Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:50 Bolsonaro greift WHO mit provokanten Thesen an +++

Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro stellt die Kompetenz der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit provokanten Äußerungen infrage. Die WHO ermutige kleine Kinder zu Homosexualität und zur Masturbation, schreibt Bolsonaro am Donnerstag in einem Facebook-Beitrag, der später entfernt wurde. "Dies ist die Weltgesundheitsorganisation, deren Empfehlungen zum Coronavirus ich aus Sicht einiger Leute folgen soll", so Bolsonaro. Ohne Belege für seine Behauptungen zu nennen, schreibt Bolsonaro, die WHO empfehle "Masturbation in früher Kindheit" sowie "gleichgeschlechtliche Beziehungen". Zudem rate die WHO Neun- bis Zwölfjährigen zu einer "ersten sexuellen Erfahrung".

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+++ 23:28 Türkei: Dreitägiges Ausgehverbot beginnt in 31 Städten +++
In 31 türkischen Städten und Provinzen gilt nun wegen der Coronavirus-Pandemie für drei Tage eine weitere weitgehende Ausgangssperre übers Wochenende. Aufgehoben wird sie Sonntagnacht. Betroffen sind unter anderem die größte Stadt der Türkei, Istanbul, sowie die Hauptstadt Ankara. Am Freitag sind bis 14.00 Uhr Ortszeit (13.00 Uhr MESZ) die Supermärkte noch geöffnet. Über das Wochenende dürfen dann Bäckereien Brot ausfahren und in den Wohnvierteln am Lastwagen verkaufen. Außerdem bleiben Kliniken, Apotheken und andere als wichtig eingestufte Dienstleister offen. Für die meisten Menschen unter 20 Jahre, chronisch Kranke sowie alle Menschen über 65 galten schon vorher Ausgehverbote.

 

+++ 23:11 Guterres für gemeinsame Strategie +++
UN-Generalsekretär António Guterres spricht sich für eine gemeinsame Strategie im Kampf gegen das Coronavirus aus. "Wir erleben heute eine Dysfunktionalität in den internationalen Beziehungen durch die Tatsache, dass die größten Mächte gegeneinander antreten", sagt Guterres der ARD. Gegen das Virus zu kämpfen setze indes voraus, dass "wir eine geeinte Führung haben, eine wirkungsvolle Koordinierung für die Strategien der einzelnen Länder, damit sie sich zusammenfinden, statt dass jedes Land im Alleingang vorgeht". Dadurch sei inzwischen eine Lage entstanden, "von dem das Virus profitiert".

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+++ 22:49 Corona-Krise treibt Amazon-Umsatz +++
Amazon macht in der Coronavirus-Pandemie glänzende Geschäfte. Der Umsatz klettert im ersten Quartal um 26 Prozent auf 75,5 Milliarden Dollar, wie der weltgrößte Onlinehändler mitteilt. Unter dem Strich bleibt allerdings weniger hängen: Der Betriebsgewinn fällt auf 4,0 Milliarden Dollar nach 4,4 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum.

 

+++ 22:28 Johnson: "Haben Höhepunkt überschritten" +++
Die Zahl der Corona-Toten in Großbritannien ist auf mehr als 26.700 gestiegen. 674 Menschen seien innerhalb der vergangenen 24 Stunden an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben, teilte die Regierung mit. Premierminister Boris Johnson sieht dennoch einen Wendepunkt im Kampf gegen die Pandemie in Großbritannien. "Zum ersten Mal haben wir den Höhepunkt dieser Krankheit überschritten", sagte Johnson. Das bisherige Infektionsgeschehen in Großbritannien verglich der Premier mit einer Fahrt durch einen "riesigen" Alpentunnel. "Und jetzt können wir das Sonnenlicht und die Wiesen vor uns sehen", sagte Johnson.

+++ 22:04 Kurz vorm 1. Mai: Polizei löst Versammlung in Berlin auf +++
Die Berliner Polizei hat am Vorabend des 1. Mai in Berlin-Friedrichshain eine nicht genehmigte Versammlung von Demonstranten aufgelöst. Einige Dutzend Menschen aus dem linksautonomen Spektrum hatten sich trotz der Corona-Beschränkungen an der Rigaer Straße/Ecke Liebigstraße versammelt, Polizisten drängten sie von dem Platz weg. Wegen der Corona-Krise sind in Berlin nur Kundgebungen mit maximal 20 Personen an festen Orten erlaubt. Innensenator Andreas Geisel von der SPD hatte ein konsequentes und schnelles Vorgehen der Polizei gegen nicht genehmigte Demonstrationen angekündigt. Der Infektionsschutz müsse durchgesetzt werden. Die Teilnahme an nicht genehmigten Demonstrationen sei derzeit eine Straftat. Linke und linksradikale Gruppen hatten im Vorfeld deutlich gemacht, sie wollten mit spontanen Protesten an verschiedenen Orten die Polizei in Atem halten.

+++ 21:45 Sachsen erlaubt größere Versammlungen +++
Sachsen lockert das Versammlungsverbot weiter. Ab kommenden Montag sind wieder Demonstrationen mit bis zu 50 Teilnehmern möglich, beschloss das Landeskabinett. "Zwar unterliegen Versammlungen zum Schutz vor der Verbreitung des Virus grundsätzlich weiter Einschränkungen", sagte Justiz- und Demokratieministerin Katja Meier von den Grünen. Sie erinnerte jedoch daran, dass Versammlungsfreiheit als elementarer Wesenskern der Demokratie gerade in Krisenzeiten besonders wichtig sei. Versammlungen in Sachsen waren in den vergangenen Wochen aus Gründen des Infektionsschutzes stark eingeschränkt. Nur per Ausnahmegenehmigung waren sie mit einer Zahl von bis zu 15 Teilnehmern erlaubt.

+++ 21:19 Frankreich meldet deutlich weniger Covid-19-Tote +++
In Frankreich hat sich der Anstieg der Todesfälle durch das neuartige Coronavirus deutlich verlangsamt: 289 Menschen starben innerhalb der vergangenen 24 Stunden an der vom Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Am Mittwoch hatten Krankenhäuser und Altenheime noch 427 neue Todesfälle gemeldet. Insgesamt starben in dem Land 24.376 Menschen. Hoffnung gibt auch die weiter sinkende Zahl der Patienten auf Intensivstationen. Dort wurden noch gut 4000 Menschen behandelt, 188 weniger als einen Tag zuvor; auf dem Höhepunkt der Pandemie am 9. April waren es fast 7200 gewesen.

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+++ 21:01 Thüringen lässt Beschränkung für Geschäfte fallen +++
In Thüringen sollen Geschäfte ab Montag wieder ohne eine Beschränkung der Verkaufsfläche öffnen können. Darauf hat sich das Landeskabinett nach einer Telefonschalte der Länderchefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel verständigt. Bisher mussten Geschäfte ihre Verkaufsfläche auf 800 Quadratmeter begrenzen. Auch Mecklenburg-Vorpommern hebt die Flächenbeschränkung für Warenhäuser, Technikmärkte und andere große Geschäfte in der Corona-Krise auf, wie Ministerpräsidentin Manuela Schwesig mitteilte. Hier sollen Geschäfte schon ab Samstag wieder ihre gesamte Verkaufsfläche unter Einhaltung der entsprechenden Abstands- und Hygieneregeln für die Kunden nutzen können.

+++ 20:54 Spanier dürfen wieder spazieren gehen - nach sieben Wochen +++
Ab diesem Wochenende dürfen die Bürger in Spanien erstmals nach sieben Wochen wieder im Freien spazieren gehen oder Sport treiben. Zur Ausübung dieser Aktivitäten werde es Zeitfenster und örtliche Beschränkungen geben, erklärte Gesundheitsminister Salvador Illa. Man werde dafür zwischen 6 und 10 sowie zwischen 20 und 23 Uhr aus dem Haus gehen und sich bei Spaziergängen nur bis zu einem Kilometer vom Wohnsitz entfernen dürfen. Beim Sport darf man die Wohngemeinde nicht verlassen. Nach den vom Minister bekanntgegebenen Regeln wird man Sport nur unbegleitet treiben dürfen. Spazieren gehen darf man zwar auch zu zweit, aber nur mit einem Mitbewohner. Diese erste Lockerung der strengen Ausgangssperre für die Erwachsenen ist Teil des Vier-Phasen-Plans der Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez, mit dem man bis Ende Juni eine "neue Normalität" erreichen möchte.

