Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:32 Touristen dürfen wieder nach Tunesien +++

Touristen aus Deutschland können von diesem Samstag an wieder ohne Beschränkungen oder vorherige Corona-Tests nach Tunesien reisen. Das tunesische Gesundheitsministerium hat die Bundesrepublik auf eine Liste mit Staaten gesetzt, in denen die Gefahr einer Infizierung mit dem Coronavirus gering ist. Das gilt auch für Österreich und die Schweiz. Tunesiens Regierung hatte das Coronavirus Mitte Juni für besiegt erklärt. Sie hofft nun auf eine Belebung des Tourismussektors, der für die tunesische Wirtschaft zentral ist. Das Land setzt dabei insbesondere auf deutsche Urlauber. Die Bundesregierung hat Tunesien als einziges Land in Nordafrika nicht als Risikogebiet eingestuft. Bislang hat Tunesien fast 1200 Corona-Fälle und 50 Tote gemeldet.

+++ 22:50 Apple macht Stores in Florida dicht +++
Apple schließt ab Freitag 14 Läden im US-Bundesstaat Florida, weil die Zahl der Corona-Infektionen dort zunimmt. Insgesamt werden damit 32 Apple-Stores in den Vereinigten Staaten für die Kunden nicht zugänglich sein. Der Konzern betreibt im ganzen Land insgesamt 271 Läden. Im März schlossen wegen der Pandemie sämtliche Geschäfte ihre Tore

+++ 22:10 Quarantäne für Göttinger Hochhaus endet um Mitternacht +++
Die Stadt Göttingen hebt die Quarantäne für einen ganzen Wohnkomplex um Mitternacht auf. Das teilte die Stadt am Abend mit. Oberstes Ziel der Quarantäne sei es gewesen, den Infektionsausbruch lokal zu begrenzen, die Gesamtbevölkerung zu schützen und auch eine Ausbreitung über das Stadtgebiet hinaus zu verhindern. Diese Maßnahmen hätten Wirkung gezeigt, sagte Petra Broistedt, Sozialdezernentin und Leiterin des Stabs für außergewöhnliche Ereignisse der Stadt Göttingen. Daher könne die Gebäudequarantäne wie geplant aufgehoben werden. Weiter bestehen bleiben aber verfügte Einzelquarantänen. Insgesamt wurden den Angaben zufolge 600 Zweittests durchgeführt. Nur vier weitere Personen hatten ein positives Testergebnis. Bis Dienstag würden am Ein- und Ausgang des Komplexes noch kontrolliert, um sicherzustellen, dass Bewohner mit Quarantäne-Pflicht das Gebäude nicht verlassen.

+++ 21:36 Schock für Portugal: Großraum Lissabon muss wieder in Lockdown +++
Wegen einer Zunahme der Corona-Infektionen müssen weite Teile des Großraums Lissabon am 1. Juli zwei Wochen lang wieder in den Lockdown. Das gab der portugiesische Ministerpräsident António Costa bekannt. Die Bewohner der 19 betroffenen Gemeinden im Großraum der Hauptstadt werden demnach nur noch aus dem Haus gehen dürfen, um Einkäufe zu tätigen, zur Arbeit zu fahren oder einen Arzt aufzusuchen. In dieser Zeit werden dort nur Versammlungen von maximal fünf Personen zulässig sein. Die Bezirke im Zentrum Lissabons sind nicht betroffen. Die Region Lissabon ist mit knapp 18.000 Infektionsfällen erstmals seit Ausbruch der Pandemie der von Corona am schwersten betroffene Teil des Landes. Bisher war es der Norden gewesen. Insgesamt verzeichnete Portugal bisher mehr als 40.000 nachgewiesene Infektionen sowie mehr als 1500 Todesfälle in Zusammenhang mit der Krankheit Covid-19.

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Für Portugal ist der Zeitpunkt äußerst ungünstig: Die Urlaubssaison startet gerade in Europa.

(Foto: picture alliance/dpa)

+++ 21:10 Neuansteckungen steigen, R-Werte sinken +++
Lange Zeit hat die Anzahl der akuten Infektionen in Deutschland abgenommen. Die Zahl der neuen Fälle war dabei geringer als die der Genesenen. Dieser Trend ist nun gestoppt. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts übersteigt die Zahl der binnen 24 Stunden gemeldeten Neuinfektionen die geschätzte Zahl der Genesenen. Auch im 7-Tages-Trend steigt die Rate der Neuansteckungen.

Zugleich befinden sich die Reproduktionswerte, die über die Dynamik der Infektion Auskunft geben, weiter im Sinkflug. Für diese gegenläufige Entwicklung macht das RKI deutschlandweit relativ niedrige Fallzahlen und die lokalen Corona-Ausbrüche in Nordrhein-Westfalen verantwortlich.

+++ 20:50 Deutschland: 642 neue Fälle und 14 Tote +++
Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach Berechnungen von ntv.de 192.150 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt. Bundesweit starben 8938 mit dem Virus infizierte Menschen – das sind 14 mehr als am Vortag. Die Länder meldeten insgesamt 642 neue Infektionen. Etwa 176.146  Menschen haben die Infektion nach Länderangaben und teilweisen RKI-Schätzungen überstanden.

Während vier Bundesländer jeweils nur eine Neuinfektion meldeten, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, das Saarland und Sachsen, gingen von allen 642 neuen Fällen allein 314 auf das Konto von Nordrhein-Westfalen, Bayern (plus 125) und Berlin (plus 75).

+++ 20:35 Bulgarien fängt infizierten Tönnies-Mitarbeiter ab +++
Ein nach dem Covid-19-Ausbruch in einer Schlachtfabrik der Firma Tönnies heimgekehrter bulgarischer Mitarbeiter ist nach einem Fernsehbericht mit dem Coronavirus infiziert. Der Test auf das Virus sei positiv ausgefallen, sagte der Bürgermeister des südwestbulgarischen Beliza, Radoslaw Rewanski dem Fernsehsender bTV. Der Mann und seine Familie seien nach ihrer Heimkehr erneut auf das Coronavirus getestet worden, da sie, wie es hieß, die Ergebnisse der Tests in Deutschland nicht gewusst hätten. Bei der Tochter des Infizierten seien dem Bericht zufolge Antikörper gegen das Coronavirus nachgewiesen worden. Die dreiköpfige Familie steht in Beliza unter Quarantäne. Bulgarien will alle aus Deutschland zurückgekehrte Tönnies-Mitarbeiter ausfindig machen, um eine weitere Verbreitung des Coronavirus zu vermeiden. Bulgarien ist von der Pandemie nicht allzu schwer betroffen: Insgesamt gibt es 4242 Coronavirus-Fälle, 209 Menschen starben.

