Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:46 Dänemark will Ein- und Ausreisen so weit wie möglich unterbinden +++

Dänemark verschärft seine Einreisebeschränkungen für alle Länder der Welt. Von jeglichen Reisen ins Ausland wird den Dänen wegen Sorgen vor mutierten Varianten des Coronavirus sowie der Corona-Lage weltweit nunmehr abgeraten, darunter auch Dienstreisen. Die Botschaft sei ganz klar, dass man nicht ausreisen solle, sagte Außenminister Jeppe Kofod auf einer Pressekonferenz. Zugleich werden nur noch Personen ins Land gelassen, die einen triftigen Grund dafür haben und einen negativen, maximal 24 Stunden alten Corona-Test vorweisen können, wie Justizminister Nick Hækkerup sagte.

+++ 23:11 Grüne fordern Homeoffice-Gebot +++
Grüne und Gewerkschaften fordern ein schnellstmögliches Homeoffice-Gebot. Das Bundesarbeitsministerium müsse eine befristete Rechtsverordnung erlassen, "die die Arbeitgeber verpflichtet, ihre Beschäftigten ins Homeoffice zu schicken, wenn dies die Art der Arbeit zulässt", forderte die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion, Beate Müller-Gemmeke. "Bitten allein reicht nicht mehr aus." Angesichts des derzeitigen Infektionsgeschehens sei es "äußerst fahrlässig", dass einige Arbeitgeber ihren Beschäftigten die Arbeit im Homeoffice noch immer verweigerten. Gerade in Großraumbüros seien Menschen gefährdet und könnten sich sehr schnell mit Covid-19 infizieren. Unterstützung kam von der Gewerkschaft Verdi. "Wenn es darum geht, die Arbeitgeber dazu zu verpflichten, bin ich dabei", sagte Vorsitzender Frank Werneke dem "Stern".

+++ 22:31 WHO ruft reiche Länder auf, Impfstoff zu teilen +++
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) befürchtet eine Benachteiligung ärmerer Länder bei den nun startenden Impfungen gegen das Coronavirus. Unter den 42 Staaten, die sichere und wirksame Impfstoffe spritzten, sei kein einziges armes Land, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf. Er appellierte an die reichen Länder, die sich viele Impfdosen gesichert hätten, sie auch über die internationale Corona-Impfinitiative Covax an die 92 angeschlossenen Länder zu verteilen. Die Nachbestellungen drohten, die Preise für die Impfstoffe hochzutreiben, kritisierte Tedros.

+++ 21:52 Deutschland meldet vierten Tag in Folge mehr als 1000 Tote +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 1.884.345 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 26.388 neue Fälle hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 1104 auf 39.543. Die Zahl der gemeldeten Todesfälle liegt damit am vierten Tag in Folge bei mehr als 1000. Als aktuell infiziert gelten rund 333.349 Personen.

*Datenschutz

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,15 angegeben (Vortag: 0,77). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 115 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 1,09 (Vortag: 0,92). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 5484 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 3070 davon werden beatmet. Rund 4364 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

+++ 21:23 "Besorgniserregende Zahlen": Sachsen verlängert Lockdown vorzeitig +++
Sachsen verlängert den Lockdown bis zum 7. Februar und geht damit über die Festlegungen der Bund-Länder-Schalte hinaus. Dort war von Ende Januar die Rede. Demnach bleiben Kitas und Schulen im Freistaat bis zum 7. Februar weitgehend geschlossen. Kontakte werden eingeschränkt, allerdings will Sachsen Ausnahmen für die Kinderbetreuung ermöglichen. Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping sprach nach dem Kabinettsbeschluss von weiterhin "besorgniserregenden Zahlen" im Freistaat. Die neue Verordnung gilt ab dem 11. Januar.

+++ 20:54 Brasilianische Großstadt lässt Zehntausende Gräber ausheben +++
Um einen Zusammenbruch des Bestattungswesens angesichts eines neuen Anstiegs der Corona-Fälle zu verhindern, will die brasilianische Amazonas-Metropole Manaus 22.000 vertikale Gräber ausheben. Die Konstruktion würde "in den kommenden Tagen" beginnen, sagte David Almeida, Bürgermeister der Hauptstadt des Bundesstaates Amazonas. "Wir müssen den Platz, den wir haben, ausnutzen." Der Cemitério do Tarumã ist einer der Friedhöfe, auf denen in Brasilien während der ersten Welle der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 Massengräber angelegt wurden. Gestern hat die Zahl der Corona-Toten in Brasilien die Marke von 200.000 überschritten. Zugleich steht das größte Land in Lateinamerika immer noch ohne Impfkampagne für die Bevölkerung da. Nachdem Präsident Jair Bolsonaro das Coronavirus zuerst verharmlost hatte, zieht er mittlerweile auch eine Impfung in Zweifel.

