Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:48 Von der Leyen rechnet mit baldigem Ende der Impfstoff-Knappheit +++

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erwartet deutlich mehr Impfstoff ab nächstem Monat. "Ab April könnten sich die Mengen nach den Plänen der Hersteller nochmal verdoppeln, auch weil weitere Impfstoffe vor der Zulassung stehen", sagte sie der "Stuttgarter Zeitung". Sie rechne EU-weit "im zweiten Quartal im Schnitt mit rund 100 Millionen Dosen pro Monat, insgesamt 300 Millionen bis Ende Juni". Für Deutschland würde das etwa 20 Millionen Dosen im Monat bedeuten, wofür deutlich höhere Impfkapazitäten nötig wären.

+++ 22:54 USA knacken Impf-Marke von 90 Millionen +++
In den USA sind jetzt über 90 Millionen Personen mindestens einmal geimpft worden. Das gibt das Seuchenzentrum CDC bekannt. Knapp 58,9 Millionen hätten bislang eine von zwei benötigten Impfungen erhalten und mehr als 30,7 Millionen beide. Ausgeliefert wurden inzwischen 116,4 Millionen Impfdosen. Erfasst sind die Impfstoffe von Pfizer/Biontech und Moderna. In den USA leben etwa 328 Millionen Menschen.

+++ 22:25 Folge des Lockdown: Umweltministerin beklagt Plastikmüllberge +++
Nordrhein-Westfalens Umweltministerin Ursula Heinen-Esser hat die große Menge an Müll durch Einwegverpackungen im Corona-Lockdown kritisiert. Leider habe die Pandemie zu "einer Renaissance der Einwegverpackung" geführt, sagte die CDU-Politikerin dem "Kölner Stadt-Anzeiger". In einer modernen und verantwortungsvollen Gesellschaft habe achtlos entsorgter Plastikmüll aber nichts verloren. "Wer plant, sich bei einem Ausflug oder Spaziergang etwas To-go zu kaufen, sollte seinen eigenen Mehrwegbecher oder -teller im Gepäck haben", zitiert das Blatt die Ministerin. Die Städte sollten Verstöße konsequent ahnden.

+++ 22:05 Abwärtstrend bei Todesfällen hält an +++
In den zurückliegenden sieben Tagen (Kalenderwoche 9) haben die Bundesländer insgesamt 58.171 neue Coronavirus-Fälle gemeldet. Das ist der stärkste Wochenzuwachs seit Anfang Februar (KW 5/2021: 65.397 Fälle). In der Vorwoche hatte der Zuwachs noch 55.866 betragen. Die Zahl der neu gemeldeten Todesfälle stieg in dieser Woche um 1860 an. Dies verdeutlicht einen leichten Abwärtstrend, wenn auch noch auf hohem Niveau. Zugleich ist dies der schwächste Wochenzuwachs seit Ende November (KW 47/2020: 1567 Todesfälle). In der Vorwoche bis 28. Februar 2021 waren noch 2220 weitere Tote im Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert worden.

+++ 21:35 NRW und Bayern mit vierstelligen Zuwächsen +++
In ihren Tagesberichten verzeichnen zwei der 16 Bundesländer vierstellige Zuwächse: Nordrhein-Westfalen führt das Länderfeld mit 1685 neu registrierten Ansteckungen an. In der Liste der Länder mit den höchsten Tageswerten folgen Bayern (1352) und dann dreistellig Hessen (487). Gemessen an der Einwohnerzahl ist Thüringen an diesem Sonntag das Land mit dem größten Tageszuwachs an neu gemeldeten Infektionen: Der Freistaat verzeichnet 20,1 neue Fälle je 100.000 Einwohner.

+++ 21:05 Deutschland meldet fast 7000 neue Fälle +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland übersteigt inzwischen die Marke von 2,5 Millionen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen 6912 neue Fälle hinzu, damit kommen die Behörden auf 2.502.867 bestätigte Fälle. Der aktuelle Tageszuwachs liegt deutlich über den Fällen der Vorwoche (6772). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 58 auf 71.941. Hier setzt sich der Abwärtstrend fort: Die heute gemeldeten Toten markieren den niedrigsten Wert seit dem 1. November. Als aktuell infiziert gelten rund 125.800 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,16 angegeben (Vortag: 1,14). Das bedeutet, dass im Durchschnitt hundert Infizierte 116 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 1,06 (Vortag: ebenfalls 1,06).

Die Zahl der Covid-19-Intensivpatienten in Deutschland steigt nach mehreren Tagen des Rückgangs zum Wochenausklang wieder an. In deutschen Kliniken werden derzeit 2786 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, wie aus dem aktuellen Divi-Intensivregister hervorgeht. Im Vergleich zum Vortag ist das ein Zuwachs um 35 Patienten. Demnach müssen 1584 Patienten invasiv beatmet werden, das sind 8 mehr als am Vortag. Insgesamt sind den Angaben zufolge noch 5231 Betten in den deutschen Kliniken frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

+++ 20:30 Kreis Dithmarschen verschärft Maskenpflicht +++
Der Kreis Dithmarschen verschärft seine Corona-Beschränkungen. In den Innenstädten von Heide, Brunsbüttel, Marne und Meldorf müssen Fußgänger in bestimmten Bereichen ab Montag während der Woche tagsüber einen Mund-Nasen-Schutz tragen. In Büsum besteht die Maskenpflicht zusätzlich an den Sonntagen, wie der Kreis am Sonntag mitteilte. Die Allgemeinverfügung gilt bis einschließlich Sonntag, 28. März 2021. Eine Verlängerung sei möglich, hieß es.

