Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:44 USA melden 37.532 Neuinfektionen +++

Die Zahl der Virus-Neuerkrankungen in den USA bleibt auf hohem Niveau. Die Seuchenschutz-Behörde CDC meldet einen Anstieg der Infektionen binnen 24 Stunden um 37.532. Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit Covid-19 steigt laut CDC um 473. Insgesamt liegt die Zahl der Verstorbenen damit bei 182.622.

+++ 23:12 Corona-Krise pusht Zoom +++
Die Videokonferenz-Plattform Zoom, die zu einem großen Gewinner der Corona-Krise geworden ist, sieht vorerst kein Ende der Nachfrage nach ihren Diensten. Im zweiten Quartal schießt der Umsatz im Jahresvergleich auf 663,5 Millionen Dollar in die Höhe - von knapp 146 Millionen Dollar vor Jahresfrist. Das Plus beträgt damit mehr als 350 Prozent. Wie sich zudem zeigt, sind die anfänglichen Sorgen von Zoom, dass das rasante Wachstum unter anderem wegen höherer Infrastruktur-Kosten ein Loch in die Kassen brennen könnte, unbegründet: Der Quartalsgewinn springt auf knapp 186 Millionen Dollar von 5,5 Millionen Dollar vor einem Jahr.

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+++ 22:27 Hochzeitsfeier im Rheinland - 23 Infizierte, 240 in Quarantäne +++
Nach einer Hochzeitsfeier in Frechen (NRW) müssen 240 Menschen in Quarantäne. Im Rhein-Erft-Kreis waren nach dem Fest am Sonntag 23 Menschen positiv auf das Virus getestet worden, berichtet der "Kölner Stadt-Anzeiger". Offenbar war ein infizierter Säugling Ausgangspunkt für das Virus - dessen Familie sei zur Feier gegangen, nachdem dieser am Donnerstag positiv getestet worden war, heißt es in dem Bericht.

+++ 22:10 WHO ruft Regierungen zu Dialog mit Demonstranten auf +++
Angesichts von Protesten gegen Corona-Maßnahmen in mehreren Ländern hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Regierungen zu "einem ehrlichen Dialog" mit den Demonstranten aufgerufen. Die Demonstranten müssten jedoch auch einsehen, dass das Virus "real" und "gefährlich" sei, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Montag vor Journalisten in Genf. "Es breitet sich aus und es tötet."

+++ 21:39 Rede bei Corona-Demo: Grüner fliegt aus Stadt-Fraktion +++
Ein Grünen-Kommunalpolitiker wird wegen seiner Rede auf einer Demonstration gegen die staatlichen Anti-Corona-Maßnahmen am Samstag in Berlin aus der Fraktion in der Flensburger Ratsversammlung ausgeschlossen. Dies teilte der Fraktionsvorsitzende Clemens Schmidt am Abend mit. Der Grüne David Claudio Siber hatte in Berlin die Schutzmaßnahmen der Bundesregierung in der Corona-Pandemie, die Medien und die eigene Partei vehement kritisiert. Die Flensburger Grünen und der Landesverband distanzierten sich daraufhin scharf von Siber. "Der Auftritt fand explizit als Fraktionsmitglied statt, war aber keineswegs abgesprochen", teilte die Ratsfraktion am Abend mit.

+++ 21:11 NRW-Wirte wollen auch im Winter draußen bedienen können +++
Heizpilz an und auch im Winter auf der Caféterrasse oder im Biergarten sitzen. Wirte in Nordrhein-Westfalen möchten auch nach dem Sommer ihre Gäste draußen bedienen können. In der Corona-Krise habe das Terrassengeschäft vielen Betrieben das Überleben gesichert und Arbeitsplätze erhalten, sagte der NRW-Landesvorsitzende des Branchenverbands Dehoga, Bernd Niemeier. Jetzt benötige die Branche dringend die weitere Unterstützung der Kommunen, um die Außengastronomie auch in den dunkleren und kälteren Jahreszeiten möglichst attraktiv und komfortabel gestalten zu können. 

+++ 20:29 Neuinfektionen in Deutschland klar unter 1000 +++

In Deutschland folgen die Neuinfektionen dem Trend der vergangenen Tage und gehen weiter leicht zurück. Insgesamt wurden nach ntv.de-Zählung 845 Neuinfektionen registriert. Drei Menschen erlagen einer Covid-19-Erkrankung. Aktuell gelten nun 17.656 Menschen als infiziert.

+++ 20:01 Nun 55 Infizierte in Asylunterkunft in Rheinland-Pfalz +++
In einer Aufnahmeeinrichtung für Asylbewerber in Hermeskeil im Kreis Trier-Saarburg haben sich inzwischen 55 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das ist einer mehr als am Sonntag, wie ein Sprecher der zuständigen Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion mitteilte. "Allen positiv Getesteten geht es den Umständen entsprechend gut. Teilweise sind die positiv Getesteten auch symptomfrei." Insgesamt seien bei den Bewohnern und Mitarbeitern rund 530 Hals-Rachen-Abstriche gemacht worden (PCR-Tests). Die Ergebnisse einer neuen Reihe würden in den kommenden Tagen erwartet.

