Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:51 UNICEF spricht von "Meilenstein": Königreich Bhutan macht Riesenschritte beim Impfen +++

Das kleine Königreich Bhutan im Himalaya hat binnen einer Woche rund 90 Prozent der Erwachsenen das zweite Mal mit geschenktem Impfstoff gegen Corona impfen lassen. Das entspreche rund 62 Prozent der etwa 770.000 Einwohner, sagt eine Sprecherin des UN-Kinderhilfwerks UNICEF. Bhutan konnte seine Menschen so schnell impfen, nachdem es in diesem Monat Hunderttausende Dosen geschenkt bekommen hatte - darunter 500.000 Dosen Moderna von den USA und 250.000 Dosen Astrazeneca von Dänemark, wie Daten von Unicef zeigen. "Dies ist nicht nur ein wichtiger Meilenstein für Bhutan oder Südasien, sondern für Entwicklungsländer generell", so die UNICEF-Sprecherin. Viele ärmere Länder hätten Mühe, an Impfdosen zu kommen.

+++ 23:12 Mehr als eine Million Schüler verpassen Unterricht in Großbritannien +++
Aufgrund der Pandemie sind Mitte Juli deutlich mehr als eine Million Schüler in England dem Unterricht ferngeblieben. 1,126 Millionen fehlende Schüler am 16. Juli - etwa jeder achte - bedeuteten einen Rekordwert und zugleich ein Plus von knapp einem Drittel im Vergleich zur Vorwoche. Das geht aus Daten des britischen Bildungsministeriums hervor. Demnach waren 994.000 Kinder wegen Kontakts mit Infizierten in Quarantäne. 48.000 Schüler waren selbst an dem Virus erkrankt und 33.300 galten als Verdachtsfall. Für mehr als 50.000 Kinder fiel der Unterricht aus, weil ihre Schule geschlossen war.

+++ 22:21 US-Präsident Biden erwägt Impfpflicht für Bundesbedienstete +++
Die US-Regierung spielt offenbar mit dem Gedanken, eine Impfpflicht für alle Bundesbediensteten einzuführen. Das berichtet die "Washington Post". "Das wird gerade in Erwägung gezogen", sagte demnach Präsident Joe Biden auf die Frage eines Journalisten. "Wenn Sie nicht geimpft sind, sind Sie nicht annähernd so klug, wie ich dachte." Noch im Frühjahr zählten die USA zu den Musterschülern beim Impfen, inzwischen aber hat sich eine gewisse Impfmüdigkeit eingestellt. Gleichzeitig steigt die Zahl der Neuinfektionen in dem Land seit einigen Wochen wieder an. Laut "Washington Post" ist die Bundesregierung der USA mit 2,1 Millionen Angestellten der größte Arbeitgeber des Landes.

+++ 22:08 US-Gesundheitsbehörde will laut Medien wieder Masken empfehlen +++
Wegen der hochansteckenden Delta-Variante wird die US-Gesundheitsbehörde CDC übereinstimmenden Medienberichten zufolge künftig wieder das Maskentragen empfehlen. Auch vollständig Geimpfte sollen nach dem Willen der CDC dann in einigen Teilen des Landes, in denen sich das Virus momentan besonders stark ausbreitet, in öffentlichen Räumen wieder Mund und Nase bedecken. Die Behörde hat für den Dienstagnachmittag (Ortszeit) eine Mitteilung angekündigt. Im Mai hatte die CDC für die allermeisten Situationen das Maskentragen in Innenräumen für vollständig geimpfte Personen nicht mehr für notwendig gehalten.

+++ 21:42 Johnson will wohl wieder Reisende aus EU und USA ins Land lassen +++
Der britische Premierminister Boris Johnson will einer Zeitung zufolge vollständig geimpfte Reisende aus der EU und den USA wieder ins Land lassen. Die Regelung könnte ab kommende Woche gelten, berichtet die "Financial Times" unter Berufung auf Insider. Minister hätten Johnson zu dem Schritt gedrängt.

+++ 21:19 Iranische Regierung beklagt Missachtung von Vorschriften - Fallzahl steigt +++
Iran meldet als Teil einer fünften Welle 34.951 Neuinfektionen am Tag und damit den zweiten Rekordstand in Folge. Gesundheitsminister Said Namaki kritisiert im staatlichen Fernsehen eine mangelnde Umsetzung der Vorschriften: "Wenn die Gesundheitsvorgaben weiter so eingehalten wie jetzt, besteht wenig Hoffnung, dass wir aus der 'roten' Lage herauskommen." Den Behörden zufolge befolgen weniger als 40 Prozent der Bevölkerung die Vorschriften etwa zur Maskenpflicht. In dem Land mit 83 Millionen Menschen sind bislang nur 2,5 Millionen vollständig geimpft.

+++ 20:51 Anteil der Delta-Variante liegt laut Laborverbund bei 89 Prozent +++
Der Anteil der Delta-Variante an den vom Laborverbund ALM untersuchten positiven PCR-Befunden liegt mittlerweile bei circa 89 Prozent. Das teilt der ALM e.V. mit. Vergangene Woche ging das Robert-Koch-Institut (RKI) von 84 Prozent aus. Am kommenden Donnerstag wird das RKI aktuelle Zahlen vorlegen.

