Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:51 Neuer Lieferplan: Ab kommende Woche weniger Impfstoff +++

Biontech und Pfizer liefern vorübergehend weniger Impfdosen nach Deutschland aus als ursprünglich geplant. Jetzt liegen genauere Angaben vor. Für diese Woche ist noch eine größere Menge vorgesehen, in der kommenden Woche dann aber weniger. Statt 801.450 entnehmbare Dosen pro Ampulle kommen dann nur 485.550 an. Auch in den Wochen danach soll weniger geliefert werden. Das geht aus einem Lieferplan von Biontech hervor, der der Gesundheitsministerkonferenz der Länder vorgestellt wurde. Für die Woche vom 22. Februar stellt Biontech dann aber insgesamt mehr Impfstoff in Aussicht als bisher geplant. Hintergrund sind Umbauten im belgischen Pfizer-Werk Puurs, die höhere Produktionskapazitäten schaffen sollen.

+++ 23:07 Brasilien startet Impfkampagne zwei Tage früher als geplant +++
In Brasilien ist eine landesweite Impfkampagne angelaufen. Nach Beratungen mit den Gouverneuren sei entschieden worden, zwei Tage früher als geplant mit den Impfungen zu beginnen, sagt Gesundheitsminister Eduardo Pazuello. Alle 27 Bundesstaaten würden nun mit Impfstoff versorgt und könnten dann sofort mit der Verabreichung des Mittels beginnen. Zwei Impfstoffe hatten am Sonntag in Brasilien eine Notfallzulassung erhalten. Die Aufsichtsbehörde Anvisa gab grünes Licht für das vom chinesischen Hersteller Sinovac in Zusammenarbeit mit dem brasilianischen Institut Butantan entwickelte Mittel Coronavac und das Vakzin des britisch-schwedischen Pharmaunternehmens Astrazeneca. Vorerst ist aber nur der Coronavac-Impfstoff in Brasilien verfügbar.

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+++ 22:29 Kommission liest China und WHO die Leviten +++
Eine unabhängige Untersuchungskommission zur weltweiten Reaktion auf die Pandemie kritisiert die anfänglichen Maßnahmen Chinas und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als schleppend. Die Regierung in Peking hätte im Januar 2020 entschlossener Maßnahmen ergreifen können, erklärt die Expertengruppe, die von der ehemaligen neuseeländischen Ministerpräsidentin Helen Clark und Liberias Ex-Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf geleitet wird. Die WHO hätte demnach ihrerseits nicht bis zum 30. Januar warten sollen, bis sie einen internationalen Notfall ausruft. Ein endgültiger Bericht soll im Mai folgen.

+++ 22:04 Bericht: Expertenrunde warnt Bund und Länder eindringlich vor Mutationen +++
Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten sind am Abend von Experten eindringlich vor der Gefahr der Coronavirus-Mutationen gewarnt worden. Nach Informationen von Reuters aus Teilnehmerkreisen warnen etwa die Braunschweiger Virologin Melanie Brinkmann sowie der Helmholtz-Infektionsforscher Michael Meyer-Hermann davor, dass sich die Mutationen auch in Deutschland schnell ausbreiten würden. Deshalb müssten die Infektionszahlen mit harten Maßnahmen schnell nach unten gedrückt werden. Ähnlich argumentiert Rolf Apweiler, Direktor des European Bioinformatics Institute Cambridge. Er warnt, dass die in Großbritannien festgestellte Virus-Variante für sechs bis achtmal mehr Corona-Fälle im Monat sorge als das herkömmliche Virus. Er fordert einen "scharfen Lockdown", schnelles Impfen und breite Gensequenzierung zur Erkennung der Virus-Varianten, um die Infektionszahlen schnell zu senken.

+++ 21:38 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 7569 neue Fälle gemeldet - Aussagekraft fragwürdig +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 2.050.940 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 7569 neue Fälle hinzu. Das ist der niedrigste Wert seit dem 20. Oktober. Ob die geringe Zahl auf Meldeverzögerungen oder einen größeren Wochenendeffekt zurückzuführen ist, lässt sich derzeit nicht bewerten. In mehreren Bundesländern meldeten einzelne Kreise überhaupt keine neuen Infektionen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 465 auf 47.286. Als aktuell infiziert gelten rund 302.000 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,01 angegeben (Vortag: 1,07). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 101 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,89 (Vortag: 0,93). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 5003 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2869 davon werden invasiv beatmet. Rund 4865 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

+++ 21:14 Kretschmer schließt Lockdown für Betriebe und Nahverkehr aus +++
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer schließt einen erheblich schärferen Lockdown im Freistaat aus. Eine Schließung der Betriebe und Einstellung des öffentlichen Nahverkehrs werde es nicht geben, sagt er in der Sendung "Fakt ist" im MDR-Fernsehen. Ein Lockdown für die Wirtschaft würde diese ruinieren. Je niedriger die Inzidenz sei - die Zahl der Neuinfektionen binnen einer Woche - , desto schneller komme man zu Lockerungen. Mit Blick auf Gastronomie und Hotellerie müsse man den Zeitraum Ostern oder danach betrachten. "Wir sind noch weit von dem entfernt, was wir erreichen müssen", so der CDU-Politiker. Die Dramatik nehme aber nicht weiter zu.

+++ 20:51 Studie: "Gedächtniszellen" sorgen für anhaltenden Schutz vor Covid-19 +++
Corona-Kranke können laut einer Studie nach der Genesung auf einen anhaltenden Schutz vor Covid-19 hoffen. Grund dafür seien sogenannte Gedächtniszellen, die auch mehr als ein halbes Jahr nach einer überstandenen Erkrankung die zur Bekämpfung der Infektion nötigen Antikörper produzieren können, heißt es in einem Artikel von Schweizer und US-Forschern in der Fachzeitschrift "Nature". Die Gedächtniszellen seien "essenziell" für die Wirksamkeit der Corona-Impfungen. Untersuchungen von 87 bestätigten Corona-Patienten hätten ergeben, dass die Antikörper nach der Genesung wieder verschwinden. Doch die Reaktion der sogenannten B-Gedächtniszellen sei auch noch gut sechs Monate später vorhanden. Dies lege nahe, dass die Körper von bereits einmal infizierten Menschen "schnell und effizient" auf weitere Infektionen reagieren könnten.

+++ 20:30 New Yorks Gouverneur nimmt Impfstoff-Beschaffung selbst in die Hand +++
Angesichts einer schleppenden Verteilung bei den Corona-Impfdosen will New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo Nachschub direkt beim Pharmariesen Pfizer kaufen. Zwar habe Washington neue große Lieferungen der Vakzine versprochen, schreibt Cuomo in einem Brief an Pfizer-Chef Albert Bourla. "Bis heute hat die Bundesregierung ihr Versprechen allerdings nicht eingehalten. Tatsächlich wird New York diese Woche nur 250.000 Dosen erhalten, 50.000 weniger als in der Vorwoche." Da Pfizer und der deutsche Hersteller Biontech nicht Teil des US-Programms "Warp Speed" sind, habe die Firma nach Ansicht Cuomos die Möglichkeit, das begehrte Mittel auch direkt an Bundesstaaten zu verkaufen. Bislang sind offiziellen Angaben zufolge eine Million Impfungen im Staat New York verabreicht worden - das entspricht etwa jedem Zwanzigsten der knapp 20 Millionen Menschen.

