Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:48 Neue Ausbrüche: Lissabon führt wieder regionale Beschränkungen ein +++

Die portugiesische Regierung führt wegen mehrerer neuer Infektionsherde wieder Beschränkungen in der Hauptstadt Lissabon ein. Wie Portugals Ministerpräsident Antonio Costa mitteilt, sind in Lissabon ab Dienstag wieder Versammlungen von mehr als zehn Personen verboten. Cafés und Geschäfte müssen um 20 Uhr schließen.

In Portugal wurden örtlichen Medienberichten zufolge wurden zwischen dem 21. Mai und dem 21. Juni mehr als 9000 neue Infektionen registriert, die meisten davon in Lissabon und angrenzenden Regionen. Insgesamt haben die portugiesischen Behörden bisher mehr als 39.000 Infektionen und mehr als 1500 Todesfälle durch die Lungenkrankheit Covid-19 registriert.

+++ 23:11 Niedrigste Zahl an neuen Todesfällen in Großbritannien seit März +++
Die Zahl der neu gemeldeten Todesfälle in Großbritannien ist derzeit so niedrig wie seit Mitte März nicht mehr. Das geht aus einer Mitteilung des britischen Gesundheitsministeriums hervor. Demnach wurden in den 24 Stunden bis Sonntagabend 15 Sterbefälle von mit dem Coronavirus infizierten Menschen verzeichnet. Auch die Zahl der Neuinfizierten liegt seit Monaten erstmals unter 1000. Für Dienstag wird erwartet, dass Premierminister Boris Johnson weitere Lockerungen der Kontaktbeschränkungen in England ankündigt. Medienberichten zufolge soll der Mindestabstand von zwei Metern reduziert werden.

+++ 22:36 GroKo: Überwindung Corona-Pandemie Schwerpunkt EU-Präsidentschaft +++
Die Bundesregierung will sich in der am 1. Juli beginnenden deutschen EU-Ratspräsidentschaft ganz der Überwindung der Corona-Pandemie und ihrer Folgen widmen. Die Pandemie sei eine "schicksalshafte Herausforderung", heißt es in einem knappen Beschluss der Spitzen von CDU, CSU und SPD. "Leitgedanken" der deutschen Ratspräsidentschaft seien eine dauerhafte Überwindung der COVID-19-Pandemie und die wirtschaftliche Erholung. Europa müsse stärker, innovativer, gerechter und nachhaltiger werden, heißt es in dem Beschluss weiter. Die Stimmung der Beratungen sei "gut" gewesen, hieß es aus Teilnehmerkreisen.

+++ 22:07 Saudi-Arabien schränkt Mekka-Wallfahrt ein +++
Die Mekka-Wallfahrt Hadsch wird in diesem Jahr nur eingeschränkt stattfinden. Sie werde in diesem Jahr einer sehr begrenzten Zahl von Bürgern und in Saudi-Arabien lebenden Ausländern aller Nationen offenstehen, meldet die staatliche Nachrichtenagentur. Hintergrund seien die weltweite Zunahme der Covid-19-Fälle, das Fehlen eines Impfstoffes und die Schwierigkeit, einen ausreichenden Abstand bei einer großen Zahl von Pilgern aus dem Ausland zu gewährleisten. Saudi-Arabien hatte Ende März Muslime aufgerufen, ihre Pläne für eine Wallfahrt zurückzustellen. Zu der Pilgerfahrt reisen jährlich etwa 2,5 Millionen Menschen in das Königreich.

+++ 21:38 Urlauber aus Gütersloh müssen Insel Usedom verlassen +++
Durch den massiven Corona-Ausbruch in einem Tönnies-Schlachthof ist der Landkreis Gütersloh in die Schlagzeilen geraten. Einem Ehepaar aus der Region, das Urlaub auf der Insel Usedom machte, wurde dies nun zum Verhängnis. Wie der NDR unter Berufung auf den Landkreis Vorpommern-Greifswald berichtet, wurde das Paar aufgefordert, vorzeitig abzureisen. Der Sprecher des Kreises bedauerte dies zwar, verwies aber dem Bericht zufolge auf die geltende Verordnung des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Demnach dürfen Personen nicht einreisen oder bleiben, wenn sie aus einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt kommen, in denen in den vergangenen sieben Tagen vor Einreise die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner höher als 50 ist. In Gütersloh liegt diese sogenannte 7-Tage-Inzidenz aktuell bei 263,7.

+++ 21:02 Wieder mehr als 7000 akut Infizierte in Deutschland - vier Bundesländer ohne neue Fälle +++
In Deutschland sind mittlerweile 190.529 Infektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen. Das geht aus Berechnungen von ntv.de auf Basis der Angaben aus den Bundesländern hervor. Zu Wochenbeginn kamen damit 580 neue Fälle hinzu. Als aktuell infiziert gelten knapp 7200 Personen. Seit Beginn der Pandemie sind 8894 Personen im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung ums Leben gekommen - das sind fünf Todesfälle mehr als am Vorabend. Der Tageszuwachs in der Statistik der Corona-Sterbefälle ist auffallend niedrig. Die Nachwirkungen des Wochenendeffekts machen den Montag allerdings regelmäßig zum schwächsten Meldetag der Woche. Vier Bundesländer registrierten keine einzige Neuinfektion: Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Saarland und Schleswig-Holstein.