+++ 20:28 Laschet: Lockdown über Monate schafft Deutschland nicht +++
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet hält einen Lockdown bis Sommer für unmöglich. Man müsse jetzt alles tun, um die Infektionszahlen zu senken. "Aber bis zum Sommer wird das Land das nicht aushalten", sagt er in einer Fragerunde der drei CDU-Kandidaten – Laschet, Norbert Röttgen und Friedrich Merz - für den Parteivorsitz.

+++ 20:04 Sachsen bittet ältere Menschen, nicht mit Bus und Bahn zu fahren +++
Die sächsische Regierung hat ältere Bürger gebeten, den öffentlichen Nahverkehr wenn möglich zu meiden. Gesundheitsministerin Petra Köpping und Wirtschaftsminister Martin Dulig sprachen nach einer Kabinettssitzung von einer dringlichen Empfehlung. Nach Angaben von Dulig sind Busse und Bahnen wegen der Pandemie sachsenweit derzeit im Schnitt zu 40 Prozent ausgelastet. Die Verkehrsunternehmen wurden ersucht, die Taktung der Fahrzeuge gerade während der Rush Hour nicht zu minimieren.

+++ 19:46 Mehr als 1300 Todesfälle: Lage in Großbritannien spitzt sich weiter zu +++
In Großbritannien hat die Zahl der täglich verzeichneten Todesopfer der Corona-Pandemie einen neuen Höchststand erreicht. Binnen 24 Stunden wurden 1325 Todesfälle registriert, wie die Gesundheitsbehörden mitteilten. Es ist die bislang höchste Zahl an Todesopfern, nachdem auf dem Höhepunkt der ersten Corona-Welle am 21. April 1224 Corona-Tote gemeldet wurden. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen lag heute bei 60.053. Großbritannien ist mit insgesamt 79.833 Corona-Toten eines der am stärksten von der Pandemie betroffenen Ländern weltweit.

+++ 19:22 Laschet unter Druck: NRW-Landtag zu Sondersitzung einberufen +++
Der Landtag in Nordrhein-Westfalen kommt am Dienstag auf Antrag der oppositionellen SPD zu einer Sondersitzung zusammen. SPD-Fraktionschef Thomas Kutschaty wirft Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) eine mangelnde Umsetzung der von Bund und Ländern beschlossenen Corona-Maßnahmen vor. Laschet habe zugesagt, die Maßnahmen eins zu eins umzusetzen. "Das ist aber nicht passiert."

+++ 19:01 Portugal meldet Höchstwert an Neuinfektionen und Todesfällen +++
Portugal hat heute seinen bisher schlimmsten Pandemie-Tag erlebt. Mit 10.176 Neuinfektionen und 118 Todesopfern meldeten die Gesundheitsbehörden in Lissabon die höchsten Zahlen seit Beginn der Krise. Die Neuinfektionen in dem Land mit 10,3 Millionen Einwohnern hatten zuvor schon am Mittwoch mit einem Tageswert von 10.027 den bis dahin geltenden Rekord vom 31. Dezember (7627) deutlich übertroffen. Die zuvor höchste Zahl an Toten mit Covid-19 an einem Tag war mit 98 am 13. Dezember registriert worden. Infolge der kräftig anziehenden Zahlen wird auch die Lage in den Krankenhäusern immer angespannter.

+++ 18:43 Berlin meldet erste Infektion mit britischer Virus-Mutation +++
Die neue aus Großbritannien bekannte Coronavirus-Variante ist zum ersten Mal auch in Berlin nachgewiesen worden. Das teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit mit. Der betroffene Mensch und weitere erkrankte Kontaktpersonen seien inzwischen wieder genesen. Der Patient soll laut Senat zuvor in Großbritannien gewesen sein. Erstmals war die Corona-Mutation aus England in Deutschland an Heiligabend nachgewiesen worden. Betroffen war eine Frau in Baden-Württemberg, die aus Großbritannien eingereist war. Befürchtet wird, dass die Variante deutlich ansteckender ist als frühere Formen.

+++ 18:07 NRW weicht verschärfte Kontaktbeschränkung auf +++
Nordrhein-Westfalen weicht bei den verschärften Schutzmaßnahmen in einigen Punkten von den Vereinbarungen mit dem Bund und den anderen Ländern ab. Die neue ab Montag geltende Verordnung für das rund 18 Millionen Einwohner zählende Bundesland enthält keine Begrenzung des Bewegungsradius auf 15 Kilometer für Einwohner in extremen Corona-Hotspots. Bei den Kontaktbeschränkungen auf einen Haushalt und eine weitere Person werden zu betreuende Kinder in NRW nicht mitgezählt.