+++ 20:11 Vier Millionen Menschen in Großbritannien geimpft +++
In Großbritannien haben mittlerweile mehr als vier Millionen Menschen eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Derzeit werde doppelt so viel geimpft wie in jedem anderen Land in Europa, sagt Gesundheitsminister Matt Hancockin London. Mehr als die Hälfte der über 80-Jährigen und die Hälfte der Pflegeheimbewohner habe bereits eine Dosis erhalten. "Wir wissen, dass jede Spritze zählt", sagt Hancock. Premierminister Boris Johnson betont allerdings bei einem Besuch des Impfstoffherstellers Astrazeneca, das Land befinde sich weiterhin in einer "ziemlich brenzligen" Lage.

+++ 19:50 Spanien erlebt Horror-Wochenende: 84.000 neue Fälle registriert +++
In Spanien ist die Zahl der neuen Infektionen an einem Wochenende auf einen Höchstwert von 84.287 gestiegen. Von Freitag bis Montag seien zugleich 455 Menschen an oder mit Corona gestorben, teilt das Gesundheitsministerium in Madrid weiter mit. Am Wochenende zuvor waren noch 61.422 Infektionen und 401 Todesopfer gezählt worden. Die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen stieg auf knapp 380. Wegen der bereits seit Wochen anziehenden Zahlen verschärften die autonomen Gemeinschaften des Landes, die deutschen Bundesländern ähneln, die Maßnahmen weiter. Auch die Anfangszeiten der nächtlichen Ausgangssperren wurden - wo noch nicht geschehen - auf 22 Uhr vorgezogen.

+++ 19:23 Drosten: Kein Grund zur Sorge wegen Mutation in Garmisch +++
Der Charité-Virologe Christian Drosten warnt vor Panik angesichts einer in Garmisch-Partenkirchen entdeckten Virus-Variante. "Nur zur Klarstellung: Wir haben keinerlei Hinweis auf eine besondere Mutation", twittert er. "Ich erwarte da im Moment keine Überraschungen." Es gebe "keinen Grund zur Sorge". Bei einem Corona-Ausbruch im Klinikum Garmisch-Patenkirchen war eine bis dato unbekannte Variante des Virus festgestellt worden.

+++ 19:08 Mehr als 20 Verdachtsfälle von Corona-Mutationen in Flensburg +++
In Flensburg sind mehr als 20 Verdachtsfälle von mutierten Coronaviren festgestellt worden. Es handle sich um Laborergebnisse, die jetzt an das nationale Konsiliarlabor für Coronaviren an der Charité in Berlin gingen zwecks Bestätigung und Feststellung, um welche Mutation es sich genau handele, sagt Flensburgs Stadtsprecher Clemens Teschendorf. Die Ergebnisse aus Berlin werden laut Teschendorf Mitte der Woche erwartet. Erst dann werde es Klarheit geben, ob es sich tatsächlich um die Variante handelt, die zuerst in Großbritannien entdeckt worden war. Sie steht im Verdacht, besonders ansteckend zu sein.

+++ 18:45 Vor Bund-Länder-Gipfel: Wissenschaftler rufen radikales "No-Covid"-Ziel aus +++
Vor dem Gipfel-Treffen von Bund und Ländern findet zur Stunde eine Expertenanhörung statt. Wissenschaftler wie Melanie Brinkmann und Michael Meyer-Hermann, die daran teilnehmen sollen, haben sich im Vorfeld der Runde zusammen mit anderen Kollegen dafür ausgesprochen, statt länger mit dem Coronavirus leben zu wollen, eine neue Devise auszugeben: "No-Covid" - das Virus soll also besiegt werden. Das geht aus einem Positionspapier hervor, das ntv vorliegt und im Kanzleramt bereits zur Kenntnis genommen wurde. Kern des Papiers ist die Forderung nach sogenannten "Grünen Zonen", in denen Corona ausgemerzt ist. Als Vorbild gelten dabei Staaten wie Neuseeland und Australien, die die Pandemie aktuell im Griff haben. Neben einer umfassenden Teststrategie und Quarantänemaßnahmen im Zusammenhang mit der Mobilität zwischen Regionen, müssten in einer ersten Stufe laut dem Papier Maßnahmen wie eine Ausgangssperre, Homeoffice für nicht systemrelevante Berufe und reduzierte private Treffen durchgesetzt werden, bis die Sieben-Tage-Inzidenz unter 10 fällt (aktuell liegt Deutschland bei über 130). In einer zweiten und dritten Stufe werden die Beschränkungen dann nach und nach gelockert - so lange bis die "Grüne Zone" erreicht ist, die Inzidenz also bei 0 liegt. In Melbourne dauerte es demnach drei bis vier Wochen, um von 10 auf 0 zu kommen.

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+++ 18:30 Ministerium: Keine Hinweise auf Versorgungsmängel bei FFP2/3-Masken +++
In Deutschland gibt es derzeit eine Produktionskapazität von 750 Millionen FFP2/3-Schutzmasken pro Jahr, teilt eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums mit. Zudem könnten 1,75 Milliarden OP-Masken hergestellt werden. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums gibt es keine Hinweise auf Versorgungsmängel. In Regierungskreisen wird auf den hohen Import von Masken auch aus China verwiesen. Hintergrund ist die Debatte, ob FFP2-Masken etwa im ÖPNV verpflichtend werden sollen.

+++ 18:09 Wenige Tage nach Impfaktion bricht Corona in Pflegeheim aus +++
Wenige Tage nach Corona-Impfungen in einem Alten- und Pflegeheim im schleswig-holsteinischen Itzstedt ist dort inzwischen bei 33 Menschen das Coronavirus nachgewiesen worden. Es hätten sich 25 Bewohner und acht Mitarbeiter des "Hauses Itzstedt" infiziert, teilt eine Sprecherin des Kreises Segeberg mit. Wie der Erreger ins Heim kam, sei unklar. Die Impfaktion habe am 9. Januar stattgefunden. Die ersten Corona-Fälle seien am 13./14. Januar festgestellt worden. Ein Impfschutz entstehe in so wenigen Tagen noch nicht, erläutert auf Nachfrage der Kieler Infektionsmediziner Helmut Fickenscher.