+++ 20:29 Portugal bittet EU-Staaten um Impfdosen +++
Portugal bittet andere EU-Staaten um zusätzliche Impfdosen. Damit solle die Impfkampagne beschleunigt werden, sagt Gesundheitsministerin Marta Temido. Das Land will bis Ende August 70 Prozent seiner erwachsenen Bevölkerung vollständig immunisieren. Derzeit sind rund 45 Prozent der Portugiesen zweimal geimpft. Das Land hat bereits rund 290.000 Impfdosen aus Norwegen erhalten und verhandelt derzeit mit Italien über weitere 300.000 Dosen. Portugal hoffe, in den nächsten drei Wochen fast eine Million Impfdosen zu erhalten, sagt Henrique Gouveia e Melo, der Koordinator des nationalen Impfprogramms.

+++ 20:20 In zehn Landkreisen liegt die Inzidenz über 35 +++
Nach wie vor liegen drei Landkreise in Deutschland bei einer Inzidenz von über 50. Hinzu kommen sieben weitere, die die Schwelle von 35 überschritten haben.

+++ 19:49 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 1915 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.759.363 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 1915 neue Fälle hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 38 auf 91.565. Als aktuell infiziert gelten rund 20.770 Personen. Das sind 392 mehr als gestern und 37 Prozent mehr als in der Vorwoche.

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,05 angegeben (Vortag: 1,10). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 370 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 199 davon werden beatmet.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

+++ 19:24 UNICEF warnt vor Folgen von Schulschließungen +++
Die Schulschließungen wegen der Pandemie drohen in vielen Ländern für Jahrzehnte spürbare verheerende Folgen zu haben. Davor warnt das UN-Kinderhilfswerk UNICEF. Abgesehen von den Schulkindern, die zur Zeit in den Ferien sind, falle der Unterricht für mehr als 600 Millionen Kinder aus, sagt UNICEF-Sprecher James Elder. Im östlichen und südlichen Afrika seien 40 Prozent der Kinder im schulpflichtigen Alter nicht im Unterricht. 37 Millionen seien schon vor der Pandemie nicht zur Schule gegangen. Hinzugekommen seien 32 Millionen Kinder, weil Schulen geschlossen sind oder viele junge Leute nach Schulschließungen nicht zurückkehrten. Nur wenige Schulen könnten Fernunterricht anbieten. In Südafrika haben nach Schätzungen 400.000 bis 500.000 junge Leute die Schule in den vergangenen 16 Monaten abgebrochen.

+++ 18:51 Mann vergleicht Pandemie-Politik mit Judenverfolgung - Justiz ermittelt +++
Die Generalstaatsanwaltschaft München ermittelt gegen einen Mann, der auf Facebook die Corona-Politik der Bundesregierung mit der Judenvernichtung im Nationalsozialismus verglichen haben soll. Der 45 Jahre alte Münchner habe im Internet die Nazi-Parole "Arbeit macht frei" mit dem Satz "Impfen macht frei" gleichgesetzt, teilt ein Sprecher der Behörde mit. Daher ermittle die Generalstaatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Volksverhetzung. Den Angaben zufolge durchsuchten Ermittler die Wohnung des Mannes und stellten Handys und Computer sicher.

+++ 18:25 In einigen Regionen Frankreichs gilt wieder Maskenpflicht im Freien +++
Wenige Wochen nach der Aufhebung der Maskenpflicht im Freien in Frankreich wird diese in immer mehr Regionen und Städten des Landes wieder eingeführt. Wegen der Ausbreitung der Delta-Variante muss von nun an in der Präfektur Gironde im Südwesten des Landes auch im Freien wieder eine Maske getragen werden. Auch in anderen Landesteilen im Osten und Südosten sowie auf der Mittelmeerinsel Korsika gilt wieder eine strengere Maskenpflicht. Der Präfektur zufolge stieg die Inzidenz in der Gironde bei Bordeaux binnen zwei Wochen von 40 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner auf inzwischen 314. In Korsika stieg die Inzidenz zuletzt sogar auf 699. Die korsischen Behörden verhängten daher eine Maskenpflicht im Freien für belebte Straßen in großen Städten.

+++ 18:04 Zahl der Corona-Toten in Großbritannien steigt auf Vier-Monats-Hoch +++
In Großbritannien ist die Zahl der Corona-Toten auf den höchsten Tageswert seit mehr als vier Monaten gestiegen. An heutigen Dienstag meldeten die Behörden den Tod von 131 Menschen, das waren so viele wie seit dem 17. März nicht. Damals starben 141 Menschen innerhalb von vier Wochen nach einer Infektion. In den vergangenen sieben Tagen gab es landesweit 480 Corona-Tote, 40 Prozent mehr als in der Vorwoche. "Dies liegt unter anderem an der hohen Fallzahl, die in den vergangenen Wochen registriert wurde", sagte die medizinische Direktorin der Gesundheitsbehörde Public Health England, Yvonne Doyle.

+++ 17:42 Impfkampagne für Geflüchtete "hervorragend angelaufen" +++
Seit knapp zwei Monaten klärt eine mehrsprachige Kampagne in Niedersachsen Flüchtlinge über die Impfung auf. Nach Angaben vom Flüchtlingsrat Niedersachsen ist sie "hervorragend angelaufen". Geschäftsführer Kai Weber: "Wir haben den Eindruck, die Quote der Impfwilligen ist seit der Kampagne angestiegen." Das Ziel sei es, Geflüchtete und alle Menschen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, mit Informationen zum Impfen zu versorgen. So könne man gegen Vorbehalte oder Verschwörungstheorien vorgehen.

