Panorama

Navi-Ansage zu wörtlich genommen ICE rast gegen Auto

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Von dem Wagen ist nichts mehr übrig.

(Foto: IMAGO/Die Videomanufaktur)

Der Zug fährt 160 Kilometer pro Stunde, das Auto steht auf den Schienen - für eine Reaktion des Zugführers bleibt keine Gelegenheit. Dass dieses Unglück glimpflich ausgeht, grenzt an ein Wunder.

Glück im Unglück, und zwar für alle Beteiligten, weil niemand bei diesem Unfall verletzt wurde: Ein ICE-Schnellzug ist in Vechelde bei Peine in Niedersachsen mit einem auf dem Gleis stehenden Auto zusammengeprallt. Eine Autofahrerin habe die Anweisungen ihres Navigationsgerätes am Samstagabend zu wörtlich genommen, sei verfrüht nach links abgebogen und habe dann mit ihrem Wagen auf den Schienen gestanden, so ein Sprecher der Bundespolizei.

Als die Frau bemerkte, dass sie dort feststeckte, stieg sie aus und suchte nach Hilfe. Doch nur wenig später erfasste der heranfahrende ICE mit einer Geschwindigkeit von rund 160 Kilometern pro Stunde das Auto. Der Zugführer hatte in der Dunkelheit kaum Zeit zum Reagieren. Durch den Aufprall verkeilte sich das Auto unter der Lok.

Die 320 Fahrgäste blieben nach Angaben der Bundespolizei unverletzt. Erst nach fast zehn Stunden waren die Bergungsarbeiten abgeschlossen. Auf der Bahnstrecke Braunschweig-Hildesheim kam es zu Verspätungen. Die Bundespolizei schätzte den Schaden auf rund 750.000 Euro.

(Dieser Artikel wurde am Sonntag, 27. März 2022 erstmals veröffentlicht.)

Quelle: ntv.de, soe/dpa

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