+++ 17:45 Länderchefs sprechen sich für Lockdown bis Mitte Februar aus +++
Vor den neuen Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Krise fordern mehrere Länderchefs die Fortführung des Lockdowns. So sagt unter anderem Bayerns Ministerpräsident Markus Söder im Gespräch mit dem "Münchner Merkur": "Wir müssen den Lockdown bis Mitte Februar verlängern." Auch beim Distanzunterricht an den Schulen und geschlossenen Kitas soll es demnach bis Mitte Februar bleiben. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther sagt, es sei nicht davon auszugehen, dass die Inzidenz bis Monatsende unter 50 liege. Ein längerer Lockdown sei daher sinnvoll, so der CDU-Politiker. Auch von den SPD-Länderchefs kommt Zustimmung. Sie wollen nach Angaben der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer eine Verlängerung der Einschränkungen im öffentlichen Leben bis zum 14. Februar vorschlagen. Bei einer Besprechung am Sonntagabend habe es Einigkeit gegeben, sich dies vorstellen zu können, wenn gleichzeitig "die Wirtschaftshilfen schneller kommen", sagt Dreyer. Beides müsse miteinander gekoppelt werden.

+++ 17:29 Spahn: "Gutes Signal, dass wir erste sinkende Zahlen sehen" +++
Gesundheitsminister Jens Spahn bezeichnet die derzeit rückläufigen Zahlen an Corona-Neuinfektionen als "ermutigend". In einem Interview mit RTL/ntv sagt der CDU-Politiker, es sei "ein gutes Signal, dass wir erste sinkende Zahlen sehen, vor allem übrigens auch auf den Intensivstationen." Dort betrage der Rückgang vom bisherigen Höchststand der Covid-19-Intensivpatienten derzeit schätzungsweise 10 bis 15 Prozent. Einschränkend fügt der Gesundheitsminister jedoch hinzu: "Das reicht noch nicht." Die Gefahr, die von den bislang nachgewiesenen Virusmutationen ausgeht, sei nach seiner Ansicht "bisher sehr überschaubar", so Spahn weiter.

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+++ 17:21 SPD-Chefs: Statt Lockdown-Verschärfung bessere Durchsetzung +++
Die SPD-Chefs Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans sind zögerlich, was eine Verschärfung des Lockdowns angeht. Vor allem müsse es jetzt darum gehen, die bestehenden Maßnahmen besser umzusetzen, sagen sie nach einer Präsidiumssitzung in Berlin. "Es geht weniger um Verschärfung durch zusätzliche Maßnahmen als um Verschärfung durch eine konsequentere Anwendung", sagt Walter-Borjans. Dass der Lockdown verlängert werden müsse, stehe angesichts der Infektionszahlen aber außer Frage. "Die Zahlen sind nicht so zurückgegangen, dass wir schon wieder von einer Kontrolle sprechen können", so Esken. Es seien weiter Geduld und Bereitschaft zum Verzicht gefragt.

+++ 17:06 Nobelhotels in St. Moritz unter Quarantäne +++
Im Schweizer Nobelskiort St. Moritz stellen die Behörden zwei Luxushotels unter Quarantäne, nachdem eine hochansteckende Coronavirus-Variante festgestellt wurde. Rund 95 Gäste und 300 Angestellte dürfen die Hotels Badrutt's Palace Hotel und Grand Hotel des Bains Kempinski vorerst nicht verlassen, nachdem in den beiden Hotels rund ein Dutzend Infektionen festgestellt wurden. "Zum Schutz der Gesundheit von Bevölkerung und Gästen hat das Gesundheitsamt die beiden Hotels unter Quarantäne gestellt und Coronatests für deren Mitarbeitende und Gäste angeordnet", erklärt das Gesundheitsamt des Kantons Graubünden. Zudem wurden die Schulen und Skischulen vorerst geschlossen sowie das verpflichtende Tragen von Schutzmasken angeordnet.

+++ 16:44 Pflegedienst-Mitarbeiter lassen sich nicht impfen - Kündigung +++
In Sachsen-Anhalt verlieren sieben Mitarbeiterinnen eines Pflegedienstes ihren Job, weil sie sich zunächst nicht gegen das Coronavirus impfen lassen wollten. Das berichtet der MDR. Demnach will der betreffende Betrieb in Dessau seine Patienten ab März nur noch von geimpften Mitarbeitern versorgen lassen. Im Gespräch mit dem Sender geben einige der Betroffenen an, keine Impfgegner zu sein. "Ich werde mich definitiv gegen Corona impfen lassen, ich wollte einfach nur ein bisschen Bedenkzeit", wird eine namentlich nicht genannte Frau zitiert. Eine Corona-Impfpflicht gibt es in Deutschland nicht. Einige der gekündigten Pflegerinnen überlegen dem Bericht zufolge nun, ob sie gerichtlich gegen ihre Kündigung vorgehen.

+++ 16:30 Bundesrat winkt Ausweitung der Kinderkrankentage durch +++
Die Ausweitung des Kinderkrankengeldes in diesem Jahr ist beschlossene Sache. Nach dem Bundestag stimmt auch der Bundesrat in einer Sondersitzung den Plänen abschließend zu. Eltern, die sich wegen coronabedingter Einschränkungen an Kitas und Schulen von der Arbeit freistellen lassen müssen, sollen dafür auch die sogenannten Kinderkrankentage einsetzen können. Die Zahl der Krankentage pro Elternteil wird zudem von 10 auf 20 verdoppelt. Alleinerziehende erhalten 40 statt der üblichen 20 Tage. Das Kinderkrankengeld erstattet in der Regel 90 Prozent des ausgefallenen Nettolohns. Die Kosten von vorerst 300 Millionen Euro übernimmt der Bund aus Steuermitteln.

+++ 16:11 Scholz über Mutationen: Keine Zeit, wissenschaftliche Studien abzuwarten +++
Vize-Kanzler Olaf Scholz sagt vor dem Krisengipfel am Dienstag, Deutschland müsse sich darauf vorbereiten, mit Coronavirus-Mutationen umzugehen. Die Zeit, wissenschaftliche Studien dazu abzuwarten, habe die Politik nicht. Auch bei unsicherer Datenlage müssten mutige Entscheidungen getroffen werden. Der SPD-Politiker spricht sich auch für eine Verlängerung des Lockdowns bis etwa Mitte Februar aus. Es komme jetzt darauf an, die Kontakte weiter zu reduzieren. Dafür seien auch Nachschärfungen nötig, etwa mehr Arbeiten aus dem Homeoffice. Die Infektionszahlen gingen zwar leicht zurück, aber nicht schnell genug.

+++ 15:54 31.000 weitere Menschen in Deutschland erstmals geimpft +++
Die Zahl der täglich verabreichten Impfungen stabilisiert sich. Wie aus aktuellen Daten des Robert-Koch-Instituts hervorgeht, bekamen am Sonntag 31.152 Menschen die erste Dosis eines Corona-Vakzins gespritzt (Vorwoche: 32.233). An den Werktagen in der vergangenen Woche war der Wert etwa zwei- oder dreimal so hoch. Insgesamt bekamen bislang knapp 1,14 Millionen Menschen eine Erstimpfung mit dem Mittel von Biontech/Pfizer beziehungsweise Moderna. Die zweite Dosis erhielten bis einschließlich Sonntag knapp 6600 Personen.

