Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:45 Boris Johnson: Gesamte Weltbevölkerung bis Ende 2022 impfen +++

Vor dem anstehenden G7-Gipfel ruft der britische Premier Boris Johnson die führenden Industrienationen auf, die Impfung der gesamten Weltbevölkerung bis Ende 2022 anzustreben. "Die Welt bis Ende des nächsten Jahres zu impfen, wäre die größte Heldentat der medizinischen Geschichte." Johnson zufolge solle dafür die Produktion von Impfstoffen hochgefahren, die Barrieren für die internationale Verteilung gesenkt und die Abgabe von Impfdosen über die internationale Covax-Initiative an ärmere Länder erhöht werden. Johnsons Regierung wird ebenso wie der US-Regierung von anderen Ländern vorgeworfen, bislang - anders als etwa die EU - so gut wie keine Impfstoffe exportiert zu haben.

+++ 21:59 Nach Maskenaffäre: FDP wirft Spahn unanständiges Verhalten vor +++
Nach einem "Spiegel"-Bericht über fragwürdige Vorgänge rund um die massenhafte Beschaffung von Corona-Schutzmasken im vergangenen Jahr sieht sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn schweren Vorwürfen ausgesetzt. Auch FDP-Fraktionsvize Michael Theurer äußert scharfe Kritik. "Spätestens jetzt muss ein Sonderermittler vom Bundesrechnungshof ran und für lückenlose und schonungslose Aufklärung sorgen", sagt er dem "Handelsblatt". "Das ist zutiefst unanständig, und eine Entschuldigung des Bundesgesundheitsministers ist das allermindeste, sollte sich dieser ungeheuerliche Fehltritt von Herrn Spahn tatsächlich bewahrheiten."

 

+++ 21:16 Bundesländer melden 2380 Neuinfektionen +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.698.903 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 2380 neue Fälle hinzu. Letzten Samstag waren es 5044 Neuinfektionen. Der Vergleich ist allerdings schwierig, da es vergangene Woche am Donnerstag keinen teilweisen Feiertag wie diesmal mit Fronleichnam gab. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 121 auf 89.191. Als aktuell infiziert gelten rund 74.426 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,77 angegeben (Vortag: 0,81). Laut DIVI-Register werden in Deutschland derzeit 1896 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 1236 davon werden beatmet. Rund 4639 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

+++ 20:21 Ausflügler in Hamburg halten sich an geltende Regeln +++
Bei bestem Sommerwetter waren heute in Hamburg viele Menschen draußen unterwegs. Bei Ausflügen und Spaziergängen etwa an den Elbstrand oder in die Parks der Hansestadt wurden nach Angaben der Polizei aber die geltenden Corona-Schutzmaßnahmen weitgehend eingehalten. Die Lage sei sehr ruhig, sagte ein Sprecher dem NDR.

+++ 19:29 Studie: Ärmere Schüler stärker durch Pandemie benachteiligt +++
Bei Grundschülern aus ärmeren Familien sind durch die Schulschließungen während der Pandemie einer aktuellen Untersuchung aus England zufolge größere Wissenslücken entstanden als bei anderen. "Diese Schüler haben größere Lernverluste erlebt als ihre wohlhabenderen Gleichaltrigen, wodurch die Gefahr besteht, dass sich die allgemeine Kluft im Bildungsniveau vergrößert", sagt der Studienautor Jon Andrews des Education Policy Institute, das die Untersuchung im Auftrag der britischen Regierung durchgeführt hat. Die Lernverluste werden in der Auswertung als fehlende Monate gezählt, die die Schüler verglichen mit einem typischen, normalen Schuljahr hinter den Erwartungen zurückbleiben. Als Kinder aus ärmeren Verhältnissen haben die Wissenschaftler jene eingestuft, die kostenlose Schulessen in Anspruch nehmen.