+++ 20:24 R-Wert verharrt auf hohem Niveau +++
Der steile Anstieg der Ansteckungsrate in Deutschland setzt sich nicht fort. Die vom Robert-Koch-Institut (RKI) geschätzte Reproduktionszahl R bewegt sich allerdings weiter auf hohem Niveau. Wie aus dem aktuellen RKI-Lagebericht hervorgeht, wird der einfache R-Wert mit Stand Montag auf 2,76 geschätzt. Das bedeutet, dass 100 Infizierte im Durchschnitt 276 andere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Den Stand beim stabiler ausgelegten "7-Tage-R" gibt das RKI mit 1,83 an, was ebenfalls einem leichten Rückgang zum Vortag entspricht. Wie schon in den vergangenen Tagen wirken sich vor allem lokale Ausbrüche, wie im Tönnies-Schlachthof im Landkreis Gütersloh, auf die beiden Werte aus. Dazu bemerkt das RKI: "Da die Fallzahlen in Deutschland insgesamt auf niedrigem Niveau liegen, beeinflussen diese lokalen Ausbrüche den Wert der Reproduktionszahl relativ stark." Die weitere Entwicklung müsse in den kommenden Tagen beobachtet werden, "insbesondere in Bezug auf die Frage, ob es auch außerhalb der beschriebenen Ausbrüche zu einem Anstieg der Fallzahlen kommt."

+++ 19:50 20 Prozent der weltweiten Neuinfektionen treten in USA auf +++
Die USA haben die erste Welle der Corona-Pandemie noch nicht überstanden. Aus Zahlen der "New York Times" geht hervor, dass am Sonntag jede fünfte der weltweit registrierten Neuninfektionen in den Vereinigten Staaten aufgetreten ist. Dabei leben nur 4,3 Prozent der Weltbevölkerung in den USA. Der Zeitung zufolge steigen die Fallzahlen vor allem im Westen und Süden des Landes verhältnismäßig stark. Die Bundesstaaten Oklahoma und Missouri meldeten demnach am Sonntag den größten Tageszuwachs seit Beginn der Pandemie. In Florida allein gebe es nunmehr mehr als 100.000 nachgewiesene Infektionen. Insgesamt gibt es nunmehr mehr als 2,2 Millionen Fällen und knapp 120.000 Covid-19-Tote.

+++ 19:22 Gilead: Bis Jahresende zwei Millionen Dosen Remdesivir +++
Der US-Pharmakonzern Gilead will bis Ende des Jahres von seinem potenziellen Corona-Mittel Remdesivir mehr als zwei Millionen Behandlungsdosen herstellen. Im August sollen zudem Studien mit einer benutzerfreundlicheren Inhalations-Version beginnen, wie das Unternehmen mitteilt. Remdesivir wird gegenwärtig intravenös verabreicht. Das Mittel wird als großer Hoffnungsträger in der Behandlung von Covid-19-Patienten angesehen und ist bereits in einigen Ländern, darunter den USA, in Notfällen zur Behandlung zugelassen.

+++ 18:59 Tschentscher rügt eigenen Senator wegen Empfang mit 30 Gästen +++
Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher ermahnt seinen Innensenator Andy Grote wegen eines Empfangs scharf. Tschentscher sei über das Treffen vor knapp zwei Wochen sehr verärgert, heißt es aus Senatskreisen. In einem Telefongespräch mit Grote habe der Bürgermeister deutlich gemacht, dass dies ein Fehler sei, "der nur einmal passiert". Einen Grund für einen Rücktritt sieht man im Rathaus darin aber nicht. Tschentscher hatte im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie auch auf Bundesebene in den vergangenen Wochen immer wieder zur Vorsicht gemahnt. Am Wochenende war bekanntgeworden, dass Grote anlässlich seiner Wiederernennung zu einem Empfang geladen hatte, an dem nach Angaben seiner Behörde über den Abend verteilt 30 Menschen teilnahmen. Der SPD-Senator entschuldigte sich inzwischen für dieses Treffen, weil der Eindruck entstanden sein könne, "dass ausgerechnet der Innensenator es mit den Regeln nicht so genau nimmt". Zugleich betonte er aber, dass alle Corona-Regeln eingehalten worden seien.

+++ 18:29 Landrat von Gütersloh: "Es riecht nach Lockdown" +++
Angesichts der hohen Fallzahlen im Zusammenhang mit dem Corona-Ausbruch in einer Fleischfabrik von Tönnies ist ein Lockdown des gesamten Landkreises Gütersloh nach Angaben des Landrates Sven-Georg Adenauer durchaus möglich. Es rieche quasi danach, sagt der CDU-Politiker bei einer Pressekonferenz. Aktuell sind 1553 positive Befunde von Tönnies-Mitarbeitern bekannt. Mobile Teams hätten nun in Wohneinheiten der Beschäftigten Abstriche durchgeführt. Auch dort seien positive Fälle entdeckt worden, die Lage stelle sich daher anders als noch gestern dar, so Adenauer. Nun müsse der Kreis und die Landesregierung entscheiden, ob dies einen Lockdown rechtfertigt, weil etwa auch Infektionen in der "allgemeinen Bevölkerung" abseits der Fabrik aufgetreten sind. Eine genaue Zahl kann der Landrat nicht nennen, da noch überprüft werden müsse, ob Abstriche doppelt durchgeführt wurden - zum Beispiel bei Reihentestungen im Werk und nun in der Wohnung. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann sagt im Anschluss an die Pressekonferenz bei ntv, "es geht in die Richtung Lockdown". Wann eine Entscheidung dazu getroffen wird, wollte er auf Nachfrage nicht sagen.