+++ 20:11 Erhellt Ischgl-Sensation auch deutsche Dunkelziffer? +++

+++ 19:52 Trump schickte eine Million Corona-Schecks an Tote +++
Die 1200-Dollar-Schecks der US-Regierung halfen zahllosen Menschen in der Coronavirus-Krise. Doch diese Schecks mit dem Namenszug von US-Präsident Donald Trump wurden irrtümlich auch an mehr als eine Million Tote verschickt. Wie der US-Rechnungshof schreibt, gingen bis Ende April fast 1,1 Millionen Zahlungen mit einem Gesamtwert von knapp 1,4 Milliarden Dollar, umgerechnet rund 1,2 Milliarden Euro, an Verstorbene. Das Finanzministerium und die Steuerbehörde hätten vor dem Verschicken der Hilfe-Schecks nicht ihre Daten mit den Verstorbenenmeldungen der Sozialversicherungsbehörde abgeglichen, heißt es in dem Bericht.

+++ 19:35 Auch Baden-Württemberg schließt NRW-Kreise aus +++
Auch Baden-Württemberg lässt Reisende aus dem nordrhein-westfälischen Corona-Risikogebiet nicht mehr im Land übernachten. Das Beherbergungsverbot für Besucher aus einem Kreis mit erhöhtem Infektionsgeschehen trat am Donnerstagnachmittag in Kraft. Die zugehörige Verordnung wurde vom Sozial- und vom Wirtschaftsministerium notverkündet. Hintergrund ist der Corona-Ausbruch im Kreis Gütersloh in Nordrhein-Westfalen. In dessen Folge hatten Bayern und Niedersachsen bereits Beherbergungsverbote beschlossen, Schleswig-Holstein erließ eine Quarantäneregelung.

+++ 19:10 Saarland dringt auf bundesweiten Reisestopp für Bürger aus Hotspots +++
Nach dem schweren Corona-Ausbruch in Nordrhein-Westfalen haben sich die Reisemöglichkeiten für die Menschen aus den Risikogebieten deutlich verschlechtert. Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans sprach sich für ein bundesweites Verbot von Reisen für Menschen aus Landkreisen mit hohen Corona-Infektionszahlen aus. Es sei eine "bundesweit einheitliche Verfahrensweise" für Reisende aus betroffenen Gebieten nötig, teilte der CDU-Politiker in Saarbrücken mit. "Damit lokal begrenzte Lockdowns funktionieren, sollten Reisen aus Landkreisen mit hohem Infektionsgeschehen nicht möglich sein", hieß es in der Mitteilung. Mehrere Bundesländer sind mit eigenen Einschränkungen und Beherbergungsverboten bereits vorgeprescht.

+++ 18:52 Test beendet: 45 Corona-Fälle in Putenschlachthof +++
Die Reihentests in einem Putenschlachthof im niedersächsischen Wildeshausen haben 45 Corona-Infektionen zutage gefördert. Das teilten am Donnerstag der Landkreis Oldenburg und die betroffene Firma Geestland Putenspezialitäten (GPS) mit, die zur Wiesenhof-Gruppe gehört. Mit 1115 Tests sei die gesamte Belegschaft bis auf wenige Ausnahmen erfasst worden. Seit Mittwoch kamen noch einmal zehn bestätigte Infektionen dazu. Betroffen seien 5 Festangestellte und 40 Werkvertragsarbeiter, teilte Geestland mit. Nur einer dieser 45 Mitarbeiter wohne in einer Gemeinschaftsunterkunft, alle anderen in Privatunterkünften.

+++ 18:30 Österreich verzichtet auf Landeverbot für NRW-Flieger +++
Flugzeuge aus Nordrhein-Westfalen dürfen trotz des massiven Corona-Ausbruchs beim Fleischkonzern Tönnies weiterhin in Österreich landen. "Landeverbote aus Nordrhein-Westfalen wird es aktuell nicht geben", teilte das Gesundheitsministerium in Wien mit. Die Situation würde laufend neu bewertet. Vorerst sei hinsichtlich der Einreise für deutsche Staatsbürger aber keine Beschränkung geplant. An Flughäfen in der Alpenrepublik würde Gästen aber Fieber gemessen. Österreichs Außenministerium hatte am Vortag eine Reisewarnung für Nordrhein-Westfalen ausgesprochen.

+++ 17:40 Briten stürmen Strände: Lage außer Kontrolle +++
Großbritannien stöhnt derzeit unter einer Hitzewelle und viele fahren ans Meer. Verstörende Bilder aus dem Seebad Brighton lassen allerdings daran zweifeln, ob die Mahnungen der britischen Regierung zum Abstandhalten überhaupt noch Gehör finden. "Erinnere mich daran, warum bei uns die Schulen noch geschlossen sind", kommentierte eine Nutzerin auf Twitter das Strandtreiben vom Mittwoch.

In Bournemouth mussten die Einsatzkräfte sogar einen "ernsten Zwischenfall" auslösen, weil die Lage nicht mehr beherrschbar war. Das gibt den Einsatzkräften mehr Rechte und Abstimmungsmöglichkeiten. Solche Menschenmengen habe es sonst nur an den Feiertagen gegeben, teilten Vertreter der Stadt mit. "Wir sind absolut entsetzt über die Szenen, die an unseren Stränden .... in den letzten 24 bis 48 Stunden zu sehen waren." Einsatzkräfte klagten unter anderem über illegales Parken, Verkehrskollaps, Müllverschmutzungen, aggressives Verhalten der Strandbesucher und Alkoholmissbrauch bei hohen Temperaturen. Luftbilder des Senders Skynews zeigten allerdings zumindest für Brighton ein disziplinierteres Bild.

