Panorama

"Kein Badeplatz für Nazis" AfD-Chef Gauland beim Baden bestohlen

imago82520874h.jpg

Hier in gewohnter Montur: Alexander Gauland.

imago/photothek

Für den AfD-Politiker Alexander Gauland wird ein Badeausflug zur kalten Dusche. Unbekannte klauen ihm unbemerkt Kleidung und Wohnungsschlüssel. Der Fraktionschef muss anschließend in Badehose den Heimweg antreten.

Dem AfD-Politiker Alexander Gauland ist beim Baden in Potsdam die Kleidung gestohlen worden. "Ein oder zwei Unbekannte haben meine Sachen gegriffen, als ich im Wasser war", sagte Gauland zu dem Vorfall vor einer Woche. "Andere Badegäste haben die Polizei alarmiert, die schon da war, als ich wieder ans Ufer kam."

*Datenschutz

Zeugen hätten Gauland erzählt, was die Diebe gerufen haben sollen. "Für Nazis ist hier kein Badeplatz!", zitierte der AfD-Fraktionschef die Zeugenaussagen. "Daher hat das Ganze wohl einen politischen Hintergrund."

Gaulands teurer Badespaß

Ein Sprecher des Polizeipräsidiums bestätigte den Diebstahl der Kleidung, nicht aber den von Gauland zitierten Ausruf. Laut dem Zeitungsbericht soll der Staatsschutz wegen des Diebstahls ermitteln.

Gauland kam der Diebstahl teuer zu stehen. "In der Hose war mein Hausschlüssel und daher musste die gesamte Schließanlage des Hauses ausgetauscht werden", berichtete er. Der Badeplatz am Heiligen See liegt ganz in der Nähe von Gaulands Wohnung.

Fotos einer Zeugin zeigen, wie der 77-jährige Politiker in einer bunten Badeshorts von Polizeibeamten von der Badestelle weggeführt wird. "Wir waren in der Nähe und haben die Polizeipräsenz gesehen. Kurz darauf lief Gauland in polizeilicher Begleitung in Badehose an uns vorbei. Es war ein großartiger Tag", sagte eine Zeugin der "Märkischen Allgemeinen Zeitung".

Quelle: n-tv.de, mba/dpa

Mehr zum Thema