+++ 17:42 BDI kritisiert "mangelnde Transparenz" bei Curevac-Beteiligung des Bundes +++
Nach der Beteiligung des Bundes beim Tübinger Biotechunternehmen Curevac kritisiert der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) "mangelnde Transparenz". "Fälle dieser Art bedürfen einer abstrakt generellen Regelung sowie eines transparenten Verfahrens", erklärt BDI-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang. "Nur so lässt sich der Anschein willkürlicher Entscheidungen vermeiden." Eine öffentliche Diskussion um die gerechte Verteilung von möglichen Corona-Impfstoffen sei zwar gut, erklärt Lang. Das Argument des Gesundheitsschutzes dürfe jedoch "kein Freifahrtschein sein, um marktwirtschaftliche Mechanismen auszuhebeln". Vielmehr fordert der BDI ein geordnetes Verfahren für Staatsbeteiligungen bei privaten Unternehmen.

+++ 17:15 Polens Regierungschef erwartet rasche Erholung der Wirtschaft +++
Polens Regierungschef Mateusz Morawiecki setzt auf eine schnelle Konjunkturbelebung in seinem Land. "Wir haben die Chance auf eine Erholung in 'V'-Form", sagt der Ministerpräsident auf einer Konferenz. Die EU-Kommission hatte jüngst prognostiziert, dass die polnische Wirtschaft 2020 um 4,3 Prozent schrumpft. Dies wäre der Brüsseler Behörde zufolge allerdings der geringste Einbruch aller EU-Länder. Im nächsten Jahr dürfte die Konjunktur in Deutschlands Nachbarstaat demnach wieder um 4,1 Prozent zulegen.

+++ 16:44 Trump-Berater: Es wird keine zweite Virus-Welle geben +++
Der Wirtschaftsberater von US-Präsident Donald Trump sieht keine zweite Welle der Coronavirus-Pandemie in den Vereinigten Staaten. Zwar gebe es in Bundesstaaten wie Florida ein Aufflackern bei den Neuinfektionen, sagt Larry Kudlow dem TV-Sender CNBC. Es sei aber unwahrscheinlich, dass es im ganzen Land weit verbreitete Shutdowns geben werde. "Es gibt einige Hotspots. Wir sind dran", sagt Kudlow. "Es wird keine zweite Welle kommen."

+++ 16:09 Kriminologe: Corona-Regeln eine Ursache für Stuttgart-Krawalle +++
Der Kriminologe und frühere SPD-Justizminister Niedersachsens, Christian Pfeiffer, sieht in den Coronavirus-Beschränkungen eine Ursache für die Krawalle in Stuttgart. "Da ist viel aufgestauter Ärger vorhanden", sagt er der "Augsburger Allgemeinen". "Wir haben viele Verlierer durch Corona." Hinzu komme, dass die Leute mehrere Wochen wie eingesperrt gewesen seien, wenn man es mit dem uns sonst vertrauten Leben vergleiche. "Menschen, die eingesperrt waren, sind aggressiver", sagt er.

+++ 15:51 Grüne fordern Massentests in Gütersloh +++
Nach dem Corona-Ausbruch im Tönnies-Fleischbetrieb im Kreis Gütersloh fordert Grünen-Chefin Annalena Baerbock flächendeckende Virus-Tests für alle Bürger dort. Erst dann könne entschieden werden, ob für die Region wieder strenge Corona-Einschränkungen angeordnet werden müssten, sagt Baerbock in Berlin. Die Massentests müssten nun "unverzüglich" erfolgen. Sie sollten sicherstellen, dass "die Erfolge der letzten Monate nicht wieder komplett kaputt gemacht werden". Die Grünen-Chefin fordert zudem Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner auf, ein Krisentreffen mit den betreffenden Ministerien aus Bund und Ländern einzuberufen. Teilnehmen müssten die zuständigen Ressortchefs für Landwirtschaft, Gesundheit und Arbeitsschutz, so Baerbock nach einer Sitzung des Grünen-Vorstands. Ziel müsse es sein, "gemeinsame Standards für alle Schlachthöfe in Deutschland" zu vereinbaren.

+++ 15:35 Niederlande: Seit März erstmals kein Todesfall durch Covid-19 +++
Zum ersten Mal seit Beginn der Corona-Krise in den Niederlanden Anfang März ist kein Todesfall durch Covid-19 gemeldet worden. Das teilt das für Infektionskrankheiten zuständige Institut für Volksgesundheit und Umwelt RIVM in Bilthoven bei Utrecht mit. Bisher wurden 6090 Todesopfer registriert. Am 10. März war das erste Todesopfer in den Niederlanden gemeldet worden. Am 31. März wurde mit 175 die bisher höchste Zahl an einem Tag registriert. Insgesamt wurde das Virus bisher bei rund 50.000 Personen nachgewiesen.

+++ 15:05 Kitaverbot in Bayern laut Urteil nicht mehr verhältnismäßig +++
Das in Bayern noch bis Ende des Monats geltende Kitaverbot ist einem Urteil zufolge nicht mehr verhältnismäßig. Nach der vom Verwaltungsgericht Regensburg verkündeten Entscheidung darf ein Elternpaar sein vier Jahre altes Kind damit wieder in den Kindergarten schicken. Die bayerische Staatsregierung unterlag damit bereits zum wiederholten Mal mit Anordnungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie vor Gericht. Nach der in Bayern geltenden Allgemeinverfügung können derzeit bereits wieder etwa vier Fünftel der Kitakinder in ihre Betreuung, weil ihre Eltern unter die Vielzahl an dort vorgesehenen Ausnahmeregeln fallen. Die nun mit ihrer Klage erfolgreichen Eltern fallen aber nicht unter die Ausnahmen.