Gesundheitsexperten warnen derzeit eindringlich vor einer zweiten Corona-Infektionswelle in Großbritannien. Es bestehe ein "echtes Risiko", schrieben sie in einem vom "British Medical Journal" veröffentlichten Brief. Sie kritisierten damit die bisher umfangreichste Lockerung der Pandemie-Maßnahmen in England. Premier Boris Johnson hatte sie Anfang der Woche bekanntgegeben.

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+++ 17:20 Duisburg: Fast 80 Infizierte bei Döner-Firma +++
Die Zahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Mitarbeiter einer Dönerfleischproduktion in Moers bei Duisburg hat sich auf 79 erhöht. Nachdem zunächst 17 Beschäftigte positiv getestet worden waren, kamen bei weiteren Tests nun 62 hinzu, teilte der Kreis Wesel mit. Nach dem Bekanntwerden der 17 Fälle wurden von rund 200 Mitarbeitenden Abstriche genommen. Davon stehen den Angaben zufolge noch 120 Ergebnisse aus. Die Kontaktnachverfolgung laufe auf Hochtouren. "Keine der positiv getesteten Personen weist bisher die Corona-typischen Symptome auf", erklärte der Kreis. Der Dönerfleischproduzent hat nach Angaben des Kreises 275 Mitarbeiter.

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Der Betrieb bei Duisburg ist inzwischen geschlossen.

(Foto: picture alliance/dpa)

+++ 17:08 Hessens Fleischindustrie "ohne Mängel" +++
Kontrollen in hessischen Fleischbetrieben mit Blick auf Corona-Risiken haben nach Auskunft des Sozialministeriums keine größeren Mängel zutage gebracht. Anfang Juni seien insgesamt 19 Betriebe von den Arbeitsschutzdezernaten untersucht worden, teilte eine Sprecherin in Wiesbaden auf Anfrage mit. "Es wurden keine gravierenden Arbeitsschutzdefizite im Hinblick auf die Arbeits- und Wohnbedingungen vorgefunden." Die wenigen Mängel hinsichtlich Arbeits- sowie Infektionsschutz hätten durch direkte Gespräche sowie im Einzelfall durch entsprechende Besichtigungsschreiben beseitigt werden können, erklärte die Sprecherin.

+++ 16:40 SPD bleibt bei Nein zu Immunitätsnachweis +++
Die SPD lehnt einen Immunitätsnachweis für das Coronavirus weiter ab. Dies sei "völlig undenkbar", solange eine Immunität wissenschaftlich nicht gesichert sei und auch nicht anders als durch gezielte Ansteckung erlangt werden könne, schrieb Parteichefin Saskia Esken am bei Twitter. Fraktionsvize Bärbel Bas sagte: "Eine Immunität ist nach wie vor nicht nachweisbar, sie kann und darf daher auch nicht dokumentiert werden. Alles andere wäre leichtsinnig." Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte Pläne für einen Corona-Immunitätsnachweis im Mai auch nach Protesten der SPD vorerst zurückgezogen. Er hat den Deutschen Ethikrat um eine Stellungnahme dazu gebeten, der nach einem Bericht der "Neuen Osnabrücker Zeitung" heute darüber berät.

+++ 16:01 Deutsche Corona-App in elf Ländern verfügbar +++
Die Corona-Warn-App aus Deutschland kann nun auch von vielen Besuchern aus dem europäischen Ausland heruntergeladen und verwendet werden. Inzwischen erschien die Anwendung in elf europäischen Ländern in den jeweiligen App-Stores, teilte das Robert Koch-Institut (RKI) auf Twitter mit. Neben den Nachbarn aus den Benelux-Staaten kann die App damit auch von Anwendern aus Frankreich, Österreich, der Tschechischen Republik, Polen, Dänemark, Rumänien und Bulgarien verwendet werden, wenn sie sich in Deutschland aufhalten. Das RKI betonte, mit der Verfügbarkeit in den ausländischen Stores richte man sich "sowohl an diejenigen, die dauerhaft in Deutschland leben als auch diejenigen, die sich temporär z.B. im Urlaub hier aufhalten". Aus welchem Land die SIM-Karte des Smartphones stamme, spiele keine Rolle.

+++ 15:31 Auch Hamburg prüft Quarantäne für Risiko-Reisende +++
Besucher aus deutschen Corona-Hotspots wie dem Kreis Gütersloh in Nordrhein-Westfalen müssen eventuell in Hamburg künftig mit einer Quarantäne rechnen. Wie ein Sprecher der Gesundheitsbehörde sagte, wird eine entsprechende Anpassung der Verordnung zur Eindämmung der Pandemie derzeit im Senat geprüft. Eine Entscheidung soll bis Dienstag fallen.

+++ 15:04 Virus in Puten-Schlachterei: Zwei Kinder von Arbeiter infiziert +++
Der Corona-Ausbruch in einem Geflügelschlachtbetrieb in Wildeshausen im Kreis Oldenburg weitet sich auf die Region aus. In Cloppenburg erkrankten zwei Schüler, deren Vater in dem betroffenen Betrieb arbeitet. Ein Sprecher des Landkreises Cloppenburg bestätigte einen Bericht der "Nordwestzeitung". In der Belegschaft des Putenschlachtbetriebs der Wiesenhof-Gruppe waren mit Stand Mittwochabend 35 Infektionen erkannt worden. 31 Infizierte waren Arbeiter mit Werkverträgen. Die Tests für die mehr als 1100 Mitarbeiter liefen weiter. Man erwarte die Ergebnisse noch heute oder am Freitag, hieß es.