+++ 19:45 Wieder weniger neue Fälle in Großbritannien +++
Großbritannien meldet wegen technischer Probleme zunächst keine neuen Todesfälle. Die Zahl solle nachgeliefert werden, teilen die Behörden mit. Am Samstag betrug die Zahl 158. Die Zahl der Neuinfektionen fiel auf 5177 nach 6040. Den aktuellen Angaben zufolge haben inzwischen 22,2 Millionen Briten mindestens eine Impfdosis erhalten. Das entspricht grob ein Drittel der Bevölkerung.

Update 21:30: Die Behörden reichen die Zahl der Todesfälle nach: Es sind 82 nach 158 am Vortag.


+++ 19:15 Frankreich startet den Impf-Turbo +++
Frankreich treibt die Zahl der Impfungen am Wochenende voran. Am Samstag erhielten etwa 220.000 Menschen eine entsprechende Spritze, mehr als doppelt so viele wie vor einer Woche. "Es ist ein Rennen gegen die Zeit", sagt Verteidigungsministerin Florence Parly bei der Besichtigung eines Militärkrankenhauses, in dem ebenfalls geimpft wird.

+++ 18:40 Infektionsdynamik in Tschechien dramatisch +++
In Tschechien ist weiter kaum eine Entspannung des Infektionsgeschehens in Sicht. Das Gesundheitsministerium meldet 9066 neu erkannte Ansteckungen mit dem Coronavirus. Das sind 4483 Fälle mehr als vor einer Woche. Demnach steigt die Zahl der laborbestätigten Infektionen seit Beginn der Pandemie auf insgesamt mehr als 1,32 Millionen. In dem deutschen Nachbarland mit etwa 10,7 Millionen Einwohnern hat sich somit bereits mehr als jede zehnte Person mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der registrierten Todesfälle erhöhte sich laut Ministerium um 93 auf insgesamt 21.717. In Tschechien ist die Pandemie-Lage dramatisch. Die Impfkampagne in dem EU-Staat kommt nur schleppend voran, während das Infektionsgeschehen weiter hoch ist und Kliniken massiv überlastet sind.

+++ 18:05 Polen: Fast 90.000 neue Fälle binnen Wochenfrist +++
In Polen gewinnt das Infektionsgeschehen seit dem Start einer Öffnungs-Testphase immer mehr an Dynamik. Das Gesundheitsministerium meldet 13.569 neu erkannte Ansteckungen mit dem Coronavirus. Damit verzeichnete das deutsche Nachbarland binnen einer Woche insgesamt 87.928 neue Fälle. Die Zahl der laborbestätigten Infektionen seit Beginn der Pandemie stieg auf insgesamt mehr als 1,79 Millionen. In Polen leben etwa 38,3 Millionen Menschen. Die Zahl der neu registrierten Todesfälle erhöhte sich laut Ministerium um 126 auf insgesamt 45.285. Polen hatte Mitte Februar einige Corona-Maßnahmen im Freizeitbereich probeweise gelockert.

+++ 17:28 Fehler in Niedersachsen: Kosmetik- oder Tattoo-Studios dürfen öffnen +++
Die niedersächsische Landesregierung muss noch vor Inkrafttreten der neuen Corona-Verordnung einen Fehler in den Regelungen korrigieren. Auch in Hochinzidenzkommunen mit mehr als 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche könnten sogenannte körpernahe Dienstleistungen wie etwa von Kosmetik- oder Tattoo-Studios wieder angeboten werden, teilte die Staatskanzlei mit. Sofern bei der jeweiligen Dienstleistung ein durchgehendes Tragen einer medizinischen Maske nicht möglich sei, müsse zuvor ein Test gemacht werden. Auch die neuen Regelungen zu Fahr- und Flugschulen griffen unabhängig von der Inzidenz, Buchhandlungen und die Büchereien könnten in Hochinzidenzkommunen öffnen, Anprobetermine seien möglich, teilte die Staatskanzlei mit. Zunächst setzte die Verordnung dagegen für die sogenannten Hochinzidenzkommunen einen Paragrafen aus der alten Verordnung wieder in Kraft, der Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe schloss, berichtete die "Neue Deister-Zeitung".

