Panorama

Eröffnung nach acht Baujahren Auf der Hochmoselbrücke rollt der Verkehr

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Als erstes dürften Politiker in ihren Limousinen über die Hochmoselbrücke fahren.

(Foto: dpa)

Nach achtjähriger Bauzeit ist es endlich so weit: Die Hochmoselbrücke wird für den Verkehr freigegeben. Hundert Schaulustige lassen sich den Startschuss für die zweithöchste Brücke Deutschlands nicht entgehen. Doch nicht alle sind so begeistert wie die Ministerpräsidentin.

Das schwarz-rot-goldene Band ist durchschnitten: Die riesige Hochmoselbrücke bei Zeltingen-Rachtig ist für den Verkehr freigegeben worden. Als Erste rollten Politiker in einem Konvoi über die 1,7 Kilometer lange und bis zu 160 Meter hohe Brücke im Moseltal.

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Ministerpräsidentin Dreyer reist zur feierlichen Eröffnung an die Mosel.

(Foto: dpa)

"Heute ist ein guter Tag für Rheinland-Pfalz", sagte die rheinland-pfälzische SPD-Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Die Brücke ist bundesweit die zweithöchste - nach der Kochertalbrücke (maximal 185 Meter) in Baden-Württemberg. Dreyer sagte, sie sei davon überzeugt, "dass die Brücke uns bei einem wirtschaftlich starken Bundesland, das wir sind, auch weiter nach vorne bringen wird und die Menschen in Eifel und Hunsrück miteinander stärker verbinden wird".

Mit der Eröffnung geht nach rund acht Jahren Bauzeit das aktuell größte Brückenbauprojekt in Europa zu Ende. "Die Hochmoselbrücke ist ein wahres Meisterwerk deutscher Ingenieurskunst", sagte der parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Steffen Bilger.

"Das ist schon imposant"

Mehrere Hundert Bürger waren zum Startschuss an das Bauwerk gekommen. Bereits am Samstag hatten Tausende Interessierte bei einem Bürgerfest einen Fuß auf die neue Brücke gesetzen. Bei Suppe und Wein feierten sie das Ende der Bauzeit. "Das ist schon imposant, wenn man da oben drauf steht", sagte die Ortsbürgermeisterin von Zeltingen-Rachtig, Bianca Waters.

Die Brücke ist Teil einer neuen, rund 25 Kilometer langen Strecke (B50 neu) zwischen Eifel und Hunsrück, die jetzt durchgängig befahrbar ist. Der sogenannte Hochmoselübergang schafft eine direkte Straßenverbindung zwischen dem Rhein-Main-Gebiet und den Beneluxstaaten. Der reguläre Verkehr sollte am späten Nachmittag Fahrt aufnehmen.

Das Bauwerk war seit seiner Planung umstritten. Kritiker meinen, die Brücke zerstöre das idyllische Landschaftsbild zwischen den Weinorten Ürzig und Rachtig. Auch Kostensteigerungen machten Schlagzeilen. Nach derzeitiger Planung kostet das gesamte Projekt 483 Millionen Euro, auf die Brücke entfallen rund 175 Millionen Euro.

Quelle: ntv.de, kse/dpa