Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:59 Nach Quarantäne-Verstoß: Russland weist 88 Ausländer aus +++

Moskau schiebt 88 Ausländer ab, weil sie gegen Quarantänemaßnahmen verstoßen haben. Das teilt der stellvertretende Bürgermeister der russischen Hauptstadt der Nachrichtenagentur RIA zufolge mit. Um welche Staatsbürger es sich handelt, war zunächst unklar. Zuvor hatte die Regierung in Moskau bereits die Einreisebestimmungen verschärft. Russland vergibt vorerst keine Visa mehr an Iraner, auch Flugreisende aus Südkorea dürfen nicht mehr einreisen.

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Die Leiterin des Gesundheitsamtes Lahn-Dill-Kreis, Gisela Ballmann, am Morgen bei einer Pressekonferenz.

(Foto: dpa)

+++ 23:22 Hessen meldet zweiten Corona-Fall +++
In Hessen ist eine zweite Infektion mit dem neuartigen Coronavirus bestätigt worden. Bei einem 29-Jährigen aus dem Hochtaunuskreis sei der Erreger Sars-CoV-2 nachgewiesen worden, teilte das Sozialministerium am Abend mit. Der Fall stehe in Zusammenhang mit dem ersten hessischen Coronavirus-Infizierten aus dem Lahn-Dill-Kreis. Der 29-Jährige zeige milde Krankheitszeichen und sei häuslich isoliert. Er werde engmaschig vom Gesundheitsamt betreut, sein Zustand regelmäßig kontrolliert. Derzeit prüfe das Gesundheitsamt, ob es Kontaktpersonen gibt, die der Mann angesteckt haben könnte.

+++ 22:47 "Krise unterschätzt": FDP unzufrieden mit Bundesregierung +++
FDP-Fraktionsvize Michael Theurer wirft der Bundesregierung Versäumnisse beim Umgang mit dem neuartigen Coronavirus vor und legt einen eigenen 9-Punkte-Plan vor. Theurer sagte, die Bundesregierung habe die Lage bisher mindestens unterschätzt oder sogar falsch eingeschätzt. Er habe bereits vor längerer Zeit einen "Krisengipfel" gefordert, vor allem zu möglichen wirtschaftlichen Folgen. Der FDP-Bundestagsabgeordnete nannte den Krisenstab von Bundesinnen- und Gesundheitsministerium "Stückwerk". Zur wirksamen Bekämpfung des Virus brauche es einen umfassenden Plan, der alle relevanten Akteure und Länder in Deutschland und Europa umfasse. So müsse die Koordinierung zur Bekämpfung des Virus im Kanzleramt erfolgen. Kanzlerin Angela Merkel müsse den Bundestag und die Menschen im Land in der kommenden Woche über den aktuellen Stand informieren. Neue Coronavirus-Infektionen in weiteren Bundesländern erforderten eine Bund-Länder-Taskforce - eine solche sei auch auf EU-Ebene nötig.

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Sieht die US-Wirtschaft als "stark": Fed-Chef Powell.

(Foto: AP)

+++ 22:29 Zinssenkung: Fed will zur Not eingreifen +++
Die US-Notenbank will gegebenenfalls eingreifen, um die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Krise abzufedern. Fed-Chef Jerome Powell erklärte, das Coronavirus berge "Risiken für die wirtschaftliche Aktivität". Die Federal Reserve beobachte die derzeitigen Entwicklungen und ihre Auswirkungen auf die Wirtschaft. "Wir werden unsere Instrumente nutzen und angemessen handeln, um unsere Wirtschaft zu unterstützen." Zugleich betonte Powell, die US-Wirtschaft sei nach wie vor "stark". Die Furcht vor den wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus hat Börsen weltweit auf Talfahrt geschickt. Anleger befürchten Auswirkungen des Virus auf das Wirtschaftswachstum. Der frühere Fed-Vertreter Kevin Warsh forderte deswegen eine umgehende Zinssenkung durch Zentralbanken. Powells Mitteilung scheint dem zumindest vorerst eine Absage zu erteilen.

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Gastgeberin in Stralsund: Bundeskanzlerin Merkel hält auf Handhygiene und plädiert für Gelassenheit.

(Foto: picture alliance/dpa)

+++ 22:01 Auch Merkel verzichtet auf Händedruck +++ Beim Umgang mit dem neuartigen Coronavirus hat Bundeskanzlerin Angela Merkel für "Maß und Mitte" plädiert. Es sollten nicht alle Veranstaltungen deshalb abgesagt werden, sagte die CDU-Politikerin am Abend auf ihrem Jahresempfang in ihrem vorpommerschen Bundestagswahlkreis in Stralsund. Deutschland gehöre zu den Ländern, die die besten Voraussetzungen hätten, um mit dem Virus klarzukommen. Zudem könne jeder einzelne etwas dazu beitragen. Sie ging mit gutem Beispiel voran: "Ich gebe heute Abend niemandem die Hand", sagte Merkel. Kurz zuvor war wegen des Coronavirus die weltgrößte Reisemesse ITB abgesagt worden.

+++ 21:31 Krisenstab verschärft Reisendenüberwachung +++

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Bei Flug- und Schiffsreisen müssen nun auch verdächtige Reisende aus Südkorea, Japan, Italien und dem Iran gemeldet werden.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Krisenstab der Bundesregierung hat in seiner zweiten Sitzung weitere Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus beschlossen. Das teilten Gesundheits- und Innenministerium mit. Danach muss im Luft- und Schiffsverkehr künftig auch für Reisende aus Südkorea, Japan, Italien und dem Iran der Gesundheitsstatus der Passagiere vor der Einreise gemeldet werden. Bisher gilt diese Regelung lediglich für China. Die Bahnunternehmen werden verpflichtet, Fahrgäste mit Symptomen einer Coronavirus-Erkrankung den Behörden zu melden. Der Krisenstab bereitet auch Maßnahmen zur Sicherung der Versorgung mit Schutzausrüstung vor. "Hierzu gehört insbesondere auch eine geplante zentrale Beschaffung und Bevorratung durch den Bund", erklären die Ministerien. Bei der Risikobewertung von Großveranstaltungen soll den Prinzipien des Robert-Koch-Instituts gefolgt werden. "Der Krisenstab ist der Auffassung, dass bei Anwendung dieser Prinzipien unmittelbar bevorstehende internationale Großveranstaltungen wie die ITB abgesagt werden sollten."