+++ 15:38 Bundesinnenministerium schließt nationale Grenzkontrollen nicht aus +++
Im Kampf gegen die Pandemie schließt die Bundesregierung auch nationale Grenzkontrollen nicht aus. Für die Bund-Länder-Gespräche am Dienstag lägen derzeit alle denkbaren Optionen auf dem Tisch, sagt ein Sprecher des Innenministeriums in Berlin. Ob und inwieweit eine entsprechende Entscheidung getroffen werde, bleibe aber den Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten vorbehalten. Mit Blick auf die Mitte Januar verfügbaren Zahlen spricht Regierungssprecher Steffen Seibert von einem "Erfolg der Einschränkungen der letzten Wochen". Es gebe "eine leichte Abflachung" der Infektionszahlen. Seibert zufolge sei dies "eine leichte, vorsichtige Tendenz". Aber es gebe weiterhin das Risiko, das von den Mutationen ausgehe. Dies werde auch Thema des Bund-Länder-Treffens sein. Ein gemeinsames Vorgehen gegen die Mutationen sei in Europa dabei nur möglich, wenn es "beiderseits der Grenzen ähnliche Maßnahmen" zur Eindämmung gebe.

+++ 15:20 Experte warnt vor Nichtstun: In acht Wochen gleiche Situation wie in Großbritannien +++
Zur Vorbereitung der Beschlüsse, die voraussichtlich am Dienstag getroffen werden, beraten die Teilnehmer des Bund-Länder-Gipfels am Montagabend bei einer Expertenanhörung mit Virologen. An der Runde nimmt auch Rolf Apweiler teil, der Direktor des European Bioinformatics Institute mit Sitz in London. "Ich werde die Entwicklung der jetzigen Situation in Großbritannien beschreiben", kündigt der Experte im Vorfeld gegenüber ntv an. Dabei gehe es um die rasche Ausbreitung der Virusmutation mit der Kennung B.1.1.7 und was es jetzt zu tun gilt, "um eine solche Entwicklung wie in Großbritannien zu verhindern". Dass Handlungsbedarf besteht, verdeutlicht Apweiler so: "Nichts zu tun würde bedeuten, dass es in sechs bis acht Wochen hier wie jetzt in Großbritannien, Irland und Portugal wäre."

+++ 15:06 Zahl der Covid-19-Intensivpatienten steigt wieder +++
Die Zahl der intensivmedizinisch behandelten Covid-19-Patienten in Deutschland steigt wieder leicht. Laut dem aktuellen Tagesreport des Divi-Intensivregisters werden derzeit 5003 Infizierte (+32) intensivmedizinisch behandelt, 2869 davon (+34) werden beatmet. Rund 4865 Intensivbetten sind derzeit den Angaben zufolge in den deutschen Kliniken noch frei, das entspricht einem Rückgang von 90 Betten im Vergleich zum Vortag.

+++ 14:53 Sachsen denkt über Lockdown-Verlängerung bis 14. Februar nach +++
Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer hält eine Verlängerung des Lockdowns im Freistaat bis 14. Februar für denkbar. Nach einem Besuch im Städtischen Klinikum Dresden spricht er sich erneut für einen Stufenplan bis Ostern aus. "Wir müssen in Sachsen - glaube ich - nicht viel nachschärfen. Wir müssen nur das, was wir uns vorgenommen haben, konsequent umsetzen." Dann werde man auch niedrigere Infektionszahlen erreichen.

+++ 14:45 Russland strebt bis Ende März über 20 Millionen Impfungen an +++
Russland will in den ersten drei Monaten des Jahres mehr als 20 Millionen Personen impfen. Das teilt Vize-Ministerpräsidentin Tatjana Golikowa mit und fügt hinzu, am 16. Februar sei die Zulassung eines dritten Impfstoffs geplant. Russland ist mit mehr als 3,5 Millionen bestätigten Fällen eines der weltweit am stärksten betroffenen Länder. Mehr Infektionen sind nur in den USA, Indien und Brasilien bekannt. Zuletzt kamen in Russland 22.857 neue Ansteckungen hinzu. Die Zahl der gemeldeten Todesfälle im Zusammenhang mit Corona stieg um 471 auf etwas über 66.000, wie die russischen Behörden mitteilen.

+++ 14:36 Europaweit mehr als 30 Millionen registrierte Fälle +++
Die Zahl der europaweit amtlich gemeldeten Infektionen mit dem Coronavirus hat die Marke von 30 Millionen Fällen überschritten. Das geht aus den von ntv.de ausgewerteten Daten hervor, die sich auf nationale Behördenangaben stützen. Demnach verzeichnet Russland mit insgesamt 3.591.066 bestätigten Ansteckungen (Stand: 9.20 Uhr) die meisten Fälle. Dahinter folgen das Vereinigte Königreich (rund 3,4 Millionen Fälle; Stand: 17. Januar) und Frankreich (rund 2,9 Millionen Fälle; aktuelle Tagesdaten stehen ebenfalls noch aus).

+++ 14:13 Familienunternehmer bemängeln "Harakiri" bei Maßnahmen-Diskussion +++
Familienunternehmer warnen einen Tag vor dem Bund-Länder-Treffen vor einem Komplett-Lockdown der Wirtschaft und vor anderen einschneidenden Maßnahmen. "Einen Home-Office-Zwang braucht es nicht", erklärt Verbandspräsident Reinhold von Eben-Worlée. Derzeit böten bereits 75 Prozent der Familienunternehmen ihren Beschäftigten das Arbeiten von zu Hause an. Zudem lehnte der Lobbyist ein massives Herunterfahren von Betrieben ab. "Uns Untätigkeit vorzuwerfen und für Schließungen unserer Produktionsstätten zu plädieren, ist alles andere als eine effektive Pandemiebekämpfung. Es grenzt vielmehr an Harakiri." Der Verband vertritt mehr als 180.000 Familienunternehmer mit rund acht Millionen Beschäftigten.

+++ 13:58 Hunde erschnüffeln mögliche Infektion von Wiener Sängerknaben +++
Die Wiener Sängerknaben haben Spürhunden des österreichischen Heeres geholfen, mögliche Corona-Infektionen zu erschnüffeln. Bei den rund 130 jungen Sängern und ihren Betreuern wurden nach Angaben zunächst PCR-Tests gemacht. Die Mitglieder des weltberühmten Knabenchors mussten zudem für rund zehn Minuten Masken aufsetzen. Diese Masken wurden in einem luftdichten Behälter dem Militärhundezentrum überreicht. Sobald die PCR-Resultate vorliegen, dürfen die beiden Spürhunde "Fantasy Forever" und "Piet" die Masken beschnüffeln. Die Trefferquote der Tiere kann dann mit den offiziellen Testergebnissen abgeglichen werden. Die Aktion ist Teil der Ausbildung der beiden Vierbeiner, die Infektionen künftig mit ihrer feinen Nase aufspüren sollen. Österreichs Verteidigungsministerin Klaudia Tanner bedankte sich am Montag für die Zusammenarbeit der Wiener Sängerknaben mit dem Heer zur Eindämmung der Pandemie.