+++ 19:26 Neuinfektionen in Italien erfreulich niedrig +++


In Italien sinkt die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen wieder unter die Marke von 1000. Die Behörden verzeichneten 996 neue bestätigte Fälle innerhalb von 24 Stunden. Am Tag davor waren es noch 1365 gewesen. In der vergangenen Woche hatten die Werte sogar noch höher gelegen. Am 22. August war die Marke von 1000 neuen Fällen pro Tag in Italien nach Monaten mit deutlich niedrigeren Werten überschritten worden. Anschließend sank der Wert kurz unter 1000, um dann auf mehr als 1400 zu klettern. Der Anstieg verstärkte die Angst vor einer zweiten Infektionswelle. Die Zahl der Todesfälle stieg um 6. Die Gesamtzahl der gemeldeten Corona-Toten liegt damit bei 35.483. Insgesamt registrierte das Mittelmeerland bisher fast 270.000 Infektionsfälle.

+++ 18:55 US-Zahlen überschreiten die sechs Millionen +++
In den USA überschreitet die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen die Marke von sechs Millionen Fällen. Nach Angaben der "New York Times" wurden bis Mittag (Ortszeit) mehr als sechs Millionen Infektionen gemeldet. Das sind fast ein Viertel der weltweit rund 25 Millionen nachgewiesenen Fälle. Mehr als 183.000 Infizierte in den USA starben bereits. Die USA sind gemessen an den absoluten Zahlen das am schwersten von der Corona-Pandemie betroffene Land der Welt. Erst vor drei Wochen hatten die Vereinigten Staaten die Marke von fünf Millionen Infektionen erreicht - nur 17 Tage nach Erreichen der Vier-Millionen-Marke.

+++ 18:27 Schlimmer als erwartet - Indien erlebt historischen Einbruch der Wirtschaft +++
Die Wirtschaft Indiens schrumpft angesichts der strengen Anti-Corona-Maßnahmen im Rekordtempo. Das mit dem Beginn des Haushaltsjahrs einsetzende erste Quartal von April bis Juni brachte einen nie dagewesenen Einbruch des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 23,9 Prozent, wie die am Montag veröffentlichten offiziellen Daten ausweisen. Ökonomen hatten lediglich einen Rückgang um 18,3 Prozent auf dem Zettel. Verbraucherausgaben, Investitionen und Exporte brachen unter dem Lockdown ein, der Ende März verhängt wurde. Die wirtschaftlichen Aussichten für das Haushaltsjahr 2020/21 werden von Volkswirten düster eingeschätzt. Die Wirtschaft könnte mit einem Rückgang des BIP um fast zehn Prozent in dem Schwellenland so stark schrumpfen wie nie zuvor seit der Unabhängigkeit von Großbritannien im Jahr 1947: Millionen Indern droht der Rückfall in Armut.

+++ 17:58 "Ein Debakel" - 200 Passagiere nach Urlaubsflug in Quarantäne +++
Nach einem Flug von einer griechischen Insel nach Großbritannien werden alle etwa 200 Passagiere und Crew-Mitglieder in eine zweiwöchige Quarantäne geschickt. 16 Gäste des Ferienfliegers seien bereits positiv getestet worden, berichtete die BBC. Sieben davon haben sich britischen Gesundheitsexperten zufolge höchstwahrscheinlich an Bord angesteckt. Auf dem Flug von der Insel Zakynthos nach Cardiff (Wales) am 25. August sollen etliche Passagiere die Corona-Schutzmaßnahmen ignoriert haben. Viele hätten nicht wie vorgeschrieben Masken getragen; die Besatzung sei kaum eingeschritten, hieß es. "Der Flug war ein Debakel", sagte eine Frau der BBC. Viele Fluggäste seien ohne Masken im Flieger herumspaziert, um sich mit Bekannten zu unterhalten.

+++ 17:29 Kipping zu Corona-Demo: "Mit Nazis marschiert man nicht" +++
Die Linke-Parteivorsitzende Katja Kipping übt heute im ntv Talk "Klamroths Konter" scharfe Kritik an der Demonstration vom vergangenen Samstag und macht deutlich, was sie von den Teilnehmern hält: "Der organsierte Teil dieser Demo sind Ultrarechte, die getrieben sind von einer aggressiven Verachtung gegenüber der Demokratie." Allen Demonstrierenden müsse bewusst sein, "wer bei diesen Demos mitläuft, macht sich mit den Ultrarechten gemein." Auch empfand sie die drei Polizisten, die den Reichstag vor einem Sturm schützten, als zu wenig und die Polizei "nicht gut vorbereitet auf dieses Vorgehen". Man müsse das auswerten. Dazu, ob sie mit solchen Menschen überhaupt noch in den Dialog tritt, sagt sie: "Ich würde nicht meine Energie und meine Lebenszeit darauf verwenden, zu solchen Demonstrationen zu gehen und gezielt mit den Menschen das Gespräch zu suchen. (…) Wenn so Ultrarechte dahinterstehen, sollte man das nicht aufwerten, sondern man sollte eins klar sagen: Mit Nazis marschiert man nicht."