+++ 16:50 Nicht mehr Corona-frei: Neukaledonien verzeichnet erste Infektionen +++
Im lange Zeit vom Coronavirus verschonten französischen Überseegebiet Neukaledonien sind neun Infektionen mit dem Erreger nachgewiesen worden. Neukaledoniens Präsident Thierry Santa kündigte einen zweiwöchigen Lockdown an, der am Montagabend in Kraft treten soll. Ziel sei es, die "Übertragung des Virus zu unterbrechen, solange noch Zeit dafür ist", sagte Santa vor Journalisten. Den Behörden zufolge wurde der Infektionsherd durch Tests entdeckt, die nach der Erkrankung eines Schulleiters im nahegelegenen französischen Überseegebiet Wallis und Funtuna vorgenommen wurden. Der Lehrer habe Mitte Februar erste Covid-19-Symptome entwickelt und sei möglicherweise bereits Ende Januar ansteckend gewesen, sagte Santa. Der Patient befinde sich in einem ernsten Zustand. Möglicherweise werde er von Wallis und Funtuna zur Behandlung in die neukaledonische Hauptstadt Nouméa ausgeflogen.
Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 16:20 USA melden fast 1500 Tote +++
In den USA haben die Behörden binnen eines Tages mindestens 1459 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus verzeichnet. Das geht aus den Zählungen der "New York Times" (NYT) hervor, auf die sich ntv.de täglich seit Beginn der Pandemie bezieht. Die Gesamtzahl der US-Todesopfer beträgt demnach nun 523.970. Die Halbe-Million-Marke wurde vergangene Woche überschritten. Die Zahl der laborbestätigten Ansteckungsfälle in den Vereinigten Staaten stieg laut NYT um mindestens 56.606 neu erkannte Infektionen auf insgesamt mehr als 28,99 Millionen. Im
Sieben-Tage-Schnitt schwächt sich das Infektionsgeschehen nach einem leichten Anstieg zur Mitte der vergangenen Woche nun wieder ab.

+++ 15:50 Stadt Hof an der Spitze der Hotspots +++
Mit Blick auf die Sieben-Tage-Inzidenz bleibt die bayerische Stadt Hof die am stärksten von der Pandemie betroffene Region Deutschlands. Dem neuesten Datenstand des Robert-Koch-Instituts (RKI) zufolge (7. März, 3.11 Uhr) weist die oberfränkische Stadt einen Wert von 320,8 neu registrierten Fällen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche auf (Vortag: 342,6). Der mehrwöchige Spitzenreiter, der Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge, weist nach einer kurzen Erholungsphase wieder ein gestiegenes Fallaufkommen auf (312,4) und bewegt sich nun ebenfalls wieder über der 300er-Marke. Dahinter folgt der Landkreis Kulmbach (262,7). Dieser liegt wie die beiden Spitzenreiter im bayrischen Oberfranken und unweit der tschechischen Grenze. Den aktuell größten Lichtblick gibt es im Musikantenland: Laut RKI-Daten weist der Landkreis Kusel in Rheinland-Pfalz einen niedrigen zweistelligen Wert (10,0) - und damit die bundesweit niedrigste Sieben-Tage-Inzidenz - auf.

+++ 15:22 RKI: 62 Regionen droht die Notbremse +++
Für zahlreiche deutsche Regionen gibt es mit Blick auf die aktuelle Sieben-Tage-Inzidenz vorerst keine Grundlage für zeitnahe Öffnungsschritte: Von den 412 Regionen, die das Robert-Koch-Institut ausweist (dazu gehören die Landkreise, kreisfreien Städte und die Berliner Bezirke), überschreiten 62 (Vortag: 63) die von Bundeskanzlerin Angela Merkel als "Notbremse" bezeichnete 100er-Marke – sie sind also von bei den Bund-Länder-Beratungen vom vergangenen Mittwoch vereinbarten Lockerungen weit entfernt. Dem jüngsten RKI-Datenstand zufolge liegen von den 20 Regionen mit den höchsten Werten allein zehn in Bayern und sieben in Thüringen. Bayern bewegt sich mit seinem Fallaufkommen (69,8) auf das Niveau des Bundeswertes (66,1) hinzu, Thüringen weist die bundesweit höchste Sieben-Tage-Inzidenz auf (131,9).

Mit Blick auf die kommunalen Fallaufkommen bleiben die Bemühungen zur Eindämmung der Ansteckungswelle vorerst ohne durchschlagenden Erfolg: In Deutschland verharrt die Zahl der Regionen, in denen sich laut Robert-Koch-Institut das Fallaufkommen unter 50 neu registrierten Corona-Infektionen binnen sieben Tagen je 100.000 Einwohner bewegt, auf einem noch zu geringen Niveau. Den RKI-Daten zufolge weisen weiterhin 149 Städte und Landkreise (gestern: 149, vorgestern: 150, vorvorgestern: 154) eine Sieben-Tage-Inzidenz unter der sogenannten Obergrenze auf. Zugleich liegen 263 Regionen mit ihrem Fallaufkommen über diesem Schwellenwert. Über der von Bundeskanzlerin Angela Merkel als "Notbremse" bezeichneten 100er-Marke befinden sich laut RKI-Daten aktuell 63 Städte und Landkreise.

+++ 15:01 Zwei Bundesländer bleiben unter 50er Marke +++
In der aktuellen Virus-Lage bleibt es bei zwei Bundesländern, die sich mit ihrem Fallaufkommen unter der Obergrenze von 50 neu registrierten Corona-Infektionen binnen sieben Tagen je 100.000 Einwohner bewegen. Dem jüngsten RKI-Datenstand zufolge macht Rheinland-Pfalz (43,8) sogar einen deutlichen Sprung Richtung 40er-Schwelle (Vortag: 47,6), was allerdings im geringeren Meldeaufkommen am Wochenende begründet sein kann. Dahinter folgt Schleswig-Holstein mit einem leicht gestiegenen Wert (45,8). Das höchste Fallaufkommen im Ländervergleich weist den RKI-Daten zufolge weiterhin Thüringen auf. Dort ist der Wert sogar von 128,3 auf 131,9 gestiegen und damit so hoch wie seit dreieinhalb Wochen nicht mehr. Der Freistaat liegt somit weiter als einziges Bundesland über der 100er-Marke. Besser sieht es in Baden-Württemberg, Niedersachsen und dem Saarland aus, die sich im 50er-Bereich bewegen - allerdings weisen auch sie alle gestiegene Werte auf.

