Panorama

Regierungschefin mit Herz Ardern bezahlt für gestresste Frau Einkauf

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Jacina Ardern brachte ihr eigenes Kind bereits mit zur UN-Vollversammlung im September.

(Foto: REUTERS)

Die neuseeländische Premierministerin erfreut sich in ihrer Heimat großer Beliebtheit. Nun beweist Jacinda Ardern mit einer privaten Geste, dass sie sich auch abseits der politischen Bühne um das Wohl ihrer Landsleute kümmert.

Neuseelands Regierungschefin Jacinda Ardern hat einer gestressten Mutter an der Supermarktkasse ausgeholfen. "Ardern zahlte für die Einkäufe meiner Freundin im Supermarkt, als diese - mit zwei schreienden Kindern im Schlepptau - bemerkte, dass sie ihren Geldbeutel vergessen hatte", berichtete Twitter-Nutzerin Helen Burness und fügte hinzu: "Als ob wir sie nicht so schon lieben".

Nachdem sich auch die betroffene Frau auf ihrer Facebook-Seite überschwänglich bedankt hatte, bestätigte Ardern vor Reportern eher widerstrebend die Geschichte. Auf die Frage, warum sie das gemacht habe, sagte die 38-Jährige knapp: "Weil sie eine Mutter ist." Die sozialdemokratische Regierungschefin ist selbst Mutter eines kleinen Mädchens. Neve kam im vergangenen Juni auf der Welt und besuchte bereits als drei Monate altes Baby gemeinsam mit ihrer Mutter die UN-Vollversammlung in New York.

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In dem Facebook-Eintrag hatte die Frau geschrieben: "Gerade wenn du denkst, dass Jacinda Ardern nicht noch netter, bescheidener und authentischer werden könnte ... kommt sie daher und zahlt dir deine Lebensmittel im Supermarkt, weil du einkaufen bist, zwei Kinder dabei hast und alles wieder zurückstellen willst, weil du deinen Geldbeutel vergessen hast." Der Eintrag wurde inzwischen gelöscht. Wie teuer der Einkauf war, ist nicht bekannt.

Ardern ist seit 2017 Premierministerin. Zuletzt hatte sie viel Anerkennung für ihre Reaktion auf die Anschläge in Christchurch Mitte März bekommen. In den Krisentagen nach dem Tod von 50 Muslimen bei den Angriffen eines rechtsextremen Attentäters auf zwei Moscheen traf Ardern den richtigen Ton - so setzte sie dem Hass eine Botschaft der Toleranz und des Respekts entgegen und setzte gleichzeitig sofort schärfere Waffengesetze um.

Quelle: n-tv.de, fzö/AFP/dpa

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