+++ 14:43 EU erlaubt Corona-Arznei Remdesivir +++
Die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA hat erstmals grünes Licht für einen Wirkstoff zur Corona-Therapie in der EU gegeben. Der Empfehlung zufolge sollen bestimmte Covid-19-Patienten unter Auflagen mit Remdesivir behandelt werden dürfen, wie die EMA in Amsterdam mitteilte. Die EU-Kommission muss dem noch zustimmen, was aber als Formsache gilt. Das Mittel wurde ursprünglich gegen das Ebola-Virus entwickelt, wo es sich nicht bewährt hat. Anders beim ersten Sars- und beim Mers-Virus. Charité-Virologe Christian Drosten bescheinigte Remdesivir eine "überzeugende Anfangsevidenz".
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+++ 14:27 UN: Pandemie heizt weltweiten Drogenkonsum an +++
Als Folge der Coronakrise befürchtet das UN-Büro für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) einen Anstieg beim Drogenkonsum. Nach bisherigen Erfahrungen sei steigende Arbeitslosigkeit - wie in dramatischer Weise in der aktuellen Krise - immer verbunden gewesen mit einem verstärkten Griff zu Drogen. Das teilte die Behörde in ihrem Jahresbericht mit, der in Wien vorgestellt wurde. "Die Covid-19-Krise und der wirtschaftliche Abschwung drohen die Drogengefahren noch weiter zu verschärfen", sagte UNODC-Generaldirektorin Ghada Waly. Nach Einschätzung der UN-Behörde könnten außerdem Bauern schon aus wirtschaftlicher Not den illegalen Anbau von Drogen beginnen oder ausbauen. Die Schmuggler suchten wegen der Einschränkungen im Luftverkehr und wegen der verstärkten Grenzkontrollen neue Wege, ihre illegale Ware zu transportieren. So seien in jüngster Zeit Kokain-Transporte von Südamerika nach Europa auf dem direkten Seeweg beobachtet worden.

+++ 13:58 Deutschland will WHO mehr zahlen +++
Deutschland und Frankreich haben der Weltgesundheitsorganisation ihre Unterstützung im Kampf gegen das Coronavirus versichert. Die Bundesregierung werde ihren finanziellen Beitrag in diesem Jahr auf mehr als eine halbe Milliarde Euro erhöhen, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn bei einem Treffen mit seinem französischen Kollegen Olivier Veran und WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Sitz der Organisation in Genf. Dazu gehöre auch die Lieferung von medizinischer Ausrüstung wie Schutzmasken und Beatmungsgeräte zur Weitergabe an bedürftige Länder. Das sei der höchste Jahresbetrag, den Deutschland jemals an die WHO geleistet habe und ein klares Signal der Unterstützung. Ähnlich äußerte sich Veran. US-Präsident Donald Trump hatte die US-Beziehungen zur WHO aufgekündigt und wirft ihr vor, zu sehr unter dem Einfluss Chinas zu stehen.

+++ 13:27 Steinmeier: Deutschland bei Pandemie auf dünnem Eis +++
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier warnt angesichts der Gefahren durch das Coronavirus vor leichtsinnigem Verhalten. "Die Corona-Pandemie ist noch nicht vorbei", sagt er bei einer Veranstaltung im Schloss Bellevue. "Die Entwicklung in den Hotspots zeigt, dass wir uns immer noch auf sehr, sehr dünnem Eis bewegen." Erstmals seit dem Ausbruch der Pandemie hatten der Bundespräsident und seine Frau Elke Büdenbender zu einer Veranstaltung in der Reihe "Kaffeetafel" eingeladen. Diese fand aus Sicherheitsgründen im Park von Schloss Bellevue statt.

+++ 12:52 Österreich erlaubt Prostitution wieder ab 1. Juli +++
In Österreich ist die zwischenzeitlich wegen der Coronakrise verbotene Prostitution ab 1. Juli wieder erlaubt. Das Betreten von Bordellen und Laufhäusern werde wieder ermöglicht, bestätigte das Gesundheitsministerium gegenüber der österreichischen Nachrichtenagentur APA. Aktuell würden vom Ministerium gemeinsam mit Vertretern etwa von Beratungsstellen Hygiene- und Schutzempfehlungen erarbeitet. Rund 8000 Sexarbeiterinnen sind in Österreich registriert. Sie waren von der Coronakrise finanziell besonders stark betroffen und hatten als Selbstständige Anspruch auf Leistungen aus dem Härtefallfonds. "Wir begrüßen es, dass Sexarbeit wieder erlaubt wird", sagte Eva van Rahden, Leiterin einer Beratungsstelle für Sexarbeiter in Wien. "Einige Frauen haben bereits Termine mit Kunden ausgemacht."

+++ 12:21 Sieben-Tage-Inzidenz in Gütersloh und Warendorf sinkt +++
Im Kreis Gütersloh in Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage signifikant auf 192,8 gesunken. Das geht aus den Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor. Am Dienstag betrug der Wert laut RKI noch 270,2. Im benachbarten Kreis Warendorf sank der Wert auf 50,4, am Tag zuvor lag er bei 66,2. Bund und Länder haben in der Corona-Krise vereinbart, dass ab einer Marke von 50 in einem Kreis wieder stärkere Einschränkungen in Betracht gezogen werden. Für die Kreise Gütersloh und Warendorf gilt deshalb zunächst bis zum 30. Juni ein Lockdown.

+++ 12:03 WHO Europa warnt vor steigenden Corona-Zahlen +++
Nach Monaten der abnehmenden Infektionszahlen in Europa ist das Coronavirus auf dem Kontinent laut dem Regionalbüro der Weltgesundheitsorganisation WHO wieder auf dem Vormarsch. 30 Länder in der europäischen Region hätten im Laufe der vergangenen beiden Wochen wieder steigende Fallzahlen vermeldet, sagte WHO-Regionaldirektor Hans Kluge auf seiner wöchentlichen Online-Pressekonferenz in Kopenhagen. Dabei handele es sich um die ersten Anstiege wöchentlicher Neuinfektionen in Europa seit Monaten. Länder wie Deutschland, Spanien, Polen und Israel hätten jedoch schnell auf die gefährlichen Ausbrüche reagiert, die mit Schulen, Kohlebergwerken und Lebensmittelproduzenten zusammenhingen, sagte Kluge.

+++ 11:17 Ischgl meldet weltweit höchste Antikörper-Rate +++
Im österreichischen Ischgl war ein großer Teil der Bevölkerung mit dem Coronavirus infiziert. Nach Angaben der Medizinischen Universität Innsbruck haben 42,4 Prozent der in einer umfassenden Studie untersuchten Bürger Antikörper auf das Coronavirus entwickelt. Das sei der weltweit höchste bisher publizierte Wert, sagte die Direktorin des Instituts für Virologie, Dorothee von Laer. Antikörper im Blut gelten als Nachweis für eine durchgemachte Infektion. Ischgl mit seinen Après-Skibars gilt als Brennpunkt für die Ausbreitung des Coronavirus in Österreich und Teilen Europas.