+++ 13:32 Linkspartei sieht Arbeitswelt als "Pandemie-Treiber" +++
Die Linkspartei sieht "Pandemietreiber-Situationen" derzeit vor allem in der Arbeitswelt, betonte Bundesgeschäftsführer Jörg Schindler. "Da ist der entscheidende Fokus hinzuverlegen", forderte der Linken-Politiker mit Blick auf die Bund-Länder-Beratungen. Dagegen spielten private Partys aus seiner Sicht derzeit eine geringere Rolle, äußerte er sich skeptisch zu möglichen Effekten einer nächtlichen Ausgangssperre. Konkret forderte die Linke "einen klaren Rechtsanspruch für Arbeitnehmer auf Homeoffice". Wo kein mobiles Arbeiten möglich sei, müsse es mehr Infektionsschutz etwa durch klarere Team-Abgrenzungen in Betrieben geben. Auch eine FFP2-Maskenpflicht sei "eine gute Sache", jedoch nur, wenn diese "in ausreichender Zahl und zu bezahlbaren Preisen" verfügbar seien.

+++ 13:11 SPD-Chefin rechnet mit Lockdown-Verlängerung von bis zu drei Wochen +++
SPD-Chefin Saskia Esken rechnet mit einer Verlängerung des Lockdowns um möglicherweise bis zu drei Wochen. "Wir haben ja nicht in dem Maße zurückgehende Zahlen, dass wir schon sagen können, wir hätten jetzt die Infektionen wieder unter Kontrolle", sagte Esken. "Deswegen ist davon auszugehen, dass wir morgen zu der Entscheidung kommen, die bestehenden Maßnahmen auf jeden Fall zu verlängern über zwei oder möglicherweise auch drei Wochen." Die Wirtschaft müsse nun Homeoffice vorantreiben. Sehe man keine Reaktion auf die Appelle, dann könnten die Unternehmen laut Arbeitssschutzgesetz "auch auf dem Verordnungswege" angewiesen werden, überall dort Homeoffice zu erlauben, wo es möglich ist.

+++ 12:55 Slowakei startet neuen Massentest +++
In der Slowakei ist am Montag eine neue Runde landesweiter Massen-Coronatests angelaufen. Die Regierung habe beschlossen, den derzeitigen Lockdown mit Massentests zu flankieren, erläuterte Regierungschef Igor Matovic am Montag. Anschließend werde es in besonders betroffenen Regionen zusätzliche Maßnahmen geben, um die Lage unter Kontrolle zu bringen. Die neueste Testrunde soll bis Dienstag kommender Woche laufen. Anschließend sollen Slowaken im Alter zwischen 15 und 65 Jahren, die einen negativen PCR- oder Schnelltest vorweisen können, sich ohne Auflagen frei bewegen können. In den am schwersten betroffenen Regionen soll später eine dritte Runde von Massentests stattfinden. Anfang November waren in dem kleinen EU-Land bereits 3,6 Millionen der 5,4 Millionen Einwohner auf das Coronavirus getestet worden. Bei 38.359 Menschen und damit 1,06 Prozent der Getesteten fiel der Test damals positiv aus.

+++ 12:51 Justizfall Ischgl landet im April vor Gericht +++
Im Justizstreit um Corona-Ansteckungen im Tiroler Skiort Ischgl ist für April vor einem Wiener Gericht die erste mündliche Verhandlung angesetzt. Das teilte der Vorsitzende des Verbraucherschutzvereins (VSV) Peter Kolba mit. Bis dahin würden weitere 100 Amtshaftungsklagen gegen die Republik Österreich eingereicht, so Kolba: "Wir sind für jahrelange Verfahren gerüstet, ob die Marke Ischgl jahrelangen Streit aushält, muss Tirol beurteilen." Die Kläger wollen Schadenersatz. Bei der Verhandlung sollen auch Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz sowie zwei Minister als Zeugen aussagen. Bei dem Verein haben sich nach eigenen Angaben Tausende Menschen gemeldet, viele davon aus Deutschland, die sich Anfang vergangenen Jahres bei Aufenthalten in Ischgl mit dem Coronavirus infiziert haben sollen. Bei der Verhandlung am 9. April vor dem Landgericht für Zivilrechtssachen in Wien geht es laut Kolba um den Fall eines in Ischgl infizierten und dann gestorbenen Österreichers. Der Verein plane zudem, im Frühjahr eine Sammelklage zu organisieren. Ischgl galt im März 2020 als Corona-Hotspot in Europa. Tausende Infektionen sollen auf den bekannten Tiroler Wintersportort zurückzuführen sein. Eine unabhängige Experten-Kommission hatte zwischenzeitlich festgestellt, dass es im Krisenmanagement zu Fehlern und Fehleinschätzungen gekommen war. Die Staatsanwaltschaft Innsbruck ermittelt. Der Staat Österreich hatte in einer Klagebeantwortung jegliches schuldhafte Handeln der Behörden bestritten.

+++ 12:29 Bayern verschiebt Schul-Abschlussprüfungen +++
Nach den Abiturprüfungen werden wegen der Corona-Pandemie in Bayern auch an allen anderen Schularten die Abschlussprüfungen verschoben: an Mittel-, Real- und Wirtschaftsschulen um zwei, an den Fachoberschulen und Berufsoberschulen sogar um gut drei Wochen. Das teilte das Kultusministerium mit. In der Oberstufe der Gymnasien und in der Grundschule wird zudem die Zahl der Klausuren und Probearbeiten nochmals reduziert - eine logische Folge der derzeitigen, bislang bis Monatsende befristeten Schulschließungen.

+++ 12:10 China riegelt Millionenstädte ab +++

+++ 12:00 WHO fordert gerechtere Impfstoff-Verteilung +++
Die Weltgesundheitsorganisation WHO warnt vor einem "katastrophalen moralischen Versagen" bei der Verteilung von Impfstoffen. Die Länder und Hersteller sollten die Covid-19-Vakzine weltweit gerechter verteilen, fordert die WHO. "Dieser me-first-Ansatz gefährdet nicht nur die Ärmsten und Schwächsten der Welt, sondern ist auch selbstzerstörerisch", sagt WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus. Letztlich werde das die Pandemie nur verlängern.

+++ 11:42 Mittelstand warnt vor Folgen von Industrie-Lockdown +++
Der Mittelstand warnt vor schwerwiegenden Folgen eines Lockdowns der Industrie. "Unternehmen lassen sich nicht wie eine Glühbirne nach Belieben aus- und einschalten", sagt Markus Jerger vom Mittelstandsverband BVMW. "Ein totaler Lockdown würde insbesondere im Produzierenden Gewerbe für viele Betriebe das Aus bedeuten und dadurch massiven volkswirtschaftlichen Schaden anrichten." Priorität müsse haben, die Impflogistik zu verbessern.