+++ 20:38 New York: U-Bahn wird alle 24 Stunden desinfiziert +++
Die New Yorker U-Bahn muss nun jede Nacht eine Putz-Pause einlegen. Das U-Bahn-System der Millionenmetropole, das normalerweise als eines der wenigen in der Welt rund um die Uhr läuft, werde ab kommendem Mittwoch jede Nacht zwischen 1 und 5 Uhr eine Pause einlegen, damit die Züge desinfiziert werden können, teilte Gouverneur Andrew Cuomo mit. Lokalmedien zufolge hat es eine solche Maßnahme seit der Gründung der New Yorker Verkehrsbetriebsbehörde MTA vor rund 50 Jahren noch nie gegeben. Für alle Menschen in systemrelevanten Berufen, die in dieser Zeit zur Arbeit fahren müssen, sollen Alternativen bereitgestellt werden. Zuvor hatte sich Cuomo immer wieder über den Zustand der U-Bahn-Wagen, die in der Krise zunehmend von Obdachlosen als Unterschlupf genutzt werden, beschwert.

+++ 20:19 Deutschland: Zahl der akut Infizierten sinkt auf unter 35.000 +++
In Deutschland steigt die Zahl der Neuinfektionen ähnlich stark wie am Vortag - 1455 Fälle kamen hinzu. Nach Berechnungen von ntv.de basierend auf den Angaben der Bundesländer und des Robert-Koch-Instituts (RKI) sind derzeit 34.593 Menschen akut mit dem Coronavirus infiziert. Das sind 2.214 weniger als am Tag zuvor. Die Zahl der Toten steigt um 145 auf 6401. Als genesen gelten momentan 119.487 Menschen in Deutschland.

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+++ 19:56 Jogger müssen in Frankreich zehn Meter Abstand halten +++
Mindestens zehn Meter Abstand sollen Jogger und Radfahrer in Frankreich künftig zu anderen Menschen halten. Die neue Regel tritt mit Lockerung der Ausgangssperre am 11. Mai in Kraft, wie das Sportministerium mitteilte. Damit soll das Risiko einer Corona-Ansteckung gemindert werden. Die Sportministerin und frühere Schwimmweltmeisterin Roxana Maracineanu betonte, auch beim Tennis, Yoga oder bei Fitness-Übungen im Freien müsse ab dem 11. Mai "ein ausreichender körperlicher Abstand" gewährleistet sein. Teamsportarten wie Fußball oder Basketball sind zunächst nicht möglich.

+++ 19:42 Trump kündigt Großprojekt für Impfstoff-Suche an +++
US-Präsident Donald Trump kündigt ein Großprojekt zur schnellen Entwicklung eines Impfstoffes an. Der landläufig als "Operation Warp Speed" bekannte Vorstoß soll Chefsache werden. "Was immer menschenmöglich ist, wir werden es haben", sagt Trump. Insider sprachen von einer Zusammenarbeit zwischen Pharmafirmen, Regierungsbehörden und dem US-Militär, um bis Ende 2020 Millionen von Impfdosen zur Verfügung zu stellen. Experten gehen zurzeit davon aus, dass klinische Studien zur Gewährleistung der Sicherheit und Wirksamkeit eines Impfstoffs mindestens zwölf bis 18 Monate in Anspruch nehmen könnten.

+++ 19:30 Briten werfen Regierung zu langes Zögern vor +++
Zwei Drittel der Briten glauben, dass die Regierung in London mit der Einführung von Kontaktbeschränkungen in dem Land zu lange gewartet hat. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Ipsos Mori hervor. Demnach glauben inzwischen 66 Prozent der Briten, dass die Regierung zu lange gezögert hat. Bei einer Erhebung vor zwei Wochen hatte der Anteil noch bei 57 Prozent gelegen. Befragt wurden zwischen dem 24. und 27. April etwa 1000 erwachsene Briten. Großbritannien ist inzwischen das Land mit den zweitmeisten Todesfällen durch das Coronavirus in Europa. Erst am Mittwoch war die Zahl dramatisch nach oben korrigiert worden, weil bislang die Sterbefälle in Pflegeheimen und Privathaushalten nicht mitgezählt worden waren. Demnach starben bisher mehr als 26.000 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19.

+++ 19:11 Hoffnung in Italien: Weniger als 2000 Neuinfektionen +++
Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen und Todesfälle in Italien fällt. Das Katastrophenschutzamt berichtet von 1872 neuen Ansteckungen nach 2086 am Vortag. Die Zahl der neuen Todesfälle betrage 285 nach zuvor 323. Insgesamt sind damit 205.463 Infektionen und 27.967 Todesfälle bekannt.

+++ 19:02 Sterbezahlen in Deutschland steigen seit Ende März +++
Seit der letzten Märzwoche sind laut Statistischem Bundesamt in Deutschland vergleichsweise viele Menschen gestorben. Seitdem lägen die Sterbezahlen "tendenziell über dem Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019", teilte das Amt mit. "Da die Grippewelle 2020 seit Mitte März als beendet gilt, ist es naheliegend, dass diese vergleichsweise hohen Werte in einem Zusammenhang mit der Corona-Pandemie stehen". Basis der jüngeren Daten in der Sonderauswertung ist eine vorläufige Auszählung von Sterbefallmeldungen der Standesämter bis zum 5. April.

+++ 18:41 Laschet rudert bei Grundschulöffnung zurück +++
NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat die Pläne des Schulministeriums relativiert, am 11. Mai die Grundschulen für alle Schüler in einem rollierenden System wieder zu eröffnen. Eine entsprechende Mail an die Schulen werde "korrigiert", sagte der CDU-Politiker. Am 6. Mai werde alles weitere mit Bund und Ländern besprochen.

+++ 18:23 Polen schafft Quarantäne für Pendler ab +++
Polen lockert die wegen der Corona-Epidemie verhängten Auflagen für Pendler an der Grenze. Ab dem 4. Mai müssten polnische Bürger, die in Deutschland, der Slowakei, Tschechien oder Litauen arbeiten oder studieren, bei einer Rückkehr nach Polen nicht mehr für 14 Tage in Quarantäne, schrieb Ministerpräsident Mateusz Morawiecki auf Facebook. Eine entsprechende Regelung habe man in Absprachen mit den Nachbarländern getroffen. Die Zunahme neuer Coronavirus-Fälle sei relativ niedrig und stabil. "Wir haben die Epidemie noch nicht besiegt, aber zunehmend unter Kontrolle. Daher können wir jetzt entschiedener handeln, damit das Wirtschaftsleben wieder Tempo aufnimmt."

+++ 18:09 US-Geheimdienste schließen Laborunfall in Wuhan nicht aus +++
Die US-Geheimdienste haben sich gegen Spekulationen gestellt, das neuartige Coronavirus könne vom Menschen geschaffen worden sein. Das Büro des geschäftsführenden US-Geheimdienstdirektors Richard Grenell erklärte, die US-Geheimdienste würden dem "wissenschaftlichen Konsens" zustimmen, "dass das Covid-19-Virus nicht menschengemacht oder genetisch verändert" sei. Zugleich schlossen die US-Geheimdienste nicht aus, dass der Ausbruch der Lungenkrankheit Covid-19 auf einen Unfall in einem Labor der chinesischen Stadt Wuhan zurückgehen könnte.

+++ 17:58 Hessen will Öffnungen schon Montag ermöglichen +++
In Hessen sollen beim Bund-Länder-Treffen vereinbarte Lockerungen möglichst schon ab Montag greifen. Er halte es für machbar, dass die Beschlüsse in den nächsten Tagen im Landesrecht umgesetzt werden, sagt Ministerpräsident Volker Bouffier. Wenn etwa Zoos bereits ein Schutzkonzept hätten, könnten diese dann schon öffnen.

