Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:57 Italien hebt Maskenpflicht draußen auf +++

Rechtzeitig zum Beginn der Urlaubssaison fällt in Italien die Maskenpflicht im Freien. Ab Montag kommender Woche brauchen Passanten in Landesteilen mit niedrigen Corona-Inzidenzen draußen keinen Mund-Nasen-Schutz mehr zu tragen, kündigte Gesundheitsminister Roberto Speranza an. Ausgenommen ist derzeit allein das Aostatal im Norden des Landes.

+++ 23:29 Madrid und Barcelona öffnen Discos +++
In Teilen Spaniens sind die Nachtclubs wieder offen. Wie die Behörden mitteilen, gilt das unter anderem für die Hauptstadt Madrid und die zweitgrößte Stadt des Landes, Barcelona. Allerdings öffnen die Diskotheken nur für wenige Stunden und lassen nur eine begrenzte Zahl von Gästen zu. Die spanischen Nachtclubs waren wegen der Corona-Pandemie seit August 2020 geschlossen. Auf der vor allem bei Deutschen und Briten beliebten Urlauberinsel Mallorca bleiben die Clubs auch weiterhin geschlossen. Mit mehr als 80.000 Corona-Toten zählt Spanien zu den besonders hart von der Pandemie getroffenen Ländern in Europa. Inzwischen ist die Zahl der Infektionen in dem Land stark rückläufig.

 

+++ 22:33 Statt Masken: Eltern fordern Open-Air-Unterricht +++
In der Diskussion um eine Maskenpflicht in den Klassenzimmern schlägt der Bayerische Elternverband angesichts sommerlicher Hitze mehr Unterricht im Freien vor. Der Verband forderte das Kultusministerium in München dazu auf, die Verlagerung des Unterrichts nach draußen "energisch und unverzüglich" anzuschieben. "Dies ist die einfachste Lösung, die Hygiene zu wahren, ohne Masken tragen zu müssen. Außerdem bekäme der Unterricht vollkommen neue und höchst erwünschte Qualitäten", heißt es in einem Offenen Brief an Ministerpräsident Markus Söder und Kultusminister Michael Piazolo. Piazolo hatte bereits erklärt, dass er die Maskenpflicht für Schüler in Regionen mit geringer Corona-Inzidenz für verzichtbar halte. Der Elternverband betonte, dass die Kinder bei den sommerlichen Temperaturen sehr unter den Masken leiden würden. "Unter solchen Bedingungen zu lernen, ist eine Qual", heißt es in dem Schreiben.

+++ 22:03 Türkei beginnt mit Lockerungen +++
Die Türkei will nach einem Rückgang der Infektionszahlen die Corona-Beschränkungen weiter lockern. Präsident Recep Tayyip Erdogan teilt nach einem Kabinettstreffen mit, dass damit zum 1. Juli begonnen wird. In den vergangenen Wochen hatte die Türkei bereits einige Maßnahmen gelockert. So wurden Ausgangssperren auf Sonntage beschränkt. Außerdem durften Restaurants für eine begrenzte Zahl von Gästen wieder öffnen. Im April hatte es noch rund 60.000 Neuinfektionen pro Tag gegeben. Die Zahl sank kontinuierlich auf derzeit rund 5000 Fälle pro Tag.

+++ 21:33 Philippinen: Impfverweigerern droht Haft +++
Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte droht Impfverweigerern mit Gefängnis. "Suchen Sie es sich aus, entweder Impfung oder ich lasse Sie festnehmen", sagt Duterte in einer Fernsehansprache. Die Gesundheitsbehörden des Landes haben bislang eine Impfpflicht verneint. Stand Sonntag waren von den knapp 110 Millionen Bürgern des Landes 2,1 Millionen komplett geimpft. Die Regierung will bis Jahresende die Marke von 70 Millionen erreichen.

+++ 21:03 Zwölf Bundesländer mit einstelliger Inzidenz +++
Heute weisen zwei Länder steigende Sieben-Tage-Inzidenzen auf, wobei die Zuwächse deutlich weniger als 1 betragen: Die Fallaufkommen in Bremen und Schleswig-Holstein legen jeweils um 0,3 zu. Ansonsten melden 13 Bundesländer geringere Fallaufkommen als am Vortag. Den stärksten Rückgang verzeichnet Hamburg (-1,4), der Wert in Thüringen stagniert auf niedrigem Niveau. Insgesamt liegen nun zwölf Bundesländer (Vortag: elf) im einstelligen Bereich. Das geringste Fallaufkommen weist weiterhin Mecklenburg-Vorpommern auf (2,1).