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+++ 14:42 Impfstoff-Suche: China pfeift auf Wettbewerb +++
China will mit der Europäischen Union enger bei der Suche nach einem Impfstoff und einer Arznei gegen das Coronavirus zusammenarbeiten. Die Volksrepublik sei bereit, gemeinsam mit Europa gegen das neuartige Virus zu kämpfen, sagt Regierungschef Li Keqiang dem chinesischen Staatsfernsehen zufolge beim 22. China-EU-Gipfel. Die Kooperation überwiege den Wettbewerb. China hoffe, dass die EU Exportkontrollen gegen China lockern könne.

+++ 14:19 WHO-Chef befürchtet jahrzehntelange Auswirkungen der Krise +++
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) befürchtet jahrzehntelange Auswirkungen der Corona-Krise. Die Pandemie beschleunige sich weiter, sagt WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus bei einer Online-Konferenz. Die größte Gefahr sei dabei nicht das Virus selbst, "sondern der Mangel an globaler Solidarität und globaler Führung". Eine unsolidarische Welt könne die Pandemie nicht besiegen: "Niemand von uns ist in Sicherheit, solange nicht alle in Sicherheit sind."

+++ 13:54 Lauterbach warnt vor Reisen aus Gütersloh +++
Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach warnt vor einem freien Reiseverkehr der Menschen aus der Region Gütersloh. "Ich bin sicher, dass deutlich mehr Menschen außerhalb der Mitarbeiterschaft inzwischen infiziert sind", sagte Lauterbach der "Rheinischen Post". Das Virus könnte sich so potenziell sehr weit verteilen, sagte der studierte Epidemiologe. Bislang gilt im Kreis Gütersloh für die Angestellten, Arbeiter und deren Angehörige des betroffenen Fleischkonzerns Tönnies in Rheda-Wiedenbrück eine Quarantäne. 1331 waren bis Sonntag positiv auf das Corona-Virus getestet worden.

+++ 13:43 Zu viele Neuinfektionen: Bulgarien führt Maskenpflicht wieder ein +++
Nach dem mit 606 Fällen höchsten wöchentlichen Anstieg der Neuinfektionen vergangene Woche ordnet Bulgarien die Maskenpflicht wieder für alle geschlossenen öffentlichen Räume an. Erst zehn Tage zuvor hatte Gesundheitsminister Kiril Ananiew das Tragen von Mund- und Nasenschutz in Innenräumen als "sehr empfehlenswert", aber nicht obligatorisch eingestuft. Ausgenommen waren Apotheken, der öffentliche Personennahverkehr und medizinische Einrichtungen. Nun muss die Bevölkerung Masken auch wieder in Geschäften, Kinos, Theatern und bei Sportveranstaltungen tragen. Ein Abstand von 1,5 Metern zu anderen Menschen ist ebenfalls Pflicht.

+++ 13:22 Bundesregierung: Bisher 11,7 Millionen App-Nutzer +++
Bislang haben sich nach Angaben von Regierungssprecher Steffen Seibert 11,7 Millionen Smartphone-Nutzer in Deutschland die Corona-Warn-App auf ihr Handy geladen. Rund 85 Prozent der in Deutschland genutzten Smartphones könnten die App nutzen, bei älteren Versionen der Betriebssysteme sei dies nicht möglich. Es werde von den Entwicklern geprüft, ob man dies ändern könne. Die App soll Nutzern Hinweise auf potenziell gefährliche Kontakte mit Corona-Infizierten geben.

+++ 13:05 Studie: Zahl der Antikörper kann schnell abnehmen +++
Die Menge an Antikörpern im Blut genesener Covid-19-Patienten kann einer chinesischen Studie zufolge innerhalb von zwei bis drei Monaten erheblich sinken. Dies sei sowohl bei symptomatischen Patienten als auch bei Infizierten ohne Symptome festgestellt worden, geht aus der im Fachmagazin "Nature Medicine" veröffentlichten Untersuchung hervor. Forscher unter anderem der Medizinischen Universität Chongqing hatten dazu 37 symptomatische und 37 asymptomatische Patienten untersucht. Die Studie wirft damit neue Fragen über eine etwaige Immunität gegen das Coronavirus auf. Das Ergebnis nähre auch Zweifel an dem Nutzen von Immunitätspässen wie sie auch in Deutschland in der Diskussion sind, heißt es in der Studie.

+++ 12:46 Kurzarbeit trifft Bayern am stärksten +++
Die Kurzarbeit in der Corona-Krise trifft Bayern nach Erhebungen des Ifo-Instituts am härtesten. Dort waren im Mai 26 Prozent der Sozialversicherungspflichtigen in Kurzarbeit, wie aus einer am Montag veröffentlichten Schätzung der Münchner Ökonomen hervorgeht. Insgesamt kommen die Wirtschaftsforscher für Bayern auf rund 1,47 Millionen Kurzarbeiter - auch absolut erreicht der Freistaat damit den höchsten Wert im Ländervergleich und kommt auf minimal mehr Kurzarbeiter als das deutlich bevölkerungsreichere Nordrhein-Westfalen. Geht man nach dem Anteil der Kurzarbeiter an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, folgen auf Bayern Baden-Württemberg und die in der Schätzung zusammengefassten Länder Niedersachsen und Bremen mit jeweils 23 Prozent. Die nächsthöchsten Kurzarbeitsanteile gab es mit jeweils 21 Prozent in Nordrhein-Westfalen, Hessen, den zusammengefassten Ländern Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg Vorpommern, sowie - ebenfalls zusammengefasst - in Berlin und Brandenburg. Dahinter folgte Sachsen mit 19 Prozent. Am Ende rangierten die jeweils zusammengefassten Länder Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie Rheinland-Pfalz und das Saarland mit 17 Prozent.