+++ 17:44 Bund hilft dem Profisport auch 2021 +++
Der deutsche Profisport erhält auch in diesem Jahr Corona-Hilfen in Höhe von rund 200 Millionen Euro. Dies teilte das zuständige Bundesinnenministerium mit. Damit wird die Unterstützung für gefährdete Strukturen im Sport fortgesetzt, die 2020 nach Ausbruch der Pandemie erstmals zur Verfügung gestellt worden war. Dies sei auch 2021 notwendig, "um Insolvenzen der Sportvereine zu verhindern und so eine wichtige Stütze unseres Zusammenlebens zu erhalten". Bei den rund 200 Millionen handelt es sich um eine Aufstockung der Restsumme, die im vergangenen Jahr nicht abgerufen worden war. Wie das Bundesverwaltungsamt auf seiner Homepage mitteilte, wurden bislang 420 Anträge auf finanzielle Unterstützung gestellt.

+++ 17:30 Berlin streicht Schulstart-Plan nach massiver Kritik offenbar +++
Der für kommenden Montag geplante Schulstart in Berlin wird offenbar kurzfristig abgesagt. Wie der "Tagesspiegel" berichtet, reagierte der Senat auf die "heftige Kritik" an seiner zuvor mehrheitlich beschlossenen Regelung. Dem Plan von Bildungssenatorin Sandra Scheeres zufolge sollten Zehntausende Schülerinnen und Schüler aus Abschlussklassen ab dem 11. Januar wieder in die Schulen zurückkehren, eine Woche später dann die Grundschulkinder. Offenbar aufgrund massiven Widerspruchs von Lehrkräften, Schülern und Eltern - etwa mit Verweis auf die hohen Infektionszahlen und das Besuchsverbot in der Charité - rückt die Verwaltung der Hauptstadt nun mindestens bis zum 25. Januar von der Präsenzpflicht ab, so der "Tagesspiegel". Dem gemeinsamen Beschluss von Bund und Ländern nach hätten Schulen und Kitas bis Monatsende ohnehin grundsätzlich geschlossen bleiben sollen.

+++ 16:54 Spahn schickt Hilferuf an Pharma-Lobby +++
Wegen der massiven Versorgungsengpässe mit Impfstoffen gegen das Coronavirus hat das Bundesgesundheitsministerium von Jens Spahn die Pharma-Lobby schriftlich um Hilfe gebeten. Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) bestätigte den Erhalt eines entsprechenden Briefs, in dem das Ministerium "um Unterstützung" bittet. "Angesichts der angespannten pandemischen Lage ist unser gemeinsames Bestreben, die Produktionskapazitäten von Impfstoffen für die Eindämmung der Covid-19-Pandemie weiter zu erhöhen", heißt es in dem von Gesundheitsstaatssekretär Thomas Steffen unterzeichneten Schreiben an insgesamt fünf Pharma-Verbände. "Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir mitteilen könnten, ob es in Ihrem Verband Unternehmen gibt, die zu einer Erhöhung der Produktion von Covid-19-Impfstoffen beitragen können oder sich bereits hierum bemühen."

+++ 16:25 Sozialverband: Neue Kinderkranktage sind "Aufruf zum Versicherungsbetrug" +++
Der Sozialverband VdK äußert vernichtende Kritik an dem Vorhaben, Betreuungsproblemen von Eltern wegen Schul- und Kitaschließungen mit einer Ausweitung des Kinderkrankengeldes zu begegnen. "Anstatt eine vernünftige Lohnersatzleistung für Eltern auf den Weg zu bringen, sieht der Gesetzgeber vor, die Kinderkrankentage bei Betreuungsproblemen im Lockdown zu nutzen", erklärte VdK-Präsidentin Verena Bentele. Sie betonte, Leistungsvoraussetzung für das Kinderkrankentagegeld sei, dass das Kind krank ist. Corona-bedingte Betreuungsprobleme seien aber keine Krankheit. "Mit diesem Beschluss werden nicht nur reihenweise Eltern unnötigerweise in Kinderarztpraxen geschickt, um Atteste zu organisieren", kritisierte Bentele. "Dieser Beschluss kommt einem Aufruf zum Sozialversicherungsbetrug gleich."

+++ 16:04 Inzidenz über 1000: London fürchtet Kollaps des Gesundheitssystems +++
Der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan hat angesichts beispiellos hoher Infektionszahlen in der britischen Hauptstadt eine Großlage (major incident) ausgerufen. Die Bedrohung, die das Coronavirus für die Stadt darstelle, sei an einem kritischen Punkt. Großbritannien verzeichnete in den vergangenen Tagen sehr hohe Infektionszahlen. London ist besonders stark betroffen. Die sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz in der britischen Hauptstadt liegt inzwischen bei mehr als 1000. Die Krankenhäuser sind bereits weitgehend ausgelastet.

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+++ 15:33 Großbritannien lässt neuen Impfstoff zu +++
In Großbritannien ist nun auch der Impfstoff des US-Konzerns Moderna zugelassen. Die zuständige Behörde erteilte die entsprechende Genehmigung, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. Bei Moderna bestellt wurden demnach nun insgesamt 17 Millionen Dosen. Mit der Auslieferung soll im Frühjahr begonnen werden.