Bei bundesweit weiter sinkenden Zahlen sind Bremen und Rheinland-Pfalz an diesem Montag gemessen an der Einwohnerzahl die Länder mit dem größten Tageszuwachs an neu gemeldeten Infektionen: Beide verzeichnen statistisch 0,9 neue Fälle je 100.000 Einwohner. In absoluten Zahlen sind das 35 neue Fälle in Rheinland Pfalz und sechs in in Bremen. Die meisten aktiven Fälle je 100.000 Einwohner gibt es in Rheinland-Pfalz mit jeweils 51. Dahinter folgt Hessen mit 50 aktiven Fällen. Acht Bundesländer verzeichnen lediglich einstellige Fallzuwächse.

+++ 20:40 Deutschland meldet 364 neue Fälle +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.722.740 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 364 neue Fälle hinzu, das sind 248 Fälle weniger als in der Vorwoche. Damit hält der Abwärtstrend unvermindert an: Die Fallzahlen liegen um 40,5 Prozent unter Vorwochenniveau und markieren den niedrigsten Montagswert sei elf Monaten. Auch die Zahl der Todesfälle geht erkennbar zurück. Der aktuelle Tageszuwachs um 23 liegt unter dem Montagswert vor einer Woche (47) und vor 14 Tagen (71). Insgesamt vermeldet die Statistik 90.407 Tote. Rund 27.180 Personen gelten als akut infiziert.

Die Kurve zum Trend bei den Neuinfektionen macht weiter eine deutlich erkennbare Abwärtsbewegung. Im Schnitt kommen derzeit pro Tag 962 neu erkannte Ansteckungen hinzu. Damit bewegt sich der Sieben-Tage-Schnitt den zweiten Tag hintereinander unter 1000 und auf das Niveau von Anfang August 2020 zu.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,81 angegeben (Vortag: 0,69). Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,68 (Vortag: 0,72). Die Zahl der Covid-19-Intensivpatienten in Deutschland ist abermals gesunken. Wie aus dem aktuellen DIVI-Intensivregister hervorgeht, werden in deutschen Kliniken derzeit 889 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt. Im Vergleich zum Vortag ist das ein Rückgang um 41 Patienten. Demnach müssen 611 Patienten invasiv beatmet werden, das sind 25 Personen weniger als am Vortag. Insgesamt sind den Angaben zufolge noch 4707 Betten in den deutschen Kliniken frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

+++ 20:00 Italien gegen EM-Finale in London +++
Der Widerstand gegen das Endspiel der Fußball-Europameisterschaft in Großbritannien wächst. "Ich werde mich dafür einsetzen, dass das Endspiel nicht in einem Land stattfindet, in dem die Ansteckungsgefahr sehr groß ist", sagt Italiens Ministerpräsident Mario Draghi. Zuvor hatte schon Bayerns Ministerpräsident Markus Söder angeboten, das Spiel von London nach München zu verlegen. In Großbritannien breitet sich die Delta-Variante des Coronavirus aus.

+++ 19:31 Abu Dhabi genehmigt Touristen-Impfungen +++
Mit einem gültigen Visum können sich Besucher in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten künftig kostenlos impfen lassen. In der App "Seha" der Gesundheitsbehörde von Abu Dhabi können sich Besucher entweder für Biontech- oder Sinopharm-Impfungen registrieren. Als Nachweis für die Impfberechtigung sollen ein Visum oder ein Einreisestempel im Pass dienen. Die Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate hatte eine Impfung von Touristen nicht offiziell angekündigt. Behörden teilten jedoch in einer kurzen Stellungnahme am 11. Juni mit, dass Impfungen für jeden mit einem "Einreisevisum" genehmigt seien. Die Vereinigten Arabischen Emirate hatten zuletzt eine ambitionierte Impfkampagne gestartet und zwischenzeitlich eine der höchsten Impfraten weltweit erreicht. In dem Golfstaat haben Restaurants und Hotels wieder geöffnet, es gelten aber weiterhin Maskenpflicht und Abstandsregeln.