+++ 17:43 Merkel mahnt: Alles gegen einen Rückfall tun +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat trotz erster Erfolge im Kampf gegen das Coronavirus die Bürger dazu aufgerufen, weiter alles gegen einen Rückfall in der Pandemie zu tun. Alle sollten diszipliniert bleiben, die Sicherheitsabstände und die Hygienevorschriften einhalten, sagte Merkel. Da es noch keinen Impfstoff und kein Medikament gegen das Virus gebe, sei weiterhin Ziel und Strategie, die Pandemie so weit einzudämmen, dass das deutsche Gesundheitssystem in der Lage bleibe, Corona-Infizierte angemessen zu behandeln, sagte die Kanzlerin. "Corona hält uns weiter in Atem", sagt Bayerns Ministerpräsident Markus Söder. Der Infektionsverlauf stimme zwar optimistisch. "Aber es bleibt die Sorge trotzdem da." Das Gesundheitsystem habe bislang diesen absoluten Stresstest gut bestanden. "Aber Achtung, der ist noch nicht vorbei."

+++ 17:34 Bundesländer sollen Konzept für Gastronomien erarbeiten +++
Bund und Länder haben die zuständigen Fachminister beauftragt, Vorschläge für Rahmenbedingungen einer schrittweisen Öffnung von Gastronomie- und Tourismusangeboten vorzubereiten. Dies soll bis zu den nächsten Beratungen am 6. Mai geschehen. Das geht aus dem Beschlusspapier von Bund und Ländern hervor. Dies gelte auch für weitere Kultureinrichtungen.

+++ 17:26 Scholz: "Schritt für Schritt zu Lockerungen" +++
Bundesfinanzminister Olaf Scholz zieht eine positive Bilanz der Bund-Länder-Videoschalte. "Das Gespräch mit den Ministerpräsidenten heute war ein guter Zwischenschritt für die Entscheidungen in der nächsten Woche", twittert der SPD-Politiker. "Jetzt ist es möglich, Schritt für Schritt zu Lockerungen zu kommen."

+++ 17:17 Merkel äußert sich zu Corona-Lockerungen +++
Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder haben sich über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie beraten. In der Pressekonferenz spricht Merkel von gewaltigen Herausforderungen. Ziel bleibe es, das Tempo der Neuinfektionen zu verlangsamen, damit das deutsche Gesundheitssystem die Corona-Fälle bewältigen könne. "Das ist uns bislang gelungen." Unter Auflagen dürften Spielplätze, Kultureinrichtungen und Gotteshäuser wieder öffnen, sagte Merkel. Zu Auslandsreisen gibt es von Bund und Ländern keine neuen Ansagen. Es stehe jetzt nicht auf der Tagesordnung, über die "europäischen Reisebewegungen" im Sommer zu sprechen, sagte Merkel.

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+++ 17:16 Bericht: Bund pumpt weitere sechs Milliarden in Krankenhäuser +++
Zur Unterstützung der Krankenhäuser in der Corona-Krise stellt der Bund einem Bericht zufolge weitere sechs Milliarden Euro zur Verfügung. Das Geld erhielten die Kliniken dafür, "dass sie seit dem 16. März 2020 planbare Aufnahmen, Operationen und Eingriffe verschoben haben, um freie Kapazitäten für die Behandlung von Covid-19-Patienten zu schaffen", heißt es laut "Handelsblatt" in einem Schreiben des Bundesfinanzministerium an den Haushaltsausschuss.

+++ 17:00 Umfrage: Die meisten Bürger wollen längeren Lockdown +++
Laut forsa-Umfrage im Auftrag von RTL/ntv befürworten die meisten Deutschen eine Verlängerung der Kontaktbeschränkungen bis zum 10. Mai. 76 Prozent halten den Plan der Bundesregierung für richtig. Vor allem jüngere und ältere Bürger stimmen der Verlängerung zu. 60 Prozent der Befragten gaben außerdem an, sich bisher an die Beschränkungen gehalten zu haben. Etwas mehr als ein Drittel (39 Prozent) der Befragten räumte ein, dass es auch schon einmal Situationen gab, in denen sie dagegen verstoßen hätten.

+++ 16:36 Erfolg vor Gericht: KaDeWe darf komplettes Kaufhaus öffnen +++
Das Hauptstadt-Kaufhaus KaDeWe darf nach einer Entscheidung des Berliner Verwaltungsgerichts wieder auf der gesamten Fläche öffnen. Das Verbot für die Öffnung größerer Verkaufsflächen gelte vorerst nicht für "ein großes Berliner Kaufhaus", teilte ein Gerichtssprecher mit. Das habe das Verwaltungsgericht in einem Eilverfahren entschieden. Das KaDeWe begrüßte die Entscheidung und kündigte an, ab kommender Woche wieder vollständig zu öffnen. Der Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof muss dagegen auch weiterhin die Verkaufsfläche seiner Warenhäuser in Nordrhein-Westfalen auf 800 Quadratmeter beschränken. Das Oberverwaltungsgericht in Münster lehnte einen Eilantrag ab. Es sei voraussichtlich nicht zu beanstanden, dass das Land durch die Beschränkung der Verkaufsfläche Kundenströme steuern und damit neue Infektionsketten reduziere wolle, befand das Gericht. In Hamburg hat das Oberverwaltungsgericht die Beschränkung der Verkaufsfläche ebenfalls bestätigt. Damit korrigierte das Gericht eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts.

+++ 16:10 NRW ordert alle Grundschüler zurück in die Klassen +++
Nordrhein-Westfalen macht bei der Öffnung der Schulen in der Corona-Krise einen weitgehenden Schritt: Alle Grundschüler in dem Bundesland sollen ab dem 11. Mai wieder tageweise in die Schule gehen. Das kündigte das Landesschulministerium in einer Mail an die Schulen an.

+++ 16:03 Wochenlang ausgebucht: Friseure erleben riesige Nachfrage +++
Die Friseure in Deutschland haben ab der Öffnung der Salons am Montag alle Hände voll zu tun: "Wir verzeichnen eine große, eine überwältigende Nachfrage nach Friseurdienstleistungen", sagte Jörg Müller, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Friseurhandwerks. Einige Salons seien nach Aufhebung der coronabedingten Schließungen für drei Wochen ausgebucht. Allerdings werde die hohe Nachfrage ab der kommenden Woche die Umsatzeinbußen im Gesamtjahr nicht mehr ausgleichen können. "Sie können nicht doppelt so viele Haare schneiden oder färben", sagte Müller. Seit der bundesweiten Schließung der Friseure am 23. März habe die Branche deutschlandweit Umsatzverluste in Höhe von fast einer halben Milliarde Euro verbucht. Zudem sei nahezu jeder Betrieb von Kurzarbeit betroffen.

+++ 15:47 Schuljahr wegen Krise länger als zwölf Monate? +++
Die Bundesdirektorenkonferenz der Gymnasien (BDK) regt wegen der Corona-Krise an, über eine Verlängerung des Schuljahrs oder gar der Schulzeit nachzudenken. "Wäre es z. B. denkbar, dass die Schuljahre für einen Übergangszeitraum auch einmal länger dauern als bislang zwölf Monate?", fragte der Konferenzvorsitzende Dieter Brückner in einer Erklärung. "Was Kinder und Jugendliche durch die lange Dauer der Schulschließungen versäumen, lässt sich nicht so nebenbei nachholen", erklärte er. "Außergewöhnliche Situationen erfordern außergewöhnlich Lösungen." Die BDK kritisierte das Vorgehen der Kultusministerkonferenz (KMK) in der Krise scharf. Brückner bezeichnete die Aussagen der KMK als "Plattitüden". Mit ihrem Beschluss, bis zu den Sommerferien Ende Juni Schülern aller Jahrgänge in irgendeiner Form wieder den Schulbesuch zu ermöglichen, stochere die KMK im Nebel, hieß es weiter.

+++ 15:20 Erkenntnis zu Fallzahlen: Forscher finden Corona im Abwasser +++
Forschern in der Schweiz ist es gelungen, das Coronavirus bereits in geringen Konzentrationen im Abwasser nachzuweisen. Jetzt arbeite ein Team der Eidgenössischen Technischen Hochschule an einem System, das einen möglichen Wiederanstieg der Fallzahlen früher anzeigen könne als klinische Tests bei infizierten Menschen. "Das Abwasser lügt nicht und spiegelt innerhalb weniger Stunden, was die Bevölkerung ausscheidet", erklärt Experte Christoph Ort.

