Panorama

Rohrreiniger auf Spielplätzen Attacke auf Kinder bringt Täter in Psychiatrie

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Hier hatte der Mann Rohrreiniger-Granulat ausgestreut.

(Foto: dpa)

Einen ätzenden Rohrreiniger legt ein Mann auf Aachener Spielplätzen aus. Fünf Kinder kommen damit in Berührung und werden verletzt. Später vor Gericht wird dem 53-Jährigen zunächst versuchter Mord vorgeworfen, verurteilt wird er dafür nun aber nicht.

Ein 53-Jähriger, der in Aachen Kinder auf Spielplätzen mit ausgestreutem Rohrreiniger verletzt hat, muss in die Psychiatrie. Den Aachener Richtern zufolge ist der Mann psychisch krank, von ihm gehe eine "erhebliche Gefährlichkeit" aus. Er habe in seiner Wahnvorstellung gehandelt, von den kleinen Kindern "existenziell bedroht" zu werden, und sei schuldunfähig, erklärten die Richter.

Der Mann habe den gefährlichen, ätzenden Rohrreiniger ausgestreut, um die Kinder zu vertreiben, stellte der Vorsitzende Richter Roland Klösgen fest. Bei den Attacken im Sommer 2017 waren fünf Kinder verletzt worden. Sie erlitten teilweise Verätzungen.

Der 53-Jährige habe die Verletzungen in Kauf genommen, hieß es weiter. Das Aachener Landgericht wertete die Taten als gefährliche Körperverletzung in mehreren Fällen und versuchte gefährliche Körperverletzung in mehreren Fällen. Die Staatsanwaltschaft war bei Prozessbeginn noch von versuchtem Mord ausgegangen.

Quelle: n-tv.de, hul/dpa