+++ 18:47 Italien meldet Impfrekord: 600.000 Menschen an einem Tag immunisiert +++
Italien verbucht im Kampf gegen das Coronavirus einen Impfrekord: Mehr als 600.000 Impfdosen seien gestern verabreicht worden, teilen die Behörden mit. Bei der Gesamtzahl der vollständig Geimpften liege Italien in der EU nun mit 12,7 Millionen Immunisierten auf dem zweiten Platz hinter Deutschland. Dies entspreche fast 24 Prozent der über Zwölfjährigen in Italien. Insgesamt wurden den Angaben zufolge landesweit inzwischen mehr als 37 Millionen Impfdosen verabreicht. In Italien waren in den vergangenen Monaten hunderte neue Impfzentren eröffnet worden. Inzwischen gibt es 2666 solcher Einrichtungen, Anfang März waren es noch 1500. Rund 800 weitere Zentren sollen in den kommenden Wochen hinzukommen.

+++ 18:05 Belgien impft ab Juli 16- und 17-Jährige +++
Belgien beginnt bald mit Regelimpfungen gegen das Coronavirus für Jugendliche im Alter von 16 und 17 Jahren. "Ab Juli werden sie eine Einladung für die erste Dosis erhalten", erklären die Gesundheitsminister der verschiedenen Landesteile. Vorgesehen sind demnach Injektionen mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer, der bislang als einziger von der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) für diese Altersgruppe zugelassen ist. Die Impfung von Kindern unter 16 Jahren sei noch nicht vorgesehen, sagen die belgischen Minister. Dafür seien "zusätzliche wissenschaftliche und ethische Analysen notwendig". Frankreich hatte diese Woche angekündigt, die Impfung für 12- bis 18-Jährige ab dem 15. Juni zu öffnen. Andere europäische Länder haben ähnliche Schritte unternommen.

+++ 17:23 Indien lockert - Infektionszahlen gehen zurück +++
Angesichts deutlich sinkender Infektionszahlen im einstigen Corona-Hotspot Indien wagen die Millionenstädte Delhi und Mumbai zusammen mit weiteren Regionen erste Lockerungen. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden ist den Gesundheitsbehörden zufolge auf 120.529 Fälle gesunken - und damit deutlich unter den Anfang Mai erreichten Spitzenwert von 400 000. In der Metropolregion Delhi, die sich seit 19. April im Lockdown befindet, könnten am Montag wieder Märkte und Einkaufszentren öffnen, teilt der dortige Regierungschef Arvind Kejriwal mit. Allerdings sollen Geschäfte mit geraden Hausnummern an anderen Tagen öffnen als solche mit ungeraden Nummern. Zudem dürfe die Metro mit der Hälfte ihrer Sitzplatzkapazität wieder fahren. Auch Büros könnten mit der Hälfte ihrer Belegschaft wieder öffnen.

+++ 16:46 Drosten: Plausibelste Quelle für Corona ist Chinas Pelzindustrie +++
Der Berliner Virologe Christian Drosten sieht unter den verschiedenen Hypothesen zur Herkunft von Sars-CoV-2 den Weg über die Pelzindustrie als plausibelste an. "Ich habe dafür keinerlei Belege, außer die klar belegte Herkunft von Sars-1, und das hier ist ein Virus der gleichen Spezies. Viren der gleichen Spezies machen die gleichen Sachen und haben häufig die gleiche Herkunft", sagte Drosten dem Schweizer Online-Magazin "Republik". In den Jahren 2002 und 2003 hatte eine von China ausgehende Infektionswelle weltweit zu etwa 800 Todesopfern geführt. Die Erkrankung wurde Schweres Akutes Atemwegssyndrom (Sars) genannt. Der Ende 2019 erstmals nachgewiesene Erreger Sars-CoV-2 ist mit dem damaligen Virus sehr eng verwandt.

+++ 16:04 Mecklenburg-Vorpommern bleibt Andrang an Stränden erspart +++
Der Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern ist nach der pandemiebedingten Pause in die Sommersaison gestartet. Nach den ruhigen vergangenen Wochen wirkt die Promenade in Kühlungsborn heute deutlich voller. Allerdings gibt es kein Gedränge, so sind bei sonnigem Wetter mit kühler Ostsee-Luft noch einige Strandkörbe frei. Live-Webcams in Boltenhagen (Nordwestmecklenburg), Binz auf Rügen und Heringsdorf auf Usedom zeigen mäßigen Betrieb. Nur vereinzelt wagten sich Strandbesucher in das kühle Meer zum Baden.