+++ 11:57 Weitere Corona-Lockerungen in Frankreich in Kraft +++
In Frankreich sind neue Lockerungen der Corona-Beschränkungen in Kraft getreten. Alle Schulen mit Ausnahme von Gymnasien öffneten am Montag wieder unter Auflagen. Auch Campingplätze und Kinos können wieder aufmachen. Zudem waren erstmals seit gut drei Monaten alle Stationen der Pariser Metro wieder geöffnet. Für Frankreichs Schüler gilt seit Montag eine Anwesenheitspflicht, nur Gymnasiasten sind ausgenommen. Allerdings hatte das Bildungsministerium Verständnis für Eltern signalisiert, die ihr Kind zwei Wochen vor Beginn der Sommerferien nicht zum Unterricht schicken wollen. Theoretisch droht beim Verstoß gegen die Schulpflicht ein Bußgeld von 750 Euro. Ab Mittwoch können Touristen auch den Eiffelturm wieder besuchen. Für Freitag ist zudem die Öffnung des Pariser Flughafens Orly angekündigt. Die Einreise nach Frankreich ist seit einer Woche für Deutsche und die meisten anderen EU-Bürger wieder uneingeschränkt möglich.

+++ 11:35 Israel nimmt Bahnverkehr wieder auf +++
Trotz eines Anstiegs der Corona-Infektionen sind Zugfahrten in Israel seit Montag wieder möglich. Eine der ersten Reisenden war Transportministerin Miri Regev. Sie fuhr per Bahn von Tel Aviv nach Jerusalem. Auf einem von ihrem Ministerium verbreiteten Video war zu sehen, wie sie sich vor der Abfahrt an einem Automaten die Hände desinfizierte. Neben Hygieneregeln und Maskenpflicht gelten weitere Auflagen: So müssen Fahrkarten vorab bestellt werden, es dürfen nicht mehr als 500 Passagiere in einem Zug fahren und vor dem Betreten von Bahnhofsgebäuden wird die Körpertemperatur gemessen. Der Bahnverkehr war vor knapp drei Monaten eingestellt worden, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern. Israel hatte zu Beginn der Corona-Pandemie sehr schnell mit rigorosen Maßnahmen reagiert. Nach einem vergleichsweise glimpflichen Verlauf begann das Land im Mai mit schrittweisen Lockerungen. Seit Ende Mai ist die Zahl der Neuinfektionen jedoch wieder deutlich angestiegen. Die Regierung mahnt die Bevölkerung immer wieder, Masken zu tragen und Abstandsregeln einzuhalten.

+++ 11:01 Südkorea spricht erstmals von zweiter Welle +++
Die Gesundheitsbehörden in Südkorea sprechen erstmals von einer zweiten Infektionswelle im Land. Man sei mitten drin, sagt Jeong Eun Kyeong, Direktorin des Koreanischen Zentrums für Krankheitskontrolle und Vorsorge (KCDC). Zuvor hatte das KCDC stets erklärt, dass die erste Welle im Land nie wirklich aufgehört habe. Nun sei klar geworden, dass das Feiertagswochenende Anfang Mai den Beginn der neuen Welle markiere, sagt Jeong. Die Infektionen werden vor allem im Großraum Seoul nachgewiesen. Die Hauptstadt und ihre Umgebung hatten zuvor nur wenige Infektionsfälle gemeldet.

+++ 10:33 Russland meldet 7600 Neuinfektionen +++
In Russland sind binnen 24 Stunden 7600 Neuinfektionen bestätigt worden. Insgesamt wurde nach Behördenangaben bei 592.280 Menschen das Coronavirus nachgewiesen - das ist die dritthöchste Zahl weltweit nach den USA und Brasilien. 95 weitere Menschen seien an oder mit dem Coronavirus gestorben. Im ganzen Land sind es damit insgesamt 8206. Am Tag zuvor waren 7728 Neuinfektionen und 109 Todesfälle gemeldet worden.

+++ 09:59 Kliniken in EU wappnen sich für zweite Infektionswelle +++
In der EU bereiten sich Krankenhäuser auf eine zweite Infektionswelle vor, indem Reservekräfte ausgebildet und mobiler gemacht werden. "Wir brauchen eine Gesundheitsarmee", sagt Maurizio Cecconi, gewählter Präsident der Europäischen Gesellschaft für Intensivmedizin (ESICM) und Chef der Intensivstation eines Krankenhauses in Mailand. "Wenn es eine weitere große Welle gibt, sollten wir bereit sein, Ärzte und Krankenschwestern aus nahe gelegenen Regionen Italiens einzusetzen. Dies ist in der ersten Welle nicht ausreichend geschehen." Der amtierende ESICM-Präsident Jozef Kesecioglu sagt, viele Mediziner und Pflegekräfte hätten in der ersten Welle einen Schnellkurs im Umgang mit Covid-19-Patienten erhalten und sollten nun ausführlicher geschult werden.