+++ 17:27 Positivrate bei PCR-Tests steigt deutlich +++
Laut dem Laborverbund ALM steigt die Positivrate bei den analysierten PCR-Tests auf 2,41 Prozent. In der Vorwoche waren es noch 1,70 Prozent. Zugleich wird derzeit so wenig getestet wie zuletzt im Sommer 2020. Vor fast genau einem Jahr fielen nur 0,80 Prozent der PCR-Befunde positiv aus.

+++ 17:09 Fallzahlen in den Niederlanden gehen weiter zurück +++
Die Niederlande haben einen starken Rückgang bei Neuinfektionen registriert. In den vergangenen sieben Tagen wurden mehr als 37.000 neue Fälle festgestellt, etwa 46 Prozent weniger als in der Vorwoche, wie das zuständige Institut für Gesundheit und Umwelt RIVM mitteilt. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag demnach bei 215 Fällen pro 100.000 Einwohnern, in der Vorwoche bei fast 400. Nach dem Wochenbericht des RIVM stiegen aber die Patientenzahlen in Krankenhäusern stark an.

+++ 16:59 Nächster Bund-Länder-Gipfel am 10. August +++
Die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder beraten am 10. August zusammen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel über das weitere Vorgehen in der Pandemie. Für diesen Tag sei eine Videokonferenz angesetzt worden, erklärt der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz, Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller.

+++ 16:50 EU will bald 70 Prozent der Erwachsenen doppelt geimpft haben +++
Die EU wird nach eigenen Angaben ihr Ziel erreichen und bis Ende des Sommers 70 Prozent der erwachsenen Bevölkerung vollständig geimpft haben. Bereits jetzt hätten 70 Prozent der über 18-Jährigen ihre erste Dosis eines Vakzins erhalten, teilt die EU-Kommission mit. 57 Prozent der Erwachsenen seien vollständig geimpft. Die Prognosen zeigten, dass die EU ihr Impfziel erreichen werde.

+++ 16:45 RKI befürwortet Lolli-Tests in Kitas und Schulen +++
Das Robert-Koch-Institut (RKI) sieht sogenannte Lolli-Tests als gute Möglichkeit für eine breite Testung von Kindern. Die Lolli-Methode könne "eine Grundlage für ein breit anwendbares und systematisches Testkonzept in Kitas und Schulen" sein. Vor allem eine mittlere und hohe Viruslast werde mit dieser Methode "sehr sicher" erkannt. Zudem sei die Testung im Vergleich zu Antigen-Schnelltesten sensitiver, berichtete das RKI. Die Sensitivität gibt an, wie viele Kranke tatsächlich als krank erkannt werden. Nicht zuletzt werde die nicht-invasive Probenentnahme von den Kindern, den Eltern und dem Personal gut akzeptiert. Bei der Lolli-Methode wird die Probe durch 30-sekündiges Lutschen an einem Abstrichtupfer gewonnen.

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+++ 16:33 Profiligen bieten Unterstützung bei Umsetzung von Impfangeboten +++
Die Initiative Profisport Deutschland (IPD) unterstützt mit einer eigenen Aktion das Impfprogramm von Städten und Gemeinden. Die Deutsche Fußball Liga (DFL), die Basketball Bundesliga (BBL), die Handball-Bundesliga (HBL) sowie die Deutsche Eishockey Liga (DEL) wollen mit ihren jeweiligen Klubs zusätzliche Möglichkeiten eröffnen, um die Impfbereitschaft in Deutschland zu erhöhen. An einigen Standorten werden bereits kreative Impfangebote zum Beispiel im Rahmen von Spielen oder Trainingseinheiten von Profiklubs umgesetzt und teilweise mit Anreizen für zu impfende Personen verbunden.

+++ 16:12 Israel will in Ausnahmefällen Kinder impfen lassen +++
Israel will in extremen Ausnahmefällen eine Impfung von Fünf- bis Elfjährigen erlauben. Solche Ausnahmen könnten für Kinder gelten, die besonders gefährdet seien, im Falle einer Infektion schwer zu erkranken oder zu sterben, teilt das Gesundheitsministerium mit. Dies könne zum Beispiel bei extremer Fettleibigkeit, schweren chronischen Lungenkrankheiten oder Herzproblemen der Fall sein. Grundsätzlich sei eine Impfkampagne für Kinder in dem Alter derzeit kein Thema, hieß es in einer Anweisung an die Krankenkassen. Es gehe darum, die Zahl der Genehmigungen in solchen Fällen niedrig zu halten. Die Gruppe der bis Neunjährigen hat inzwischen im Altersvergleich den höchsten Anteil der registrierten Neuinfektionen.

+++ 15:39 Kassenärzte-Chef: Gibt kein Recht auf Restaurant- oder Stadionbesuche +++
Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, hält Beschränkungen für Ungeimpfte in bestimmten Bereichen für sinnvoll. "Sind nur Geimpfte in einem Raum, ist die Ansteckungswahrscheinlichkeit fast gleich null", sagt Gassen dem "Handelsblatt". "Deswegen kann ich jeden Kino-, Gaststätten- und Hotelbetreiber verstehen, der nur noch Geimpfte reinlässt." Es gebe für niemanden ein Recht auf Restaurant- oder Stadionbesuche. Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können oder für die es keinen Impfstoff gibt, wie beispielsweise Kinder, sollten laut Gassen von solch einer Regelung ausgenommen werden.

