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Spürhunde suchen SprengstoffAngriff auf Synagoge: FBI prüft Verdacht eines "gezielten Gewaltakts"

13.03.2026, 03:38 Uhr
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Polizei steht vor der Synagoge Temple Israel nahe der Großstadt Detroit. (Foto: picture alliance/dpa/Ann Arbor News via AP)

Ein Lastwagen fährt im US-Bundesstaat Michigan in eine der größten Synagogen der USA. Der bewaffnete Fahrer stirbt und weist schwere Brandverletzungen auf. Die Polizei erhöht die Präsenz vor jüdischen Einrichtungen.

Nach der Fahrt eines Autos in eine Synagoge in den USA ermittelt das FBI wegen des Verdachts eines "gezielten Gewaltakts" gegen die jüdische Gemeinschaft. "Wir können zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen, was ihn getötet hat, aber die Sicherheitskräfte haben den Verdächtigen mit Schüssen bekämpft", sagte Michael Bouchard, Polizeichef des Verwaltungsbezirks Oakland, über den bewaffneten Fahrer. Zur Identität des Täters und seinem möglichen Motiv konnte dieser vorerst keine Angaben machen. Ob es sich um einen Einzeltäter handelte, sei ebenfalls noch unklar.

Der Vorfall ereignete sich in der Nähe der Großstadt Detroit im Bundesstaat Michigan. Eine Person fuhr laut Polizei mit einem Fahrzeug in die Synagoge in der Stadt West Bloomfield. Sicherheitspersonal habe danach das Feuer eröffnet, sagte der örtliche Sheriff kurz danach.

Ein Sicherheitsbeamter wurde laut Polizeiangaben ins Krankenhaus gebracht, weil er vom Auto erfasst worden sei. 30 Beamte seien zudem wegen Rauchvergiftung ebenfalls im Krankenhaus. Das Gebäude habe in Flammen gestanden. Kinder und Mitarbeiter, die sich in der Synagoge befanden, seien nicht verletzt worden.

Trump: "Unfassbar, dass so etwas passiert"

Spürhunde durchsuchten den Lastwagen nach möglichem Sprengstoff. "Es ist kompliziert, weil es ein Feuer gibt", sagte der Polizeichef. Dem Sender Fox News zufolge geriet der Lastwagen bei dem Angriff in Brand. Die Leiche des Angreifers wies demnach schwere Brandverletzungen auf. Fernsehbilder zeigten ein massives Polizeiaufgebot und Dutzende Wagen mit Blaulicht in der Umgebung der Synagoge in dem Vorort West Bloomfield nördlich von Detroit. Über dem Gebäudekomplex stieg Rauch auf.

"Es ist absolut unfassbar, dass so etwas passiert", sagte US-Präsident Donald Trump nach dem Vorfall in Washington. Er schicke Liebe an die jüdische Gemeinschaft in Michigan und an alle Menschen in Detroit, fügte er hinzu. Der israelische Präsident Isaac Herzog sprach bei X von einem schwerwiegenden und ernsten Vorfall, der auf eine Reihe von Angriffen auf jüdische Einrichtungen weltweit folge. 

Die Gouverneurin von Michigan, Gretchen Whitmer, verurteilte den Angriff auf die Synagoge scharf: "Die jüdische Gemeinde von Michigan sollte in Frieden leben und ihren Glauben ausüben können", sagte sie. Der israelische Außenminister Gideon Saar äußerte sich "schockiert über den Angriff". Die israelische Regierung stehe in Kontakt mit der jüdischen Gemeinde und den örtlichen Behörden. "Antisemitismus darf niemals wieder sein hässliches Haupt erheben", sagte Saar. Die Reformsynagoge Temple Israel ist eine der größten der USA und zählt nach Angaben von US-Medien rund 12.000 Mitglieder. Sie umfasst unter anderem eine Vorschule und eine Religionsschule.

In einigen Gebieten der USA wurde nach Polizeiangaben die Präsenz von Sicherheitskräften vor jüdischen Einrichtungen aufgestockt. In Nordamerika hatte es zuletzt zahlreiche Angriffe auf jüdische Gotteshäuser gegeben. Alleine in der kanadischen Wirtschaftsmetropole Toronto gab es in den vergangenen Wochen drei Schusswaffenvorfälle. Der frühere US-Botschafter in Israel, Tom Nides, sagte Fox News: "Antisemitismus und Hass wachsen an." Er verwies dabei auf den Iran-Krieg. Zwar sei das Motiv des Angreifers in Michigan nicht bekannt. "Aber wir wissen, dass wir uns gerade deshalb in dieser veränderten Situation befinden, weil im Iran ein Krieg stattfindet und die Vereinigten Staaten und Israel auf einer Seite stehen", erläuterte Nides, der von 2021 bis 2023 Botschafter in den USA war.

Schüsse in Virginia - FBI prüft Terrorverdacht

In den USA kam es am selben Tag auch zu tödlichen Schüssen an einer Universität im Osten des Landes. Das FBI ermittelt wegen Terrorverdachts. Demnach eröffnete eine bewaffnete Person an der Old Dominion Universität in der Stadt Norfolk im Bundesstaat Virginia das Feuer und tötete eine Person und verletzte zwei weitere. 

Laut Polizei gingen am späteren Donnerstagvormittag (Ortszeit) Notrufe ein. Berichtet wurde, dass sich ein Schütze in einem Gebäude der Hochschule befinde. Minuten später seien Einsatzkräfte vor Ort gewesen. FBI-Chef Kash Patel schrieb, eine Gruppe mutiger Studenten habe eingegriffen und den Schützen überwältigt. Er sei tot.

Laut FBI gab es eine Verbindung des Mannes zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS). 2016 sei er festgenommen worden und habe gestanden, versucht zu haben, die Terrormiliz materiell zu unterstützen. Er sei 2017 zu einer Haftstrafe verurteilt worden. 2024 wurde er laut FBI aus dem Gefängnis entlassen. Bei dem Angriff an der Uni in Virginia, an der 25.000 Menschen studieren, habe der Mann "Allahu Akbar" (Gott ist am größten") gerufen.

Quelle: ntv.de, bho/AFP/dpa

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