+++ 19:00 Gericht erzwingt Bordell-Öffnung in Baden-Württemberg +++
Nach fast acht Monaten coronabedingter Zwangsschließung sind Bordelle in Baden-Württemberg ab sofort wieder geöffnet. Das Land hat ein Urteil des Verwaltungsgerichtshofs (VGH) umgesetzt. Demnach dürfen Bordelle in Regionen mit einer Inzidenz unter 35 wieder öffnen. Das ist derzeit in ganz Baden-Württemberg der Fall. Auf Flächen, die für den Publikumsverkehr zugänglich sind, ist pro zehn Quadratmeter nur ein Kunde erlaubt. In den Räumen, in denen die sexuelle Dienstleistung erbracht wird, dürfen sich nur zwei Personen gleichzeitig aufhalten. Zudem müssen die Kunden nachweisen, dass sie entweder geimpft, genesen oder negativ getestet sind.

+++ 18:31 WHO: Afrika bekommt eigene Impfstoff-Fabrik +++
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt den Aufbau eines Zentrums für mRNA-Impfstoffe in Südafrika bekannt. An dem Technologie-Transfer sollen die Unternehmen Afrigen Biologics und Biovac beteiligt sein, teilt WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus mit. Einem WHO-Wissenschaftler zufolge laufen dazu auch Gespräche mit Pfizer - dem Impfstoff-Partner von BioNTech - und Moderna. Im besten Fall könne Südafrika in neun bis zwölf Monaten eigene Coronavirus-Impfstoffe herstellen.

+++ 18:01 Indien meldet 7,5 Mio Impfungen an einem Tag +++
Indien hat heute mehr als 7,5 Millionen Menschen gegen Corona geimpft - mehr als je zuvor an einem Tag. Das zeigen Zahlen des indischen Gesundheitsministeriums. In Indien leben insgesamt mehr als 1,3 Milliarden Menschen, es ist das Land mit der zweitgrößten Bevölkerung - nach China. Ab sofort gibt es zusätzliche Impfzentren, die Impfungen für alle Erwachsenen anboten. Bislang lief die Impfkampagne in Indien allerdings deutlich langsamer als zunächst geplant. Weniger als fünf Prozent der Bevölkerung sind vollständig geimpft. Ein Grund dafür ist Impfstoffknappheit - unter anderem da die Regierung zunächst nicht versucht hat, genügend Impfstoff für die große Bevölkerung zu kaufen.

+++ 17:31 Bierbrauereien zahlen Corona-Prämie +++
Die Beschäftigten der Brauereien Krombacher und Veltins erhalten mehr Geld. Darauf haben sich die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) und die Unternehmen geeinigt. Wie die NGG in Düsseldorf mitteilte, sieht die Tarifeinigung eine Corona-Prämie in Höhe von 750 Euro je Beschäftigtem vor. Vom kommenden Jahr an steigen die Löhne dann um 2,4 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Der Abschluss gilt laut NGG für die insgesamt gut 1750 Beschäftigten der beiden Unternehmen. Die NGG äußerte sich zufrieden mit dem Abschluss. Auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten gebe es für die Beschäftigten ein spürbares Lohn-Plus. Ein Sprecher der Veltins-Brauerei sagte, man sei glücklich mit dem Abschluss. In der Corona-Prämie drücke sie Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitern aus.

+++ 17:01 Großbritannien öffnet Impfungen für alle: Eine Million Buchungen +++
Nach der Öffnung von Corona-Impfungen für alle Erwachsenen in Großbritannien nimmt die Kampagne noch einmal Fahrt auf. Wie der Nationale Gesundheitsdienst NHS mitteilte, wurden am Freitag und Samstag insgesamt mehr als eine Million Termine für Impfungen gebucht. Das seien sechs pro Sekunde. Die tatsächliche Zahl liege vermutlich noch höher, da Buchungen bei Hausärzten nicht registriert werden. Am Wochenende bildeten sich lange Schlangen vor Impfzentren. Seit Freitag können alle über 18-Jährigen eine Corona-Impfung buchen. Wegen der raschen Ausbreitung der hoch ansteckenden Delta-Variante hatte der britische Premierminister Boris Johnson die Aufhebung aller Corona-Restriktionen um vier Wochen verschoben. Die Maßnahmen sollen nun am 19. Juli enden. Bis dahin sollen möglichst alle Erwachsenen eine erste Impfung erhalten haben.