+++ 15:07 Aus Solidarität: Lufthansa-Piloten verzichten auf Gehalt +++
Die Piloten der Lufthansa bieten ihrem Arbeitgeber einen kräftigen Gehaltsverzicht als Beitrag zur Sanierung des hart von der Coronavirus-Krise betroffenen Unternehmens an. Bis Mitte 2022 seien die Piloten zu Einbußen um bis zu 45 Prozent ihres Gehalts bereit, erklärte ihr Verband Vereinigung Cockpit (VC). Auch das Kurzarbeitergeld könne zusätzlich abgesenkt werden. Die Zugeständnisse würden die Lufthansa um insgesamt gut 350 Millionen Euro entlasten. Der Konzernvorstand müsse im Gegenzug alles tun, um die Krise gemeinsam mit den Beschäftigten zu überwinden. Das Personal im oberen Vergütungsbereich wolle damit seine besondere Verantwortung übernehmen, "auch wenn dies schmerzhafte Einschnitte bedeutet", erklärte VC-Chef Markus Wahl. "Wichtig ist, dass die Arbeitsplätze erhalten bleiben und ein Kündigungsschutz vereinbart wird."

+++ 14:41 Bund gibt Intensivbetten wieder für alle Patienten frei +++
Bund und Länder wollen einen Teil der Intensivbetten in Krankenhäusern wieder für andere Patienten als Corona-Infizierte nutzen. Das geht aus der Beschlussvorlage für die Schalte von Kanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten hervor. Die Entwicklung der Infektionszahlen und die genaue Übersicht über die verfügbaren Krankenhausbetten lasse es zu, dass man einen Teil der Betten auch wieder für andere planbare Operationen zur Verfügung stelle. "Dies ist auch deswegen geboten, weil sich eine dauerhafte, ausschließliche Priorisierung nur einer bestimmten Patientengruppe unter Ausschluss anderer Gruppen von Erkrankten nicht rechtfertigen lässt", heißt es nach Reuters-Informationen in dem Papier.

+++ 14:33 Corona-Krise treibt 30 Millionen US-Bürger in die Arbeitslosigkeit +++
In den USA haben wegen der Coronavirus-Krise inzwischen mehr als 30 Millionen Menschen ihren Job verloren. Allein in der vergangenen Woche meldeten sich 3,84 Millionen Menschen neu arbeitslos, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Die Pandemie hat in den USA zu einer verheerenden Wirtschaftskrise geführt.

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+++ 14:19 WHO zerschlägt Hoffnung auf schnell verfügbaren Impfstoff +++
Ein effektiver Impfstoff gegen das Coronavirus liegt nach Ansicht des Europa-Büros der Weltgesundheitsorganisation (WHO) noch in weiter Ferne. "Impfstoffe, die sich bereits in Versuchen befinden, mögen diejenigen sein, die die meiste Aufmerksamkeit erhalten und den größten Optimismus erzeugen", sagte WHO-Impfexperte Adam Finn bei der wöchentlichen Online-Pressekonferenz des Regionalbüros. Diese könnten sich aber im Laufe des Prozesses als unsicher oder ineffektiv erweisen. Zudem könne sich herausstellen, dass sie nicht diejenigen seien, die sich am einfachsten und in ausreichendem Maß herstellen und international verteilen lassen. Wie bei einem Pferderennen sei das Pferd mit dem besten Start nicht zwingend das Pferd, das das Rennen auch beenden könne, sagte Finn. "Und hier sind wir nicht so sehr am Gewinner interessiert als daran, wie viele Pferde wir bis zur Ziellinie bringen können."

+++ 13:54 Berliner Notfall-Klinik nach vier Wochen fertiggestellt +++
In Berlin ist in vier Wochen Bauzeit ein provisorisches Corona-Notfall-Krankenhaus fertig eingerichtet worden - auf dem Messegelände. Das teilte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci im Abgeordnetenhaus mit. Das Krankenhaus soll zunächst Platz für 500 Betten bieten, 100 davon mit Beatmungsgeräten. Bei Bedarf kann die Kapazität auf bis zu 1000 Betten aufgestockt werden. Gedacht ist der zusätzliche Standort laut Kalayci als Reservekrankenhaus, wenn andere Kliniken keine Patienten mehr aufnehmen können. In Berlin wurden bis Mittwochabend 5821 Corona-Fälle registriert. Laut Gesundheitssenatsverwaltung liegen 604 Patienten in Krankenhäusern, 157 werden intensivmedizinisch behandelt. In den Berliner Krankenhäusern sind aktuell 31 Prozent der Intensivbetten frei.

+++ 13:49 Alle Geschäfte in Rheinland-Pfalz dürfen ab 3. Mai wieder öffnen +++
In Rheinland-Pfalz dürfen alle Geschäfte ab dem 3. Mai wieder öffnen. Die Regel gelte unabhängig von Größe oder Sortiment, kündigte Ministerpräsidentin Malu Dreyer in einer Regierungserklärung an. "Geschäfte des Einzelhandels werden unabhängig vom Sortiment und der Verkaufsfläche unter Einhaltung von Auflagen und einer strengen Kundenbegrenzung öffnen können", sagte Dreyer laut Redetext. Nähere Details zu den Auflagen blieben zunächst unklar.

+++ 13:37 Bund hält an Verbot von Großveranstaltungen fest +++
Der Bund will wegen der Corona-Pandemie an dem bereits beschlossenen Verbot von Großveranstaltungen wie Volksfeste, größere Sportveranstaltungen mit Zuschauern, Konzerte sowie Straßen-, Wein- und Schützenfeste grundsätzlich festhalten. Wegen der Unsicherheiten beim Infektionsgeschehen sei davon auszugehen, dass dies auch mindestens bis zum 31. August so bleiben werde, heißt es in der der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegenden Beschlussvorlage des Bundes. Wann und unter welchen Bedingungen kleinere öffentliche und private Feiern oder Veranstaltungen wieder stattfinden könnten, sei wegen der besonders hohen Infektionsgefahr noch nicht abzusehen.

+++ 13:21 Auch Gottesdienste sollen wieder zugelassen werden +++
Der Bund will wegen der Corona-Krise verbotene Gottesdienste und Gebetsversammlungen wieder zulassen. Dies gelte unter der Voraussetzung, dass den besonderen Anforderungen des Infektionsschutzes Rechnung getragen werde, heißt es in der der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegenden Beschlussvorlage des Bundes für die Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel mit den Regierungschefs der Länder.

+++ 13:10 Museen, Ausstellungen, Zoos und Gedenkstätten sollen wieder öffnen +++
Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten, Zoos und botanische Gärten können nach Ansicht des Bundes unter Auflagen wieder öffnen. Voraussetzung sei besonders bei kleinen und historischen Gebäuden, dass die Auflagen zur Hygiene sowie die Einhaltung des nötigen Abstands räumlich und personell umgesetzt werden könnten, heißt es in der Beschlussvorlage des Bundes für die Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel mit den Regierungschefs der Länder, die der dpa vorliegt. Dazu soll kurzfristig ein Förderprogramm in Höhe von zunächst 10 Millionen Euro für coronabedingte Umbaumaßnahmen aufgelegt werden.

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+++ 13:00 Konzept für Schulen, Kitas und Sport soll am 6. Mai stehen +++
Der Bund will bis zum 6. Mai ein Konzept zur weiteren schrittweisen Öffnung von Schulen, Kindertagesstätten und zur Wiederaufnahme des Sportbetriebs erarbeiten lassen. Kanzleramtschef Helge Braun soll mit den Chefs der Staatskanzleien der Länder auf der Grundlage der Empfehlungen der jeweiligen Ministerkonferenzen Vorschläge machen, heißt es in der der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegenden Beschlussvorlage des Bundes. Über die Themen soll laut Kanzleramtschef Helge Braun in der Konferenz mit Kanzlerin Merkel und den Länderchefs zwar gesprochen werden, eine Entscheidung soll dann erst kommende Woche fallen. Braun hoffe, dass bis zu den Sommerferien die Kindergärten noch einmal geöffnet werden können. Die Notbetreuung sei bereits deutlich erweitert worden. "Ich hoffe schon, dass wir auch alle anderen Kinder vor den Sommerferien auch noch mal in den Kindergarten schicken können." Letztlich hänge das aber von der Entwicklung der Infektionszahlen ab, sagte der CDU-Politiker.

