Panorama

27-Tonnen-Block nun im Ehrenhain Afghanischer Felsen erinnert an Gefallene

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Der 27 Tonnen schwere Stein stand viele Jahre in Masar-i-Scharif.

(Foto: picture alliance/dpa)

Seit Anfang des Monats läuft der Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan. Nun ist in Potsdam ein Gedenkstein eingetroffen. Er stammt aus dem deutschen Stützpunkt Masar-i-Scharif und erinnert an die mehr als 50 Soldaten, die in Afghanistan gefallen sind.

Im Zuge des Rückzugs der Bundeswehr aus Afghanistan ist auch ein Gedenkstein aus dem Ehrenhain im dortigen Hauptstützpunkt in Masar-i-Scharif nach Deutschland gebracht worden. Der Flieger mit dem 27 Tonnen schweren Findling an Bord landete am Donnerstag in Leipzig und traf am Nachmittag am "Wald der Erinnerung" in Schwielowsee bei Potsdam ein, wie die Bundeswehr mitteilte. Der Stein war demnach seit Juni 2007 Teil des zentralen Gedenkorts in Camp Marmal in Masar-i-Scharif.

Mit der Entscheidung, den Bundeswehr-Einsatz zu beenden, wurde beschlossen, den Ehrenhain im "Wald der Erinnerung" im Einsatzführungskommando in Potsdam wieder zu errichten. Dorthin werden alle Ehrenhaine aus abgeschlossenen Auslandseinsätzen überführt und in verkleinertem Maßstab wieder errichtet. Der 27 Tonnen schwere Gedenkstein aus Afghanistan ist der fünfte und letzte, der nach Deutschland gebracht wurde.

"Rückhalt für unsere Kameradinnen und Kameraden im Einsatz zu schaffen, ist die wichtigste Aufgabe der Soldatinnen und Soldaten des Einsatzführungskommandos. Rückhalt entsteht nicht nur durch die Begleitung der Einsätze rund um die Uhr. Er entsteht auch durch das Wissen, dass die Verstorbenen und Gefallenen sowie die Hinterbliebenen nicht vergessen werden", so Generalleutnant Erich Pfeffer, Befehlshaber des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr.

Anfang Mai hatten die internationalen Truppen, darunter die Bundeswehr, ihren Abzug aus Afghanistan begonnen. Dieser soll bis spätestens 11. September abgeschlossen sein. Nach Angaben der Bundeswehr sind in Afghanistan 59 deutsche Soldaten ums Leben gekommen.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa/AFP

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