+++ 15:11 Volksfest Hamburger Dom öffnet zum ersten Mal nach Zwangspause +++
Mit einem dynamisch anpassbaren Sicherheitskonzept öffnet der Hamburger Dom am Freitag nach anderthalb Jahren Corona-Zwangspause wieder für Besucher. Laut Bundesverband des Ambulanten Gewerbes und der Schausteller ist es das bundesweit erste größere Volksfest am regulären Standort. Anfangs dürfen nur 7000 Menschen gleichzeitig auf das Heiligengeistfeld, später bis zu 9500. Sie brauchen ein kostenloses Zeitfenster, müssen Maske tragen und einen Nachweis mitbringen, dass sie vollständig geimpft, genesen oder negativ getestet sind. Auch ist mit 184 Schaustellern diesmal rund ein Drittel weniger als üblich vertreten. Außerdem wurden 300 Handwasch- und Hygiene-Stationen aufgebaut. Alkohol darf auf dem Dom nur auf den Sitzplätzen der Gastronomiebetriebe getrunken werden. Schon jetzt seien rund 30.000 kostenlose Tickets gebucht worden.

+++ 15:56 Scholz spricht sich für kostenpflichtige Tests aus +++
Bundesfinanzminister und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz rechnet damit, dass Corona-Tests schon bald nicht mehr kostenlos erhältlich sein werden. Dies werde ab dem Zeitpunkt der Fall sein, "an dem alle, die sich impfen lassen können, ein Impfangebot erhalten haben", so Scholz auf Twitter.

+++ 14:39 Kretschmann rechnet mit Einschränkungen für Ungeimpfte +++
Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann stellt kurz vor einer Schalte mit den unionsgeführten Ländern zum Kampf gegen die Pandemie Einschränkungen für Nicht-Geimpfte in Aussicht. "Die, die sich nicht impfen lassen, müssen damit rechnen, dass der Zugang zu Veranstaltungen, Institutionen, erschwert ist", sagt der Grünen-Politiker. Ungeimpfte müssten außerdem damit rechnen, dass sie sich an den Kosten für Tests beteiligen müssen, sobald allen Bürgern ein Impfangebot gemacht wurde.

+++ 14:21 Söder: "Jeder, der voll geimpft ist, muss seine vollen Rechte wiedererhalten" +++
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder fordert eine "klare Linie" der Regierungschefs für das weitere Vorgehen in der Pandemie. Zentral sei für ihn, dass das Impfen eine absolute Frage der Freiheit sei, so Söder. "Jeder, der voll geimpft ist, muss seine vollen Rechte wiedererhalten." Dieses Prinzip sei auch schon in den Regelungen des Bundes für die Notbremse angelegt worden. Laut Söder wird die Ministerpräsidentenkonferenz auf "Mitte August" vorgezogen, ein genaues Datum nannte er nicht. Der CSU-Chef sagt, der entscheidende Ansatz sei seiner Meinung nach, dass Geimpfte mehr Möglichkeiten und Freiheiten wiedererlangen.

+++ 14:01 Epidemiologe: Pandemie in GB in einigen Wochen überwunden +++
Großbritannien könnte nach Ansicht des Epidemiologen Neil Ferguson vom Imperial College in einigen Wochen die Pandemie überwunden haben. Er sei zuversichtlich, dass man Ende September oder im Oktober auf den größten Teil des Pandemie-Geschehens zurückblicken könne, sagt er der BBC. Grund sei der Impferfolg. In Großbritannien fallen seit sechs Tagen die täglichen Neuinfektionen.

+++ 13:37 Deutsche Verschwörer sollen Demos in Australien organisiert haben +++
Verschörungstheoretiker aus Deutschland sollen dabei geholfen haben, eine Reihe von Protesten gegen den Corona-Lockdown in Australien zu organisieren, wie "The Guardian" berichtet. Bei den Demonstrationen wurden am vergangenen Samstag mehr als 60 Menschen festgenommen, nachdem es zu Zusammenstößen mit der Polizei gekommen war. Koordiniert wurden die Demos dem Bericht zufolge über die sozialen Medien von dem Netzwerk "Worldwide Demonstration", das von Mitgliedern der Gruppe "Freie Bürger Kassel" geführt wird. Vor allem die Gewaltbereitschaft der Demonstranten hatte die australische Polizei vielerorts überrascht.

+++ 13:12 Italien prüft Corona-Impfpflicht für Lehrer +++
In Italien erwägt die Regierung offenbar eine Corona-Impfpflicht für Lehrer und anderes Personal an den Schulen. Noch in dieser Woche könnte dazu ein Dekret erlassen werden, hieß es in der Zeitung "Corriere della Sera". Zuvor solle es noch ein Treffen mit den Gewerkschaften geben. Gesundheitsminister Roberto Speranza sagte im Fernsehen, es werde geprüft, was das wirksamste Mittel sei, um Präsenzunterricht wieder zu ermöglichen. Nach offiziellen Angaben sind 85 Prozent der Lehrer zumindest einmal gegen Covid-19 geimpft. Allerdings gibt es erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Regionen.

+++ 12:48 Hamburg ist neuer Negativ-Spitzenreiter mit Inzidenz über 30 +++
In Hamburg ist die Corona-Inzidenz erstmals seit zwei Monaten wieder über die 30er-Marke gestiegen. Die Gesundheitsbehörde gab die Zahl der Neuinfizierten je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen mit 30,61 an. Am Vortag hatte die Sieben-Tage-Inzidenz bei 29,4 gelegen, eine Woche zuvor bei 16,9. Es kamen 87 neu bestätigte Infektionen hinzu - 12 weniger als am Vortag, aber 24 mehr als am Dienstag vor einer Woche. Laut Robert-Koch-Institut (RKI), das die Inzidenz auf anderer Grundlage berechnet, belegt Hamburg mit einem Wert von 26,8 den Negativ-Spitzenplatz unter den Ländern, gefolgt von Berlin (24,8) und dem Saarland (22,6).

