollen in den USA eigenen Angaben zufolge die vollständige Zulassung ihres Covid-Vakzins für alle Menschen über 16 erreichen. Die Firmen aus Deutschland und den USA haben den Prozess der Einreichung bei der zuständigen US-Behörde FDA begonnen und beantragen eine bevorzugte Prüfung. Bis zur abschließenden Entscheidung könnte es Wochen oder Monate dauern. Bislang hat der sehr erfolgreiche und effektive Impfstoff von Biontech/Pfizer in Nordamerika eine Notfallzulassung und wurde bereits mehr als 130 Millionen Mal gespritzt. Die Firmen bemühen sich auch um eine Zulassung für die Altersgruppe von 12 bis 15.

+++ 15:31 Lauterbach: Pandemie-Ende in drei Wochen erkennbar +++
Gesundheitsexperte Karl Lauterbach tritt lange als vehementer Mahner im Umgang mit Corona auf. Nun sieht auch er ein deutliches Licht am Ende des Tunnels. Die Hoffnung auf eine baldige Wende sei vor allem das Verdienst der Bürger. "Tatsächlich ist es das Verhalten der Bürger, dass die Fallzahlen derzeit sinken", sagte Lauterbach im Gespräch mit ntv. Das Impfen wirke sich zwar auch aus, "aber nicht so stark, wie man meint", so der SPD-Politiker. Erst Mitte bis Ende Mai werde der Impfeffekt "richtig stark ansetzen". Was das baldige Ende der Corona-Pandemie angehe, zeigte sich Lauterbach ebenfalls optimistisch: "Wenn wir so weitermachen wie bisher, ist in drei Wochen das Ende der Pandemie erkennbar."

+++ 15:03 EMA untersucht neue Covid-19-Therapie +++
Die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) hat die Prüfung eines Medikaments zur Behandlung von Covid-19-Patienten in Gang gesetzt. Studienergebnisse des Antikörper-Mittels Sotrovimab würden nach dem beschleunigten Rolling Review-Verfahren bewertet, teilte die EMA mit. Das Präparat wird von dem britischen Hersteller GlaxoSmithKline gemeinsam mit dem US-Unternehmen Vir Biotechnology produziert. Erste Ergebnisse von Studien deuten nach Angaben der EMA darauf hin, dass das Mittel einen schweren Verlauf der Covid-19-Erkrankung und damit Krankenhausaufnahme und auch Tod verhindern könne. Da die EMA aber noch nicht alle Daten erhalten habe, könne man Nutzen und Risiken noch nicht gegeneinander abwägen.

+++ 14:47 Kaum Corona-Tests und Präsenzveranstaltungen an deutschen Unis +++
In deutschen Universitäten finden im laufenden Sommersemester kaum Corona-Tests oder Präsenzveranstaltungen statt. Dies ist das Ergebnis einer am Freitag veröffentlichten Umfrage des Nachrichtenportals "Watson", an der sich 14 Bundesländer beteiligten. Demnach gibt es an Hochschulen bundesweit nur vereinzelt Teststrategien, die Präsenzveranstaltungen ermöglichen würden. Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein machten laut "Watson" keine Angaben. Nur in Bayern, Brandenburg und im Saarland gibt es laut der Umfrage dedizierte Teststrategien für Studierende. Diese würden aber nur punktuell angewandt und seien nicht für alle Studierenden zugänglich. Berlin, Bremen, Hamburg und Baden-Württemberg planen demnach, zukünftig Testkapazitäten an Hochschulen aufzubauen.

+++ 14:31 ntv wertet aus: Deutsche Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter +++
Wie hat sich die Zahl der täglichen Neuinfektionen entwickelt? Wie ist die Lage auf den Intensivstationen? Mit aktuellen Fakten zum Infektionsgeschehen ordnet das ntv-Moderatorenteam Daniel Schüler und Nina Lammers zusammen mit Prof. Frank Ulrich Montgomery die Corona-Lage in Deutschland und der Welt ein.