+++ 12:51 Karliczek: "Ausnahmesituation weit bis ins nächste Schuljahr" +++
Bildungsministerin Anja Karliczek rechnet für lange Zeit nicht mit einer Rückkehr zum gewohnten Schulbetrieb. "Die Ausnahmesituation wird bis weit in das nächste Schuljahr andauern", sagte die CDU-Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Erst wenn große Bevölkerungsgruppen geimpft sind, werden wir zum gewohnten Unterricht zurückkehren." So lange werde es eine Mischform von Präsenzunterricht und digitalem Unterricht geben, sagte Karliczek. In der Schule seien strenge Hygiene- und Abstandsregeln zu befolgen. Um versäumten Stoff nachzuholen, seien "Sommercamps in den Ferien" auf freiwilliger Basis denkbar, schlug Karliczek vor. "Vielleicht ließe sich auch durch engagierte Bürgerinnen und Bürger eine begleitende Unterstützung außerhalb des regulären Unterrichts organisieren - zum Beispiel auch an Samstagen am Vormittag, wenn es keinen regulären Unterricht gibt."

+++ 12:27 Studie: Kinder wohl genauso ansteckend wie Erwachsene +++
Kinder sind einer Analyse in Deutschland zufolge in der gegenwärtigen Coronavirus-Pandemie vermutlich genauso ansteckend wie Erwachsene. Die Zahl der Viren, die sich in den Atemwegen nachweisen lässt, unterscheide sich bei verschiedenen Altersgruppen nicht, berichten Forscher um den Virologen Christian Drosten von der Berliner Charité in einer vorab veröffentlichten und noch nicht von unabhängigen Experten geprüften Studie. Die Forscher warnen aufgrund ihrer Ergebnisse vor einer uneingeschränkten Öffnung von Schulen und Kindergärten in Deutschland. Die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie zeigten in vielen Ländern Wirkung, schreiben die Forscher.

+++ 12:14 Lindner: Zeit für anderes Krisenmanagement +++
FDP-Chef Christian Lindner hat dazu aufgefordert, dass es angesichts der Zahlen an der Zeit sei, ein anderes Krisenmanagement an den Tag zu legen. "Wir brauchen intelligentere Wege des Gesundheitsschutzes ", sagte Lindner bei ntv. Die Bundesliga könne dabei mit ihrem erarbeiteten Sicherheitskonzept als Prototyp herhalten, sagte er. Ähnliche Konzepte könnten auch Anwendung in der Gastronomie finden. Gesundheitsschutz und Freiheit im Alltag seien mittlerweile wieder miteinander vereinbar, so der FDP-Politiker.

+++ 11:51 Australien lockert weitere Corona-Verbote +++
Angesichts sinkender Infektionszahlen lockern in Australien mehrere Bundesstaaten zunehmend die wegen der Corona-Pandemie verhängten Beschränkungen. Der bevölkerungsreichste Bundesstaat New South Wales, dessen Hauptstadt Sydney ist, will von diesem Freitag an Besuche von maximal zwei Erwachsenen mit zwei Kindern bei anderen erlauben. Der beliebte Bondi Beach war bereits am Dienstag stundenweise zum Schwimmen und Surfen geöffnet worden. In Queensland (Hauptstadt Brisbane) sind von Freitag an Picknicks sowie Ausflugsfahrten bis zu 50 Kilometer von zu Hause möglich, wie die Behörden mitteilten. Außerdem wurden Nationalparks, Strände und Geschäftszentren geöffnet. In Westaustralien (Hauptstadt Perth) sind bereits seit Montag Ansammlungen von bis zu zehn Menschen erlaubt. Über Nacht zählte Australien den Behörden zufolge lediglich zehn neue Corona-Infektionen.

+++ 11:31 Zahl der Corona-Toten in Russland steigt auf mehr als 1000 +++
In Russland ist die Zahl der Todesopfer durch das Coronavirus auf mehr als 1000 gestiegen, die Zahl der offiziell diagnostizierten Infektionen liegt bei mehr als 100.000. Bis Donnerstag wurden nach Behördenangaben 1073 Todesfälle durch das Virus und 106.498 Infektionen registriert. Am schwersten betroffen sind Moskau und Umgebung sowie St. Petersburg. Aber auch in den Regionen, wo die Gesundheitsversorgung deutlich schlechter ist, breitet sich das Virus weiter aus. Russland hatte wegen des Coronavirus im Februar seine Landgrenzen zu China geschlossen und danach wochenlang nur sehr niedrige Infektionszahlen gemeldet, während die Zahlen in Westeuropa rasant stiegen. Seit Mitte März steigen die Zahlen aber auch in Russland unaufhörlich an.

+++ 11:10 Japan stellt ungehorsame Spielhallen-Besitzer an den Pranger +++
Im Kampf gegen die Corona-Pandemie greifen japanische Behörden zu ungewöhnlichen Maßnahmen: Einzelne Präfekturen gaben die Namen von Spielhallen bekannt, die einer Aufforderung zur Schließung nicht nachgekommen waren. Einige Betreiber hätten anschließend angekündigt, ihre Betriebe doch schließen zu wollen. Die auch für ihre grelle Beleuchtung und laute Hintergrundmusik bekannten Pachinko-Hallen sind in der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt extrem populär. Metallkugeln werden in der Hoffnung in Automaten geschüttet, dass sie ein Trefferloch finden. Es gibt Sachpreise, die dank rechtlicher Schlupflöcher in Bares getauscht werden können. Dies wird offiziell nicht als Glücksspiel geführt. Japan zählt inzwischen mehr als 13.800 Infektionsfälle und 389 Tote.

+++ 10:45 RKI: "Virus wird noch Monate in unserem Land sein" +++
"Wir sind noch am Anfang des Marathons" sagte Lothar Wieler, Leiter des RKI, angesprochen auf seinen Vergleich zur Pandemiebekämpfung. "Das Virus wird noch monatelang in unserem Land sein", so Wieler. Das werde sich erst ändern, wenn es einen Impfstoff oder bessere Medikamente gebe. "Der Optimismus ist schon groß, dass es einen Impfstoff geben wird", sagte Wieler. Ein Szenario der Herdenimmunität schloss er allerdings aus: "Das würde beinhalten, dass viele Menschen sterben."

+++ 10:26 RKI rät zu Vorsorge-Untersuchungen und Impfungen +++
RKI-Präsident Lothar Wieler hat dazu aufgerufen, trotz der Pandemie auch weiterhin Vorsorge-Untersuchungen und Impfungen wahrzunehmen. Dies gelte vor allem auch für die U-Untersuchungen bei Kindern und Säuglingen. Auch sollten die erforderlichen Impfungen gemacht werden. Der Körper könne sich damit auseinandersetzen, wenn man sich nach einer Impfung mit dem Coronavirus infiziere, sagte Wieler.

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+++ 09:44 Studenten sollen Notkredite bekommen +++
Bundesbildungsministerin Anja Karliczek will Studenten mit Notkrediten durch die Corona-Krise helfen. Das kündigte die Ministerin in Berlin an. Ab dem 8. Mai können Studentinnen und Studenten bei der staatlichen Förderbank KfW ein zunächst zinsloses Darlehen von bis zu 650 Euro im Monat beantragen. Sowohl laufende KfW-Studienkredite als auch neue Anträge sollen für inländische Studierende bis Ende März kommenden Jahres zinslos bleiben. Ausländische Studentinnen und Studenten können den Kredit ab Juli erhalten. Der Antrag soll unbürokratisch über ein Online-Formular möglich sein, wie das Ministerium verspricht. Wie bei KfW-Studienkrediten üblich, muss man erst nach einer Karenzphase von 18 bis 23 Monaten mit der Rückzahlung beginnen.