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz wächst. Laut aktuellem RKI-Datenstand nahm das Fallaufkommen am Samstag von 65,6 auf 66,1 neu registrierte Corona-Infektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen zu. Das ist der höchste Wert seit 10. Februar, also seit dreieinhalb Wochen.


Mehr dazu lesen Sie hier.


+++ 14:25 Italiens Inzidenz nähert sich der 200er Marke +++
Wegen steigenden Corona-Werte in Italien fordern Experten von der Regierung eine Verschärfung der Schutzmaßnahmen. Der Wissenschaftlich-Technische-Ausschuss, der das Kabinett von Ministerpräsident Mario Draghi unterstützt, rät Rom zu erhöhten Schutzmaßnahmen, wie die Nachrichtenagentur Ansa schrieb. Der Ausschuss hatte zuvor in seinem Wochenbericht gewarnt, das Corona-Risiko habe sich das fünfte Mal in Folge verschlechtert. In Italien war erst am Samstag ein neues Dekret in Kraft getreten, in dem inländische Reisesperren bis 27. März verlängert worden waren. Eine nächtliche Ausgangssperre gilt weiter. Italienische Medien gehen davon aus, dass Premier Draghi das Regelwerk in Kürze verschärfen dürfte. Nach Angaben der Gesundheitsexperten stieg die Anzahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) in dem Mittelmeerland für die Woche vom 22. bis 28. Februar deutlich auf rund 195. In Deutschland lag der Wert am Sonntagmorgen bundesweit bei rund 66.
Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 13:55 Netanjahu: Uns fehlt nicht mehr viel +++
Israel ist nach den Worten von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu auf dem Weg zu einem Ende der meisten Corona-Beschränkungen. "Wir müssen immer noch auf uns aufpassen, wir müssen Masken tragen, Abstände einhalten", sagt Netanjahu bei einem Cafe-Besuch in Jerusalem anlässlich der landesweiten Wiedereröffnung von Restaurants. "Aber wir kommen da raus, und es fehlt nicht mehr viel", fügt er hinzu. Israel ist im Februar aus dem dritten Lockdown herausgekommen. Da 53 Prozent der Bürger dem Gesundheitsministerium zufolge mindestens eine Impfstoff-Dosis erhalten haben, hat die Regierung nach und nach Geschäfte, Schulen und auch den Hauptflughafen des Landes mit Kapazitätsobergrenzen wieder geöffnet.

+++ 13:27 Spahn über Löbel: Geht gar nicht +++
In der Affäre um Geschäfte mit der Beschaffung von Schutzmasken in der Corona-Krise kritisiert Gesundheitsminister Jens Spahn seinen CDU-Parteikollegen Nikolas Löbel scharf. "Eine Provision einzustreichen, also mit Vermittlung in Notsituationen Geld verdienen zu wollen, geht gar nicht. Das zerstört das Vertrauen in unsere Demokratie", sagte Spahn der "Rheinpfalz". Zugleich betonte er: "Dass Abgeordnete in der damaligen Notsituation mit Kontakten geholfen haben, war und bleibt legitim." Löbel kündigte inzwischen im Zuge der Masken-Affäre seinen Rückzug aus der Politik an. Er will zum 31. August sein Bundestagsmandat niederlegen und im Herbst nicht erneut für den Bundestag kandidieren. Seine Mitgliedschaft in der CDU/CSU-Fraktion beendet er umgehend. Der 34-Jährige soll 250.000 Euro an der Vermittlung von Schutzmasken-Aufträgen verdient haben.

+++ 12:51 Frau tot - Österreich stoppt Impfungen mit Dosen aus einer Astrazeneca-Charge für Ermittlungen +++
In Österreich sind Impfungen mit Dosen aus einer bestimmten Astrazeneca-Charge vorsichtshalber ausgesetzt worden, nachdem eine geimpfte Person gestorben ist. Das berichtet Reuters unter Berufung auf das österreichische Bundesamt für Sicherheit in der Gesundheitsvorsorge (BASG). Die Behörde teilte mit, bislang gebe es keinen Hinweis auf einen ursächlichen Zusammenhang mit der Impfung. Die Todesursache der verstorbenen 49-Jährigen werde nun ermittelt. Auch die Erkrankung einer weiteren Person werde untersucht. Beide erhielten dem BASG zufolge eine Impfung aus der gleichen Charge des Impfstoffs in der Klinik Zwettl in Niederösterreich.
Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 12:20 China will Gesundheitspässe für Auslandsreisende einführen +++
China will Gesundheitspässe auf dem Smartphone für international reisende Staatsbürger einführen. Darin sollen die Ergebnisse von Covid-19-Tests sowie Impfungen festgehalten werden, sagte Außenminister Wang Yi am Sonntag auf einer Pressekonferenz aus Anlass der Jahrestagung des Volkskongresses in Peking. Die Einführung solle den sicheren und geordneten Strom von Reisenden erleichtern. China versuche auch, wo immer möglich Impfzentren in anderen Ländern für seine Staatsbürger einzurichten. In China sind bereits Gesundheitsprogramme auf Handys eingeführt. Damit muss sich jeder bei Reisen, beim Besuch von Einkaufszentren oder Restaurants nicht nur über einen QR-Code registrieren, sondern auch seine Unbedenklichkeit nachweisen. So wird damit auch angezeigt, ob sich eine Person vorher in einem Risikogebiet aufgehalten hat und deswegen eigentlich in Isolation muss. Wegen der Pandemie stecken viele Chinesen im Ausland fest.