+++ 14:57 Spahn: Auch Genesene sollten sich impfen lassen +++
Gesundheitsminister Jens Spahn plädiert dafür, dass sich auch Genesene nach einer Corona-Infektion impfen lassen. Die Immunität durch eine Impfung sei nach Erkenntnissen der Wissenschaft deutlich höher als nach einer überstandenen Erkrankung, sagt er im SWR4-Radio. "Insofern macht es auch für Genesene Sinn, sich impfen zu lassen", fügt er hinzu. Allerdings müssten sich diese Personen vielleicht nicht sofort impfen lassen.

+++ 14:28 Sachsen meldet für Dezember fast 90 Prozent mehr Todesfälle als in Vorjahren +++

In der zweiten Dezemberwoche sind in Deutschland 23 Prozent mehr Menschen gestorben als im selben Zeitraum der vier Vorjahre. In der 50. Kalenderwoche vom 7. bis zum 13. Dezember starben mindestens 22.897 Menschen, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das waren fast 4300 Sterbefälle mehr als in den Jahren 2016 bis 2019. In Sachsen, wo die Differenz seit Oktober wöchentlich zunehme, sei die Entwicklung weiterhin "besonders auffällig". Demnach lag die Zahl der Sterbefälle im betrachteten Zeitraum 88 Prozent über dem Durchschnitt der Vorjahre. Brandenburg und Thüringen hatten einen Anstieg um 34 Prozent beziehungsweise 35 Prozent zu verzeichnen.

+++ 13:57 Länder bekommen am Dienstag neuen Impfstoff +++
Die Corona-Impfungen mit dem zweiten in Europa zugelassenen Impfstoff, dem des US-Herstellers Moderna, können in der kommenden Woche in Deutschland beginnen. Die Länder sollten die erste Lieferung des Präparats am Dienstag erhalten, teilte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums mit. Die EU-Kommission hatte den Moderna-Impfstoff am Mittwoch auf Empfehlung der Arzneimittelbehörde EMA zugelassen. Heute wurden laut dem Sprecher wie geplant weitere rund 668.000 Dosen des Mittels der deutschen Firma Biontech und deren US-Partners Pfizer ausgeliefert. Von den mehr als 160 Millionen EU-weit bestellten Moderna-Dosen soll Deutschland über 50 Millionen erhalten. Im ersten Quartal sollen wegen der zunächst begrenzten Produktionskapazitäten nur knapp zwei Millionen Moderna-Dosen nach Deutschland kommen. Die gesamten 160 Millionen Dosen sollen nach Angaben der EU-Kommission bis September geliefert werden.

+++ 13:41 EMA erwartet baldige Zulassung für Astrazeneca-Impfstoff +++
Die Europäische Arzneimittel-Behörde (EMA) ist zuversichtlich, dass bereits Ende Januar ein dritter Impfstoff gegen Covid-19 in der EU zugelassen wird. Nächste Woche werde der Antrag der Hersteller Astrazeneca auf eine bedingte Marktzulassung in der EU erwartet, teilte EMA-Chefin Emer Cooke mit. Ende Januar könnte dann eine positive Empfehlung der EMA erfolgen. Anschließend muss die EU-Kommission noch zustimmen, das gilt als Formsache. Bisher sind zwei Impfstoffe in der EU zugelassen: das Präparat der Unternehmen Pfizer und Biontech sowie seit dieser Woche das Mittel des US-Unternehmens Moderna. Der Impfstoff von Astrazeneca ist bereits in Großbritannien zugelassen. Der dritte Impfstoff könnte das Problem der Impfstoff-Knappheit in der EU erleichtern. Die EU hat von dem Präparat bereits 400 Millionen Dosen bestellt.

+++ 13:19 Regierung pocht auf "konsequente Umsetzung der Bund-Länder-Beschlüsse" +++
Die Bundesregierung hat dazu aufgerufen, die mit den Bundesländern gemeinsam getroffenen Corona-Beschlüsse zur Verschärfung und Verlängerung des Lockdowns auch umzusetzen. "In der derzeitigen Situation ist aus unserer Sicht eine konsequente Umsetzung der Bund-Länder-Beschlüsse auch mit Blick auf die noch ansteckendere Virusvariante (...) unerlässlich und das gilt auch für die Beschlüsse zu den Schulen", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Seibert antwortete auf Nachfragen zum Vorgehen in den Ländern bei den Schulen. So hatte etwa der Berliner Senat beschlossen, ab 11. Januar schrittweise wieder Wechselunterricht an Schulen anzubieten. "Es sollte nach Ansicht der Bundesregierung jetzt eben nicht um eine möglichst weite, extensive Auslegung der Beschlüsse gehen, sondern darum, dass wir alles tun, um diese Beschlüsse durchzuhalten und ihren Zweck damit zu erreichen", sagte Seibert. Bund und Länder hatten vereinbart, die in den Ländern im Dezember getroffenen Maßnahmen mit der Aussetzung der Präsenzpflicht an den Schulen bis Ende Januar zu verlängern.

