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Montag, 06. November 2017

Aufregung beim Staatsbesuch: Abe, Trump und die Koi-Karpfen

Viel Lärm um nichts. Bei einem Treffen mit dem japanischen Premierminister scheint Donald Trump keine Lust auf eine langwierige Fischfütterung zu haben. Es hagelt Kritik - zu Unrecht.

Die offenbar unsachgemäße Fütterung einiger Koi-Karpfen hat US-Präsident Donald Trump einen Mini-Shitstorm bei Twitter beschert. Doch die Kritik ist nicht gerechtfertigt.

Was war geschehen? In Japan ist der Koi-Kult Jahrtausende alt: Die Fische gelten als Symbol der Stärke und Perfektion, an Feiertagen werden Karpfen-Fahnen gehisst. So liegt es nahe, Gäste bei einem Japan-Besuch mit der Fütterung der wertvollen Fische zu erfreuen. Tut keinem weh, gibt nette Bilder. Viele ranghohe Politiker haben deshalb bereits die farbenprächtigen Fische im Teich des Akasaka-Palastes in Tokio besucht. 

Auch Donald Trump besuchte im Rahmen seiner Asienreise den Teich des Akasaka-Palastes. Gemeinsam mit Japans Premierminister Shinzo Abe fütterte er die Karpfen.

Und wie es sich gehört, wurden die Kois langsam und bedächtig Löffel für Löffel mit Fischfutter aus einer Holzbox beglückt. Abe schüttete dann irgendwann den Rest der kleinen Schachtel auf einmal in den Teich, Trump tat es ihm nach.

US-Außenminister Rex Tillerson brach in Gelächter aus, Fischliebhaber auf Twitter fanden die Aktion weniger amüsant. Die wertvollen Tiere vertragen nicht zu viel Nahrung auf einmal und die Überfütterung kann sie krank machen, twitterten sie. Andere kommentieren die Sache eher trocken: "Trump kann nicht einmal Fische füttern".

Ein Null-Ereignis, wie obiges Video nun zeigt. Aber da wir es an dieser Stelle selbst zunächst etwas zu zugespitzt formuliert hatten, schauen Sie es sich trotzdem an.

Quelle: n-tv.de

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