+++ 11:17 Zweifel an ausreichender Verfügbarkeit von FFP2-Masken +++
Kurz vor den neuen Bund-Länder-Gesprächen zur Corona-Krise hat sich Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann skeptisch zur FFP2-Masken-Pflicht geäußert. Es sei zwar unzweifelhaft, dass die Masken medizinisch wirkungsvoller seien als Alltagsmasken, sagte Laumann in Düsseldorf. Bevor eine Pflicht beschlossen werde, FFP2-Masken in bestimmten Bereichen zu tragen, müsse klar sein, ob sie auch in ausreichenden Mengen zur Verfügung stünden. "Da gibt es unterschiedliche Nachrichten", sagte Laumann. Schließlich müssten die Masken alle paar Stunden gewechselt werden. Es dürfe nicht zu einem Engpass in medizinischen Bereichen kommen oder dort, wo FFP2-Masken aus Arbeitsschutz-Gründen notwendig seien, mahnte Laumann. "Man muss alles vom Ende her bedenken." Alternativ könne auch über den Einsatz von OP-Masken nachgedacht werden.

+++ 10:54 Berliner sollen den Impfstoff selbst wählen können +++
Berlinerinnen und Berliner sollen weiterhin wählen können, welchen Impfstoff sie bevorzugen. Die Wahlfreiheit ergebe sich einfach aus dem Impfmanagement in der Stadt, sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci im Gesundheitsausschuss des Abgeordnetenhauses. "Was spricht dagegen, wenn man weiß, in diesem Impfzentrum gibt es Impfstoff XY, dass man sich danach dann auch richten kann?", fragte die Senatorin. "Ich werde kein Geheimnis daraus machen, in welchem Impfzentrum gerade welcher Impfstoff geimpft wird." Daraus ergebe sich von selbst, dass sich die Menschen, die geimpft werden möchten, mit dem Impfzentrum auch für einen bestimmten Impfstoff entschieden. "Wir haben jetzt diese schlichte, einfache Sortierung Impfzentrum gleich Impfstoff. Das kann später komplexer werden, dass wir in einem Impfzentrum auch mehrere Impfstoffe haben", sagte Kalayci. Derzeit kommt im Impfzentrum in Berlin-Treptow und in dem auf dem Messegelände der Impfstoff von Biontech und Pfizer, im Impfzentrum im Stadtteil Wedding dagegen der des US-Herstellers Moderna zum Einsatz. Eine andere Situation ergebe sich, wenn auch in den Arztpraxen geimpft werde. Das ist allerdings erst für eine spätere Impfphase vorgesehen.

+++ 10:32 Briten kurz vor Impfung der nächsten Bevölkerungsgruppe +++
In Großbritannien startet laut der Regierung in Kürze die Impfung der nächsten Bevölkerungsgruppe. In einigen Bereichen, wo bereits die Mehrzahl der Über-80-Jährigen geimpft worden sei, würden nun Einladungen an Über-70-Jährige und Risikopatienten verschickt, sagt der für die Impfkampagne zuständige Minister Nadhim Zahawi im Sender Sky. Derzeit erhielten im Durchschnitt 140 Personen pro Minute die erste von zwei Injektion. Der BBC sagte der Minister, das Programm werde durch eine zunächst "holprige" Produktion des Impfstoffs begrenzt. Sie stabilisiere sich aber und werde von Woche zu Woche besser. Die Herstellung vor allem des Pfizer-Biontech-Wirkstoffs sei eine große Herausforderung, die Firmen arbeiteten aber wirklich gut.

+++ 10:08 Spahn: Bundesregierung intensiviert Suche nach Virus-Mutationen +++
Um zu verhindern, dass sich Virus-Mutationen weiter ausbreiten, hat die Bundesregierung den Untersuchungslaboren eine umfassende Unterstützung zugesagt. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn betonte bei einer Pressekonferenz in Berlin, dass Labore in Deutschland sensibilisiert werden, auch rückwärtsgewandt nach den Virus-Mutationen zu suchen. Das alleine reiche in der aktuellen Lage aber nicht aus. Spahn kündigte dahingehend eine "massive Förderung" an. Labore seien angehalten, die Sars-CoV-2-Proben an das Robert-Koch-Institut oder die Berliner Charité weiterzuleiten. Die Weiterleitung werde finanziell mit 220 Euro pro Sequenz vergütet. Fünf Prozent aller Proben sollen künftig genomsequenziert werden.

+++ 09:46 Umsatz von Hotels und Gaststätten um fast 40 Prozent eingebrochen +++
Die Hotels und Gaststätten in Deutschland haben wegen der Einschränkungen in der Corona-Pandemie fast 40 Prozent ihres Umsatzes eingebüßt. Das Gastgewerbe nahm 2020 im Vergleich zum Vorjahr voraussichtlich 38 Prozent weniger ein, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden auf Grundlage einer ersten Schätzung mitteilte. Im November, mit Beginn des neuen Lockdowns, sank der Umsatz der Branche im Vorjahresvergleich um 67,9 Prozent. Die Hotels und sonstigen Beherbergungsunternehmen erzielten im November laut Statistik 82,2 Prozent niedrigere Umsätze als im November 2019. In der Gastronomie fiel der Umsatz demnach um 60,1 Prozent. Die Caterer hatten etwas weniger heftige Einbußen, bei ihnen betrug das Minus 45,1 Prozent.

+++ 09:12 Unbekannte Virus-Mutation in Garmisch-Partenkirchen entdeckt +++
Am Klinikum Garmisch-Partenkirchen ist laut einem Bericht des "Münchner Merkur" eine unbekannte Variante des Coronavirus entdeckt worden. Labormitarbeiter hatten zuvor Unregelmäßigkeiten bei den Abstrichen festgestellt. Untersucht werde das veränderte Virus nun in Berlin vom Virologen Christian Drosten. Seinem Team war diese Mutation demnach gänzlich unbekannt. "Eine Panikmache wäre absolut unseriös und unangebracht. Allein die Tatsache, dass es eine neue Variante ist, besagt ja nicht, dass sie infektiöser ist", teilte das Klinikum mit. Seit Beginn der Pandemie wurden weltweit 12.000 Veränderungen in den Sequenzen des Virus entdeckt. Zuletzt hatten sich eine britische und südafrikanische Variante als aggressiver und ansteckender herausgestellt.

+++ 08:58 Einreise nach Großbritannien nur noch mit negativem Test +++
Für Reisen nach Großbritannien ist seit Montagmorgen ein negativer Test vor der Einreise notwendig. Dieser darf nicht mehr als 72 Stunden zurückliegen, wie die britische Regierung in der vergangenen Woche mitgeteilt hatte. Trotzdem müssen sich Einreisende nach ihrer Ankunft in eine zehntägige Quarantäne begeben - egal, aus welchem Land sie kommen. Diese Selbstisolation kann frühestens ab dem fünften Tag durch einen weiteren negativen Corona-Test beendet werden. Die Regelung soll bis mindestens Mitte Februar gelten. Die Regierung hat die Einreiseregeln verschärft, um sich effektiver vor der Einschleppung neuer Corona-Varianten aus anderen Ländern zu schützen. Für Brasilien, wo neue Varianten entdeckt wurden, und mehrere andere südamerikanische Länder sowie Portugal gilt sogar ein Einreiseverbot.

