Panorama

Seeschlacht-Opfer identifiziert Australien löst sein Weltkriegs-Mysterium

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1941 sankt die eigentlich überlegene "HMS Sydney" rund 220 Kilometer vor der australischen Westküste.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Vor 80 Jahren versenkt ein deutscher Hilfskreuzer die australische "HMS Sydney". Hunderte Besatzungsmitglieder sterben, aber nur eine Leiche wird gefunden. Die Identität des Seemanns ist lange ungeklärt. Nun ist das Rätsel gelöst: Der "Unknown Sailor" hat einen Namen.

Der Untergang der "HMS Sydney" gilt als größte Niederlage der australischen Marine im Zweiten Weltkrieg - 80 Jahre später ist der einzige gefundene Seemann identifiziert worden. Bei dem bislang stets "Unknown Sailor" (unbekannter Matrose) genannten Mann handle es sich um den damals 21-jährigen Thomas Welsby Clark aus Brisbane, teilte die australische Marine mit. Das hätten jahrelange Untersuchungen seiner DNA und Vergleiche mit zwei lebenden Angehörigen ergeben. "Ein Mysterium des Zweiten Weltkriegs ist gelöst", heißt es.

"HMS Sydney" wurde am 20. November 1941 versenkt

Clark ist das einzige von 645 Besatzungsmitgliedern der "Sydney", das je gefunden wurde. Der Leichte Kreuzer wurde am 20. November 1941 von dem eigentlich unterlegenen deutschen Hilfskreuzer "Kormoran" rund 220 Kilometer vor der australischen Westküste versenkt. Die "Kormoran" wurde in dem Gefecht schwer beschädigt und sank ebenfalls, die Besatzung rettete sich an Land und kam in australische Kriegsgefangenschaft. Beide Schiffe wurden erst 2008 entdeckt.

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Australien hatte dem Deutschen Reich nach dem Überfall der Wehrmacht auf Polen am 3. September 1939 an der Seite der einstigen Kolonialmacht Großbritannien den Krieg erklärt. Clarks Grab auf dem Kriegsfriedhof werde einen neuen Stein erhalten, kündigte der zuständige Staatssekretär Andrew Gee an.

"Er wird nicht länger unbekannt sein", sagte Gee. "Seine Geschichte hilft Australien dabei, das riesige Opfer zu verstehen, das für das Land geleistet wurde, und ebenso den Verlust und die Trauer, die Nachfahren der Gefallenen bis heute spüren."

Quelle: ntv.de, mdi/dpa

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