Panorama

Quickie mit Assistentin Anwalt muss nach Live-Sex um Job bangen

Videokonferenzen spielen in der Corona-Zeit eine wichtige Rolle - und sorgen immer wieder für Eklats, wenn Kameras nicht ausgeschaltet werden. In Peru filmt sich etwa ein Anwalt versehentlich dabei, wie er bei einer Live-Anhörung Sex mit seiner Assistentin hat. Das könnte Folgen haben.

Selbstbefriedigung, Seitensprünge oder lautes Fluchen, wenn der Chef redet: Eigentlich sollte man meinen, dass nach einem Jahr Corona-Pandemie, in der Millionen Menschen im Homeoffice sind und täglich an Videokonferenzen teilnehmen, einige peinliche Missgeschicke nicht mehr vor laufender Kamera passieren. Und doch kommt es immer wieder vor, dass sich jemand in den eigenen vier Wänden zu sicher und unbeobachtet fühlt.

Wie auch jetzt in Peru. Dort vergaß ein Anwalt vor einer virtuellen Anhörung über Zoom offenbar, seine Kamera abzuschalten. Statt seinen angeklagten Klienten zu verteidigen, hatte er kurzerhand Sex mit einer Frau - live vor den Augen Dutzender Zuschauer wie dem zuständigen Richter und den Angeklagten. Die mehrfachen Ermahnungen des sichtlich aufgebrachten Richters bekamen die beiden im Eifer des Gefechts nicht einmal mit, den Ton hatte der Anwalt zuvor abgestellt. Das Video landete schließlich im Netz und ging viral.

In der Anhörung sollte festgelegt werden, ob ein Bürgermeister und mehrere Richter, die beschuldigt werden, Verbindungen zu einer kriminellen Vereinigung namens "Los Z de Chanchamayo" zu haben, in Untersuchungshaft kommen sollten. Bei der Frau soll es sich lateinamerikanischen Medienberichten zufolge um die Assistentin des Anwalts handeln. Der Richter warf ihm später vor, "die Ehre und Würde des Berufs und das Ansehen dieser Staatsmacht verletzt zu haben" und zog ihn von dem Fall ab. Nun muss er um seinen Job bangen.

Der Fall hat in Peru einen landesweiten Skandal ausgelöst - auch, weil es bereits zwei Tage vorher zu einem ähnlich peinlichen Missgeschick gekommen war. Ein weiterer Verteidiger hatte bei der Anhörung ebenfalls vergessen, seine Webcam auszumachen und sich vor laufender Kamera entblößt. Gegen ihn wird nun ebenfalls ermittelt.

Spanischer Journalist beim Fremdgehen erwischt

Die beiden peruanischen Anwälte sind aber bei weitem nicht die einzigen, denen digitale Konferenzen in der Corona-Zeit auf die Füße gefallen sind. In Kolumbien ist einer der am meisten in Erinnerung gebliebenen Fälle der eines Beamten aus Tolima, der mitten in einer virtuellen Sitzung der Abteilungsversammlung die Gelegenheit nutzte, sich den Rücken wachsen zu lassen.

Peinlich wurde es auch für den bekannten "New Yorker"-Redakteur Jeffrey Toobin, der sich während der Pause einer Zoom-Konferenz zu der US-Präsidentschaftswahl vor sämtlichen Zuschauern selbst befriedigte. "Ich dachte, ich hätte das Zoom-Video ausgeschaltet", rechtfertigte sich der 60-Jährige anschließend für seinen "peinlich-dummen Fehler".

In Argentinien sorgte vor allem die Rechtfertigung eines Abgeordneten für Spott und Häme, der während einer Videoschalte die Brüste einer neben ihm sitzenden Frau gestreichelt und geküsst hatte. Er habe sich lediglich vergewissern wollen, dass es der Frau, die sich kurz zuvor wohl einer Brustvergrößerung unterzogen hatte, und ihren neuen Implantaten gut gehe, sagte er.

In Spanien ließ sich ein Nachrichtensprecher im vergangenen April glatt beim Fremdgehen erwischen. Eigentlich sollte der ultrakonservative Politik- und Lifestyle-Journalist für einen Youtube-Kanal nur seine Einschätzung zur Corona-Krise abgeben, als im Hintergrund des Bildes plötzlich eine Frau durchs Bild lief, die nichts außer einem BH trug. Das Pikante daran: Bei der jungen Schönheit handelte es sich nicht um die bekannte Freundin des Journalisten, sondern um eine Kollegin.

Quelle: ntv.de, lri

ntv.de Dienste
Software
ntv Tipp
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.