+++ 12:56 Grenzen dicht? "Das hat schon bei der Cholera nicht funktioniert" +++
Wie hat sich die Zahl der täglichen Neuinfektionen entwickelt? Wo gibt es Infektionsherde? Mit aktuellen Fakten zum Infektionsgeschehen ordnen die ntv-Moderatoren Daniel Schüler und Doro Steitz zusammen mit dem Epidemiologen Timo Ulrichs die Corona-Lage in Deutschland und Europa ein.

+++ 12:13 Ab sofort sechs statt fünf Impfungen pro Biontech-Ampulle möglich +++
Ab sofort können mehr Menschen mit dem Impfstoff aus einer Ampulle der Hersteller Biontech und Pfizer geimpft werden. Die europäische Arzneimittelbehörde EMA habe zugelassen, dass sechs statt bisher fünf Dosen aus einer Ampulle gezogen werden dürfen, sagte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums in Berlin. Die Fläschchen werden vom Hersteller "überfüllt" geliefert. Da die Zulassung aber nur für die Entnahme von fünf Dosen erfolgte, musste die Restmenge bislang mit den Flaschen entsorgt werden. Der Leiter des zentralen Impfzentrums in den Hamburger Messehallen, Dirk Heinrich, sprach von einer "wunderbaren Nachricht". "Das heißt, wir können 20 Prozent mehr Menschen impfen.".

+++ 11:40 Ergebnisse aus vier Bundesländern: In Deutschland drohen neue Höchstwerte +++
Mit einem zweiten Lockdown stemmt sich Deutschland über den Jahreswechsel hinweg gegen die Ausbreitung der Corona-Pandemie, spätestens ab Montag sollen in den Ländern verschärfte Maßnahmen gelten. Der schnelle Blick auf die jüngsten Daten des Tages zeigt: Es drohen dennoch neue Höchstwerte bei Kennzahlen zum Infektionsgeschehen. Mit den Zahlen aus vier von 16 Bundesländern sind es bereits knapp 10.000 Neuinfektionen und 345 Todesfälle. Am Morgen hatte das Robert-Koch-Institut mit 1188 den bisherigen Höchstwert an Todesfällen binnen 24 Stunden gemeldet. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

+++ 11:15 Deutscher Biologika-Impfstoff in erster Studie "unter Erwartungen" +++
Der von dem Unternehmen IDT Biologika GmbH und dem Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) entwickelte potenzielle Corona-Impfstoff hat die in ihn gesetzten Erwartungen in einer ersten klinischen Prüfung nicht erfüllt. Die Immunreaktionen lägen "in den vorläufigen Ergebnissen unter den Erwartungen", teilte das an der Entwicklung beteiligte Universitätskrankenhaus Hamburg-Eppendorf am Freitag mit. Die klinische Erprobung des Wirkstoffs werde ausgesetzt, um die Ursachen dafür zu finden.

+++ 11:05 "Kriegszustand": China riegelt nach Ausbruch Millionen-Metropolen ab +++
Nach dem größten Ausbruch des Coronavirus seit Monaten in China ergreifen die Behörden strikte Maßnahmen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. In der betroffenen Provinz Hebei direkt vor den Toren der chinesischen Hauptstadt Peking wurde heute außer der elf Millionen Einwohner zählenden Provinzhauptstadt Shijiazhuang auch die Sieben-Millionen-Metropole Xingtai abgeriegelt. Die Bewohner dürfen die beiden Städte ohne besondere Erlaubnis nicht mehr verlassen. Auch wurden Wohngebiete abgesperrt. Die Pekinger Stadtregierung untersagte alle größeren Versammlungen zum chinesischen Neujahrsfest, das am 12. Februar gefeiert wird. Die Zentralregierung und örtliche Behörden in dem bevölkerungsreichsten Land raten dem Milliardenvolk, zu dem wichtigsten Familienfest nicht wie sonst üblich in ihre Heimatdörfer zu reisen. Die Zahl der Infektionen in Hebei stieg auf rund 300, wie die örtliche Gesundheitskommission berichtete. Mehrere Millionen Menschen wurden bereits getestet. Allein am Freitag wurden 33 neue Infektionen und 39 asymptomatische Fälle gemeldet, während die Tests laufen. Die Behörden hatten "den Kriegszustand" im Kampf gegen das Virus ausgerufen.

