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Schocktat auf Borneo Arbeiter töten und essen Orang-Utan

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Orang-Utans sind die einzigen noch lebenden Großen Menschenaffen in Asien.

(Foto: picture alliance / Roland Weihra)

Orang-Utans gehören zu den vom Aussterben bedrohten Tierarten. Schuld daran ist der Mensch durch die Zerstörung des Regenswalds und die Jagd. Doch auch Palmölplantagen werden für die orangefarbenen Zottel immer häufiger zur Gefahr.

In Indonesien haben Arbeiter einer Palmölplantage einen herumstreunenden Orang-Utan getötet und verspeist. Die Polizei teilte mit, es gebe drei Hauptverdächtige und sieben Augenzeugen, die zu dem Verbrechen an dem vom Aussterben bedrohten Menschenaffen befragt würden. Den mutmaßlichen Tätern drohen bis zu fünf Jahre Gefängnis.

Die Ermittlungen waren eingeleitet worden, nachdem in Medien grausame Bilder von der Tötung des Affen erschienen waren. Die drei verdächtigen Arbeiter sollen den Orang-Utan am 27. Januar im indonesischen Teil der Insel Borneo erschossen, zerhackt, gekocht und gegessen haben.

Die Tierschutzorganisation Centre for Orangutan Protection forderte die Polizei auf, außer gegen die Arbeiter auch gegen die Betreiberfirma der Palmölplantage zu ermitteln. Ihnen wird vorgeworfen, ihre Arbeiter zur Tötung der Tiere anzuhalten. Orang-Utans verirren sich häufig auf der Suche nach Futter auf die Plantagen. Den Behörden warf die Organisation vor, die Plantage in einer Gegend genehmigt zu haben, in der Orang-Utans leben.

Vom Aussterben bedroht

Orang-Utans leben heute nur noch auf den indonesischen Inseln Sumatra und Borneo. Der natürliche Lebensraum der Borneo-Orang-Utans im Urwald der Insel ist in den vergangenen 20 Jahren um die Hälfte geschrumpft. Von der Weltnaturschutzorganisation IUCN werden sie seit 2016 auf der Liste der stark vom Aussterben bedrohten Tierarten geführt. Diesen Angaben zufolge ist ihre Zahl seit den frühen 1970er Jahren um zwei Drittel auf 49.500 gesunken.

Bedroht ist der Lebensraum der Tiere vor allem durch die Zerstörung der Regenwälder, durch illegalen Handel mit Jungtieren, die als Haustiere enden, durch die Jagd und neuerdings auch durch den Anbau von Ölpalmen.

Quelle: n-tv.de, chr/AFP

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