+++ 15:18 Ärzte fürchten "Ansturm" auf Praxen nach Prio-Stopp +++
Ärztinnen und Ärzte in Deutschland bereiten sich auf eine überwältigende Nachfrage nach Corona-Impfungen vor, sobald am Montag die Priorisierung aufgehoben wird. Er rechne mit einem "Ansturm auf die Praxen", sagt der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Der Betriebsärzteverband dämpft Erwartungen an den Einstieg der Werksmediziner in die Impfkampagne. Am Montag wird in Deutschland die Priorisierung für die Corona-Impfungen aufgehoben, wobei die Bundesländer abweichende Vorgaben machen können. Dann können sich grundsätzlich alle hier lebenden Menschen ab zwölf Jahren impfen lassen.

+++ 14:29 Hunderte feiern in Tübingen - Polizei muss eingreifen +++
Wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln hat die Polizei in Tübingen eine Ansammlung von etwa 300 Menschen aufgelöst. Die Menschen tranken Alkohol und versetzten sich "mehr und mehr in Feierlaune", wie die Polizei mitteilt. Als die Beamten die Gruppen aufforderten, nach Hause zu gehen, wurden sie den Angaben nach beschimpft. Bei der Räumung in der Nacht zum Samstag seien auch zwei Flaschen in Richtung der Einsatzkräfte geworfen worden. Beamte nahmen den mutmaßlichen Täter fest.

+++ 13:58 SPD greift Spahn wegen neuer Maskenaffäre an +++
Wegen einer neuen Maskenaffäre gerät Bundesgesundheitsminister Jens Spahn offenbar immer stärker in Bedrängnis. "Diese Vorgänge im Bundesgesundheitsministerium sind ungeheuerlich und menschenverachtend", sagte SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil dem "Spiegel". "Der Minister muss sich dazu schnellstmöglich erklären, er kann hier nicht mit dem Finger auf andere zeigen." Es sei "eine Grenze überschritten". Zuvor hatte das Magazin berichtet, dass Spahn die Vernichtung einer großen Zahl unbrauchbarer Masken vorbereite. Das Material im Wert von schätzungsweise einer Milliarde Euro solle in der Nationalen Gesundheitsreserve gelagert werden; mit Eintritt des Verfallsdatums sollten die Masken dann vernichtet werden. Der "Spiegel" berief sich auf interne Papiere des Arbeits- und des Gesundheitsministeriums.

+++ 13:31 Niederlande lockern weiter +++
Kinos, Museen, Theater und Restaurants - die Niederlande sind heute mit der Wiedereröffnung von Kulturstätten und der Innengastronomie weitere Schritte in Richtung Normalität gegangen. Der Ausblick auf ein Leben ohne Corona sei begeistert aufgenommen worden, hieß es in Medienberichten. Restaurants seien oft ausgebucht, Tickets rasch ausverkauft gewesen - wohl auch, weil die jeweiligen Gäste- und Besucherzahlen noch begrenzt sind. Mancherorts wurde die Wiederöffnung feierlich begangen, darunter im berühmten Van Gogh Museum in der Hauptstadt der Niederlande.

+++ 13:04 17,2 Millionen Menschen in Deutschland vollständig geimpft +++
Dem aktuellen Impfquoten-Monitoring des Robert-Koch-Instituts (RKI) zufolge wurden am Freitag bundesweit 780.201 Impfungen durchgeführt. Die Zahl der verabreichten Covid-19-Impfdosen in Deutschland steigt damit auf mehr als 54,2 Millionen. Rund 37,0 Millionen Menschen haben eine Impfserie begonnen, das entspricht einer Quote von 44,5 Prozent. Die Quote der Komplettimpfungen liegt bei knapp 20,7 Prozent, damit sind also 17,2 Millionen Menschen in Deutschland vollständig geimpft.

+++ 12:28 Warum Gastronomen nach dem Lockdown die Preise erhöhen +++
Wirte und Gäste freuen sich, dass das Leben in die Gastronomie zurückkehrt. Doch der Aufwand für die Betreiber ist groß und die Hygienekonzepte sind mit Kosten verbunden. Deshalb wird vielerorts ein Corona-Aufschlag verlangt. Manche Restaurants erhöhen direkt die Preise.

