Politik

"Erste sinkende Zahlen" sichtbar Spahn strahlt Zuversicht aus

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Die Gefahr, die von den bisher bekannten Coronavirus-Mutationen ausgeht, hält Gesundheitsminister Spahn derzeit für "sehr überschaubar".

(Foto: dpa)

Es gibt einen Hoffnungsschimmer: Der Corona-Lockdown scheint zu wirken. Die Zahl der Neuinfektionen sinkt, die Kliniken werden etwas entlastet, die Impfkampagne läuft. Gesundheitsminister Spahn gibt sich optimistisch.

Gesundheitsminister Jens Spahn hat die derzeit rückläufigen Zahlen an Corona-Neuinfektionen als "ermutigend" bezeichnet. Es sei "ein gutes Signal, dass wir erste sinkende Zahlen sehen, vor allem übrigens auch auf den Intensivstationen", sagte er bei RTL und ntv. Dort betrage der Rückgang vom bisherigen Höchststand der Covid-19-Intensivpatienten derzeit schätzungsweise 10 bis 15 Prozent. Einschränkend fügt der Gesundheitsminister jedoch hinzu: "Das reicht noch nicht."

Die Gefahr, die von den bislang nachgewiesenen Virusmutationen ausgeht, sei nach seiner Ansicht "bisher sehr überschaubar", so Spahn weiter. "Das hat in aller Regel auch mit Reise- und Kontaktgeschehen etwa nach Großbritannien zu tun. Umso wichtiger sind auch aus dem Grund die Kontaktbeschränkungen aktuell, dass wir auch diesem mutierten Virus, das sich scheinbar viel, viel schneller überträgt, es möglichst schwer machen, Fuß zu fassen in Deutschland." Spahn berief sich dabei auch auf Erkenntnisse aus Rückwärtssequenzierungen, bei denen Proben aus dem Dezember noch einmal getestet worden seien.

*Datenschutz

Den Vorstoß von Bundesaußenminister Heiko Maas, bereits geimpften Personen mehr Rechte einzuräumen, erteilte Spahn zum jetzigen Zeitpunkt eine Absage: "Ich finde es gut und wichtig, dass wir diese Debatte führen. Wir müssen sie nur in der richtigen Reihenfolge führen und nach den Erkenntnissen, die wir haben." Man wisse noch nicht, ob mit einer Impfung auch Infektiosität vermieden werde, "also ob ich wirklich niemand anderen anstecken kann. Erst, wenn wir das wissen, kann man alle anderen Diskussionen führen."

Mit Blick auf den weiteren Verlauf des Infektionsgeschehens zeigte sich der Christdemokrat optimistisch und deutete eine Beherrschbarkeit der Pandemie im Sommer an: "Wenn wir es jetzt zusammen schaffen in den nächsten zwei bis drei Wochen, die Infektionszahlen deutlich zu reduzieren, dann bin ich sehr optimistisch, dass wir sie dann auch noch für eine deutlich längere Zeit, vielleicht sogar in den Sommer hinein, reduziert halten können." Wenn es außerdem gelingt, parallel zu Impfen und die Infektions-Zahlen niedrig zu halten, "dann tatsächlich besteht die Chance, im Sommer den Weg raus aus der Pandemie gegangen zu sein."

Das komplette Interview zeigt ab 20.15 Uhr das RTL Aktuell-Spezial "Corona-Krise - wie hart wird der Lockdown?"

Quelle: ntv.de, fzö