+++ 16:31 Trotz Delta: Johnson hält an neuem "Freedom Day" fest +++
Trotz steigender Fallzahlen gibt sich der britische Premierminister Boris Johnson zuversichtlich, dass die Corona-Maßnahmen in England Mitte Juli komplett aufgehoben werden können. Johnson hatte den sogenannten "Freedom Day" ("Tag der Freiheit") kürzlich um vier Wochen auf den 19. Juli verschoben. Eigentlich hätten heute alle Einschränkungen im größten britischen Landesteil beendet werden sollen. Für den neuen Termin sehe es aber gut aus, sagte Johnson. Grund für die Neubewertung waren die durch die Delta-Variante deutlich gestiegene Zahl an Neuinfektionen. Die zunächst in Indien nachgewiesene Mutante ist nach bisherigen Erkenntnissen deutlich ansteckender als alle anderen. In Großbritannien ist sie bereits die dominierende Variante. Wer vollständig geimpft ist, ist nach derzeitigem Kenntnisstand auch bei Delta gut gegen einen schweren Covid-19-Verlauf geschützt.

+++ 16:01 Nach Razzia in NRW: Clan verkaufte wohl gefälschte Corona-Tests +++
Nach einer großen Clan-Razzia unter anderem in Leverkusen wird drei Verdächtigen auch vorgeworfen, Corona-Tests gefälscht zu haben. Unter anderem wird einem der Söhne der Familie Al.-Z. vorgeworfen, gegen Geld negative Coronatestzertifikate ausgefüllt zu haben. Entsprechende Blankoformulare habe man sichergestellt, geht aus einem Bericht an den Rechtsausschuss des Landtags hervor. Der Justizminister nennt in dem Papier auch weitere Details zum mutmaßlichen Sozialbetrug durch die Familie, die in einer Villa in Leverkusen lebte. Sie hätte seit Mai 2015 "in wechselnder Zusammensetzung" beim Jobcenter zu Unrecht Sozialleistungen beantragt und Geschäfte und Vermögen verheimlicht. So hätten sie 400.000 Euro kassiert.

+++ 15:31 Spahn korrigiert: Kein Schulstart mit Wechselmodell und Maske im Herbst +++
Deutschland wird laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in der Corona-Pandemie allen Jugendlichen bis Ende August ein Impf-Angebot machen können. Dies gelte für impfwillige Über-Zwölf-Jährige, wobei die Entscheidung mit den Eltern und dem Arzt abzusprechen sei, sagte er auf dem Tag der Industrie. Er wies zugleich Medienberichte zurück, wonach er der Ansicht sei, dass im Herbst und Winter trotz derzeit sehr niedriger Inzidenzen voraussichtlich nach wie vor Maßnahmen wie Maskenpflicht oder Wechselunterricht notwendig seien. Seine Äußerungen seien aus dem Zusammenhang gerissen worden. Er denke, dass es möglich sein werde, den Unterricht nach der Sommerpause weitgehend ohne solche Not-Maßnahmen beginnen zu lassen.

+++ 15:00 Polizei sprengt Techno-Party unter Autobahnbrücke +++
Etwa 50 Menschen haben unter einer Autobahnbrücke in der Nähe von Erftstadt im nordrheinwestfälischen Rhein-Erft-Kreis ohne Maske und Abstand eine Techno-Party gefeiert. Die meisten Gäste seien beim Eintreffen der Polizisten am frühen Morgen geflüchtet, teilte die Polizei mit. Sechs Teilnehmer seien allerdings von den Beamten kontrolliert worden, darunter auch der Veranstalter der illegalen Feier. Die Polizisten fanden vor Ort laut Mitteilung einen Stromgenerator. Als sie zu ihrem Streifenwagen zurückkehrten, stellten die Beamten "mutwillige Beschädigungen" an ihrem Fahrzeug fest. Die Anwesenden müssen laut Polizei mit Anzeigen wegen des Verstoßes gegen die Coronaschutzverordnung und gegen das Betäubungsmittelgesetz rechnen.

+++ 14:31 In Frankreich öffnet das Nachtleben +++
In Frankreich dürfen Nachtclubs ab dem 9. Juli wieder öffnen und damit erstmals seit dem ersten Lockdwon im März vorigen Jahres. Dies kündigt die Regierung an und treibt ihre Lockerungen nach dem dritten Lockdown voran. So ist seit dem 19. Mai die Außengastronomie wieder offen, seit Anfang Juni dürfen Restaurants, Bars und Cafes erstmals nach sieben Monaten auch wieder im Innenbereich Gäste empfangen. Laut der Gastgewerbegewerkschaft UMIH haben in der Corona-Krise von den 1600 Nachtclubs in Frankreich mehr als 100 ganz dichtmachen müssen.