+++ 12:21 Spanischer Verein sagt Testspiel gegen Leverkusen wegen mehrerer Corona-Fälle ab +++
Das geplante Testspiel von Bayer Leverkusen am Samstag gegen Celta Vigo fällt aus. Der spanische Club hat wegen mehrerer Corona-Fälle innerhalb der Mannschaft auf eine Reise nach Deutschland verzichtet. Nun sucht Bayer einen neuen Gegner zum Abschluss der Saisonvorbereitung, bevor der Fußball-Bundesligist am 7. August im DFB-Pokal beim 1. FC Lokomotive Leipzig sein erstes Pflichtspiel bestreiten wird. Am Mittwoch testet Leverkusen noch gegen den FC Utrecht. Für die Partie gegen den niederländischen Erstligisten sind insgesamt 400 Zuschauer im Ulrich-Haberland-Stadion zugelassen, noch gibt es rund 100 Tickets. Besucher müssen aber vollständig geimpft, genesen oder getestet sein.

+++ 11:57 In Melbourne endet der Lockdown, in Sydney noch nicht +++
Nach knapp zwei Wochen werden die strikten Corona-Beschränkungen im australischen Bundesstaat Victoria mit der Millionenmetropole Melbourne weitgehend wieder aufgehoben. Der Lockdown ende in der Nacht zum Mittwoch, teilte Regional-Premierminister Daniel Andrews mit. Dann dürfen unter anderem Schulen, Restaurants, Fitnessstudios und Geschäfte wieder öffnen. Sydney bleibt hingegen nach einem guten Monat weiter im Lockdown. Bisher ist Australien mit seinen 25 Millionen Einwohnern wegen der extrem strikten Regeln erfolgreich im Kampf gegen die Pandemie. Landesweit wurden rund 33.000 Fälle bestätigt. 918 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben.

+++ 11:35 Erste US-Bundesbehörde beschließt Impfpflicht für Gesundheitspersonal +++
Das US-Veteranenministerium hat eine Corona-Impfpflicht für alle Mitarbeiter des Gesundheitswesens angekündigt. "Wann immer ein Veteran oder Veteranen-Mitarbeiter einen Fuß in eine Veteranen-Einrichtung setzt, müssen sie wissen, dass wir alles in unserer Macht Stehende getan haben, um sie vor Covid-19 zu schützen", sagte Veteranenminister Denis McDonough. Das Ministerium ist die erste Bundesbehörde, die ihren Mitarbeitern eine Impfpflicht auferlegt - die US-Regierung hat sich in dieser Hinsicht bislang zurückgehalten. Die Mitarbeiter haben nun acht Wochen Zeit, um sich vollständig gegen Corona impfen zu lassen.

+++ 11:12 KBV-Chef fordert bei Beurteilung der Corona-Lage zusätzliche Daten +++
Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, hat die Politik aufgefordert, bei der Beurteilung der Corona-Lage neben den Inzidenzwerten verstärkt zusätzliche Daten zu berücksichtigen. Gassen sagte auf NDR Info, man brauche auch Parameter, die zeigten, wer sich konkret infiziere und wie die Belegungszahlen in den Krankenhäusern seien. Zugleich warnte Gassen davor, das öffentliche Leben erneut herunterzufahren. Er verwies unter anderem auf die hohe Zahl an Geimpften und ein verändertes Infektionsspektrum beim Alter.

+++ 10:46 Zahl der Corona-Neuinfektionen in Israel steigt weiter an +++
Das israelische Gesundheitsministerium meldete am Dienstag 2112 Corona-Fälle - so viele wie seit Mitte März nicht mehr. Dem Fernsehen zufolge handelt es sich bei etwa jedem zehnten neuen Fall um Rückkehrer aus dem Ausland. Die Zahl der Corona-Patienten mit schwerem Verlauf stieg auf 138 - am Montag vor einer Woche waren es noch 61. Die meisten neuen Fälle stehen nach offiziellen Angaben in Verbindung mit der Delta-Variante des Virus. Unter den Neuinfizierten sind viele jüngere Menschen und auch zweifach Geimpfte.

+++ 10:13 Botschaft schaltet sich in Olympia-Quarantäne-Fall von Radprofi Geschke ein +++
In den Fall des Radprofis Simon Geschke, der unter der strengen Corona-Quarantäne in Japan leidet, hat sich auch die deutsche Botschaft eingeschaltet. "Wir arbeiten mit dem DOSB daran, ihm die Lage, die ja nun wirklich nicht einfach ist, so weit wie möglich zu erleichern im Rahmen, den momentan Japan da vorgibt", sagte eine Sprecherin in Tokio der Nachrichtenagentur dpa. Man stehe inzwischen auch in direktem Kontakt mit Geschke. Zugleich sei man dabei, sich intern mit anderen EU-Staaten abzustimmen, wie im Gespräch mit der japanischen Seite "auf eine Verbesserung der Quarantänebedingungen hingewirkt werden" kann.

+++ 09:53 Neuinfektionen in Tokio steigen im Rekordtempo +++
In der Olympia-Stadt Tokio steigen die Neuinfektionen auf über 3000 registrierte Fälle - so viele wie nie an einem einzigen Tag. Das berichtet die Nachrichtenagentur Jiji. Am Montag waren 1429 neue Corona-Fälle erfasst worden, doppelt so viele wie eine Woche zuvor. Nun bereiten sich die dortigen Krankenhäuser auf die Aufnahme zusätzlicher Covid-19-Patienten vor. Die Zahl der Betten für diese Fälle soll von derzeit 5967 auf 6406 erhöht werden, berichtet der Sender TBS.