+++ 14:10 Großbritannien ändert Alters-Empfehlung für Astrazeneca +++
Der britische Impfausschuss (JCVI) ändert seine Alters-Empfehlung für die Verabreichung des Vakzins von Astrazeneca. 18- bis 39-Jährigen soll in Großbritannien künftig ein alternativer Impfstoff angeboten werden, sofern verfügbar oder wenn sich dadurch eine Impfung nicht verzögere, erklärt der in dem Komitee für Corona zuständige Experte Wie Shen Lim. Das JCVI verweist zur Begründung auf ein geringes Thrombose-Risiko. Die Empfehlung beziehe sich explizit auf Großbritannien, da man dort dabei sei, die Covid-19-Raten unter Kontrolle zu bekommen. Bislang wurde in dem Land lediglich für unter 30-Jährige empfohlen, andere Impfstoffe als den des schwedisch-britischen Konzerns Astrazeneca zu verabreichen.

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+++ 14:01 EU-Kommission strebt "sehr bald" neue Impfstoff-Bestellung an +++
Die EU-Kommission hofft nach Angaben eines Sprechers, dass die Kommissare "sehr bald" grünes Licht für den Abschluss eines Vertrags mit Biontech/Pfizer über die Bestellung von bis zu 1,8 Milliarden Corona-Impfdosen geben können. Es geht demnach dabei um Impf-Auffrischungen und Vakzine für Kinder.

+++ 13:38 242 Thrombose-Fälle - Briten wollen Astrazeneca nur ab Alter von 40 spritzen +++
Der Corona-Impfstoff von Astrazeneca soll in Großbritannien nur noch bei über 40-Jährigen eingesetzt werden. Das empfiehlt das Wissenschaftskomitee JCVI, welches die Impfkampagne im Königreich überwacht. Nach Angaben der Arzneimittelbehörde MHRA wurden nach den inzwischen mehr als 28 Millionen Impfungen mit dem Vakzin in Großbritannien 242 Thrombose-Fälle registriert. Das JCVI hatte im April bereits empfohlen, Astrazeneca wenn möglich nur bei über 30-Jährigen einzusetzen. Nun wird die empfohlene Altersgrenze nochmals angehoben. Das JCVI betont zugleich, dass es sich um eine "Vorsichtsmaßnahme" handele.

+++ 13:21 Zahl der Intensiv-Patienten gesunken +++
Die Zahl der in Krankenhäusern registrierten Corona-Intensiv-Patienten ist weiter gesunken. Das Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) meldet die Zahl von 4669 Patienten.

+++ 12:55 Scholz: Bereits eine Milliarde Neustarthilfe ausgezahlt +++
Die im Rahmen der Corona-Neustarthilfe ausgezahlten Zuschüsse für Soloselbstständige überschreiten den Betrag von einer Milliarde Euro. Bundesfinanzminister Olaf Scholz wertet dies als Erfolg. "Die Hilfe kommt bei Soloselbstständigen an, die gerade besonders zu kämpfen haben", sagt der SPD-Politiker. "Rund 170.000 Selbstständigen haben wir unter die Arme gegriffen, darunter Tausende Bühnenbauerinnen, Kosmetiker, Friseure, Fotografen, Journalistinnen und Künstlerinnen." Ihnen werde ein Neustart nach der Pandemie ermöglicht. Der SPD-Kanzlerkandidat spricht von einem "großen Zeichen für Solidarität und Respekt". Die Neustarthilfe war Mitte Februar eingeführt worden. Sie ermöglicht Soloselbständigen einen Einmal-Zuschuss von bis zu 7500 Euro.

+++ 12:32 Umfrage: Mehrheit für Freiheiten von Geimpften in Gastro- und Kulturbereich +++
Eine deutliche Mehrheit von 64 Prozent der Bundesbürger fände es richtig, wenn Hotels, Gaststätten, Theater oder Kinos für vollständig gegen Corona Geimpfte und Genesene wieder öffnen dürften. Das ergibt eine Forsa-Umfrage in Auftrag von RTL/ntv. 48 Prozent gehen davon aus, dass solche Freiheiten den Zusammenhalt in der Gesellschaft etwas gefährden könnte, während 19 Prozent dadurch überhaupt keine Folgen für das gesellschaftliche Zusammenleben erwarten.