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Der Händedruck in Zeiten des Corona-Virus: Im Sommer war das zwischen Macron und Johnson noch gang und gäbe.

(Foto: picture alliance/dpa)

+++ 21:00 Frankreich schafft Händedruck ab: 57 Infizierte  +++
Frankreich zählt nach Angaben der Behörden inzwischen 57 Coronavirus-Infektionen. Es gebe mittlerweile mehrere Infektionsherde im ganzen Land. Der französische Gesundheitsminister Olivier Véran empfiehlt, bis auf weiteres auf das Händeschütteln zu verzichten. In Frankreich sind bereits zwei mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infizierte Menschen gestorben.

+++ 20:35 WHO verspricht bald Impfstoff-Ergebnisse  +++
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rechnet damit, dass es in einigen Wochen erste Ergebnisse zu Impfstoffen und Medikamenten gegen das neuartige Coronavirus gibt. Derzeit seien weltweit mehr als zwanzig Impfstoffe in der Entwicklung, sagt WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus. Das Risiko der Ausbreitung sei weltweit auf einem sehr hohen Niveau. Allerdings habe China in den vergangenen 24 Stunden 329 Neuinfektionen gemeldet - das sei der niedrigste Wert in mehr als einem Monat.

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Virus-Folgen: 23 Langstreckenflieger der Lufthansa Group sind nicht eingesetzt.

(Foto: imago images/Rüdiger Wölk)

+++ 20:18 Lufthansa streicht Flüge und prüft Kurzarbeit +++
Die Deutsche Lufthansa plant eine weitere Reduzierung ihrer Flugkapazität, um den wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Epidemie zu begegnen. Die Situation habe sich durch die beschleunigte Verbreitung des Virus verschärft, teilte der Konzern mit. Im Zuge der nun beschlossenen Maßnahmen könne deshalb das Angebot von Kurz- und Mittelstreckenflügen in Abhängigkeit von der weiteren Entwicklung um bis zu ein Viertel reduziert werden. Auch bei den Langstreckenverbindungen verringern die Airlines der Lufthansa ihr Programm weiter. Die Zahl der rechnerisch nicht eingesetzten Langstreckenjets der Lufthansa Group werde von 13 auf bis zu 23 Flugzeuge ansteigen. Darüber hinaus prüfe der Konzern die Möglichkeit von Kurzarbeit in verschiedenen Bereichen.

+++ 20:01 Weiterer Fall in Baden-Württemberg +++
Baden-Württemberg meldet eine weitere Infektion mit dem Coronavirus. Es handle sich um einen 32-jährigen Mann im Landkreis Heilbronn, teilt das Sozialministerium in Stuttgart mit. Er habe sich bis zum 21. Februar in Mailand aufgehalten und sei nach Atemwegsbeschwerden im Krankenhaus aufgenommen worden. Damit steige die Zahl der bestätigten Infektionen in Baden-Württemberg auf 13.

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+++ 19:25 BBC meldet 210 Corona-Tote im Iran +++
Im Iran sind in mehreren Städten mindestens 210 Menschen am Coronavirus gestorben, berichtet die BBC unter Berufung auf Krankenhauskreise. Die meisten Toten stammten aus den Städten Teheran und Ghom. Auf Twitter kursierten Videos, die Lastwagen beim Desinfizieren der Straßen zeigten. Das iranische Regime hatte erst am Morgen die offizielle Zahl von 34 Corona-Opfern gemeldet. Die neuesten beunruhigenden Zahlen wollten die Behörden in Teheran zunächst nicht kommentieren. Zuvor hatten die USA dem Iran ihre Hilfe angeboten, allerdings mangelnde Transparenz beklagt.

+++ 19:01 Drei Menschen in der Lombardei gestorben +++

In Italien gibt es inzwischen 888 bestätigte Coronavirus-Infektionen. Dies schließt 21 Menschen ein, die bereits an dem Virus gestorben sind, und 46 Menschen, die sich inzwischen erholt haben. Kurz zuvor meldeten die Behörden drei weitere Tote durch das Coronavirus in der norditalienischen Lombardei. Derweil gelang es Forschern in Mailand, den italienischen Erregerstamm zu isolieren. Der Virus sei wohl schon "wochenlang unbemerkt" in Italien zirkuliert und offenbar sei er seitdem mutiert, sagte der Leiter des Biomedizinischen Forschungsinstituts, Massimo Galli vom Sacco-Krankenhaus in Mailand.

+++ 18:35 Atemmasken knapp: Italien erbittet Hilfe der EU +++

Italien hat seine europäischen Partner nach Angaben der EU-Kommission um Hilfe bei der Beschaffung von Schutzmasken gebeten. Nun werde geprüft, welcher Mitgliedstaaten dem vom neuen Coronavirus besonders betroffenen Land die benötigten Masken schicken könne, sagte eine Behördensprecherin in Brüssel. Parallel dazu läuft ein EU-weites Verfahren, um Material zum Schutz vor dem Virus gemeinsam einzukaufen. Die Gesundheitsminister der 27 EU-Staaten hätten das bei ihrem Treffen am 13. Februar auf den Weg gebracht, hieß es. Zunächst war jedoch nicht klar, wie viele Staaten dabei welchen Bedarf angemeldet hätten.

+++ 18:10 TUI: Flugreisen bis April kostenlos umbuchen +++
Kunden des Reiseveranstalters TUI können die Buchung ihrer Reise wegen der Ausbreitung des Coronavirus bis Ende April bis zu 14 Tage vor Abreise kostenlos umbuchen oder stornieren. Dies gelte für alle Neubuchungen ab sofort bis einschließlich 18. April, teilte TUI in Hannover mit.

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Proben aus dem Nasenbereich des Hundes waren schwach positiv.