+++ 11:56 Tui-Chef sieht gut Chancen für Sommerurlaub - und er würde "günstiger werden" +++
Der Deutschlandchef des Tui-Konzerns, Marek Andryszak, sieht trotz der Corona-Pandemie gute Chancen für den Sommerurlaub. "Heute herrscht natürlich noch Unsicherheit über Öffnungen zu Ostern, bereits für Pfingsten bin ich allerdings schon sehr viel zuversichtlicher", sagte Andryszak nach Angaben dem Portal "t-online". Für die Zeit danach sei er sich jedoch sehr sicher. "Im Hochsommer aber können wir alle Reiseziele wieder ansteuern." Bis auf Tests und Maskenpflicht werde es kaum noch Einschränkungen geben, sagte Andryszak. Auch mit steigenden Preisen rechne er nicht. Der Urlaub werde im Gegenteil "dieses Jahr sogar günstiger werden". Beim Vergleich derselben Reisezeiten und derselben Reiselängen würden die Reisen eher billiger, weil zu erwarten sei, dass viele Hotels nicht voll ausgelastet seien.

+++ 11:28 Geburtenrate in Spanien bricht ein +++
In Spanien ist die Geburtenrate im Januar und Februar im Vergleich zum Vorjahreszeitraum eingebrochen. Wie die Zeitung "El País" berichtet, sei diese um 22,6 Prozent zurückgegangen. Die Daten seien zwar noch nicht abschließend erfasst, gäben aber einen Hinweis auf die Folgen des Lockdowns im März und April. Im Dezember und Januar seien gut 45.000 Babys geboren worden, die in den Lockdown-Monaten gezeugt wurden. Das seien 13.000 weniger als im Frühjahr 2020 gewesen.

+++ 11:02 Bund erwartet Firmenpleiten, aber keine Insolvenzwelle +++
Der Bund rechnet einem Bericht zufolge mit spürbar mehr Firmenpleiten wegen der Corona-Krise, befürchtet aber keine Insolvenzwelle. "Nach Einschätzung der Bundesregierung wird sich die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im Jahr 2021 deutlich erhöhen", zitierte die "Augsburger Allgemeine" aus einer ihr vorliegenden Regierungsantwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion. Aktuelle Einschätzungen gingen demnach davon aus, dass es im Vergleich zu 2019 mit 18.749 Fällen einen Anstieg im vierstelligen oder niedrigen fünfstelligen Bereich geben werde. Dennoch sei damit "keine massive Insolvenzwelle in der Breite der Realwirtschaft zu erwarten", berichtete die Zeitung aus dem Schreiben. Demnach betonte das zuständige Justizministerium, dass solche Prognosen wegen der Einzigartigkeit der Virus-Pandemie "mit hoher Unsicherheit behaftet" seien.

+++ 10:40 "Corona" kann man jetzt auch auf klingonisch sagen +++
Nicht nur irdische Sprachen sind in der Corona-Pandemie um einige Wörter reicher geworden. Auch die außerirdische "Trekkie"-Sprache Klingonisch habe seinen Wortschatz mit Corona erweitert, sagt Star-Trek-Sprachexperte Lieven L. Litaer. "Die Pandemie beschäftigt auch die Anhänger der klingonischen Sprache." Daher habe Litaer beim Erfinder der Kunstsprache, dem US-amerikanischen Sprachwissenschaftler Marc Okrand, neue Wörter angefragt. Und sie kamen: Für Covid-19 (qo'vID wa'maH Hut) oder das Coronavirus (qoro'na javtIm) beispielsweise. Auch für die Impfung gab es ein neues Wort in Klingonisch und für die Bleibt-Zuhause-Kampagne: #juHDaqratlhjay'. Seit den Anfängen in 1985 sei die klingonische Sprache von 1800 auf heute mehr als 4000 Wörter gewachsen, sagte Litaer, der Sprachkurse für Klingonisch gibt. Jedes Jahr komme neues Vokabular hinzu. Der Lehrer schätzt, dass weltweit 20 bis 30 Menschen fließend Klingonisch sprechen - eine Sprache mit vielen Zungenbrechern und Kehlkopflauten. Die Kunstsprache stammt aus der TV-Serie "Raumschiff Enterprise" ("Star Trek").

+++ 10:14 Chile verschenkt Impfdosen an andere Länder +++
Chile schenkt den lateinamerikanischen Ländern Ecuador und Paraguay 40.000 Impfstoff-Dosen. Das Vakzin des chinesischen Herstellers Sinovac soll dem medizinischen Personal in beiden Ländern verabreicht werden, wie die Regierung in Santiago mitteilte. Die Spende habe "keinen Einfluss" auf den Impfstoff-Bestand oder den Impfplan in Chile, betonte Innenminister Rodrigo Delgado. Chile hat mehr als 30 Millionen Dosen Impfstoff vorbestellt. Bisher hat das Land bereits mehr als acht Millionen Dosen erhalten, die von Sinovac sowie Pfizer und Biontech geliefert wurden. Mehr als vier Millionen Chilenen haben ihre erste Dosis erhalten, 535.6000 wurden bereits zum zweiten Mal geimpft.