+++ 16:58 Warnapp "Nina" gewinnt 1,5 Millionen Nutzer hinzu +++
Seit Beginn der Corona-Pandemie steigen die Nutzerzahlen der Warnapp "Nina" stark an - dabei handelt es sich nicht um die bekannte Corona-Warnapp, sondern um ein Programm, mit dem das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe vor Gefahren wie Bränden, Stürmen, Überschwemmungen und Erdbeben warnt. Aber auch die neuesten Entwicklungen zur Corona-Pandemie werden über Nina bekanntgegeben. Derzeit nutzen rund 7,6 Millionen Menschen die App, teilte das Bundesamt mit. Im März waren es noch rund 6,1 Millionen. Die App wird auch Teil des Warntages am 10. September sein. Zum ersten Mal seit der Wiedervereinigung soll an diesem Tag bundesweit die Warntechnik getestet werden. Dazu sollen um 11 Uhr die Sirenen heulen und neben der App auch Rundfunksender die Probewarnung übermitteln.

+++ 16:32 Deutschland will Reisebeschränkungen in EU vereinheitlichen +++
Die deutsche EU-Präsidentschaft will die unterschiedliche Herangehensweise der Mitgliedstaaten bei den Reisebeschränkungen innerhalb Europas beenden. AFP liegt ein Diskussionspapier vor, das mehrere "Stellschrauben" für eine abgestimmte Zusammenarbeit beschreibt. Genannt werden einheitliche Bestimmungen von Risikogebieten auf Grundlage gemeinsamer Kriterien und Datenlage. Die derzeitig unterschiedlichen Kriterien führten zu "einer abweichenden Bewertung mit Blick auf Risikogebiete". Bei den zugrunde liegenden Daten würden zudem teils gesamte Länder betrachtet, teils aber auch nur bestimmte Regionen.

+++ 16:00 Ramelow will Karneval und Weihnachtsmärkte erlauben +++
Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow will trotz der Corona-Pandemie Karneval erlauben. "Wir klären das Wie und nicht das Ob", sagte der Linken-Politiker nach einem Treffen mit dem Thüringer Vorsitzenden des Landesverbandes der Karnevalsvereine. Der Verband habe bereits drei Konzepte erarbeitet und vorgelegt, über die man nun sprechen wolle, sagte Ramelow. "Ich kann mir Karneval vorstellen und ich kann mir Weihnachtsmärkte vorstellen, weil ich mir das Leben vorstellen möchte", machte Ramelow klar. Das Virus sei gefährlich, daher müsse man vermeiden, was ein leichtfertiges Weitergeben verursachen könne.

+++ 15:37 Dr. Zinn rät dringend zur Grippeimpfung während Corona-Pandemie +++
Arzt und Hygieneexperte Dr. Georg-Christian Zinn rät angesichts der Corona-Pandemie in diesem Winter dringend zu einer Grippeimpfung. Die Gefahr durch eine zusätzliche Corona-Infektion könnte "lebensbedrohlich" werden, sagt er im Interview mit ntv.

+++ 15:13 Schweden startet Massentest bei Studenten +++
An der Universität von Umeå hat der bisher größte Massentest Schwedens auf das Corona-Virus begonnen. 20.000 Studenten und Mitarbeiter sind aufgerufen, sich in den nächsten Tagen testen zu lassen. In einer Woche soll der Test wiederholt werden. Es gehe darum zu klären, ob regelmäßiger Unterricht auf dem Campus möglich sei, ohne die Ausbreitung des Virus zu beschleunigen, sagte Anders Johansson, Experte für Infektionskrankheiten an der Universität Umeå, dem schwedischen Fernsehsender SVT. Das Ergebnis werde sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene interessant sein. In letzter Zeit wurden auch in Schweden vermehrt Ansteckungen bei jungen Leuten festgestellt. In Schweden waren bis Montag 5808 Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19 registriert worden. Die Zahl erfasster Infektionen lag bei gut 84 000.