+++ 12:02 Merkel berät mit Experten zu mRNA-Verfahren +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel lädt am Montagabend zu einer virtuellen Gesprächsrunde über moderne Medizin- und Biotechnologien ein. Gemeinsam mit Wissenschaftlern sei ein Austausch über die im Zuge der Covid-19-Pandemie bekannt gewordenen mRNA-Verfahren, über Nanotechnologien und Gentherapien geplant, teilt die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer mit. An der nicht-presseöffentlichen Runde nehmen auch weitere CDU-Kabinettsmitglieder teil, konkret Kanzleramtschef Helge Braun, Forschungsministerin Anja Karliczek, Gesundheitsminister Jens Spahn und Wirtschaftsminister Peter Altmaier. Ziel sei, das Potenzial dieser Technologien künftig noch stärker zu nutzen und den Wissenstransfer zwischen Forschung, Versorgung und Industrie weiterzuentwickeln.

+++ 11:33 Abstand zwischen erster und zweiter Astrazeneca-Dosis kann verkürzt werden +++
In der kommenden Woche sollen eine Million Astrazeneca-Dosen an die Arztpraxen in Deutschland geliefert werden, die dann ohne Priorisierung vergeben werden. Das kündigt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn an. Am Vortag hatten Bund und Länder die Priorisierung mit einer festen Vorrangliste für diesen Impfstoff aufgehoben. Künftig ist es dem Arzt in Absprache mit dem Impfling auch freigestellt, den Abstand für eine Astrazeneca-Zweitimpfung von zwölf auf bis zu vier Wochen zu verkürzen. Spahn betont: "Die Wirksamkeit ist umso höher, desto länger der Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfung ist." Die Wirksamkeit einer zweimaligen Impfung im Abstand von vier bis acht Wochen liegt laut Studien bei 50,4 Prozent, bei zwölf und mehr Wochen bei bis zu 82,4 Prozent.

+++ 11:15 Laschet: Geimpfte sollen mit Lockerung verantwortungsvoll umgehen +++
Angesichts der Lockerung von Corona-Regeln für vollständig Geimpfte und Genesene ruft NRW-Ministerpräsident Armin Laschet zu gesellschaftlichem Zusammenhalt auf. "Jetzt befinden wir uns in einer sehr kritischen Phase der Pandemie, eine Phase, in der dieser Zusammenhalt leicht gefährdet werden könnte", sagt der CDU-Chef im Bundesrat in Berlin. "Dazu brauchen wir einen verantwortungsvollen Umgang mit dem eigenen Glück", fordert der Unions-Kanzlerkandidat von vollständig Geimpften. Wenn sie Menschen begegnen, "die noch auf die Impfung hoffen", sollten sie ihnen mit einer "Geste des Respekt" begegnen und nicht mit "triumphalistischem Überschwang".

+++ 11:10 Briten veröffentlichen Urlaubsländer-Liste +++
Das britische Verkehrsministerium will laut einem Bericht der Zeitung "Sun" noch im Laufe des Tages (18 Uhr MESZ) eine Liste mit Ländern veröffentlichen, für die bei Reisen keine Quarantäne-Einschränkungen mehr gelten.

+++ 10:53 Spahn: Impfstoff-Patente sind nicht das Hauptproblem +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hält nichts von der Aufweichung von Impfstoff-Patenten. Die Produktion und weltweite Verfügbarkeit seien die größten Probleme, sagt der CDU-Politiker. Erst wenn alle Menschen auf der Welt geimpft seien, sei die Welt auch sicher. "Deswegen exportieren wir." Die USA sollten auch Impfstoffdosen exportieren.

+++ 10:29 RKI-Chef Wieler: Virusausbreitung erst ab Impfquote von 80 Prozent gestoppt +++
RKI-Chef Wieler erklärt in der Bundespressekonferenz, dass die Ausbreitung des Coronavirus erst bei einer hohen Impfquote gestoppt wird. Die müsse bei 80 Prozent liegen. So werde sich Corona nicht weiter verbreiten und nicht wieder aufflammen.