+++ 09:53 Russland meldet 10.595 neue Fälle +++
Russland meldet 10.595 neue Fälle von Covid-19, davon 1534 in Moskau. Wie der "Guardian" berichtet, steigt die Zahl damit auf 4.432.776 Fälle seit Pandemiebeginn. In den vergangenen 24 Stunden seien laut Regierung 368 Menschen an dem Virus gestorben. Insgesamt seien 89.094 Menschen am Virus gestorben.

+++ 09:29 Karliczek fordert Corona-Nachholprogramm für Schulen +++
Bundesbildungsministerin Anja Karliczek fordert eine "nationale Kraftanstrengung", um dauerhafte Folgen der langen Schulschließungen abzuwenden. Sie sagte der "Bild am Sonntag", Bund und Länder sollten dafür ein "wirklich großes Nachholprogramm" auflegen. "Daran arbeiten wir gerade und ich hoffe, dass das Programm auch finanziell von allen Seiten sehr gut ausgestattet wird." Das Jahr 2021 und auch 2022 müssten Aufholjahre sein, so die Ministerin. Karliczek sieht Parallelen zwischen dem Pisa-Schock vor 20 Jahren und der Überforderung des Bildungssystems in der Corona-Pandemie. "Die Pandemie hat viele Defizite unseres Bildungssystems offengelegt - so wie zuletzt das schlechte Abschneiden Deutschlands bei der Pisa-Studie im Jahr 2001", sagte sie. Der Pisa-Schock habe damals zu einem Umdenken geführt. "Und jetzt gibt es ein Corona-Erwachen. Ich beobachte, dass an den Schulen sehr viel in Bewegung geraten ist. Diesen neuen Spirit müssen wir erhalten und die digitale Schule energisch vorantreiben."

+++ 09:13 Wochenend-Lockdown im Norden Frankreichs +++
Im Norden Frankreichs sollen an diesem Wochenende zwei Millionen Franzosen zu Hause bleiben. Wie "Le Monde" berichtet, sollen sie ihre Wohnungen oder Häuser nicht länger als eine Stunde verlassen und sich nicht weiter als fünf Kilometer entfernen. Nicht systemrelevante Geschäfte mit mehr als 5000 Quadratmetern Verkaufsfläche werden demnach geschlossen. Die lokale Regierung begründete dies mit den immer knapper werdenden Krankenhausbetten. Diese seien zu 90 Prozent ausgelastet. Außerdem breite sich die britische Virusvariante schnell aus, sie sei schon in zwei Dritteln der Fälle festgestellt worden. Auch in Dünkirchen und Nizza soll es Wochenendlockdowns geben.

+++ 08:28 Weber: Exportstopp für Astrazeneca richtig +++
Der Vorsitzende der Christdemokraten im Europa-Parlament, Manfred Weber, verteidigt den in Italien verhängten Exportstopp für den Astrazeneca-Impfstoff. "Es geht nicht um Europe first, aber auch die EU muss ihre Bürger selbstverständlich schützen", sagt der CSU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Europa sei derzeit eine der am stärksten betroffenen Regionen. Wenn Zusagen nicht eingehalten würden wie im Fall des Herstellers Astrazeneca, sei die Option eines Exportstopps für in der EU produzierte Impfstoffe richtig, betont Weber. Das Vorgehen der italienischen Regierung sei verständlich und konsequent. Italien hatte im Rahmen einer EU-Regelung die Lieferung von 250.000 Dosen Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca an Australien blockiert.

+++ 07:56 Restauraunts und Cafés in Israel öffnen wieder +++
Zwei Wochen nach Einführung des Grünen Passes für Geimpfte und Genesene treten in Israel weitere Corona-Lockerungen in Kraft. Restaurants und Cafés durften wieder öffnen, allerdings unter Auflagen. In Innenräumen können demnach nur Gäste mit Grünem Pass bedient werden. Ungeimpfte dürfen nur im Außenbereich Platz nehmen. Auch Veranstaltungshallen und Speisesäle in Hotels dürfen unter Einschränkungen wieder geöffnet werden, ebenso wie Sportstadien für bis zu 1500 Besucher. Auch die Mittelschulen öffnen mit Beginn der israelischen Arbeitswoche wieder. Studenten mit Grünem Pass durften an ihre Hochschulen zurückkehren. Ungeimpfte können den Lehrveranstaltungen weiterhin nur per Video folgen. Auch Reisebeschränkungen für Israelis wurden gut zwei Wochen vor einer Parlamentswahl gelockert.

+++ 07:28 In England werden jetzt 56- bis 59-Jährige geimpft +++
Während in Deutschland die Gruppe der Über-80-Jährigen noch nicht durchgeimpft ist, bekommen in England demnächst schon Unter-60-Jährige ihre Spritze. Wie Reuters berichtet, seien Menschen zwischen 56 und 59 Jahren eingeladen worden, einen Impftermin zu buchen. Die Gesundheitsbehörde NHS teilte mit, es seien allein in England 18 Millionen Menschen oder ein Drittel der erwachsenen Bevölkerung geimpft worden.