+++ 14:01 Betriebsärzte impfen Zehntausende Post-Mitarbeiter +++
Im Kampf gegen die Corona-Pandemie kommt die Deutsche Post DHL mit ihren Impfungen über Betriebsärzte nach eigenen Angaben gut voran. Bis zu diesem Freitag werden voraussichtlich rund 40.000 der 230.000 Beschäftigten im Inland eine Dose verabreicht bekommen haben, wie der Bonner Konzern mitteilt. Vor allem Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Sortierzentren und in der Zustellung kamen bei den vor zwei Wochen gestarteten Impfungen schon dran - also auch Paketboten, die an der Haustür klingeln und Kundenkontakt haben. Die Firma rechnet damit, die betriebliche Impfkampagne bis Anfang September abgeschlossen zu haben, dann wird es also die letzten Zweitimpfungen geben.

+++ 13:28 Charité prüft Einsatz von Bandwurmmittel gegen Corona +++
Die Berliner Charité prüft den Einsatz eines üblicherweise gegen Bandwürmer eingesetzten Mittels zur Behandlung von Corona-Infektionen. Wie das Universitätsklinikum mitteilt, wird zurzeit in einer klinischen Studie untersucht, ob sich das Bandwurmmittel Niclosamid als wirksam gegen Covid-19 erweist. "Niclosamid hat in unseren Zellkultur-Untersuchungen den stärksten Effekt gezeigt und ist außerdem ein seit Jahren für Bandwurm-Infektionen zugelassenes Medikament", erklärt Marcel Müller vom Institut für Virologie an der Charité. Es sei außerdem bei potenziell wirksamen Dosierungen gut verträglich. "Wir halten es für den vielversprechendsten der vier neuen Wirkstoffkandidaten." Für die Studie werden noch Teilnehmer gesucht.
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+++ 13:03 Österreich erhält Corona-Hilfen von 3,5 Milliarden Euro +++
Die EU-Kommission hat Österreich grünes Licht für den Corona-Wiederaufbauplan gegeben und dafür Gelder von 3,5 Milliarden Euro zugesagt. Der Plan erfülle alle Kriterien, sagt Kommissionschefin Ursula von der Leyen in Wien. Das Vorhaben wird bis 2026 aus EU-Fördermitteln finanziert. Sobald der Plan im Juli auch von den EU-Finanzministern genehmigt wird, erhält Österreich 450 Millionen Euro Vorfinanzierung für die im Plan vorgesehenen Projekte.

+++ 12:41 Hamburg lockert weiter +++
Angesichts einer stabilen Infektionslage lockert der Hamburger Senat die Corona-Kontaktbeschränkungen weiter. Ab Dienstag können sich wieder zehn Menschen aus verschiedenen Haushalten auch in Innenräumen treffen, wie der Senat heute mitteilt. Bislang waren nur fünf Personen erlaubt. Genesene und Geimpfte sowie Kinder werden dabei nicht mitgezählt. Private Feiern mit mehr als zehn Personen werden wie Veranstaltungen behandelt. Im Innenbereich gelten Abstandsgebot sowie Masken- und Testpflicht. Hochzeiten und andere private Feierlichkeiten gelten als Veranstaltungen ohne feste Sitzplätze. Das heißt den Angaben zufolge, dass im Freien 250 Menschen zusammen feiern dürfen, in geschlossenen Räumen bis zu 50. Für Veranstaltungen mit festen Sitzplätzen gilt ab Dienstag eine Obergrenze von 500 im Freien und 100 in geschlossenen Räumen. Demonstrationszüge mit mehr als 500 Teilnehmern und ortsgebundene Kundgebungen mit mehr als 1000 Menschen im Freien oder 300 Teilnehmern in Innenräumen können im Ausnahmefall genehmigt werden, wenn die Infektionslage es zulässt.