+++ 10:10 Spahn: 31,5 Prozent der Deutschen bereits mit Erstimpfung +++
"Die Impfkampagne nimmt weiter Fahrt auf", sagt Gesundheitsminister Jens Spahn während einer Pressekonferenz in Berlin. 31,5 Prozent hätten bereits die Erstimpfung erhalten, 8,8 Prozent hätten den vollen Schutz. Rückblickend sei ein weiterer Tag vergangen, an dem mehr als 1 Prozent der Bevölkerung (932.495 Impfungen) geimpft werden konnte. Zugleich warnte Spahn vor vorschnellen Lockerungen von Corona-Beschränkungen. Die Briten hätten erst bei deutlich niederigeren Inzidenzen mit Lockerungen begonnen.

+++ 09:47 Corona-Regeln werden für Geimpfte und Genesene gelockert +++
Für vollständig Geimpfte und von Corona Genesene werden die Corona-Regeln gelockert. Einen Tag nach dem Bundestag passierte die entsprechende Verordnung auch den Bundesrat.

+++ 09:22 Altmaier stimmt aus Versehen für Patentfreigabe von Impfstoffen +++
Als einziges Mitglied seiner Fraktion und der Bundesregierung stimmt der CDU-Abgeordnete und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier für die Patentfreigabe bei Impfstoffen - und damit gegen eine Beschlussempfehlung des Gesundheitsausschusses. Wie Altmaier auf Twitter mitteilt, handelt es sich dabei um ein Versehen. "Richtigstellung: Es handelt sich offenbar um einen Irrtum. Ich teile in dieser Frage die einhellige Haltung meiner Fraktion", schreibt der Bundeswirtschaftsminister auf Twitter. Anträge der Linken lehne er grundsätzlich ab. "Möglicherweise habe ich eine falsche Karte in die Urne geworfen", schreibt Altmaier weiter. Er werde den Vorgang klären.

+++ 09:02 Insgesamt mehr als 15 Millionen Infektionen in Brasilien +++
Das Coronavirus breitet sich in Brasilien weiter aus. Das Gesundheitsministerium meldet 73.380 Neuinfektionen. Damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen auf über 15 Millionen. Die Zahl der Todesfälle legte binnen 24 Stunden um 2550 auf mehr als 416.949 zu.

+++ 08:39 Tourismusbeauftragter macht Deutschen Hoffnung auf Sommerurlaub +++
Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, sieht gute Chancen, dass mit dem Anziehen der Impfkampagne Sommerurlaub in Deutschland möglich sein wird. An Pfingsten werde es in vielen Regionen "wahrscheinlich noch etwas schwierig werden", aber er hoffe, dass in den Wochen und Monaten danach die Urlaubsregionen wieder öffnen können, sagt der CDU-Politiker im ZDF. "Wir haben 80 Millionen Impfdosen dann im Juni zur Verfügung stehen, das heißt auch, dass fast jeder Deutsche fast einmal geimpft sein könnte. Insofern hoffe ich da auch, dass wirklich im Juni sehr, sehr viel passiert und der Sommerurlaub auf alle Fälle dann auch möglich sein wird." Er denke, dass für viele Menschen der Deutschland-Urlaub im Mittelpunkt stehen werde "und die große Fernreise ausfallen wird".

+++ 08:10 Stundung von Steuerschulden wird ausgiebig genutzt +++
Die erleichterte Stundung von Steuerschulden in der Corona-Krise wird ausgiebig genutzt. Das Volumen der bis Jahresende bewilligten und noch nicht getilgten Stundungen von Besitz- und Verkehrsteuern hat sich zwischen 2019 und 2020 mehr als verdoppelt - von 3,27 auf fast 6,87 Milliarden Euro, wie der "Spiegel" unter Berufung auf eine Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage der Linken berichtet. Besonders stark nahmen demnach Stundungen der Umsatzsteuer zu: von 94 Millionen Euro 2019 auf 2,74 Milliarden Euro im vergangenen Jahr. Bei der Einkommensteuer sei der Umfang der Stundungen von knapp 2,44 auf 3,21 Milliarden Euro gestiegen.