+++ 12:01 Schottland lockert Beschränkungen in Teilen des Landes +++
In vielen Teilen Schottlands können sich die Menschen über weitere Corona-Lockerungen freuen. Seit heute können sich etwa in der größten schottischen Stadt Glasgow, in der noch länger strengere Regeln galten, erstmals nach monatelangem Lockdown wieder Menschen auch privat in Innenräumen treffen oder sich auf ein Bier im Pub verabreden. In abgelegenen Regionen wie den Shetland- oder Orkney-Inseln sind sogar wieder größere Veranstaltungen wie Hochzeiten mit bis zu 200 Personen möglich. Wegen der zunehmenden Verbreitung der zunächst in Indien entdeckten Delta-Variante müssen sich andere Teile Schottlands jedoch noch gedulden, bis weitere geplante Lockerungen in Kraft treten können. Das betrifft einem BBC-Bericht zufolge immerhin 2,3 Millionen Schotten, darunter auch die Menschen in der Hauptstadt Edinburgh. Der britische Landesteil hat insgesamt rund 5,4 Millionen Einwohner.

+++ 11:33 Nordrhein-Westfalens Innenminister rechnet nicht mit massivem Betrug in Schnelltestzentren +++
Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul von der CDU rechnet nicht mit einer sehr hohen Zahl von Betrügern in Corona-Schnelltestzentren. "Da gab es ein paar, die die Chance wahrscheinlich gesehen haben, das schnelle Geld zu machen", sagte Reul am Rande der CDU-Landesvertreterversammlung in Düsseldorf. "Eine ganze Menge Leute werden auch sehr ordentlich und vernünftig gearbeitet haben." Die Wahrscheinlichkeit, dass es hohe Betrugszahlen bei Schnelltestzentren gebe, halte er für "nicht hoch". Ein großer Teil der Schnelltests werde zudem von Ärzten, Apotheken und staatlichen Stellen gemacht. Zuvor waren im Fall um mutmaßlichen Betrug in Schnelltestzentren in Bochum zwei Personen festgenommen worden. Das hatte die Staatsanwaltschaft am Freitag bestätigt. Einer der beiden Festgenommenen sitze wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Betrugs in Untersuchungshaft.

+++ 11:01 Ex-Fernsehpfarrer Jürgen Fliege mischt bei Corona-Protestpartei "Die Basis" mit +++
Der frühere TV-Seelsorger Jürgen Fliege, 74, engagiert sich einem Bericht zufolge für die Corona-Protestpartei "Die Basis". Wie der "Spiegel" berichtet, trat er im Frühjahr in die Partei ein, die sich gegen die Maßnahmen der Bundesregierung zur Pandemiebekämpfung wendet und die Corona-Impfung als "Genmanipulation" bezeichnet. Fliege, der im vergangenen Jahr bereits in München bei einer "Querdenken"-Veranstaltung aufgetreten war, bestätigte seine Mitgliedschaft gegenüber dem Magazin. Er behaupte nicht, dass das Virus eine Erfindung sei, sagte Fliege dem Magazin, "und es ist auch gefährlicher als die Grippe". Aber die Lockdown-Maßnahmen seien nicht gerechtfertigt gewesen.

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Der ehemalige Fernsehpfarrer Jürgen Fliege

(Foto: picture alliance/dpa)

+++ 10:34 Party ohne Maske möglich: Niedersachsen öffnet Clubs und Diskotheken +++
In Niedersachsens Clubs und Diskotheken darf wieder getanzt werden - sogar ohne Maske. Auch an der "längsten Theke der Welt" im nordrhein-westfälischen Düsseldorf herrscht wieder reger Betrieb, das Genießen kostet für die Gäste allerdings extra.

+++ 10:01 Nur noch vier Regionen erfüllen Kriterium für Greifen der "Bundesnotbremse" +++
Das Kriterium für das Greifen der "Bundesnotbremse" dürfte aktuell laut ntv.de-Auswertung nur noch von vier Regionen erfüllt werden, wobei drei dieser Regionen bereits wieder unter 100 liegen - aber noch nicht fünf Werktage in Folge.

