Panorama

Verlobte im Wald verscharrt Angeklagter im Fall Baumer bricht Schweigen

aeea0361b5a1939318406d99269bc093.jpg

Christian F. soll Maria Baumer ermordet haben.

(Foto: dpa)

Im Prozess um den Tod von Maria Baumer gibt es eine überraschende Wende: Christian F. sagt nun doch aus. Er gibt zu, die Leiche seiner damaligen Verlobten vergraben zu haben. Anders als ihm vorgeworfen wird, will er sie aber nicht ermordet haben.

Im Fall der getöteten Maria Baumer hat der Angeklagte Christian F. zugegeben, ihre Leiche vergraben zu haben. Vor dem Landgericht Regensburg ließ der Krankenpfleger über seinen Anwalt ausrichten, er habe seine Verlobte morgens tot im Bett gefunden und ihre Leiche daraufhin im Wald vergraben. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 35-Jährigen vor, Baumer im Mai 2012 mit Medikamenten getötet und ihren Leichnam beseitigt zu haben. Bislang hatte F. in dem Prozess geschwiegen.

Aus Sicht der Anklagebehörde ermordete der Krankenpfleger die Frau, um für eine Beziehung mit einer Patientin frei zu sein. Zudem soll er mit dem Verschwinden seiner Verlobten seinen Studienabbruch rechtfertigen haben wollen.

Pilzsammler hatten Baumers Leiche im Herbst 2013 in einem Wald gefunden. Der Verlobte geriet damals schon einmal ins Visier der Ermittler, kam aber wieder auf freien Fuß. Ende 2019 wurde der Mann erneut festgenommen. Mit neuen technischen Methoden hatten Experten an Kleidung und Haaren des Opfers Medikamenten-Rückstände festgestellt. Der angeklagte Deutsche soll kurz vor dem Verschwinden der Frau unter anderem nach "Lorazepam letale Dosis" und "der perfekte Mord" gegoogelt haben. Sein Anwalt wollte bislang einen Freispruch erwirken.

Quelle: ntv.de, hul/dpa

ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.