+++ 07:44 Lauterbach: Drei Wochen durchhalten für den "vollen Genuss" +++
Gesundheitsexperte Karl Lauterbach warnt vor zu schnellen Lockerungen. Ab einer Impfquote von 40 Prozent würden die Fallzahlen exponentiell runtergehen, erläutert der SPD-Politiker in der ZDF-Sendung "Maybrit Illner". Diesen Kipppunkt werde Deutschland "spätestens" Ende Mai erreichen. "Wir haben ein Jahr und vier Monate durchgehalten. Wollen wir nicht auch noch diese drei Wochen durchhalten, und dann den vollen Genuss haben?!". Aktuell liegt die Impfquote in Deutschland bei 30,6 Prozent, was die erste Dosis angeht.

+++ 07:30 Handel fordert Wiedereröffnung aller Geschäfte +++
Angesichts sinkender Corona-Inzidenzzahlen und einer wachsenden Zahl an Geimpften fordert der Handelsverband Deutschland (HDE) eine rasche Wiedereröffnung aller Geschäfte. Es gebe keinen Grund mehr für weitere Einschränkungen oder Schließungen im Einzelhandel, sagt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. "Jetzt muss die Politik den nächsten Schritt machen und den Einzelhandel wieder komplett öffnen." In Gebieten, in denen sich in sieben Tagen weniger als 100 Menschen je 100.000 Einwohner neu anstecken, müsse zudem die Testpflicht vor dem Einkauf entfallen. Der HDE verweist darauf, dass zahlreiche Händler ums Überleben kämpften.

+++ 07:01 Neuer Höchstwert in Indien - mehr als 414.000 Infektionen an einem Tag +++
Die Zahl der Neuinfektionen in Indien erreicht mit 414.188 einen neuen Rekordstand. Das Gesundheitsministerium gibt zudem 3915 weitere Todesfälle bekannt. In dem Land mit mehr als 1,3 Milliarden Menschen sind damit insgesamt knapp 21,5 Millionen Fälle und 234.083 Tote verzeichnet.

+++ 06:26 Lindner: Patentfreigabe schwächt Impfstoffentwicklung +++
FDP-Chef Christian Lindner warnt vor der Aufhebung des Patentschutzes für Corona-Impfstoffe. "Das beseitigt die weltweite Knappheit an Impfstoff nicht - und schon gar nicht kurzfristig", sagt er der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Eher gelte es, alle Kraft in die Produktion zu stecken, denn es fehle an Rohstoffen, Fachpersonal, Produktionsstätten. "Wer in den Schutz geistigen Eigentums eingreift, der schwächt die Entwicklung künftiger, modifizierter Impfstoffe und Medikamente. Das wäre das Ende von Startups wie Biontech", warnt Lindner zudem. "Nachdem seitens der Grünen deren segensreiche Technologie über Jahre dämonisiert wurde, folgt mit der Relativierung geistigen Eigentums der nächste Schlag. So wird man Gründertum in Deutschland nicht fördern."

+++ 05:57 Frankreich blockiert wohl Biontech-Bestellung der EU +++
Frankreich blockiert einer Zeitung zufolge eine Bestellung der EU-Kommission von bis zu 1,8 Milliarden Impfdosen der Hersteller Biontech/Pfizer. Die Mitgliedsstaaten befürchteten nun, die EU könne mit ihrer Bestellung zu spät kommen und einen Teil des Kontingents verlieren, berichtete "Welt" vorab unter Berufung auf EU-Diplomaten. "Das wäre eine Katastrophe, für die Frankreich verantwortlich wäre", zitierte das Blatt einen von ihnen. Über die Motive der Regierung in Paris werde spekuliert. Offenbar gehe es darum, Produktionskapazitäten für den Biontech-Impfstoff nach Frankreich zu holen und heimische Unternehmen stärker in die Fertigung einzubinden.