+++ 09:34 App des Auswärtigen Amtes soll bei Urlaubsplanung helfen +++
Wie hat sich das Infektionsgeschehen entwickelt? Mit einem Rückblick auf die vergangene Woche ordnen die ntv-Moderatorinnen Anne-Kathrin Cyrus und Katrin Neumann zusammen mit dem Epidemiologen Timo Ulrichs die Corona-Lage in Deutschland ein. Fragen können Zuschauer an "Coronafragen@ntv.de" schicken.

+++ 09:11 Hildburghausen bleibt einziger Landkreis mit Inzidenz über 100 +++
Hildburghausen in Thüringen bleibt der einzige Landkreis mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 100. Das geht aus den aktuellen Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom Morgen hervor. Vor 14 Tagen lagen noch 55 der insgesamt 412 vom RKI ausgewiesenen Regionen über dieser Schwelle.

+++ 08:37 Virologin Brinkmann zweifelt an Impf-Versprechen der Bundesregierung +++
Die Virologin und Regierungsberaterin Melanie Brinkmann bezweifelt, dass die Bundesregierung ihr Impfversprechen einlösen kann. "Man sieht jetzt deutlich, dass wir viel zu wenig Impfstoff zur Verfügung haben. Ich bin nach wie vor skeptisch, ob das Versprechen der Bundesregierung zu halten ist, bis Ende des Sommers allen Bürgern ein Impfangebot zu machen", sagte sie der "Rheinischen Post". "Und ein Impfangebot alleine führt noch keine Immunität herbei. Dafür muss schon tatsächlich geimpft werden." Angesichts der Knappheit der Impfstoffe forderte die Helmholtz-Forscherin, zuerst die Erwachsenen zu impfen: "Die bisherigen Studien zu den Kinderimpfungen sind relativ klein, und die Datenlage ist daher noch nicht eindeutig. Wir haben aktuell ohnehin zu wenig Impfstoff, um alle Kinder zu impfen. Die Priorität sollte nach wie vor sein, alle Erwachsenen zuerst zu impfen", sagte Brinkmann.

+++ 08:06 Pandemie-Berlinale kostet Bund rund zehn Millionen Euro extra+++
Die coronabedingt geteilten Filmfestspiele in Berlin muss der Bund in diesem Jahr mit rund zehn Millionen Euro zusätzlich finanzieren. "Wir haben schon im Winter, als der zweite Lockdown auf einem Höhepunkt war und wir nicht wissen konnten, was wann wieder möglich sein würde, eine zweistellige Millionensumme reserviert", sagte Kulturstaatsministerin Monika Grütters. Die Berlinale sei das erste solche Festival weltweit, das wieder an den Start gehe. "Das ist uns auch finanziell große Anstrengungen wert. Wir möchten damit ein starkes kultur- und filmpolitisches Signal setzen und den Neustart der Kulturbranche sichtbar machen", sagte die CDU-Politikerin. Die genaue Summe lässt sich noch nicht beziffern.

+++ 07:34 Zusammenhang zwischen Impfung und Myokarditis? Deutscher Experte nicht beunruhigt +++
Berichte aus Israel über einen möglichen Zusammenhang zwischen seltenen Fällen von Herzmuskelentzündung (Myokarditis) und Corona-Impfungen sind aus Sicht eines deutschen Experten wenig überraschend und sollten für Geimpfte kein Grund zur Sorge sein. "Das kommt nicht unerwartet und beunruhigt mich nicht. Es geht um wenige Hundert Fälle einer Erkrankung mit meist mildem Verlauf bei insgesamt mehr als fünf Millionen Geimpften", sagte der Kardiologe und Pharmakologe Thomas Meinertz. Von anderen Impfungen sei bekannt, dass danach in seltenen Fällen Herzmuskelentzündungen auftreten könnten, ausgelöst durch eine überschießende Immunreaktion. Ob es sich bei den Fällen in Israel um eine solche Reaktion handelt, ist aber noch völlig offen.