2821799d7cbd052e0ea5b3869f1e1c02.jpg

Maduros Impfung wurde im Fernsehen übertragen.

(Foto: via REUTERS)

+++ 06:52 Schulden nicht bezahlt - Venezuela wartet auf Astrazeneca +++
In Venezuela erhält Präsident Nicolas Maduro die erste Impfdosis. Wie mehrere Medien berichten, wurde dem Sozialisten das russische Präparat Sputnik V gespritzt. Gleichzeitig erhielt auch seine Frau das Vakzin, von dem Russland 100.000 Dosen geliefert haben soll. Auch der chinesische Impfstoff von Sinopharm wird in dem karibischen Land verimpft. Eigentlich hätte das Land dank der Covax-Initiative der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auch Zugriff auf 1,4 bis 2,4 Millionen Dosen von Astrazeneca - doch seien diese noch nicht im Land angekommen, weil Venezuela seine Schulden bei der WHO noch nicht bezahlt habe, berichtet der brasilianische Sender "Globo". Die USA, Deutschland, die EU und mehrere Dutzend weitere Länder erkennen Maduro nicht mehr als Präsidenten an.

+++ 06:22 Ausschreitungen bei Corona-Protest in Schweden +++
Bei Ausschreitungen am Rande einer Demonstration gegen Corona-Beschränkungen in Schweden sind am Samstag sechs Polizisten verletzt worden. Zwei Menschen seien festgenommen worden, teilte die Polizei in Stockholm mit. An der nicht genehmigten Veranstaltung im Zentrum der Hauptstadt unter dem Motto "Für Freiheit und Wahrheit" nahmen Hunderte Menschen teil. Als sich die Polizei entschloss, die Versammlung aufzulösen, gab es starke Gegenwehr von einigen Demonstranten.

+++ 05:19 RKI meldet 8103 neue Infektionen, Sieben-Tage-Inzidenz über 66 +++
Die Gesundheitsämter haben dem Robert -Koch-Institut (RKI) 8103 neue Corona-Infektionen gemeldet, das sind 200 mehr als am vergangenen Sonntag. Zudem wurden 96 neue Todesfälle verzeichnet. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 03.11 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf 66,1. Am Vortag lag der Wert noch bei 65,6. Insgesamt wurden in Deutschland bislang 2.500.182 Infektionen und 71.900 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus registriert.

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 04:15 Daimler will durch Werksärzte impfen lassen +++
Daimler will die eigenen Mitarbeiter von Betriebsärzten gegen Corona impfen lassen. "Unsere Werksärzte sind vorbereitet und wir würden gerne die Impf-Kampagne unterstützen", sagte der Vorstandsvorsitzende Ola Källenius der "Bild am Sonntag". "Sobald es erlaubt ist, dass in Betrieben geimpft wird und die Mitarbeiter an der Reihe sind, können wir loslegen und all unseren Beschäftigten eine Impfung im Werk anbieten." Das Unternehmen stehe dazu in enger Abstimmung mit den Gesundheitsbehörden.

+++ 03:22 Lockdown in Auckland aufgehoben +++
Auckland, die zweitgrößte Stadt Neuseelands, kehrt heute nach einem einwöchigen harten Lockdown zum Alltag zurück. Der Lockdown war verhängt worden, nachdem mehrere Neuinfektionen mit der besonders ansteckenden britischen Virus-Variante in der Zweimillionenstadt festgestellt worden waren. Da bis Sonntagmorgen seit sieben Tage keine weiteren lokal übertragenen Ansteckungen registriert wurden, konnten die strengen Beschränkungen aufgehoben werden und Schulen und Geschäfte wieder öffnen. Neuseeland verfolgt eine Eleminierungsstrategie, die sehr erfolgreich ist. In dem Land mit 4,8 Millionen Einwohnern wurden bisher nur 2043 Infektionsfälle nachgewiesen, 26 Menschen sind nach einer bestätigten Corona-Infektion gestorben.

+++ 02:27 Vielversprechende Testergebnisse bei Mercks Covid-19-Medikament +++
Der Pharmakonzern Merck & Co. sowie sein US-Partner Ridgeback Biotherapeutics berichten von ermutigenden ersten Ergebnissen bei der Entwicklung ihres Covid-19-Medikaments Molnupiravir. Das Medikament habe bei Testpersonen nach fünftägiger Behandlung deren Virenlast erheblich reduziert. "Diese vorläufigen Ergebnisse ermutigen uns", erklärte Ridgeback-Arzneimittelchefin Wendy Painter. Merck hatte im Januar seine Arbeit an der Herstellung von Corona-Impfstoffen eingestellt, aber treibt die Entwicklung von zwei Covid-19-Medikamenten voran.

+++ 01:46 Weber verteidigt Astrazeneca-Exportstopp +++
Der Vorsitzende der Christdemokraten im Europaparlament, Manfred Weber, ruft sie Europäische Union dazu auf, bei der Impfstoffversorgung eigene Interessen im Blick zu behalten. "Weltweit ist Europa eine der am stärksten betroffenen Regionen, was die Todesfälle und Infektionen angeht, und dennoch sind wir derzeit der größte Impfstoffexporteur", sagte der CSU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Wenn Zusagen nicht eingehalten würden wie im Fall des Herstellers Astrazeneca, sei "die Option eines Exportstopps für in der EU produzierte Impfstoffe richtig", so Weber.