+++ 11:08 Weltweit bisher mehr als 9,3 Millionen Infektionen +++
Insgesamt sind weltweit bisher 9.373.134 Corona-Infektionen gemeldet worden, wie das ECDC (Europäisches Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten) mitteilt. Demnach sind bisher 481.457 Menschen im Zusammenhang mit einer Infektion gestorben.

+++ 10:53 Russland meldet wieder mehr als 7000 Neuinfektionen +++
In Russland ist die Zahl der Infektionsfälle auf 613.994 gestiegen. Binnen 24 Stunden wurden nach Behördenangaben 7113 Neuinfektionen nachgewiesen - etwas weniger als am Tag zuvor mit 7176 neuen Fällen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus stieg um 92 auf insgesamt 8605. Am Vortag waren noch 154 weitere Todesfälle registriert worden.

+++ 10:33 Urlaubsparadies meldet nach coronafreier Zeit neue Fälle +++
Nach zwei Monaten ohne neue Coronafälle zählt das Urlaubsparadies der Seychellen nun wieder zu den von Sars-CoV-2 betroffenen Ländern. Der Grund sind drei Matrosen eines spanischen Fischtrawlers, wie die Behörden bekannt gaben. "Bei elf der Matrosen wurde entdeckt, dass sie Covid-19-Antikörper entwickelt hatten", erklärte der zuständige Gesundheitsbeamte Jude Gedeon. Drei Matrosen hatten jedoch das Virus in ihrem Kreislauf, ohne dass sie allerdings irgendwelche Symptome zeigten. Sie wurden unter Quarantäne gestellt.

+++ 09:47 Einige Tönnies-Mitarbeiter wohl "durch die Lappen gegangen" +++
Der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann kann nach eigenen Angaben nicht ausschließen, dass manche Tönnies-Mitarbeiter nicht auf Corona getestet worden sind. Es könne sein, dass "uns 20, 30 durch die Lappen gegangen sind", sagte der CDU-Politiker in einer Sondersitzung des Gesundheitsausschusses. Er verteidigte aber das Vorgehen der Behörden: Es sei "sorgfältig durch die öffentliche Hand getestet" worden. Laumanns Staatssekretär Edmund Heller verdeutlichte in der Sitzung, dass eine komplette Erfassung der Menschen auf dem Tönnies-Gelände rückwirkend zunächst kaum möglich gewesen sei. Von 2000 aktuell durchgeführten Corona-Tests im Kreis Gütersloh ist laut Laumann nur einer positiv ausgefallen.

+++ 09:32 Landtagssitzung wegen Corona-Verdachts abgesagt +++
Der rheinland-pfälzische Landtag hat die für heute angesetzte Plenarsitzung wegen eines Corona-Verdachtsfalls kurzfristig abgesagt. Nach der Plenarsitzung am Mittwoch sei bekannt geworden, dass eine Abgeordnete des Landtags Kontakt mit einer an Covid-19 erkrankten Person gehabt habe, teilte der Landtag mit.

Nachtrag: Nach jüngsten Angaben des Landes (Stand: 10 Uhr) gibt es in Rheinland-Pfalz insgesamt 6940 bestätigte SARS-CoV-2 Fälle, 235 Todesfälle und 6.553 genesene Fälle. 152 Menschen sind dort demnach aktuell mit dem Coronavirus infiziert.

+++ 09:25 Brasilien meldet zweithöchste Neuinfektionen-Zahl bisher +++
In Brasilien hat die Rate der Neuinfektionen mit dem Coronavirus stark zugenommen. Innerhalb von 24 Stunden wurden weitere 42.725 Ansteckungen verzeichnet, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Dies ist die bislang zweithöchste Zahl von registrierten Neuinfektionen im bevölkerungsreichsten lateinamerikanischen Land. Insgesamt wurden in Brasilien bislang mehr als 1,18 Millionen Infektionsfälle verzeichnet. Die offizielle Zahl der Corona-Todesopfer stieg um weitere 1185 Verstorbene auf 53.830. Die brasilianische Corona-Kurve sei im "steilen Anstieg", dabei befinde sich das Land noch in der ersten Ausbreitungswelle des Virus, sagte der Wissenschaftler Domingos Alves, der einer mit der Pandemie befassten Forschergruppe angehört.

+++ 09:02 Erste Corona-Welle schon Ende Mai in Gütersloh +++
Die erste Welle von Infizierten im Kreis Gütersloh hat es nach Angaben des Gesundheitsministeriums Ende Mai im Zusammenhang mit einer "kirchlichen Veranstaltung" gegeben. Das sagte Staatssekretär Edmund Heller in einer Sondersitzung des Gesundheitsausschusses im Landtag. Nach Recherchen von "t-online.de" handelte es sich um einen Gottesdienst, der am 17. Mai stattfand. Bei diesem Gottesdienst seien auch Arbeiter eines Tönnies-Konkurrenten dabei gewesen.

+++ 08:53 Auch Haseloff für Regelung für Urlauber aus Hotspots +++
Ministerpräsident Reiner Haseloff will in Sachsen-Anhalt Einschränkungen für Urlauber aus Corona-Risikogebieten nicht ausschließen. "Ich will nicht verhehlen, dass wir am nächsten Dienstag im Kabinett eine neue Verordnung beschließen - und dass wir durchaus auch derzeit sehr stark erwägen, in dieser Verordnung ein sogenanntes Beherbergungsverbot aufzunehmen", sagte der CDU-Politiker im MDR. Urlauber aus Risikogebieten könnten dann etwa keine Hotelzimmer mehr in Sachsen-Anhalt buchen. Als weitere Möglichkeit führte Haseloff Quarantäne-Regelungen für Urlauber an. Die Frage sei "nicht ob, sondern wie" man entsprechende Regelungen durchsetzen werde. Haseloff sprach sich außerdem dafür aus, dass sich die Bundesländer im Umgang mit Menschen aus Risikogebieten auf gemeinsame Richtlinien einigen sollten.