+++ 07:07 Britische Pubs beklagen 20 Prozent Umsatzminus trotz Öffnungen +++
Trotz der Öffnung der Innengastronomie in Großbritannien klagen die Pubs über deutliche Umsatzeinbußen. In der Woche vom 17. Mai, der ersten nach Lockerung entsprechender Corona-Vorschriften, hätten die Erlöse 20 Prozent unter der Vergleichswoche im Jahr 2019 gelegen, teilte der Branchenverband British Beer and Pub Association (BBPA) mit. Dafür machte der Verband die bestehenden Restriktionen verantwortlich. So dürfen auch in Pubs die Gäste nur am Tisch bedient werden, es gilt eine Abstandspflicht von mindestens einem Meter und Stehen ist verboten. Wenn sich der Trend fortsetze, werde jeder Pub im Jahr durchschnittlich rund 94.000 Pfund (110.000 Euro) verlieren, rechnete der BBPA vor.

+++ 06:33 Mehr als 137 Millionen US-Bürger vollständig geimpft +++
In den USA sind inzwischen mehr als 137 Millionen Menschen vollständig geimpft, wie die Seuchenbehörde CDC mitteilt. Insgesamt seien über 369 Millionen Dosen ausgeliefert und etwa 299 Millionen verabreicht worden. Knapp 170 Millionen Menschen seien mindestens einmal geimpft worden. In den USA leben 328 Millionen Menschen.

+++ 05:44 RKI meldet 2294 Neuinfektionen, Inzidenz knapp über 26 +++
Die Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut 2294 Neuinfektionen gemeldet. Zum Vergleich: Vor einer Woche waren es 5426 Ansteckungen. Außerdem wurden 122 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Erreger gemeldet. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter auf 26,3. In der Vorwoche lag der Wert noch bei 37,5.

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 04:49 Lambrecht will flächendeckenden Präsenzunterricht nach den Ferien +++
Die neue Bundesfamilienministerin Christine Lambrecht fordert die Bundesländer auf, den Präsenzunterricht nach den Sommerferien wieder einzuführen. "Lehrer werden sich im Regelfall nicht weigern können, ab Herbst in Präsenz zu unterrichten", sagte die SPD-Politikerin der "Bild"-Zeitung. Bis dahin hätten alle Lehrer ein Impfangebot bekommen. Die Politikerin stellte gleichzeitig klar, dass die Impfung für Kinder ab zwölf Jahren keine Voraussetzung für die Teilnahme am Präsenzunterricht sei.

+++ 03:52 Argentinien will Sputnik V produzieren +++
Argentinien will den russischen Corona-Impfstoff Sputnik V produzieren. "Nächsten Sonntag wird ein Flugzeug nach Moskau aufbrechen, um den Wirkstoff mitzubringen, damit die Produktion in Argentinien sofort beginnen kann", kündigte Präsident Alberto Fernández nach einer Videokonferenz mit Russlands Präsident Wladimir Putin an. Mit der Produktion wird ein privates Labor beauftragt. Die Kapazität beläuft sich anfangs auf eine Million Dosen im Monat und soll binnen eines Jahres gesteigert werden. Argentinien war im Dezember das erste lateinamerikanische Land, das den russischen Impfstoff zugelassen hat. Neben Sputnik V werden in dem Land die Vakzine von Astrazeneca und Sinopharm verimpft.

+++ 02:58 Intensivmediziner: Delta-Virusvariante wird sich durchsetzen +++
Die Intensivmediziner gehen davon aus, dass sich die Delta-Virusvariante in Deutschland schrittweise durchsetzen wird. Der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Gernot Marx, warnt in der "Rheinischen Post", wenn viele Menschen unvorsichtig würden, könne es im Herbst wieder mehr Infektionen geben. "Dann ist eine vierte Welle möglich. Das Risiko dafür, dass es erneut viele Schwerkranke und Todesfälle geben könnte, besteht also weiterhin." Die Intensivmedizin sei auf dieses Szenario aber vorbereitet und könne kurzfristig Kapazitäten freiräumen.