(Foto: imago stock&people)

+++ 17:49 Hund infiziert? Hongkong stellt Haustiere unter Quarantäne +++
Alle Haustiere von Hongkonger Coronavirus-Infizierten sollen nach Anordnung der Regierung unter Quarantäne gestellt werden. Wie die Behörden mitteilten, wird der Hund einer 60-jährigen Erkrankten bereits auf einer Isolierstation behandelt, weil er sich möglicherweise mit Sars-CoV-2 angesteckt hat. "Proben aus der Nasen- und Mundhöhle wurden schwach positiv auf Covid-19 getestet", sagte ein Regierungssprecher. Allerdings sei noch unklar, ob sich der Hund tatsächlich mit dem Virus angesteckt hat oder ob die niedrigen Werte im Nasen- und Mundbereich vielleicht aus seiner Umwelt stammen könnten. Der Hund zeige zwar keine "relevanten Symptome", sei aber vorsichtshalber für 14 Tage unter Quarantäne gestellt worden, hieß es weiter. Der Vierbeiner wird demnach intensiv medizinisch überwacht und weiteren Tests unterzogen.

+++ 17:19 Erster Politiker angesteckt: Chef der Jungen Union Böblingen in Klinik +++
In Deutschland hat sich der erste Politiker mit dem Corona-Virus infiziert. Bei dem Fall im baden-württembergischen Böblingen soll es sich um den Kreisvorsitzenden der Jungen Union, Matthias Miller handeln, berichtete die "Bild"-Zeitung. Der 28-jährige CDU-Politiker habe sich über die Reisebegleiterin des Corona-Infizierten aus Göppingen angesteckt, der sich wohl auf einer Mailand-Reise infiziert habe, schrieb das Blatt. Miller befinde sich derzeit in einer Klinik in Baden-Württemberg, er soll nur leichte Symptome zeigen und wohlauf sein, hieß es weiter.

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Ab sofort im Home-Office: Im Düsseldorfer Standort der Unternehmensberatung EY wird es still.

(Foto: picture alliance/dpa)

+++ 16:50 Düsseldorf: 1500 Unternehmensberater bleiben zu Hause +++ Nachdem sich ein Mitarbeiter der Unternehmensberatung Ernst & Young (EY) in Düsseldorf mit dem Coronavirus infiziert hat, sollen 1500 Mitarbeiter des Konzerns in Nordrhein-Westfalen zu Hause bleiben. Betroffen seien 1400 Mitarbeiter in Düsseldorf und 110 in Essen, bestätigt ein EY-Sprecher. "Der betreffende Mitarbeiter hatte nach unseren derzeitigen Erkenntnissen keinen Mandantenkontakt." Nach Informationen der "NRZ" kommt der Mitarbeiter aus dem Kreis Heinsberg. EY werde einen eingeschränkten Betrieb durch Arbeiten im Homeoffice aufrechterhalten, betonte der Sprecher.

+++ 16:27 Spahn: "Gesamtrisiko in Deutschland gestiegen" +++ 

Das gesamtgesellschaftliche Risiko durch die Corona-Epidemie in Deutschland ist Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zufolge gestiegen. Insbesondere, weil es noch nicht gelungen sei, alle Infektionsketten zu durchbrechen, sagte der Minister ntv. Dennoch sei das Ansteckungsrisiko für den Einzelnen weiterhin gering bis mäßig. Anders als in der Schweiz werde Deutschland daher nicht alle Großveranstaltungen über 1000 Teilnehmer generell verbieten. Über Verbote sollten stattdessen die Gesundheitsämter vor Ort nach klar definierten Kriterien entscheiden, sagte der CDU-Politiker weiter. Allerdings könne natürlich jeder Einzelne überlegen, ob er nicht einen Kino-Besuch oder andere Events verschieben wolle. "Eine individuelle Entscheidung, zu der ich nur ermuntern kann", sagte der Minister ntv weiter.

+++ 16:07 Jetzt 35 Infizierte im Kreis Heinsberg  +++
Die Zahl der am neuartigen Coronavirus erkrankten Menschen im Kreis Heinsberg ist auf 35 gestiegen. Das sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) bei ntv. Davon wird ein Ehepaar im Krankenhaus behandelt. Alle anderen seien nicht stationär aufgenommen worden, sagte Landrat Stephan Pusch. Der Krankheitsverlauf sei bei ihnen vergleichsweise mild. Ein 47-jähriger Mann aus Gangelt sowie seine Frau werden weiter in der Düsseldorfer Uniklinik behandelt. Der Mann war als erster Patient mit dem neuen Virus Sars-CoV-2 in NRW identifiziert worden. Er schwebte durch eine Vorerkrankung zunächst in Lebensgefahr. Laut Uniklinik war er weiter in kritischem Zustand, habe sich aber etwas stabilisiert. Wo er sich infiziert hat, war weiter unklar. Der "Patient Null" werde vielleicht auch nie gefunden, sagte der CDU-Politiker Pusch.

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+++ 15:55 Bayerischer Kranker: mit fieberndem Italiener im Meeting  +++
Der am Donnerstag gemeldete Corona-Infizierte in Bayern hat sich bei einer Unternehmensveranstaltung in München angesteckt. An dem dreitägigen Meeting der nicht genannten Firma mit etwa zehn Teilnehmern habe ein Italiener teilgenommen. Der habe schon während des Treffens Fieber bekommen, sei aber deswegen nicht zu Hause geblieben, erklärt das Landesgesundheitsamt. Aus dem Kreis der Teilnehmer stammten neben dem Infizierten aus Erlangen auch zwei Corona-Kranke aus Baden-Württemberg sowie ein Schwede. Eine Kontaktperson aus Frankreich zeige Fiebersymptome.

+++ 15:28 Erkrankter Brite von der "Diamond Princess" tot +++
Ein Brite, der Passagier auf dem Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess" war, ist einer Meldung der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo zufolge gestorben. Das Schiff steht im japanischen Hafen Yokohama unter Quarantäne.

+++ 15:01 Run auf Konserven: Erste Hamsterkäufe in Deutschland +++
Die Angst vor dem Coronavirus sorgt inzwischen für erste Hamsterkäufe in Deutschland. Zahlreiche Handelsketten berichteten von deutlich erhöhten Verkaufszahlen bei Produkten wie Konserven oder Desinfektionsmitteln. Kurzfristig sei es in einigen Läden dadurch auch zu Engpässen gekommen, so einzelne Händler. Der Discounter Lidl teilte mit: "In einigen Regionen und Filialen verzeichnen wir deutlich erhöhte Abverkäufe." Vor allem haltbare Lebensmittel wie Konserven und Nudeln, aber auch Toilettenpapier und Desinfektionsmittel würden aktuell stark nachgefragt. Auch Aldi Süd berichtete von einer verstärkten Nachfrage. Das Unternehmen betonte: "Wir sind darauf vorbereitet und erhöhen entsprechend unsere Lagerbestände."

