Panorama

Schauer und Gewitter Der April verabschiedet sich regnerisch

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Die letzten April-Tage in diesem Jahr sollen laut Prognosen nochmal nass werden.

(Foto: picture alliance / Zoonar)

Zum Monatsende zeigt sich der April noch einmal von seiner wechselhaften Seite. Nach einem trockenen Sonne-Wolken-Mix erwarten uns ab Sonntag Schauer und Gewitter. Wie die Prognosen für den Wonnemonat Mai aussehen, verrät ntv-Meteorologe Björn Alexander im Interview.

ntv.de: Es scheint, als wolle der Frühling mal wieder Probleme mit dem Wasser bescheren. Wie groß ist die Trockenheit in Deutschland derzeit?

Björn Alexander: Es sah in den Jahren 2018 und 2019 natürlich wesentlich kritischer aus. Allerdings stimmt die Lage insgesamt schon etwas nachdenklich. Das ist insbesondere dem viel zu trockenen März geschuldet. Ein wenig Linderung hat uns der Start in den April gegeben, der uns im landesweiten Schnitt knapp 40 Liter Regen auf den Quadratmeter gebracht hat - immerhin über 80 Prozent des Monatssolls. Jetzt könnten wir - in Anbetracht der zunehmenden Trockenheit im Oberboden und der erhöhten Waldbrandgefahr - aber auf jeden Fall mal wieder Regen gebrauchen.

Kommt der Regen denn auch?

Es wird auf jeden Fall wechselhafter. Auch wenn die zu erwartenden Regenmengen je nach Wettermodell noch sehr unterschiedlich bewertet werden.

Mit welchen Wassermengen können wir denn rechnen?

n-tv Meteorologe Björn Alexander

n-tv Meteorologe Björn Alexander

Geht es beispielsweise nach dem Europäischen Wettermodell, dann sind in der Mitte und im Süden unseres Landes bis zum Monatsende zum Teil gerne mal 30 bis 50 Liter pro Quadratmeter möglich. Derweil zeigen sich allerdings die Großrechner der Amerikaner etwas verhaltener. So oder so könnte der April 2022 am Ende damit aber als normal nass durchs Ziel gehen. Damit wäre eine massivere Trockenheit erst einmal abgewendet.

Und wie sind die Trends für den Mai?

Die Langfristprognosen sehen momentan einen ebenfalls durchschnittlich nassen Mai, wobei der Norden tendenziell beständiger, der Süden und die Mitte unseres Landes eher wechselhafter sein soll. Das würde im deutschlandweiten Durchschnitt um die 70 Liter pro Quadratmeter bedeuten. Ein geteiltes Bild liefern uns dagegen die Temperaturverläufe.

Was bedeutet das konkret?

Die experimentellen Trends des Amerikanischen Wetterdienstes prognostizieren den Mai 2022 deutlich zu warm. Die längerfristigen Vorhersagen, die auf den Europäischen Wettermodellen basieren, zeigen uns hingegen einen langen Weg in den Frühsommer. Erst zum Monatsende stünde uns demnach eine Phase mit sommerlichen Temperaturen bis rauf in den Norden bevor. Die Entwicklung dürfte somit spannend werden. Zumal der Blick auf die Wetterarchive zeigt, dass sich der Mai in der Vergangenheit ja durchaus häufiger unterkühlt und vor allem durchwachsener präsentierte.

Vom Wonnemonat zurück zum Aprilwetter: wie ist die Entwicklung für unser Wetter am Wochenende?

Der Samstag ist insgesamt noch recht überzeugend und definitiv der bessere Tag des Wochenendes. So erwartet uns bei Höchstwerten zwischen 10 Grad in Vorpommern und 20 Grad am Rhein ein meist freundlicher bis trockener Mix aus Sonne und Wolken. Einzig ganz im Süden und im Südwesten sind einzelne Schauer und Gewitter drin. Dabei könnte es erneut den sogenannten Blutregen geben - also eine Auswaschung von Saharastaub, den die warme Luft aus dem Norden Afrikas bis nach Mitteleuropa und Deutschland mitbringt.

Und am Sonntag?

Bleibt es bei den Nordlichtern noch lange trocken und zeitweise sonnig. Ansonsten erwarten uns teils kräftigere Regengüsse gepaart mit Blitz und Donner. Die Temperaturen zeigen sich dementsprechend gedämpfter mit Höchstwerten zwischen 9 Grad an der Ostsee und 16 Grad im Breisgau.

Was sagen uns die Wetterkarten für die nächste Woche?

Dass es zunächst einmal unbeständig losgeht. Insbesondere von der Mitte südwärts wiederholt mit Schauern und lokalen Gewittern. Der Norden dürfte trockener und freundlicher bleiben. Dabei ist es zuerst eher frisch mit Spitzenwerten zwischen 8 und 15 Grad am Montag und 9 bis 16 Grad am Dienstag. Im Anschluss sehen manche Prognosen im Süden mit teils über 20 Grad einen Hauch vom Frühsommer übers Land wehen, bevor es zum Monatswechsel wieder kühler werden dürfte.

Quelle: ntv.de

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