+++ 12:25 Merkel: Richtiges Maß an Freiheit und Vorsicht finden +++
Kanzlerin Angela Merkel hat trotz der einstelligen Werte bei den Corona-Inzidenzen vor Übermut gewarnt. Man sei bei einer erfreulichen Inzidenz unter zehn, sagte Merkel bei einer gemeinsamen Klausur der Spitzen von CDU und CSU zum Wahlprogramm der Union in Berlin. Dies sei aber immer noch drei Mal so hoch wie vor zwölf Monaten. Man müsse "das richtige Maß an Freiheit und Vorsicht finden". Es dürfe nicht vergessen werden: "Maske tragen ist immer noch das Einfachste", so Merkel. Die Pandemie werde erst zu Ende sein, wenn die ganze Welt geimpft sei. "Wir müssen an den Rest der Welt auch denken."

+++ 12:04 Hier macht sich die Delta-Variante in Europa breit +++
Die Delta-Variante des Coronavirus breitet sich in Europa immer weiter aus. Auch in Deutschland könnte sie schon bald zur vorherrschenden Mutante werden. Welche Gefahren das birgt, erklärt Epidemiologe Timo Ulrichs im Gespräch mit ntv.

+++ 11:31 42,3 Millionen Deutsche sind mindestens einmal geimpft +++
Die deutsche Impfkampagne schreitet voran - wenn auch mittlerweile mit deutlich kleineren Schritten. Mehr als 31 Prozent der Bevölkerung sind inzwischen vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts hervor. Demnach wurden am Sonntag 290.534 Impfdosen verabreicht. Am Samstag waren es 398.337 Impfdosen. An beiden Tagen lag die Zahl der Zweitimpfungen deutlich über den Erstimpfungen. Etwas mehr als 42 Millionen Menschen (50,8 Prozent) haben mindestens eine Impfung verabreicht bekommen. Unter den Bundesländern verzeichnet Bremen mit 57,5 Prozent den höchsten Anteil Erstgeimpfter. Neun weitere Bundesländer haben die 50-Prozent-Marke geschafft. Schlusslicht bleibt Sachsen mit 45,3 Prozent. Das Saarland zählt mit 37,2 Prozent den höchsten Anteil an vollständig geimpften Einwohnern. Brandenburg ist hier mit 28,6 Prozent am Ende der Rangliste.

+++ 10:53 Leopoldina empfiehlt, Schulen langfristig offen zu halten +++
Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina empfiehlt, Deutschlands Schulen und Kindergärten in der Pandemie offen zu halten und so Präsenzunterricht für alle Schüler zu ermöglichen. Dies sei die effektivste Art des Lernens, hieß es in einer am Montag veröffentlichten Stellungnahme. Die Öffnungen sollten aber von "geeigneten Schutzmaßnahmen" begleitet werden. Darüber hinaus sprachen sich die Wissenschaftler dafür aus, den digitalen Ausbau an den Bildungseinrichtungen zu beschleunigen.

+++ 10:31 Olympia-Macher wollen bis zu 10.000 japanische Zuschauer zulassen +++
Trotz der andauernden Pandemie wollen Japans Olympia-Organisatoren bis zu 10.000 einheimische Zuschauer bei allen Wettkämpfen der Sommerspiele in Tokio zulassen. Maximal darf aber die Hälfte der Plätze in den Arenen besetzt werden, wie die japanischen Gastgeber nach Beratungen mit dem Internationalen Olympischen Komitee entschieden.

+++ 10:06 Katar will nur vollständig geimpfte Fußball-Fans in WM-Stadien lassen +++
Bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar im November und Dezember 2022 dürfen nur vollständig gegen Corona geimpfte Fans in die Stadien. Das kündigt der Ministerpräsident des Golf-Emirats, Scheich Chalid bin Chalifa bin Abdulasis Al-Thani, an. Er fügt hinzu, dass Katar derzeit Gespräche zur Sicherung von einer Million Impfdosen führe, falls die globalen Immunisierungsbemühungen bis zu dem Turnier wider Erwarten nicht ausreichend vorangekommen sein sollten. Wie die Impfung dann konkret ablaufen soll, war nicht klar. Derzeit sind bei den meisten Vakzinen zwei Impfungen im Abstand von mehreren Wochen nötig.