+++ 10:38 NRW stattet Lehrer künftig mit FFP2-Masken aus +++
Das Land NRW will jeden Lehrer im Präsenzunterricht mit zwei FFP2-Masken pro Tag ausstatten. Es würden entsprechende Gelder zur Verfügung gestellt, um das bis zu den Osterferien zu gewährleisten, so das Bildungsministerium in einer Email an alle Schulen. In dem Schreiben wurde auch klargestellt, dass die angekündigten Gratis-Corona-Tests für Lehrer bis Ende Januar nur in Anspruch genommen werden können, wenn die Personen "in dieser Zeit tatsächlich einen Präsenzdienst in den Schulen leisten." Grundsätzlich gibt es bis zum Ende des Monats Distanzunterricht. Es gibt aber Notbetreuungsangebote. Lehrer, die in dieser Zeit in den Schulen sind, können sich bereits kostenfrei auf Corona testen lassen. Für alle anderen Beschäftigten soll es von Februar bis zu Beginn der Osterferien die Möglichkeit zu sechs anlasslosen Tests geben.

+++ 10:25 "Müssen sofort handeln": Brisbane verhängt Blitz-Lockdown +++
Die Stadt Brisbane in Australien verhängt wegen einer Infektion mit der zuerst in Großbritannien entdeckten Mutation des Coronavirus einen Express-Lockdown. Zur Eindämmung dieser ansteckenderen Virus-Variante "müssen wir sofort handeln", sagte die Premierministerin von Queensland, Annastacia Palaszczuk, am Freitag. Ab Freitagabend sollen mehr als zwei Millionen Menschen im Großraum Brisbane für mindestens drei Tage in ihren Häusern bleiben. Eine Putzkraft in einem Hotel, in dem Reiserückkehrer sich in Quarantäne begeben, war nach Behördenangaben positiv auf die Variante des Virus getestet worden. Die Verkehrsverbindungen nach Brisbane wurden nach Entdeckung des Infektionsfalls unterbrochen.

+++ 10:07 EU bestellt bei Biontech weitere 300 Millionen Impfdosen +++
Die EU-Kommission hat einen Vertrag über weitere bis zu 300 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs der Mainzer Firma Biontech und ihres US-Partners Pfizer abgeschlossen. 75 Millionen Dosen davon sollten bereits im zweiten Quartal 2021 zur Verfügung stehen, sagte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen in Brüssel.

+++ 09:38 Erstmals über 4000 Corona-Tote binnen 24 Stunden in den USA +++

In den USA ist die Zahl der täglichen Corona-Todesfälle erstmals über die Marke von 4000 gestiegen. Nach Daten der "New York Times" starben am Donnerstag 4111 mit dem Virus infizierte Menschen. Zudem wurden 274.703 Neuinfektionen verzeichnet. Für Mittwoch hatte die "New York Times" Tote im Zusammenhang mit dem Virus gemeldet, der bis dahin höchste Wert innerhalb von 24 Stunden. Insgesamt haben sich in dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern mehr als 21,5 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Seit Beginn der Pandemie starben mehr als 365.000 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2. In absoluten Zahlen gemessen sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt.

+++ 08:59 Unbekannte randalieren an Impfzentrum in Rostock +++
Unbekannte haben am Impfzentrum in Rostock randaliert und Schäden in noch unbekannter Höhe angerichtet. Wie ein Polizeisprecher sagte, wurden nach einer ersten Übersicht unter anderem mehrere mobile Heizgeräte umgeworfen. Da diese wohl nicht mit Kraftstoff befüllt waren, sei zum Glück kein Feuer ausgebrochen. Die Geräte standen in einem Zelt, was vor den festen Räumen des Impfzentrums in den Messeräumen aufgebaut ist. Der Fall sei einer Polizeistreife kurz nach Mitternacht aufgefallen. Weitere Details waren zunächst nicht bekannt.

+++ 08:32 Meißen hat höchste 7-Tages-Inzidenz, 70 Regionen bei über 200 +++
Spätestens ab dem kommenden Montag sollen in den Ländern die erweiterten, verschärften Regeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie greifen. Bund und Länder hatten sich in dieser Woche unter anderem auf die Einführung eines 15 Kilometer-Bewegungs-Radius für Einwohner von Regionen mit einem 7-Tages-Inzidenzwert von über 200 geeinigt. Sollten alle Länder die Regelung umsetzen, müsste nach derzeitigem Stand in 70 Regionen die Bewegungsfreiheit eingeschränkt werden.

*Datenschutz

+++ 08:12 Verdi ruft Pflegepersonal auf: "So bald wie möglich" impfen lassen +++
Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat Klinik- und Pflegepersonal aufgerufen, sich freiwillig gegen das Coronavirus impfen zu lassen. "Wir als Verdi rufen die Beschäftigten im Gesundheitswesen dazu auf, sich so bald wie möglich gegen das Coronavirus impfen zu lassen", sagte Verdi-Vorstandsmitglied Sylvia Bühler der "Rheinischen Post". Sie verwies auf ein erhöhtes berufliches Infektionsrisiko im Klinik- und Pflegebereich. "Nach Abwägung aller Chancen und Risiken ist es schon aus Gründen des Selbstschutzes und des Schutzes der eigenen Familie angeraten, sich impfen zu lassen, sofern nicht ernste gesundheitliche Gründe dagegensprechen", sagte Bühler. Eine Impfung müsse aber freiwillig bleiben.