+++ 14:55 EU: 400 Millionen Euro als Beitrag zum "Impfstoff für alle" +++
Die Europäische Union will die Beschaffung eines Corona-Impfstoffs für ärmere Länder mit Garantien in Höhe von 400 Millionen Euro unterstützen. EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen kündigte einen entsprechenden "Haftungsbeitrag" für COVAX an, eine internationale Initiative für einen fairen weltweiten Zugang zu Covid-19-Impfstoffen, sobald sie verfügbar sind. Wie das Geld der EU genau verwendet wird, soll nach Angaben der EU-Kommission in den nächsten Wochen vereinbart werden. Die EU-Kommission hatte sich schon im Frühjahr auf das Ziel eines "Impfstoffs für alle" verpflichtet.

+++ 14:06 Russland will Corona-Impfstoff im September ausliefern +++
Nach der frühen Freigabe eines Corona-Impfstoffes in Russland sollen größere Mengen des Vakzins in den nächsten Wochen ausgeliefert werden. Die ersten größeren Lieferungen beginnen im September, wie der russische Gesundheitsminister Michail Muraschko der Staatsagentur Tass zufolge sagte. Im November und Dezember solle dann die maximale Menge bereitstehen. Nach früheren Angaben soll das Vakzin zunächst für den russischen Markt bestimmt sein. Der russische Impfstoff mit dem Namen "Sputnik V" wurde vor drei Wochen für eine breite Anwendung in der Bevölkerung registriert.

+++ 13:30 Flensburger Grünem droht Ausschluss nach Auftritt bei Corona-Demo +++
Nach der Rede eines grünen Kommunalpolitikers gegen die staatlichen Anti-Corona-Maßnahmen am Samstag in Berlin will die Flensburger Ratsfraktion über seinen Ausschluss beraten. Die Fraktion werde darüber am Montagabend sprechen, sagte der Vorsitzende Clemens Schmidt. Der Grüne David Claudio Siber hatte in Berlin die Schutzmaßnahmen der Bundesregierung in der Corona-Pandemie, die Medien und die eigene Partei vehement kritisiert. "Wer auf Demos von Verschwörungsfundis redet, zu denen AfD und NPD mobilisieren und wo später nebenan in völliger Enthemmung und unter Reichsfahnen der Deutsche Bundestag "gestürmt" werden soll, ist bei uns Grünen falsch", erklärte der Landesvorsitzende der Nord-Grünen, Steffen Regis, auf Facebook.

+++ 13:03 Bayern führt zeitlich befristete Maskenpflicht im Schulunterricht ein +++
Nach dem Ende der Sommerferien gilt an Bayerns Schulen zunächst für neun Schultage eine Maskenpflicht für alle Schüler und Lehrer im Unterricht. Ausgenommen bleiben Grundschüler und Lehrer, teilte Ministerpräsident Markus Söder von der CSU nach Beratungen mit Eltern-, Lehrern- und Schülervertretern in der Staatskanzlei in München mit.

+++ 12:48 Gesundheitsministerium prüft Ausweitung von Testkapazitäten +++
Das Gesundheitsministerium prüft die Ausweitung der Corona-Testkapazitäten. Einige Bundesländer verwendeten bereits veterinärmedizinische Labore, sagt eine Sprecherin des Ministeriums. Man prüfe, "ob und wie" man diesen Weg gehen könne. Einen Zeitraum für einen Entscheidung nennt sie nicht. Derzeit gebe es eine wöchentliche Testkapazität von 1,2 Millionen Tests pro Woche.

+++ 12:32 Bundesregierung verurteilt "schändliche Bilder" von Rechtsextremisten am Reichstag +++

Die Bundesregierung hat die Aktion von Rechtsextremisten vor dem Reichstag am Rande der Proteste gegen die Corona-Maßnahmen verurteilt. Es seien "schändliche Bilder" zu sehen gewesen, "die so nicht hinzunehmen sind", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Es handele sich um "klaren Missbrauchs" der Demonstrationsfreiheit. Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Regierung insgesamt wollten den drei Beamten danken, "die den Eingang zu unserem Parlament verteidigt haben", sagte Seibert. Sie hätten "geistesgegenwärtig und tapfer" gehandelt.

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+++ 12:27 Steinmeier lobt Polizei für Einsatz bei Corona-Protest +++
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat bei einem Treffen mit Polizisten deren Einsatz und "vorbildliches Verhalten" bei den Corona-Protesten und der rechtsextremen Eskalation am Reichstagsgebäude gewürdigt. "Wir werden solche Ausschreitungen nicht hinnehmen", sagte Steinmeier nach dem Gespräch mit Einsatzkräften. "Wir dulden keine antidemokratische Hetze und keine Herabwürdigung der Bundesrepublik Deutschland am Bundestag." Die Gewaltausschreitungen hätten "wieder einmal deutlich gezeigt: Der Rechtsextremismus hat tiefreichende Wurzeln in unserer Gesellschaft".