+++ 08:39 Spahn: "Sind noch lange nicht da, wo wir hinwollen" +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sieht das Sinken der Neuinfektionszahlen noch nicht als ausreichend an. Es gebe zwar eine leichte Entspannung auch auf den Intensivstationen mit zehn bis 15 Prozent weniger Corona-Intensivpatienten, sagt der CDU-Politiker im ZDF-Morgenmagazin. "Aber wir sind noch lange nicht da, wo wir hinwollen", fügt er hinzu und verweist zudem auf die Gefahr von sich ausbreitenden Virus-Mutationen, die als infektiöser gelten. "Daher macht es Sinn, die Zahlen so weit wie möglich runterzubringen", sagt er.

+++ 08:22 Zahl der Todesfälle in Israel steigt auf mehr als 4000 +++
Die Zahl der Corona-Toten in Israel hat die Marke von 4000 überstiegen. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, starben seit Beginn der Pandemie bislang 4005 Menschen an oder mit einer Infektion. Binnen 24 Stunden seien zudem 5616 Neuinfektionen registriert worden, 9,1 Prozent der Tests seien positiv ausgefallen. Zum Vergleich: Israel hat etwas mehr als neun Millionen Einwohner, Deutschland etwa neunmal so viele. Dort stieg die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, zuletzt auf 46.633. Binnen 24 Stunden wurden 7141 Neuinfektionen registriert. Israel gilt als sehr junges Land. Fast ein Drittel der Einwohner sind unter 16 Jahre alt. Israel steckt inmitten einer dritten Corona-Welle. Das Gesundheitssystem liegt nahe der Belastungsgrenze. Bis Freitag gilt ein Lockdown mit strikten Maßnahmen.

+++ 07:58 SPD-Chef gegen Privilegien für Geimpfte +++
Auch SPD-Chef Nobert Walter-Borjans weist den Vorstoß seines Parteikollegen Heiko Maas für mehr Freiheiten für Geimpfte zurück. Zum einen sei unklar, ob Geimpfte noch ansteckend seien, sagt Walter-Borjans im Deutschlandfunk. Zum anderen sei es schwer zu entscheiden, wer genau was dürfe. Und grundsätzlich setze er auf Solidarität: "Ich kann mir schwerlich vorstellen, dass ich als einer der schon etwas Älteren später dann zu Veranstaltungen gehen darf, während die jungen Menschen zu Hause bleiben müssen, weil sie noch nicht geimpft sind", sagt der 68-Jährige. Bundesaußenminister Maas hatte sich zuvor für eine Aufhebung von Corona-Beschränkungen für Geimpfte ausgesprochen. Er bekam bereits Gegenwind von seinen Kabinetts- und Parteikollegen Finanzminister Olaf Scholz und Justizministerin Christine Lambrecht. Auch im Gesundheitsministerium gibt es Widerstand.

+++ 07:30 169.000 Neuinfektionen und mehr als 1700 Tote in USA +++
In den USA ist die Zahl der Corona-Infektionen binnen 24 Stunden um mindestens 169.641 auf 23,9 Millionen gestiegen. Das geht aus den Zahlen der "New York Times" hervor. Mindestens weitere 1730 Menschen starben in Verbindung mit dem Virus. Insgesamt werden nun 397.612 Todesfälle gezählt. Die USA weisen weltweit die meisten Ansteckungen und Todesfälle auf.

+++ 07:00 Volle Strände - Pandemie in Brasilien "völlig banalisiert" +++
Trotz weiter steigender Corona-Zahlen sind die Strände der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro voll. Dicht an dicht drängten sich die Besucher zwischen den bunten Sonnenschirmen an den weltberühmten Stränden von Copacabana und Ipanema, wie auf Fotos zu sehen war. Viele trugen keine Maske. Am Sonntag wurden die Straßen entlang der Strände von Copacabana, Ipanema und Leblon und der Park Aterro do Flamengo wieder für den Fahrzeugverkehr geschlossen und zu Freizeitgebieten für die Bewohner Rios umgewandelt. Der Januar ist in Brasilien Ferienzeit. Die Menschen hätten die Pandemie inzwischen "völlig banalisiert", zitierte das Nachrichtenportal "G1" die Wissenschaftlerin Chrystina Barros von der Bundesuniversität Rio de Janeiro angesichts der Bilder. "Es ist Sommer, also sind sie (der Einschränkungen) müde und die Anziehungskraft der Strände ist sehr groß. Leider geht's nicht mehr. Wir sehen keine Möglichkeit zu glauben, dass wir das Gewissen der Menschen gewinnen können." Brasilien, ein Staat mit 210 Millionen Einwohnern, ist derzeit einer der Brennpunkte der Corona-Pandemie. Bislang haben sich in dem größten Land Lateinamerikas rund 8,5 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Mehr als 209.000 Patienten sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Rio de Janeiro ist einer der am meisten betroffenen Bundesstaaten.

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Rio de Janeiro ist einer der am meisten betroffenen Bundesstaaten - dennoch ignorieren viele Menschen die Corona-Regeln.

(Foto: dpa)

+++ 06:38 Grüne fordern Ausweitung von Schnelltests +++
Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt fordert eine Initiative zur Ausweitung von Corona-Schnelltests. "Mit Abnahmegarantien und einer Änderung der Medizinprodukte-Abgabeverordnung muss Gesundheitsminister (Jens) Spahn sicherstellen, dass ausreichend Schnelltests produziert und auch von Privatpersonen gekauft und angewendet werden können", sagte Göring-Eckardt den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Regelmäßige Schnelltests sollten laut Göring-Eckardt in allen Berufen, in denen Menschen regelmäßig mit wechselnden Kontakten arbeiten, für mehr Sicherheit sorgen. Als Beispiel nannte sie Ärzte, Pflegekräfte oder Polizisten. Mit Blick auf die Bund-Länder-Gespräche am Dienstag forderte die Grünen-Politikerin eine Homeoffice-Pflicht für alle Bereiche, wo es möglich sei. "Nur so geht die Mobilität runter. Zudem muss dann auch niemand mehr mit mangelndem Schutz im Großraumbüro arbeiten. Das schützt auch die, die ihre Arbeit nicht von zu Hause machen können." Es sei ihr völlig unverständlich, warum Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) nicht endlich handele.