+++ 08:02 USA melden Rekord bei täglichen Neuinfektionen +++
Zwei Monate nach dem letzten Höhepunkt der Corona-Krise in den USA erreicht das Land einen neuen Rekord beim Zuwachs der täglichen Neuinfektionen. Die Behörden meldeten am Mittwoch 36.880 neue Fälle, wie die "New York Times" berichtet. Damit steigen die Zahlen wieder, nachdem sie in den vergangenen Wochen abgenommen hatten. Vor allem im Süden und Westen des Landes steckten sich Menschen mit dem Virus an. Florida, Texas, Oklahoma und South Carolina meldeten laut der Zeitung am Mittwoch ihre höchsten Tageszuwächse. Aber die Infektionszahlen steigen in mehr als 20 Bundesstaaten und zeigen, dass der Ausbruch stärker ausfällt als erwartet.

+++ 07:02 Kanzleramtsminister mahnt: Regeln konsequenter einhalten +++
Nach den jüngsten Corona-Ausbrüchen etwa im Kreis Gütersloh hat Kanzleramtsminister Helge Braun zur Vorsicht gemahnt. "Diese größeren Ausbrüche haben jetzt gezeigt: In dem Moment, wo man dem Virus eine Chance gibt, schlägt es auch wieder zu", sagte der CDU-Politiker im ZDF. Aus Brauns Sicht habe es in den letzten zwei, drei Wochen eine Phase gegeben, "wo manche Leute fast den Eindruck hatten, die Pandemie wäre vorbei". (...). "Und das ist unsere allergrößte Sorge, weil, bis wir wirklich einen effektiven Impfstoff oder Heilmittel haben, wird das Virus weiter lauern. Und deshalb ist das Beste, was wir tun können, dass wir wirklich diese Grundregeln alle konsequenter einhalten."

+++ 06:50 Menschen shoppen wieder mehr in der Innenstadt +++
Trotz Corona und Maskenpflicht kehren die Kunden allmählich in die Innenstädte zurück. Das zeigen Frequenzmessungen in den Fußgängerzonen, aber auch Umfragen unter Einzelhändlern. "Es geht langsam wieder aufwärts", sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Textil (BTE), Rolf Pangels. Gestützt wird diese Einschätzung von Zahlen des auf die Messung von Kundenfrequenzen in den Innenstädten spezialisierten Unternehmens Hystreet. "Es gibt mittlerweile einige Städte, in denen die Besucherfrequenzen in den Einkaufsstraßen das Vorkrisenniveau wieder erreicht oder fast erreicht haben", berichtete Hystreet-Geschäftsführer Julian Aengenvoort. Das gilt etwa für Einkaufsstraßen in Aachen, Dresden. Flensburg oder Kiel.

+++ 06:31 Australien: Soldaten sollen Quarantäne überwachen +++
Die australische Regierung entsendet im Kampf gegen das Coronavirus rund tausend Soldaten in die Millionenmetropole Melbourne. Bis zu 850 von ihnen sollten kontrollieren, ob aus dem Ausland eingetroffene Reisende die vorgeschriebene 14-tägige Quarantäne einhalten, teilte Verteidigungsministerin Linda Reynolds mit. Weitere 200 Soldaten sollen nach ihren Angaben logistische und medizinische Unterstützung von Coronavirus-Testeinrichtungen leisten. Eine deutliche Zunahme der Coronavirus-Neuinfektionen im Bundesstaat Victoria hat in Australien große Besorgnisse ausgelöst. Die meisten davon traten in der Regionalhauptstadt Melbourne auf. Die Behörden in Victoria verzeichneten in den vergangenen Tagen knapp 150 neue Infektionsfälle.

+++ 05:40 Lauterbach: "Leute verhalten sich unvorsichtig" +++
SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hält trotz steigender Corona-Neuinfektionszahlen einen weiteren deutschlandweiten Lockdown für ausgeschlossen. "Einen bundesweiten Lockdown, wie wir ihn gehabt haben, wird es nicht noch einmal geben. Solche Maßnahmen sind nicht wiederholbar. Aber es wird dann Beschränkungen geben", sagte er der Rhein-Neckar-Zeitung". Und: "Die Wahrscheinlichkeit einer zweiten Welle steigt. Die Leute verhalten sich derzeit zunehmend unvorsichtig. Wenn man abends vor allem durch Großstädte geht, hat man den Eindruck, dass vor allem jüngere Menschen sich so verhalten, als hätte es Corona nie gegeben."

+++ 05:08 Disney verschiebt Öffnung von Parks in Kalifornien +++
Walt Disney hat die für Mitte Juli geplante Wiedereröffnung seiner pandemiebedingt geschlossenen Vergnügungsparks in Kalifornien verschoben. Der Staat Kalifornien habe noch keine Richtlinien für die Inbetriebnahme von Themenparks vorgelegt, hieß es am Mittwoch in einer Mitteilung. Sie benötigten Vorlaufzeit, um Tausende von Mitarbeitern zurückzubringen. Daher blieben die Themenparks und Hotels in der Anlage in Anaheim vorerst geschlossen. Ein neues Datum für die Eröffnung wurde nicht genannt. Anfang Juni hatte der Konzern zunächst angekündigt, Disneyland Resort am 17. Juli zu eröffnen. Das Unternehmen will allerdings weiter daran festhalten, die Shoppingmeile Downtown Disney District ab dem 9. Juli für Besucher zugänglich zu machen.

+++ 04:40 Tausende Migranten klagen gegen Corona-Abschieberegelung +++
Tausende Migranten klagen gegen eine deutsche Abschiebe-Sonderregelung in der Corona-Krise. Das geht aus einer Auskunft des Bundesinnenministeriums an die Grünen-Bundestagsfraktion hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Nach den Dublin-Regeln ist normalerweise jenes Land für Asylanträge zuständig, auf dessen Boden Schutzsuchende zuerst den Boden der Europäischen Union betreten haben. Auch Norwegen, Island, die Schweiz und Liechtenstein sind Teil des Systems. Wenn diese Menschen in andere europäische Staaten wie Deutschland weiterziehen, können diese sie in der Regel binnen sechs Monaten dorthin zurückschicken - danach werden sie selbst für deren Asylantrag zuständig.