+++ 00:33 Ausschreitungen bei Corona-Demo in Stockholm +++
Nach einer Demonstration gegen Corona-Beschränkungen in Schweden ist es zu Ausschreitungen gekommen. Hunderte Menschen hatten im Zentrum von Stockholm an einer nicht genehmigten Veranstaltung unter dem Motto "Für Freiheit und Wahrheit" teilgenommen. Als sich die Polizei entschloss, die Versammlung aufzulösen, gab es starke Gegenwehr von einigen Demonstranten. Sechs Polizisten sollen verletzt worden sein. Vor kurzem verschärfte Schweden angesichts steigender Fallzahlen die Maßnahmen. Mit mehr als 13.000 Toten ist Schweden von der Pandemie deutlich stärker betroffen als seine skandinavischen Nachbarn.

+++ 23:54 Wissenschaftler skeptisch bezüglich Einmal-Impfung mit Pfizer und Moderna +++
US-Wissenschaftler bezweifeln, dass eine einmalige Impfung mit den Stoffen von Pfizer/Biontech und Moderna ausreichen könnte. Es sei wichtig, dass die Impfstoffe nur so angewandt würden, wie sie von der Arzneimittelbehörde FDA zugelassen worden seien, sagt der hochrangige FDA-Vertreter Peter Marks dem "Wall Street Journal". Es gebe nicht genug Belege, dass durch eine einzige Impfung mit diesen Mitteln ein langfristiger Schutz aufgebaut werde. Die FDA hatte nur das Vakzin von Johnson&Johnson für eine einmalige Dosierung zugelassen. Zuletzt häuften sich aber die Stimmen, etwa im US-Kongress, bei den Impfstoffen von Pfizer/Biontech und Moderna genauso zu verfahren.

+++ 23:05 Paris: Polizei räumt überfüllte Seine-Ufer +++
Weil sich bei strahlendem Sonnenschein erneut tausende Menschen an den Ufern der Seine drängten, ist die Pariser Polizei am Samstagnachmittag eingeschritten. Da sich die meisten Menschen nicht an die Corona-Abstandsregeln hielten, mussten sie die Seine-Quais in der französischen Hauptstadt verlassen. Die Zugänge zum Ufer wurden nach der Räumung blockiert, so dass niemand mehr vor der ab 18 Uhr geltenden Ausgangssperre dorthin konnte. Am Freitag hatte die Stadt ein Alkoholverbot für die Uferpromenanden verhängt, um den Andrang zu begrenzen. Die meisten Menschen hielten sich daran.

+++ 22:26 Restaurants in Israel dürfen ab Sonntag wieder öffnen +++
Die israelische Regierung hat weitere Lockerungen beschlossen. So können ab Sonntag Restaurants und Cafés unter Auflagen wieder öffnen, wie das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu mitteilt. Dabei gilt unter anderem, dass im Innenbereich nur Gäste mit Grünem Pass bedient werden dürfen. Ungeimpfte dürfen nur im Außenbereich Platz nehmen. Studenten mit Grünem Pass dürfen zudem ab Sonntag an ihre Hochschulen zurückkehren. Ungeimpfte können den Lehrveranstaltungen weiterhin nur per Video folgen. Erhalten können einen Grünen Pass Genesene und Menschen, deren zweite Impfung gegen das Coronavirus mindestens eine Woche zurückliegt.

+++ 22:07 Drei Bundesländer melden vierstellige Zuwächse +++
In ihren Tagesberichten verzeichnen 3 der 16 Bundesländer vierstellige Zuwächse: Nordrhein-Westfalen führt das Länderfeld mit 1983 neu registrierten Ansteckungen an. In der Liste der Länder mit den höchsten Tageswerten folgen Bayern (1578) und Baden-Württemberg (1209). Gemessen an der Einwohnerzahl ist Thüringen an diesem Samstag das Land mit dem größten Tageszuwachs an neu gemeldeten Infektionen: Der Freistaat verzeichnet 21,8 neue Fälle je 100.000 Einwohner.

+++ 21:47 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 9168 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 2.495.955 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 9168 neue Fälle hinzu. Der Tageszuwachs liegt damit deutlich über den Samstagswerten von vor sieben Tagen (27. Februar: 8909 neue Fälle) und vor 14 Tagen (20. Februar: 8149)

Das Niveau der Todesfälle folgt derweil einem Abwärtstrend: Der aktuelle Samstagswert von 203 weiteren Todesfällen liegt deutlich unter den Niveaus von vor einer Woche (27. Februar: 254 Corona-Tote) und vor 14 Tagen (20. Februar: 266). Er ist zudem der niedrigste Samstagswert seit 21. November. Die Gesamtzahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt derzeit bei 71.883. Als aktuell infiziert gelten rund 124.510 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,09 angegeben (Vortag: 1,02). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 109 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 1,06 (Vortag: 1,04). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 2751 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 1576 davon werden beatmet. Rund 4880 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.


Lesen Sie die Entwicklungen des Vortages hier.

Quelle: ntv.de, mau/ino/rts/dpa/AFP

ntv.de Dienste
Software
ntv Tipp
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.