Aldi Nord meldete "vereinzelt" höhere Absatzmengen bei haltbaren Lebensmitteln und Hygieneprodukten. Dies könne dazu führen, dass Artikel zeitweise in den Märkten vergriffen seien. Weitreichende Lieferengpässe für Lebensmittel oder Hygieneprodukte schloss das Unternehmen allerdings "zum jetzigen Zeitpunkt" aus. Auch der Großflächendiscounter Kaufland räumte ein: "Bei stark nachgefragten Produkten kann es kurzfristig zu Engpässen kommen."

+++ 14:45 Bundesbank: Coronavirus klebt nicht an Euro-Scheinen +++
Das Virus wird nach Angaben der Bundesbank nach derzeitigem Stand nicht über Euro-Banknoten verbreitet. Die EZB und die nationalen Notenbanken untersuchen regelmäßig den möglichen Einfluss von Produktion und Umlauf der Euro-Scheine auf die öffentliche Gesundheit, teilte die Bundesbank mit. Dies schließe auch Viren ein. Bislang gebe es keine Anzeichen dafür, dass das Virus über Euro-Geldscheine verbreitet worden sei.

+++ 14:29 US-Biertrinker gruseln sich vor Corona-Bier +++
Manche Schutzmaßnahmen gegen das Corona-Virus sind wohl von zweifelhafter Wirksamkeit. So vermeiden derzeit 38 Prozent der US-amerikanischen Biertrinker beim Griff ins Spirituosenregal Bier der Marke Corona. Das ergab eine Kundenumfrage der Agentur 5W Public Relations. Stammkunden sind allerdings weniger scheu: Nur vier Prozent der Corona-Trinker vermeiden derzeit das Getränk im Supermarkt, aber immerhin 14 Prozent der regelmäßgen Konsumenten würden Corona-Bier aktuell nicht in einem öffentlichen Lokal bestellen. Fast noch beunruhigender: Immerhin 16 Prozent der US-Biertrinker waren unsicher, was die Biermarke mit dem Virus zu tun hat.

+++ 13:51 Bayern testet alle Flüchtlinge bei Ankunft auf Coronavirus +++
Bayern testet alle neu ankommenden Flüchtlinge und Asylbewerber schon bei der Ankunft auf das neuartige Coronavirus. Das sagte Innenminister Joachim Herrmann von der CSU nach einer Sitzung des Kabinettsausschusses in München. Bislang sei kein positiver Fall dabei gewesen. Gegebenenfalls solle der Betroffene sofort unter Quarantäne kommen, sagte Herrmann weiter.

+++ 13:23 Kontakt zu infiziertem Arzt: 35 Menschen unter Quarantäne +++
Wegen des mit dem Coronavirus infizierten Arztes an einer Klinik in Mönchengladbach stehen nun etwa 35 Menschen unter Quarantäne. Der Mann habe Kontakt zu 15 Patienten und 20 Mitarbeitern der Maria Hilf-Kliniken in Mönchengladbach gehabt, sagte ein Sprecher der Stadt. Sie seien bislang ohne Symptome. Eine Patientin mit Symptomen sei negativ auf das Virus getestet worden. Der Klinikarzt war am Rosenmontag in Mönchengladbach im Dienst. Er befindet sich ebenfalls in Quarantäne und sei angewiesen, vorerst zu Hause zu bleiben. Der Arzt wohnt im Kreis Heinsberg und soll auf einer Karnevalssitzung in Gangelt Kontakt zu einem infizierten Ehepaar gehabt haben.

+++ 13:01 Mitarbeiter des "Tropical Islands" müssen sich auf Corona testen lassen +++
91 Mitarbeiter des riesigen Brandenburger Erlebnisbads "Tropical Islands" sollen heute auf das Coronavirus getestet werden. Zuvor war bekannt geworden, dass sich am Wochenende ein Infizierter aus Nordrhein-Westfalen in dem ehemaligen Luftschiffhangar aufgehalten hatte. Er soll nach eigenen Angaben keinen engeren Kontakt zu anderen Badegästen gehabt haben, wohl aber zu einigen Mitarbeitern. Die betreffenden 91 Angestellten seien freigestellt, bis die abschließenden Testergebnisse vorlägen, sagte ein Sprecher des Unternehmens. An dem Wochenende waren nach Angaben von Tropical Islands jeden Tag rund 3500 bis 4000 Gäste in dem Erlebnisbad südöstlich von Berlin.

+++ 12:11 Corona-Verdacht in Berlin: Sportler unter Quarantäne +++
Der dänische Radprofi Michael Mörköv kann wegen des Verdachts auf eine Infizierung mit dem Coronavirus bis auf Weiteres nicht an den Bahnrad-Weltmeisterschaften in Berlin teilnehmen. Nach einer Mitteilung des nationalen Radsportverbandes werde der 34-Jährige schnellstmöglich getestet. Wie die Tageszeitung "Der Nordschleswiger" berichtet, dürfe Mörköv derzeit sein Berliner Hotelzimmer nicht verlassen. Der Madison-Europameister war nach dem Abbruch der UAE Tour in den Vereinigten Arabischen Emiraten in die deutsche Hauptstadt gereist. Das Etappenrennen war nach positiven Tests bei zwei italienischen Profis vorzeitig beendet worden.

+++ 12:02 Großbritannien und Niederlande melden neue Fälle +++
Die Niederlande bestätigen den zweiten Fall eines Infizierten. Erkrankt sei eine Person in der Hauptstadt Amsterdam, teilen die Behörden mit. Der Fall habe nichts mit dem ersten Erkrankten in der Stadt Tilburg zu tun. Beide Personen seien zuletzt in Norditalien gewesen. Sie seien jetzt isoliert worden. Großbritannien meldet einen Anstieg der Coronavirus-Fälle. Dort gibt es mittlerweile 19 Infektionen. Ein erster Fall sei in Wales, zwei weitere Ansteckungen in England festgestellt worden, teilt das Gesundheitsministerium mit.                     