+++ 04:10 Pompeo verhandelt mit EU wegen Einreise-Stopp für US-Bürger+++
Die USA erörtern nach Angaben von Außenminister Mike Pompeo mit einigen europäischen und anderen Ländern Möglichkeiten, wie die Grenzen für Reisende wieder sicher geöffnet werden können. "Wir arbeiten daran, den richtigen Weg zu finden, um das zu tun, das richtige Timing dafür, die richtige Taktik", sagt der amerikanische Chefdiplomat auf einer Pressekonferenz. Er sei zuversichtlich, dass man in den kommenden Wochen zu einer Lösung kommen werde. "Wir wollen auf keinen Fall irgendwo anders Probleme verursachen." Zuvor war durchgesickert, dass die EU zwar anstrebt, ab Juli ihre Grenzen auch für Nicht-Europäer wieder zu öffnen. Allerdings nur, wenn sie die Pandemie im Griff haben. Das könnte für US-Amerikaner den Ausschluss bedeuten.

+++ 03:41 Qantas muss mindestens 6000 Stellen streichen +++
Die australische Fluggesellschaft Qantas Airways plant infolge der Coronavirus-Krise mindestens 20 Prozent ihrer Belegschaft abzubauen und über Abschreibungen rund 1,3 Milliarden Dollar Liquidität aufzubringen. "Wir müssen uns für mehrere Jahre positionieren, wenn der Umsatz viel niedriger ausfällt", sagte Qantas-Chef Alan Joyce bei der Vorstellung eines Drei-Jahres-Plans. "Und das bedeutet, kurzfristig eine viel kleinere Fluggesellschaft zu werden." Qantas kündigte an, mindestens 6000 Stellen unter den 29.000 Mitarbeitern zu streichen, weitere 15.000 Mitarbeiter blieben vorübergehend freigestellt, bis vor allem der internationale Flugverkehr wieder zunehme.

+++ 03:08 SPD will Immunitätsausweis womöglich doch zustimmen +++
Die SPD ist unter bestimmten Voraussetzungen nun womöglich doch zur Einführung eines Corona-Immunitätsausweises bereit. Auf das Virus getestete Menschen hätten einen Anspruch auf einen solchen Nachweis, sagte die stellvertretende Fraktionschefin und Gesundheitspolitikerin Bärbel Bas der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Entscheidend sei aber, dass der Ausweis nicht zu einer "Zwei-Klassen-Gesellschaft von Menschen mit Immunität und solchen ohne" führe. Bislang gab es aus der SPD massiven Widerstand gegen eine Bescheinigung der Immunität gegen das Coronavirus. Generalsekretär Lars Klingbeil nannte es im Mai "völlig kontraproduktiv, diejenigen zu belohnen, die sich angesteckt haben, weil sie sich nicht an die Abstandsregeln halten, und diejenigen zu bestrafen, die auf sich und andere aufpassen".

+++ 02:28 Impfstoff-Allianz: Herstellungskapazität für 4 Milliarden Einheiten +++
Die Impfinitiative Cepi geht bei einer erfolgreichen Entwicklung eines Impfstoffes gegen Sars-CoV-2 davon aus, den globalen Bedarf schnellstmöglich decken zu können. Bis zu vier Milliarden Dosen könnten pro Jahr produziert werden, sagt James Robinson, Leiter der Herstellungsstrategie bei Cepi, in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. Dabei seien acht bis zehn regionale Vertriebsstandorte geplant, "damit wir nicht alles zentral machen und dann in die ganze Welt verschicken müssen", erklärt Robinson. Derzeit unterstützt Cepi die Forschung an neun Impfstoffprojekten, darunter Inovio Pharmaceuticals, die Universität in Queensland mit Csl, Curevac, Moderna mit Unterstützung der US-Regierung, Novavax, die Universität Oxford mit Astrazeneca, Clover Biopharmaceuticals, die Universität in Hongkong, und ein Konsortium unter der Leitung des Institut Pasteur mit der Universität in Pittsburgh und Themis Bioscience, das vor Kurzem von Merck gekauft wurde.

+++ 02:01 Ärzte klagen gegen verbilligten Test +++
Im Streit um die weitere Umsetzung von Corona-Tests wollen die Ärzte gegen eine deutlich sinkende Vergütung für die Labore vorgehen. Gegen den Beschluss des zuständigen Gremiums des Gesundheitswesens sei beim Landessozialgericht Berlin-Brandenburg Klage eingereicht worden, sagte ein Sprecher der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Die KBV vertritt auch Laborärzte und strebt außerdem an, dass die Senkung nicht schon zum 1. Juli kommt. Für Tests, die Praxisärzte veranlassen, sollen Labore ab 1. Juli noch 39,40 Euro statt der bisherigen 59 Euro bekommen. Die KBV hatte gegen den Beschluss, der gegen ihre Stimmen fiel, bereits protestiert. Die gesetzlichen Krankenversicherungen hatten dagegen von einem "sachgerechten Preis" gesprochen, der die Entwicklung von vereinzelten Tests zu Massentestungen widerspiegele.

+++ 01:24 Dobrindt will Kurzarbeiter-Regelung über 2020 hinaus verlängern +++Wegen der düsteren Aussichten auf dem deutschen Arbeitsmarkt schlägt der Chef der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Alexander Dobrindt, eine Verlängerung der aktuellen Regelung für das Kurzarbeitergeld über das Jahr 2020 hinaus vor. Gegenüber "Bild" sagte Dobrindt: "Die Prognose der Bundesagentur für Arbeit zeigt die Gefahr der Corona-Krise für den Arbeitsmarkt. Wenn die Arbeitslosigkeit steigt, ist das ein deutliches Zeichen, dass die Konjunktur langsamer anspringt als erhofft. Hält das an, brauchen wir eine Verlängerung für das Kurzarbeitergeld, um dem Anstieg der Arbeitslosigkeit entgegenzuwirken." In der jüngsten Prognose der Bundesagentur wurde für den Sommer 2020 ein Anstieg der Arbeitslosigkeit auf drei Millionen Arbeitslose erwartet.

+++ 00:45 China: Epidemie in Peking wieder "unter Kontrolle" +++
Der neue Coronavirus-Ausbruch in Peking ist nach Angaben der Behörden mittlerweile weitgehend "unter Kontrolle". Der Ausbruch, der offenbar auf den Xinfadi-Markt in der chinesischen Hauptstadt zurückzuführen sei, sei "im Grunde unter Kontrolle", sagte der Sprecher der Pekinger Stadtverwaltung, Xu Hejian. Zugleich hätten die Behörden allerdings "Infektionscluster in Haushalten und an Arbeitsplätzen und Fälle von Ansteckungen innerhalb von Gemeinschaften entdeckt". Seit dem 11. Juni wurden in Peking nach Behördenangaben 256 Ansteckungen mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen. In 253 Fällen wurde der Xinfadi-Markt als Infektionsquelle ermittelt, bei den drei übrigen Fällen dauert die Ursachensuche noch an.

