Panorama

Molotow-Anschlag einer Gang? 28 Menschen sterben bei Brand in Mexiko

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Molotowcocktails sollen den Brand in der Bar ausgelöst haben.

(Foto: dpa)

In einer mexikanischen Table-Dance-Bar bricht ein Brand aus, offenbar wegen eines Angriffs mit Molotowcocktails. Zweidutzend Menschen kommen dabei ums Leben. Die Regierung vermutet rivalisierende Banden hinter dem Verbrechen, denn im Land tobt seit Jahren ein brutaler Drogen-Krieg.

Bei einem mutmaßlichen Brandanschlag auf eine Table-Dance-Bar sind in der mexikanischen Hafenstadt Coatzacoalcos 28 Menschen getötet worden. 25 seien vor Ort gestorben, drei weitere in Krankenhäusern. Neun Menschen wurden bei der Attacke auf den Stiptease-Club in der Stadt Coatzacoalcos verletzt.

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Wie die Zeitung "El Universal" unter Berufung auf die Generalstaatsanwaltschaft berichtete, soll die Table-Dance-Bar "Caballo Blanco" ("Weißes Pferd") mit Molotowcocktails angegriffen worden sein. Weitere Details sind zunächst nicht bekannt. Nach den Tätern werde gesucht, teilte Cuitláhuac García, der Gouverneur des Bundesstaats, auf Twitter mit. Er suggerierte, dass Gangs in das Verbrechen verwickelt sein könnten und fügte hinzu, es werde keine Straffreiheit geben: "In Veracruz tolerieren wir keine kriminellen Gruppen mehr". Das "hinterhältige Verbrechen" dürfe nicht ungesühnt bleiben.

Nur wenige Tage zuvor war laut mexikanischen Medien ein örtlicher Anführer des Drogenkartells Jalisco Nueva Generación (CJNG) festgenommen worden, nachdem er von einem Kontrollpunkt in Coatzacoalcos zunächst entwischt war. Die Stadt am Golf von Mexiko gehöre zu den gefährlichsten Gegenden im Bundesstaat Veracruz, schrieb "El Universal". Dort liefern sich Kartelle immer wieder blutige Auseinandersetzungen.

In Mexiko herrscht generell seit Jahren ein Drogen-Krieg zwischen rivalisierenden Kartellen. Seit dem Beginn einer Offensive des mexikanischen Staates im Jahr 2006 gegen die Drogenkartelle wurden in dem lateinamerikanischen Land mehr als 200.000 Menschen getötet. Der Staat Veracruz ist wegen seiner strategischen Lage am Golf von Mexiko besonders von der Gewalt betroffen. Im vergangenen Jahr gab es in Mexiko mehr als 33.000 Tötungsdelikte, der Großteil von ihnen hängt mit dem organisierten Verbrechen zusammen.

Quelle: n-tv.de, agr/AFP/dpa

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