+++ 11:29 Zahl der Infizierten in Baden-Württemberg steigt auf 16 +++
Es gibt zwei neue Infektionen in Baden-Württemberg. Damit steigt die Zahl der Fälle in dem Bundesland nach Angaben der Behörden auf 16. Bei einer der neuen Ansteckungen handele es sich um einen Mann, der innerhalb der sogenannten Influenza-Surveillance "herausgefischt" worden sei. Dabei seien Proben, die negativ auf Influenza getestet wurden, automatisch auch auf das Coronavirus hin untersucht worden. Dies ist der erste Fall, der auf diese Art ermittelt worden sei. Beim zweiten Neuerkrankten handele es sich um einen Mann, der zuvor im Ski-Urlaub in Südtirol gewesen sei.

+++ 11:22 Coronavirus-Patientin in USA verweigert tagelang Test +++
Eine der Coronavirus-Patientinnen in den USA hat tagelang einen Virus-Test verweigert. Erst nach fünf Tagen habe die Frau, bei der der Infektionsweg bislang unklar ist, einer Untersuchung zugestimmt, teilte der Abgeordnete Ami Bera im US-Kongress mit. Es handelt sich demnach um den ersten Coronavirus-Fall in den USA, bei dem der Ansteckungsweg bislang nicht geklärt werden konnte. Die Erkrankte hatte keine bekannten Auslandsreisen unternommen und auch keinen Kontakt zu anderen bekannten Infizierten gehabt.

+++ 11:00 Hessischer Corona-Patient in stabilem Zustand +++
Der Gesundheitszustand des hessischen Corona-Patienten ist stabil. Wie der Landrat des Lahn-Dill-Kreises, Wolfgang Schuster, sagt, befindet sich der 31-jährige Mann in Wetzlar auf einer Isolierstation. "Der Patient hat alles richtig gemacht." Er sei am Sonntag von einer Geschäftsreise aus der besonders betroffenen italienischen Region Lombardei zurückgekehrt. Der Mann habe sich beim Gesundheitsamt gemeldet, ein Abstrich sei gemacht worden, "und seit gestern Abend wissen wir, dass dieser positiv ist". Derzeit würden die Kontaktpersonen ermittelt und befragt. Die Leiterin des Kreisgesundheitsamts sagt, es gebe mehr als 20 Kontaktpersonen. Die festgestellten Kontaktpersonen befänden sich in häuslicher Quarantäne.

+++ 10:53 "Wasser und Seife reicht": RKI rät von Schutzmasken ab +++
Das Robert-Koch-Institut (RKI) rät vom Gebrauch von Atemschutzmasken ab und hält auch Desinfektionsmittel im Alltag für unnötig. "Wasser und Seife reicht", sagt Vizepräsident Lars Schaade. Gesichtsschutz hält er ebenfalls für ungeeignet. "Es gibt keine wissenschaftliche Evidenz, dass das irgendeinen Sinn hat." Außerdem ist das Risiko für Menschen in Deutschland nach Einschätzung des RKI weiter gering bis mäßig. Die Infektionsfälle konzentrierten sich im Wesentlichen auf drei regionale Schwerpunkte. Seit gestern habe es 27 neue Fälle gegeben, insgesamt seien es in Deutschland seit Jahresbeginn 53, sagt Schaade. Nur ein Patient sei schwer erkrankt.

+++ 10:28 "Besondere Lage": Schweiz verbietet alle Großveranstaltungen +++
Die Schweiz verbietet ab sofort sämtliche Großveranstaltungen. Angesichts der Ausbreitung des Coronavirus werde die Situation in der Schweiz als "besondere Lage" gemäß Epidemiengesetz eingestuft, teilt die Regierung mit. Öffentliche und private Veranstaltungen, bei denen sich gleichzeitig mehr als 1000 Personen aufhielten, würden untersagt. Dieses Verbot gelte mindestens bis zum 15. März. Davon ist auch der Genfer Autosalon betroffen, der ab dem 5. März stattfinden sollte.

+++ 10:07 Deutsche Bank befürchtet Rezession in Deutschland +++
Die Volkswirte der Deutschen Bank befürchten aufgrund der zunehmenden Ausbreitung des Coronavirus eine Rezession in Deutschland. In ihrem Basisszenario für die weitere Ausbreitung der Virus-Erkrankung geht das Bankhaus zudem davon aus, dass es auch in der gesamten EU und global zu einer leichten Rezession kommen wird, wie Chefvolkswirt David Folkerts-Landau in einer Videokonferenz mit Journalisten ausführte. Italien würde schwer getroffen werden. "Das wäre meine beste und maximalwahrscheinlichste Vorhersage," sagte der Ökonom. Dabei nimmt er an, dass die Zahl der Infizierten weltwelt auf rund drei Millionen steigt. In dem Szenario würde zudem die Zahl der Todesfälle aufgrund der Erkrankung bei etwa 30.000 liegen. "Die wirtschaftlichen Folgen würden erheblich sein", sagte Folkerts-Landau.

+++ 09:32 Nach China-Besuch: Mongolischer Präsident in Quarantäne +++
Der Präsident der Mongolei, Battulga Khaltmaa, und andere Regierungsvertreter haben sich nach einem China-Besuch in eine 14-tägige Quarantäne begeben. Es handle sich um eine Vorsichtsmaßnahme, meldet die staatliche Nachrichtenagentur Montsame. Battulga hatte am Donnerstag in Peking Chinas Präsidenten Xi Jinping und Ministerpräsident Li Keqiang getroffen. Er ist das erste Staatsoberhaupt, das China besucht hat, nachdem die Volksrepublik im Januar erste Sondermaßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Epidemie eingeleitet hatte.

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+++ 09:15 China: Genesene Virus-Patienten nicht mehr ansteckend +++
Coronavirus-Patienten in China, die nach ihrer Genesung aus dem Krankenhaus entlassen und wieder positiv getestet wurden, haben sich nach staatlichen Angaben nicht mehr als infektiös erwiesen. Ein Vertreter der Nationalen Gesundheitskommission betont in diesem Zusammenhang auf einer täglichen Pressekonferenz in Peking zudem, man müsse mehr über das neuartige Virus lernen und den Gesundheitszustand der genesenen Patienten genauer beobachten. Die Zahl der Coronavirus-Neuinfektionen ist in China derweil auf den niedrigsten Stand seit gut einem Monat gefallen. Am Donnerstag seien 327 neue Krankheitsfälle bestätigt worden, so wenige wie seit dem 23. Januar nicht mehr, teilte die Nationale Gesundheitskommission mit. Insgesamt wurden in China nunmehr 78.824 Fälle bestätigt. 2788 Menschen starben nach bisherigen Erkenntnissen an den Virus-Folgen.