+++ 06:11 Virologin Addo erwartet deutliche Entspannung "vom Frühjahr an" +++
Die Virologin Marylyn Addo erwartet in der Corona-Pandemie "vom Frühjahr an und im Sommer eine deutliche Entspannung". "Schon wegen des wärmeren Wetters und der höheren Impfquote", sagte die Leiterin der Sektion Infektiologie vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass wir so bald in großen Menschenmassen wie auf dem Oktoberfest darauf anstoßen können. Es dürfte auch in der zweiten Jahreshälfte wieder einen Anstieg geben, es ist halt ein Erkältungsvirus. Aber ich bleibe zuversichtlich." Zur Diskussion über einen zu langsamen Impfstart in Deutschland sagte sie: "Ich würde mir wünschen, dass man nicht das große Bild aus den Augen verliert. Wenn man mir im letzten Februar gesagt hätte, dass wir uns im Dezember darüber streiten, wer die ersten Impfstoffe bekommt, hätte ich das für verrückt gehalten - so schnell würde es doch nie einen Impfstoff geben. Aber es kam anders, und wir sollten auch mal 'feiern', was erreicht wurde."

+++ 05:45 RKI verzeichnet 7141 neue Infektionen +++
Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) 7141 neue Corona-Infektionen binnen eines Tages gemeldet. 214 Menschen sind an oder mit Covid-19 gestorben. An Montagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Es scheint aber ein Trend erkennbar: Vor genau einer Woche registrierte das RKI noch 12.497 Neuinfektionen und 343 neue Todesfälle. Seit Beginn der Pandemie zählt das RKI 2.040.659 nachgewiesene Infektionen und 46.633 Todesfälle.

+++ 05:00 Australien plant 2021 keine Grenzöffnung +++
Australiens Grenzen sind seit März 2020 für Reisende geschlossen - und das wird auch noch eine Weile so bleiben. Das Land wird seine Grenzen aller Voraussicht nach in diesem Jahr nicht mehr für Reisende öffnen. Das sagte der medizinische Chefberater der australischen Regierung, Brendan Murphy dem TV-Sender ABC. "Selbst wenn wir einen großen Teil der Bevölkerung geimpft haben, wissen wir nicht, ob das die Übertragung des Virus verhindern wird", gab Murphy zu bedenken. Er halte es für "sehr wahrscheinlich", dass auch die Quarantäne-Vorschriften noch eine Weile in Kraft blieben, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen.

+++ 04:29 Patientenschützer bemängeln Hygiene in Pflegeheimen +++
Patientenschützer dringen auf bundesweit einheitliche Schutzmaßnahmen in der Altenpflege. "Allein eine Verschärfung des Shutdowns wird nicht viel bringen", sagt der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch. Die 12.000 Pflegeheime müssten auch nicht komplett abgeriegelt werden, um die Hochrisikogruppe effizient zu schützen. Für die hohen Todesraten unter den 900.000 Pflegeheimbewohnern sei auch mangelnde Hygiene verantwortlich. Die Gesundheitsämter hätten in der Pandemie die wichtigen externen Kontrollen weitestgehend eingestellt. Es fehlten verpflichtende Tests vor jedem Dienstbeginn und Besuch.

+++ 03:33 "Je schneller, desto besser": Betriebskrankenkassen-Chef für Schul-Öffnung +++
Der Chef des Dachverbandes der Betriebskrankenkassen, Franz Knieps, spricht sich für eine rasche Öffnung der Schulen aus. "Je schneller, desto besser", sagte Knieps dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Mittlerweile wisse man, dass Kinder beim Infektionsgeschehen eine größere Rolle spielten als bisher vermutet, räumte Knieps ein. "Aber das Risiko müssen wir eingehen", forderte er und verwies auf unterschiedliche Ausgangslagen in den Elternhäusern. "Der Staat kann doch nicht hinnehmen, dass es vom Geldbeutel oder dem Improvisationstalent der Eltern abhängt, ob die Kinder Zugang zu Bildung bekommen", sagte er dem RND.

+++ 02:40 Scholz rechnet mit 14-tägiger Lockdown-Verlängerung +++
Vizekanzler Olaf Scholz geht davon aus, dass Bund und Länder bei ihren Beratungen am Dienstag die Corona-Beschränkungen verschärfen und um zwei Wochen verlängern. "Es müssen weitere Maßnahmen ergriffen werden", sagte der Finanzminister im "Bild"-Talk. "Ich gehe davon aus, dass das schon 14 Tage sein können, die noch einmal dazukommen." Ob dazu auch Ausgangssperren gehören, wollte der Vizekanzler nicht ausschließen: "Ich finde, das ist eine mögliche Maßnahme, aber nicht die, die als allererste ansteht."

+++ 02:03 109 neue Fälle in China +++
In China stagniert die Zahl der Corona-Neuinfektionen. Für die letzten 24 Stunden meldet die Gesundheitsbehörde in Peking 109 neue Covid-19-Fälle. Am Freitag war mit 138 der höchste Wert seit dem 1. März 2020 gemeldet wurde. Die Behörden haben im Januar mehr als 28 Millionen Menschen unter häusliche Quarantäne gestellt, um die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen. Die Regierung fürchtet, dass im Zuge des traditionellen Neujahrsfestes die Corona-Epidemie wiederauflebt. Die Neujahrsfeiertage beginnen am 11. Februar und sind üblicherweise eine Hauptreisezeit in China.

+++ 01:14 Kultusminister zu Corona: "Nehmen Kindern gerade alles weg" +++
Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne weist auf die Entbehrungen von Kindern und Jugendlichen in der Corona-Krise hin. "Wir nehmen den Kindern gerade alles weg, was ihr Leben ausmacht: Hobbys, Freunde treffen, Veranstaltungen besuchen, ins Kino gehen, zusammen feiern", sagte Tonne der "Neue Osnabrücker Zeitung". "Und nun mussten wir auch noch den Schulbesuch - die letzte verbliebene Möglichkeit, Kontakt zu Gleichaltrigen zu haben - massiv einschränken und nahezu auf null herunterfahren". Diese Situation könne man nicht beliebig lange fortführen. An eine baldige komplette Wiedereröffnung der Schulen glaubt der SPD-Politiker jedoch nicht. "Keiner geht davon aus, dass wir im Februar schon wieder halbwegs normal in den Schulalltag starten", sagte er.

+++ 00:17 Slowakei nimmt Massentests wieder auf +++
Die Slowakei verschärft ihre Ausgangsbeschränkungen. In einer Sondersitzung hat die Regierung beschlossen, schon ab diesem Montag wieder Corona-Massentests im ganzen Land durchzuführen. Danach soll auch der Weg zur Arbeit nur noch mit einem negativen Corona-Test erlaubt sein. Bisher zählte der Weg zur Arbeit zu den wichtigsten Ausnahmen von einem grundsätzlichen Verbot, die eigene Wohnung zu verlassen. Die "freiwillige" Testmöglichkeit soll bis 26. Januar bestehen. Die Verschärfung der Ausgangsbeschränkungen für Personen ohne negativen Corona-Test tritt dann ab dem 27. Januar in Kraft und gilt vorerst bis 7. Februar.

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Quelle: ntv.de, fzö/mba/ino/rts/dpa/AFP