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+++ 09:30 Los Angeles bietet als erste Metropole Gratis-Tests für alle Bürger an +++
"Los Angeles wird die erste große Stadt in Amerika sein, die allen Einwohnern mit oder ohne Symptome umfassende Tests anbietet", sagte Eric Garcetti, Bürgermeister von Los Angeles. Die Stadt habe die Kapazitäten, also sollte nicht damit gewartet werden. Die Tests sind seit Mittwochabend (Ortszeit) verfügbar und es gebe keine zahlenmäßige Begrenzung, sagte Garcetti. Diejenigen, die an Durchfahrtsprüfstellen getestet werden, können in der Regel innerhalb von 24 bis 48 Stunden Ergebnisse erzielen. Die 34 Stationen in der Stadt und im Landkreis Los Angeles haben eine Kapazität von 18.000 Testpersonen pro Tag. An diesen Teststandorten wurden bereits mehr als 140.000 Personen getestet.

+++ 09:10 Söder warnt vor übereilten Lockerungen +++
Vor den neuen Bund-Länder-Beratungen über die Corona-Krise hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder vor übereilten Lockerungen der Abwehrmaßnahmen gewarnt. Solange es keinen Impfstoff gebe, drohe ansonsten "eine zweite Welle, ein Rückfall", sagte Söder im Bayerischen Rundfunk. "Wir haben einige Länder gesehen, die haben sehr schnell gelockert und mussten dann das Gegenteil tun." Als ein Beispiel nannte er Singapur. Söder zeigte Verständnis, wenn andere Bundesländer nun schneller vorangehen wollen, kündigte aber an, er selber werde zurückhaltend bleiben.

+++ 08:45 Kanzleramt: Kontaktbeschränkungen werden bis 10. Mai verlängert +++
Die in der Corona-Krise bis zum 3. Mai geltenden Kontaktbeschränkungen sollen nach den Worten von Kanzleramtschef Helge Braun "sicherlich" erst einmal bis 10. Mai verlängert werden. Das kündigte der CDU-Politiker bei ntv an. Die größere Diskussion über weitere Öffnungsschritte werde bei der nächsten Beratung am 6. Mai erfolgen. Bis zum 10. Mai solle das "wesentliche Paket" erst einmal verlängert werden, sagte Braun. Bis zum 3. Mai sind nach dem Beschluss von Bund und Ländern Mitte April Gastronomiebetriebe und viele andere Einrichtungen geschlossen, dies belastet die Branche massiv. Bei der Gastronomie ausgenommen ist nur die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause.

+++ 08:28 New Yorker Polizei entdeckt Dutzende Leichen in Umzugslastern +++
Die Polizei in New York hat Dutzende Leichen in ungekühlten Umzugslastwagen vor einem Bestattungsunternehmen in Brooklyn gefunden. Die bis zu 60 Leichen wurden entdeckt, nachdem Nachbarn den üblen Geruch auf dem Grundstück gemeldet hatten. Die Leichen seien in dem Lastwagen übereinander gestapelt worden. Eine aus dem Inneren austretende Flüssigkeit habe den schrecklichen Geruch verursacht. Bezirksrat Eric Adams sagte der "New York Post", es müsse mehr Personal für Bestattungen geben, um die steigenden Todesfälle aufgrund des Coronavirus zu bewältigen. Die Behandlung der Toten sei "inakzeptabel", betonte Adams. Der Bundesstaat New York ist besonders stark von der Pandemie betroffen. Dort sind bereits über 23.000 Menschen an den Folgen des Coronavirus gestorben.

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+++ 07:54 Frankreichs Wirtschaft bricht in Rekordtempo ein +++
Die französische Wirtschaft ist im ersten Quartal wegen der Corona-Pandemie so stark eingebrochen wie noch nie seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte von Januar bis März um 5,8 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistikamt in einer ersten Schätzung mitteilte. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich ein Minus von 3,5 Prozent erwartet. Das bisher schlechteste Quartalsergebnis gab es im Frühjahr 1968, als Studentenunruhen und Generalstreiks das Land lahmlegten. Damals schrumpfte die Wirtschaft um 5,3 Prozent. Im abgelaufenen Quartal sanken die Konsumausgaben in Frankreich um 6,1 Prozent, während die Unternehmen 11,4 Prozent weniger investierten. Der Internationale Währungsfonds geht davon aus, dass die nach Deutschland zweitgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone in diesem Jahr um 7,2 Prozent einbrechen wird.

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+++ 07:42 Kalifornien will alle Strände schließen +++
Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom will Medienberichten zufolge die Schließung aller Strände seines Bundesstaates anordnen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. US-Medien berufen sich auf eine Mitteilung Newsoms an den kalifornischen Polizeichef. Möglicherweise könnten demnach auch einige Parks geschlossen werden. Newsom hatte zu Wochenbeginn die Bevölkerung kritisiert, sich den landesweiten Ausgangsbeschränkungen widersetzt zu haben. Am Wochenende waren Tausende Menschen an die Strände geströmt.

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Der Strand von Newport in Kalifornien am vergangenen Samstag.

(Foto: imago images/ZUMA Press)

+++ 07:23 China wehrt sich gegen internationale Untersuchung +++
Der chinesische Vizeaußenminister Le Yucheng spricht sich gegen jegliche internationale Untersuchung der Coronavirus-Pandemie, die von einer Schuld Chinas ausgehe, aus. Unter Berufung auf ein Interview, das Le dem Sender NBC gab, erklärt das Außenministerium auf seiner Website, die Regierung in Peking lehne eine "politisierte" internationale Untersuchung zur Stigmatisierung Chinas "vehement" ab.

+++ 06:52 Virologe Kekulé: Impfstoff könnte noch Jahre dauern +++
Für die Rückkehr zur Normalität wäre ein Impfstoff gegen das Coronavirus der entscheidende Schritt. Bis dieser für die breite Masse zur Verfügung steht, könnte es noch dauern. "Einen Impfstoff gibt es frühestens in einem Jahr. Es kann aber auch zwei Jahre dauern, bis ein rettendes Immunserum in ganz Deutschland verfügbar ist", sagte der Virologe Alexander Kekulé in der ARD. "Ich glaube, wir würden uns etwas vormachen, wenn wir glaubten, dass wir verhindern können, dass es Tote gibt, und einfach auf den Impfstoff warten." Auf der Strecke bis dahin gäbe es so viele Kollateraleffekte, weil zum Beispiel die medizinische Versorgung nicht funktionieren würde.

+++ 06:21 CDU und FDP fordern WHO-Untersuchung in China +++
In der Debatte um den Ursprung der Coronavirus-Epidemie in China und Spekulationen über einen möglichen Laborunfall in der Millionenstadt Wuhan mehren sich auch in Deutschland die Rufe nach einer internationalen Untersuchung vor Ort. "Ziel muss nicht nur eine transparente Aufklärung der Ursachen sein, sondern auch die Entwicklung und Durchsetzung von internationalen Hygienestandards, gerade auch für Tiermärkte", sagt der CDU-Außenpolitikexperte Jürgen Hardt der Zeitung "Augsburger Allgemeinen". Angesichts der Tragweite der Pandemie trage jeder Staat dafür Verantwortung, transparent mit Ursachen und Maßnahmen umzugehen, damit ein vergleichbarer Vorgang für die Zukunft verhindert werden könne. "Eine unabhängige und transparente internationale Untersuchung unter Leitung der WHO könnte einen wichtigen Beitrag leisten, diese muss China auch im eigenen Interesse zulassen", betonte Hardt. "Allerdings sollte diese so schnell wie möglich stattfinden können, damit nötige Beweise noch vorliegen". Auch der FDP-Außenpolitikexperte Alexander Graf Lambsdorff sprach sich für eine Aufklärung aus: "China hat ein Interesse daran, diese Gerüchte zu widerlegen, und die beste Weise dazu ist, eine unabhängige internationale Untersuchung über die Herkunft des Virus zuzulassen", sagte der FDP-Politiker der Zeitung. "Wenn China nichts zu verbergen hat, spricht auch aus Pekings Sicht nichts dagegen." Da die Weltgesundheitsorganisation WHO aber in der Pandemie aktuell extrem gefordert sei, könne dies auch zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen.  

