Panorama

Kunstberater des Aldi-ErbenAchenbach muss Millionen-Strafe zahlen

28.06.2018, 10:52 Uhr
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Helge Achenbach ist inzwischen wieder auf freiem Fuß. (Foto: dpa)

Er beriet den Aldi-Erben Berthold Albrecht beim Kauf von Kunst. Doch er betrog seinen Kunden. Das Oberlandesgericht Stuttgart verurteilt Helge Achenbach nun zur Zahlung von 16,1 Millionen Euro - immerhin weniger als die Strafe der ersten Instanz.

Das Düsseldorfer Oberlandesgericht hat den ehemaligen Kunstberater und Millionenbetrüger Helge Achenbach zu 16,1 Millionen Euro Schadenersatz verpflichtet. Das Gericht reduzierte dabei die Forderungen der Familie des gestorbenen Aldi-Erben Berthold Albrecht gegen Achenbach um 2,6 Millionen Euro. Eine Revision ließ das Gericht nicht zu.

In dem Zivilprozess hatte das Landgericht Achenbach im vergangenen Jahr zur Zahlung von 18,7 Millionen Euro an die Aldi-Erben verurteilt. Dagegen hatte Achenbach Berufung eingelegt und nun teilweise Erfolg. Achenbach hatte den 2012 gestorbenen Berthold Albrecht beim Kauf von Kunst und Oldtimern durch versteckte Preisaufschläge betrogen.

Der einstige Berater-Star Achenbach war im März 2015 wegen Betrugs zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Vor wenigen Wochen war er nach Verbüßung von zwei Dritteln der Strafe auf freien Fuß gekommen. Achenbachs Firmen gingen mit dem Skandal pleite. Rund 2500 Kunstwerke aus ihrem Bestand wurden für fast zwölf Millionen Euro in mehreren Auktionen zwangsversteigert.

Quelle: mli/dpa

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