+++ 01:51 KBV-Chef Gassen: "Bitte bedrängen Sie nicht die Ärzte und Ärztinnen" +++
Vor der Freigabe der Impfreihenfolge ab Montag rufen Ärzte Impfwillige zu Geduld auf. Der Vorstandschef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", er rechne mit einem "Ansturm auf die Praxen". Gassen appellierte an die Menschen: "Bitte haben Sie Geduld und bedrängen Sie nicht die Ärzte und Ärztinnen und deren Teams, die medizinischen Fachangestellten. Alle werden geimpft werden - und das so schnell wie möglich. Aber nicht alle auf einmal!" Bei vielen Menschen sei der falsche Eindruck entstanden, sie könnten sich sofort impfen lassen. Das sei mitnichten möglich.

+++ 00:39 Betriebsärzte bekommen zunächst viel weniger Impfdosen als bestellt +++
Vor dem Einstieg der Betriebsärzte in die Corona-Impfungen warnt der zuständige Verband wegen vor zu hohen Erwartungen. "Für die kommende Woche konnte jeder Betriebsarzt 800 Dosen bestellen und er bekommt am Ende 102. Für die darauffolgende Woche kann jeder Betriebsarzt nur noch 300 Dosen bestellen", sagte Wolfgang Panter, der Präsident des Verbands Deutscher Betriebs- und Werksärzte, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Panter empfiehlt, zuerst jene Mitarbeiter zu impfen, die ein höheres Infektionsrisiko haben, etwa weil sie in Werkshallen eng zusammenarbeiten oder viel Kundenkontakt haben. Büromitarbeiter oder Beschäftigte im Homeoffice könnten nachrangig geimpft werden.

+++ 23:58 Wegen Delta-Variante: Großbritannien will Impfprogramm beschleunigen +++
Großbritannien will wegen der Corona-Mutante Delta sein Impfprogramm beschleunigen. Menschen über 40 Jahre sollen ihre zweite Impfung innerhalb von acht Wochen nach der ersten Dosis erhalten, berichtet der "Telegraph". Der übliche Abstand zwischen erster und zweiter Impfung beträgt beim Vakzin von Astrazeneca zwölf Wochen. Personen, die älter sind als 25 Jahre, sollen bereits ab kommender Woche ein Impfangebot erhalten. Großbritannien hatte zuletzt mehr als 6000 Neuinfektionen pro Tag gemeldet. Die Virus-Mutante Delta, die zuerst in Indien auftrat, ist in Großbritannien mittlerweile dominant.

+++ 23:18 Corona-Ampel in Mexico-Stadt springt auf "grün" +++
In der Megacity Mexiko-Stadt soll langsam die Normalität zurückkehren. Ab der kommenden Woche schaltet die "epidemiologische Ampel" auf grün. Damit wird etwa Restaurants, Kinos und Theatern eine Auslastung von 50 Prozent ihrer Kapazität erlaubt. Auch beginnt am Montag der Präsenzunterricht nach rund 15 Monaten wieder - einen Monat vor Ende des Schuljahres. Knapp 14 Prozent der Bewohner von Mexiko-Stadt sind bisher vollständig gegen das Coronavirus geimpft - im ganzen Land sind es gut zehn Prozent. Auch der an den Stadtstaat grenzende Bundesstaat Mexiko - der bevölkerungsreichste des Landes - soll ab kommender Woche auf grün stehen.

+++ 22:22 Weitere Lockerungen in Belgien +++
Die belgische Regierung kündigt für kommende Woche weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen an. Einen Monat nach der Öffnung ihrer Außenbereiche dürfen Cafés und Restaurants ihre Kunden ab kommenden Mittwoch auch wieder in geschlossenen Räumen bedienen, gleichzeitig dürfen sie wieder bis 23.30 Uhr öffnen, wie Regierungschef Alexander De Croo nach Regierungsberatungen bekanntgibt. Ab dem 9. Juni dürfen Kinos, Sporthallen und Saunas wieder öffnen, wenn sie sich an bestimmte Belüftungsregeln halten, gleichzeitig wird die Besucherzahl bei Shows oder Sportveranstaltungen - ebenfalls unter Corona-Auflagen - deutlich erhöht. Die Menschen dürfen wieder zu Hause bis zu vier Gäste empfangen. Ab kommenden Mittwoch ist zudem wieder ein Bürotag pro Woche erlaubt. Reiserückkehrer aus roten Zonen müssen laut De Croo künftig nicht mehr in Quarantäne, wenn sie vollständig geimpft sind, einen weniger als 72 Stunden alten PCR-Test vorweisen können oder ein Attest, dass sie von einer Covid-19-Erkrankung genesen sind. Allerdings gilt bei der Rückkehr aus Ländern mit starker Verbreitung neuer Corona-Varianten weiterhin eine zehntägige Quarantäne.