+++ 05:42 Karliczek: Noch lange Corona-Beschränkungen an Schulen +++
Bundesbildungsministerin Anja Karliczek rechnet für den Schulbetrieb mit Beschränkungen bis in das nächste Schuljahr hinein. "Die Ausnahmesituation wird bis weit in das nächste Schuljahr andauern", sagt die CDU-Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Erst wenn große Bevölkerungsgruppen geimpft sind, werden wir zum gewohnten Unterricht zurückkehren", betont die Ministerin. So lange werde es eine Mischform von Präsenzunterricht und digitalem Unterricht geben.

+++ 05:27 DIW-Chef unterstützt Staatshilfen für Autoindustrie +++
Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, plädiert für Staatshilfen für die Automobilindustrie im Rahmen eines allgemeinen Konjunkturprogramms. "Die Automobilbranche ist für die deutsche Wirtschaft enorm wichtig, auch daher benötigt sie, wie andere auch, staatliche Unterstützung, um durch diese Krise kommen zu können", sagt Fratzscher der "Rheinischen Post". "Ein kluges Konjunkturprogramm sollte auch der Automobilbranche helfen, jedoch nicht durch Unterstützung alter Technologien und auf Kosten des Klimaschutzes", so Fratzscher. "Der Staat sollte die Unterstützung der Automobilbranche an eine schnellere Transformation hin zu Nachhaltigkeit und Elektromobilität koppeln."

+++ 05:18 Maradona bittet "Hand Gottes" um Ende der Pandemie +++
Die argentinische Fußball-Legende Diego Maradona bittet unter Anknüpfung an ihren berühmtesten Ausspruch darum, dass die "Hand Gottes" die Coronavirus-Pandemie beenden möge. Er bitte diese "Hand" darum, die Pandemie zu beenden, damit die Menschen "gesund und glücklich" zum normalen Leben zurückkehren könnten, sagt der 59-Jährige der Zeitung "Clarín".

Maradona hatte 1986 im WM-Viertelfinalspiel zwischen Argentinien und England den Ball mit der Faust ins Tor befördert, dennoch wurde der Treffer vom Schiedsrichter als gültig bewertet. Argentinien gewann mit 2:1. Zu dem Tor befragt, sagte Maradona damals, es sei "die Hand Gottes" gewesen.

+++ 05:07 Giffey kritisiert Bundesliga-Pläne +++
Bundesfamilienministerin Franziska Giffey fordert, die Belange von Kindern in der Corona-Krise stärker zu berücksichtigen. "Wir können nicht in einem Atemzug den Kindern die Schaukel verwehren und gleichzeitig darüber nachdenken, wie wir schnellstmöglich wieder Bundesliga-Spiele stattfinden lassen", sagt die SPD-Politikerin der "Süddeutschen Zeitung". Wenn die Bundesliga bevorzugt werde, dann sage dies etwas aus "über die Prioritätensetzung in einer Gesellschaft", kritisiert sie. Die Diskussionen über Lockerungen der Corona-Restriktionen drehten sich um Dinge, die Erwachsenen wichtig seien wie Baumärkte, Friseure und Geschäfte. "Wir müssen auch mehr darüber reden, was den Kindern gut tut in einer Gesellschaft", so Giffey.

+++ 04:55 Chinas Fabriktätigkeit wächst +++
Die Fabriktätigkeit in China nimmt im April den zweiten Monat in Folge zu. Mehr Unternehmen konnten ihre Arbeit nach den durch das Coronavirus ausgelösten Stilllegungen wieder aufnehmen, aber ein sich verschärfender Einbruch bei den Exportaufträgen deutete auf einen langen Weg zur Erholung der Wirtschaft hin. Chinas offizieller Einkaufsmanagerindex (PMI) verringert sich nach Angaben des chinesischen Statistikbüros im April auf 50,8 von 52 im März. Er bleibt damit über der neutralen 50-Punkte-Marke, die Wachstum und Kontraktion voneinander trennt.

+++ 04:37 Industrie fordert Planungssicherheit +++
Industriepräsident Dieter Kempf fordert Bund und Länder auf, Planungssicherheit beim Wiederhochfahren der Wirtschaft in der Corona-Krise zu schaffen. Er betont außerdem die Eigenverantwortung der Unternehmen bei der Umsetzung gesundheitlicher Vorkehrungen und Einschränkungen im Produktionsablauf. Dafür seien umfassende Sicherheitskonzepte erarbeitet worden, sagt Kempf der Deutschen Presse-Agentur. "Außer eines verlässlichen Planungsrahmens durch die Politik ist keine weitere staatliche Koordinierung erforderlich."

+++ 04:04 Gewerkschaft fordert mehr Unterstützung für Hotel- und Gastrogewerbe +++
Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) fordert eine verstärkte staatliche Unterstützung des Hotel- und Gaststättengewerbes in der Corona-Krise. Es müsse "ganz dringend" über einen Rettungsschirm für die Branche nachgedacht werden, sagt der NGG-Vorsitzende Guido Zeitler der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Er schlug unter anderem vor, die Mehrwertsteuer für Hotels für ein halbes Jahr ganz zu streichen. Auch staatliche Mietzuschüsse seien eine Möglichkeit, Not leidenden Unternehmen zu helfen. Die von den Grünen vorgeschlagenen Konsumgutscheine für jeden Bürger in Höhe von 250 Euro nennt der Gewerkschaftschef eine gute Idee: "Auch Hotels und alle Urlaubseinrichtungen sollten davon umfasst sein."

+++ 03:16 Brasilien: Massengräber in Manaus +++
Die brasilianische Stadt Manaus kämpft mit schnell steigenden Totenzahlen. Der Hauptfriedhof der größten Stadt des Amazonas-Regenwaldes muss fünf Särge gleichzeitig in Sammelgräbern beerdigen. Bald könnten der Stadt die Särge ausgehen. "Es ist Chaos hier", sagt Maria Garcia, die drei Stunden lang in einer Reihe mit Leichenwagen Schlange stehen musste, um eine Sterbeurkunde für ihren 80-jährigen Großvater für dessen Beerdigung zu erhalten. Er starb am Morgen in seinem Haus an der Atemwegserkrankung Covid-19.

Manaus, die Hauptstadt des Bundesstaates Amazonas, ist die erste in Brasilien, der die Intensivbetten infolge der schweren Coronavirus-Fälle ausgingen. Behörden warnen, dass mehrere andere Städte auch fast an ihre Kapazitäten stoßen. Das Land bestätigt einen Rekordanstieg am Mittwoch um 6276 auf 78.162 nachgewiesene neue Infektionen. Brasiliens Gesundheitsministerium meldet 449 Todesfälle in den vorangegangenen 24 Stunden, womit sich die Zahl der Todesopfer auf 5466 erhöht.

+++ 02:59 Bouffier pocht auf Entscheidungen +++
Vor den Beratungen der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel in der Corona-Krise dringt Hessens Regierungschef Volker Bouffier auf weitere Beschlüsse. "Es gibt genügend Gesprächsstoff und ich hoffe auf einige Entscheidungen", sagt der CDU-Vize der Funke Mediengruppe. Hessen beteilige sich aber nicht an dem Wettbewerb, wer der Schnellste bei den Lockerungen sei: "Wir setzen das um, was wir verantworten können." Eine große Bedeutung für die Länder habe die Frage, ob weitere Hilfsprogramme etwa für Restaurants und Gaststätten aufgelegt würden, so Bouffier. "Beim Thema 'Kitaöffnungen' sendet der Bund höchst unterschiedliche Signale", kritisiert er. "Ich setze darauf, möglichst auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen - bei allem Respekt vor den Besonderheiten in den jeweiligen Ländern."

+++ 02:41 China meldet vier Neuinfektionen +++
China bestätigt vier neue Coronavirus-Fälle, nach 22 einen Tag zuvor. Laut Angaben der nationalen Gesundheitskommission seien alle Fälle bei Einreisenden aufgetreten. Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle beläuft sich damit nach offiziellen Angaben auf 82.862. Ohne neue Todesfälle am Mittwoch bleibt die Zahl der Todesopfer nach chinesischen Daten bei 4633.