+++ 05:31 RKI registriert 18.485 neue Fälle +++
Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut binnen eines Tages 18.485 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen des RKI hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5:10 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Am Freitag vor einer Woche hatte der Wert bei 24.329 gelegen. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner liegt laut RKI bundesweit bei 125,7 (Vortag: 129,1; Vorwoche: 153,4). Deutschlandweit wurden nach RKI-Angaben binnen 24 Stunden 284 neue Todesfälle verzeichnet.

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 04:56 Zulassung für Astrazeneca und Moderna in Japan ab 20. Mai +++
Japans Regierung könnte einem Bericht zufolge ab dem 20. Mai die Impfstoffe von Astrazeneca und Moderna zulassen. Etwa dann werde ein Treffen der Gesundheitsbehörden erwartet, berichtet "Nikkei". Bislang ist in Japan nur der Biontech/Pfizer-Impfstoff zugelassen.

+++ 04:13 Städtetag sieht Rücknahmen von Beschränkungen entspannt +++
Der Deutsche Städtetag blickt möglichen Kontrollen der Corona-Beschränkungen infolge der geplanten Rücknahmen für vollständig Geimpfte und Genesene entspannt entgegen. "Mit der neuen Verordnung gelten zwar neue Regeln, die kontrolliert werden müssen. Das ist aber keine völlig neue Situation", sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, Helmut Dedy, auf dpa-Anfrage. So hätten die Städte in den vergangenen Monaten etwa das Personal aufgestockt. "Ordnungsbehörden und Polizei nehmen ihre Kontrollpflicht sehr ernst."

+++ 03:31 US-Forscher schätzen Corona-Todesfälle weltweit auf 6,9 Millionen +++
Forscher der Universität Washington im gleichnamigen US-Bundesstaat gehen von erheblich mehr Corona-Toten weltweit aus als offizielle Zahlen wiedergeben. Schätzungen des Uni-Instituts IHME hätten ergeben, dass weltweit 6,9 Millionen Menschen durch eine Infektion mit dem Coronavirus gestorben sein dürften, erklärte dessen Direktor Christopher Murray. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gab die Zahl der weltweiten Coronatoten am selben Tag mit rund 3,2 Millionen an. In fast jedem Land der Welt gebe es signifikante Lücken bei der Erfassung der Todesfälle, es gebe aber deutliche Unterschiede zwischen den Ländern, erklärte das Institut.

+++ 02:43 Japans Regierung will Notstand bis Ende Mai verlängern +++
Angesichts anhaltend hoher Infektionszahlen will die japanische Regierung den Notstand in Tokio und drei weiteren Regionen bis zum 31. Mai verlängern. Zudem solle er in den Präfekturen Fukuoka und Aichi neu ausgerufen werden, sagt Wirtschaftsminister Yasutoshi Nishimura.

+++ 01:55 Australische Grenzen möglicherweise erst Mitte 2022 komplett offen +++
Australiens Handelsminister Dan Tehan hält es für möglich, dass die internationalen Grenzen erst Mitte kommenden Jahres wieder komplett geöffnet sein werden. Er hoffe, dass weitere Öffnungsvereinbarungen - sogenannte "Reiseblasen" - zwischen Staaten getroffen werden können wie sie bereits zwischen seinem Land und Neuseeland existieren, sagt Tehan dem Sender Sky News.

+++ 00:54 Intensivmediziner: Urlaubsregionen benötigen gute Konzepte +++
Intensivmediziner zeigen sich angesichts der Öffnung des Tourismus in einigen Bundesländern verhalten optimistisch, mahnen jedoch Sorgfalt an. "Wenn Urlaubsregionen gute Konzepte haben, kann es klappen bei bereits niedrigen Inzidenzen mehr Menschen aufeinandertreffen zu lassen, ohne steigende Infektionszahlen befürchten zu müssen", sagt der Präsident der Interdisziplinären Vereinigung für Intensivmedizin, Gernot Marx, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland zufolge.

+++ 00:05 108,9 Millionen US-Bürger komplett geimpft +++
In den USA sind der Seuchenbehörde CDC zufolge inzwischen 108,9 Millionen Menschen komplett geimpft und damit rund ein Drittel der Bevölkerung. Es seien insgesamt 251,9 Millionen Dosen verimpft worden, hieß es weiter. In den USA leben etwa 328 Millionen Menschen.