+++ 07:27 Tokios Ausnahmezustand schreckt Olympia-Organisatoren nicht +++
Der neuerliche Ausnahmezustand gefährdet aus Sicht der Organisatoren nicht die Austragung der Olympischen Spiele in Tokio (23. Juli bis 8. August). "Diese Ausrufung des Notstands bietet die Möglichkeit, die Covid-19-Situation unter Kontrolle zu bringen und eine sichere Durchführung der Spiele in diesem Sommer zu planen. Wir werden entsprechend mit den erforderlichen Vorbereitungen fortfahren", hieß es in einem Statement der Ausrichter. Der japanische Premierminister Yoshihide Suga hatte die heute beginnende einmonatige Maßnahme für den Großraum Tokio verkündet, nachdem die Zahl der Coronavirus-Infektionen in den letzten Tagen nach oben geschnellt war. Dennoch werde Japan "sichere und geschützte" Spiele ausrichten, versicherte Suga. Wegen der Pandemie waren die Sommerspiele im vergangenen März um fast genau ein Jahr verschoben worden.

+++ 06:56 Erstes Bundesland setzt neue Corona-Regeln bereits um +++
Als erstes Bundesland hat Hamburg um Mitternacht eine verschärfte Corona-Verordnung in Kraft gesetzt. Die Gesundheitsbehörde veröffentlichte die geänderten Regeln am Donnerstagabend im Internet. Demnach müssen die Hamburger ab heute ihre Kontakte weiter einschränken. So dürfen Angehörige eines Haushalts nur noch mit einer Person eines anderen Haushalts zusammentreffen. Bisher waren Kontakte auf fünf Menschen aus maximal zwei Haushalten beschränkt. Für Kinder gibt es anders als bisher keine Ausnahme mehr. Im benachbarten Niedersachsen soll die Kontaktbeschränkung auf zwei Personen erst ab Sonntag, in Schleswig-Holstein ab Montag gelten. Der verschärfte Lockdown ist bis Ende Januar befristet. Die Länder setzen mit den neuen Verordnungen die Beschlüsse der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel vom Dienstag in Landesrecht um.

+++ 06:27 Wissenschaftler hat "gute Nachrichten" zum Biontech-Impfstoff +++
Der Impfstoff der Partner Biontech und Pfizer scheint laut einer vom US-Arzneimittelhersteller durchgeführten Studie gegen die in Großbritannien und Südafrika entdeckten Virus-Varianten zu wirken. "Wir haben jetzt 16 verschiedene Mutationen getestet, von denen keine wirklich signifikante Auswirkungen hatte. Das sind die guten Nachrichten", sagt einer der führenden Wissenschaftler für virale Impfstoffe bei Pfizer. "Das heißt aber nicht, dass die 17. keine Auswirkungen haben wird." Die noch nicht von Fachleuten begutachtete Studie von Pfizer und Wissenschaftlern der medizinischen Abteilung der Universität Texas zeigt, dass der Impfstoff das Virus auch bei einer Veränderung am sogenannten Spike-Protein wirksam neutralisiere.

+++ 05:55 RKI meldet mehr Todesfälle als je zuvor +++
Die Zahl der gemeldeten Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus hat einen neuen Höchstwert erreicht. Innerhalb eines Tages übermittelten die deutschen Gesundheitsämter dem Robert-Koch-Institut 1188 neue Todesfälle, wie aus den RKI-Zahlen vom Freitagmorgen hervorgeht. Außerdem wurden 31.849 Neuinfektionen gemeldet. Der bisherige Höchststand von 1129 neuen Todesfällen war am 30. Dezember erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

+++ 05:10 Fachkräfte-Zuwanderung deutlich gebremst +++
Die dringend benötigte Zuwanderung von Fachkräften aus dem Nicht-EU-Ausland ist wegen der Pandemie nach Einschätzung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf) deutlich gebremst worden. "Wir sehen nicht die Entwicklung, die wir uns gewünscht haben, aber auch keine komplette Abebbung - nach einem Einbruch im Frühjahr zeigt die Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte, dass die Prozesse laufen", sagte die beim Bundesamt zuständige Abteilungsleiterin, Corinna Wicher.

+++ 04:27 Australien verschärft Einreisebestimmungen +++
Zur Eindämmung der zuerst in Großbritannien aufgetretenen Virus-Variante verschärft Australien die Einreise- und Lockdown-Bestimmungen. Vor Antritt eines Fluges nach Australien müssten Reisende nun einen negativen Test vorweisen, erklärte Regierungschef Scott Morrison. Die Obergrenze für Einreisende werde in einigen Staaten bis zum 15. Februar um die Hälfte reduziert. In Australiens drittgrößter Stadt, Brisbane, herrsche ab Freitagabend 18 Uhr eine dreitägige Ausgangssperre, wie die Ministerpräsidentin des Bundesstaates Queensland, Annastacia Palaszczuk, bekannt gibt. Ein Mitarbeiter eines Quarantänehotels in Brisbane wurde zuvor positiv auf die britische Variante getestet.