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+++ 02:16 Insider: USA wollen "mit Warpgeschwindigkeit" Impfstoff herstellen +++
Die US-Regierung will offenbar die Entwicklung eines Coronavirus-Impfstoffs beschleunigen. Das Ziel sei, bis Ende 2020 rund 100 Millionen Impfdosen zur Verfügung zu haben, sagt ein hochrangiger Regierungsvertreter. Experten gehen weiterhin davon aus, dass klinische Studien zur Gewährleistung der Sicherheit und Wirksamkeit eines Impfstoffs mindestens 12 bis 18 Monate in Anspruch nehmen könnten. Das US-Gesundheitsministerium kündigte Anfang April Pläne an, mit mehr als 15 Pharmaunternehmen sowie europäischen Regulierungsbehörden die Entwicklung von Impfstoffen und Behandlungen für die Krankheit voranzutreiben.

+++ 01:51 USA erwägen erneute Aufstockung der Ölreserven +++
Präsident Donald Trump kündigt an, bald einen Plan zur Unterstützung der US-Ölgesellschaften zu veröffentlichen. "Wir untersuchen auch, wie wir zusätzlich mehrere hundert Millionen Barrel lagern könnten, also schauen wir uns viele verschiedene Optionen an", ergänzt Finanzminister Steven Mnuchin während eines Briefings im Weißen Haus über die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf die Ölindustrie.

+++ 01:29 Corona-Schecks für alle? Bartsch nennt sie unsozial +++
Linksfraktionschef Dietmar Bartsch kritisiert Forderungen nach Coronaschecks für alle Bürger als unsozial. "Die Schecks finde ich falsch, weil ich sie genauso erhalten würde wie die alleinerziehende Mutter", sagt Bartsch der "Rheinischen Post". Der Einzelhandelsverband HDE hat gefordert, der Bund solle mit "Coronaschecks" von 500 Euro je Bürger die trübe Konsumstimmung aufhellen. Die Grünen haben angesichts der Corona-Krise Einkaufsgutscheine in Höhe von 250 Euro je Einwohner vorgeschlagen. Bartsch sagt: "Die Schecks sind letztlich unsozial." Das Geld werde etwa in Familien dringender benötigt.

+++ 01:01 Corona-Maßnahmen: Länderchefs wollen regionale Differenzierungen +++
Vor den Bund-Länder-Beratungen sprechen sich mehrere Ministerpräsidenten für eine stärkere regionale Differenzierung der Corona-Maßnahmen aus. Nordrhein-Westfalens Regierungschef Armin Laschet sagt der "Welt", bei den zentralen Fragen im Umgang mit der Pandemie sei Einigkeit im Länderkreis nötig. Zugleich sei man sich einig, dass man von guten Erfahrungen untereinander profitieren könne. "Die Bundesregierung habe ja gerade erst darauf hingewiesen, dass es aufgrund der unterschiedlichen Betroffenheit durchaus ein regional unterschiedliches Vorgehen geben könne", betont Laschet.

+++ 00:33 Trump glaubt an komplette Rückkehr zur Normalität +++
US-Präsident Donald Trump glaubt nicht, dass die Coronavirus-Pandemie das Leben in den USA dauerhaft verändern wird. Trump sagt, er rechne mit einer 100-prozentigen Rückkehr zur Normalität im Land. "Wir wollen, dass es so wird, wie es war." Und dies werde schneller gehen, als viele erwarteten. Die "neue Normalität" werde seiner Ansicht nach der Zustand wie vor drei Monaten sein. Er wolle, dass die Stadien bei Baseball- und Football-Spielen wieder voll seien und nicht drei oder vier Sitze zwischen den Zuschauern frei sein müssten. "Ich möchte dorthin zurück, wo wir waren. Dort werden wir hinkommen", betont er. "Diese Sache wird vorübergehen." Sicherheit sei wichtig, aber auch die Wirtschaft sei wichtig. Und die Menschen wollten, dass das Land wieder geöffnet werde.

+++ 00:07 Mehr als 5300 Corona-Infektionsfälle in Südafrika +++
In Südafrika steigt die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen auf mehr als 5300. In den vergangenen 24 Stunden sei eine Rekordzahl von 354 Neu-Infektionen registriert worden, teilt das Gesundheitsministerium mit. Im Vergleich zum Dienstag habe man einen Anstieg bei den Infektionsfällen um 73 Prozent registriert, erklärt das Ministerium. Die Zahl der Todesfälle erhöht sich demnach um zehn auf 103.

+++ 23:39 Tunesien kündigt schrittweise Lockerung an +++
Tunesien kündigt eine Lockerung der wegen der Coronavirus-Pandemie verhängten Einschränkungen an. Ab Montag dürften Angestellte in mehreren Branchen wieder zur Arbeit gehen, sagen mehrere Kabinettsmitglieder. Die Schulen bleiben demnach jedoch größtenteils noch bis September geschlossen. Die Lockerungen sollen den Ministern zufolge phasenweise in Kraft treten. Nach der ersten Lockerung für bestimmte Branchen werde eine zweite Lockerungsphase ab dem 14. Juni beginnen, sollte die Gesundheitssituation dies zulassen, so die Regierungsvertreter weiter.

+++ 23:09 Insider: Venezuela will Gold-Reserven verkaufen +++
Venezuela bittet Insidern zufolge die Bank of England, einen Teil seiner Gold-Reserven zu verkaufen und das Geld zum Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie an die UN zu schicken. Wie viel Gold die Regierung in Caracas veräußern will, ist bislang unklar. Venezuela hat 31 Tonnen Gold bei der britischen Notenbank deponiert mit einem Marktwert von etwa 1,7 Milliarden Dollar.

+++ 22:50 Mehr als 60.000 Corona-Tote in den USA +++
In den USA sind seit Beginn der Corona-Pandemie mehr als 60.000 Menschen ums Leben gekommen, die mit dem Virus infiziert waren. Das geht aus den Daten der "New York Times" hervor. Die Zahl der bestätigten Infektionen in den USA liegt demnach bei 1,03 Millionen - fast ein Drittel der weltweit knapp 3,2 Millionen Fälle.

+++ 22:25 Bericht: Bundesliga beginnt Donnerstag mit Corona-Tests +++
In der Fußball-Bundesliga und der zweiten Liga sollen nach Informationen des "Kicker" an diesem Donnerstag die flächendeckenden Tests auf das Coronavirus beginnen. Die Tests gehören zum Sicherheits- und Hygienekonzept, das die Deutsche Fußball Liga für die erhoffte Fortsetzung des Spielbetriebs erstellt hat. Vor der Aufnahme des Mannschaftstrainings sollen nach jüngsten Angaben der DFL mindestens zwei getrennte Tests erfolgen, damit eine Ansteckung im Training verhindert werden soll, schrieb der "Kicker" weiter. Noch nicht abschließend geklärt sei die Frage, wie mit den Risikogruppen im Kader oder Betreuerstab beziehungsweise in deren Umfeld umzugehen sei. In der Bundesliga gebe es mehrere Spieler, die durch Asthma, Diabetes oder Lungenvorerkrankungen vorbelastet seien, schrieb das Magazin.

+++ 22:05 Gutscheine für Flugtickets? EU findet keine Einigung +++
In der Debatte über Gutscheine für abgesagte Flugreisen wegen der Corona-Krise sind die EU-Staaten gespalten. Einige Länder - darunter auch Deutschland - hätten gefordert, dass es Fluggesellschaften zeitweise erlaubt sein müsse, Gutscheine für ausgefallene Flüge auszustellen, teilte der kroatische EU-Ratsvorsitz nach einer Videoschalte der EU-Verkehrsminister mit. Andere Staaten hätten Änderungen des bestehenden EU-Rechts abgelehnt, um die Erwartungen der Passagiere nicht zu enttäuschen. Nach EU-Recht müssen Flugtickets und auch Pauschalreisen eigentlich erstattet werden. Deutschland will Verbraucher jedoch verpflichten, bei Reiseabsagen in der Corona-Krise vorerst einen Gutschein statt einer Erstattung zu akzeptieren.

Hinweis: Die wichtigsten Entwicklungen des Vortages zur aktuellen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier nachlesen.

Quelle: ntv.de, bad/rts/dpa/AFP