+++ 09:01 Startup Byton sagt Teilnahme an Genfer Autosalon ab +++
Das chinesische Startup Byton hat seine Teilnahme am Autosalon in Genf wegen des neuartigen Coronavirus abgesagt. Die Firma nehme damit ihre Verantwortung gegenüber den Mitarbeitenden wahr, teilte ein Unternehmenssprecher mit. Während die Genfer Uhrenmesse "Watches and Wonders" am Donnerstag annulliert worden war, geht die Messegesellschaft Palexpo nach wie vor davon aus, dass der Autosalon vom 5. bis 15. März wie geplant stattfindet. Das letzte Wort hat das Schweizer Bundesamt für Gesundheit.

+++ 08:53 Iran sagt Freitagsgebete wegen Coronavirus ab +++
Der schwer vom Coronavirus betroffene Iran reagiert mit drastischen Maßnahmen auf die Ausbreitung. In mehreren Teilen des Landes sind die Freitagsgebete abgesagt worden. Nach Angaben iranischer Medien finden die für das islamische Land wichtigen Zeremonien in 22 der 31 Provinzen nicht statt. Außer den Freitagsgebeten hat das Gesundheitsministerium von allen öffentlichen Veranstaltungen, wie etwa Hochzeitsfeiern oder Trauerzeremonien, abgeraten. Schulen und Universitäten bleiben vorläufig geschlossen und werden wohl bis zum Ende der persischen Neujahrsferien Anfang April auch nicht mehr geöffnet. Geschlossen sind weiterhin auch Kinos, Theater und Konzertsäle. Auch die Sportveranstaltungen, besonders die Fußballspiele der ersten und zweiten Liga, finden entweder gar nicht oder ohne Zuschauer statt.

Easyjet
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+++ 08:37 Easyjet streicht Flüge wegen Coronavirus +++
Wegen der Ausbreitung des Coronavirus streicht die britische Airline Easyjet Flüge und legt zudem ein Sparprogramm auf. Vor allem Verbindungen nach und aus Norditalien, wo zahlreiche Infektionen gemeldet wurden, seien betroffen, teilte Easyjet mit. Dort, aber auch in anderen Regionen Europas, sei die Nachfrage zuletzt zurückgegangen. Der Billigflieger kündigte zudem ähnliche Maßnahmen wie zuvor schon die Lufthansa an, um die Folgen der Virusausbreitung auf das Geschäft zu verringern. So würden etwa unternehmensweit Einstellungen und Beförderungen zurückgestellt sowie nachrangige Projekte und Ausgaben verschoben.

+++ 08:24 UAE-Radrennen wegen infizierter Team-Mitglieder abgebrochen +++
Zwei positive Tests auf das Coronavirus haben zur Absage der UAE Tour der Radprofis in den Vereinigten Arabischen Emiraten geführt. Das teilte der Veranstalter zwei Etappen vor dem Ende mit. Demnach sollen zwei italienische Mitglieder eines Teams das Virus in sich tragen. Alle an der Rundfahrt beteiligen Personen müssen sich einem Sars-CoV-2-Test unterziehen und dürfen bis dahin das Hotel nicht verlassen.

+++ 08:17 Russland lässt Iraner und Südkoreaner nicht mehr ins Land +++
Zum Schutz vor einer Ausbreitung des Coronavirus hat Russland iranischen Staatsbürgern vorübergehend die Einreise verboten. Zudem werde die Einreise südkoreanischer Bürger ab dem 1. März als Vorsichtsmaßnahme untersagt, wie es in im Internet veröffentlichten Dekreten der Regierung heißt. Auch andere Ausländer dürften vorerst nicht mehr über den Iran und Südkorea einreisen. Der Iran und Südkorea gehören zu den Ländern, die neben China am schwersten von der Epidemie betroffen sind.

+++ 07:36 Britische Notenbank warnt vor Virus-Folgen +++
Die britische Notenbank warnt vor den Folgen der Coronavirus-Epidemie für die Konjunktur. Großbritannien müsse sich auf einen Rückschlag vorbereiten, da die Auswirkungen der Epidemie stärker würden, sagt Notenbankchef Mark Carney dem TV-Sender Sky News. Die Bank von England habe bereits einen Rückgang der Aktivitäten festgestellt. Man könne aber noch nicht abschätzen, wie stark Großbritannien betroffen sein werde.

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BTS sind international erfolgreich.

(Foto: imago images/ZUMA Press)

+++ 07:22 Boyband BTS sagt Konzerte wegen Coronavirus ab +++
Die international gefeierte südkoreanische Boygroup BTS hat wegen des Ausbruchs der Infektionskrankheit Covid-19 in ihrem Heimatland ihre für April geplante Konzertreihe in Seoul abgesagt. Jetzt eine Voraussage zu machen, wie groß der Ausbruch während der Konzerttermine sein werde, sei unmöglich, teilte die Agentur der siebenköpfigen Gruppe, Big Hit Entertainment, mit. Die Konzerte in der südkoreanischen Hauptstadt sollten der Auftakt für eine Welttournee der Gruppe sein. Für den 25. April ist die erste von zahlreichen Shows der Boygroup in den USA vorgesehen.

+++ 06:59 UN-Sicherheitsrat will Nordkorea-Sanktionen wegen Virus lockern +++
Der UN-Sicherheitsrat will Ausnahmen von den gegen Nordkorea verhängten Wirtschaftssanktionen erlauben, um dem verarmten Land im Kampf gegen das neuartige Coronavirus zu helfen. Der zuständige Sanktionsausschuss des Sicherheitsrats billigte am Donnerstag die Lieferung medizinischer Ausrüstung an das Land, wie der deutsche Botschafter Christoph Heusgen mitteilte. Angaben zur Art dieser Ausrüstung machte er nicht.