+++ 23:01 Impf-Patente: Merkel widerspricht US-Präsident Biden +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat skeptisch auf den Vorstoß der USA reagiert, die Patente für Impfstoffe befristet freizugeben, um deren globale Verteilung zu beschleunigen. "Der Schutz von geistigem Eigentum ist Quelle von Innovation und muss es auch in Zukunft bleiben", sagte eine Regierungssprecherin der Süddeutschen Zeitung. "Der limitierende Faktor bei der Herstellung von Impfstoffen sind die Produktionskapazitäten und die hohen Qualitätsstandards, nicht die Patente", betonte die Sprecherin der Kanzlerin. Sie sagte, der US-Vorschlag habe "erhebliche Implikationen für die Impfstoffproduktion insgesamt". Die Bundesregierung arbeite "in vielerlei Hinsicht daran, wie wir innerhalb Deutschlands und innerhalb der Europäischen Union, aber auch weltweit die Kapazitäten für die Produktion verbessern können und dies tun auch die betroffenen Unternehmen".

+++ 22:14 Zahl der Alkoholtoten in England seit Corona auf Rekordhoch +++
In der Corona-Pandemie ist die Zahl der Alkoholtoten in England und Wales auf ein Rekordhoch gestiegen. 2020 seien 7423 Menschen in den beiden britischen Landesteilen an Alkoholmissbrauch gestorben, ein Plus von fast 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und der höchste Stand seit Beginn der Statistik vor 20 Jahren. Das teilte das britische Statistikamt in Newport mit. Einen direkten Zusammenhang zur Corona-Krise zogen die Statistiker zwar nicht. Sie wiesen aber auf Daten der Gesundheitsbehörde hin, denen zufolge sich das Trinkverhalten seit Beginn der Pandemie geändert habe. Der fehlende Zugang zu medizinischer Versorgung könne ein weiterer Grund für den Anstieg der Sterbefälle sein, erklärte Boniface. "Diese Todesfälle waren nicht unvermeidlich, aber leider eine von vielen indirekten Folgen der Pandemie", erklärte die Leiterin des britischen Instituts für Alkoholstudien (IAS), Sadie Boniface.

+++ 21:52 Vierjährige aus Münster stirbt mit Covid-19 +++
Ein vierjähriges Mädchen aus Münster ist im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Das berichtet die "Bild"-Zeitung. Demnach habe das Kind schon länger unter gravierenden Vorerkrankungen gelitten und sich dann mit Covid-19 angesteckt. Es starb bereits am 1. Mai in einer Klinik. "Mein Mitgefühl gilt dem Kind und den Angehörigen", sagte CDU-Oberbürgermeister Markus Lewe laut "Bild". Der tragische Vorfall zeige, wie gefährlich die Pandemie immer noch sei "und mahnt uns alle, unsere Mitmenschen mit großer Sorgfalt vor dieser schrecklichen Seuche zu schützen."

+++ 21:15 Bundesländer melden 20.079 Neuinfektionen +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.480.188 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 20.079 neue Fälle hinzu. Im Wochenvergleich liegt der aktuelle Tageszuwachs bei den Neuinfektionen 4406 Fälle unter dem Niveau von Donnerstag vergangener Woche (29. April: 24.485 Neuinfektionen). Das entspricht einem Rückgang um 18 Prozent. Bei der Zahl der neu übermittelten Todesfälle zeigt sich dagegen noch keine Entspannung. Sie stiegen um 253 auf 84.209. Vor einer Woche hatten die Landesbehörden in der Summe 285 neu registrierte Tote gemeldet. Als aktuell infiziert gelten rund 285.789 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,78 angegeben (Vortag: 0,83). Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,88 (Vortag: 0,83).

Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 4768 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2836 davon werden beatmet. Rund 3733 Intensivbetten (14 Prozent) sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

Die vorangegangenen Entwicklungen des 6. Mai 2021 lesen Sie hier.

Quelle: ntv.de, lri/ino/hek/dpa/AFP/rts

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