Bilanz der ersten Woche5000 Verstöße gegen Alkoholverbot an deutschen Bahnhöfen

Eine Woche Alkoholverbot an deutschen Bahnhöfen: Etwa 5000 Menschen erwischt die Deutsche Bahn in dieser Zeit mit Alkohol. Bahn-Chefin Palla zieht eine positive Bilanz der Maßnahme.
In den ersten sieben Tagen nach Einführung des Alkoholverbots an Bahnhöfen hat die Deutsche Bahn (DB) rund 5000 Menschen mit Alkohol erwischt. Die DB bestätigte einen entsprechenden Bericht der "Bild"-Zeitung. "Die klare Ansage wirkt", sagte Bahn-Chefin Evelyn Palla der Zeitung. Sie zieht eine positive erste Bilanz. "Wir wollen sichere und saubere Bahnhöfe. Und viele Reisende sagen ganz deutlich: Genau das war längst überfällig."
Die Sicherheitskräfte würden die Ertappten zunächst belehren. Die allermeisten Menschen seien einsichtig und würden den Alkohol wegpacken, heißt es in der "Bild". Nur in wenigen Einzelfällen seien Hausverweise nötig gewesen. Die Bahn hat zur Durchsetzung der Maßnahme ihr Sicherheitspersonal von 4500 auf 5000 aufgestockt.
Seit dem 15. Oktober darf bundesweit an allen Bahnhöfen der Deutschen Bahn kein Alkohol mehr getrunken werden. Das gilt auch für die Bahnsteige.
Das sogenannte Alkoholkonsumverbot soll die Bahnhöfe sicherer und sauberer machen. Ausgenommen sind Gaststätten in den Bahnhöfen. Auch in den Zügen darf in der Regel weiter Alkohol getrunken werden - in den Bordbistros der Fernzüge verkauft die Bahn ihn sogar selbst. Ausnahmen können auch dort gelten, wo etwa Bahnhofsgebäude nicht der DB gehören.