+++ 12:15 Angst vor Corona-Infektion nach Zugpannen in Frankreich +++
Die Rückreise aus dem Urlaub ist für rund 1500 Menschen in Frankreich zum Albtraum geworden: Offenbar wegen defekter Oberleitungen im Südwesten des Landes mussten sie die Nacht zu Montag in drei Zügen verbringen. Die Bahngesellschaft SNCF habe alleine 4000 frische Masken ausgeteilt, um die Gesundheit der Reisenden zu schützen, sagte der stellvertretende Verkehrsminister Jean-Baptiste Djebbari im Fernsehsender BFM-TV. In Frankreichs Zügen gilt eine Maskenpflicht - allerdings wurden wegen der langen Verzögerungen Wechsel-Masken benötigt. In den Online-Netzwerken machten viele der Festsitzenden ihrer Wut Luft. Sie äußerten teils auch die Furcht vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus. "Könnten wir Masken bekommen, damit aus dieser albtraumhaften Reise nicht noch das größte Cluster wird?", schrieb eine Frau auf Twitter.

+++ 11:46 Indien meldet weltweit höchsten Tageszuwachs an Neuinfektionen +++
Zum Wochenbeginn meldete Indien 78.512 Neuinfektionen - mehr als jedes andere Land der Welt. Am Sonntag registrierte das Land mit 78.761 Ansteckungsfällen gar den weltweit höchsten Anstieg an einem Tag seit Ausbruch der Pandemie. So viele hat bislang kein anderes Land an nur einem Tag verzeichnet. Am 16. Juli hatten die USA mit 77.299 Neuinfektionen den bis dahin höchsten Wert gemeldet. Insgesamt haben sich in Indien rund 3,6 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Allerdings ist die Todesrate in Indien niedriger als in den USA oder Brasilien. Insgesamt starben 64.469 Menschen an den Folgen des Coronavirus. Die Zahl stieg in den letzten 24 Stunden um 971.

+++ 11:19 Bruder des britischen Ex-Labourchefs wegen Corona-Verstößen festgenommen +++
Piers Corbyn, Bruder des britischen Ex-Labourchefs Jeremy Corbyn, ist wegen Verstößen gegen Corona-Maßnahmen vorübergehend festgenommen worden. Zudem muss er 10.000 Pfund (etwa 11.200 Euro) Strafe zahlen, wie der Astrophysiker der Nachrichtenagentur PA bestätigte. Er werde die Strafe aber nicht zahlen, sagte der inzwischen wieder freigelassene 73-Jährige. Piers Corbyn hatte am Samstag eine Demonstration am Trafalgar Square in London gegen Kontaktbeschränkungen in der Corona-Krise organisiert.

+++ 11:01 Spahn hat Verständnis für Kritik an seiner Corona-Politik +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat seine politischen Entscheidungen im Kampf gegen das Corona-Virus verteidigt, zugleich aber auch Verständnis für Unmut darüber geäußert. Im Interview mit RTL/ntv sagte der CDU-Politiker: "Ich verstehe, wenn es Ärger gibt, wenn es Frust und Nachfrage gibt, es ist ganz normal, dass es auch andere Ansichten gibt." Nach Beschimpfungen und einer Spuck-Attacke auf ihn in den letzten Tagen ergänzte er: "Ich erlebe, dass es durchaus auch Gegner der Corona-Politik gibt, aber auch Menschen, die einfach Sorge haben, weil sie im Alltag erleben, dass es um wirtschaftliche Existenzfragen geht oder Eltern, die sich sorgen wegen der Maskenpflicht im Unterricht. Das muss man unterscheiden."

+++ 10:36 Geisel will Mund-Nasen-Schutz bei Demos zur Pflicht machen +++
Bei Demonstrationen in Berlin soll nach dem Willen des Berliner Innensenators Andreas Geisel künftig generell eine Maskenpflicht gelten. Das kündigte der SPD-Politiker vor dem Innenausschuss des Abgeordnetenhauses an. Auf Twitter teilte Geisel mit, er werde in Absprache mit der Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci am Dienstag dem Senat vorschlagen, die Infektionsschutzverordnung entsprechend anzupassen: "Mund-Nasen-Schutz tragen soll auf Versammlungen verpflichtend werden." Die aktuelle Infektionsschutzverordnung schreibt das bisher nicht vor.

+++ 10:03 Chinesische Banken leiden unter Corona-Krise - Gewinne sinken +++
Die Corona-Pandemie reißt tiefe Löcher in die Bilanzen der chinesischen Banken. Wegen drohender Kreditausfälle infolge der Wirtschaftskrise mussten sie ihre Risikovorsorge stark erhöhen. Bei den fünf größten Geldhäusern des Landes gingen die Gewinne so stark zurück wie seit mindestens einem Jahrzehnt nicht mehr. Insgesamt verzeichneten die Geschäftsbanken nach Angaben von Chinas oberster Bankenaufsichtsbehörde einen Rückgang des Nettogewinns im ersten Halbjahr um 9,4 Prozent auf umgerechnet 122 Milliarden Euro.