+++ 03:20 Montgomery für einheitliche Vergabe von Impfterminen +++
Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, hat eine einheitliche Vergabe von Impfterminen in den Bundesländern gefordert. Es sorge für Verwirrung und Ärger, dass die Länder völlig unterschiedliche Regelungen dazu hätten, wie die Impfberechtigten zu einem Termin kommen, sagte Montgomery der Zeitung "Rheinische Post". Die Terminvergabe über die allgemeine Nummer 116-117 halte er für schlecht geregelt. "Es hätte von vornherein einen bundesweit identischen Weg über Telefon und eine Internetplattform zu Impfterminen geben müssen", sagte Montgomery.

+++ 02:15 Großbritannien verlangt negativen Test vor Einreise +++
Für Einreisen nach Großbrittanien ist von kommender Woche an ein negativer Corona-Test vorgeschrieben. Alle Reisenden, die mit dem Flug, Zug oder Schiff eintreffen, müssen einen entsprechenden Nachweis vorlegen, der nicht älter als 72 Stunden sein darf, wie der britische Verkehrsminister Grant Shapps mitteilte. Mit der Maßnahme soll die Verbreitung neuer Corona-Varianten unterbunden werden. Wer keinen Test nachweisen kann, muss auf der Stelle 500 Pfund, gut 550 Euro, Strafe zahlen.

+++ 00:58 Irischer Gesundheitsdienst sieht Anzeichen für sinkende Fallzahlen +++
In Irland berichtet der Chef des nationalen Gesundheitsdienstes von Hinweisen darauf, dass die Corona-Ausbreitung durch den verschärften Lockdown verlangsamt wird. Es gebe "erste Anzeichen einer sinkende Anzahl von Neuinfektionen", sagt Paul Reid auf einer Pressekonferenz. Auch die Kontakte würde reduziert.

+++ 23:19 Zwei Cluster von Corona-Mutationen in Frankreich nachgewiesen +++
Die zuerst in Großbritannien entdeckte ansteckendere Variante des Coronavirus zirkuliert möglicherweise inzwischen auch in Frankreich. Insgesamt seien zwei "gefährliche Cluster" der Virusmutation in den Regionen Bretagne und Île-de-France entdeckt worden, teilte das Gesundheitsministerium mit. Für den Cluster der Île-de-France lasse sich keinerlei Verbindung mit Großbritannien feststellen, hieß es in der Erklärung weiter. Die Person, die das Virus dort weitergeben habe, sei nicht in Großbritannien gewesen und habe auch keinen Kontakt zu Reisenden aus dem Vereinigten Königreich gehabt.

+++ 22:29 Deutschland bekommt 60 Millionen Biontech-Impfdosen über EU +++
Deutschland wird über EU-Verträge nun mehr Impfdosen der Firma Biontech bekommen. War bisher von rund 55 Millionen Impfdosen ausgegangen worden, so rechnet das Gesundheitsministerium nun mit gut 60 Millionen Impfdosen. Grund dafür ist, dass nicht alle anderen EU-Partner den ihnen zustehenden Anteil abnehmen wollen. Zusammen mit den 30 Millionen Dosen aus bilateralen Vereinbarungen beziehe Deutschland nun rund 90 Millionen, sagt ein Sprecher des Gesundheitsministerium. "Die bilaterale Vereinbarung beeinflusst weder die Vertragsgestaltung der EU mit Biontech, noch verzögert sie die Auslieferung des Impfstoffs an die Mitgliedstaaten", betont er.

+++ 22:14 Drei Bundesländer melden Höchstwerte an Neuinfektionen +++
Drei der 16 Bundesländer verzeichnen bei den neu gemeldeten Corona-Fällen Tageshöchstwerte. Brandenburg registrierte 1585, Niedersachsen 2395 und Sachsen-Anhalt 1041 Neuinfektionen - so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Von allen Bundesländern verzeichnet Nordrhein-Westfalen mit 6043 neu registrierten Fällen deutlich den größten Zuwachs, gefolgt von Bayern (3529) und Sachsen (3054).

+++ 21:53 Aktuelle Datenlage in Deutschland: Erneut mehr als 1000 Todesfälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 1.857.957 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 28.059 neue Fälle hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 1059 auf 38.439. Es ist der dritte Tag in Folge mit mehr als 1000 neu gemeldeten Corona-Toten. Als aktuell infiziert gelten rund 329.000 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,77 angegeben (Vortag: 0,61). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 77 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,92 (Vortag: 0,83). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 5491 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 3099 davon werden beatmet. Rund 4480 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

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Quelle: ntv.de, jpe/ter/tsi/rts/dpa/AFP