+++ 09:31 EU erlaubt deutsche Corona-Hilfe für Condor in Millionenhöhe +++
Deutschland darf den Ferienflieger Condor mit einer staatlichen Beihilfe von 525,3 Millionen Euro unterstützen. Die Genehmigung ist auf mehrere Entscheidungen der EU-Kommission zurückzuführen und betrifft den Angaben zufolge zwei Maßnahmen, wie die Brüsseler Behörde mitteilte. Zum einen handelt es sich um 204,1 Millionen Euro zur Entschädigung von Condor für in der Corona-Pandemie erlittenen Schaden und zum anderen um 321,2 Millionen Euro, um eine Restrukturierung der Airline zu unterstützen. Den Angaben zufolge fliegt Condor an 126 Ziele weltweit.

+++ 09:05 Virologe Stürmer befürwortet Ausweitung der Testpflicht für Reiserückkehrer +++
"Wir sehen tatsächlich schon, dass Reiserückkehrer gehäuft dazu beitragen, Infektionen nach Deutschland zu bringen", sagte der Frankfurter Virologe Martin Stürmer im ZDF-"Morgenmagazin". Das sei sicher auch darin begründet, dass bei Geimpften und Genesenen auf die Tests verzichtet werde, auch wenn sie aus Hochrisikogebieten kämen. Ein solches Vorgehen nannte er "fahrlässig", weil bereits bekannt sei, dass sich auch Geimpfte mit der Delta-Variante anstecken könnten.

+++ 08:38 Grüne kritisieren Corona-Pläne der Bundesregierung +++
Dass Landkreise und kreisfreie Städte mehr Handlungsspielraum bei den Corona-Regeln bekommen sollen, stößt bei den Grünen in Niedersachsen auf Kritik. "Ein einheitliches Vorgehen mit einheitlichen Kriterien für Niedersachsen ist wichtig", sagte die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Julia Willie Hamburg, in einem Interview der Zeitung "Neue Presse". Die Landesregierung will die Corona-Verordnung in dieser Woche anpassen. Der Änderungsentwurf sieht unter anderem vor, dass die Landkreise und kreisfreien Städte per Allgemeinverfügung einzelne Bereiche von Verschärfungen ausnehmen können, wenn diese nachweislich nicht zum Anstieg des Infektionsgeschehens beigetragen haben.

+++ 08:13 Spanien und die Niederlande seit heute Hochinzidenzgebiete +++
Seit Mitternacht gelten bei der Einreise nach Deutschland aus Spanien oder den Niederlanden zusätzliche Auflagen: Wer aus einem Hochinzidenzgebiet zurückkehrt und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne, kann diese aber durch einen negativen Test nach fünf Tagen verkürzen. Betroffen sind auch die spanischen Inselgruppen der Kanaren und der Balearen sowie die niederländischen Überseegebiete in der Karibik.

+++ 07:44 Epidemiologe klärt auf: Wirkt Viruskontakt bei Geimpften wie Impf-Booster? +++
Im Corona-Spezial beantwortet ntv-Moderatorin Katrin Neumann zusammen mit dem Epidemiologen Prof. Timo Ulrichs Zuschauerzuschriften. Wer eine Frage an das Expertenteam hat, kann sie an "Coronafragen@ntv.de" schicken.

+++ 07:16 Indien meldet niedrigste Zahl an Neuinfektionen seit März +++
In Indien verzeichnet das Gesundheitsministerium 29.689 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das ist der niedrigste Wert seit dem 17. März. Insgesamt wurden rund 31,44 Millionen Ansteckungsfälle registriert, weltweit weisen nur die USA mehr Infektionen auf. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus steigt in Indien um 415 auf 421.832.

+++ 06:46 Patientenschützer kritisieren Debatte über Impfpflicht +++
Der Vorsitzende der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, bezeichnete es in der Düsseldorfer "Rheinischen Post" als "brandgefährlich", öffentlich über eine Impfpflicht nachzudenken. "Niemand kann hierzulande ein Interesse haben, mit der Polizei eine Impfpflicht durchzusetzen", betonte er. Impfskeptiker müssten "mit Argumenten" überzeugt werden, forderte er. "Kern einer solchen Debatte muss der Selbstschutz vor Corona sein."

+++ 06:18 Uniklinik-Direktor lehnt Idee kostenpflichtiger Corona-Tests ab +++
Der Direktor des Frankfurter Universitätsklinikums hält nichts von dem Vorschlag, dass Ungeimpfte ab Herbst Corona-Tests selbst zahlen sollen. "Tests kostenpflichtig zu machen, führt zum Gegenteil dessen, was wir wünschen", sagte Professor Jürgen Graf, Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikum Frankfurt, der Deutschen Presse-Agentur. Gerade in Bevölkerungsgruppen mit niedrigem Einkommen seien die Infektionszahlen in der Regel sehr hoch. Müssten diese Menschen für Tests zahlen, würden in Summe weniger durchgeführt. Covid-19 zu bekämpfen, sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, sagte Graf, der auch Leiter des Planstabs stationäre Versorgung beim hessischen Gesundheitsministerium ist. Daher sollte auch die Gesellschaft als Ganzes für die Kosten aufkommen.