+++ 09:30 RKI meldet 610 Neuinfektionen in Deutschland +++
In Deutschland sind nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) 610 Neuinfektionen gemeldet worden. Damit steigt die Zahl der nachgewiesenen Ansteckungsfälle binnen 24 Stunden auf insgesamt 242.381. Drei weitere Menschen seien mit oder an dem Coronavirus gestorben. Die Zahl der Todesfälle liegt nun bei 9298.

+++ 09:21 Nach erneutem Corona-Ausbruch - Lage in Australien beruhigt sich +++
Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Australien geht weiter zurück. Die Behörden meldeten mit weniger als 100 Neuinfektionen den geringsten Anstieg innerhalb eines Tages seit zwei Monaten. In Australien wurden bislang insgesamt rund 26.000 Corona-Infektionen nachgewiesen, 652 Menschen starben an den Folgen der Infektion. Der Großteil der Fälle entfiel auf den Bundesstaat Victoria. Dort waren Ende Juli über 700 Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert worden. Inzwischen scheint sich auch dort die Lage beruhigt zu haben. In ganz Victoria wurden am Montag nur 73 Neuinfektionen verzeichnet.

+++ 08:49 Forscher: Mehr als 25 Millionen Corona-Infektionen weltweit +++
Die Zahl der weltweit registrierten Infektionen mit dem Coronavirus hat die Marke von 25 Millionen überschritten. Das geht aus Daten der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hervor. Mit knapp 6 Millionen verzeichneten die USA dabei die höchste Zahl an Infektionen, gefolgt von Brasilien mit rund 3,9 Millionen Fällen. An dritter Stelle steht Indien, wo bisher 3,5 Millionen Infektionen registriert wurden. Auch bei der Zahl der Todesfälle in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung stehen die USA demnach an erster Stelle mit gut 183.000 - in einem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern. An zweiter Stelle folgt auch hier Brasilien mit mehr als 120.000 Toten. Mexiko verzeichnet mit knapp 64.000 Todesfällen die dritthöchste Zahl. Insgesamt starben den Angaben zufolge seit Beginn der Pandemie bisher rund 845.000 Menschen weltweit nach einer Infektion mit dem Virus.

+++ 08:26 Nur 20 Kreise in Deutschland ohne neue Corona-Fälle +++
In Deutschland bewegt sich die Anzahl der Regionen, in denen zuletzt keine Neuinfektionen auftreten, weiterhin auf niedrigem Niveau. Mit Stand 31. August, 0.00 Uhr, verzeichnet das Robert-Koch-Institut bundesweit nur 20 Kreise ohne neue Fälle. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt dort bei null. Mitte Juni hatten zeitweise bis zu 158 Städte und Landkreise in Deutschland keine aktuellen Infektionen gemeldet. Mit dem Anstieg der Fallzahlen in den vergangenen Wochen fiel diese Zahl zwischenzeitlich bis auf 15 Regionen.

+++ 08:07 Schäuble: Eskalation bei Corona-Protest "verabscheuungswürdig" +++
Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat die rechtsextreme Eskalation vor dem Berliner Reichstagsgebäude am Rande der Corona-Proteste als "verabscheuungswürdig" bezeichnet. Jeder müsse sich "über die symbolische Wirkung des Reichstages bewusst sein", sagte der CDU-Politiker den ARD-Tagesthemen. "Ich finde es verabscheuungswürdig, was da geschehen ist." Insgesamt sei die Berliner Polizei mit der Situation "gut fertig geworden", sagte Schäuble weiter. Er habe sich bei der Polizei dafür bedankt. Die Grundrechte und damit das Demonstrationsrecht müssten geschützt werden, betonte der Bundestagspräsident. "Wir müssen zugleich dafür sorgen, dass, wenn es missbraucht wird, dass dann die Grenzen eingehalten werden." Im übrigen solle sich "jeder, der bei einer Demonstration dabei ist, fragen, mit wem er da mitlaufe", fügte Schäuble hinzu.

+++ 07:42 Verfassungsgericht verbietet Corona-Mahnwache +++
Das Bundesverfassungsgericht hat das Verbot einer im Zentrum von Berlin geplanten Mahnwache gegen die Corona-Maßnahmen bestätigt. Ein Antrag der Organisatoren auf Erlass einer einstweiligen Anordnung sei abgelehnt worden, teilte das Gericht in Karlsruhe mit. Die Dauermahnwache gegen die staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus sollte zwischen dem 30. August und dem 14. September auf der Straße des 17. Juni in Berlin stattfinden. Der Eilantrag gegen das Verbot der Dauermahnwache wurde den Angaben zufolge von der 1. Kammer des Ersten Senats abgelehnt. Er sei sowohl "unzulässig" als auch "unbegründet", erklärte das Bundesverfassungsgericht. Zuvor hatte schon das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg das von der zuständigen Versammlungsbehörde verfügte Verbot der Dauermahnwache bestätigt.