+++ 06:53 Erstmals auch Region südlich der Sahara betroffen +++
Das neuartige Coronavirus hat nach Nordafrika nun auch die Region südlich der Sahara erfasst: Nigerias Gesundheitsbehörden bestätigten den ersten Fall der Lungenkrankheit Covid-19. Bei dem Infizierten handele es sich um einen Italiener, der in Nigeria arbeite und aus Mailand in die Wirtschaftsmetropole Lagos zurückgekehrt sei, teilte Gesundheitsminister Osagie Ehanire mit. Der Fall sei am Donnerstag bestätigt worden. Der Patient sei stabil und habe keine schweren Symptome.

+++ 06:43 Erster Coronavirus-Fall in Weißrussland festgestellt +++
Auch aus Weißrussland wird der erste Coronavirus-Fall gemeldet. Ein Student aus dem Iran sei positiv getestet worden, berichtet die russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf das Gesundheitsministerium in Minsk.

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+++ 06:34 Neuseeland bestätigt erste Virus-Infektion +++
Neuseeland bestätigt den ersten Fall von Coronavirus in dem Land. Bei dem Patienten handele es sich eine Person, die kürzlich aus dem Iran zurückgekehrt sei, gibt das Gesundheitsministerium bekannt.

+++ 05:44 Litauen meldet ersten Coronavirus-Fall +++
Auch in Litauen gibt es einen ersten Coronavirus-Fall. Das teilte die Regierung mit.

+++ 05:17 Weltärztebund: Impfstoff frühestens 2021 +++
Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, rechnet frühestens im kommenden Jahr mit einem Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus - warnt aber vor Panik. "In ein paar Jahren werden wir mit einer weiteren grippeartigen Erkrankung leben, die Covid-19 heißt und gegen die wir impfen können. Jetzt gilt es den Übergang zu managen", sagte Montgomery der "Passauer Neuen Presse". Die Technik der Impfstoff-Gewinnung und -Zulassung dauere mindestens ein Jahr. "In einem günstigen Fall haben wir nächstes Jahr einen Impfstoff."

+++ 04:36 Mediziner rät Athleten von Autogrammen und Interviews ab +++
Der Sportmediziner Wilhelm Bloch rät Athleten wegen des Coronavirus dazu, direkt nach Wettkämpfen keine Autogramme oder Interviews zu geben. Zwar bestehe bei Spitzensportlern im Vergleich zur Normalbevölkerung grundsätzlich kein höheres Risiko einer Erkrankung am Coronavirus. Nach hohen Belastungen würde die Barriere für Erreger in den oberen Atemwegen jedoch etwas "löchriger" werden, weil sie dann mehr atmen, sagte der Professor. Das gelte aber nur für einige Stunden und besonders bei ungünstigen klimatischen Bedingungen.

+++ 04:06 Infiziertenzahl in Südkorea steigt auf über 2000 +++
In Südkorea steigt die Zahl der Infizierten um 256 auf 2.022 Fälle. Das teilt die Seuchenschutzbehörde mit. Die südkoreanische Boygroup BTS sagt ihre Konzerte für April ab. Korean Air Lines will bei allen Passagieren auf Flügen in die USA Fieber messen und niemanden mitnehmen, der mehr als 37,5 Grad Körpertemperatur aufweist.

+++ 03:45 Erster Coronavirus-Fall in Nigeria gemeldet +++
Nigeria meldet den ersten Infektionsfall. Das twitterte das Gesundheitsministerium.

+++ 03:18 Börsen droht schlechteste Woche seit Finanzkrise 2008 +++
In Asien setzt sich der Ausverkauf an den Aktienmärkten wegen der Furcht vor einem Einbruch der Konjunktur durch die rasche Ausbreitung des Coronavirus am Freitag fort. Damit steuern die weltweiten Börsen auf die stärksten Einbußen seit der Finanzkrise 2008 zu. Hoffnungen, dass die Epidemie, die von China ausging, nach ein paar Monaten vorbei sei, hätten sich zerschlagen, sagten Marktteilnehmer. Es sehe jetzt nach einer Pandemie aus.

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In Tokio brach der 225 Werte umfassende Nikkei-Index zu Handelsbeginn drei Prozent ein. Der südkoreanische Kospi gab zwei Prozent nach. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fiel 0,3 Prozent.

+++ 02:32 Ärztekammer: Bürger sollen unnötige Arztbesuche vermeiden +++
Die Bundesärztekammer hat die Bürger dazu aufgerufen, unnötige Arztbesuche zu vermeiden, damit Kapazitäten für mögliche Coronavirus-Patienten freigehalten werden. "Es ist wirklich wichtig, dass die Leute jetzt besonnen bleiben", sagte Kammer-Vizepräsidentin Heidrun Gitter den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Wer Bagatellerkrankungen mit nur leichten Beschwerden habe, "sollte nicht die Notaufnahmen und Praxen verstopfen, sondern zu Hause bleiben".

+++ 01:56 Aktien von Desinfektionsmittel-Hersteller steigen auf Rekordhoch +++
Die Angst vor einer globalen Ausbreitung des Coronavirus schickt Börsen weltweit auf Talfahrt, doch einige Aktien bleiben gefragt. Die Papiere des Konsumgüterherstellers Clorox - der Hand-Desinfizierer und andere antibakterielle Reinigungsmittel verkauft - halten sich seit Tagen hoch im Kurs und erreichten ein neues Rekordhoch im US-Handel. Trotz des allgemeinen Ausverkaufs verbuchten die Aktien leichte Kursgewinne und kletterten zwischenzeitlich auf mehr als 170 Dollar.

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+++ 01:25 China meldet Hunderte Neuinfektionen +++
Am Donnerstag hat es in China 327 neue Fälle gegeben. Einen Tag zuvor waren es noch 433, wie die Nationale Gesundheitsbehörde mitteilt. Damit gibt es auf dem Festland Chinas insgesamt 78.824 mit dem neuartigen Coronavirus Infizierte. Die Zahl der Toten stieg um 44 auf insgesamt 2788.

+++ 00:55 UAE Tour der Radprofis abgebrochen +++
Die UAE Tour der Radprofis ist zwei Etappen vor dem Ende wegen der Coronavirus-Epidemie abgebrochen worden. Dies teilten die Organisatoren mit. Hintergründe des Abbruchs waren zunächst unklar. Auch darüber, ob Fahrer infiziert sind, gab es widersprüchliche Aussagen. Alle Profis sollen auf das Virus getestet werden.