+++ 05:47 Veranstaltungsbranche fordert Impfpflicht für Besucher und Beschäftigte +++
Großveranstaltungen nur noch für Geimpfte und Genesene - das ist laut Verband der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft der einzige Weg zurück in die wirtschaftliche Normalität. "Im Bereich der Großveranstaltungen und Konzerte gibt es spätestens ab Ende September, wenn jeder ein Impfangebot bekommen hat, nur diesen Weg", sagt Jens Michow, geschäftsführender Präsident des Bundesverbands der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft (BDKV). Auch das Personal und die Künstler müssten für solche Veranstaltungen dann natürlich geimpft sein. Die Alternative - Veranstaltungen weiterhin nur mit Abstandsgeboten, Maskenpflicht und begrenzter Besucherzahl - ist laut Michow wirtschaftlich nicht durchführbar.

+++ 05:11 Sieben weitere Fälle bei den Olympischen Spielen +++
Bei den Olympischen Spielen in Tokio sind zwei weitere Athletinnen oder Athleten positiv getestet worden. Insgesamt seien sieben weitere Neuinfektionen im Umfeld der Sommerspiele festgestellt wurden, teilten die Organisatoren mit. Die Zahl der positiven Tests rund um die Spiele seit Beginn der Erfassung am 1. Juli stieg damit auf 155. Die Namen der betroffenen Athletinnen und Athleten, die beide im olympischen Dorf wohnen, ließen die Veranstalter wie gewohnt offen. Einer von ihnen ist ein niederländischer Tennisspieler. Gestern hatte der Tennis-Weltverband mitgeteilt, dass Doppelspieler Jean-Julien Rojer aus den Niederlanden nach einem positiven Test in Quarantäne sei und nicht mehr am olympischen Tennis-Turnier teilnehmen dürfe.

+++ 04:23 RKI meldet 1545 Neuinfektionen, Inzidenz steigt auf 14,5 +++
Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 1545 neue Positiv-Tests. Das sind 362 mehr als am Dienstag vor einer Woche, als 1183 Neuinfektionen gemeldet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 14,5 von 14,3 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 38 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 91.565. Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 3,75 Millionen Corona-Tests positiv aus.

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden.

Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv- Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 03:51 Laumann erwartet Corona-Impfung von Pflege- und Lehrpersonal +++
Der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann erwartet von bestimmten Berufsgruppen, dass sie sich gegen das Coronavirus impfen lassen. Er habe sich mehrfach gegen eine Impfpflicht ausgesprochen, sagte Laumann der "Rheinischen Post": "Ich möchte aber klarstellen, dass für mich die Impfung zur Ethik bestimmter Berufe, etwa dem pflegenden oder dem lehrenden Beruf, dazugehört", betonte der CDU-Politiker. Es sollte selbstverständlich sein, dass jemand, der zum Beispiel andere Menschen pflege, alles dafür tue, seine Patienten vor der Ansteckung mit Covid zu schützen.

+++ 03:12 Justizministerin Lambrecht: Gastronomen können nur für Geimpfte öffnen +++
Angesichts des schleppenden Impftempos verweist Bundesjustizministerin Christine Lambrecht auf die Möglichkeit, Restaurants nur für Geimpfte zu öffnen. "Die Vertragsfreiheit ermöglicht privaten Anbietern wie Gastronomen eine weitgehend freie Gestaltung ihrer Angebote", sagt die SPD-Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Wer seinen Gästen einen besonderen Schutz anbieten wolle, könne deshalb auch Angebote machen, die sich nur an Geimpfte richten. Eine Impfpflicht schließt Lambrecht weiter aus. Jedoch solle die Allgemeinheit "nicht mehr auf Dauer für Testkosten aufkommen müssen, wenn Menschen ihre Impfangebote nicht wahrnehmen."

+++ 02:37 Schwesig fordert Corona-Ampel wegen steigender Infektionszahlen +++
Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig von der SPD mahnt zeitnahe Beratungen von Bund und Ländern zur Bekämpfung der Pandemie an und fordert einen Strategiewechsel. "Wir sollten die nächste Konferenz der Regierungschefs der Länder mit der Kanzlerin vorziehen. Die Corona-Zahlen steigen weiter. Wir müssen jetzt gemeinsame Entscheidungen treffen, wenn wir uns gut auf den Herbst vorbereiten wollen", sagt Schwesig der Zeitung "Rheinische Post". Gemeinsam mit der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer von der SPD sei sie der Auffassung, "dass wir einen neuen Corona-Warnwert brauchen, der neben der Inzidenz auch die Auslastung der Krankenhäuser und den Impffortschritt berücksichtigt". Mecklenburg-Vorpommern habe eine solche Corona-Ampel bereits eingeführt.

+++ 02:21 Lauterbach warnt vor Unterricht ohne Einschränkungen +++
Der SPD-Politiker Karl Lauterbach hat vor einem Schulstart nach den Sommerferien ohne jegliche Corona-Beschränkungen gewarnt. "Ich habe schon aus den Ländern von der Idee gehört, nach dem Sommer den Unterricht ohne jede Einschränkung auch bei hohen Inzidenzen wieder durchzuführen. Wir hätten bis Ende des Schuljahres eine komplette Durchseuchung aller Schüler", sagte er der "Rheinischen Post". Fahre man die Schutzmaßnahmen in Schulen zu früh herunter, würden sich sehr viele Kinder mit Covid-19 infizieren. Es sei unklar, wie viele von ihnen nach einer Erkrankung mit Long-Covid-Spätfolgen oder gar einem schwächeren Immunsystem zu kämpfen hätten. Alternativ könnten Schulen an Wechselunterricht, Masken, Test und Quarantäne für erkrankte Schüler festhalten. "Auch die Impfung von über zwölfjährigen Jugendlichen kann aus meiner Sicht sehr dabei helfen, die Pandemie zu überwinden", sagte Lauterbach.