+++ 06:58 Lauterbach: "Zweiter Lockdown wird nicht notwendig sein" +++
Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hält in der Corona-Krise einen zweiten Lockdown für unwahrscheinlich. "Ein zweiter Lockdown wird nicht notwendig werden", sagte Lauterbach dem Wirtschaftsmagazin "Business Insider". Wichtig sei, dass man klug teste und Infektionsketten effektiv nachverfolge. Schul- und Kitaschließungen halte er für "völlig falsch. Wir können es uns auf keinen Fall leisten, die Schulen und Kitas noch einmal komplett zu schließen." Dies sei aus Lauterbachs Sicht den Kindern nicht zuzumuten. Außerdem seien sie nicht so stark durch das Virus gefährdet. Lehrer und Erzieher sollten allerdings regelmäßig getestet werden, so der Epidemiologe. Lauterbach kritisiert die von Bund und Ländern am Donnerstag beschlossenen neuen Corona-Regeln: Vor allem, dass sich die Länder nicht auf eine gemeinsame Richtlinie für Feiern geeinigt hätten. "Diese werden als Superspreader-Ereignisse in den kommenden Monaten eine riesige Rolle spielen. Da wäre eine Obergrenze von 25 Personen in privaten Räumlichkeiten und von 50 in angemieteten Räumen eine richtige Lösung gewesen."

+++ 06:25 Schwer Erkrankte verzichteten zu Pandemie-Beginn auf Krankenhaus-Besuch +++
Zu Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland haben sich weniger Menschen mit bestimmten schweren Krankheiten als Notfall ins Krankenhaus einweisen lassen. Bei der Krankenkasse DAK-Gesundheit kamen im März 25 Prozent weniger Menschen mit einem Herzinfarkt in eine Klinik als im Jahr zuvor, wie eine Auswertung der Kasse mit 5,6 Millionen Versicherten zeigt, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. Einen solchen Rückgang bei Klinikeinweisungen gab es auch bei Schlaganfällen und psychischen Erkrankungen. Seit Juni pendelten sich die Zahlen wieder auf Normalmaß ein. Im Juni lagen die Einweisungen zum Teil sogar leicht über Vorjahresniveau.

+++ 05:45 Milliarden an Corona-Hilfen noch ungenutzt +++
Die staatlichen Überbrückungshilfen für kleine und mittelständische Firmen in der Corona-Krise kommen einem Zeitungsbericht zufolge bislang kaum an. Nur ein Prozent der eingeplanten Mittel von insgesamt 24,6 Milliarden Euro sei bisher an notleidende Unternehmen ausbezahlt worden, berichtet die "Augsburger Allgemeine". Das Blatt beruft sich auf eine Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der Grünen.

Demnach zahlten die Bundesländer bis August lediglich 248 Millionen Euro aus dem Programm aus. Die Bundesregierung habe offenbar erwartet, heißt es, dass jedes fünfte der dreieinhalb Millionen deutschen Unternehmen auf Überbrückungshilfen angewiesen sein könnte. Tatsächlich hätten seit Juli aber nur 38.600 Firmen solche Hilfen beantragt. Kritiker sehen zu strenge Voraussetzungen für die Zuschüsse als Grund für die schwache Nachfrage. Um Missbrauch zu verhindern, können die Überbrückungshilfe nur noch über Steuerberater, Wirtschafts- oder Buchprüfer beantragt werden.

+++ 04:37 Polizei bestraft Party-Veranstalter +++
Wilde Partys während der Corona-Pandemie können in Großbritannien teuer werden. Am Wochenende verhängte die Polizei Geldbußen in fünfstelliger Höhe gegen mehrere Veranstalter, die gegen die Auflagen zur Eindämmung der Ansteckungswelle verstoßen hatten.

Bei den Feiern in Wales sowie in der ostenglischen Grafschaft Norfolk waren am Wochenende teils mehrere 1000 Party-Gäste zusammengekommen, wie die zuständigen Polizeibehörden berichteten. "Die Versammelten wissen, dass ihr Handeln unverantwortlich ist", erklärte ein Polizeisprecher.

Seit vergangenem Freitag darf die Polizei in Großbritannien gegen die Organisatoren illegaler Parties mit mehr als 30 Teilnehmern Strafen in Höhe von bis zu 10.000 Pfund (rund 11.200 Euro) verhängen.