+++ 09:47 Experten rechnen mit raschem Rückgang in Peking +++
Experten rechnen mit einem drastischen Rückgang der Infektionszahlen in Peking in dieser Woche. Dies sei den Maßnahmen zur Eindämmung zu verdanken, sagt Wu Hao von der nationalen Gesundheitsbehörde. "Wenn man die Quelle kontrolliert und die Übertragungskette unterbricht, fällt die Zahl klippenartig ab." Die Beschränkungen in Peking, wo mehr als 20 Millionen Menschen leben, seien zielgerichtet. So wurden vier Stadtteile als risikoreich und 37 als mittelriskant eingestuft. Seit Bekanntwerden des ersten Falles am 11. Juni wurden insgesamt 236 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. Am Montag wurden neun Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet, am Tag zuvor waren es noch 22.

+++ 09:13 Festnahme nach Randale gegen Quarantäne in Göttingen +++
Nach den Ausschreitungen an einem unter Quarantäne stehenden Wohnkomplex in Göttingen hat es eine Festnahme gegeben. Ein Tatverdächtiger ist am frühen Sonntagabend auf dem Gelände wiedererkannt und festgenommen worden, sagte eine Polizeisprecherin. Der Mann wurde Dienststelle mitgenommen und nach Feststellung seiner Personalien entlassen. Bei den Ausschreitungen wurden am Samstag acht Polizeibeamte verletzt, die Einsatzkräfte wurden nach Polizeiangaben mit Flaschen, Steinen, Metallstangen, Haushaltsgegenständen und Pyrotechnik beworfen.

+++ 08:40 Tönnies-Fälle halten Kreis Gütersloh im roten Bereich +++
Die Infektions-Karte für Deutschland weist nach wie vor einen roten Fleck auf: Dem neuesten RKI-Datenstand zufolge überschreitet der Kreis Gütersloh weiterhin die zwischen Bund und Ländern vereinbarte Obergrenze von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen. Grund hierfür sind überwiegend die Fälle in der Causa Tönnies. Der benachbarte Kreis Warendorf (ebenfalls Tönnies-Fälle) sowie der Landkreis Göttingen (Hochhaus-Fälle) liegen mit Werten über 40 nahe der kritischen Grenze.

+++ 08:03 Hunderte Berliner feierten seit März regelmäßig Partys +++
Die Hauptstadt scheint in der Corona-Pandemie kein Vorbild in Sachen Hygienemaßnahmen gewesen zu sein. Das belegen Aufnahmen des Senders RBB. Bereits seit Monaten sollen am Wochenende regelmäßig Partys in der Neuköllner Hasenheide ohne Einschränkungen weiter stattgefunden haben. "Corona ist hier in der Hasenheide eigentlich seit März schon kein Ding mehr", sagt einer der Feiernden dem Sender. Getränke und Drogen, ja selbst Boxen und Scheinwerfer hätten die mehreren Hundert Partygäste selbst mitgebracht. Die Polizei sei zwar gegen die Veranstaltungen vorgegangen, aber niemand habe sich dadurch abschrecken lassen.

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+++ 07:40 Kretschmann: Schul-Regelbetrieb nach Sommerferien unrealistisch +++
Ministerpräsident Winfried Kretschmann hält eine Rückkehr zum Regelbetrieb an den Schulen in Baden-Württemberg nach den Sommerferien für unrealistisch. "Unser Kernproblem ist die hohe Zahl der Lehrkräfte und Erzieher, die sich zu den vulnerablen Gruppen zählen. In den Schulen sollen das bis zu 20 Prozent sein", sagte Kretschmann in einem Interview der "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten". "So kann man keinen Regelbetrieb wie vor der Corona-Pandemie machen." In der vergangenen Woche hatten die Kultusminister der Länder beschlossen, dass die Schulen nach den Sommerferien wieder vollständig öffnen und in den Regelbetrieb zurückkehren sollen.

+++ 07:00 Spahn rät zu Umstrukturierung der Krankenhauslandschaft +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will mit einer umfassenden Aufarbeitung der Corona-Politik und einem Umbau der Krankenhauslandschaft Lehren aus der Corona-Pandemie ziehen. "Ich hielte es für eine gute Idee, wenn der Gesundheitsausschuss zusammen mit ausgewiesenen Experten eine große Evaluation erarbeitet, aus der wir für die nächste vergleichbare Situation lernen können", sagt Spahn in einem Interview der Partnerzeitungen der "Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft". Die dabei gewonnenen Erkenntnisse sollten nicht nur aufgeschrieben, sondern auch zügig umgesetzt werden. Dabei sieht er die Notwendigkeit von Restrukturierungen der Krankenhauslandschaft. Die hohe Zahl an Intensivbetten habe sich zwar bewährt, aber die Corona-Krise habe auch gezeigt, "dass wir gute Konzepte für regionale Versorgung brauchen, gerade bei den Krankenhäusern". Es müsse deshalb Maximalversorger geben mit klar definierten Aufgaben, auch für den Fall einer Pandemie, "und drumherum in der Fläche ein aufeinander abgestimmtes Angebot. Es könne nicht mehr jedes Krankenhaus alles machen."

