Panorama

Afrikanische Metropole ohne Strom 800.000 Menschen sitzen im Dunkeln

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Für die gesamte Stadt Bata reicht die Stromversorgung nicht mehr aus.

(Foto: twitter.com/Kerenciya86)

Die Großstadt Bata in Äquatorialguinea gilt als ein Wirtschaftszentrum der afrikanischen Welt. Die Metropole wächst schnell - gleichzeitig herrscht aber auch große Trockenheit. So reicht der Strom aus dem Wasserkraftwerk nicht mehr für alle.

In der Wirtschaftsmetropole Bata in Äquatorialguinea sitzen rund 800.000 Einwohner seit zwei Wochen im Dunkeln: Wegen anhaltender Trockenheit und steigender Nachfrage reicht die Stromversorgung nicht mehr aus, wie die Behörden einräumten. Für die Einwohner könnte die Stromversorgung nach Angaben der nationalen Stromgesellschaft Segesa in "ein oder zwei Monaten" wieder laufen.

Die Hafenstadt Bata, die in den vergangenen Jahren stark gewachsen ist, erhält ihren Strom aus einem Wasserkraftwerk, das von Chinesen gebaut worden war. Energieminister Gabriel Mbega Obiang Lima sagte im staatlichen Fernsehen, die Trockenheit sei zu groß und das auf dem Festland gelegene Bata sei zu schnell gewachsen, so dass die Nachfrage derzeit nicht befriedigt werden könne. Er rief die Bevölkerung zur "Geduld" auf, zuerst müssten "strategische" Einrichtungen wie Krankenhäuser und Militärstützpunkte versorgt werden.

Die Lage ist paradox, denn das afrikanische Land südlich der Sahara hatte in den vergangenen Jahren einen Erdöl-Boom erlebt. Die Bevölkerung profitiert von dem damit einhergehenden Geldsegen bisher nicht: Mehr als die Hälfte lebt unter der Armutsschwelle mit zwei Dollar pro Tag.

Quelle: n-tv.de, hla/AFP