+++ 09:32 Israel erlaubt geimpften Individualtouristen die Einreise +++
Israel will ab 1. Juli die Einreise von geimpften Individualtouristen erlauben. Diese bräuchten dann keine Genehmigung im Vorfeld mehr, schreibt Innenministerin Ajelet Schaked von der ultrarechten Jamina-Partei auf Facebook. Welche Impfungen dabei akzeptiert würden, werde noch mitgeteilt. In einem ersten Öffnungsschritt hatte Israel Ende Mai wieder in begrenzter Anzahl die Einreise von Gruppen geimpfter Touristen erlaubt. Das Mittelmeerland hatte sich nach Beginn der Pandemie praktisch abgeschottet. Ausländern war die Einreise nur in Ausnahmefällen möglich. Die Tourismusindustrie ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, sie hat stark unter den Folgen der Corona-Krise gelitten.

+++ 08:55 Nur noch drei Regionen über 35er Inzidenz +++
Das Coronavirus ist in den Bundesländern weiter auf dem Rückzug. Nur noch drei Regionen überschreiten die Schwelle von 35 Infektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb einer Woche. Spitzenreiter ist dabei Zweibrücken in Rheinland-Pfalz mit einer Inzidenz von 43,9, gefolgt vom bayrischen Schweinfurt mit 41,2. Der Unstrut-Hainich-Kreis in Thüringen liegt mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 35,2 nur noch knapp über der Marke. Zehn Regionen in Deutschland sind derweil Corona-frei, darunter Dithmarschen und Goslar.

+++ 08:21 Infektiologe hält EM für "keine gute Idee" +++
Der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie, Bernd Salzberger, sieht die Fußball-Europameisterschaft mit Sorge. "Ich verstehe den Drang nach draußen und in die Biergärten. Draußen zu feiern, ist sicher besser, als in geschlossenen Räumen zu feiern, aber gerade die Begeisterung lässt auch Tröpfchen und Viren fliegen", sagte der Infektiologe vom Universitätsklinikum Regensburg. "In dieser Situation ist die EM beziehungsweise jede große Veranstaltung vermutlich keine gute Idee."

+++ 07:40 Dax-Konzerne wollen auch künftig vermehrt auf mobile Arbeit setzen +++
Die Mehrheit der 30 im Deutschen Aktienindex notierten Konzerne plant einer Umfrage zufolge eine Ausweitung der mobilen Arbeit auch nach der Pandemie. Das berichtet die Funke Mediengruppe unter Berufung auf eine Erhebung unter den 30 Dax-Konzernen. 22 Unternehmen bekundeten darin ihr Interesse, die Zahl der mobilen Arbeitstage künftig erhöhen zu wollen. Mit dem Auslaufen der Homeoffice-Pflicht Ende Juni ist ein Streit zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern entbrannt - auch mit Blick auf eine mögliche gesetzliche Regelung über die Dauer der Pandemie hinaus.

+++ 07:12 Bouffier schließt neue Kontaktbeschränkungen wegen Delta-Mutante nicht aus +++
Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier schließt wegen der sich auch in Deutschland ausbreitenden ansteckenden Delta-Variante des Coronavirus eine Rückkehr zu Kontaktbeschränkungen nicht aus. "Ich rechne damit, dass die Delta-Variante in einem Monat auch in Deutschland die vorherrschende Variante ist. Dann stellt sich die Frage: Wie wirkt welches Vakzin auf sie?", sagt Bouffier dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Natürlich würden die Menschen im Sommer wieder verreisen und es sei nicht ausgeschlossen, dass einige infiziert zurückkommen. "Von den Antworten auf diese Fragen hängt ab, ob wir eine vierte Welle bekommen und wieder zu Kontaktbeschränkungen zurückkehren. Ausschließen können wir das nicht."

+++ 06:43 Lauterbach warnt Ungeimpfte vor Delta-Variante +++
Angesichts der Verbreitung der Delta-Variante warnt SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach vor den Gefahren für Menschen ohne Impfschutz. "Es ist ein Trugschluss zu glauben, dass wir uns eine höhere Inzidenz leisten können, wenn die Impfquote weiter steigt. Denn für die Ungeimpften bleibt das Risiko weiterhin sehr hoch", sagt Lauterbach der "Rheinischen Post". "Angenommen wir haben eine Impfquote von 66 Prozent, also zwei Drittel der Bevölkerung wären vollständig geimpft, und die Inzidenz läge bei 30. Das würde bedeuten, dass unter den Ungeimpften die Inzidenz sogar bei 90 läge. Die Menschen ohne Impfschutz sind damit einem viel höheren Risiko ausgesetzt." Je stärker die Delta-Variante sich verbreite, "desto mehr ungeimpfte Menschen würden auch sterben", sagt Lauterbach. Er gehe fest davon aus, dass sich die Delta-Variante auch in Deutschland durchsetzen werde.