+++ 06:24 Sicherheitsgefühl der Deutschen trotz Corona hoch +++
Trotz Corona-Pandemie und weltweiter Beschränkungen fühlen sich die Deutschen so sicher wie nie. Das geht aus einer Umfrage des IT-Dienstleisters Unisys hervor. Insgesamt erreicht Deutschland 122 Punkte auf einer 300-Punkte-Skala und gehört mit dem zweiten Platz unter den 15 befragten Ländern "zu den entspanntesten Nationen". Die Sicherheitsbedenken der Bundesbürger sanken demnach bereits das vierte Jahr in Folge. Nur die Niederländer sind derzeit noch sorgloser, was die Sicherheitsbedenken angeht. Ihr Angstwert liegt bei 100 Punkten. Auf den Philippinen machen sich die Menschen dagegen die meisten Sorgen, hier liegt der Wert bei 238 auf der 300-Punkte-Skala. Der globale Durchschnittswert liegt bei 175 Zählern.

+++ 05:20 SPD-Chef fordert einheitliches europäisches Gesundheitssystem +++
Vor dem Koalitionsgipfel anlässlich der deutschen EU-Ratspräsidentschaft fordert SPD-Chef Norbert Walter-Borjans Nachbesserungen am deutsch-französischen Wiederaufbauplan. "Der deutsch-französische Plan sieht vor, dass die europäischen Mittel für den Wiederaufbau nach Corona verwendet werden. Aus meiner Sicht könnte man das noch erweitern - um Schwachstellen, die in der Pandemie offensichtlich geworden sind", sagt Walter-Borjans dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Nach der Finanzkrise haben viele Länder staatliche Infrastrukturen und Gesundheitssysteme kaputt gespart. Die Corona-Krise hat die Folgen sichtbar gemacht: Die Sparpolitik hat Menschenleben gekostet“, sagte Walter-Borjans weiter. „Europa braucht Gesundheitssysteme auf einem einheitlich hohen Niveau."

+++ 04:54 China meldet 18 neue Coronavirus-Fälle +++
Die nationale Gesundheitskommission in China meldet binnen 24 Stunden 18 neue bestätigte Coronavirus-Fälle, neun davon in Peking. Tags zuvor waren 26 Fälle aufgetreten, darunter 22 in der Hauptstadt. Nach offiziellen Angaben sind sieben weitere asymptomatische Fälle verzeichnet, die in China nicht zu den bestätigten Fällen zählen, da die Infizierten keinerlei Symptome zeigen.

+++ 03:57 Haushaltsdefizit in Italien wird 2020 noch größer ausfallen +++
Italien wird nach Angaben der Regierung in diesem Jahr als Folge der Corona-Krise ein noch höheres Haushaltsdefizit als bislang schon gedacht ausweisen. Ein weiterer Anstieg sei wahrscheinlich, sagt Ministerpräsident Giuseppe Conte. Bislang wird von einem Defizit von 10,4 Prozent ausgegangen. Die Regierung plane aber zügig Maßnahmen zur Verhinderung von Kündigungen und wolle zudem stark gebeutelte Bereiche wie die Tourismusindustrie unterstützen, sagt Conte. Zudem sei er besorgt darüber, dass die Verbraucher nur wenig Geld ausgeben würden. Deshalb werde über eine Senkung der Mehrwertsteuer nachgedacht. Eine Entscheidung dazu gebe es aber noch nicht.

+++ 03:09 Maas fordert nie dagewesene europäische Kraftanstrengung +++
Außenminister Heiko Maas mahnt vor seiner Reise nach Rom an diesem Montag europäische Solidarität in der Corona-Krise an und fordert eine nie dagewesene europäische Kraftanstrengung. "Die Corona-Pandemie hat Italien früher und härter getroffen als andere, aber die Folgen der Krise spüren wir in Europa alle gleichermaßen", sagt Maas der "Rheinischen Post". "Die wirtschaftliche und soziale Wiederbelebung fordert von uns allen eine Kraftanstrengung, wie sie die Europäische Union noch nie erlebt hat", so Maas.

+++ 02:22 WHO meldet Rekordanstieg bei Coronavirus-Fällen +++
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) meldet einen Rekordanstieg bei den weltweiten Coronavirus-Fällen. Die Gesamtzahl der Neuinfektionen steigt nach offiziellen Daten innerhalb eines Tages um 183.020. Laut dem täglichen Bericht der WHO meldet Nord- und Südamerika mit über 116.000 den größten Teil der Neuinfektionen. Weltweit sind nach Angaben der WHO mehr als 8,7 Millionen Menschen an dem Virus erkrankt und mehr als 461.000 an den Folgen von Covid-19 gestorben. Bislang war am 18. Juni mit 181.232 Fällen der größte Anstieg seit dem Ausbruch des Virus verzeichnet worden.

+++ 01:33 Spahn warnt im Fall Tönnies +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn fordert ein entschlossenes Handeln zur Eindämmung des Virus-Ausbruchs beim Fleischfabrikanten Tönnies und warnt vor einem Übergreifen auf ganz Deutschland. "Jetzt gilt es, jeden regionalen Ausbruch umgehend einzudämmen und die Infektionsketten zu unterbrechen", sagt Spahn der "Rheinischen Post". Deswegen müsse angeordnete Quarantäne dringend durchgesetzt werden. "Nur mit entschlossenem Handeln vor Ort in Ostwestfalen kann ein Übergreifen auf ganz Deutschland verhindert werden", so der CDU-Politiker. Es sei gut, dass die Landesregierung dem Geschehen höchste Priorität einräume.

