Panorama

Opfer sind verbrannt 55 Menschen sterben bei Tanklasterexplosion

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In der nahegelegenen Hauptstadt Niamey laufen ein paar Männer an den Gleisen entlang. (Archivbild)

(Foto: REUTERS)

Im westafrikanischen Niger kippt ein mit Benzin beladener Lastwagen um. Viele Menschen laufen hin, um Treibstoff aufzufangen. Es kommt jedoch zu einer Explosion, die Todesopfer und viele Verletzte fordert.

Bei der Explosion eines Tanklastwagens im Niger sind nach Behördenangaben 55 Menschen ums Leben gekommen und mindestens 37 weitere verletzt worden. Der mit Benzin beladene Lkw sei in der vergangenen Nacht in der Nähe des Flughafens in der Hauptstadt Niamey explodiert, sagte ein Sprecher des Innenministeriums. Die Opfer seien verbrannt.

Augenzeugen berichteten, die Explosion habe sich ereignet, als eine Menschenmenge aus dem auf Bahngleisen umgekippten Lkw versucht habe, Treibstoff aufzufangen. "Es war kurz nach Mitternacht, als ich nach draußen ging und den liegenden Lkw sah", sagte eine Schülerin. Von "allen Seiten" seien die Menschen gekommen, um Benzin abzufüllen. "Dann habe ich ein Feuer gesehen" und "alles stand in Flammen". Ein anderer Augenzeuge berichtete von einem heftigen "Knall" und Dutzenden Toten.

Das Unglück ereignete sich auf der Straße RN1, die von Niamey in den Südosten des Landes führt. Am Montag waren der ausgebrannte Lastwagen und weitere Fahrzeugwracks noch immer am Unfallort zu sehen. Auch benachbarte Häuser wiesen Brandschäden auf. Der Betrieb des nur wenige hundert Meter entfernten Flughafens wurde nicht gestört.

Vergangene Woche besuchte Bundeskanzlerin Angela Merkel den westafrikanischen Staat. Im Niger und vielen anderen afrikanischen Ländern kommt es wegen schlechter Straßen und kaum gewarteter Fahrzeuge immer wieder zu schweren Verkehrsunfällen.

Quelle: ntv.de, joh/AFP/dpa

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