+++ 06:19 Intensivmediziner rechnen mit weniger schweren Verläufen im Herbst +++
Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensiv- und Notfallmedizin (DGIIN), Christian Karagiannidis, rechnet in einer möglichen vierten Corona-Welle mit weniger Patienten auf den Intensivstationen. "Wir werden, wenn es im Herbst zu einem Wiederanstieg der Infektionszahlen kommt, sehr genau auf die Neuaufnahmen auf den Intensivstationen schauen müssen. Wenn die vulnerablen Gruppen bis dahin sehr gut geimpft sind, könnte es auch bei höheren Inzidenzen viel weniger schwere Verläufe geben", sagt Karagiannidis der Zeitung "Rheinische Post".

+++ 06:05 RKI meldet 346 Neuinfektionen - Inzidenz sinkt auf 8,6 +++
Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 346 neue Positiv-Tests. Das sind 203 weniger als am Montag vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter auf 8,6 von 8,8 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. Zehn weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 90.395 Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 3,7 Millionen Corona-Tests positiv aus. Die Montagswerte sind meist weniger aussagekräftig als die an anderen Wochentagen, weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter ihre Daten an das RKI übermitteln und weniger getestet wird.

+++ 22:33 Spahn: "Geht darum, die richtige Balance zu finden" +++
Nach Ansicht von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn geht es in der derzeitigen Pandemie-Phase auch mit Blick auf die Delta-Variante darum, die richtige Balance zu finden. "Wir können jetzt lockern", sagte der CDU-Politiker in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin". Die Stimmung dürfe aber nicht zu Übermut führen. "Also: Zuversicht für den Sommer, aber eben auch Vorsicht vor allem dann auch Richtung Herbst und Winter."

+++ 22:03 Schweiz will Corona-Impfungen für 12- bis 15-Jährige erlauben +++
Die Schweiz will in der kommenden Woche eine Corona-Schutzimpfung für 12- bis 15-Jährige erlauben. Junge Menschen, die sich impfen lassen wollten, sollten die Möglichkeit dazu bekommen, Impfkommissionschef Christoph Berger der "Neue Zürcher Zeitung". Die Regierung werde voraussichtlich nächste Woche grünes Licht geben. Für Jugendliche mit Vorerkrankungen oder Kontakt zu Risikogruppen sei eine Impfung sinnvoll. Anders als bei älteren Bevölkerungsgruppen werde hier aber keine bestimmte Impfquote angestrebt.

+++ 21:27 Deutschland meldet 710 Neuinfektionen +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.722.376 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 710 neue Fälle hinzu. Im Vergleich zur Vorwoche ist das ein Rückgang von fast 38 Prozent - am vergangenen Samstag waren 1142 Neuinfektionen gemeldet worden.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 15 auf 90.384. Vergangenen Samstag waren 17 neue Todesfälle gemeldet worden. Die Zahl der als aktuell infiziert geltenden Menschen ist weiterhin rückläufig und liegt nach RKI-Schätzungen bei rund 28.796 Personen. 3.603.196 Menschen gelten demnach als genesen. In 13 von 16 Bundesländern ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Vergleich zum Vortag erneut gesunken, in Sachsen hat sie sich nicht verändert. 11 von 16 Ländern sind sogar im einstelligen Bereich.

+++ 20:45 KMK-Chefin: Keine frühzeitige Festlegung weiterer Einschränkungen des Regelunterrichts +++
Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst von der SPD, hat sich gegen frühzeitige Festlegungen auf weitere Einschränkungen des Regelunterrichts in den Schulen nach den Sommerferien ausgesprochen. "Die KMK hat für Präsenzunterricht plädiert, und das sollte nicht vorzeitig infrage gestellt werden", sagte sie dem "Tagesspiegel". Die Linken-Bildungspolitikerin im Berliner Abgeordnetenhaus, Regina Kittler, sagte, man müsse die Inzidenzwerte in den Ferien beobachten und bei einem Anstieg könne es "auch sein, dass es zu Schulbeginn zum Teilungsunterricht kommt".

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Quelle: ntv.de, mau/hny/dpa/AFP/rts

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