+++ 01:48 Spahn will Testpflicht im Reiseverkehr ausweiten +++
Die Bundesregierung bereitet einem Medienbericht zufolge eine erhebliche Verschärfung der Corona-Reiseauflagen vor. Das Gesundheitsministerium will "eine schnellstmögliche Ausweitung der Testpflichten bei Einreise", berichten die Zeitungen der Funke Mediengruppe. Bisher müssen Flugpassagiere und Einreisende aus Hochrisikogebieten einen negativen Test vorlegen - es sei denn, sie sind vollständig geimpft oder genesen. Künftig will Minister Jens Spahn von der CDU einen Test offenbar unabhängig davon verlangen, aus welchen Gebieten und mit welchen Verkehrsmitteln die Reisenden nach Deutschland kommen, heißt es in dem Bericht.

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+++ 01:10 Mediziner erwarten in vierter Welle weniger Intensiv-Patienten +++
Mediziner rechnen bei einer vierten Welle mit weniger Patienten auf den Intensivstationen als in der jüngsten Hochphase. "Ich bin mir sicher, dass die Zahlen der Patienten auf den Intensivstationen und in den Krankenhäusern bei einer vierten Welle nicht so hoch sein werden wie bei der dritten Welle. Aber es ist noch nicht vorbei", sagt Stefan Kluge, Vorstandsmitglied der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), dem Redaktionsnetzwerk (RND). Das Virus sei in seiner Delta-Variante viel ansteckender als noch vor einem Jahr, weshalb auch nicht alle Regeln - wie etwa das Maskentragen in Supermärkten - aufgehoben werden sollten.

+++ 23:46 Neuinfektionen in der Türkei auf höchstem Stand seit Anfang Mai +++
In der Türkei ist die Zahl der innerhalb eines Tages gemeldeten Neuinfektionen auf mehr als 16.000 Fälle angestiegen - das ist der höchste Stand seit Anfang Mai. Zudem starben im gleichen Zeitraum 63 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. Das Land mit rund 84 Millionen Einwohnern hatte Anfang Juli alle wegen der Pandemie erlassenen Ausgangsbeschränkungen aufgehoben. Seitdem steigen die Fallzahlen wieder. Die Türkei setzt die Impfstoffe des chinesischen Herstellers Sinovac sowie von Biontech ein. Etwa 47 Prozent der Bevölkerung haben mindestens eine Impfdosis erhalten. Rund 28 Prozent sind vollständig geimpft.

+++ 22:25 Zahl der Corona-Toten in Indonesien liegt bei knapp 1500 pro Tag +++
Indonesiens tägliche Infektionszahlen gehen weiter zurück - die Zahl der täglichen Todesfälle bleibt aber hoch. Sie liege nahe einem Allzeithoch von mehr als 1500, teilt das indonesische Gesundheitsministerium mit. Das südostasiatische Land registrierte in den letzten 24 Stunden 28.228 Fälle, was die Gesamtzahl der bestätigten Infektionen nach Angaben des Ministeriums auf fast 3,2 Millionen erhöht. Weitere 1.487 Todesfälle über Nacht ließen die Zahl der virusbedingten Todesopfer auf 84.766 steigen. Die Zahl der täglich Genesenen erreichte einen Rekord von 40.374. Das viertbevölkerungsreichste Land der Erde gilt derzeit als globaler Pandemie-Hotspot. Grund ist vor allem die Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante.

+++ 21:50 RKI registriert immer mehr infizierte Reiserückkehrer +++
Nach wie vor haben laut Robert-Koch-Institut die meisten Ansteckungen in Deutschland ihren Ursprung im Inland. Allerdings spielen bei der Entwicklung des Infektionsgeschehens zunehmend auch Reiserückkehrer eine relevante Rolle. Laut dem aktuellen wöchentlichen Lagebericht des RKI nahm die Zahl der aus dem Ausland importierten Infektionen in den Wochen vom 21. Juni bis zum 18. Juli deutlich zu. "Im Zeitraum MW 25-28/2021 wurde bei 2.402 Personen (bei ca. 10 Prozent aller übermittelten Fälle) eine wahrscheinliche Exposition im Ausland gemeldet. Dies zeigt eine zunehmende Rolle reiseassoziierter Fälle am derzeitigen Infektionsgeschehen", heißt es. Insgesamt seien in diesem Zeitraum 23.649 Fälle übermittelt worden. Nach Deutschland folgt unter den mutmaßlichen Herkunftsländern der Neuinfektionen laut RKI Spanien mit 821 Fällen. Dahinter liegen Russland (171 Fälle), die Niederlande (124 Fälle) und die Türkei (122 Fälle).

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+++ 21:03 In drei Landkreisen liegt Inzidenz über 50 +++
Drei Landkreise weisen eine 7-Tage-Inzidenz von mehr als 50 auf: Solingen, Lüneburg, Berchtesgadener Land. Weitere sieben Kreise haben die 35 überschritten.

+++ 20:30 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 918 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.757.448 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 918 neue Fälle hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 11 auf 91.527. Am vergangenen Montag wurden 785 Neuinfektionen und 14 Tote gemeldet. Als aktuell infiziert gelten rund 20.400 Personen.

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,10 angegeben (Vortag: 1,22). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 369 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 194 davon werden beatmet.

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Quelle: ntv.de, hny/dpa/AFP/rts

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