+++ 22:00 EM-Fans in Rom müssen negativen Test vorlegen +++
Die 16.000 zugelassenen Fans bei den vier EM-Spielen in Rom müssen einen negativen Test vorlegen, um Zugang zum Olympiastadion zu erhalten. Das gibt der italienische Fußball-Verband bekannt. Der Test darf nicht älter als 48 Stunden sein. In Rom findet am 11. Juni das EM-Eröffnungsspiel zwischen Italien und der Türkei statt. Zugelassen werden auch Fans, die mindestens eine Impfdosis erhalten haben, allerdings müssen sie in Italien immunisiert worden sein. Geimpfte oder vom Coronavirus genesene ausländische Fans ohne negativen Tests werden nicht zugelassen. Italien spielt in Rom gegen die Türkei (11. Juni), die Schweiz (16. Juni) und Wales (20. Juni). Zudem findet in der Hauptstadt am 3. Juli ein Viertelfinale statt.

+++ 21:27 Mexiko will Impfungen in US-Grenzgebiet vorantreiben +++
Mexiko will gespendeten Impfstoff aus den USA an der gemeinsamen Grenze einsetzen, um diese möglichst bald wieder öffnen zu können. Die USA haben angekündigt, 25 Millionen Impfdosen an andere Länder zu spenden - der südliche Nachbar soll davon gut eine Million Dosen des Vakzins von Johnson & Johnson bekommen. Damit will Mexiko zunächst ein Drittel der Menschen im Alter zwischen 18 und 40 Jahren impfen, die in den Gemeinden an der US-Grenze leben, wie Außenminister Marcelo Ebrard mitteilt. Insgesamt leben im Grenzgebiet auf mexikanischer Seite rund 7,75 Millionen Menschen. Bis Ende Juni will Mexiko dort nach Ebrards Angaben in etwa auf denselben Anteil an Geimpften kommen wie in den USA, damit der Grenzverkehr wieder aufgenommen werden könne. Die rund 3200 Kilometer lange Grenze zwischen den Nachbarn ist für den nicht-essenziellen Landverkehr seit dem 21. März 2020 wegen der Corona-Pandemie geschlossen.

+++ 20:51 Spanien hebt PCR-Testpflicht bei Einreise auf +++
Ab Montag können Reisende auch ohne den bisher obligatorischen PCR-Test nach Spanien einreisen. Ein Antigentest, ein Nachweis einer vollständigen Impfung oder einer Genesung von einer Corona-Erkrankung reiche dann aus, teilt das spanische Gesundheitsministerium mit. Das erleichtert auch Reisen zu der bei Deutschen beliebten Urlauberinsel Mallorca, da jetzt bei Hin- und Rückflug ein negativer Antigentest ausreicht. Dieser ist schneller und deutlich günstiger. "Spanien ist ein sicheres Reiseziel und wir haben alle Voraussetzungen, um unsere führende Stellung im internationalen Tourismus bald wiederzuerlangen", betont Gesundheitsministerin Carolina Darias in einer Pressemitteilung. Die Ministerin begründet die Lockerung mit der "erfolgreichen" Impfkampagne.

+++ 20:18 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 2809 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.696.523 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 2809 neue Fälle hinzu. In der Vorwoche waren es 6669 neue Infektionen. Wie schon gestern ist der Vergleich mit dem Freitag der Vorwoche aufgrund des gestrigen Feiertags - komplett in sechs - teilweise in zwei Bundesländern - allerdings wenig sinnvoll. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 111 auf 89.070. Am vergangenen Freitag waren es 211. Als aktuell infiziert gelten rund 79.300 Personen.

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Quelle: ntv.de, hny/ino/hek/dpa/AFP/rts

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