+++ 00:45 Eine Million Infizierte und mehr als 50.000 Tote in Brasilien +++
Brasilien verzeichnet nach offiziellen Angaben im Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus mehr als eine Million Fälle und mehr als 50.000 Todesopfer. Die Zahl der Toten ist nach Angaben des Gesundheitsministeriums binnen 24 Stunden um 641 auf 50.617 gestiegen. Weitere 17.459 Infektionen lassen die Gesamtzahl der bestätigten Fälle auf 1.085.038 klettern. Brasilien verzeichnet nach den USA weltweit die meisten Covid-19-Infektionen und Todesfälle infolge der Atemwegserkrankung. Gesundheitsexperten gehen davon aus, dass die Dunkelziffer mangels breiter Testmöglichkeiten weitaus höher liegen könnte.

+++ 00:08 Dubai öffnet sich am 7. Juli wieder für Touristen +++
Nach mehr als drei Monaten geschlossener Grenzen will das Golfemirat Dubai ab dem 7. Juli wieder ausländische Touristen empfangen. Alle Ankommenden müssten einen negativen Corona-Test nachweisen oder einen solchen Test gleich am Flughafen absolvieren, heißt es in einer offiziellen Erklärung. Sollte der Test positiv ausfallen, müssten die Betroffenen für zwei Wochen in Quarantäne. Außerdem müssen sich alle Touristen eine spezielle Corona-App aufs Handy laden. Dubai ist Teil der Vereinigten Arabischen Emirate, es hatte im vergangenen Jahr eine Rekordzahl an Touristen verzeichnet. Insgesamt kamen 2019 rund 16,7 Millionen Besucher nach Dubai. Das Emirat hatte sich eigentlich zum Ziel gesetzt, seine Besucherzahl in diesem Jahr auf 20 Millionen zu steigern - dieses Ziel ist durch die Corona-Pandemie in weite Ferne gerückt.

+++ 23:18 Tennis: Dimitrow positiv, Probleme für Djokovic +++
Der bulgarische Tennisprofi Grigor Dimitrow ist positiv auf das Coronavirus getestet. Das teilt die Nummer 19 der Welt nach seinem Ausstieg bei der Adria-Tour mit und stellt damit Branchenführer Novak Djokovic - Organisator des umstrittenen Events - vor Probleme. Djokovic stand bereits wegen der seiner Adria-Tour mit Tennisstars und ziemlich laschen Hygienebestimmungen in der Kritik. Diese dürfte sich nun noch verschärfen.

+++ 22:33 Frankreich macht sich weiter locker +++
Frankreich lockert ab Montag die verhängten Beschränkungen weiter. Campingplätze und Kinos können unter Hygiene-Auflagen wieder aufmachen. Zudem sollen alle Stationen der Pariser Metro wieder öffnen. Landesweit gilt für die meisten Schüler wieder eine Anwesenheitspflicht. Ab Mittwoch können Touristen zudem den Eiffelturm wieder besuchen. Am Freitag öffnet auch der Pariser Flughafen Orly. Die Einreise nach Frankreich ist bereits seit einer Woche für Deutsche und die meisten anderen EU-Bürger wieder uneingeschränkt möglich.

+++ 21:59 775 neue Fälle in Deutschland gemeldet +++
Die Zahl der in Deutschland registrierten Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 ist auf 189.949 gestiegen. Das geht aus Berechnungen von ntv.de auf Basis von Daten des Robert-Koch-Instituts und der einzelnen Bundesländer hervor und bedeutet einen Zuwachs von 775 Fällen im Vergleich zum Vortag. Die Zahlen sind jedoch mit Vorsicht zu genießen, da drei Bundesländer am Wochenende keine aktuellen Daten liefern: Sachsen, Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg. Zudem entfallen allein 549 Neuinfektionen auf Nordrhein-Westfalen und dort vor allem auf den massiven Ausbruch im Tönnies-Schlachthof. Mehr als 549 Neuinfektionen an einem Tag hatte NRW zuletzt am 22. April 2020 gemeldet. Zu beachten ist auch, dass es erfahrungsgemäß am Wochenende zu Verzögerungen in den Meldeketten kommt, weshalb einige Fälle erst Anfang nächster Woche nachgereicht werden. Die Gesamtzahl der Toten ging aufgrund einer Korrektur aus Bayern zurück: Demnach starben nunmehr 8889 Personen mit Covid-19. Aktuell gelten knapp 6900 Menschen als mit dem Virus infiziert - über 600 mehr als am Vortag. Sechs Bundesländer meldeten nur einen einstelligen Zuwachs an Neuinfektionen: Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Saarland, Schleswig-Holstein und Thüringen.

+++ 21:32 Mehrere Schulen in Dortmund müssen schließen +++
Wegen Infektionen mit dem Coronavirus müssen mehrere Schulen in Dortmund bis zu den Sommerferien schließen. Ein Kind an einer Grundschule in Dortmund-Eving wurde positiv getestet, wie die Stadt mitteilt. Kontaktnachverfolgungen hätten am Wochenende weitere Fälle ergeben. Betroffen sind neben der Grundschule drei Berufskollegs und eine Hauptschule. Seit dem ersten nachgewiesenen Auftreten des Virus in Dortmund wurden 893 Fälle nachgewiesen. 779 Betroffene gelten als genesen.

Die wichtigsten Entwicklungen des Vortages zur aktuellen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier lesen.

Quelle: ntv.de, fzö/bad/dpa/AFP/rts

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