+++ 03:51 FDA-Chef dementiert Trump-Einfluss +++
Die US-Arzneimittelaufsichtsbehörde FDA hat die Zulassung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus in den Vereinigten Staaten noch vor Abschluss der dritten und finalen Testphase als denkbar bezeichnet. Der Antrag auf Zulassung noch vor Ende der Tests müsse vom Hersteller kommen, sagte FDA-Chef Stephen Hahn der Zeitung "Financial Times". Seine Behörde würde dann aufgrund der vorliegenden wissenschaftlichen und medizinischen Erkenntnisse und Daten darüber entscheiden, ob der Antrag "angemessen" sei oder nicht, führte der Behördenleiter aus. Er betonte, dass es sich dabei nicht um eine "politische Entscheidung" handeln würde.

Hahn wehrte sich damit gegen Spekulationen, seine Behörde stehe unter massivem Druck von Präsident Donald Trump, einen Corona-Impfstoff möglichst rasch zuzulassen. Trump hatte erklärt, ein Serum werde möglicherweise schon vor der Präsidentschaftswahl am 3. November zur Verfügung stehen.

+++ 02:23 Deutschland sucht noch Corona-Scouts +++
In Deutschland suchen die Behörden weiterhin noch nach Verstärkung für den Einsatz an der vordersten Front der Pandemie-Bekämpfung. Die bezahlten Helfer sollen als sogenannte "Mobile Containment Scouts" beim Robert-Koch-Institut (RKI) oder einem Berliner Gesundheitsamt stationiert werden, um dort die Nachverfolgung von Infektionsfällen und möglichen Kontaktpersonen zu übernehmen.

Im Fall eines größeren Ausbruchs sollen die "Scouts" bei Bedarf auch die betroffenen Gesundheitsämter vor Ort bei der telefonischen Befragung von Covid-19-Patienten unterstützen. Arbeitgeber ist die Bundesrepublik Deutschland, "vertreten durch das Bundesverwaltungsamt", heißt es. Bezahlt wird nach dem Tarif des öffentlichen Dienstes, Stufe 1, was laut Stellenausschreibung einem Bruttoverdienst von monatlich 2325 Euro entspricht. Die Bewerbungsfrist läuft noch bis 2. September. Die Stellen sind "zunächst" auf sechs Monate befristet.

+++ 00:56 Rund 16.000 Neuinfektionen in Brasilien +++
In Brasilien geht die Zahl der neu erfassten Coronavirus-Fälle weiterhin nur sehr langsam zurück. Am Sonntag, dem regelmäßig schwächsten Meldetag der Woche, verzeichneten die brasilianischen Behörden diesmal nur 16.158 Neuinfektionen. Das ist der niedrigste Tageszuwachs seit Anfang Juni. Am Vortag waren es noch 41.350 neue Fälle. Der Durchschnitt aus dem aktuellen Sieben-Tage-Zeitraum liegt bei gut 36.600 Fällen.

Die Gesamtzahl der bisher in Brasilien nachgewiesenen Ansteckungen erhöht sich damit auf mehr als 3,86 Millionen, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Die Zahl der Todesfälle stieg den offiziellen Angaben zufolge um 566 auf 120.828. Brasilien ist nach den USA am schwersten von der Pandemie betroffen.

+++ 00:19 Proteste gegen Impfpflicht in Boston +++
Die Einführung einer Impfpflicht für Schulkinder treibt eine Gruppe besorgter Bürger im Nordosten der USA auf die Straße. In der US-Großstadt Boston im Bundesstaat Massachusetts nahmen rund 1000 Impfgegner an einer Demonstration gegen die Grippe-Pflichtimpfung für Schüler teil. Unter ihnen waren Korrespondenten zufolge viele Eltern mit ihren Kindern. Sie protestierten gegen eine vor knapp zwei Wochen im Bundesstaat Massachusetts erlassene Vorschrift, wonach Kinder und Jugendliche gegen Grippe geimpft werden müssen. Im Großraum Boston leben rund 4,6 Millionen Einwohner.

Mit dieser Maßnahme wollen die Behörden eine zusätzliche Belastung des durch die Corona-Pandemie extrem strapazierten Gesundheitssystems verhindern. Der Bundesstaat Massachusetts hatte die Grippe am 19. August zu einer Liste von Krankheiten hinzugefügt, gegen die Kinder und Jugendliche geimpft sein müssen.

Ausnahmen gelten nur bei medizinischer Unverträglichkeit, aus religiösen Gründen oder wenn die Kinder zu Hause beschult werden beziehungsweise komplett Online-Unterricht haben. Massachusetts mit seinem republikanischen Gouverneur Charlie Baker ist der erste US-Bundesstaat, der eine solche Regelung erlassen hat. Auch in Deutschland rufen Ärzte dazu auf, Kinder frühzeitig gegen die Grippe zu impfen.

Die wichtigsten Entwicklungen des Vortages zur aktuellen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier nachlesen.

Quelle: ntv.de, vpe/kst/mmo/tsi/vmi/AFP/dpa/rts

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