+++ 00:06 Schweizer Regierung bezahlt alle Tests +++
Die Schweizer Regierung wird die Kosten für Coronatests übernehmen. "Wichtigstes Element zur Unterbrechung von Infektionsketten ist ein rigoroses Contact Tracing mit breit angelegten Tests auf das Sars-Coronavirus-2", erklärte die Regierung nach ihrer turnusmäßigen Sitzung. Momentan bestehe die Gefahr, dass sich Personen nicht testen lassen, wenn sie die Kosten für den Test selber tragen müssen. Der Bund bezahlt künftig sowohl für Tests auf eine Infektion als auch die serologischen Tests zum Nachweis von Antikörpern. Ebenfalls ab Donnerstag kann die Handy-App zur Nachverfolgung von Infizierten von jedermann heruntergeladen werden. Seit rund einem Monat läuft ein Pilotversuch mit der SwissCovid-App.

+++ 23:30 Bund schickt Schutzmasken nach Gütersloh +++
Im Kampf gegen den großen Corona-Ausbruch im Kreis Gütersloh hilft der Bund mit Nachschub an Schutzausrüstung. Nach einer entsprechenden Bitte des dortigen Lagezentrums sollen 20.000 Masken, 10.000 Kittel, 10.000 Handschuhe, 1000 Schutzbrillen und 200 Liter Desinfektionsmittel geliefert werden, hieß es aus dem Bundesgesundheitsministerium. Damit sollen 90 Einsatzkräfte für drei Wochen ausgestattet werden können. Das Material sollte noch am Mittwoch versandt werden.

+++ 22:46 Bordelle in den Niederlanden dürfen wieder öffnen +++
Nach mehr als dreimonatiger Schließung dürfen die Bordelle in den Niederlanden ab dem kommenden Mittwoch wieder öffnen. Alle Angehörigen von "Kontaktberufen" dürften ab dem 1. Juli ihrer Arbeit wieder nachgehen, sagte Ministerpräsident Mark Rutte - das betrifft vor allem Sexarbeiter. Dabei sollten die Prostituierten aber stets vorher fragen, ob ein Kunde Symptome einer Covid-19-Erkrankung habe, erklärte die Regierung. Bisher war die Wiederöffnung der Bordelle für September vorgesehen. Felicia Anna von der Sex-Arbeitergewerkschaft im Amsterdamer Rotlichtbezirk begrüßte die Entscheidung gegenüber der Nachrichtenagentur ANP: "Alle freuen sich sehr. Wir haben kein Geld mehr."

+++ 22:15 Apple schließt sieben Läden in Texas +++
Apple wird in Houston, im US-Bundesstaat Texas, insgesamt sieben Läden wieder zeitlich begrenzt schließen. Die Neuinfektionen in den Bundesstaaten Arizona, Texas und Kalifornien sind zuletzt auf ein Rekordniveau im Tagesvergleich gestiegen. Die Gouverneure aus Texas und Florida wollen nun die Richtlinien zum Schutz der Bevölkerung verschärfen. Bereits in der vergangenen Woche hatte der US-Konzern laut Berichten Geschäfte in Florida, Nort Carolina und South Carolina vorübergehend wieder geschlossen. Apple gehörte zu den ersten Unternehmen, die im März, als sich die Pandemie verschlimmerte, Standorte außerhalb Chinas geschlossen haben.

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Apple reagiert auf die stark steigenden Infektionszahlen in Texas.

(Foto: AP)

+++ 22:01 Schwedens Chef-Virologe mit sich unzufrieden +++
Schwedens Staatsepidemiologe Anders Tegnell bereut einen Teil seiner Strategie im Umgang mit dem Coronavirus. Der Schutz vor einer Ansteckung der Älteren in schwedischen Senioreneinrichtungen sei gescheitert und die Todesrate "schrecklich", sagte Tegnell im beliebten "Sommar"-Programm des schwedischen Radios. "Wir dachten vermutlich, dass unsere alters-segregierte Gesellschaft uns erlauben würde, eine Situation zu vermeiden wie in Italien, wo verschiedene Generationen viel häufiger zusammenleben. Aber das erwies sich als falsch." An Schwedens lockerer Corona-Strategie, für die Tegnell federführend verantwortlich war, mehrt sich die Kritik. Denn die Infektions- und Todeszahlen pro Einwohner sind im Vergleich zum restlichen Skandinavien und auch zu Deutschland sehr hoch. Im Land mit seinen etwas mehr als zehn Millionen Einwohnern wurden laut der staatlichen Gesundheitsbehörde bislang rund 62.300 Menschen positiv auf das Virus getestet. Mehr als 5200 Menschen sind im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben. Allerdings meldete Schweden heute lediglich einen neuen Corona-Todesfall.

+++ 21:40 Sprunghafter Anstieg in Kalifornien +++
Der bevölkerungsreichste US-Staat Kalifornien verzeichnet einen starken Anstieg von Coronavirus-Fällen. Gouverneur Gavin Newsom sprach von 7149 neuen Fällen. In den letzten 14 Tagen habe die Belegung der Krankenhäuser mit Covid-19-Patienten um fast 30 Prozent zugenommen. "Wir gefährden das Leben vom Menschen", warnte Newsom und rief die knapp 40 Millionen Einwohner auf, wenn möglich Zuhause zu bleiben, Abstand zu halten und Masken zu tragen. Zur Eindämmung des Coronavirus hatte Newsom vorige Woche eine Maskenpflicht angeordnet. Demnach müssen Kalifornier in der Öffentlichkeit, etwa beim Einkaufen, Busfahren oder am Arbeitsplatz eine Mund-Nasen-Schutzmaske tragen.
In dem Westküstenstaat sind über 190.000 Infektionen mit Sars-CoV-2 nachgewiesen, es starben bislang in Kalifornien mehr als 5600 Menschen.

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Die wichtigsten Entwicklungen des Vortages zur aktuellen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier lesen.

Quelle: ntv.de, mau/bad/dpa/rts/AFP/sid

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