+++ 00:16 Regierung sucht Lösungen für knappe Schutzausrüstung +++
Die Bundesregierung sucht nach Lösungen, um im Kampf gegen das Coronavirus Schutzausrüstung etwa für medizinisches Personal verfügbar zu halten. "Wir müssen uns auf eine Knappheit in dem Bereich einstellen", sagte Gesundheitsminister Jens Spahn im ZDF. Daher solle auch im Krisenstab der Regierung am Freitag geschaut werden, welche Lagerbestände es in Deutschland gebe. Das Gesundheitsministerium bekomme gerade vielfach Rückmeldungen etwa von Praxen zu Problemen beim Beschaffen von Schutzausrüstung.

+++ 23:44 Erste Coronavirus-Fälle in Hamburg und Hessen nachgewiesen +++
In Hessen ist ein erster Fall des neuartigen Coronavirus nachgewiesen worden. Betroffen sei eine Person im Lahn-Dill-Kreis, teilte der Landkreis mit.

Auch in Hamburg ist erstmals ein Patient nachweislich erkrankt. Es handele sich um einen Mitarbeiter der Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, teilte die Klinik mit.

+++ 23:35 Coronavirus macht italienischen Fußballgipfel zum Geisterspiel +++
Wegen des Ausbruchs des neuen Coronavirus finden in der italienischen Fußballliga Serie A am Wochenende fünf Partien unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Das teilte die Liga mit. Auch die Begegnung zwischen Tabellenführer und Meister Juventus Turin und Verfolger Inter Mailand am Sonntagabend (20.45 Uhr) wird zum Geisterspiel.

+++ 23:08 Erster Fall in den Niederlanden +++
In den Niederlanden ist der erste Fall einer Corona-Infektion festgestellt worden. Es gehe um einen Mann, der in einem Krankenhaus in der südöstlichen Stadt Tilburg liege, teilte Gesundheitsminister Bruno Bruins im niederländischen TV mit. Der Mann sei erst kürzlich aus der Lombardei in Norditalien zurückgekehrt. Der Mann liege auf der Isolationsstation. Über seinen Gesundheitszustand wurden vorerst keine weiteren Angaben gemacht.

+++ 22:46 Kalifornien will Virustests ausweiten +++
Der US-Bundesstaat Kalifornien will deutlich mehr Menschen auf das Coronavirus testen. Derzeit seien 28 Personen mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert, teilte Gouverneur Gavin Newsom mit. Die meisten seien Fälle von US-Amerikanern, die aus China oder Japan ausgeflogen worden seien oder mit Reisenden Kontakt hatten.

Eine Patientin aus dem Bezirk Solano County gilt als Sonderfall. Die Frau war weder in ein Gebiet mit Infektionen gereist noch hatte sie nach ersten Erkenntnissen Kontakt zu einem anderen Infizierten. Das Umfeld dieser Patientin werde gründlich untersucht, sagte Newsom.

+++ 22:18 Starker Anstieg der Corona-Fälle in Frankreich +++
In Frankreich ist die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen von bisher 18 auf 38 angestiegen. Das sei ein "deutlicher Zuwachs", teilte Gesundheitsminister Olivier Véran in Paris mit. Mehrere Untersuchungen liefen noch, fügte der Ressortchef hinzu.

Zwölf Fälle seien wohl über eine Ansteckungskette verbunden, sagte Véran. In Frankreich waren bereits zwei mit dem Coronavirus infizierte Menschen gestorben.

+++ 21:54 Facebook sagt Entwicklerkonferenz ab +++
In diesem Jahr wird die Entwicklerkonferenz F8 nicht stattfinden. Online-Gigant Facebook erklärte, "Gesundheit und Sicherheit" der Facebook-Partner und Mitarbeiter hätten Vorrang. Deswegen sei die "schwierige Entscheidung" getroffen worden, die für Anfang Mai im kalifornischen San José geplante Konferenz abzusagen.

Anstelle der Konferenz im Silicon Valley sollen nun Videos und Vorträge gestreamt werden. Bei der F8-Konferenz treffen sich jedes Jahr tausende Software-Entwickler, die mit Facebook zusammenarbeiten.

+++ 21:30 Neuer Fall in Bayern +++
In Bayern gibt es einen neuen Coronavirus-Fall. Es handele sich um einen Mann aus Mittelfranken, teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in München mit.

+++ 21:07 Schwedin nach Deutschland-Reise positiv getestet +++
Nach einem Aufenthalt in Deutschland ist eine Frau in Schweden positiv auf das Coronavirus getestet worden. Sie habe sich in Deutschland mit dem Virus angesteckt, teilte die schwedische Gesundheitsbehörde mit. Wo sich die Frau in der Bundesrepublik aufhielt, wurde nicht mitgeteilt.

Die Frau befindet sich nach Angaben der schwedischen Behörden nun in einem Krankenhaus nördlich von Stockholm.  Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle in Schweden stieg damit auf sieben.

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Vizepräsidentin Ebtekar ist am Coronavirus erkrankt.

(Foto: picture alliance / dpa)

+++ 20:39 Iran: Vizepräsidentin erkrankt - Fußballerin tot +++
Der stellvertretende Gesundheitsminister des Iran ist bereits am Coronavirus erkrankt. Nun wurde auch die Vizepräsidentin Massumeh Ebtekar positiv getestet. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA ist die 59-Jährige derzeit unter ärztlicher Aufsicht zuhause. Alle Mitglieder ihres Teams in der Abteilung für Frauen- und Familienrechte im Präsidialamt müssen nun ebenfalls getestet werden.

Zudem starb laut einem Bericht des Nachrichtenportals Rokna eine iranische Fußballspielerin an der Lungenkrankheit Covid-19. Die 23-jährige Elham Scheichi, die auch in der Nationalmannschaft gespielt hatte, war schon letzte Woche erkrankt und starb dem Bericht zufolge am Mittwoch in der Stadt Ghom.

Wenn Sie wissen möchten, was zuvor alles passiert ist, können Sie das hier nachlesen.

Quelle: ntv.de, ibu/mau/AFP/dpa/rts